Reloaded? Revisited? Remixed!
Musik passiert normalerweise im Augenblick des Geschehens. Live.
Emotional. Intellektuell. Manchmal erlebt eine Komposition auch eine
Neuerschaffung, das ist dann der Reload. War was nicht so, wie
vorgesehen, muss also nochmal in den musikalischen Schraubstock. Zwecks
Bearbeitung, und zwar heftig. OK. Dann kommt es auch mal vor, dass der
Meisterkomponist was vergessen hat. Bei der Komposition. Also muss
er nochmal auf Anfang zurückspulen, für verschiedene Detailkorrekturen.
Gut so. Gesagt, getan. Das war dann Reloaded. Und dann gibt es noch das, was sich Remix nennt.
Was ist das denn? Tja, da schnappt sich einer die originalen Masterfiles
und zieht sie sich in den Mac. Dann vergreift der sich da dran,
natürlich mit nem guten Gewissen. Künstlerseele will ja nicht des
Werkes wegen benutzt werden, sondern gebraucht. Und zwar gut gebraucht!
Aus
einem 120 BPM Artrock-Song wird da schnell mal ein Housemix, frisch
gewaschen und gewudelwutzt, wie es sich bei DJs so gehört. Genau das
passiert jetzt mit dem Milo´s Craving Song "Come Out". Da wollen wir
doch mal sehen, wohin die Sub-Bässe und Ambient-Scenes diesen doch von
der rezensierenden Prog-Presse als "flach" bezeichneten Titel noch so
hintreiben. Ich bin auf jeden Fall sowohl offen für den Drift, als auch
für das Resultat. Immerhin war der Song auch auf einer Limited Edition
mit 2
anderen Tracks im Special Package der Lammothies auf CD im klassischen
Vinyl Look. Ist zusammen mit einer Flasche erlesenen roten Weines, samt
anmoderierendem Emotionstext, an
ganz besondere und ganz wenige VIPs vergeben worden - wenn das mal
keine Auszeichnung
ist! Also wird der Remix Zandvoort strandkompatibel, das behaupte ich
einfach mal jetzt schon. Cool!
