Ratschlag für Public Spam Aktivisten
Seit einigen Tagen prangen auf rund tausend Kreuzberger Werbeplakaten große Aufkleber mit dem Text "Public Spam". Das Motiv für diese Aktion beschreiben die Aktivisten auf ihrem Blog: "Wir wollen selbst entscheiden ob wir uns eine Werbung anschauen oder nicht. Das wird leider immer schwieriger." Das muß nicht so sein. Findige Leute haben schon vor langer Zeit eine recht sichere Methode gegen einen zu breiten Gesichtshorizont entwickelt, wie folgendes Foto belegt. Zumal durch eine derartige Lösung eine Menge Geld gespart werden kann. Spätestens seit einem bahnbrechenden Aufsatz von Ronald Coase wissen wir, dass es für die Gesellschaft billiger ist, wenn die paar Leute, die sich durch Werbung belästigt fühlen, einfach billige Scheuklappen anlegen, statt Werbung und die mit ihr verbundene, für viele durchaus wertvolle Informationsfunktion ganz abzuschaffen.

aber wenigstens mal wieder was "tolles" auf deinem blog geschrieben, wa? ;-)
Natürlich hat Werbung immer etwas mit Information zu tun!
Wobei das gar keine "echte" Produktinformation sein muss.
Auch mit die Information auf der Meta-Ebene ist für den Konsumenten wichtig.
Ohne Werbung gäbe es zum Beispiel keine Marken.
Marken bieten dem Konsumenten aber vielfältigen Nutzen.
Zum Beispiel Sicherheit:
Ein Hersteller, der Millionen in den Aufbau seiner Marke investiert hat, kann es sich kaum leisten, diese Investiotion durch schlechte Qualität zu gefährden. Dem "No-Name-Anbieter" kann es hingegen egal sein, wenn Kunden sein Produkt nicht gefällt. Deren Geld hat er ja. Und eine Marke, an der die schlechte Qualität haften bliebe hat er nicht.
Nicht alles, was dich nicht informiert ist deshalb keine Information. Information ist nun einmal nichts anderes, als "ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares oder genutztes Muster von Materie und/oder Energieformen verstanden, das für einen Betrachter innerhalb eines bestimmten Kontextes relevant ist" (Wikipedia). Danke an Florian für die klärenden Worte.
Mein Lesetip (falls das mit Pferdescheuklappen noch klappt); Schwarzbuch Markenfirmen von Klaus Werner und Hans Weiss.
...und dein Bioladen um die Ecke ist die zum Einzelhandel mutierte Mutter Teresa. Alles klar.