Mit dem Kopf voran

11.09.2007 um 09:55 Uhr

Starker Staat für Kinder?

von: steffenh   Kategorie: Gesundheitspolitik

Das ganze Land ächzt unter den steigenden Gesundheitskosten während Bayerns Ministerpräsident den starken Staat für Kinder fordert und die Pflichtvorsorgeuntersuchungen für Kinder einführt. Einzige Evidenz für diesen Befund ist die Erkenntnis, dass 10 Prozent der bayrischen Eltern ihre Kinder nicht untersuchen lassen. Untersuchungen zum Gesundheitszustand von Kindern werden zwar immer wieder mit sehr ernster Miene der Öffentlichkeit präsentiert, doch eine nähere Inspektion der veröffentlichten Ergebnisse legt nahe, dass sich die gravierenden Mängel vor allem in Klagen über den subjektiven Gesundheitszustand bei knapp 16 Prozent der Kinder und in Feststellungen des "zu hohen" Verzehrs von Süßigkeiten sowie der Verweigerung der obligatorischen fünf Obsteinheiten pro Tag erschöpfen. Nicht gerade viel für eine zusätzliche Kostenoffensive, die vor allem für Kinderärzte eine lukrative Einnahmequelle darstellen dürfte. Zur gleichen Zeit gibt es Wissenschaftler, die recht überzeugend argumentieren, dass sich eine Halbierung der Gesundheitsausgaben nur unwesentlich auf unseren Gesundheitszustand auswirken dürfte.


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