Australien 05/06

23.06.2007 um 11:26 Uhr

Kurzchronik

von: krohsax

Nun mal zum besseren Auffinden bestimmter Beiträge oder Ortsbeschreibungen die KURZCHRONIK

2005

27.10.-2.11. Am Anfang war… Sydney!

25.-27.10. Flug nach Sydney

28.10. Kauf meines Autos und meiner Wohnung für fast ein Jahr (Nissan Stationwagon)

2.-5.11. 3000 km Fahrt nach Cairns

November/ Dezember Atherton/ Cairns und Umgebung

5.-13.11. Erkunden von Atherton und Umgebung (Regenwald…)

14.-20.11. Trip zum Cape Tribulation und Besteigung Mt. Bartle Frere

Ab 21.11. 3 Wochen arbeiten auf der Howe-Farm in Mareeba

13.-17.12. Tauchkurs Great Barrier Reef

19.-22.12. Trip u.a. nach Chillagoe

28.12. Abfahrt zusammen mit Jana in Atherton – Going South & Climbing

2006

29.12.2005-3.2.2006 Roadtrip South und klettern um Sydney mit Jana

29.12.-1.1. Townsville, Kletern am Mt Stuart und Magnetic Island

3.-7.1. Brisbane und Fahrt nach Sydney

9.-21.1. Klettern in den Blue Mountains, zT viel regen

22.-29.1. Shoalhaven Heads und klettern Nowra/ Point Perpendicular

30.1.-3.2. Klettern Blue Mountains/ Wolgan Valley , sehr heiss

4.2.- 1.3. Um Sydney herum dümpeln

4.-15.2. Sydney, Klettern in Blue Mountains mit Joerg, Wollongong

15.-24.2. Shoalhaven Heads – Zivilisation, Beach Trips, Klettern, Tauchen

24.2.-1.3. Bungonia Gorge klettern und Canberra

2.3.-22.3. Besuch von Lutz, Martin, Chris - klettern

2.-6.3. Blue Mountains

7.-8.3. Nowra und Point Perpendicular

10.-16.3. Mount Arapiles

17.-22.3. The Grampians

23.-24.3. Melbourne (allein)

25.3.-18.4. Das Muttchen ist da - Sightseeing

25.-31.3. Melbourne , Phillip Islands , Great Ocean Road , Grampians

1.4. Sydney

2.-7.4. Rote Mitte – Von Ayers Rock bis Alice Springs

7.-18.4. Tasmanien

18.-27.4. Tasmanien – Klettern - mit Joerg - Mistwetter

Hobart , Hillwood, Freychinet, Tasman Peninsula

27.4. - 7.5. Tasmanien - Hobart und Overlandtrek

2.-6.5. Overlandtrek

8.-21.5. Klettern am Mount Arapiles

21.5.-12.6. Australian Alps und auf dem Weg nach Brisbane

22.-28.5 Australian Alps – Mt. Buffao , Mt, Kosciuszko, Booromba Rocks

29.5.-2.6. Point Perpendicular/ Nowra mit Janette und Joerg

2.-8.6. Kälte und Regen in Sydney und Blue Mountains (Pfingsten)

8.-12.6. Roadtrip, Besuch bei Shell, Nimbim

12.6. – 21.08. Brisbane

19.6.- 18.08. Arbeiten am Centre for Mined Land Rehabilitation/ Uni Queensland

13.-17.8. Feldarbeit/ Messungen in der Goldmine Mt. Leyshon/ Nordqueensland

19.-29.8. Fahrt nach Sydney, Car Trouble, Vorbereitungen

30.8.-20.9. Western Australia (Flug SYD - PER - SYD)

21.-26.9. letzte Tage in und um Sydney

26.9.-19.10. THAILAND

19.10. It´s over now. Nachts Abflug in Bangkok, mittags Landung in Frankfurt, Zugfahrt nach Dresden

21.01.2007 um 22:19 Uhr

Lang, lang ists her... aber alles noch da!

von: krohsax

Kaum zu glauben, aber seit über einem viertel Jahr bin ich nun schon wieder in Deutschland...

Möchte nur darauf hinweisen, dass, auch wenn auf dieser Titelseite nur Thailand erscheint, das gesamte Australientagebuch noch abrufbar ist, und zwar unter der Kalenderfunktion auf dieser Seite rechts ;-)

Meine Australienseite unter www.krohsax.de ist samt Bildern noch heftigst in Arbeit.

18.10.2006 um 01:35 Uhr

Thailand IV und good bye, Thailand - das Ende einer Weltreise

von: krohsax

Nach nun 2 Ruhetagen will ich mal wieder iordentlich klettern, bereits mit Marcel verabredet. Der Hollaender, der mir immer erzaehlt, wie schlecht meine Technik ist (weil ich nicht 7c klettern kann und zu viel Kraft habe), um dann nahezu fusslos die 7c's durchzuziehen, die ich nicht hochkomme ;-) was saechsisch 10c ist, so was kletertte ich noch nie im Leben) Er ist notorischer Langschlaefer, so goenne ich mir vorher ein laaanges Fruehstueck. Mittags dann am Fels (heute uebrigens Sonne, ich haengte also einen nassen Kram vor die Huette, aber das raecht sich alsbald), erst eine eklig polierte 6b+zum Aufwaermen, dann gehen wir doch lieber zu einem anderen Sektor - Cat Wall, graesslicher matschiger steiler Zustieg, doch dann herrliche Lage mit gutem Blick, leichtem Wind und wenig Muecken. Erst eine wirklich geniale 6c+, stellenweise 45 Grad uebnerhaengend, aber sehr guter Fels und Griffe so gross, dass man einmal darin sitzen kann - besser das Bein durch eine Sanduhr stecken kann- und sich ausruhen (ich muss immer an Ralph denken: im Kalkstein in Thailand sind die Griffe so gross, dass man drin boofen kann). Danach klettere ich eine weitere "best pitch of southern Thailand" - meine zweite 7b on sight! Womit es keine Eintagesfliege war. Bewertung hier eher soft, lt. dem Franzosen der in El Chorro entsprechend. Keine wirklich schweren Zuege, nur Ausdauer. Das in stroemendem Regen jenseits des riesigen Ueberhanges (ja also Klamotten vor der Huette nicht trocken). Die 7c+ daneben deutlich schwerer, ruhte in einigen bolts, aber immer noch sehr schoen und ich erreichte zum ersten mal ueberhaupt den Umlenker in diesem Grad.
Spaeter kamen noch ein Franzose, der 8a's onsighted und dennoch ganz enspannt ist und mit jedem klettert (also auch mit mir) und ueberall sichert, und ein Ami, beide sewhr nett, dazu. Nach diesem tollen Klettertag holte ich meine verschimmete Goretexjacke aus der Waescherei - wow, sauber! Naja ich moechte ja nicht wissen, ob die die am Ende heiss gewaschen oder gar gekocht haben oder so, was ja zwar schlecht fuer Goretex ist, aber immerhin!
14.10.: Marcel will Ruhetag machen. Mist, und das bei dem schoenen Wetter! Begegne frueh dem Ami und Franzosen von gestern, machendie Mehrseillaengentour, die ich schon mit Joerg machte, verabreden uns aber fuer nachher, also gibts bei mir halben Ruhetag, Starnd, gekuehlte gekoepfte Kokosdnuss bis zum Hals im Meer sitzend, sonniger Tag. Naxh gemeinsamen Lunch (fritierte Bananen) mit besagten gestalten zur Melting Wall, eine weitere 7b, die Gott erstbegangen haette, wuerde er klettern ;-) so steht es im Fuehrer. Sehr gut, 2 sehr lange und sehr harte Zuege (und nein, nicht onsight). Danach echtes Ganzkoerpervergnuegen in einer steilen versinterten verdrehten 6c+ ebenfalls an der schoenen Melting Wall. Heute im Hellen zurueck, um bei Sonnuntergang ein Bier auf Liegestuehlen am Strand zu geniessen und spaeter auf Selbigen gleich das Dinner - das ist Thailand! Dann die gute Nachricht, dass es wohl endlich klappt mit DWS (Deep Water Soloing).
Ja, und so war es! Und so ziemlich das beste im Thailandurlaub!  Ich engagierte sowohl Clem und Alan als auch den Murray-Trupp und so fuhren wir gegen 10 Uhr zu 7t raus, mit einem Longtailboot fuer den ganzen Tag, direkt auf die traumhaften Inseln zu, die man so sieht. Deep Water Soloing: solo (ohne Sicherung) klettern, aber ueber Wasser anstatt festem Boden! Und dafuer ist Thailand wie geschaffen! Wir halten an 3 verscidenenen Stellen, ein Eisteigehilfsmittel ist ein Kajak, so fangen die Griffe oft doch erst 1-1,5 m ueberm Wasser an, darunter viel zu scharf-Muschelschalenkruste. Auch dann noch ultrascharfkantiger Kalk, dann hat man nasse Schuhe und v.a. Haende, mit den Knien an die Wand schrammen will man auch nicht und der Fels ist bruechiger als in abgekletterten Wegen, also ist trotz allen tiefen Wassers etwas Vorsicht angesagt. Oder ich war zu aengstlich, es haengt ja auch meist ueber und das Wasser ist wirklich tief. Dier Hoehen von 20 m, aus denen Clem und Alan sprangen, erreichte ich nicht, ich ging bis ca. 7-8 m und das war genug - einmal heftig Wasser in die Nase.
Ein bisschen bouldern, Quergaenge, 2 tolle Sinterrouten ca 6b und ca 8m lamg und vor allem aber Urlaubsatmosphaere wie es besser kaum geht- auf eigenem Boot, von Felsen umgeben, Lunch, blauer Himmel und Sonne inklusive, beim Einsteigen schwimmen einem die bunten tropischen Fische um die Kletterschuhe (schnorcheln war ich auch nebenbei, eigenens Zeug), abhaengen, spaeter ein kaltes Bier an einem herrlichen wiessen Strand bis zum Hals im Wasser, und Thaimassage umsonst!
Natuerlich mit tollem Dinner als Abschluss. Im uebrigen ist jetzt puenktlich zum Hochsaisonbeginn gestern schoenes Wetter.
An meinem letzten Kletteertag, dem 16.10., gehts mit Clement zur Thaiwand, groesster Wand hier, mit Mehrseillaengen. Lord of the Thais, 5 SL, 7b und ziemlich das Beste, was es hier gibt! V.a. meine Seillaenge, eine 7a+, turnen an glatter Wand zT 45 Grad ueberhanengend, mit Sinterchen genau da wo man sie braucht! Ultraausgesetzt, zum Teil Spreizschritte an Sinter erforderlich, mit Tiefblick 150 Meter und ueber die ganze Halbinsel. Weder die 7a+ noch die 7b onsight, denn es ist so ausgesetzt, da gehe ich nicht total an die Leistungsgrenze und im Fall eines Wegfallen kommt man auch nicht emhr so leicht an die Wand.Dieletzte lange Seillaenge ist die schwerstre und sehr anstrengend, permanent steil und ich merke nun, dass wir kein Wasser mithaben - es waren nur 2 Stunden, aber man schwiztt so extrem, blind vir Schweis, Sachen nass als wie wenn damit gebadet. So bin ich dann ziemlich fertig, und noch die Abseile: mit nur einem 70-m-Seil 5x, einmal davon eine 30 Grad ueberhaengende Seillaenge, ich gehe als zweiter, was schon einfacher ist, aber immer noch heisst, dass ich die Exen, mit denne Clem backgeclippt hat (um zum Stand zu kommen), entfernen muss. dazu zieht mich Clem an die Wand ran, ich klippe aus und schwinge dann gen Meer ins Nichts, um die 25 Meter. Fuer Fotos sollte ich auch noch stoppen (aaaah), na hoffentlich bekomme ich wenigstens die Bilder zugeschickt!
Auf dem Boden 2 l Wasser getrunken, dann noch eine 1SL-&a gemacht, sehr schoen aber am Ende meiner Kraefte, also gehts dann zurueck, mehr Fluessigkeit kaufen und einnehmen, eine (kurze) Thaimassage (Ruecken) am Strand, spaetes LKunch am Strand (5 pm) udn abneds auch wieder Strandbar, diesmal Maiskolben vom Grill und Thai-Cocktail, geniesse ich den letzten Abend.
An diesem Abend erfahren Freya und Murray, dass ein Freund von ihnen in Australien starb - beim Paddeln - Leben ist manchmal ungerecht.
Am naechstenTag packen, die anderen stehte erst spaet auf, so Ruhe fuer mich. Gegen 11 fehts mit allem Gepaeck zum Strand, eine 7a+ mit Sintern klettern, aber verdammt schwer, probiere ne wEILE, Marcel beschwert sich wieder ueber meine Technik ;-) kann dann aber den extrem powerfullen Start auch ni durchklettern ;-)
Wenigstens noch mal ausgepowert, Reis im Wasser essen, nach Railay herueberlaufen (Clem hilft mir mit dem 2. Rucksack), vergebens versuchen, ein Ticket zu kaufen. Will Zug mit Schlafwagen, den gibta auhc, aber hier verkaufen die alle nur Bustickets, wer weiss warum. Nachdem man mirt versicherte, dass am laufenden band volle Boote nach Krabi fahren, gehe noch noch malfuer ne halbe Stunde auf einen swim und ein Bier zum Phra Nang Beach, dann erkalert man mir, dass heute nicht mehr genug Leute fuer ein Boot nach Krabi kommen (!!!) Und ich, wenn ich den Bus kriegen will, ein eigennes Boot chartern muss, fuer 800 baht. Waah! Habe ich mich mal wieder bescheissen lassen? Wir sizten noch fast eine Stunde fest, Boot sass fest wg. Ebbe, dann koennen wir es endlich rausschieben. Auch in Krabi verkauft man mir nur ein Busticket (habe ja auch bei der Buscompany nachgefragt...) Nun habe ich so die Schnauze voll, dass ich es nehme und es ist billiger als das Boot  (750 BAHT = 15 Euro). Heute sehr warm, 36 Grad (im Schatten). Dennocvh viele Leute auf Teutonengrill (in der Sonne).
Um 5 gehts endlich los, von 7-8 Fress- und Umsteigestop in Suratthani, dann schlafe ich fast dieganze Zeit ganz gut, mit Unterbrechungen, habe 2 Sitze, sehr verstellbar.
Mitten in der Nacht wird Licht, es ist 5 am und wir sind da! Schnell werden wir rausgecshmissen, von 20 Taxifahrern umringt, die wissen wollen, wo ich hin will! Woher the helkl soll icgh das wissen, ich weiss ja noch ni mal wo ich bin und brauche erst mal Zeit zum Nachdenken! Und will schon gar ni halb im Schlaf im Dunkeln mit 1 Hoergeraet mit 20 Thais diskutieren muessen) Doch die habe ich nicht, fuer 50 Baht schleppt mich dann einer ab im Mopedtaxi, knoepft mir dann 250 ab (rueckt das Wechselgeld einfach ni raus). Immerhin kann ich da meinen Rucksack abgeben udn da faehrt ab 7 ein Bus stuendlich zum Airport, muss ich nuyr noch wiederfinden abends, notfalls mit Taxi.
Bis es hell wurde, sass ich im Internetcafe, dies schreibend, meinen letzten weblog (zumindestens von unterwegs), Kaffee trineknd und nun ist es 6.30 und ich werde mal ueber dem Stadtplan sinnen, hoffen, den Koenigspalast (Hauptsehenswuerdigkeit in BKK) erlaufen zu koennen (sah so aus auf dem Stadtplan aber kenne den Massstab noch nicht), noch ein paar Tempel in der Naehe (?), plane so woeder da zu sein, dass ich den Bus um 10 zum Airport nehmen kann (braucht ne Stunde) um dann 2.30 am das final leg meiner Reise antreten zu koennen - am selben Tag bis nach Dresden!
Wetterbericht gecheckt - schauderhaft kalt in Deutschland (Temperatur mit einer 1 vorne wenn euberhaupt)!!! D.h. lange Hosen, Jacke, Muetze ins Handgepaeck, Handschuhe sind in Australien und frieren - aber erst ab morgen

12.10.2006 um 16:14 Uhr

Neue Abenteuer in Thailand

von: krohsax

Erst mal suchen wir ein Quartier, haengen da ne Weile dab, das Wetter ist deprimierend, Internet und Essen, als der Regen nachlaesst, gehen wir kletern, es ist ganz nett und der Fels ist trocken! 4 Wege schoene 5c-6c, mit Unterbrechungen, wo wir eng anden Fels gekuschelt in einer Schlinge haengen, vorm Regen Schutz suchend. Abends geniessen wir die Zivilisation und das "Nachtleben", Fressstaende (Banana Pancake, sehr lecker), viele Staende, Cocktail. Am 2. Tag Ko Phi Phi suche och frueh das Tsunami Memorial auf, die Namensdtafeln der Toten sind jetzt allerdings weg. Krass udn traurig hier, man muss ich vorstellen, dass die meisten der thais hier Familie und freunde verloren, man kommt sich fehl am Platz vor, doch Touristen sollen ja gerade kommen, un das wieder in gang zu bringen, die Lebensgrundlage der Leute. Ist auch alles wieder recht aufgebaut hier, nur die Palmenm fehlen noch, wo der Tsunami ueber die Schmalstelle der Hauptinsel in Form einer 12 m hohen Welle entlangfegte. Ueberall warnschilder - in case of earthquake move to higher ground.
Um 8 gehts zum gebuchten Tauchtrip, 2 Gaenge 2000 Baht (fuer mich, da eigener Tauchanzug),
die See ist ruhig, also gehts raus. Mein Buddy ist Joerg, wir tauchten nun also auch zusammen. Tolle Tierwelt, Moraenen (Riesenaal mit Zaehnen), bunte Fische, Korallen, Schildkroete. Sehr schoen und auch reibungslos geklappt (davon abgesehen, dass die eine, Anfaengerin und nervoes, mir andauernd ins Gesicht trat). Beide Tauchgaenge fats eine Stunde, da friert man doch recht trotz 29 Grad Wassertemperatur. Es regnet, aber unter Wasser bleibt man ja trocken ;-) Nun also auch noch Tauchen in Thailand, was ich ja auch wollte. Nur leider keinen hai gesehen - Leopardenhaie gibts hier.

Nachmittags gehts schon wider zurueck, diesmal muessen wir weit durchs wasser laufen an Land, da Ebbe. Zurueck an der Huette entdecke ich, dass mein Zeug verschimmelt ist, Rucksack und einige Inhalte wie meine Goretexjacke :-( Hoffentlich kann ich das noch retten, den Rest des Abends schmiere ich dem Kram mit angeblich Antischimmel-Waschpulver ein, nach Diskussion mit Thai-Englisch-Woerterbuch. Das Zeug wird einfach nicht trocken hier, auch wenn man es aufhaengt! Schimmel, Schlamm ueberall, das ist Monsunzeit nahe am Aequator und ging mir heut aufs Schwein, kann nervig sein!

Auch mein 2. Hoergeraete gab vor einigen Tagen den Geiost auf, mein anderes funktioniert nur meistens, und eine Kamera streikte auch mal - das feuchte Wetter hier bekommt alles!!!


Am anechsten Morgen rtegnet es wieder eindrucksvoll, also kein Klettern, Joergs letztre Tag, wir fahren mit dem Boot nach Ao Nang, nur 10 Min und 1,5 Euro entfernt, aber eine Stunde warten, bis genug Leute fuer ein Boot zusammenkamen. Dort mieten wir uns ein Moped, jeder eines (nun weiss ich durch Joerg, wie gross es ist - 125 cc - ich duerfte in deutschland gerade mal 50 fahren). Fahren bis nach Krabi. Sehen einen Tempel mit einem 8 m grossen liegenden goldenen Buddgha unterm Ueberhang, malerische Fischerboote und viele tolle Bilder erst von Bluemn dann von Thais bei der Fischernteeinholung und -verarbeitung, sehr freundilche Menschen, laecheln einen an und zurueck, auch wenn man da ins Privatleben eindringt und fotografiert. Und das alles in der Sonne! Doch dann wird es sehr schwarz, wir drehen das Gas auf 100 auf (das Moped ist bissl schneller als letztes Mal) und doch werden wir wenige km bevor wie zurueck sind, eingefangen. Finde einen Unterstand, es hoert aber nicht auf und muessen weiter, werden seeehr nass und die Sicht ist Null (Sonnbrille war nix, ist fast nachtdunkel geworden, also versuchte ich die Taucherbrille, aber die beschlug dauernd). Ich muss ja noch zurueck auf die Halbinsel, ahbe Glueck, gerade faehrt ein Boot (Joerg schnell verabschiedet, bis zum Wiedersehen auf den naechsten Kontinent (sicher Europa) - er faehrt wieder nach Australien! Fuer mich so vertraut doch vorueber :-(
Starker Wellengang, schon beim Einsteigen wird man nass (wenn man es nicht schon waere), bis zur Huefte ins Wasser, naeher kann das Boot nicht an den Strand. dann wie Achterbahn, nur billiger - dier Amis am Boot schrien vor Angst wie am Spiess und zogen ihre Lebenswesten an - doch der steuernde Thai nicht, also keine Panik fuer mich, nur ab und an kommt ne Ladung wasser ins Boot und es kracht ordentlich, wenn es nach einem Wellenberg unten aufschlaegt. Ein Longtail ist ne Art laengliches Holzruderboot, was tief im Wasser liegt und durch eine an ener langen Stange haengende in alle Winkel drehbare Schraube angetrieben wird.
5 m vor der Huette trete ich noch in ein knietiefes Schlammloch, dann kann ich nasse gegen feuchte Sachen wechseln und zum wie immer tollen Essen uebergehen.

10.10.2006 um 08:34 Uhr

Klettern auf Phra Nang Peninsula

von: krohsax

Nun also zu meinem Hauptziel in Thailand - auf der Karte sieht es nicht weit aus, aber es dauert, thailaendische Art. Erst ging es doch erst 8 statt 7 am los und das mit der Faehre und nicht dem BUs, dann bequem in 3 h mit dem Bus nach Krabi, 1pm war ich dort. Aber nun... erst 4pm faehrt das naechste Boot nach Railay. Was ich auch erst am 3. Stand herausfand, die anderen wollten mir erzaehlen, dass von hier zzt kein Boot faehrt und ich erst ein Taxi woanders hin nehmen muss usw. (jeder erzaehlt einem was anderes und wollen einem das eigene andrene, ob sinnvoll oder nicht) und verstanden habe ich sie auch fast nicht - frustrierend! Ebenso das warten, es ist etwas ausserhalb von der Stadt, so kann ich da auch nicht mal eben hin und langweile mich in der Busstation. 4.30 gehts dann los, erstr mit einem weiteren Bus in die "City", dann mit einem Longtail Boot, ein langes schmales Holzboot mit Motor, sieht aus wie fuer ca 6 Leute gebaut, wurden aber zu 15t da hineingefrachtet, plus 2 Bootsleute. Dennoch lag die Oberkante noch 10-15 cm ueberm Wasser, aber es war starker Wellengang, da konnte einem schon unheimlich werden, auch wenn einen die Ladungen der entgegenkommenden nur halb so vollen Boote angrinsen (warum wohl?). Die Phra Nang Halbinsel kommt in Sicht, sehr felsig und vom Land durch Felsen und Dschungel abgeschnitten, man kommt also nur mit dem Boot hin. Es haelt schliesslich am Strand, man muss also mit beiden Rucksaecken ohne ins Wasser zu fallen an Land waten ;-) Ja es sieht aus wie im Paradies! Dieser Teil der Halbinsel nennt sich Railay, nur ca 300 m entfernt ist Tonsai, weniger touristisch, billiger und mehr Kletterer. Und - bei Flut nur durch einen steilen Dschungelpfad erreichbar, mit 2 Rucksaecken schon grenzwertig. Da es mittlerweile daemmert, suche ich mir eine Unterkunft, davon gibts hier viele, frage die ersten vorbeikommenden Klettere, ob sie mir was empfehlen koennen, billig und nicht zu schlecht. Andamon Nature Resort, 1 Huette allein fuer mich mit riesigem Doppelbett, Moskitonetz darueber, super Frischluftzirkulation, Frischolzgeruch, Fan, eigenes Bad (Dusche auf thailaendisch, ebenso die Klospuelung - mit Wasserschuessel selber spuelen, funktioniert aber), 150 BT/ Tag (5,5 A$ oder 3,2 Euro). Eine Bar gibts da natuerlich auch, gehe bald nach dem guten und billigen Essen ins Bett. Uebrigens sind hier vor allem Australier zur Zeit.
Phra Nang ist weltbekannt unter Kletterern, kann es also am anechsten Tag kaum erwarten, Felsen am Strand, 100 m zu laufen vom Hostel, ueberall Sinter. Frueh laufe ich als erstes Garth (Sydney) ueber den Weg, und seinem Kletterpartner Francois (Franzose, deren englisch ist schwer zu verstehen fuer mich, manchmal muss Garth dolmetschen). Erst eine 6b+ zum Einklettern, nett, grossgriffig, allerdings ziemlich speckig. Was dann beim naechsten Weg, einer 6c+, wirklich verheerend ist - nur fuer fussamputierte onsight kletterbar ;-) oder frz.-8a-Kletterer wie meine beiden Kletterpartner. Ich fuehle mich ziemlich dizzy heute, ob es das Wetter ist? Sehr grau, oft Regen, drueckend, (33 Grad wie immer, kommt einem nicht wirklich warm vor es ist vielmehr sooo schwuel) wir sind zwar unter Ueberhaengen, aber die meisten Wege sind nass, bei Sintern (Tropfsteinen) sickert es schliesslich durch. So finde ich nichts so recht, bis auf eine 7c, von der ich aber einen Zug nicht bringe (wieder was fuer fussamputierte ;-) und recht speckig-oberkoerperlastig, damit also nicht mein Fall. Gebe aber die Hoffnung nicht auf, schliesslich habe ich heute erst einen Bruchteil der Felsen gesehen. Ansonsten ziemlich faul, am Strand liegend (mir gleich ne Strandmatte gekauft gegen den ewigen Sand) Francois beim 8b-projektieren zuschauen usw. Das Meer ist auch da, laedt aber nicht sehr zum baden ein, ziemlich dreckig, und das Wetter ist auch komisch.
Am Abend kommen schliesslich Murray (ihn traf ich einmal am Frog Buttress/ Brisbane, nun durch Claire vermittelt) und Katrina und Freya, die ich noch nie traf, aber alle sehr nett, aus Brisbane und Tasmanien. Murray kommt straight aus Australien, die anderen beiden reisten 2 Monate zusammen durch Vietnam, Laos und Kambodscha. Sie fanden mich durch herumfragen - I must be quite famous here ;-) Having a meal, beer and talk together.
The next day we went for climbing, of course (after I broke with one foot through the wooden floor in my hut, as I got up). At this time in Railay because there's more easier stuff. An und fuer sich wieder dasselbe, Kletterei sehr oberkoerperlastig, keine bzw. sehr speckige Tritte (but no worries Mulle - I think you will mind this much less than me! ;-) ), kletterten einige sehr einfache Sachen (5), eine tolle lange versinterte 6a+ mit Anspringen eines Stalaktiten am Start - that's why people go to Thailand for climbing! Dann sackte ich mal wieder am letzten bolt, 7b+/c diesmal aber nicht weniger speckig (waere moeglich und wirklich toll wenn rauh!). Das Wetter war heute super, nach dem Morgen kein Regen mehr. Nachmittags wurde der Fels unertraeglich voll, so we went for a small meal (I had one of these great fruitshakes) and back but only for 2 more climbs - da Platzkarten ziehen angesagt war. Nun, als schoen trotz der "gewoehnungsbeduerftigen" Kletterei, mit dem ganzen Ambiente und den supernetten Australiern, mit denen man sich endlich mal wieder ohne Haende und Fuesse unterhalten kann. Heut waren wir mal baden nach dem Klettern. Abends wieder ein gutes Essen (full meal about 2-3A$, but the beer is quite expensive for me coming from the country of the very cheap beer, large one for 80 baht, but for the Australians that's cheap --- 28 baht =1A$, 1A$ = 0.6 Euro--- baht direkt in Euro=hoehere Mathematik), Karten spielen (heisst fuer mich wieder neue australische Woerter lernen so my australian journey is not totally over), Four in a row (Vier gewinnt), Internet usw., Affengekreisch in der Ferne, so gehen die thailaendischen Abende nett vorueber. :-) (And as I write this I had 2 beers so I neither can speak proper english nor write proper german anymore and I'm having parallel conversations).
Ich nehme mal voraus, dass ich hier die naechsten 2 Wochen zu bleiben gedenke, nur noch 1 Tag Bangkok am Ende, mehr oder weniger zwangslaeufig, da ich 1am am Airport sein muss und die Busse hier von Krabi 6am ankommen, zumindestens laut Fahrplan, die es in Thailand nur sporadisch gibt.
Es heisst ja immer, in Thailand ist alles so billig - stimmt zwar, aber nur bedingt, und man gibt hier im Endeffekt mehr Geld als im Standardurlaub aus. Fruehstueck (Kaffee, Muesli oder Omelette) in der Bar: 80 Bt, teurer also als mit dem Kocher gemacht. Abendbrot mit 2 Bier um die 180 bt, Uebernachtung (in Australien im Auto for free) kostte auch noch was, zZt allerdings nur 75 bt da ich mit Murray eine Huette teile. Dann Luxusausgaben wie Massage, wa sman zuhause niiie machne wuerde. Internet auf Phra Nang sehr teuer, wohl da hier alles mit dem Boot angeschleppt wird (und wer weiss oib da nicht mal ein Computer ins Wasser faellt). Busfahrten billig, aber alles touristische (wie tauchen) recht teuer, bis zu australische Preise.
Naechste 2 Tage klettern mit Murray, Freya, ersten Tag noch mit Katrina, deswegen einige ganz leichte Wege, dann faehrt sie nach Ko Phi Phi, dafuer kommt Emma aus Brisbane, klettert allerdings auch nicht weiter.
Am Nachmittag des 4.10. kletetrten wir dann einen Weg direkt oberhalb vom Tonsai-Srand, super rauher Fels, tolle Lage ueberm Meer, aber unerwarteterweise kam die Sonne heraus, und auf 8 Grad noerdlicher Breite in der Sonne zu klettern heisst schon was, den Brisbanern war es definitiv zu warm ;-)
Am 5.10  ein neues Gebiet, Diamond Cave, mit uebelstem (falschen) schlammigem Dschungelzustieg. Einmal klettert eine ganze Horde Affen gleichzeitig free solo ab waehrend wir aufklettern.  Gebiet allerdings nur zum Leichtklettern nett, geht nur bis 6b, fuer mich  definitiv ein Ruhetag und schon frustrierend. Dementsprechend will ich am naechsten Tag endlich ordentlich klettern, doch schon am Abend geht es definitiv los: ziemlich aus heiterem Himmel uebelste Bauchschmerzen, Schwaechegefuehl, leichtes Fieber (nur leicht, Malaria ists also nicht, sondern die "uebliche" Suedostasienkrankheit, Verdauungs- Umstellungsprobleme, oder so)  
Den naechsten Tag verbringe ich meist im Bett, lese immerhin ein 400 Seiten Buch. Nachts schlecht geschlafen, trotz der Waerme etwas gefroren. Und es ist sowieso viiiel zu stickig. Dazu die unzaehligen Muecken (die durch das nach Schimmel riechende Moskitonetz anscheinend nicht 100%ig ausgebremst werden), mindestens 30% der Zeit Stromausfall, ansonsten Wasserausfall, extrem schlammig, regnerisch (wenn dann infernoartig), stuermisch - schon krass anders hier. Viehzeug rennt hier auch rum, 20 cm Spinnen, Geckos, 8 cm Kakerlaken, Ameisen im Bett und was weiss ich.Koerper mit viele Chemikalien bedeckt: Moskitorepellent, manchmal sunscreen, alle Kratzer mit blutfarbenem Desinfektionsmittel, dann noch Chalk und Schweiss ;-)
An diesem Tag fuehlen sich auch 2 der 3 Australier, insbesondere Freya, unwohl. Ich will wieder heim nach Australien, da ist das Klima und die Umgebung viel gesuender! Wobei kir das heute speziell im Fieberwahn schon unwirklich vorkommt, dass ich ueberhaupt in Australien war, und das gleich 1 Jahr!
Nachdem ich an meinem Kletterjubilaeum (16.) "ans Bett egfesselt" war, wollte icvh am naechsten Tag, wos mir besser ging, ordentlich klettern, also anch anderen Partnern Ausschau gehalten, Jason "the guy with the 2 beards" aus Sydney und Marcel aus Holland. Nach einer 6c+ zum Aufwaermen (Gebiet: generator Wall) lockte ein Rissartiges gebilde, 35 m lang, 12 m ueberhaengend und laut einem der Kletterfuehrer "the best pitch of southern Thailand" namens "Pearl" Jam und versuchte eine Stunde lang vergebens, meinen Ambitionen zu wiederstehen und danach hatte ich meine erste 7b (saechsisch ca. Xa, australisch 26) geklettert, und zwar onsight (=ohne Ruhen im ersten Versuch)! Der Schiefe Tod von Thailand!
Crux ein 2 m Dach recht weit unten, danach noch 25 m extrem ausdauerdne Kletterei mit Ganzkoerpereinsatz un einem vollen Beutel Chalk (33 Grad, ca. 500% Luftfeuchtiugkeit - was habe ich geschwitzt) und teilweise kopfueber. Jedenfalls war es meine Kletterei.Klemmen muss man nicht unbedingt, geht auch recht schlecht so schweissgebadet, aber es ist schon von Vorteil, wenn man schon mal einen Riss von nahem sah. Liess dann die Exen drin, da andere es noch machen wollten, Marcel, mein heutiher Kletterpartner, kletetrt sonst eher 8a, kam nicht hoch, also haengen die immer noch drin :-/ Die anderen waren auch der Meinung, wenn ich schon 7b Riss klettern kann, kann ich doch locker 7c+, ihr Projekt daneben, ziehen, daraufhin bewies ich ihnen locker das Gegenteil ;-) und dann war der Tag um.
Am Abend Full Moon Party, immer ein big event in Thailand, aber heute ziemlich leer da low saeson (dafuer beeindruckend hohe Flut - Niveau 30 cm unter dem Internetcafe mit den Computern!!!). Also mein mir von Marcel anlaesslich Pearl Jam ausgegebens Bier getrunken (vorher erstmals wieder feste Nahrung zu mir genommen), etwas der Feuershow und was weiss ich zugeschaut und brav um 1 ins Bett (die meisten hatten einen hangover am anechsten Tag).
Am naechsten Tag meldete sich mein Magen wieder, dafuer war die Sonne draussen - blauer Himmel!!!!! Bis Mittag lungerte ich um die Huette herum, dann kam Joerg (ja der aus Sydney, vorher ne Woche durch Thailand gereist), und damit beginnt ein neues Kapitel.

30.09.2006 um 15:33 Uhr

Thailand - oder: mit dem Motorrad durch Suedostasien!

von: krohsax

Ja ich habe good bye zu Australien gesagt, aber Thailand als Stopover auf dem Heimweg gehoert auch dazu! Hatte ich damals beim Ticket buchen spontan beschlossen, als man mir erklaerte, dass ich beliebing lange entweder in Singapore oder Bangkok stoppen kann, fuer nur 20 Euro Airportfee oder so.
Im Flugzeug Australien - Thailand war ein Haufen Platz, ich hatte eine ganze Sitzreihe fuer mich, wo man sogar etwas schlafen konnte (wurden aber dauernd geweckt - zum anschnallen, sehr unruhiger Flug um den Aequator herum). Viel zu schnell sind wir in Bangkok, auf der Nordhalbkugel (nach 9:15 h) und ich stelle die Uhr von 4am auf 1am um, immigriere (Visum-Schalter) unjd wandere mit allem Gepaeck durch kilometerlange, menschenleere Gaenge zum Domestic Airport. Unterwegs ein Geldwechsel und dann ein 7 Eleven, das Essen ist aber alles mit Thaikrakeln beschriftet, da greife ich stattdessen lieber zu einem Bier. (Ja das gibts also hier im normalen Laden statt Bottleshop!) 2.30AM im Domestic angekommen, finde ich ein Plaetzchen zum Schlafen, auf beiden Rucksaecken, mit Schlafsack.  Als ich 7am erwache, finde ich mich mitten im Trubel wieder! Kann gleich Ruicksack einchecken, dann Fruehstueck: Kaffee und Nudeln mit Krabben, die ich wie gewohnt nachwuerze - das lasse ich hier in Zukunft lieber ;-)
Bangkok selbst wollte ich mir nict antun - geistig bin ich noch in Australien und muss erst mal einsinken lassen, dass dass hier keine abgedrehte Version von Far Northern Queensland wet tropics ist, sondern eine Viertel Welt entfernt, auf dem halben Weg nach Deutschland (wirklich) - in Suedostasien!
10.40am gehts mit Thaiair nach Surat Thani, nur 1.15 h Flug nach Sueden(dennoch durchs halbe Land - Miniland - naja immer nich groesser als Deutschland!)
Miniairport, frage dort in der Info, wie man nach KO Samui kommt, da zeigt die auf einem Bus, der vor der Tuer steht - ok, steigen wir mal ein und alssen usn ueberraschen! Ticket Bus plus Boot 280 Baht (=A$10). Busfahrt laenger als erwartet (2h, unterwegs mal Buswecxhsel), dafuer sieht man was vom Land - erstmals. Hauptverkehrsmittel unverkennbar das Moped, oft unkonventionell, so 3 Leute auf einem, oder einhaendig mit Kind oder/ und Einkauf unterm Arm, und sonstigfe unkonventionelle Gefaehrte, wie Suppenkuecken auf Raedern, zum Teil noch mit brennendem Holzkohlegrill, und -fahrweisen. Alles extrem gruen, Palmen, Dschungel, spater diese bewachsenne steilem Kalksteinhuegel, wie man sie thailandtypisch von Bildern kennt. Keine Kangaroos :-(
Die Faehre faehrt direkt im Anschluss, ca 1,5 h, waehrend dessen ein Monsunwetter ausbricht - krasse Regenwand, ploetzlich alle Landschaft drumherum verschwunden - und soo schwuel. Gebe deutsche Touristen meine "als ich in Australien war" Erfahrungen zum Besten: "Wo kommst du her?" "Australien" Kurzes Schweigen, dann "Stimmt es, dass man sich da total vor den Koalas in Acht nehmen muss, die koennen mit einem Schlag toeten?" LOL -und sitzne auf jedem Baum und warten auf vorbeigehende Touris. Ja, dann also in der Hauptstadt von Ko Samui - Na Thang, Quartier suchen , laufe einem Guest House uebern Weg, ohne gross zu schauen, quartiere ich mich da ein. War evt. ein Fehler - kein Fenster im Zimmer (ein fan aber der ruehrt ja auch nur um), dafuer direct connection zum (eigenen) Klo, woraus es unglaublich stinkt, nicht nach Klo, aber nach Schimmel und Moos! Naja, ich verstopfe die Verbindung so gut es geht und baue ein Wandstueck zum Flur aus, dann gehts halbwegs (von 40 Grad im Zimmer abgesehen). Ist auch eher teuer, 300 BT (=11A$), halt wohl Touriabzocke hier. Latsche so bissl rum, ganz schoener Kulturschock, englisch koennen die auch eher nicht, halbe Stunde lang versucht, moskito repellent zu kaufen. Soo viele Laeden, Kram und Futter, das braucht man doch gar ni alles ;-)  Es gibt einen Night Food Market mit kleinen Imbissbuden, sowas wie Fische am Spiess, frisch gepresste Fruchtsaefte, Fleischspiesse oder Suppen fuer BT 15 (0,6A$). Als ich abends eigentlich ins Bett wollte, laberten mich die in den nachbarzimmern wohnenden Thais an, recht aufdringlich und ausserordentlich unverstaendlich, ob ich einen mit trinken will. Na gut, ich gab nach und da sassen wir auf dem Flur im Schneidersitz um 2 Flaschen Reiswein (Kostet genausoviel wie ein Bier), versuchten uns zu unterhalten (haha - ja ein Italiener war noch da, der hielt als Dolmetscher her), ich wurde zum Armdruecken herausgefordert (ob ich Thai boxing amche? saehe so aus) , natuerlich gewonnen ;-) Thai wollten sie mir auch noch beibringen (hoffnungslos) und halb 12 bin ich dann gefluechtet, ins bett, da leidlich geschlafen, auch wg. Uebermuedung - heute kam mir eh alles wie ein falscher Film unter Dopeeinfluss vor ;-)
Am dem Abend wollte ich mir noch ein Moped ausleihen, um erst mal nachts auf dem Hinterhof zu ueben, aber ich habs nicht aus dem Verleih bekommen :-/ ich habenoch nie in meinem Leben auf einem gesessen und weiss nicht mal wirklich, wo das Gas ist! (cih dachte ja schon am Griff, aber 1) an welchem, in welche Richtung 2) sind hier ne Menge unerklaerliche Pedale ;-) Hatte dann Internetrecherche betrieben, weiss nun was wo ist und dass man beim Kickstarter treten Gas geben muss (deswegen sprang das also nicht an) und dass ich es lieber mit Automatik - was es also auch gibt - versuchen soll. Genau das mache ich, als ich am naechsten Morgen - erst um 11!! erwache. (1 Tag Ausleihe fuer 150 BT, Volltanken fuer 70BT.) Und damit sind wir bei der Ueberschrift, auch wenn die natuerlich uebertrieben ist, erstens war es nur ein Moped (YAMAHA) zweitens fuhr ich nur ca. 70 km, einmal um die Insel herum! Brauche mir ja nur den E-Starter (Kombination diverser Schalterchen) erklaeren zu lassen, dann gehts ab!  Hehe, das wollte ich schon immer mal und hier in Thailand darf ich das. Etwas Konzentration, dann geht das, und fetzt ;-) fahre eher langsam, wenn ich mal 60 fahre, ist das schnell, faehrt aber jeder wie er will und fuer Mopeds (+fahrbare Kuechen, usw.)  gibts oefters mal eine Art Randstreifen. Eine super Fortbewegungsart, in Thailand auf jeden Fall besser als Auto (die kommen oft schwer durch bei dem Trubel und den ganzen Mopeds), man sieht viel. In erster Linie lasse ich das Ganze auf mich einwirken (und konzentriere mich aufs Moped) ohne bestimmtes Ziel. Koestlichkeiten wie Coconut Icecream Shake, diverse Fleisch- und Fischspiesschen, am Strand eine gekoepfte gekuehlte Kokosnuss austrinken... werden eingeworfen. Erster richtiger Stop ist The Big Golden Buddha, Tempel um einem riesigen Buddha herum. Ja wie man es von Bildern kennt, ich finde, es wirkt recht kitschig wegen der grellen Farben und Ornamente, ist aber natuerlich gerade deswegen original. Kein Hintergrundwissen, aber man kann ja mal fotografieren und es gehoert dazu.
Ab und an soeht man einen (meist) aelteren Herren in Begleitung einer Thai, da macht man sich schon seine Gedanken darueber.
Zweiter grosser Stop am Main Beach (damn ich kann mir die ganzen Thainamen nicht merken!!) - die Straende sollen bekannt fuer toll sein - naja, dreckig, schmal (dann Palmen/ Dschungel/ oder feriensiedlung - traue nie einer Kokospalme!!), supervoll, in Australien aber hallo um Welten besser!  Nun ich komme ja auch frisch aus Western Australia, einem einsamen sauberen freundlichen Landesteil in einem einsamen sauberen freundlichen Land ;-) (Nicht, dass die Thais unfreundlich sind - nur eben anders! Jedenfalls nicht australisch ;-) ja sie sind sogar manchmal extrem freundlich, nur kann ich nicht in sie hineinschauen. Fange aber langsam an, sie zu moegen.) Also, der Reiz der Straende hier besteht darin, dass man da mit 500 anderen Heringen im Liegestuhl oder halb im Wasser liegen kann und einige Sekunden warten, bis der naechste Verkaeufer kommt mit tragbarem Grill, gekuehlten jungen Kokosnuessen (werden gekappt, daraus trinken mit Strohhalm, dann zurueckgehen und aufscheniden lassen zum essen) , Bier oder was weiss ich, einmal kann man das also schon machen (uebermorgen). Ortscahften - chaotisch, eng, eubnerall wird gegrillt/ gebraten/ was verbrannt/ verkauft. Elektrokabel ueberall, wie Spanien hoch 1000 ;-) Bevor es dunkel wird (ja... also - das muss ni sein), speede ich schnell heim.
Heute Glueck gehabt, nicht nass geworden. Wo ich dies schreibe, ist draussen die Hoelle los, da will ich nicht hineinkommen!
29.9.: Fuer heute ne Tour gebucht, dazu 7.30 Treffpunkt. Habe also noch Zeit, frueh zu einem Wasserfall zu heizen (bevor ich das Moped abgebe), war aber nix, weil man da noch 2 km hinlatschen muss. Tour: Ang Thong Marine Nationalpark, angeblich einer der Highlights der East Coast. Fahren anderthalb Stundne mit dem Boot raus, an vielen vielen Inselchen vorbei, ganz toller Kalk (und keine Wege dran ;-) ab und an ein Strand, wie man sich wohl ein Suedseeparadies vorstellt. Schnorchelstop: Wasser eher trueb, aber wieder Korallen (wenn auch schon recht zerstoerte). das beste aber, dass wir Toastbrot bekamen, das fressen die Fische einem aus der Hand, zu Hunderten und gewohnt bunt und direkt vor der Tauchermaske, und wenns Brot weg ist, knabbern sie weiter an Zehen , Fingern, Haaren ;-) wow. Heute ein recht sonniger Tag, nicht so schjwuel also und besser fuer Fotos! Naechster Stop - Kajaking, um die Inselchen drumherum und durch kleine Hoehlen paddeln (so zerklueftet, was man hier klettern koennte), ab und an mal in s Wasser reintauchen, ca. anderthalb Stunden, dann (inklusives) Thai-Lunch (lecker!!!). Wie schon dne ganzen tag kalte Colas. Ja dann bleiben noch 25 min "Verdauungspause", die ich dazu verwende, den Aussichtspunkt zu besteigen, die anderthalb Stunden dauernde Alternative zum Kajaking! Bin aber wirklich gerannt wie bekloppt, 250 Hm hoch und runter bei 33 Grad, die Aussicht ueber die ganzen Inseln aber wirklich super! Runterzu (steiler Fels, speckig) ist mir noch die neue Sandale gerissen (made in Thai...), was das heruntereilen deutlich erschwert, aber Boot war noch da ;-) Dann ein Stop auf einer Insel mit nem See, wohij es durch eine Art natuerlichen Kalksteintunnel geht. Mit anschliessendem Standrelaxen (heisst Cola im Wasser trinken, bouldern in gerissenen Sandalen...). Ok, ja, also kann man schon einmal machen! Spaetnachmittags zurueck, bischne organisieren, wieder Food auf dem Nightmarket usw. (und extrem krassen Monsunregen aus dem Trockennen bewundern)
Samstag 30.9. - natuerlich wieder ein Moped gemietet! Diesmal 7.30 am, somit viel mehr Zeit. Zuerst fahre ich auf den "best mountain viewpoint" laut Karte, 500 m NN. Tja auf der Karte sieht es weder weit noch wild aus, aber die Realtiaet schon: schnell wird es eine dirtroad, dazu eine sehr schlammige mit vielen Rillen und zum Teil unglaublich steil, sicherlch Sektionen mit ueber 20 %! Umgebung Dschungel, keine Haeuser mehr! Zwischendrin mal richtig gespenstischer Nebel! Ab und an gute Aussichten ueber einen Teil der Insel. Hauptsaechlich bin ich natuerlich mit dem Motorbike beschaeftigt, da heil lang zu kommen (geht schon, aber vorsichtig.) Wow, das beste ist natuerlich immer abseits der main touristattractions. Nach 2 Stunden doch dankbar wieder festen Asphalt unter mir, und ja, heute bin ich schon viel sicherer mit dem Ding, drehe auch mal bis 80 auf, ist aber eh erlaubte Hoechstgeschwindigkeit und wahrscheinlich auch nahe der technischen von dem Bike. Entlang der Kueste, nun andersrum als vorgestern. Wasserfaelle, Elefanten, Elefantentore, Ortschaften, Straende und Tempel/ Kloster liegen auf dem Weg. Sowie leckere Kleinigkeiten, selbtsverstaendlich. Eine richtige Mahlzeit habe ich eigentlich noch nicht zu mir genommen, eher immer kleine Haeppchen fuer je so 10-35 Baht, man will ja alles mal probieren.. Einmal droht mir das Benzin auszugehen, schon lange keine Tankstelle mehr gesehen, da halte ich am Strassenrand an einem Limonadenstand und frage - und siehe da, es ist keine Limonade, sondern Benzin ;-) Erdbeerrot, in ner Art Limofass, aber es fuhr danach tatsaechlich noch!
Am Nachmittag rufe ich Feierabend und Strand aus ;-) ein weniger bekannter, dafuer diesmal wirklich schoenerer Strand - breiter, weniger voll. Heute will ich mal Thai Massage ausprobieren, auf einer Strandliege, 200 BT eine volle Stunde! Sehr angenehm, meine erste Massage, manchmal tuts schon weh (v.a. auf dem Muskelkater in dem einen Bein vom gestern einbeinig den Berg runterhopsen ;-)
Danach muss ich auch schon Gas geben, im wahrsten Sinne des Wortes, um bei Dunkelheit wieder "daheim", am anderen Ende der Insel, zu sein, allerdinsg mitten in die rush hour getaren, viele Autos bis oben hin (und oben drauf, natuerlich) vollgeladen mit Menschenmassen. Alle fahren wie wild, ueberholen scheinbar fuerchterlich chaotisch - aber es klappt, so jeder im eigenen Tempo, man schimpft nicht, sondern nimmt Ruecksicht, und so klappt auch das ueberholen und wild sonstwohin abbiegen auch erstaunlich geschmiert (mit dem Motorbike bin ich da fein raus, dafuer ist immer noch Platz am Rand).
Abends natuerlich wieder auf den Food Night Market (uebrigens eher Thai original als touristisch, was aber auch bedeutet, dass man manchmal nicht weiss, was es ist).
Morgen 7am beginnt meine Reise zur naechsten Station und meinem Hauptziel in Thailand: Krabi/ Tonsai!
/'קקראטווןםפ][,שףךדלגחכיכעזסבהנמצתץ.

26.09.2006 um 13:33 Uhr

GOODBYE , AUSTRALIA!!!!

von: krohsax

Flug von Perth nach Sydney schrecklich lang und langweilig, 11.30pm Sydneytime komme ich nach ueber 5 h in die falsche Richtung fliegen an.
Die meiste Australienzeit verbrachte ich nicht in NSW, sondern (knapp) in QLD, aber definitiv kehrte ich am haeufigsten "heim" nach Sydney/ NSW! Kulturschock gross, chaotisch, hektisch (ja, das Mitternacht), schmutzig, unfreundlich, v.a. der Busfahrer (der auch fast kein englisch spricht, nicht wusste wo er hin faehrt und ich nicht wo ich hin will, Sydneys Busstationen haben nur Nummern und ich wusste nur den Vorort und die Busnummer). Mit Zug und Bus komme ich mit Glueck (es gibt nichts unuebersichtlicheres als Sydneys Oeffi-"System" - furchtbar!) bis auf ca. 4 km an Joergs Place heran und winke dann eines der zahlreichen Taxis, was mich bequem fuer $6 hinbringt (hatte auch den Stadtplan nicht mehr 100%ig im Kopf und das ist nicht das "Doerfchen" Perth. Joerg ist schon im Bett, ich schlafe also die wenigen Stunden unter seiner Treppe ;-) frueh sehen wir uns, u.a. bekomme ich $1550 in bar fuers Auto! Englaendische backpacker kauften es. Betreibe wieder Internetresearch wegen Thailand - scheint doch nicht so schlimm zu sein, keine Schiessereien, keine Touristen gefaehrdet, Militaerputsche haben die auch schon 20 seit 1932 gemacht, alle friedlich und nicht wirklich was neues. Tourismuszentren sind Haupteinnahmequelle und das letzte, was die Thais schaedigen wollen. Zudem beschraenken sich alle Ereignisse auf Bangkok, das werde ich nun also auf jeden Fall erst mal meiden. Und Felsen gibts da eh nicht! Zusammenfassung australischer (die wissen eher mehr - naeher dran), deutscher und persoenlicher (Leute kennen, die Leute kennen, die in Thailand leben/ gerade da sind, usw... a quite common thing for Australians - zB Murray hat eine Freundin Odette, deren Eltern in der thailaendischen Botschaft arbeiten, und noch eine namens Freya, die gerade in Kambodscha ist ;-) ) Quellen. Joerg faehrt auf jeden Fall, und ihn schaetze ich als uebervorsichtig bei gut informiert ein.
Freitag frueh dann also im Reisebuero die Fluege gebucht bzw.konfirmiert: 26.9. nach Bangkok und am 19.10., dem letztmoeglichen Tag, bevor mein ticket expires, nach Frankfurt. Thailand - ich komme!
Ansonsten noch: Mein Konto bei der Commonwealth Bank geschlossen - so viel einfacher als das eroeffnen vor 11 Monaten (sprachlich usw.). Bouldern im Kings Park und paar nette Leute aus USA getroffen. Viel im Bus rumgesessen, vorher vergebens versiucht, das Bussystem Sydneys im Internet zu erforschen, es gibt einige hundert Buslinien und einige tausend namenlose Stops und keine gescheite Suchfunktion (eine, die ausgab, ich braeuchte 5 Stunden bis Coogee, was ich dann in Eigeninitiative in anderthalb geschafft habe)). Donnerstag nach Coogee gefahren, mein Lieblingsplatz in Sydney, zum baden allerdings zu kalt (sobald ich dort war...) und abends hatte ich fuer um 7 eine Verabredung mit Colin zum Verabschieden - aber er hat sie vergessen wie immer und war nicht da - arbeiten wie immer. Bissl mit Ivonne gequatscht.
Freitag nach dem Flug buchen (was ne ganze Weile dauerte - eigentlioch haette ich selbst Emiates Airline anrufen muessen...) mit dem Zug ein letztes Mal nach Katoomba - das Pirna der Blue Mountains - Kletterschuhe kaufen und mich mit Joerg treffen, um ein letztes Mal in den Blue Mountains zu klettern. Freitag noch 2 Stunden in Medlow Bath, da war ich mit Jana im Januar bei stroemendem Regen, nix besonderes - aber immerhin heute trocken und sonnig ;-).
Samstag dann nach ausserordentlich ausgedehntem Fruehstueck endlich Ikara Head, eine der wenigen verbliebenen "trad climbing" areas in den Bluies. SChon der Zustieg ist "trad" -1 Stunde, aber herrlich durch den Dschungel mit dem intensiven Eukalyptusgeruch und einigen typischen Bluies-Ausblicken. Die 2 von Joerg gefuerchteten Risse in Angriff geniommen, Kaladan und Aladinsane, eine gaengige Handriss-20 und eine wirklich schwere, anspruchsvolle Fingerriss-22, beide wuerde ich mal zu den besten Wegen der Blue Mountains zaehlen.. Dazu heute auch ziemlich warm, in Ikara knallt die Sonne rein, und ich dannn noch meine neuen Kletterschuhe getestet -aua- und sehr gewoehnungsbeduerftig... Wollte ja unbedingt die 24er Kante (The Sqealing) klettern, war Joerg aber zu schwr im Vorfeld und wir haben, weil auch schon spaet, nur die 1. ;leichte SL gemacht. Nicht mal ein gescheiter Stand, da musste ich noch eine meiner boltplates opfern zum abseilen (ja, das geht, direkt in einer plate abseilen).Auf dem Rueckweg - ich war 11 Monate minus 4 tage in Australien, ohne je eine Giftschlange in der Wildnis gesehen zu haben (Phytons sind ungiftig), aber da lag sie, auf dem Weg in der Abendsonne, eine Brown Snake! Australias most common venom snake.
Abends wieder, wie immer mit Joerg, Kneipe, einen Pier und Bier einwerfen.
Sonntag "Atlantis", ein tolles "Schwerklettergebiet" mit tollem Fels. Leider amchte Joerg seine Drohung wahr und rief um 11(!) Feierrabend aus, weil er unbedingt noch Fahrrad fahren in Sydney wollte! So kam ich zu meinen beiden letzten Kletterrrouten in Australien, immerhin 2 schoenen  in der Sonne bei ca. 27 Grad, fast wie damals, lang isses her, im Januar... (Mag grad nicht daran denken, was ich jetzt alles "zum letzten Mal in Australien" mache...)
Nachmittags setzt mich Joerg in Manly ab, wo er zum fahrradfahren hin woltte und ich Abschied von meinem Australien nehmen will und muss. Quartiere mich in einem Backpacker ein, in einem Hostel begann es, in einem Hostel endete es. Sitze am Strand und habe schon wieder Heimweh nach Australien (spuere jetzt schon, wie ich Australien vermissen werde), ploetzlich kommt mir alles nur noch wie ein Traum vor. Mail bekommen, dass Tobias (W.) gerade am Arapiles ist - die letzten 11 Monate haette ich mir gesagt: nun, fahrmer mal hin - das ist nun ploetzlich vorbei. Klar war de4r Abscheid seit einer Weile konkret unaufschiebbar, aber so richtig realisiere ich es erst eben (da ja nun NICHTS mehr vor mir liegt hier) - ploetzlich wie ein Vorschlaghammer.
Zum Glueck habe ich noch Thailand, ein guter Abschluss und eine gute Gelegenheit, die Dinge etwas zu sortieren und zu ueberdenken, eine Art Pufferzone, bevor es dann nach Deutschland geht, eine ferne und andere Welt, welche aber bald Australien sein wird.
Letzter voller Tag und 333. Tag in Australien ;-): am Strand rennen gehen, Sushi und andere Leckereien essen, etwas an der felsigen Kueste herumwandern, mir stets bewussts ein, dass ich nur noch 30...24...23.. Stunden in Australien bin. und abends nicht daran denken, dass es der letzte Abend ist, was ganz gut klappt, und zeitig ins Bett.
Dienstag, der 26. September 2006: der grosse, finale Tag!
Frueh noch einmal rennen gehen, zum North Head, der ist nur wenige km entfernt, ruhig, und bietet tolle Blicke auf Sydney-City und die felsige Kueste und den Klettersteig in Sydneys lieblichem Sandstein gehe ich auch noch einmal herunter. Heute ist das Wetter nicht so toll, kuehl und bewoelkt (auch Australien trauert ;-) dennoch stuerze ich mich noch einmal kurz in die Fluten. Packen dauert auch eine Weile, bis Mittags. NUn sitze ich im Internetcafe das letzte Mal auf australischem Boden, dann gehts mit der Faehre in die City, noch einmal auf die Oper schauen, mein Ticket in der Emirates-Office abholen, mit dem Zug zum Airport - oft gemacht, aber nun nach langer Zeit wieder "Airport international". Dann verlasse ich den australischen Boden - wozu mir jetzt die Worte fehlen (nur eines steht fest, dass mir  keiner die Erfahrungen und Erinnerungen der evt. besten Zeit meines Lebens nehmen kann) - und lande mitten in der Nacht auf der Nordhalbkugel in Bangkok, nach genau 11 Monaten in der Southern Hemisphaere.

21.09.2006 um 03:38 Uhr

Westkueste Suedwest-WA's

von: krohsax

Lang war der Bustrip... sah 10 Emus, 1.000 Kangaroos, 1 Mio Kuehe und Schafe, 1 Mrd Baeume... Ging erst stundenlang durch Eukalyptenwaelder mit Holzfaellerstaedtchen (etablierte Orte haben so um die 200 Einwohner hier...). Musste ja einen Umweg machen bis 180 km vor Perth zurueck, etwa so wie von Muenchen nach Dresden ueber Berlin, das ganze aber fuer 30 Euronen.
Der Hoehepunkt des Tages aber: bekam SMS von Joerg, dass er mein Auto verkaufen konnte! Und das zum statlichen Preis von immerhin $1700! Ja, ich habe vor 10 Monaten und 3 Wochen $2400 gezahlt (Tachostand 270Tkm, jetzt offiziell 293Tkm aber: vor paar Monaten stehengeblieben, ca.305Tkm)  aber noch vor 2 Wochen gingen aehnliche Autos wie meins fur $500 in Sydney, weil keine Backpackersaison ist, die laeuft im Oktober angeblich) voll an, aber darauf warte ich nicht!! Habe ja schon das "guessing game" mit meinem ersten offer in Brisbane gewonnen! ($1300) Also absolut super!!! Problem geloest und im Lotto gewonnen - aeh Auto verkauft.
KOnnte mich gar nicht gebuehrend von meinem lieben trauten Heim fuer 10 1/2 Monate verabschieden. Doch immerhin gab ich noch einen liebevollen 5stuendigen Putz inkl. Farb-, Duftspray und Teil-Oelwechsel ;-) Und jetzt (Nachtrag): nachdem ES verkauft ist nach langen Muehen, kommen nun Anfragen zuhauf ;-) suddenly half Sydney is keen on my car!
Funktioniert hatte uebrigens letztendlich der konventionelle Weg: einer meiner Aushanege in Sydney-Coogee, Joerg hat dann quasi vermittelt aufgrund meiner Unfaehigkeit, zu telefonieren; nachdem ich die initiale Kontakt-SMS von Perth nach Sydney weiterleitete.
Und analog mit dem Autoverkauf gemischten Gefuehlen zur Kenntnis genommen bzw. erstmals wirkliuch gefuehlt, dass nun den finale Countdown ablaeuft und meine tage in AU gezaehlt sind - ich verlasse Australien sehr bald und konkret! Nach 11 wundervollen Monaten, wo sidn sie nur ploetzlich geblieben? Auf jeden Fall noch vorhanden als unvergessliche Erinnerungen, Erfahrungen, und auch noch nicht ganz ueber. Nachts kann ich dennoch kaum schlafen, angefangen bei Sachen wie mich darueber wundern, wie komisch das ist, wenn ploeztlich alle deutsch reden pder die Autos von der falschen Seite kommen ;-):
Weitere gute Nachrichten: in Brisbane regnet es ;-)  - neues Trinkwasser!
Kurz vor dem Ziel (Augusta - back to topic) fragte mich eine Frau, WARUM in aller Welt ich nach Augusta wolle - nix los, boooring, 200 Einwohner... Erklaerte ihr, dass ich 10 Stunden reiste, NUR um ausgerechnet nach Augusta zu kommen, da war sie sprach- und hoffnungslos ;-)
Abends kam ich da also an, wurde von einem "Merry Xmas" Schild begruesst (?) und musste nur 30 m bis zum Backpacker laufen - wie ueberallhin in Augusta ;-) Ein absolut schoenes Backpacker, und Awardwinner des besten Backapckers Australiens jedes Jahr von 1997-2005 - wow, versteckte Perlen am Ende der Welt!
Am naechsten Tag mir wieder ein Fahrrad geliehen, ein ganz gut funktionierendes sogar, erst zum Cape Leeuwin, der suedwestlichste Punkt Australiens, soll wie am Ende der Welt sein (mal wieder) - dazu viel zu viele Touristen, eine Strasse und dennoch sehr schoen!  Diverse Lookouts und Berge (fahrradmaessig), Blicke auf Kueste usw, sowie 100 Jahre alte Blackboys (oder grass trees) - ca 6 m hoch, die sind sonst meist max. mannshoch. Die Margaret River Region ist neben teuren Weinen auch fuer Hoehlen bekannt, eine solche besucht, interessanteste Tropfsteinhoehle, oft bizarr und oder filigran! Noch ein Busch/ Blumenwalkingtrail, dann gehts zurueck ins Hostel.
Am naechsten Morgen (Freitag) nehme ich den Bus nach Margaret River (40 min), wo ich nach Verabredung Matt treffe (mit dem ich schon einmal klettern war bei Perth. Er muss noch einen Kaffee trinken, dann gehts endlich los! HGeute ist ein herrlicher, wolkenloser Tag und es sollte ungewoehnlich hiess werden, fast 30 Grad schaetze ich!
Es geht in wohl WA"s bekanntestes Klettergebiet, ca. 20 Autominuten entfernt: Margaret River/ Willyabrup. Es ist einfach ueberwaeltigend schoen, wie im Paradies. Dierkt am tuerkisblauen Meer gelegen, gerade so gut vor den Wellen geschuetzt, ein Seekliff, wo man mal nicht zum Einstieg abseilen muss, sondern gemuetlich an der Basis rumlaufen kann. Zustieg gemuetlich, ca 20 min, schon paradiesisch, durch Blumenwiesen, bis man dann die orangeroten Klippen sieht, auf den ersten Blick sehr an Arapiles erinnernd, aber Granit - interessant strukturierter. Ab und an wieder Kalkablagerungen, nix zum klettern, aber sehr interessant anzusehen. Beginnen mit einer 20 mit ueberhaengendem (Riss)einstieg, dazu nass, sehr hart, die Bewertungen in WA sind quasi norwegisch ;-) - sehr hart fuer den Grad. (So wird zB 24 mit frz. 7a+/7b uebersetzt.) Daraufhin folgt "Stainless Steel" ***21, absolut fantastische Wandkletterei in einmaligem Fels! Es ist heute echt heiss, wie gesagt, und die Wand mittlerweile in der prallen Sonne, so gibts erst mal eine Badepause: 200 m entfernt ein toller Strand mit Rockpools - durch natuerliche Felsbarriere vor Wellen geschuetzter Meer-Pool! Plante, da das Wochennede drin zu verbringen, sollte das Wetter so bleiben. Nachmittags sichert mich Matt noch "Heavy Metal", eine ***24, Empfehlung von Claire, bevor er zurueck muss, ich hole meinen 2. Rucksack aus dem Auto: Etappentransport, denn diesmal habe ich etwas mehr Essen, aber v.a. 16 l Wasser plus 1,5 l Wein dabei. Purer Luxus, wie mein ganzes 5-Sterne-Camp, errichte nur das Innenzelt, d.h. fast ungehinderter Blick auf Meer/ Sterne (die der Southern Hemisphaere, die ich ja nun nicht mehr lange sehe), in einer Boofe direkt am Einstieg!
Wochenende - d.h. hoffe hier Leute zu treffen! Tatsaechlich, 6.30 am (!) latschen 2 am Zelt vorbei! Komme ins Gespraech mit Craig und Krish, klettern erst eine dachgespickte 23 mit Einstiegsbaustelle zusammen, dann ich eine sackschwere ***21 und dann, mittags, faengt es ziemlich ploetzlich extrem an zu giessen, in Verbingung mit einem eiskalten sehr starken Wind! Die anderen beiden wollten eh nur 1/2 Tag klettern (Familienverpflichtungen), machen also heim, und ich habe einen weiteren halben Tag. Sitze Regen in der Boofe aus, dann wirds wieder schoen (aber kuehler). Beobachte krachende Wellen, Wale (wirklich - leider um die 500-1000 m weg), usw, und mache noch ein paar einfachere Wege mit meiner nun erprobten Selbstsicherung. Am Sonntag wider Erwarten keine Kletterer, und das in WA's main climbing destination! Also wieder etwas mit Selbstsicherung klettern, bouldern, rumwandern, Fotos machen, Kaffee kochen und ganz viel gemuetlich lesen.
 War mir noch nicht ganz klar, wann genau ich abhaue - Montag morgen machte es das Wetter klar! Schon die ganze Nacht war es sehr stuermisch, am Morgen konnte ich alsd Kampfgewicht mein Zelt nicht velassen, ohne es massiv festzubinden. Zum Glueck kanadisches Markenfabrikat, sonst waere es sicher gerissen! Schwierig war das Packen in einem Wind aehnlich dem, der Oastern 1997 faST  unsere Meteorafaehre zum Kentern brachte. Jeder Gegenstand musste sorgfaeltig befestigt werden, bevor ich mich dem naechsten widmen konnte. Irgendwann morgens den Marsch angetreten, erst eine gemuetliche Stunde bis zur Strasse. Dann 18 km in die eine, 25 km in die anedre Richtung zur naechsten Bushaltestelle ;-) Beginne, in Richtung der Naeheren zu marschieren, halte aber immer den Daumen raus, wenn ein Auto kommt. Nach 1,5 h noch nicht wirklich viel naeher an der Bushaltestelle, ich klatschnass, halten tat auch keiner, sehr wohl zu abschreckend aus, dazu mit nassem Riesenrucksack. Nun versuche ich auch Autos in Gegenrichtung zu stoppen, und das erste haelt: kanadischer Tourist, nimmt mich zurueck nach Margaret River mit. Wollte da zwar nicht unbedingt hin, aber egal, wenigstens nicht mehr stundenlang regennassen Asphalt latschen. Quartiere mich wieder in einem Backpacker ein, desmal eines der schlechten Sorte, dreckig, eng, voll. Und Margaret River ist auch ziemlich langweilig, Kueste zu weit zum latschen, zum Fahrrad mieten ist es heute zu spaet, nass und zu kalt (15-20 Grad Temperatursturz nach Freitag, 13 Grad, schlimmer als Tiefwinter). Am naechsten Morgen (Dienstag 19.9.) 7-11.20am faehrt ein Bus zurueck nach Perth, picke erst endlich meine verlorene Kamera auf! Und treffe mich 1pm wieder mit Matt, diesmal im 2. Perth Klettergebiet, Darlington Boulders. 45 min Zustieg, but nette Wanderung in lieblicher (Achtung - Heide) Umgebung. Das sind dann Granitbloecke, nur 15 m hoch, aber einige ganz nette climbs, erst eine echt sackige 23er Reibung mit uneinhaengbaren Carrots (fuck'em!) kaum hochgekommen, dann noch 3 andere schoene Sachen - netter Abschluss fuer WA. Wetter war uebrigens wieder gut heute. Abend sehr entspannt in Claires Haus, nettes Dach ueberm Kopf (Claire selbst ist ja noch in Norwegen). Den Vormittag verbringe ich mit packen und Thailandsorgen: bekam eine SMS, da sei so etwas wie ein Krieg ausgebrochen, was natuerlich in Frage stellt, ob ich da hin fahren kann! Betreibe Forschung im Internet, bevor ich von Perth nach Sydney zurueck fliege.

12.09.2006 um 13:27 Uhr

Am Ohrlaeppchen Westaustraliens

von: krohsax

Mittwoch den 6.9. nachmittags kam ich im Kuestendoerfchen Albany an, eine main tourist destination in WA - merkt man dem verschlafenen, malerischen Ort aber nicht an, der eher an u.a. Norwegen, dazu ein bisschen Italien, als "Australien" erinnert. Der 410 km busride dahin von Perth ist auf der Karte fast nix, quasi nur quer durch das Ohrlaeppchen von WA! Wetter leider grau und ziemlich kuehl. Quartiere mich in einem backpacker ein und praepariere den bevorstehenden Trip bzw trips. Fuer Donnerstag eine Plananederung: anstatt loszulaufen, bleibe ich im Quartier und borge mir fuer $15 ein (rostiges) Fahrrad! Fahre damit zu The Gap, ca. 20 km von Albany entfernt, wunderschoene granitene Halbinsel. Schaue mir erst sogenannte Blowholes an, dann The Gap selbst, mit natural bridge, einer sehr an Tasmanien (wie oft SW-WA) erinnernden Kueste, nur mehr Blumen natuerlich, dazu geologisch sehr interessant: zum Einen ist es das "Abbruchstueck" der Antarktis! Zum Anderen Granit in allen Farben (grau, schwarz, orange, viele Minerale), mit Resten von Kalkschichten, ergibt interessanten Schichtenmix, oder gar Kalk-Aufsinterungen auf Granit. Leider ist das Wetter schlecht, immer wieder ordentliche Schauer, gelegentliche Regenbogen, aber vor allem nasser Fels - brachte mein Kletterzeugs, um etwas mit Selbstsicherung zu machen, geht gut, da Wege recht kurz, um die 20 m, und Seeklippen sind immer ganz toll, direkt ueber und neben tosendem Wasser, zT durch blowholes schiessend! Ok, also ein bisschen klettern in nassem Granit, na immerhin (Seil ja von oben...), und ansonsten herumerkunden. Schade, dass ich hier keinen Kletterpartner habe und auch, dass das Wetter schlecht ist - auch das erinnert an Tassie. Abends nehmen mich meine netten neuen Zimmerpartner (seit anderthalb Jahren in Australien... :-O Schottland und Koeln) mit auf Kneipentour, war ganz nett, aber nach 2 h hatte ich die Schnauze voll und war muede, und der Konversation folgen kann ich auch nicht, naja, kann ich auch in Deutsch nicht ;-) Am besten verstand ich den Schotten, obwohl das unverstaendlich sein soll ;-). Tja dieses typische Backpackerdasein ist irgendwie nicht mein Ding und mit den meisten Leuten kann ich nicht viel anfangen, die da im Hostel herumhaengen, fernsehen, sich langweilen und was weiss ich. Hab mich gewundert, warum die alle so gut englisch koennen, nahezu perfekt, ich sagte das einem und fragte wie die das so gut gelernt haben - und - upps, die sind alle aus England ;-).
Mein Excitement steigt, als ich SMS von Joerg bekomme, ob ich mit $1700 fuers car happy waere - er bekam Anfrage, mal sehen, was daraus wird!
Freitag morgen nehme ich ein Taxi (ich werde alt...), um die ersten 12 km des Bibbulmun Tracks abzukuerzen, kenne ich auch schon von gestern mit dem fahrrad. Der Bibbulmun Track geht von Albany nach Perth, erst an der Kueste entlang, 1000 km! Also eine Art zehnfach verlaengerter Overlandtrek, nur weniger los ;-) Es geht die ersten 14 km schlaengelnd auf der Klippenkante lang, durch bluehendes Gebuesch, Blicke aufs Meer, endlose Kuestenlinie, am Horizont kann ich auch schon mein Ziel sehen! Wirklich schoen. Eine Plage allerdings der Rucksack - ich plante diesen Trek nicht ein, wusste ja auch nicht von seiner Existenz, und kehre nicht nach Albany zurueck, so schleppe ich ziemlich alle meine australischen Besitztuemer mit mir rum (ja - alles, was mal im Auto war, bis auf die Matratze ;-), macht ca 22 kg plus Essen fuer ca 5 Tage plus Wasser, "nur" 5 Liter. Oh mein Gott! Grueble, ob meine in Australien erfolgte Gewichtsabnahme von ca. 10 kg hierfuer guenstig ist oder nicht - einerseits weniger Gesamtmasse, andererseits weniger Schwung-/ Tragemasse. Weiss es immer noch nicht. Manchmal gelingt es mir, den Rucksack zu vergessen, dennoch ist beschwingter Schritt etwas anderes! Die letzten 8 km geht es am Strand lang, d.h. einerseits keine Berge, andererseits tiefes Einsinken im Sand mit meinen rund 90 kg. Dann habe ich es satt und schlage mein Zelt am Starnd auf, etwas windgeschuetzt an eine grasige Duene gekuschelt. Eigentlich habe ich Sherpa spielen satt und wollte zum Kap trampen, aber, das ist Westaustralien - kein Schwein da - zumindestens keines, was zum Kap faehrt;-) Also nehme ich Samstag gemuetlich die letzten ca 13 km auf mich. Erneut wechselt die Vegetation, viele der Pflanzen gibt es ja nicht nur in WA, sondern auch da nur in bestimmten Regionen. Einmal erschrak ich sehr vor einem blauzuengigen Lizard, der mitten auf dem Weg sass und mich anzischte! Fand unterwegs eine Wasserstelle -dennoch, 5 Liter reichen ja nicht ewig. Rannte dann trotz Rucksack die letzten 500 m zum Shelley Beach in Spannung - Hurra, ein Bach, und das ganz allein fuer mich! Wasserproblem geklaert. Schlage Camp auf, an einem der schoensten Plaetze in Australien - einsamer weisser Stand, von Klippen umrandet, Zelt inmitten von Blumenbueschen. Dann wie gesagt gutes Wasser, ein Klo und sogar ein Gasbarbecue zum Kochen! Camping Fee $5, aber wo und wie und vor allem bei wem bezahlen?
Sonntag morgen wandere ich zum mit Light Pack nur reichlich eine Stunde entfernten West Cape Howe, oder auch - zum Ende der Welt! Aber einem der schoensten ;-) Irgendein Reisefuehrer beschrieb es so, als das Ende der Welt, und so kann man sich hier tatsaechlich fuehlen, v.a. wenn man zu Fuss hergelatscht ist. Das Kap ist der suedlichste Punkt Westaustraliens (der Rest-Festlandsaustraliens uebrigens Mornington Peninsula bei Melbourne), aus den (wundervoll mit bluehendem Getruepp bewachsenen - hatte ich das schon erwaehnt ;-) Huegeln sieht man es unter sich ins Meer hinausragen und steil in dieses abbrechen, mittels der mit der besten Seeklippen Australiens inkl. Tasmaniens - West Cape Howe. Da Sonntag ist, hoffte ich, andere Kletterer zu treffen, doch nein, ken Schwein.Ich klettere etwas mit Selbstsicherung - das ist wie Nachstieg, Seil von oben, mit einem ganzen Satz Friends befestigt ;-), laeuft durch GriGri, plus als Hintersicherung ein Mastwurf am Gurt, der auch nachgezogen wird. Ja, recht fiddlig, aber fuer ein paar eher leichte climbs geht das schon mal. Hier MUSS man einfach mal hand anlegen - sehr guter Fels, Atmosphaere unbeschreiblich, allein das Absielen Richtung Meer ist toll! Zuerst beklettere ich den Old Man of Torbay, fast ne Art Totempole, aber mit Chockstone Bridge zum Gipfel, so dass ich schoen mein Seil von oben herunterwerfen kann und 2 der besten Wege Australiens machen kann: The Climb (18), ein Riss, und Dancing The Deep Blue (26), eine fantastische Kante, Schluesselzug entweder akrobatisch oder durch brutale Kraft zu loesen (3x raten bitte ;-), die ich nur zu gerne vorsteigen wuerde, als erste 26, und ueberhaupt! Dann seile ichmit meinem, besser Claires 30m-Seil noch 2x die main Cliffs herab, um jeweils 2x die 2. Seillaenge von 2 Wegen im 15. Grad, tollem Dolorit (quasi dunkler Granit) und toller Umgebung zu klettern. Unterbrochen werde ich oefetrs von Schauern, vormittags hatte ich Glueck, doch nachmittags sind sie frequent und der Fels nass. Doch das klettern war nur Teil des Erlebnisses "Ende der Welt". In meinem eindsamen camp koche ich schoen ein Tuetensueppchen am Abend, beobachte die Wellen und gehe gegen 8 ins Bett - um 6.30 wirds ja schon dunkel!
Mobilphonen begegnete ich ja immer eher skepisch, doch gerade bin ich ganz froh, eines zu haben, an einigten Stellen ist hier anemlich sogar Empfang! D.h. Kontakt zur Zivilisation, 2 Tagesmaersche von dieser entfernt. 1-2x am tag schalte ich anund pflege etwas SMS-Konversation wahlweise mit Brisbane, Sydney, Perth, Cairns oder gar Deutschland. Also auch brauchbar im Falle eines Notfalles: "Help! I ran out of food! Rescue! Please, let a helicopter drop some more muesli! (a beer would be nice, too)"
Montag vormittag mache ich 3 weitere Sachen, doch dann wird das Wetter ziemlich schlecht, Regen, und vor allem ein krasser Sturm kommt auf (ungebremst von der Antarktis...), mit einem Schreck denke ich ans Zelt und krieche 1,5 h ins Camp zurueck. Es war besser aufgestellt, windgeschuetzter und windschnittiger als befuerchtet, aber weg traue ich mich nicht mehr! Am Nachmittag kommt ein Auto! Whew - erste Leute in 3 Tagen. Bieten mir einen Milo an. Ich ueberlege, stelle fest, dass mir das Wetter auf die Nerven geht, mich etwas durch den Rucksack gefangen fuehle, fast nix mehr zu essen habe, quasi ne Art ploetzlicher Einsamkeitskoller, und frage sie, victorianisches Touristenpaerchen (actually, I met heaps of Victorians here in WA!) nach einem Lift! Sie koennen mir einen geben, zum Camp Cosy Corner, wo es more likely ist, to get back to civilization. Beim Zeltaufbauen fliegt mir dieses ploetzlich weg gen Meer -so hoch habe ich noch nie etwas auser einem Vogel fliegen sehen - rannte die schnellsten 100 Meter meines Lebens, mich unterwegs noch meiner Jacke entledigend, bereit, mich in die eisigen Fluten des Great Southern zu stuerzen, und finde mein Zelt 5 m vor der Wasserlinie sitzend wieder, als haette es einer dahingestellt!
Dann, am Strand, setze ich mich 1-2 Stunden auf meinen Rucksack (it really don't matter how long, the WA'n lifestyle got me!) und warte auf ein abfahrendes Auto. Abends kommt eines, sie fahren heute nirgendwohin, aber wir machen eine Lift fuer morgen frueh ab hier aus - es sind Einwohner von hier irgendwo, die ihr Kind zum Kindergarten nach Denmark fahren. Das klappt auch, nach einer schauderhaft kalten und regnerischen Nacht (um die 5 Grad, es war schon waermer, hier ist eben - September, September macht was er will). Und nachdem ich mir gleich 2 5-min-Noodles-Packs goennte!. Und ich finde mich 9 Uhr morgens in Denmark wieder, einem netten mit 3 Kangaroospruengen durchquerbaren Oertchen. Quartiere mich in einem Backpacker ein, billig, nett, habe das ganze Ding sogar on my own! Really! Geniesse die wiedergewonnene Zivilisation - Kaffee, Dusche, Internet, Food shoppen und essen gehen. nachmittags leihe ich mir fuer $10 ein Mountainbike aus, dessen Kompartimente sogar ganz gut funktionieren! Und fahre es aus, am Inlet entlang (is nen seeartiger Estuarine), wunderschoen, bis zum Ocean. Auch da sehr schoen ;-), ne Runde halt, fuer 4 Stunden. Abends fein kochen, Wein, und morgen gehts off nach Margaret River, quer durchs "Ohrlaeppchen", von der Suedkueste Suedwest-Westaustraliens (Great Southern Ocean) zur Westkueste SW-WA's (Indic Ocean).Das ist jedenfalls das Endziel und da habe ich Freitag morgen ne Kletterverabredung mit Matt (Perth), wie ich da hinkomme, ist mir noch nicht ganz klar, es gibt jjedenfalls mehrere Moeglichkeiten, alle mit Zwischenstop, aber wo diese? Die Busse gehen zB nur Die und Fr nach A, halten nur Do in B und fahren nur Mi bis Fr von B nach C...  Ich habe eine Optimum-Vorstellung,die klappt nicht, nun gilt es die groesstmoegliche Naeherung herauszufinden ;-) Die wohl beinhaltet, dass ich: nicht in Pemberton (mit weltgroesste Eukalypten) halten kann, weil ich da gleich 2 Tage fest stecken wuerde (waere auch eine Alternative), dafuer einen Tag in Augusta verbringen kann (DIE SW-Ecke/ Kante Australiens, und Kueste ist immer gut), dafuier aber einen Umweg zurueck bis auf ca. 150 km vor Perth nehmen muss. Aaaah! Eigenes Auto ist schon besser, aber gut, diese Reiseart mal auszuprobieren.

06.09.2006 um 11:19 Uhr

Perth (WA) - einsamste Stadt der Welt

von: krohsax

Nachdem ich das Auto an Joerg uebergeben hatte (der es hoffentlich in meiner Abwesenheit verkaufen kann), begann ich die Fahrt zum Flughafen - mit Sydneys Oeffis, 5.30 pm, nach einem von Joerg herausgesuchtem Plan - doch recht knapp bemessen, wenn man sich nicht auskennt! Erst kam der Bus nicht, dann ahben die Haltestellen keinen Namen angeschrieben, dann musste ich IN einem Queen Victoria Building umsteigen - nur mit viel Glueck dort die U-Bahn gefunden, das Ding sieht naemlich eher aus wie ein Hotel als irgendein (dazu 6stoeckiger!!) Bahnhof. Doch tatsaechlich noch beizeiten am Flughafen gewesen und trotz Uebergewicht (25kg - ups) keine Probleme beim Einchecken. 7.55p hebt der Flieger ab. Virginia Blues, da gibts kein Essen (bzw teuer), dabei mich den ganzen Tag drauf gefreut und -gehungert. Und luftkranke Sitznachbarin (igitt). Aber egal - ich fliege nach Western Australia (WA)! Wie ich langsam realisiere, dazu blieb bisher keine Zeit, Gedanken beim Auto, oder Thailand (Thema mit Joerg, ist schliesslich sein naechster Urlaub). WA - erneut, nach 10 Monaten Aufbruch ins Ungewisse und Unbekannte, nur mit Rucksack, kein Auto. Und Plan habe ich auch noch nicht.
WA - 1/3 der Flaeche Australiens, einsam, abgelegen, spektakulaerste Szenerien Australiens, aber auch am weitesten voneinander entfernt. Im Norden und Osten  Minen und Outback, unzugaenglich-spektakulaere gegenden wie die gestreiften Bungle Bungle Rocks. Im Sueden dafuer mehr auf kleinem Raum, (kaum groesser als Deutschland - heisst hier klein). Und eben Perth, 1,4 Mio EW und damit 75% aller EW WA's und angeblich die Stadt Australiens mit dem besten Klima - gilt als einsamste Stadt der Welt. Die naechste Stadt Adelaide in South Australia, ist 2400 km weg, die Hauptstadt Canberra weiter weg als Jakarta (Indonesien). Der Flug von Sydney geht ueber 4.300 km und 5 1/2 h, immer noch einfacher als mit dem Auto, was mit Durchfahren eine Woche dauert, und fuehrt durch die Nullarbor Plains (von nulla arbor=kein Baum), eine Ebene mit Nichts ausser Tankstellen aller 500 km (was dann ein Ort mit 5 Eiwohnern ist), und im Sommer bis zu ueber 50 Grad im nichtvorhandenen Schatten, die WA vom Rest der Welt trennt - kein Wunder, dass WA Separationsbestrebungen zeigt. Dieser Eyre Highway, dessen Hauptfaszination im Erfahren der Groesse und Leere des Kontinents besteht, haette mich ja auch gereizt, aber dauert zu lang+zu teuer. Er ists eit 1976 asphaltiert, in den 60ern stand jede erfolgreiche Autodurchquerung in den Schlagzeilen. dann gibts noch die Indisch-Pazifische Eisenbahn (3 Tage) mit einem mit 480 km schnurgeraden Schienenstueck dem laengsten der Welt!
11.15pm Western Standart Time (1.15am Osatkuestentime) lande ich ud nehme ein Taxi zu Claires Place - sie traf ich in Brisbane am Frog Buttress und dann wieder im QLD Climberforum, wo ich nach WA-Kletterpartnern suchte. Sie ist schon viel gereist, sehr nett, Brisbaner Herkunft und willkommte mich mitten in der Nacht - so war es per Email abgemacht. Doch als ich ankam - kein Licht, und ich konnte auch keinen aufwecken (zB per Fon, Klingeln haben australische Haeuser nicht). So setzte ich Camp auf der Veranda, in der Hoffnung, am richtigen Ort zu sein. 2am wurde ich dann von Claire geweckt, welche vom Regen erwachte, und bekam im Haus ein richtiges Bett bzw. eine schoene Matratze. Sie erwartete mich erst morgen - mein Fehler, weiss ich nun, denn ich schrieb von der Nacht zum 1.9. - mir war entfallen dass der August 31 statt 30 Tage hatte - oder vermutet, dass in Australien eh alles anders ist ;-)
Nochwas zu Claire: nach etwas Beschreibung kennt sie meine beiden Brisbaner Kletterfreunde Janette und Peter, letzteren vom Arapiles. Dazu ist sie mit Jeremy befreundet, es war ihr Zelt, was sie ihm borgte, was beim Buschfeuer vor 3 Wochen am Frog abbrannte. Und den verunglueckten Exfreund von Janette half sie mit abtransportieren. Dafuer hat sich die Story vom im schwersten Riss des Arapiles nicht sandbag-baren (=verheizbaren) german sportclimber (thats me!) bis zu ihr herumgesprochen.  Die Welt ist eben doch sehr klein, gerade beim Klettern.
Interessanten Job hat sie auch als Geophysikerin, die letzten tage verbrachte sie im Swimmingpool, Ausstieg aus einem ins Wasser abgestuerzten Helikopter trainieren. Ihr naechster Job findet auf Booten weltweit statt, wo mit dem Heli hingeflogen wird, abwechselnd 5 Wochen auf dem Boot und 5 Wochen frei.
Der Morgen des 31.8. begruesste mich trotz des beruehmten kalifornischen Klimas mit - Regen. Claire ist auf Arbeit, dafuer ist ein Mitbewohner, Ed aus Kanada da, gehen zusammen essen einkaufen, bis ich mittags nach einem ruhigen Morgen das Haus verlasse. Claire wohnt gleich neben der East Perth Station, fuer ca $1 bin ich mit der Transperth in wenigen Minuten in der City. Perth hat super oeffentliche Verkehrsmittel, die Ornetiierung ist sehr, sehr einfach. Hat geregnet, trotzdem ganz nett - Perth erweckt den Eindruck eines zu gross gewordenen Landstaedchens, am Ufer des Swan Rivers gelegen, sehr sauber, einfache Orientierung, uebliche Wolkenkratzer, niemand ist in Eile, Leute sehr gelassen und freundlich, sehr sauber, im Vergleich zu Ostaustralien (und das heisst schon was). Internetcafe ist billig hier. Eine auf altenglisch getrimmte London Passage, eine der vielen schoennen Fussgaengermalls ist eine der Hauptattraktionen. Abends treffe ich mich mit Claire und Ed in der Kletterhalle - um Leute kennenzulernen usw.
Freitag frueh (1.9.-offizieller Fruehlingsbeginn) regnets wieder, hoert aber mittags auf und heutiges Tagesziel ist der Kings Park bzw. Mt Eliza, in Stadtzentrumnaehe, zum einen gibts da unberuehrtes Gebuesch (Stadt hat sich wg des Berges drumherum ausgebreitet), zum anedren einen tollen botanischen Garten und tolle Aussichten auf Stadt und kilometerbreiten Fluss. Jetzt muss ich aber mal schwaermen: von WA's Wildblumen! Ja diese im Fruehling sind beruehmt, habe schon viel davon gelesen, aber dass sie tatsaechlich so schoen, und so zahlreich sind, haette ich mir nicht traeumen lassen. Nicht im Botanischen Garten, sondern im ganz normalen Gebusch, was sonst in Australien ja ueberall gleich ist! In allen Farbe, auch fruehling-pastellfarben (hier kuendigt sich der Fruehling also noch konventionell und nicht durch ins Gesicht hackende Voegel an), und einzigartig: viele Arten kommen nur in WA vor. Und nicht nur hier und da eine, sondern ganz ganz viele! Und sie duften. Meine Lieblingspflanzen sind Kangaroo Paws, eine interessant geformte grasartige leuchtendrote Bluete. Es gibt auch bis zu faustrosse Eukalyptusblueten und -fruechte. Viele der Arten kommen nur in WA, und manche auch da nur in bestimmten NLP's vor. Zum Fotografieren leider bisher nicht so gut wegen des Wetters.
Nun bin ich endgueltig fuer WA eingenommen, und es ist wirklich noch einmal ganz anders als der Osten! Ansonsten bin ich im Planungsprozess - nicht so einfach, kein Auto, nicht mehr viel Geld (Reisefuehrer empfiehlt zB Rottnest Island vor Perth -von "Rattennest"  - von Quokkas, Minikangaroos- aber allein die Faehrenfahrt kostet 60 $), grosses Land, alle Richtungen offen. Es ist aber viel einfaher, hier vor Ort sich zu informieren (Touriinfo, Claire...) als aus der Ferne mit Reisefuehrern. Schwanke noch zwischen nordwaerts und Sueden ;-) und derweil haenge ich eben in Perth herum. Ein bisschen faul bin ich auch, habe ja auch 3 Wochen Zeit und es ist sehr schoen at Claires place, und ein gutes Buch (Never tell me never, J. Shepherd, true australian story, nun bin ich schon bei Brigitte Muir, lebt in Natimuk - ich lese nur noch australische Buecher ;-)). Claire wollte fuer mich einen Kletterausflug nach Margaret River, 3h suedlich (very close to Perth also, wie man hier sagt) organisieren, aber deren Auto ist voll und sie selbst hat keine Zeit. Na, bleibe ich eben noch etwas hier. Am Freitag abend ist der Heizer in Claires Haus an und es gibt Portwein zum Aufwaermen - recht kalt hier nachts!
Samstag mache ich einen Ausflug nach Fremantle, oder "Freo", 20 km  flussaufwaerts am Meer gelegen, einfach mit der Transperth  zu erreichen. Fremantle ist eine der aeltesten Siedlungen  WA's, und wohl der Ort Australiens, wo der viktorianische Baustil der Gruenderzeit noch vollstaendig erhalten ist. Es gibt das Rundhaus, WA' s aeltestes Haus, natuerlich ein Knast, von 1831, einen Strand, wo ich meine Fuesse erstmals mit dem Indischen Ozean benetze (indisch hin und her - eiskalt), viele gemuetliche Seafoodrestaurants am Hafen, eine Cappuccinomeile (einen goenne ich mir) und viele Maerkte, wirklich sehr abwechslungsreich im Gegensatz zu manchen anderen, zB besser als der bekannte Salamancamarket in Hobart. Auch hier alles in behaebiger westaustralischer Gangart. Zurueck nehme ich eine Flussfaehre, nahe der Meermuendung sehr ich viele Flossen, zu gross fuer Delphine, keine Haiform - must be whales, and a lot of them! Puenktlich bei Sonnuntergang taucht die kleine aber feine Skyline von Perth auf.
Der Abend war sehr lustig, at Claires place, lecker gut gewuerztes Gemuesezeugs mit Kangarooofleisch kochen, Katie war noch da, sie klettert bis 27 (und das in der einsamen Kletterszene WA's), haben uns u.a. ueber die Rissdaecher der Welt unterhalten (wo ich immerhin mitreden kann, Separate und Insanity at least aid), versucht, den skeptischen Ed von den Freuden des Risskletterns zu ueberzeugen - selten so eine abmitionierte und motivierte Frauentruppe gesehen. Und Claire, die derzeit versucht, ihre Haende mit aus Deutschland importierter und unglaublich stinkender Pferdehufpflege zu behandeln ;-) - ich habe ihr versprochen, aus Deutschland richtiges Antihydral zu schicken, das gibts naemlich nicht hier.
Sonntag wurde leider doch nix mit klettern, da die Katie, die auch das Auto hat, auf ein Examen lernen muss... Habe also keinen richtigen Plan, mache mich dann doch wieder gen Stadt auf (vormittags Zivilisation geniessen = Matratze, Wasserkocher, Treppenstufe im Garten zum Draufsetzen...), um einem von Claire empfohlenen Platz zum Bouldern aufzusuchen. Es stellte sich aber heraus, dass sie falsch in die Karte eingemalt hat und ich 10 km weiter laufen muesste, das letzte Stueck schenke ich mir dann, war auch so ein schoener Ort, am Ufer des Swan Rivers, mit Strand und Blick auf Perth Skyline.
Fuer Montag habe ich eine Tour gebucht, zum ersten Mal. Bei heftigem Regen finde ich mich am Treffpunkt ein, ausser mir nur Japaner, beschert mir aber einen guten Platz (zwischen Fahrer-und Beifahrersitz!) und einen persoenlichen Fuehrer: den Busfahrer selbst, sehr lustig und zB teiul er seine Kekse mit mir. Zusammen mit der Dolmetscherin gibt er ein lustiges Paar ab, er ist 2,05m gross und sie selbst fuer eien Japanerin sehr klein! Ich wurde zum 100. Mal gefragt, ob ich aus Holland  sei, mein Akzent klaenge dutch! Ziel sind die Pinnacles 250 km noerdlich von Pert, erst stoppen wir in einem Koalapark (gaehn), spaeter mitten in einem Wildflowerpark - wirklich immer wieder schoen und noch schoener, es ist schon schier unglaublich, was hier alles verschiedenes massenhaft blueht. Dazu kann man auf einem Grossteil der Fahrt die bluehende Landschaft bestaunen - WA im Fruehling ist einfach toll. Emus sahen wir auch mehrfach durch die Gegend latschen, im Gegensatz zur Ostkueste gibts die hier massenhaft! Ziel Pinnacles Desert, die Pinnacle sind bizarre, wenn auch nur bis zu 4m hohe Klaksteinnadeln, dafuer zu 1000en, schon ein Anblick! Leider regnets da mal wieder und die Japse fluechten alle in den Bus, alle warten auf mich, doch 15 min liess ich mir nicht nehmen, das ist schliesslich planmaessig. Schon ganz schoene Hatzjagd, so eine Tour, aber das eine mal war es schon gut. Tolles Lunch ist auch inklusive. Auf dem Rueckweg geht es eine ganze Weile offroad mitten durch einen weiteren tollen Blumen- Kangaroo- und Emubestueckten Natioalpark. Der Bus ist ein 4WD, hat fast 1 Million km auf dem Tacho, dagegen ist mein car ja fast unbenutzt! Dann gibts "4WD-Fun" auf dne gigantischen schneeweissen Sandduenen (ok, einmal) und ein weiteres Highlight ist sandboarding, auf einer Art Snowboard auf dem Hintern die Duenen runterschlittern, ganz nett, aber echter Schnee ist schon besser ;-) Und weitere Landschaftsblicke (paar 100 km bluehendes Buschland) auf dem Rueckweg nach Perth mit einerw eiteren, unplanmaessigen Kuriositaet: umziehende Westaustralier! Auf einem oversizeloadtruck kam erst die erste Haushaelfte, fein saeuberlich in der Mitte auseinandergesaegt und sogar noch mit den Gardinen dran, dann auf dem naechsten truck die andere Haelfte! Abends bin ich zurueck in Perth. Dienstag vormittag wieder Kaffee und Sonne geniessen, seltsame Fruechte aus Claires Garten essen und packen fuer meinen Kuestentrip - so lecht wie moeglich, ist aber nicht einfach bei dem, was ich alles brauche... (Camping - von Ed geborgtes Zelt, Essen, Kletterzeug). Mittags habe ich eine im Internet getroffene Verabredung mit einem Matt, wir fahren klettern - in Churchmans Brook vor den Toren Perths (40 min cardrive). Bissl wie Russenwand, aber schoener, besserer Fels (Dolorit, ganz nett, interessant) und lieblichere Umgebung, bei den Ausstiegen kraucht man regelrecht durch die Blumen. Auffaellig ist, dass hier in WA das Gruen im Gegensatz zum Eukalyptusgraugruen richtig fruehlingshaft-lebhaft ist! 3 "mittelschwere" (21) Touren geklettert, carrotboltgesichert. War nicht viel, aber immerhin, ganz nett und erste Wege in WA.
Letzter, netter Abend mit Claire und Ed und Portwein (mein Abschiedspraesent).
Mittwoch morgen schliesslich geht um 9 ein Bus der transWA nach Albany, ein Kuestenort 410 km suedoestlich von Perth. 5 Stunden Fahrt durch liebliches gruenes Land, zT bluehend, zT Farmland - sooooooo viele Schafe, jetzt weiss cih, warum Schafe zaehlen muede macht und ich habe das stundenlang live!
Auf der Busfahrt (nur A$ 48) klaert sich mein letztes Problem: hatte meine Kamera im Pinnacles-Trip-Bus vergessen, Claire seit gestern emhrfach angerufen udn ich war heute morgen an der Busstation. Hatte schon die Hoffnung aufgegeben und Peter wollte mir eine Reservekamera aus Brisbane senden (!), da kam eine SMS von Claire, dass das Unternehmen die Kamera schliesslich fand, sie pickt sie fuer mich auf und zurueck in Perth kann ich mich mit ihr wiedervereinigen! Habe zum Glueck eine Ersatz-Analogkamera dabei, so dass ich immerhin einige Eindruecke von angeblich einer der besten Kuestenlinien Australiens aufnehmen kann - soll aehnlich wie Tassie sein.
Ich liebe das Land, Australien, und dessen supernette Einwohner! Deren Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft und ueberhaupt eine der besten Erfahrungen des Jahres!