Mit dem Kopf voran

27.12.2007 um 14:48 Uhr

Sind hohe Energiepreise klimafreundlich?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Nicht unbedingt, meint Daniel Gros auf VoxEU, denn die Angebotselastizität von Kohle ist wesentlich größer als die von Öl. Steigen die Preise für Energie infolge höherer Nachfrage reagiert das Kohleangebot sehr viel rascher als dasErdölangebot mit einem höheren Angebot, mit der Folge, dass sich der relative Preis der Kohle zum Öl wie in der Vergangenheit weiter verringert. Folglich steigen die Energieverbraucher wieder auf die Kohle um, was dann aufgrund der höheren Kohlenstoffintensität dieses Energieträgers zu höheren Kohlendioxidemissionen führt.

21.12.2007 um 19:53 Uhr

Ökonet?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Warum glaubt eigentlich jeder mit dem Umstieg auf Ökostrom eine besonders heroische Tat zu leisten? Etwa dieser Berliner Webhosting-Anbieter, der offenbar als Reaktion auf diesen ganzen Klimafrevler-Rummel um das Internet glaubt mit Selbstkasteiung in Form von Ökostrom reagieren zu müssen. So eine Art ökokosmetische Operation als Reaktion auf den quasireligiösen Glauben an das Gute in der Naturenergie. Da stört es auch nicht, dass wir seit Monaten über den schädlichen Ökorucksack der Bioenergie informiert werden, dass weltweit die Lebensmittelpreise so schnell steigen wie unser Bioenergiehunger oder uns überall über die hohen direkten und indirekten Kosten der Wind- und anderer sogenannter regenerativer Energien informieren können, die nichts anderes repräsentieren als hohe Ressourcenverbräuche bei der Produktion. Dem halbgebildeten Durchschnittsbürger reicht es inzwischen schon aus, dass erneuerbare Energieträger scheinbar weniger Kohlendioxid produzieren und schon werden sämtliche andere Kriterien, die normalerweise zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit von Produktion und Konsum herangezogen werden, über Bord geworfen. Wir haben es uns in dieser naiven, monokausalen Welt schön eingerichtet, wundern uns das diejenigen, die in Wirtschaft und Politik von unserem Wohlwollen abhängen, sich damit arrangieren und regen uns dann wieder auf, dass all das nicht kostenlos ist. Wem das Ganze auch komisch vorkommt, den lade ich schon jetzt zu der passenden Veranstaltung Ende Januar ins IUF in Berlin ein.

21.12.2007 um 10:41 Uhr

Vielfliegerzuschuß

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Wenn es ab 2012 tatsächlich zu der von der EU-Kommission vereinbarten Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel kommen sollte, könnte das in den nächsten Jahren zunächst einmal zu sinkenden Flugpreisen führen. Schließlich ist geplant, zunächst 90% der Emissionsrechte unentgeltlich zu vergeben, wobei anzunehmen ist, dass historische Emissionen eines Stichjahres als Zuteilungsbasis fungieren. So läuft es jedenfalls beim aktuellen Emissionshandel für Kraftwerke und Industrieanlagen. Um möglichst viele Emissionsrechte zugeteilt zu bekommen kann es also für Airlines durchaus sinnvoll sein, für das gewählte, mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft liegende Basisjahr(e) möglichst hohe Emissionen vorweisen zu können. Also verschärft man den Wettbewerb durch eine Erhöhung des Angebots und zwar so stark, wie der dadurch verursachte Gewinnrückgang niedriger ist als die erwarteten Erträge aus der Verwertung zukünftig zugeteilter Emissionsrechte. Das könnte zunächst zu sinkenden Flugpreisen führen. Der Katzenjammer für den Fluggast kommt später, wenn die Emissionsrechte gehandelt werden und sich als echte Kosten in den Flugpreisen niederschlagen.

20.12.2007 um 10:12 Uhr

Im Staub der Sterne

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Das Umweltbundesamt warnt vor einem drastischen Anstieg der Feinstaubbelastung durch Silvesterfeuerwerk. Wer jetzt meint, er könne sich dem durch die Flucht in die eigenen vier Wänden oder gar ins Lokal der Silvesterparty entziehen, der hat sich jedoch leider geirrt. Der Urheber der Meldung versäumte es darauf hinzuweisen, dass die Feinstaubbelastung in Innenräumen oft weit über dem zugelassenen Außenluftgrenzwert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft liegt (hierzu auch die Innenraumlufthygiene-Kommission). Auch könnte man darauf hinweisen, dass ein nüchterner Feuerwerker sicher gesünder lebt, als seine alkoholisierten, rauchenden und vollgefressenen Partykollegen. Schließlich sind die Folgen von Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen für die Gesundheit viel gravierender als Feinstaub. Wie man es auch wendet, am Neujahrsmorgen wird man dem Ende wieder ein Stück näher sein.

14.12.2007 um 15:04 Uhr

Klimaprognosen für kühle Köpfe

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Ralf Martin vom Centre for Economic Performance an der London School of Economics (LSE) erläutert auf Vox-Europe die Funktionsweise von Wettmärkten zum Klimawandel und zur Klimapolitik. Jenseits der üblichen Expertenprognosen erlauben derartige Wettmärkte die Aggregation der Informationen vieler tausender Marktteilnehmer, die anders als die Macher von Klimamodellen und -politik ihr eigenes Geld für ihre Prognosen aufs Spiel setzen. Gewinn- und Verlustrisiken vereinigen sich so in einer Hand und geben der Prognose damit nicht nur eine extrem breite Informationsbasis, sondern machen sie auch weniger anfällig gegenüber weltanschaulichen Modellannahmen.

11.12.2007 um 18:14 Uhr

Kleine Klimasünder?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Eben noch freue ich mich riesig, dass mein kleiner Bruder und seine Freundin mich mal wieder zum Onkel von einem kleinen Buben gemacht haben, da muss ich in einer australischen Zeitung lesen, dass ein Mediziner in einer Fachzeitschrift eine Babysteuer gegen den Klimawandel fordert. Eltern von mehr als zwei Kindern sollen die Kleinigkeit von 5000 AUS$ und jährlich noch einmal bis zu 800 AUS$ pro Baby als Kompensation für den Klimarucksack der kleinen Racker zahlen. Des weiteren wird empfohlen das Kindergeld abzuschaffen und eine schärfere Geburtenkontrolle einzuführen:

Professor Walters said the average annual carbon dioxide emission by an Australian individual was about 17 metric tons, including energy use.

"Every newborn baby in Australia represents a potent source of greenhouse gas emissions for an average of 80 years, not simply by breathing but by the profligate consumption of resources typical of our society," he wrote.

"Far from showering financial booty on new mothers and rewarding greenhouse-unfriendly behaviour, a 'baby levy' in the form of a carbon tax should apply, in line with the 'polluter pays' principle."

Für wen soll denn das Klima gerettet werden, wenn keine Kinder mehr zur Welt kommen sollen?

11.12.2007 um 11:41 Uhr

Emissionsexport

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Klimapolitikenthusiasten werden nicht müde den Klimawandel und dessen Bekämpfung als globales Umweltproblem zu formulieren. Noch viel weniger müde werden sie aber, auf inländische klimapolitische Erfolge und weitere Potentiale der Kohlendioxidreduktionen in Deutschland hinzuweisen. Ein Blick in die Umweltökonomische Gesamtrechnung lässt zunächst auch den Eindruck aufkommen, dass alles im Butter wäre und die deutsche Klimapolitik eine glatte Erfolgsstory sei. Immerhin sind die in Deutschland emittierten Kohlendioxidmengen zwischen 1995 und 2004 von 912 Mill. t auf 850 Mill. t gefallen.

Doch halt, wir leben in einer globalisierten Wirtschaft, in der die Emissionen des Verbrauchs nicht nur im Inland anfallen. Nimmt man alle Emissionen bei der Herstellung von Konsum-, Investitions- und Exportgütern zusammen, dann sind die Kohlendioxidemissionen im selben Zeitraum von 1028 Mill. t auf 1037 Mill. t gestiegen. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass wir einen steigenden Teil unserer Emissionen ins Ausland verlagern (Abbildung). Falls in Zukunft mal wieder jemand die Erfolge der deutschen Klimapolitik feiern will, kann man ihn oder sie getrost auf die Kraft der Globalisierung verweisen. Denn dann erkennt man auch sehr schnell, was nationale Klimaschutzpolitik vor allem bewirkt. Einen Fluchtreflex.

10.12.2007 um 16:36 Uhr

Das macht Sinn

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Hans-Werner Sinn fragt: Nahrungsmittel oder Kraftstoff?

10.12.2007 um 11:33 Uhr

Was kümmert das Geschwätz von gestern?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Noch vor wenigen Monaten rechnete uns das in Dessau residierende Umweltbundesamt vor (hier ebenfalls), dass gering ausgelastete Züge alles andere als klimaschonend sind. Jetzt, da die Bahn beschlossen hat die chronisch unterausgelasteten Bahnverbindungen nach Dessau zu kappen und den Klimafrevel zu beenden, sind alte Kalkulationen vergessen und der Katzenjammer bricht los. Offenbar ist konsequenter Klimaschutz nur dann gut, wenn man selbst nicht davon betroffen ist.

06.12.2007 um 17:33 Uhr

Klimakonjunktur?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Ich habe keine Ahnung, welches ökonomische Modell genau hinter den jüngsten Verlautbarungen der DIW-Klimaexpertin steckt. Energiesparinvestitionen kurbeln die Konjunktur an und die damit erreichbaren Energieverbrauchsminderungen entlasten die privaten Haushalte. So einfach macht man aus einem teuren klimapolitischen Kramladen ein Düsenantrieb für die deutsche Wirtschaft.

Kein Wort über das unwichtige Detail, dass niemand allein wegen der steigenden Energiepreise die von der Bundesregierung erzwungenen Energiesparmaßnahmen von sich aus in Angriff nehmen würde. Da werfen mehrere Millionen Menschen und tausende Unternehmen Geld zum Fenster raus und nur die Bundesregierung kann sie davon abhalten und obendrein noch das Klima schützen. Allein ein Blick auf die Details des Klimaschutzprogramms, ein Konglomerat von Subventionen und Zwangsmaßnahmen, machen klar, das Kostenminimierung ganz unten auf der Liste der Urheber steht. Auch wird nicht ein Gedanke an die Möglichkeit des alternativen Einsatzes der von diesen Maßnahmen blockierten Ressourcen verschwendet. Dabei lernt jeder Ökonomiestudent bereits im Grundstudium, dass Umweltschutzmaßnahmen nur insoweit vorzunehmen sind, wie ihre Kosten durch vermiedene Umweltschäden zu rechtfertigen sind. Offenbar reichen ein paar Jahre umweltökonomische Wasserträgerei für die Bundesregierung aus, um auch noch die letzten ökonomischen Einsichten der Wohlfahrtstheorie und der Bestimmungsgründen von Produktivität und Wirtschaftswachstum über Bord zu werfen. Stattdessen munitioniert man lieber mit pseudowissenschaftlichen Floskeln einen wirtschaftpolitischen Granatwerfer auf, ohne Rücksicht auf die Erkenntnis, dass eigentlich nur Rohrkrepierer zu erwarten sind. Nun die Energieexpertin vom DIW steht damit nicht allein da. Auch das HWWA versuchte sich vor ein paar Tagen mit ähnlichen Statements das Wohlwollen und wohl auch zukünftige Aufträge der Bundesregierung zu sichern.

03.12.2007 um 15:35 Uhr

Licht und Schatten in der Landwirtschaft

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Aufmerksamen Konsumenten wird sicherlich nicht entgangen sein, dass Informationen über die Qualität und Umweltwirkung verschiedener landwirtschaftlicher Produktionssysteme jenseits bunter Werbebroschüren rar gesät sind. Diese Lücke füllt die aktuelle Studie des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung an der Uni Kiel "Wissen wo man steht - Landwirtschaftliche Produktionssysteme in Schleswig-Holstein: Leistungen und ökologische Effekte". Dort werden konventionelle Landwirtschaft und Ökolandbau im Bezug auf Stickstoffmanagement, Pflanzenschutz, Tiergesundheit und Artenschutz miteinander verglichen, wobei eine integrierte Betrachtung von Produktivität, Qualität der Erzeugnisse und ökologischen Effekten erfolgt.

Abweichend von landläufigen "Schwarz-Weiss"-Auffassungen kann in keinem der Bereiche eine klare Trennlinie zwischen konventionellem und ökologischem Landbau gezogen werden. Beide Produktionssysteme weisen Stärken und Schwächen auf. So liegen die durchschnittlichen Stickstoffbelastungen der konventionellen Landwirtschaft tatsächlich höher als im Ökolandbau, doch reicht der Verzicht auf Kunstdünger allein nicht aus um dem Ökobauernhof den Freifahrtsschein auszustellen. Auch bietet der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, einmal ganz abgesehen von den damit verbundenen Produktivitätseinbußen, keine Garantie für eine geringere Schadstoffbelastung der Erzeugnisse. So kann etwa der Verzicht auf den Einsatz von Fungiziden zu einer höheren Belastung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse mit pilzeignen Giften führen. Auch kann die Qualität der Erzeugnisse im Hinblick auf die Weiterverarbeitung und die ernährungsphysiologische Qualität leiden. Was die Tiergesundheit betrifft konnten die Wissenschaftler keine systematischen Unterschiede zwischen konventionellen und ökologischen Betrieben ausmachen. Bezüglich der Artenvielfalt der Ackervegetation hat der Ökolandbau aufgrund des verminderten Herbizideinsatzes die Nase vorn, die Artenvielfalt bei Vögeln unterscheidet sich jedoch zwischen den beiden Produktionssystemen nicht.

26.11.2007 um 16:21 Uhr

Das Umweltopfer auf dem Klimaaltar

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Eine aktuelle Ökobilanzstudie zur energetischen Nutzung von Biomasse zeigt einmal mehr, dass nicht nur der Wohlstand, sondern auch die Umwelt einer ineffizienten Klimapolitik geopfert wird. Ein großer Teil der subventionierten Bioenergieträger (außerhalb des grünen Rechtecks) verursacht bei seiner Produktion mehr Umweltschäden als konventionelles schwefelfreies Benzin. Der unsichere Zusammenhang zwischen Kohlendioxidemissionen und dem Klimawandel wird mit anderen Worten von der Klimapolitik inzwischen höher bewertet als bereits heute mess- und sichtbare negative Umweltwirkungen. Geht es hier wirklich noch um Umweltschutz?

 


 

26.11.2007 um 10:45 Uhr

Naive Schwarzseherei

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Google hat mit Blackle und Aidgle gleich zwei neue Gutmenschenprodukte auf dem Markt. Das eine Tool richtet sich an PC-Nutzer, deren technisches Verständnis rudimentär ausgebildet ist und die deshalb, wenn sie nicht tatsächlich noch einen alten Kathodenstrahlenmonitor benutzen, nicht wissen, dass moderne Flachbildschirme permanent hintergrundbeleuchtet sind und Farbpixel den Lichtdurchlass regulieren. Ein schwarzer Hintergrund lässt also von dem ohnehin erzeugten Hintergrundlicht nur sehr wenig bis auf die Bildschirmoberfläche durch und kann dadurch keine Energie durch dunkle Hintergründe einsparen. Das andere Tool ist ein Trick von Google, an der Karitativität seiner Nutzer zu verdienen. Nicht so orginell, auch Vattenfall hat das hier nicht unkommentiert schon versucht. Nicht nur in der Politik ist die Einfalt der Verbraucher eine nette PR- oder gar tolle Gewinn-Quelle.

Überzeugten Energiesparern sein noch einmal die Thünen-Vorlesung von Hans-Werner Sinn vor der diesjährigen Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik ans Herz gelegt.

Update: Ein Leser weist darauf hin, dass Google mit den Angeboten offenbar nichts zu tun hat. In einem Google-Blog-Beitrag gelangt man sogar zu der Auffassung, dass eine Blackle-Nutzung den Energieverbrauch von Flachbildschirmen erhöhen kann.

23.11.2007 um 14:05 Uhr

Was hindert uns am Energie sparen?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Ein EU-Einfuhrzoll von 66,1 % auf Energiesparlampen aus China, Vietnam, Pakistan und den Philippinen, von bis zu 48,5% auf Fahrräder, von 10% auf energiesparende Autos, von 40%-100% auf Bioethanol sowie Zölle auf Windkraftanlagen außereuropäischer Produzenten und und und ...

19.11.2007 um 11:04 Uhr

Simplify your Climate Policy

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Björn Lomborg trifft den Nagel auf den Kopf. Im Zuge der Verstädterung sind die Menschen seit Jahrzehnten einer zunehmenden urbanen Erwärmung ausgesetzt. Ein Effekt, der mitunter zu einer Erhöhung der Umgebungstemperatur von 10 C am Tage führen kann. Dennoch konnte die Zahl der Hitzetoten durch verbesserte Gesundheitsversorgung und Klimatisierung der Räume reduziert werden. Und es gibt weitere Möglichkeiten dieses Problem zu vermindern, alle um einiges billiger und wirksamer als uns bekannte Verfahren der Reduktion der Klimagasen. Mehr Grün in die Städte, mehr Wasser gegen die Trockenheit und einfach weiße, reflektierende Farbe an die Wände. So naheliegend das ist, aber lässt sich politisch damit ein Blumentopf gewinnen? Haben die Verbände der Farbenindustrie, des Gartenbaus und der Wassertechnik die selbe Lobby wie Umweltverbände und Energietechnikproduzenten? Und ist der Weg über kleine unspektakuläre Lösungen so sexy wie die fatale Mischung aus der Technologiegläubigkeit der einen und der Ideologie des Verzichts anderer?

17.11.2007 um 17:52 Uhr

Unfreiwillig ehrlich

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Aus einer Bildunterschrift eines SPON-Artikels über den jüngsten Klimabericht:

Je mehr sich die Industrien Emissionsbekämpfung kosten lassen, desto größer die Einsparungspotentiale.

Zugegeben, der Autor meint Kohlendioxidminderungen, aber auch für die Kosten selbst trifft die Aussage voll zu. 

16.11.2007 um 19:04 Uhr

Wir leisten uns was

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Es ist zum Heulen, wenn man sieht wie unter dem Vorwand von Energiesicherheit und Klimaschutz von den Regierungen der Industriestaaten wertvolle Ressourcen vernichtet werden. Eine neue OECD-Studie über die gegenwärtige Biokraftstoffnutzung bringt da Trauriges zu Tage:

16.11.2007 um 13:43 Uhr

Nach mir die Sintflut

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Robin Hanson kommentiert auf Overcomming Bias einen Nature-Artikel über den Segen einer in ferner Zukunft aussterbenden Menschheit mit einer treffenden Frage:

Thomas is "optimistic" that humans and any descendants with a remotely similar population or resource-intensive technology will be extinct in a million years.   Yet if a plague, for example, were to produce this outcome within the next ten years, I'm pretty sure most everyone would see this as a catastrophe of the highest possible order.  So how does this become a good thing if it happens in the next million years?

Nun, weil auch dem überzeugtesten Naturschützer das Hemd näher als die Hose ist. 

16.11.2007 um 13:32 Uhr

Klima-Sündenregister

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Hinter der Webseite mit dem tiefsinnigen Namen CARMA verbirgt sich so eine Art Klimasünder-Anschiss. Dennoch nicht uninformativ.

08.11.2007 um 09:42 Uhr

Alternativ beschränkt

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Auch wenn ich der Patentierbarkeit von Saatgut aus gutem Grund selbst außerordentlich reserviert gegenüberstehe, kann ich die Lektüre des offenen Briefes der FDP-MdB Dr. Christel Happach-Kasan zur Vergabe des diesjährigen "Alternativen Nobelpreises" - abgedruckt bei David Harnasch - nur zur Lektüre empfehlen.