Widersprüchliche Sachsen
Wenn 45 % der Sachsen sich davor fürchten, dass Ausländer ihnen die Arbeit wegnehmen, warum sind wir Deutschen dann so darauf fixiert, die Geburtenrate zu erhöhen. Schließlich muß jemand, der glaubt, dass es zu wenig Arbeit für eine wachsende Bevölkerung gibt, auch davor Angst haben, dass ihm nicht nur ein Ausländer, sondern auch sein eigener Nachwuchs irgendwann den Arbeitsplatz streitig macht. Und obendrein konsumiert unser Nachwuchs erst einmal mindestens zwei Jahrzehnte ohne einen eigenen produktiven Beitrag zum Wohlstand zu leisten, erwachsene Immigranten könnten theoretisch gleich zupacken und ihre Brötchen selbst verdienen. Es spricht einiges dafür, mehr auf Integration als auf Ausgrenzung zu setzen.
Wenn fast die Hälfte der Sachsen einem derartigen logischen Fehlschluß unterliegt, muß man sich nicht wundern, weshalb die Mehrheit der Deutschen nicht begreift wo die Ursache der knappen Arbeitsplätze liegt. Sicherlich nicht darin, dass es zu wenig Ideen für sinnvolle Tätigkeiten gibt. Wenn aber die Kosten der Arbeit höher als ihr möglicher Ertrag sind, dann wird keine Arbeit mehr nachgefragt. So sind nicht die Ausländer das Problem, die machen den Faktor Arbeit nicht teurer, im Zweifel eher billiger. Vielmehr sind es die rigide Arbeitsmarktpolitik und die teuren, aber immer weniger wirksamen Sozialsysteme in diesem Land. Hiervor sollten sich die Sachsen zu fürchten beginnen.
Wenn fast die Hälfte der Sachsen einem derartigen logischen Fehlschluß unterliegt, muß man sich nicht wundern, weshalb die Mehrheit der Deutschen nicht begreift wo die Ursache der knappen Arbeitsplätze liegt. Sicherlich nicht darin, dass es zu wenig Ideen für sinnvolle Tätigkeiten gibt. Wenn aber die Kosten der Arbeit höher als ihr möglicher Ertrag sind, dann wird keine Arbeit mehr nachgefragt. So sind nicht die Ausländer das Problem, die machen den Faktor Arbeit nicht teurer, im Zweifel eher billiger. Vielmehr sind es die rigide Arbeitsmarktpolitik und die teuren, aber immer weniger wirksamen Sozialsysteme in diesem Land. Hiervor sollten sich die Sachsen zu fürchten beginnen.
