Google hat mit Blackle und Aidgle gleich zwei neue Gutmenschenprodukte auf dem Markt. Das eine Tool richtet sich an PC-Nutzer, deren technisches Verständnis rudimentär ausgebildet ist und die deshalb, wenn sie nicht tatsächlich noch einen alten Kathodenstrahlenmonitor benutzen, nicht wissen, dass moderne Flachbildschirme permanent hintergrundbeleuchtet sind und Farbpixel den Lichtdurchlass regulieren. Ein schwarzer Hintergrund lässt also von dem ohnehin erzeugten Hintergrundlicht nur sehr wenig bis auf die Bildschirmoberfläche durch und kann dadurch keine Energie durch dunkle Hintergründe einsparen. Das andere Tool ist ein Trick von Google, an der Karitativität seiner Nutzer zu verdienen. Nicht so orginell, auch Vattenfall hat das hier nicht unkommentiert schon versucht. Nicht nur in der Politik ist die Einfalt der Verbraucher eine nette PR- oder gar tolle Gewinn-Quelle.
Überzeugten Energiesparern sein noch einmal die Thünen-Vorlesung von Hans-Werner Sinn vor der diesjährigen Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik ans Herz gelegt.
Update: Ein Leser weist darauf hin, dass Google mit den Angeboten offenbar nichts zu tun hat. In einem Google-Blog-Beitrag gelangt man sogar zu der Auffassung, dass eine Blackle-Nutzung den Energieverbrauch von Flachbildschirmen erhöhen kann.