Das große Bibbern
Es ist Dezember. Was ist es da normalerweise? Kalt. Verschneit. Dunkel.
Dieses Jahr ist es vor allem dunkel. Ab 17 Uhr garantiert, und das ist
auch nicht wirklich ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist der Klimawandel und
der Kampf gegen ihn. Tja, das scheint ja ein rechter Drache zu sein,
gegen den es da anzukämpfen hat. Zwar weiß keiner so recht, was denn
eigentlich das Klima ist, vor allem das normale. Aber es gab kürzlich
jemanden, der dem Klima einen Wandel prognostiziert hat. Und dieser
Wandel ist nach Ansicht dessen etwas, wogegen es anzukämpfen gilt.
Seitdem sind die Medien voll von Klimaexperten. Die können zwar das
Wetter für die nächste Woche nicht wirklich voraussagen, plus minus 50
Prozent, aber sie wissen, wie es in 100 oder 200 Jahren ist. Nämlich
schlecht. Nicht überall, aber hier oder auch an den Polkappen und vor
allem dort, wo es nach deren Ansicht Leute gibt, die für nichts was
können: In den Entwicklungsländern. Entwicklung ist eigentlich etwas,
worüber viele Leute froh sind. Bei Ländern hat das aber diesen "Arm"
Beigeschmack. Nicht zu verwechseln mit "Bein". Arm ist das, was
ohnmächtig ist und das Gegenteil von reich. Hinsichtlich der
Selbstversorgung und der Existenz. Gibt´s mittlerweile auch angeblich
hierzulande, bei Kindern vor allem. Sagen manche Erwachsene. Auch im
Dezember. Das haben die schon im November getan und auch im Oktober.
Aha. Scheint also eine Wiederholungssendung zu sein. Schade! Denn für
März ist Frühling angesagt, samt Sonne und frischen Blüten und einem
Meer aus Blumen! Danach kommt sogar Sommer, selbst in Deutschland, dem
Land der unangenehmen Jahreszeiten. Zumindest wenn es nach den
Klimawandlern geht. Die klimawandler sind die, die den Klimawandel
herbeirufen. Dabei ist ein angenehmes Betriebsklima doch gar nicht so
schlecht.
