Mit dem Kopf voran

11.02.2006 um 01:21 Uhr

Sechs gute Gründe für die Abschaffung der Landwirtschaftssubventionen

In dem Artikel des amerikanischen Magazins Reason "Six Reasons to Kill Farm Subsidies" nennen die Autoren Daniel Griswold, Stephen Slivinsky und Christopher Preble vom Cato-Institute sechs gute Gründe den Landwirtschaftssubventionen und dem Agrarprotektionismus den Garaus zu machen:

 

  1. Niedrigere Lebensmittelpreise und damit höheres Realeinkommen aufgrund höherer Konkurrenz in der Landwirtschaft.

  2. Niedrigere Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe senken die Kosten einheimischer Rohstoffverarbeiter und erhöhen damit deren internationale Wettbewerbsfähigkeit.

  3. Weniger Belastungen für den Steuerzahler aufgrund geringerer Subventionslast.

  4. Mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft durch geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln sowie Reduzierung der landwirtschaftlichen Pflächeninanspruchnahme.

  5. Markterweiterung für die einheimischen Bauern, wenn Abbau des Agrarprotektionismus Signal für eine weltweite Agrarmarktliberalisierung gibt.

  6. Generell ist eine friedlichere, da wohlhabendere Welt zu erwarten. Der bestehende Agrarprotektinismus behindert Entwicklungspotentiale insbesondere in Krisengeschüttelten Dritte-Welt-Regionen und trägt dort zur politischen Destabilisierung bei.


Obgleich der Artikel aus amerikanischer Perspektive formuliert lässt er sich ohne weiteres auf die europäischen Verhältnisse übertragen. Im Artikel abgedruckte Daten illustrieren das sehr schön: Die EU zahlt ihren Bauern weltweit mit Abstand die höchste Subventionssumme und deckt damit allein ein Drittel ihres Einkommens. Zwar liegt sie damit unterhalb des Stützungsniveaus anderer Länder (zB. Schweiz 68% des Farmereinkommens), aber dennoch über dem Durchschnitt der betrachteten Länder (30%).


Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenÖkonom schreibt am 31.07.2007 um 14:50 Uhr:Ich bin nach der exorbitanten Erhöhung der Milchpreise auch für eine Abschaffung der Landwirtschaftssubventionen, denn wenn die letztlich nicht für Preissicherheit sorgen, dann entbeeren sie jeder Grundlage. Außerdem wäre es sinnvolle die europäischen Landwirtschaftssubventionen in Technologie und Forschung zu investieren, dass würde den europäischen Wohlstand anheben und letztlich auch den Landwirten zu gute kommen. Was die meisten Bauern in der ganzen jetzigen Debatte vergessen, sei es aus Naivität oder aus Unwissenheit,ist dass steigende Lebensmittelpreise (auch eine Preiserhöhung der Getreideprodukte um 10% wurde angekündigt) letztlich auch zu höheren Inflationsraten und Zinsen führen, die die mehr Einnahmen der Bauern schließlich ganz und gar auffressen dürften.
  2. zitierensteffenh schreibt am 01.08.2007 um 11:39 Uhr:Steigende Lebensmittelpreise führen nicht zu höheren Inflationsraten und Nominalzinsen, sondern bestenfalls zur Verschiebung der relativen Preise. Inflation ist ein Geldmengenphänomen und somit ausschließlich politisch determiniert. Allerdings können Preissteigerungen bei bestimmten Gütern von Politikern als Anlass genommen werden, ihren diskretionären Handlungsspielraum bei der Bestimmung der Geldmenge über die Zentralbank zu nutzen.
  3. zitierenlandwirt schreibt am 14.07.2009 um 12:05 Uhr:ihr habt keine ahnung bei opel wird jeder arbeitsplatz mit 80000 €
    bezuschusst und wenn wir zuschüsse bekommen wäre dass schlecht mit dem
    realeinkommen dass liegt definitiv nicht am milchpreis dass ist schwachsinn´
    ohne diese subventionen können manche bauern gar nicht überleben aber bei
    opel wäre dass inordnung oder ????

    wenn man den bauern die subventionen nimmt dann sollte man es aber genauso
    in allen anderen rubriken die zuschüsse und subventionen streichen
  4. zitierenChecker schreibt am 20.04.2010 um 10:45 Uhr:Die meisten Landwirte in Schleswig Holstein sind Millionäre, diese werden mit Kohle zugeschissen....
    Was soll daran fair sein? Vielleicht sollte man erst mal die Finanzielle Lage des einzelnen prüfen und danach die Subventionen anpassen.
    Dafür könnte man dann die Einkommenssteuer senken, da haben alle was von, nicht nur die gestopften Landwirte.

    @ Landwirt: Thema Opel: Da arbeiten wenig Millionäre!!!!!!!
  5. zitierenLULU schreibt am 12.11.2010 um 21:34 Uhr:ja ich bin auch der meinung das subventoinen abgeschafft werden müssen. Man muss mehr Rücksich t auf die Länder in der 3. welt nehmen, die mit diesen billigen Lebensmitteln nichvt konkurieren können...

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