Mit dem Kopf voran

31.08.2007 um 14:35 Uhr

Ratschlag für Public Spam Aktivisten

von: steffenh   Kategorie: Beobachtungen

Seit einigen Tagen prangen auf rund tausend Kreuzberger Werbeplakaten große Aufkleber mit dem Text "Public Spam". Das Motiv für diese Aktion beschreiben die Aktivisten auf ihrem Blog: "Wir wollen selbst entscheiden ob wir uns eine Werbung anschauen oder nicht. Das wird leider immer schwieriger." Das muß nicht so sein. Findige Leute haben schon vor langer Zeit eine recht sichere Methode gegen einen zu breiten Gesichtshorizont entwickelt, wie folgendes Foto belegt. Zumal durch eine derartige Lösung eine Menge Geld gespart werden kann. Spätestens seit einem bahnbrechenden Aufsatz von Ronald Coase wissen wir, dass es für die Gesellschaft billiger ist, wenn die paar Leute, die sich durch Werbung belästigt fühlen, einfach billige Scheuklappen anlegen, statt Werbung und die mit ihr verbundene, für viele durchaus wertvolle Informationsfunktion ganz abzuschaffen.

 


 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenwerbefachfrau schreibt am 01.09.2007 um 14:33 Uhr:"für viele durchaus wertvolle Informationsfunktion ganz abzuschaffen." - werbung hat zu 90% nichts mit information zu tun und somit ist dein "einwand" total absurd...
    aber wenigstens mal wieder was "tolles" auf deinem blog geschrieben, wa? ;-)
  2. zitierenFlorian schreibt am 01.09.2007 um 17:25 Uhr:@ 1:
    Natürlich hat Werbung immer etwas mit Information zu tun!

    Wobei das gar keine "echte" Produktinformation sein muss.
    Auch mit die Information auf der Meta-Ebene ist für den Konsumenten wichtig.

    Ohne Werbung gäbe es zum Beispiel keine Marken.
    Marken bieten dem Konsumenten aber vielfältigen Nutzen.
    Zum Beispiel Sicherheit:
    Ein Hersteller, der Millionen in den Aufbau seiner Marke investiert hat, kann es sich kaum leisten, diese Investiotion durch schlechte Qualität zu gefährden. Dem "No-Name-Anbieter" kann es hingegen egal sein, wenn Kunden sein Produkt nicht gefällt. Deren Geld hat er ja. Und eine Marke, an der die schlechte Qualität haften bliebe hat er nicht.
  3. zitierensteffenh schreibt am 02.09.2007 um 15:55 Uhr:@werbefachfrau

    Nicht alles, was dich nicht informiert ist deshalb keine Information. Information ist nun einmal nichts anderes, als "ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares oder genutztes Muster von Materie und/oder Energieformen verstanden, das für einen Betrachter innerhalb eines bestimmten Kontextes relevant ist" (Wikipedia). Danke an Florian für die klärenden Worte.
  4. zitierenPeter schreibt am 04.09.2007 um 00:48 Uhr:Irgendwie zieht dieses Argument bei mir nur wenig. Weil McDonalds eine Marke ist, wird doch deshalb das Produkt Hamburger nicht besser. Und Coca Cola tötet weiter Menschen, ohne dass der Konsument das abstrafen würde. Außerdem ging es denen ja nicht grundsätzlich gegen Werbung, sondern gegen zuviel davon.
    Mein Lesetip (falls das mit Pferdescheuklappen noch klappt); Schwarzbuch Markenfirmen von Klaus Werner und Hans Weiss.
  5. zitierensteffenh schreibt am 04.09.2007 um 14:13 Uhr:@ Peter:

    ...und dein Bioladen um die Ecke ist die zum Einzelhandel mutierte Mutter Teresa. Alles klar.
  6. zitierenHELENcv schreibt am 27.01.2010 um 00:33 Uhr:Some research papers writing services offer information just about this good post, thus <a href=" http://www.gogetessays.com">buy essays</a> or buy research paper to know some facts just about this topic.

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