Kursbuch Lebensbalance - Texte und Weghinweise für Geist & Seele

29.04.2007 um 15:23 Uhr

Jährliches Pfingst-Treffen in Bad Herrenalb - >Info-Box 2<

Wer für sich seelische Gesundheit sucht – oder gefunden hat und weiter stärken will –
kann jedes Jahr Pfingsten in Gemeinschaft mit Anderen in Bad Herrenalb ein sehr besonderes Grossereignis erleben :


Das Grosse Pfingst - Treffen in Bad Herrenalb

Es kommen Autoren und Wegbegleiter aus dem Bereich Therapie und Spiritualität –
es gibt Vorträge, Seminare; Kulturelles und abends tanzen – und viele Möglichkeiten,
        sympathische Leute zu treffen.
Veranstalter ist der Förderkreis Ganzheitsmedizin – ein zentraler Gedanke ist, dass Kranksein mit Unglücklichsein und mit der Erfahrung eines grundlegenden Mangels zusammenhängt - und dass wir, wenn wir in eine Krankheit hineingeraten, oft am Leben selbst leiden.
Es geht dann darum, dieses Leiden wahrzunehmen, es als Wachstumschance zu begreifen und sich aufzumachen – um erneut "das Leben leben zu lernen".
>Wir verfolgen unser Ziel der ansteckenden Gesundheit und des ehrlichen und liebevollen Umgangs miteinander.<
   Link zum Förderkreis - - > www.foerder-kreis.de

28.04.2007 um 18:23 Uhr

Soziale Phobien - >Info-Box 2<

   Soziale Phobien  stellen heute die häufigste Angststörung dar. 
"Die soziale Phobie ist die dauerhafte Angst vor sozialen Begegnungen mit anderen Menschen und vor allem vor der Bewertung durch andere." (Wikipedia)
Eine Wikipedia Information - - >
http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Phobie
Unsere gegenwärtige Ellenbogengesellschaft mit einer ungesunden Überbetonung von Leistung und Konkurrenz hat einen wesentlichen Anteil an der Zunahme sozialer Ängste.

Eine Beschreibung der Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Gesundheit: 
Die Soziale Phobie oder "krankhafte Schüchternheit" ist eine Situationsangst. Sie bezieht sich vor allem auf Handlungen, die sich unter den Augen von Drittpersonen abspielen, die das Verhalten nicht nur beobachten, sondern möglicherweise auch kritisieren könnten. Soziale Phobien beginnen meist in Kindheit und Pubertät, wo sie in bestimmtem Rahmen noch als normal gelten. Deshalb wird die Diagnose erst gestellt, wenn ungewöhnlich starke Ängste zu einem verhängnisvollen Vermeidungsverhalten in entsprechenden Situationen führen, am Schluß sogar zu Rückzug, Leistungseinbruch und Isolationsgefahr. Es beginnt mit der Einschränkung der individuellen Entfaltungsmöglichkeiten, insbesondere der Lebensqualität und geht über verminderte Beziehungen und Aktivitäten einschließlich Arbeitsleistung bis hin zu ernsten seelischen, psychosozialen und schließlich sogar psychosomatischen und rein körperlichen Folgestörungen.  Frauen scheinen häufiger betroffen.

Es gibt inzwischen die
Soziale Phobie Selbsthilfe
ein - - >
Forum für Betroffene von sozialer Phobie und Schüchternheit

mit vielen Informationen, einem Forum und einem Chat für Betroffene - - >
http://www.sozphobie.de/index.htm

27.04.2007 um 13:28 Uhr

Partner für’s Leben - >Liebe, Beziehungen, Sexualität<

Glückliche Beziehungen - und die *Kunst des Liebens*

Die meisten Menschen in Deutschland sehnen sich nach einer glücklichen Beziehung,
die ein Leben lang hält.
3 von 4 Bundesbürgern (75,1 Prozent) sind davon überzeugt, dass es den Partner für’s Leben gibt.

An Liebe auf den ersten Blick glaubt mehr als die Hälfte (55,5 Prozent).
Frauen und Männer sind sich einig
- - > eine Beziehung wollen acht von zehn (79,2 Prozent) nur, wenn sie diese in jeder Hinsicht als ideal empfinden. Umfrage: Apotheken Rundschau

Ob uns wohl auch genügend bewusst ist, dass Lieben auch eine Fähigkeit ist, die mit Lernen und innerem Wachstum zu tun hat?
wie Erich Fromm das in seinem zeitlosen Klassiker "Die Kunst des Liebens" beschrieben hat.
Ein Link dazu - - >
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_Liebens

Die bekannte Sufi-Lehrerin Annette Kaiser sagt in einem Interview zum Thema
"Die Kunst als Paar zu leben" :
"C.G. Jung hat gesagt : Die Liebe hat vier Stufen.
Die erste ist : Du verliebst dich.
Die zweite Ebene ist, die Projektionen zurücknehmen.
Die dritte Ebene ist, Nähe und Distanz zu regeln, so dass die Liebe sich entwickeln kann –
und die vierte ist die bedingungslose Liebe.
Und mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen."

Darüber lohnt es sich, nachzudenken.  Das erste ist klar .. ..
das zweite  –  wie viel projizieren wir in einen Andern hinein, haben "Vorstellungen", wie er ist ..  oft "Ideal"vorstellungen, Idealbilder??  Wenn die Traumvorstellungen zerbrechen, die Verliebtheit abklingt – zerbrechen oft auch die Beziehungen. Oder wir lernen, den Anderen anzunehmen, zu lieben, wie-er-wirklich-ist.
Nähe und Distanz zu regeln – das gelingt auch oft nicht, auch daran scheitern oft Beziehungen;
man/frau klebt aneinander, traut sich vielleicht nicht, auch Distanz-Bedürfnisse mitzuteilen …
oder hat Angst vor Nähe, traut sich nicht, darüber zu sprechen .. ..
Zu der vierten Stufe kommen viele gar nicht – aber es ist möglich. Wenn wir, wie Erich Fromm es ausdrückt, die "Kunst des Liebens" lernen.

26.04.2007 um 15:44 Uhr

Ängste und Depressionen - >Info-Box<

Ängste und Depressionen –  Zahlen, die nachdenklich machen    

Mehr als zehn Millionen Deutsche leiden unter Angstneurosen.
Die einen haben Angst davor, in den Keller zu gehen, oder fürchten sich vor Spinnen. Andere halten es im Aufzug nicht aus, oder haben Angst vor dem Fliegen.  Solche Ängste bestimmen oft einen Großteil des Lebens.  (Quelle: bewusster leben)

Jeder vierte leidet an Depressionen.  (Quelle: www.gamper.com )

Die häufigste Angststörung stellen >soziale Phobien< dar – neben Depressionen
und Alkoholabhängigkeit heute eine der häufigsten psychischen Störungen.
In der Praxis werden sie allerdings noch selten erkannt und hinsichtlich der oft gravierenden Beeinträchtigungen unterschätzt. Die Betreffenden erleben sich als in ihrem Schneckenhaus eingeschlossen, gehen nur zögerlich nach draußen, haben Angst vor ungefährlichen Situationen und vermeiden sie.
Ihr Bewegungsradius ist begrenzt. Obwohl in den letzten Jahren wirksame Methoden der Psychotherapie entwickelt wurden, finden bislang nur wenige Betroffene gezielte Hilfe.

In München gibt es inzwischen die >Sophies< / Selbsthilfe Soziale Phobien
ein Netzwerk aus Selbsthilfegruppen, in denen es neben der Gesundung ebenso auch um Kontakte, Kommunikation und gemeinsame Unternehmungen geht.
Kontakt & Informationen : Alfred : 089/74443312  - buddalf@yahoo.de

Noch ein Zitat :
Diese ganzen Zerrfiguren von Krankheiten, die gerade heute in unserer hochzivilisierten Gesellschaft die Oberhand gewinnen, ergeben sich ja aus einer Lebensform, die nicht mehr richtig zentriert ist. - Eugen Drewermann -

25.04.2007 um 11:44 Uhr

Meditative Verse in der Art des cherubinischen Wandersmanns

Neu leben lernen, heißt zu spüren,
was das Leben von dir will –
was Tag und Augenblick erfordern:
- sei den momentlang einfach still!

25.04.2007 um 11:36 Uhr

Meditative Verse in der Art des cherubinischen Wandersmanns

Mit deinen verfestigten Glaubenssätzen
erschaffst du dein eigenes Welt-Erleben –
das Denken zu ändern verändert die Welt
- fang an, ein neues Muster zu weben.

25.04.2007 um 11:32 Uhr

Meditative Verse in der Art des cherubinischen Wandersmanns

Dein unentwegtes Denken
ist nicht das, was du bist –
das Denken ist ein Werkzeug
- schau, dass es dich nicht frisst.

25.04.2007 um 11:08 Uhr

Über Heilsein - Zitate - >Rund um das Thema Heilung<

Im folgenden noch zwei Zitate zum Thema >Heilsein<
- von Dr. Klaus-Dieter Platsch, Autor eines der zuletzt vorgestellten Bücher.

- - > Über Heilsein – und das Annehmen von Krankheit

Heilsein ist eigentlich eher ein innerer Zustand. Ich kann mich auch als heil empfinden, wenn ich eine Krankheit, ein Symptom oder Schmerzen habe.  Heilsein hat mit Ganz-Sein zu tun.
Was in der konventionellen Medizin oft passiert, ist, dass wir Krankheit als einen Feind ansehen und versuchen, ihn loszuwerden. Das ist sowohl bei den Patienten als auch bei den Ärzten die übliche Verhaltensweise. Wir wollen die Krankheit nicht haben, wollen sie loswerden. Dadurch spalten wir aber einen Teil ab. Wenn wir aber die Krankheit vom Menschen abspalten, dann ist er nicht mehr ganz, weil in dem Moment des Krankseins die Krankheit zu ihm gehört – zu seiner Ganzheit. Dagegen haben wir eine Chance, anders mit Krankheit umzugehen und wieder zu einer Heilung zu kommen, wenn wir diese Krankheit wirklich annehmen können und uns vielleicht mit den Fragen beschäftigen:
"Was kann diese Krankheit für mich bedeuten?"  "Gibt es etwas, das sie mir mitteilen will?"  Nicht jede Krankheit muss eine Botschaft in sich tragen, aber in vielen Fällen ist das der Fall. Wenn wir die Krankheit annehmen, als das, was sie ist, bleiben wir, auch wenn wir uns nicht wohl fühlen, in uns selbst, bleiben ganz und in einer Weise auch heil. Dann hat unser Organismus die Möglichkeit, viel mehr Kraft in den Heilungsprozess zu geben, als dass er an Kraft verliert, indem er die Krankheit von sich abspaltet und ständig bekämpft. Denn das viele Kämpfen kostet Kraft.
Ja zu einer Situation zu sagen öffnet eine andere Dimension. Erst wenn ich der Krankheit wirklich einen Platz in meinem Leben gebe, habe ich einen Ausgangspunkt, aus dem heraus ich einen nächsten Schritt entwickeln kann. Das ist bereits ein erster Mosaikstein auf dem Weg des Heilungsprozesses.
– Klaus-Dieter Platsch –

Das zweite Zitat bezieht sich auf unsere spirituelle Mitte, unseren spirituellen Wesenskern.

- - > Der heile innerste Kern als Kraftquelle

Wenn wir versuchen, wieder gesund zu werden, dann ist es gut zu erkennen, dass wir in unserer Essenz gesund sind. Im innersten Kern ist jeder Mensch vollkommen heil.
Es gibt keinen Menschen, der das nicht ist. Und das, was in der Tiefe immer heil und ganz ist, zum Ausgangspunkt eines Heilungsprozesses zu machen, ist das Allerbeste, was wir tun können. Das heißt, mit diesem Heilkern in sich selbst in Berührung zu kommen, mit dem, was nicht krank ist.
Das als eine Kraftquelle zu nehmen, die alles andere durchdringt. Ihr Geschmack ist jene universelle Liebe, aus der heraus nicht ich als Arzt heile, sondern es heilt.
– Klaus-Dieter Platsch –

24.04.2007 um 13:04 Uhr

Überwindung der Angst - >Bücher: Psychologie, Störungen, Therapie<

Ein Buch, in dem es um das grundlegende Thema Angst / Ängste geht –
  im Berührungsbereich von Psychologie / Therapie und Spiritualität.


Heilende Religion. Überwindung der Angst  Heilende Religion - Überwindung der Angst
  - von Eugen Drewermann (Herder)


In diesem Buch (TB) geht es um die >Angst< - als allgegenwärtige Erscheinung im menschlichen Leben – und um die Kraft von Glaube und Religion.
Eugen Drewermann fasst Religion nicht dogmatisch auf – einer der Gründe, weswegen er in der katholischen Kirche kein Priester mehr sein darf.
Viele in der heutigen Zeit würden wahrscheinlich eher den Begriff >Spiritualität< benutzen.


Religion – richtig verstanden – ist in Drewermann’s Sicht - - > therapeutisch.
Und Glaube ist nicht Gegenbegriff zum Unglauben - - > sondern zur menschlichen Angst.
Religion hat die Absicht und die Kraft zur Heilung.

Eugen Drewermann ist Theologe, Therapeut und Tiefenpsychologe. Er versteht und deutet die Geschichten und Symbole religiöser Überlieferungen, wie etwa der Bibel auch von einem tiefenpsychologischen Blickwinkel. Die "Stillung des Sturms" zum Beispiel war kein "Eingriff in Naturgewalten" – sondern eine Stillung des "Sturms in der menschlichen Seele".

23.04.2007 um 12:48 Uhr

Märchen als Therapie - >Bücher: Psychologie, Störungen, Therapie<

In der Psychologie C.G. Jung’s werden Märchen als symbolische Darstellungen von allgemeinmenschlichen Problemen betrachtet - und von möglichen Lösungen dieser Probleme.

Märchen als Therapie - von Verena Kast (dtv) Märchen als Therapie. Beiträge zur Jungschen Psychologie (Patmos Paperback)

Kurzbeschreibung
Das Märchen kann noch mehr als Lebenshilfe sein. Ursprünglich hatte es auch die Funktion des Heilens. Richtig angewandt, kann es eine große therapeutische Hilfe bedeuten u. sogar schicksalswendend wirken. Dieses Buch zeigt das eindrucksvoll.

Verena Kast, Jahrgang 1943, studierte Psychologie, Philosophie und Literatur und promovierte in Jungscher Psychologie. Sie ist Professorin für Psychologie an der Universität Zürich, Dozentin und Lehranalytikerin am dortigen C.-G.-Jung-Institut und Psychotherapeutin in eigener Praxis.


Von Verena Kast gibt es noch verschiedene andere Bücher zum Thema Märchen und Therapie.
Ich weiss nicht, ob alle z.Zt. aufgelegt sind – es gibt sie aber auch bei - - >
http://amazon.de

Hier noch einige davon :
Wege zur Autonomie - Märchen psychologisch gedeutet (dtv)
Vom gelingenden Leben - Märcheninterpretationen (Walter)
Familienkonflikte im Märchen - Eine psychologische Deutung (dtv)
Mann und Frau im Märchen - Eine psychologische Deutung (dtv)
Wege aus Angst und Symbiose - Märchen psychologisch gedeutet (dtv)
- Das Buch-Cover/ Bild zeigt eine ältere Ausgabe. - 

23.04.2007 um 11:57 Uhr

Narzissmus - Das innere Gefängnis - >Bücher: Psychologie, Störungen, Therapie<

Eine andere, häufige Persönlichkeitsproblematik ist die >narzisstische< Störung;
dazu ein Buch vom gleichen Autor.

Narzissmus - Das innere Gefängnis Narzißmus. Das innere Gefängnis
  - von Heinz-Peter Röhr (dtv)


Kurzbeschreibung
Bei einer narzißtischen Persönlichkeitsstörung ist das Bedürfnis nach Bewunderung und Anerkennung übermäßig. Narzißtische Menschen hungern nach der vorbehaltlosen Liebe, die ihnen in der frühen Kindheit versagt war.
Doch sie können nicht satt werden, da sie mit falschen Mitteln veruschen, diese Zuneigung zu gewinnen.  Im Grimmschen Märchen "Der Eisenofen" spiegeln sich zwei typische Formen der narzißtischen Störung: Der in einen kalten Eisenofen verwünschte Prinz steht für die häufig männlichen Betroffenen, die zum Schutz vor übermäßiger Verletzlichkeit, innerer Wut und heftigem Neid ihre Gefühle abgespalten haben und berechnend und rücksichtslos nach äußerer Anerkennung streben. Die Prinzessin, die sich im Wald verirrt hat und einen Retter braucht, steht für den "weiblichen" Narzißmus. Solche Frauen haben ihr Einfühlungsvermögen hoch entwickelt, um stets den anderen gerecht zu werden.  Durch Selbstaufgabe und Verzicht auf eigene Bedürfnisse hoffen sie, die ersehnte Leibe zu gewinnen. Wie Schloß und Schlüssel passen die beiden zusammen, und nicht nur im Märchen werden sie oft ein Paar und müssen in einem schmerzhaften Prozeß ihr wahres, verletztes Selbst kennenlernen, um zu reifen Persönlichkeiten zu werden.
Heinz-Peter Röhr vermittelt anhand des im Märchen dargestellten Erlösungsweges von Prinz und Prinzessin sehr anschaulich das notwendige Wissen über Entstehung, Verlauf und Heilungsmöglichkeiten dieses außerordentlich verbreiteten psychischen Leidens.

Der Verlag über das Buch
Das Buch richtet sich an Betroffene, Familienangehörige und alle, die mit ihnen leben und arbeiten: Sozialarbeiter, Seelsorger, Psychologen, Pädagogen ...

Leserrezension: … Dieses Buch ist super geschrieben, enthält kaum fachspezifische Ausdrücke und ist für den Laien sehr gut verständlich. Es ist stets interessant und man könnte es bei genügend Zeit, glattweg an einem Tag lesen. Der Autor erklärt die Symptome und die Probleme der Betroffenen anhand eines Märchens, was natürlich erheblich zum besseren Verständnis beiträgt.
Desweiteren geht es auch kurz auf das Gegenstück des Narzißten ein, womit dann wohl meistens dessen Partner geschlagen sind.  Das Buch hat 185 Seiten und ist als Taschenbuch erhältlich. Jeder, der glaubt, jemanden anderen Betroffenen zu kennen oder sich selbst für betroffen hält, dem werden darin sicherlich viele Dinge klarer erscheinen und auch einige Möglichkeiten zur Hilfe und Erkenntnis gegeben. Ich finde das Buch einfach super für Jeden, der nicht gerade Psychologie studiert hat und sich doch speziell mit diesem Thema auseinandersetzen will oder muss.

23.04.2007 um 10:52 Uhr

Die Borderline-Störung verstehen - >Bücher: Psychologie, Störungen, Therapie<

Die Borderline-Problematik ist die bekannteste unter den Frühen Störungen;
ein Buch, das gut in das Thema einführt :

Weg aus dem Chaos. Die Borderline-Störung verstehen  Weg aus dem Chaos
Die Borderline-Störung verstehen -  von Heinz-Peter Röhr (dtv)

Kurzbeschreibung
Ein anschaulicher und fundierter Ratgeber für Betroffene und ihre Angehörigen.
In der Welt des Borderliners gibt es nur schwarz oder weiß, nur Helden oder Bösewichte, nur alles oder nichts – kein Dazwischen, keine Abstufungen. Dieses Gespaltensein drückt sich auch in der äußeren Gestalt von Hans, mein Igel, dem Bauernsohn aus dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm, aus: Halb Mensch und halb Igel, ist er ein ungeliebtes Kind, ein Ausgestoßener, bis er am Ende die Liebe einer Prinzessin, ein Königreich und eine heile Haut gewinnt.
Sehr anschaulich beschreibt Heinz-Peter Röhr anhand dieses Märchens Entstehen und Merkmale der Borderline-Störung und erklärt auch, warum die Aggressionen so heftig, Beziehungen so schwierig sind, warum das innere Chaos das einzig Stabile ist und welcher Weg zur Heilung führt.
Zwei ausführliche Fallgeschichten und eine Reihe von Aussagen Betroffener erlauben Einblicke in das Erleben der Borderline-Persönlichkeit.  Dieser kompetente Ratgeber bietet Hilfe zu Selbst- und professioneller Hilfe – für Betroffene, ihre Angehörigen sowie therapeutisch Tätige.

Über den Autor
Heinz-Peter Röhr, geboren 1949, ist Pädagoge und Psychotherapeut an der Fachklinik Fredeburg für Suchtmittelabhängige. Rege Vortragstätigkeit. Fachpublikationen zu Suchtproblemen und Essstörungen.
Autor zahlreicher Sachbücher.

Leserrezension: Nach zweijähriger Behandlung hatte ich hier zum ersten Mal das Gefühl, "meine" Krankheit in
all ihrer Komplexität zu verstehen und auch Außenstehenden erklären zu können bzw. ein Buch gefunden zu haben, welches ich im Bemühen um Verständnis weiterreichen kann.
Vielleicht hatte Herr Röhr nur das Glück, in mir eine bereits gefestigte und auf dem Wege der "Heilung" befindliche Leserin zu haben; aber das Buch hat - mit vielen Markierungen und Randbemerkungen versehen - einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal...

22.04.2007 um 14:27 Uhr

Persönlichkeitsstörungen verstehen - >Bücher Psychologie, Störungen, Therapie<

Persönlichkeitsstörungen verstehen. Zum Umgang mit schwierigen Klienten (Psychiatrie-Fachbuch)  Persönlichkeitsstörungen verstehen
- von Rainer Sachse (Psychiatrie Verlag)

Persönlichkeitsproblematiken – sog. Persönlichkeitsstörungen – gehören zu den schwierigeren seelischen Leiden. Die heute bekannteste ist sicher Borderline – aber es gibt verschiedene andere; die abhängige-, ängstliche, dissoziale-, zwanggeprägte-, narzisstische Persönlichkeits-Störung u.a.

Die Symptome von Persönlichkeitsproblematiken ähneln in vielem anderen psychischen Störungen, etwa Depressionen oder Angststörungen – sie sitzen aber tiefer, sind tiefer in die Persönlichkeit eingegraben.
Nach der ganzheitlichen >integralen Psychologie< Ken Wilbers zählen sie zu den frühen Störungen, d.h. die Wurzeln liegen besonders in der frühen Kindheit (die ersten 3 Jahre).
Die Gesundungsprozesse sind darum i.d. Regel >Langzeitprozesse< - besondere Behutsamkeit und Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst ist wichtig.


Persönlichkeitsstörungen werden in neuerer Sicht als >Beziehungsstörungen< aufgefasst.
Die Arten von Beziehungsgestaltung, die in extremerer Form zu sogenannten Pers.-Störungen führen -
- sind in milderer Art universelle Umgangsformen. -


Das Buch richtet sich in erster Linie an therapeutisch und psychiatrisch Tätige – aber es ist "kein Wälzer" und verständlich geschrieben, so dass es auch für Interessierte und Betroffene mit psychologischem Verständnis eine gute Einführung sein kann.

Aus einer Rezension: Komplizierte Sachverhalte auch für nicht Eingeweihte verstehbar zu machen, ist eine große Begabung.  Rainer Sachse besitzt diese Begabung und er hat sie genutzt, um ein Buch über Persönlichkeitsstörungen zu schreiben, das mit vollem Anspruch den Titel trägt "Persönlichkeitsstörungen verstehen".
Der Autor erklärt Persönlichkeitsstörungen als Störungen der Beziehung, der Interaktion und nicht als Störung der Persönlichkeit.  Damit öffnet er nicht nur eine neue Sichtweise, er öffnet damit auch ganz neue Möglichkeiten im Umgang mit betroffenen Menschen.

22.04.2007 um 13:03 Uhr

Der Förderkreis Ganzheitsmedizin – Hilfreiches für schwierigere Zeiten

Seelische Gesundheit und Lebensfreude – 
 der Förderkreis Ganzheitsmedizin in Bad Herrenalb  

Eine weitreichende Arbeit in Richtung Bewusstheit, seelische Gesundheit und Lebensfreude unternimmt der Förderkreis für Ganzheitsmedizin in Bad Herrenalb, der von Walther Lechler ins Leben gerufen wurde.

Dr. Walther Lechler war über viele Jahre Leiter der Psychosomatischen Klinik Bad Herrenalb – und entwickelte das >Bad Herrenalber – Modell<, nach dem auch andere bekannte Kliniken arbeiten; wie die >Hochgrat-Klinik Wolfsried< oder die >Psychosomatische Klinik Bad Grönenbach<.
Er trug maßgeblich zum Bekanntwerden der 12 Schritte Selbsthilfegruppen in Deutschland bei; auch in den Kliniken ist die Selbsthilfe-Arbeit integriert.

Der Förderkreis organisiert das ganze Jahr über die vielfältigsten Veranstaltungen, Vorträge, Seminare, Reisen und auch Ausstellungen –
für Menschen, die etwas für ihre Entwicklung tun und neue Erfahrungen machen wollen.

Jährlich gibt es ein großes Pfingst-Treffen, zu dem über tausend Leute zusammenkommen; z.T. aus Selbsthilfegruppen aus ganz Deutschland und darüber hinaus.
Es gibt ebenfalls ein sehr tolles, umfangreiches Angebot an Vortragskasetten; darunter auch von Walther selbst.

Ein Leitgedanke ist : Es gibt neben den vielen ansteckenden Krankheiten auch eine ansteckende Gesundheit !

  
Buchtips:  So kann’s mit mir nicht weitergehen
/ Spirituelle Erfahrungen in der Therapie -  Walther Lechler u.a. (Kreuz)
Von mir aus nennt es Wahnsinn. Protokoll einer Heilung
- von Jacqueline C. Lair und Walther H. Lechler (Kreuz)

Der  L i n k  zum Förderkreis - - >
http://foerder-kreis.de

21.04.2007 um 16:00 Uhr

Hochsensible Menschen, höhere Empfindsamkeit - >Info-Box<

Hochsensible Menschen sind Menschen, die besonders feinfühlig und empfindsam sind. Sie haben eine erhöhte Empfänglichkeit für Reize - sowohl für äußere Reize wie z.B. Geräusche oder Gerüche, als auch für innere wie z.B. Erinnerungen, Vorstellungen, Gedanken.

Das hat Seiten, die das Leben interessanter machen können : durch die erhöhte Aufnahmebereitschaft werden oft mehr Informationen aufgenommen;  Dinge werden registriert, die Anderen entgehen. z.B. nehmen hochsensible Menschen subtile Veränderungen in ihrer Umgebung viel stärker wahr und können so wertvolle Hinweise und Informationen an andere weitergeben.
Es hat aber auch Seiten, die das Leben zunächst schwieriger machen - nämlich dann, wenn es zu einer Überreizung kommt.  Was andere nicht stört wie z.B. laute Musik oder starke Gerüche, kann für hochsensible Menschen stark stimulierend und somit sehr stressig sein.  Die meisten Menschen können laute Sirenen, grelles Licht oder starken Geruch einfach ignorieren; während sich hochsensible Menschen dadurch stark beeinträchtigt oder häufig sogar überwältigt fühlen.
Hinzu kommt, dass unsere Umwelt heute immer lauter, greller und schneller zu werden scheint.

In unserer Kultur wird Sensibilität leider oft noch mit Schwäche gleichgesetzt und verpönt.  Nicht wenige hochempfindsame Menschen haben in ihrer Kindheit die Erfahrung gemacht, dass sie mit ihrer sensiblen Art und Veranlagung auch abgelehnt wurden.
Dabei ist eine höhere Empfindsamkeit weder krank noch eine Schande, sondern nur anders.  Und in ganz wesentlicher Hinsicht gerade das, was unsere Welt braucht – wenn sich die Menschheit nicht irgendwann kaputt gebombt haben soll. 

    Inzwischen gibt es - - >
die
Seite von und für hochsensible Menschen - - >
http://www.hochsensible.de/
und: Die Community für hochsensible Menschen - - > http://www.empfindsam.de/index.php?

Foren für empfindsamere Menschen, um sich auszutauschen und gegenseitig auf dem Weg zu einem zufriedeneren Leben zu unterstützen.

21.04.2007 um 15:00 Uhr

Anjelinas Psychose – Erfahrung - >Info-Box<

   Anjelina Jolie hat vielgesehene Filme gemacht,
wurde zur erotischten Frau 2004 gekürt, engagiert sich sozial  –

in "Girl interrupted" ( Durchgeknallt )
spielte sie eine sozial gestörte junge Frau – neben Winona Rider, die ebenfalls als junge Frau mit einer Borderline Problematik in eine Klinik geht. Der Film ist sehr sehenswert (!)

Kurz nachdem sie einen Oscar für ihre Rolle in "Girl Interrupted " entgegengenommen hatte, kam sie selbst in eine psychische Krise :
Sie hielt sich für eine Mörderin – hatte die Vorstellung, jemanden getötet zu haben und verbrachte drei Tage in einer psychiatrischen Klinik.
"Ich konnte nicht sprechen vor Kummer, wurde beobachtet, damit ich mir nichts antat."
Wie es aussieht, eine kurze Psychose, ein nur kurz andauernder Realitätsverlust.

20.04.2007 um 16:33 Uhr

Neue Entwicklungen im Christentum - >Eine neue Spiritualität für das 21. Jahrhundert<

Neuere Entwicklungen innerhalb des Christentums

Auch innerhalb der christlichen Tradition finden in jüngerer Zeit Entwicklungen statt – weg von vorgegebenen Glaubensdogmen – hin zu einem eigenen Verstehen, bei dem der Einzelne sich an der eigenen Seele orientiert.

Die eindrücklichste neuere Studie über den Glauben hat der Religionssoziologe Klaus - Peter Jörns erarbeitet : "Die neuen Gesichter Gottes – Was die Menschen heute wirklich glauben". Sie beruht auf einer repräsentativen Befragung von Kirchenmitgliedern und Geistlichen beider Konfessionen.

Jörns fand heraus :
Knapp die Hälfte der Befragten hat noch die Vorstellung eines persönlichen Gottes;
glaubt noch an einen persönlichen Gott.
Diesen Gläubigen hat Jörns einen Katalog von 18 traditionellen Glaubenssätzen zur Beurteilung vorgelegt..
Zum Beispiel : "Jesus ist Gottes Sohn" oder "Gott lenkt die Welt" oder "Nach dem Tod kommt das Gericht".

Das Ergebnis :
Vor allem "in der biblisch – theologischen Lehre vom Menschen und in der Trinitätslehre ist es zu einem totalen Bruch mit der Tradition gekommen".
Ja, es zeigt sich, "dass das traditionell christliche nicht mehr als nur noch einen Bodensatz ausmacht."
Die Befragungsergebnisse ergeben jedoch auch :
"Dass große Zutrauen, dass Gott der Welt zugewandt ist und im Gebet angesprochen werden kann, drückt eher
eine Gottesbeziehung aus, die sich zwar nicht an den dogmatischen Leitlinien orientiert, aber sehr stabil zu sein scheint."

Kommentar :
Es handelt sich also nicht um ein Verschwinden des Glaubens,  sondern um einen Wandel der Glaubens-Vorstellungen.
Wie sagte schon Meister Eckhart : "Ich bete, Gott möge mich von meinem Gottesbild befreien."
Oder C. G. Jung sagte : Gott ist eine allgemeine Erfahrung, die nur von einem blöden Rationalismus und einer entsprechenden Theologie verdunkelt wird.

    Lesehinweis: Publik Forum / Zeitung kritischer Christen  
- - >  http://www.publik-forum.de/f4-cms/tpl/pufo/display.asp?cp=pufo

20.04.2007 um 15:58 Uhr

Jedes fünfte Kind – verhaltensgestört - >Info-Box 2<

Die Zahl seelisch gestörter Kinder bei uns ist seit 1970 rasant gestiegen.
Heute sei bereits jedes fünfte Kind ( ! ) betroffen.
Entwicklungsstörungen haben häufig auch frühen Drogenkonsum zufolge. ( tz )

Lernen, mit unserer inneren, seelischen Natur – sowie der äusseren Natur – in Frieden und Harmonie zu leben und das auch den Kindern zu vermitteln ist ein zentrales Thema der Gegenwart.

Hinweis: Zum Thema möchte ich hier auf den Verein und die Zeitschrift >Mit Kindern wachsen< hinweisen - - >
http://www.mit-kindern-wachsen.de/

20.04.2007 um 15:43 Uhr

Fast alle sind gestresst - >Info-Box 2<

S t r e s s  nimmt überhand   
Laut einer Umfrage der 'Apotheken Rundschau' leiden fast 80 % (!) der Deutschen unter Stress.
Jeder vierte ist überarbeitet, jeder fünfte findet auch am Wochenende keine Ruhe.

Empfehlung: Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit
- von Jon Kabat-Zinn (Arbor) Buch und CD

Das Buch / mit CD enthält eine Anleitung zur Achtsamkeitsmeditation und zum Body-Scan, wie sie von Dr. Jon Kabat-Zinn in der Stress Reduction Clinic entwickelt wurden.

19.04.2007 um 13:42 Uhr

Psychische Erkrankung - >Hilfreiches für schwierigere Zeiten<

Psychische Erkrankung - was not tut!

Das Thema ernsthafter psychischer Erkrankungen ist noch ein Randthema in unserer Gesellschaft. Wer mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus liegt, zeigt allen stolz seinen Gips. Wer in einer psychiatrischen Klinik war, verschweigt es meist, weil es ihm peinlich ist.  Auch über die Erfahrungen dort wird häufig nicht gern gesprochen. Das wird hoffentlich einmal nicht mehr so sein; manches tut sich ja glücklicherweise auch schon.
In die richtige Richtung weisen die "Wittenberger Thesen" des Bundesverbandes der Psychiatrie-Erfahrenen, die ich zur weiteren Verbreitung hier wiedergeben möchte.

1. "Wer gekränkt wird, wird krank. Damit Gesundung beginnen kann, muss Kränkung aufhören.
Schluss mit weiteren Verletzungen durch die Psychiatrie."
2. "Eine weite Sprache, die nicht diagnostisch einengt, sondern offen ist, verstehend."
3. "Geborgenheit tut not. Geborgenheit anstelle des Gefühls, ausgeliefert zu sein."
4. "Die Selbstheilungskräfte stärken."
5. "Jede Diagnose stigmatisiert. Statt einer Diagnose, den Konflikt erfassen. Weg mit dem Etikett 'unheilbar' "
6. "Konfliktlösung ist nur mit allen Beteiligten möglich".
7. "Verwirrt nicht die Verwirrten! Der Therapeut sollte sich als Partner zur Verfügung stellen. In Kliniken feste Bezugspersonen: ein Bezugstherapeut, ein Bezugspfleger. Die Kontinuität der therapeutischen Beziehung sichern".
8. "So früh wie möglich ist Information zu geben über das Ziel der Behandlung."
9. "Aufklärung über die Rechte des Klienten. Aufklärung darf kein einseitiger und einmaliger Akt sein."
10. "In Krisen und Not braucht jeder eine Person seines Vertrauens."
11. "Die Möglichkeit geben, sich nichtsprachlich auszudrücken."
12. "Mitgestaltung des therapeutischen Prozesses seitens des Klienten."

"Was ich auch gelernt habe in der Psychiatrie, spiegelt sich in den Wittenberger Thesen." - Atina Haberkern (Psychotherapeutin, Meditationslehrerin)