Mit dem Kopf voran

23.02.2006 um 21:15 Uhr

MMM: Märkte machens möglich

MMM, so lautet das Kürzel meiner neuen Serie über die Kunst der Menschen, mittels freiwilliger Transaktionen sich so ziemlich alle ihre Wünsche zu erfüllen.
Eigentlich ein trauriges Thema, das es Heiratsmärkte geben muss, um die restriktiven Einwanderungsregeln nach Deutschland zu umgehen. Aber die Menschen lassen sich - wie der Tagesspiegel gestern schrieb - etwas einfallen:

Der Braut war der Bräutigam zwar völlig fremd. Die Berlinerin K. reiste aber trotzdem wohl mit Freuden nach Shanghai und gab Xudong Z. ihr Ja-Wort. Brachte ihr die Ehe mit dem Chinesen doch 5000 Euro auf die Hand. Als Gegenleistung musste sie lediglich gegenüber der Ausländerbehörde in Berlin eine traute Zweisamkeit mit Herrn Z. vorgaukeln. Frau K. hatte sich von einer Schleuser-Bande anwerben lassen. Mit einem 32-jährigen Chinesen stand gestern einer der kriminellen Heiratsvermittler vor dem Amtsgericht Tiergarten.

Inspiriert durch Marginal Revolutions "Markets in Everything"

Diesen Eintrag kommentieren