Süße Weihnacht?
Weihnachtszeit ist Zeit der Süßigkeiten. Und in jedem Schokoladenweihnachtsmann sind bis zu 50 Prozent Zucker, ein Lebensmittel, dass seit Jahrzehnten Dreh- und Angelpunkt eines der größten Schildbürgerstreiche europäischer Wirtschaftspolitik ist. Garantierte Mindestpreise erzeugen ein Überangebot, das durch Quoten kleingehalten werden soll und weil das nicht klappt, mit Exportsubventionen aus der EU geschafft wird. Das Ergebnis sind hohe Zuckerpreise in der EU, die Zerstörung von landwirtschaftlichen Nutzungsoptionen in für den Zuckerpflanzenanbau wesentlich besser geeigneten Regionen der Welt und unnötige Belastungen der Umwelt mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Selbst die einkommenspolitischen Versprechungen kann diese Politik nicht einlösen, weil wohlhabende Landwirte an Gunststandorten die dicksten Gewinne zu Lasten von Konsumenten und Steuerzahlern machen. Prof. Erich Schmidt von der Uni Hannover hat vor einiger Zeit in seinem Paper "Die Zuckermarktordnung...Ineffizienzen zu Lasten der Verbraucher?" diesen agrarpolitischen Irrsinn und seine Folgen sehr anschaulich beschrieben. Und es soll mir keiner kommen, wir bräuchten das, sonst wären unsere Zähne noch schlechter. Dieses Problem kann man ganz einfach mit der Zahnbürste lösen.
