Kursbuch Lebensbalance - Texte und Weghinweise für Geist & Seele

10.04.2007 um 12:55 Uhr

" WER BIST DU ? " - >Weisheitsgeschichten<

"W e r  b i s t  d u ?" 

Eine Frau lag im Koma.
Plötzlich hatte sie das Gefühl, sie käme in den Himmel und stände vor dem Richterstuhl.
" Wer bist du? " fragte eine Stimme.
" Ich bin die Frau des Bürgermeisters", erwiderte sie.

" Ich habe nicht gefragt, wessen Ehefrau du bist, sondern wer du bist. "
" Ich bin die Mutter von vier Kindern. "
" Ich habe nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern wer du bist. "
" Ich bin Lehrerin. "
" Ich habe nicht nach deinem Beruf gefragt, sondern wer du bist. "
Und so ging es weiter.

Alles, was sie erwiderte, schien keine befriedigende Antwort auf die Frage zu sein :
" Wer bist du? "
" Ich bin eine Christin. "
" Ich fragte nicht, welcher Religion du angehörst, sondern wer du bist. "
" Ich bin die, die jeden Tag in die Kirche ging und immer den Armen und Hilfsbedürftigen half."
" Ich fragte nicht, was du tatest, sondern wer du bist."
Offensichtlich bestand die Frau die Prüfung nicht, denn sie wurde zurück auf die Erde geschickt.

Als sie wieder gesund war, beschloss sie, herauszufinden, wer sie war.
Und darin lag der ganze Unterschied.


- Anthony de Mello -

10.04.2007 um 12:38 Uhr

Über die Seele - >Texte für Geist und Seele<

Rilke - ü b e r  d i e  S e e l e

Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt
in euch ? Was, wie der Klang der Narrenschellen,
um Beifall bettelt und um Würde wirbt,
und endlich arm ein armes Sterben stirbt
im Weihrauchabend gotischer Kapellen, -
Nennt ihr das Seele ?

Schau ich die blaue Nacht, vom Mai verschneit,
in der die Welten weite Wege reisen,
mir ist : ich trage ein Stück Ewigkeit
in meiner Brust. Das rüttelt und das schreit
und will hinauf und will mit ihnen kreisen ...
Und das ist Seele.


- Rainer Maria Rilke -

09.04.2007 um 15:21 Uhr

Im Zeitalter der Sucht – Wege aus der Abhängigkeit - Bücher: Psychologie, Störungen, Therapie

Das Buch ist ein Klassiker zum Thema Süchte; es zeigt, dass neben den "stofflichen Süchten" heute eine Vielzahl nicht-stofflicher Süchte hinzu gekommen sind - und wie etwa auch Erich Fromm stellt die Autorin das Persönliche in einen gesamtgesellschaftlichen Rahmen.

Im Zeitalter der Sucht. Wege aus der Abhängigkeit.  Im Zeitalter der Sucht
– Wege aus der Abhängigkeit -  Anne Wilson Schaef (dtv)

Buchbeschreibung:
Wir leben in einem Suchtsystem - Dieser provokanten These mag mancher widersprechen, der, wenn von Sucht die Rede ist, zunächst an Drogen, Alkohol oder Tabletten denkt ...  -  jedenfalls an eine Krankheit mit unstillbarem Verlangen nach Rauschmitteln.
Die amerikanische Suchttherapeutin und Psychologin Anne Wilson Schaef definiert das Problem Sucht aber sehr viel weiter.  Neben "substanzgebundenen" Abhängigkeiten wie die von Alkohol, Nikotin oder Koffein gibt es auch "Prozessgebundene" Süchte: ein zwanghaftes Verhältnis zum Glücksspiel, zur Sexualität, zur Angst, zur Arbeit oder zur Religion. Fernsehen kann genauso zur Sucht werden wie Jogging oder Bücher-Sammeln.
All diese Fähigkeiten sind nur dann begreifbar, wenn neben der einzelnen betroffenen Person auch das gesamtgesellschaftliche System betrachtet wird, denn :  "Das Individuum trägt das System in sich."
Suchtbeziehungen sind nicht abweichendes Verhalten in unserer Gesellschaft, sondern ein Spiegel unserer zerstörerischen und krankmachenden Normen. "Die Gesellschaft verkörpert ein System, und zwar ein Suchtsystem. Es trägt alle Merkmale und vollzieht alle Prozesse, die für den Alkoholiker oder Süchtigen typisch sind.
Es funktioniert aufgrund genau derselben Mechanismen."
Wer also in einem Suchtsystem lebt, braucht selber keinen Drogenmissbrauch zu betreiben, um die Verhaltensweisen eines Drogenabhängigen zu zeigen. 
Schaef weist in einem ganzheitlichen Modell anhand zahlreicher Beispiele Wege aus der Abhängigkeit; zwar bezieht sie immer wieder auch den einzelnen Süchtigen und das Problem der Co-Abhängigkeit mit ein, doch geht es ihr hauptsächlich darum, dass die destruktiven Strukturen der "Suchtgesellschaft" abgelöst werden von einem lebensbejahenden Bewusstsein, denn "das Suchtsystem ist ein seiner Orientierung lebensfeindlich und unlebendig".

Eine Leserrezension : Ein Buch das den Puls der Zeit genau trifft.  Frau Wilson-Schaef schafft es in sehr klaren Zügen, Dingen auf den Grund zu gehen, wo sich jeder in der einen oder anderen Form wiederfinden kann und wird, wenn er den Mut hat ehrlich zu sich selber zu sein.
Weiter ist dieses Buch eine praktisch anwendbare Möglichkeit sich aus unsichtbaren Gebilden zu befreien und um sich ein sichtbares Feld zu erarbeiten. Somit kann Platz geschaffen werden - für Neues und doch schon von Anfang an Bestehendes - nämlich das Grundrecht der absoluten Freiheit in sich selbst wieder zu vereinen und damit auch zurechtzukommen.

09.04.2007 um 14:43 Uhr

Über mitgegebene Probleme - >Texte für Geist und Seele<

Das Monument: Gott

Bevor Gott seine Kinder zur Erde schickte,
gab er jedem Kinde
ein sorgfältig ausgewähltes Päckchen mit Problemen.

"Diese", versprach er und lächelte dabei,
"gehören nur dir alleine.
Niemand außer dir kann diesen Segen besitzen,
den diese Probleme dir bringen.
Und nur du hast die speziellen Talente und Fähigkeiten,
die du brauchst,
um diese Probleme zu deinen Dienern zu machen.

Nun geh zurück zu deiner Geburt
Und zu deiner Vergessenheit.
Wisse, dass ich dich über alle Massen liebe.
Diese Probleme,
die ich dir auferlege,
sind ein Symbol für diese Liebe.

Dies Monument,
das du aus deinem Leben machst –
mit Hilfe deiner Probleme –
wird ein Symbol deiner Liebe zu mir werden."

-  B. M. Jörgensen  -

08.04.2007 um 14:21 Uhr

Über Schwierigkeiten und Hemmnisse - >Texte für Geist und Seele<

Das I Ging über Schwierigkeiten und Hemmnisse

Ein Hemmnis, das nur eine Zeitlang dauert, ist von Wert für die Bildung der eigenen Persönlichkeit. Das ist der Wert der Not. …

Schwierigkeiten und Hemmnisse werfen den Menschen auf sich selbst zurück.

Während aber ein unbewusster Mensch die Schuld draußen bei Anderen sucht und das Schicksal anklagt, sucht der spirituelle Mensch den Fehler in sich selbst –
und durch dieses Insichgehen wird die äußere Hemmung für ihn ein Anlass innerer Bereicherung und Bildung.

So wendet sich der spirituelle Mensch seiner eigenen Person zu und bildet seinen Charakter.

- aus dem Buch der Wandlungen -

08.04.2007 um 13:49 Uhr

Das Kind in uns / Wie finde ich zu mir selbst - >Bücher: Psychologie, Störungen, Therapie

Der Begriff des "Kindes in uns"- des - - > inneren Kindes – gewinnt im Bereich von Therapie und Selbsthilfe zunehmend an Bedeutung. Hier ein Handbuch zum Thema.

Das Kind in uns. Wie finde ich zu mir selbst.  Das Kind in uns

- Wie finde ich zu mir selbst -  von John Bradshaw (Knaur)

Kurzbeschreibung
Viele unserer alltäglichen Probleme haben eine Wurzel: unverarbeitete Erfahrungen aus der Kindheit. Der bekannte Familientherapeut John Bradshaw zeigt, wie wir zu dem Kind, das wir einmal waren, zurückkehren können  -  um befreit mit der Kindheit abzuschließen und zu einem erfüllten Leben zu gelangen.
Ein Ratgeber, der jeden Suchenden auf dem Weg zum inneren Kind mit Hilfe von Fragebogen und Selbstauswertungen ganz praktisch begleitet.

Aus dem Buch:
Wenn die Entwicklung eines Kindes gehemmt wird – das habe ich inzwischen begriffen -, wenn Gefühle unterdrückt werden, vor allem Zorn oder Schmerz, trägt der Erwachsene später ein zorniges, verletztes Kind in sich. Und dieses Kind bestimmt unvorhersehbar das Verhalten des Erwachsenen.
Es erscheint zunächst grotesk, dass ein kleines Kind im Körper eines Erwachsenen weiterleben kann. Aber genau das meine ich.  Ich glaube, dass dieses vernachlässigte, verletzte Kind im Inneren des Menschen, das aus der Vergangenheit stammt, die Hauptursache für das menschliche Elend ist. Solange wir nicht unseren Anspruch auf dieses Kind geltend machen und es unter unsere Fittiche nehmen, wird es sich immer wieder melden und unser Leben als Erwachsene bestimmen.
– John Bradshaw -


Eine Leserrezension : Ein hilfreiches und interessantes Buch für jeden, der sich mit dem Thema beschäftigt. Es handelt sich nicht um bloße Theorie wie einige andere Bücher, da es viele praktisch durchführbare Übungen und Fragebögen enthält.  Jede Altersstufe in der Kindheit wird einzeln ausführlich beleuchtet und auf den Leser fast persönlich eingegangen. Der Autor schreibt aufgrund seiner eigenen Lebensgeschichte sehr einfühlsam. Das Buch beschäftigt einen nach einmaligem Lesen noch lange und sollte am besten immer wieder zur Hand genommen werden.

07.04.2007 um 14:45 Uhr

Fußspuren - >Weisheitsgeschichten<

F u ß s p u r e n

Eines Nachts hatte ein Mensch einen Traum.

Er träumte, er gehe, gemeinsam mit Gott, den Strand entlang.

Über dem Himmel hin leuchteten die Szenen aus seinem Leben auf.

Für jeden der Szenen bemerkte er im Sand zwei Paar Fußspuren:
die eine gehörte zu ihm selbst, die andere zu Gott.

Als die letzte Szene vor ihm aufgeleuchtet war, blickte er zurück auf die Fußspuren und bemerkte, dass lange Zeit den Weg entlang nur ein Paar Spuren im Sand zu sehen war. Er bemerkte auch, dass dies geschehen war während der schwersten und traurigsten Zeit in seinem Leben.

Das machte ihm ernstlich Kopfzerbrechen, und er fragte Gott:
"Herr, Du sagtest, als ich mich entschied, dir zu folgen, du werdest meinen ganzen Weg mitgehen. Aber ich bemerkte, dass während der schlimmsten Zeit meines Lebens nur ein Paar Spuren da waren.
Ich verstehe nicht, dass - als ich dich am meisten brauchte - du mich verlassen hast."

Gott antwortete: "Mein kostbares Kind, ich liebe dich und wollte dich niemals verlassen!
Während deiner Zeit voller Last und Leiden, als du nur ein paar Spuren gesehen hast, da habe ich dich getragen."

-Eine alte englische Legende-

06.04.2007 um 15:41 Uhr

Es gibt keine unheilbaren Krankheiten – >LeitGedanken & Meditationen zur seelischen Heilung<

Es gibt keine unheilbaren Krankheiten –
nur Menschen, die Heilung nicht zulassen.


Unheilbar – ein Schreckenswort; und ein Wort, das das Denken in der Vergangenheit mitgeprägt hat. Und das heute noch wirkt.

Es gibt keine unheilbaren Krankheiten – nur Menschen, die Heilung nicht zulassen. Dieser erste Meditations-Gedanke ist inspiriert durch Walther Lechler, einen großen Seelenarzt und Therapeuten.

Der Mensch ist ein schöpferisches Wesen und wir tragen alle Selbstheilungskräfte in uns – die neuzeitliche Therapie nennt das den "inneren Heiler". Ein Schlüssel zur Heilung ist immer, ob wir zu dieser Kraft in uns einen Zugang bekommen, einen Zugang zu ihr finden – oder ob wir sie blockieren; etwa durch tief eingefleischtes negatives Denken.

Auch bei schwersten Krankheiten im körperlich, psycho-somatischen Bereich hören wir immer mal wieder von Heilungen, die niemand für möglich gehalten hätte. Wir sprechen dann oft von einem *Wunder*. Aber ein Wunder ist ja eben ein Geschehen, das sich nicht an menschliche Vorstellungen und Erwartungen hält – und wenn es bei einem Menschen auftritt, zeigt das doch, dass es potenziell bei jedem möglich ist.

Hier geht es im Besonderen um seelische, um psychische Leiden und Erkrankungen.
Bei schwierigeren und schweren Störungen im Bereich Geist und Seele herrschte lange das Dogma von Nichtheilbarkeit.
Aber die neuere Recovery(Genesungs-)-Forschung belegt, dass psychisch kranke Menschen immer wieder – unter Bedingungen, die die Genesung fördern – gesunden.  Auch Menschen mit Psychoseneigung und an Schizophrenie erkrankte – die ganz besonders mit dem Stigma der Unheilbarkeit "gestempelt" waren.

Psychoseerkrankungen, schwere Depressionen und bipolare Störungen – aber auch Persönlichkeitsproblematiken wie Borderline, die narzisstische Störung und andere – waren bisher generell mit negativen Heilungsaussichten verknüpft. Allein diese vorherrschenden Negativ-Prognosen konnten bei den Betroffenen schon Resignation erzeugen, ein hoffnungsarmes Lebensgefühl – ein Sich-abfinden mit dem scheinbar Unabänderlichen.

Aber Erfahrungen aus Therapie und Selbsthilfe aus den letzten Jahrzehnten zeigen, dass all diese Vorstellungen von Unheilbarkeit einfach nicht auf Wahrheit beruhen.
In Erkrankungen sind Botschaften verborgen – durch Symptome will die Seele uns etwas vermitteln – und durch die Auseinandersetzung mit Krankheit kann der eigene Lebensweg auf eine tiefere Weise gefunden werden. Wir entdecken, welche Erfahrungen der Vergangenheit wir nicht verarbeitet haben, wo wir verdrängen, wo wir uns notwendigen Entwicklungsschritten verweigern.

Jede Krankheit hat die Möglichkeit eines Gesundungs-Weges in sich – eine "Störung" zeigt nur, dass wir in unserer Lebensentwicklung auf schwerwiegendere Weise gestört wurden.
Einen Gesundungs-Weg zu finden, ist allerdings nicht selbstverständlich. Es bedarf einiger Voraussetzungen und Bedingungen:

- - > Innere Bereitschaft ein Mensch muss einen Weg der Gesundung finden w o l l e n ; sich dafür entscheiden. Und er muss bereit sein, sich zu verändern. Gewohntes hinter sich zu lassen – zu gehen, wohin dieser Weg ihn führt.

- - > Lebensrichtige Einstellung – Wir müssen uns klar werden, dass sehr viele der vorherrschenden Sichtweisen über die betreffenden Erkrankungen wahrscheinlich nicht stimmen – dass unsere Störung nicht "unser Feind" ist – dass sie uns "etwas lehren" kann.
Dass sogar "Geschenke" in ihr verborgen sind – wenn wir die Herausforderung, uns mit ihr auseinanderzusetzen, annehmen. Und dass in unserer Seele ein Teil ist, der - - > den Weg kennt. Unser "innerer Heiler".

- - > Unterstützung – Menschen brauchen Menschen. Um aus den bisherigen „Fallen“ heraus zu kommen, wirst du wahrscheinlich Therapie brauchen, Selbsthilfegruppen, vielleicht eine Klinik.
Menschen, die ähnliche Schwierigkeiten kennen, können meist ja viel mehr Weggefährten sein, als andere. Auch mehr "seelenverwandte" Menschen werden so häufig gefunden.

- - > Spiritualität. Dieser Punkt kann hier natürlich nur vorgeschlagen werden. Jede echte Spiritualität kommt von innen – sie darf niemals von aussen aufgedrängt werden.
Viele Menschen entwickeln im Verlauf ihrer Gesundung eine spirituelle Lebensorientierung, die sie zunehmend als Kraftquelle empfinden. Als Quelle, immer neu Hoffnung zu schöpfen. Aber Spiritualität wirkt nur heilsam, wenn es unsere *ureigene* ist – wenn sie uns innerlich freier macht. Jede dogmatische Religion, die Gefühle von Unfreiheit erzeugt, hindert eher die Genesung.

Noch ein letzter Gedanke :
Je schwerwiegender eine seelische Erkrankung ist, je tiefer sie wurzelt, je früher sie in der Kindheit entstanden ist … und natürlich auch, je mehr sie mit Traumas verbunden ist –
- desto länger kann natürlich möglicherweise auch die Genesung dauern. Die Heilung ist dann oft ein Langzeitprozess.
Und wir müssen vielleicht auch einen Lebensstil finden – der weniger den Vorstellungen des "Ego’s" entspricht – sondern mehr dem, was die Seele in uns will.

Wenn wir bereit sind, die Bedingungen des eigenen Schicksals anzunehmen – dann ist immer die Möglichkeit für einen Gesundungs-Weg gegeben; welche Schwierigkeiten auch immer uns mitgegeben sind.
"Schicksal " ist keine festgelegte Grösse. Das Schicksal annehmen eröffnet einen Weg, dass es  s i c h  w a n d e l n  kann.

06.04.2007 um 13:20 Uhr

Die Wunde der Ungeliebten - >Bücher: Psychologie, Störungen, Therapie<

Die Wunde der Ungeliebten  Die Wunde der Ungeliebten. (7104 723). Blockierung und Verlebendigung der Liebe.
/ Blockierung und Verlebendigung der Liebe -  von Peter Schellenbaum (dtv)

Kurzbeschreibung:
Ungeliebte meinen sich von aller Welt verlassen. Dass sie sich selbst verlassen, wissen sie nicht. Sobald wir aber begreifen, dass der springende Punkt nicht im Verlassen werden durch andere, sondern in der Selbstverlassenheit, in der Absonderung vom eigenen Wesen liegt, fangen wir an, die Blickrichtung zu ändern.

Kurze Zusammenfassung:
In einer Zeit wachsender Isolierung fühlt sich jeder Mensch in bestimmten Aspekten seiner Persönlichkeit unverstanden, allein gelassen und ungeliebt. Meist hat er bereits in seiner Kindheit traumatische Erfahrungen mit der Liebe gemacht. Diese frühen Wunden des Ungeliebtseins werden durch jede neue Erfahrung, nicht geliebt zu werden, neu aufgeschürft. Das Leben verarmt zu sterilem Selbstmitleid, das abhängig macht von der Liebe der anderen. Die eigene Liebesfähigkeit ist blockiert, wir kommen gar nicht dazu, lieben zu lernen und uns selbst in unserem Ungeliebtsein anzunehmen. Aus diesem Teufelskreis möchte der bekannte Psychotherapeut Peter Schellenbaum uns herausführen, »denn nicht die Liebe eines anderen Menschen kann uns letztlich von frühem Ungeliebtsein heilen, sondern die Liebe, die wir uns im Fluß zugewandter Aufmerksamkeit selber geben«.
In den vier Teilen seines Buches - Ungeliebt, Verstehen, Spüren, Befreien - zeigt der Autor an vielen Beispielen
aus seiner Praxis, aber auch aus Literatur, Mythologie und Philosophie den Weg, auf dem es uns gelingen kann,
den eigenen Lebensschwung zu aktivieren, die Blockierung aufzulösen und damit unsere Liebesfähigkeit lebendig werden zu lassen.

Eine Leserrezension - >schmerzhaft aber wahr<
Ich habe meiner Überschrift schmerzhaft aber wahr gegeben, weil dieses Buch beeindruckt. Der Autor versteht es anhand von vielen therapeutischen "Fällen" und auch durch seine eigenes Erleben zu zeigen, wie Ungeliebte fühlen und damit sich in ihrem Leben selbst schädigen. Dadurch wirken seine Ausführen authentisch. Er zeigt Wege, dieses Ungeliebtsein zu verstehen und anzunehmen, was aber keineswegs leicht ist. Das muss man wissen. Dieses Buch ist hilfreich für jeden, der ernsthaft gewillt ist, sein Leben zu verändern, seine Geschichte zu verstehen und Konsequenzen zu vollziehen. Die Wahrheit tut weh, das zeigt dieses Buch aber nur die Wahrheit kann der Wegbereiter zu sich selbst und zur Eigenliebe sein.
Ein Buch für jeden, der erwachsen werden will.

Peter Schellenbaum ist Psychotherapeut und ursprünglich jung’scher Analytiker. Um Geist, Seele und Körper ganzheitlicher einzubeziehen, gründete das Institut für Leib-Psychotherapie.

05.04.2007 um 10:43 Uhr

Vom Glück, sich selbst zu lieben - >Bücher: Psychologie, Störungen, Therapie<

Vom Glück, sich selbst zu lieben Vom Glück, sich selbst zu lieben
/ Wege aus Angst und Depression -  Heinz-Peter Röhr (Walter Verlag)

Kurzbeschreibung
Viele Menschen passen sich den gesellschaftlichen Forderungen an, um durch materiellen und beruflichen Erfolg in unserer Konsum- und Fun-Gesellschaft glücklich zu werden. Häufig klagen jedoch diejenigen, die nur für dieses unbeständige äußere Glück leben, über das Gefühl innerer Leere.
Viele von ihnen geraten in Beziehungskrisen, leiden unter Ängsten oder werden depressiv. Andere flüchten sich in die Arbeit oder greifen zu Suchtmitteln.
Der erfahrene Psychotherapeut Heinz-Peter Röhr zeigt anhand des Märchens "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" auf, daß diese Menschen sich selbst nicht lieben können und beginnen, sich gering zu schätzen. Gelingt es, das innere negative Selbstbild zu erkennen, kann es durch ein positives ersetzt werden. Dadurch lösen sich innere Blockaden und ein neues Lebensgefühl kann entstehen.

Das einfühlsame Buch hilft, wieder Vertrauen in das eigene Schicksal zu gewinnen. Es ist ein unterstützender Begleiter auf dem Weg zu Lebensfreude und dauerhaftem Glück.

Der Verlag über das Buch:  Ein Schlüssel zum wahren Lebensglück. Der renommierte Psychotherapeut Heinz-Peter Röhr zeigt eindrucksvoll, wie wir durch einen anderen Umgang mit uns selbst unser inneres Lebensglück wiedergewinnen können.  Zahlreiche Fallbeispiele und Übungen zur Selbsthilfe.

04.04.2007 um 16:50 Uhr

EINE NEUE SPIRITUALITÄT FÜR DAS 21. JAHRHUNDERT

Ich blicke voller Hoffnung in die Zukunft der Menschheit,
weil ich glaube, dass sich Wissenschaft und Spiritualität
bei uns auf wunderbare Weise annähern.

Und ich glaube, dass wir dann,
wenn wir diese zwei großen Einflüsse zusammenbringen,
das Herz (das Mitgefühl und die Liebe)
und den Kopf (das Wissen) besitzen, um zu wissen, was zu tun ist.

- Mairead Corrigan Maguire -

03.04.2007 um 15:16 Uhr

Die volle Tasse - >Weisheitsgeschichten<

Es war einmal ein westlicher Professor der Philosophie. Er reiste zu einem Zen-Meister, um ihn nach Gott, der Unendlichkeit, der Meditation und vielem anderen zu befragen.

Der Meister hörte sich schweigend all die Fragen des Mannes an.
Nach einer Weile sagte er:  "Du hast eine weite Reise hinter dir und du siehst müde aus.
Ich werde dir eine Tasse Tee machen."
Während der Meister den Tee zubereitete, brannte der Professor vor Ungeduld.  Er war schließlich nicht zum Teetrinken gekommen, sondern um Antworten auf alle seine Fragen zu bekommen! Wahrscheinlich war dieser
Zen-Meister gar kein weiser Mann und wollte nun nur Zeit gewinnen.  Sollte seine Reise gar umsonst gewesen sein?

Und als er schon fast am Aufstehen war, kam der Meister mit dem Tablett, auf dem der frisch gebrühte Tee stand.
So entschied der Professor, den Tee zu trinken und erst dann zu gehen.
Der Meister nahm die Kanne und begann dem Professor Tee in seine Tasse einzuschenken. Schnell war die Tasse voll und der Tee lief über den Rand und über die Untertasse.

"Halt, Sie Narr! Was tun Sie denn da? Sehen Sie denn nicht, dass die Tasse voll ist? Und dass auch die Untertasse bereits übergelaufen ist?"
Da lächelte der Meister und sprach: "Und genau so ist es mit dir. Dein Verstand ist wie diese Tasse: überfüllt mit Fragen.  Selbst wenn ich dir Antworten geben würde, hätten sie gar keinen Platz mehr in deinem Kopf, denn es
passt dort genauso wenig hinein wie in diese Tasse.
Geh also und leere deine Tasse. Und komm wieder, wenn Platz in dir ist."

- Zen-Geschichte, umgeschrieben -

03.04.2007 um 11:07 Uhr

Der innere Heiler - >Hilfreiches für schwierigere Zeiten<

Immer hilfreich in schwierigeren Zeiten ist es, sich immer wieder bewusst zu machen,
dass in jedem Menschen - in jedem von uns – »Selbstheilungskräfte« sind und wirken.
Selbstheilungskräfte, die wir blockieren können durch negatives Denken; und die wir aktivieren können – schon allein, indem wir uns ihre Existenz ins Bewusstsein rufen, unsere Aufmerksamkeit darauf lenken.
Es gibt einen Bereich in der Seele – einen Teil in uns – der oft als "innerer Heiler", manchmal auch als "innerer Therapeut" bezeichnet wird. Dieser Teil >weiss<, was uns fehlt .. was heilt .. und welcher Weg für den Betreffenden "der Richtige" ist.
Auf dem Weg, zu gesunden – von was auch immer – ist es auf jeden Fall heilsam – mit dem Seelenanteil in Fühlung zu kommen, der "Der Innere Heiler" genannt wird.

In einem »Interview«  mit dem Theologen, Arzt und Psychoanalytiker

Eckhart Frick habe ich einige recht gute Aussagen zu diesem Thema gefunden.    

Der  » i n n e r e  H e i l e r «     Blüte der Akelei
            Frage :  Hat jeder einen inneren Heiler ?    

Frick : Mit C. G. Jung gesprochen, hat jeder ihn im eigenen Unbewussten. Aber er ist nach aussen projiziert auf mächtige Ärzte oder Gurus. Wenn ich diese Projektion zurücknehme, entdecke ich in meiner Tiefe, was mich selber aufstehen lässt. Ich entdecke aber auch den kleinen inneren Saboteur, der das immer wieder unmöglich macht.

Doch ich muss nicht nach aussen gehen, um den Heiler zu entdecken, weil ich ihn auch in mir finden kann.

Frage : Wie komme ich in Kontakt mit dem inneren Heiler
?

Frick : Ich muss mehr ich selbst und damit auch beziehungsfähiger werden. Das ist eine Entwicklung, die diesen inneren Heiler wach werden lässt und die ihn mit dem äusseren Heiler, den ich vielleicht ebenfalls brauche, zusammenarbeiten lässt.

Jeder so genannte Patient hat ein ganz tiefes Wissen über Heilung – was die klassische Medizin oft gar nicht hören will.
Aber jeder Leidende hat in der Tiefe auch Ansätze für die Fähigkeit, wieder gesund zu werden. Diese Ressource gilt es zu entdecken.

02.04.2007 um 14:37 Uhr

Denk dich frei - >Bücher als Wegbegleiter<

Ein Buch, das ein Lebens"reisebegleiter" durch das Jahr sein kann.

Denk dich frei!  Denk dich frei – Tägliche Meditationen
  gegen die Sorgen des Alltags -  von Anne Wilson-Schaef (Heyne)

Aus der Buchbeschreibung: Tägliche Meditationen, die uns helfen, unsere Ängste und Sorgen zu überwinden und dem Leben mit einem Lächeln zu begegnen.   Anne Wilson-Schaef inspiriert uns, unserer inneren Stimme zu folgen und mit Vertrauen in die Zukunft zu blicken. –

Anne Wilson-Schaef ist die Autorin von Bestsellern wie "Im Zeitalter der Sucht - Wege aus der Abhängigkeit" und "Nimm dir Zeit für dich selbst".  Sie ist Mitbegründerin des Woman's Institute of Alternative Psychotherapy und entwickelte den - - > "Leben im Prozess"- Heilungsansatz.

In den Meditationen geht’s natürlich um die verschiedensten Lebensthemen –  hier eine Kostprobe.

DER STIMME DES HERZENS FOLGEN

Achte sorgfältig darauf, wohin dein Herz dich zieht, und dann entscheide dich für diesen Weg mit all deiner Kraft.
Chassidisches Sprichwort

In diesen Tagen hören wir oft, dass man seinem Glück folgen soll. Leichter gesagt als getan.
Man muss schon genau auf die Stimme des Herzens achten, um zu merken, in welche Richtung sie einen zieht. In der Familie und in der Schule wird uns dieses Verhalten kaum beigebracht. Im Grunde wissen wir viel mehr darüber, was wir tun sollten, was wir nach Meinung der anderen tun müssen und was wir tatsächlich zu tun haben, als darüber, wohin das Herz uns führt.
Falls wir in diesem Bereich einiges nachzuholen haben, müssen wir erst ein paar kleine Schritte machen, ehe wir uns dann ganz jenen Wegweisungen widmen, die von tief innen kommen. Wir können mit leichten Fragen beginnen …
Zum Beispiel : Welche Farben stehen mir besonders gut? Welche Nahrungsmittel bevorzuge ich? Welche Art von Büchern und von Musik möchte ich demnächst lesen und hören?
Nachdem wir so ein wenig trainiert haben, halten wir inne und fragen uns : Mit wem würde ich gerne meine Zeit verbringen? Welche Menschen tun meiner Seele gut? Dann und nur dann sind wir vielleicht bereit, zu größeren, lohnenderen Aufgaben überzugehen.

Der Stimme des Herzens zu folgen mag einige vorbereitende Maßnahmen erforderlich machen – sowie die Abkehr von einigen eingefleischten Gewohnheiten.
Aus : Denk dich frei - Anne Wilson-Schaef (Heyne)

02.04.2007 um 13:08 Uhr

Über Glauben und Wahrheit - >Texte für Geist und Seele<

Über Glauben und Wahrheit

Glaube nichts auf blosses Hörensagen hin;
glaube nicht an Überlieferungen,
weil sie alt und durch viele Generationen
bis auf uns gekommen sind;
glaube nichts aufgrund von Gerüchten,
oder weil die Leute viel davon reden;
glaube nicht, bloss weil man dir das geschriebene
Zeugnis irgendeines alten Weisen vorlegt.

Glaube nie etwas, weil Mutmassungen dafür
sprechen oder weil langjährige Gewohnheit
dich verleitet, es für wahr zu halten;
glaube nichts auf die blosse Autorität
deiner Lehrer und Geistlichen hin.

Was nach eigener Erfahrung und
Untersuchung mit deiner Vernunft übereinstimmt
und zu deinem eigenen Wohle und Heile
wie zu dem aller anderen Wesen dient,
das nimm als Wahrheit an und lebe danach.

- Gautama Buddha -

01.04.2007 um 10:40 Uhr

Über die Liebe - >Texte für Geist und Seele<

Ü b e r  d i e  L i e b e

Pflicht ohne Liebe macht verdriesslich
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Ordnung ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht grausam
Ehre ohne Liebe macht hochmütig
Besitz ohne Liebe macht geizig
Glaube ohne Liebe macht fanatisch

- aus dem T a o T e K i n g -

01.04.2007 um 10:34 Uhr

Ohne Worte - >Meister Egbert<

"Die Dinge laufen nicht so, wie ich es mir vorstelle! "
sagte ein Besucher des Kontemplations-Zentrums.
Seine Stirn hatte sich in Falten gelegt.

"Dann stell dir etwas anderes vor."
gab Meister Egbert zur Antwort.