Kursbuch Lebensbalance - Texte und Weghinweise für Geist & Seele

29.08.2007 um 17:19 Uhr

Co-Abhängigkeit – eine weit verbreitete Beziehungsstörung

Co-Abhängigkeit – eine weit verbreitete Beziehungsstörung

Co-Abhängigkeit ist eine Beziehungsstörung in dem Sinne, dass Menschen sich
in schädlicher und ungesunder Weise von anderen Menschen abhängig machen.
Man/frau neigt dazu, andere Menschen (Partner, Eltern, Kinder, Verwandte, Freunde,
Bekannte, Kollegen usw.) als einzige Quelle der eigenen Identität, des eigenen Wertes
und des eigenen Wohlbefindens zu benutzen.

Der Begriff Co-Abhängigkeit ist abgeleitet von "Co-Dependency" -  

!   In erster Linie sind Personen gemeint, die ein zwanghaftes Bedürfnis nach Zuwendung,
Aufmerksamkeit und Bestätigung haben und ihr gesamtes Selbstwertgefühl von den Reaktionen
ihrer Umwelt abhängig machen.

!   Häufig wird er im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen verwendet, dort bezieht er sich
auf Menschen, die mit Abhängigen zu tun haben, als Angehöriger, Freund oder professioneller Helfer.
In Fachkreisen wird auch von "Angehörigen von Suchtkranken" gesprochen.

!   Ferner wird der Begriff häufig in Verbindung mit Beziehungssucht, Romanzensucht und Sexsucht
verwendet.

Bei allen drei Gruppen gibt es untereinander Überschneidungen.
Co-Abhängige müssen aber weder in Beziehungen leben noch müssen ihre Angehörigen Suchtproblematiken aufweisen.


Symptome von Co-Abhängigkeit

Co-Abhängige orientieren sich in ihrem Handeln an anderen.
Manche Co-Abhängige machen andere Menschen zum Mittelpunkt ihres Lebens.
Ihr eigenes Leben scheint ihnen unbedeutend und langweilig. Das Gefühl von Bedeutung
erfahren sie in den Reaktionen ihrer Umwelt.  Sie sind süchtig nach Anerkennung und
opfern alles dafür, was bis zur völligen Selbstverleugnung gehen kann.
Es wird immer die Opferrolle in Beziehungen (zu Partnern, Kollegen, Familienangehörigen und anderen)
gesucht; meist eine Helfer-Rolle in aussichtsloser Position.
So kommt es häufig vor, dass Co-Abhängige in Beziehungen zu süchtigen Menschen geraten, die sie "retten"
wollen.  Dabei sehen sie sich meist als Märtyrer.  Nicht selten ketten sie ihr eigenes Schicksal an das eines
Anderen, möglichst ein "Verlierer", mit dem sie dann mit „Wehenden Fahnen“ untergehen können.
So kommt es z. B. zur völligen Überschuldung bei dem Versuch, einem Heroin-Süchtigen zu helfen, oder
zum Burnout bei dem Versuch, die Firma durch Überstunden und völlige Verausgabung zu retten.

Da die Co-Abhängigkeit auch eine psychosomatische Erkrankung ist, können die
körperlichen Symptome sehr vielfältig sein.  Zum schon erwähnten Burnout über Adipositas
(Fettsucht), Migräne, Beziehungssucht, Magersucht und Angstneurosen gibt es vielfältige Formen. 
Häufig ist es sehr schwer, die eigentliche Problematik dahinter zu erkennen.

Hilfreiches bei CoAbhängigkeit

CoDa – eine 12 Schritte Selbsthilfegruppe für gesunde Beziehungen
- - >
http://www.coda-deutschland.de/tool-oea-de.htm

"Ich bin co.de" – ein Web-Forum zum Thema Coabhängigkeit
- - >
http://www.ich-bin-co.de/index.php?PHPSESSID=79b3ab730b352a5e672b546584c1bb5a&

Ein Selbsthilfe-Board im 12 Schritte Forum
- - >
http://forum.zwoelf-schritte.de/index.php?board=13.0

Das Selbsthilfe-Thread : Symbiotische Beziehungen – gesunde Beziehungen
- - >
http://forum.zwoelf-schritte.de/index.php?topic=892.0

27.08.2007 um 15:17 Uhr

Gedanken zur Besinnung - von Paulo Coelho (1)

Gedanken zum Innehalten  -  von Paulo Coelho   - 1 -

Sie hatte herausgefunden,
dass es zwei Dinge gibt, die einen Menschen daran hindern, seine Träume zu verwirklichen: der Glaube, sie seien ohnehin unerfüllbar, oder wenn diese durch eine unerwartete Drehung des Schicksalsrades plötzlich doch erfüllbar werden.   In solchen Augenblicken bekommt man Angst vor einem Weg, von dem man nicht weiß, wohin er führt, vor einem Leben voller unbekannter Herausforderungen, davor,  dass vertraute Dinge für immer verschwinden könnten.
- Paulo Coelho, Der Dämon und Fräulein Prym

Der Mensch will immer, daß alles anders wird, und gleichzeitig will er, daß alles beim alten bleibt.
- Paulo Coelho, Der Dämon und Fräulein Prym

Die barmherzige Seele zu spielen war nur etwas für die, die Angst hatten, im Leben Stellung zu beziehen. Es ist immer einfacher, an die eigene Güte zu glauben, als den anderen die Stirn zu bieten und für die eigenen Rechte zu kämpfen.  Es ist immer einfacher, eine Beleidigung stillschweigend hinzunehmen, als den Mut aufzubringen, gegen jemand Stärkeren zu kämpfen.
- Paulo Coelho, Der Dämon und Fräulein Prym

Das Leben kann, je nachdem, wie wir es leben, kurz oder lang sein.
- Paulo Coelho, Der Dämon und Fräulein Prym

Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert.
- Paulo Coelho, The Alchimist (Der Alchimist)

Denn alle Menschen haben immer genaue Vorstellungen davon, wie wir unser Leben am besten zu leben haben. Doch nie wissen sie selber, wie sie ihr eigenes Leben am besten anpacken sollen.
- Paulo Coelho, The Alchimist (Der Alchimist)

Wenn alle Tage gleich sind, dann bemerkt man auch nicht mehr die guten Dinge, die einem im Leben widerfahren.
- Paulo Coelho, The Alchimist (Der Alchimist)

Ich bin wie alle Menschen : Ich sehe die Welt so, wie ich sie gerne hätte, und nicht so, wie sie tatsächlich ist.
- Paulo Coelho, The Alchimist (Der Alchimist)

Wenn du etwas ganz fest willst,  dann wird das Universum darauf hinwirken, daß du erreichen kannst.
- Paulo Coelho, The Alchimist (Der Alchimist)

Die Entscheidungen waren nur der Anfang von etwas.
Wenn man einen Entschluß gefaßt hatte, dann tauchte man damit in eine gewaltige Strömung, die einen mit sich riß, zu einem Ort, den man sich bei dem Entschluß niemals hätte träumen lassen.

- Paulo Coelho, The Alchimist (Der Alchimist)

26.08.2007 um 14:45 Uhr

Ich-bin-co.de - Ein Forum zu Co-Abhängigkeit und Beziehungssucht

Viele Menschen neigen heute dazu, sich in Beziehungen in ungesundem Maße abhängig zu machen, beziehungssüchtiges Verhalten zu entwickeln.  Nicht wenige von uns sind aufgrund schwieriger
Erfahrungen in Kindheit und Vergangenheit nicht mehr in der Lage, gesunde Beziehungen einzugehen
und aufrechtzuerhalten.

Ich-bin-co.de  -  Gesunde Beziehungen lernen

»Ich-bin-co.de« ist ein junges Selbsthilfe - Forum, in dem
die Teilnehmer Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen,
um von Co-Abhängigkeit und Beziehungssucht zu genesen
Gute 24 Stunden ! 

Das Forum orientiert sich an den 12 Schritten der - - > 12 Schritte Selbsthilfegruppen

»Co-Abhängigkeit« ist eine Beziehungsstörung in dem Sinne, dass wir uns in schädlicher
und ungesunder Weise von anderen Menschen abhängig machen.  Wir neigen dazu,
andere Menschen (Partner, Eltern, Kinder, Verwandte, Freunde, Bekannte, Kollegen usw.)
als einzige Quelle unserer Identität, unseres Wertes und unseres Wohlbefindens
zu benutzen. 

Hier der Link zu »Ich-bin-co.de« - - > http://www.ich-bin-co.de/index.php?   
 PHPSESSID=79b3ab730b352a5e672b546584c1bb5a&
Herein schauen lohnt sich  Fröhlich

24.08.2007 um 14:43 Uhr

Gewaltfreie Kommunikation - die friedvollere Art, sich auseinanderzusetzen -1-

Gewaltfreie Kommunikation  
- die friedvollere Art, sich auseinanderzusetzen   - 1 -

In einem mir sympathischen Internet-Forum – in dem im Grunde Menschen sind, die 
den Wunsch und Anspruch haben, respektvoller und achtsamer miteinander umzugehen –
habe ich gerade Konflikte erlebt –
und konnte beobachten, wie schwer sich Viele von uns tun, mit Konflikten umzugehen;
wie leicht es zu Kränkungen kommt, zu einem »Kampsverhalten«, wie wenn man/frau "im Krieg" wäre …
genau so aber auch zu einem Sich-verletzt-fühlen, wo der Andere gar nicht verletzt hat; einem re-agieren,
das aus ganz alten (Kindheits-)Verletzungen herrührt.

Solche Situationen haben immer auch die »Chance« in sich: zu lernen.
Wir alle kennen das wahrscheinlich, wenn wir mit Anderen aneinander geraten – auch in der Familie, in Partnerschaften, Freundschaften .. im Arbeitsbereich …
Und wir sind Teil einer Menschheit, in der streiterische Auseinandersetzungen (leider) noch immer sogar
in form von Kriegen ausgetragen werden.
Die Chance ist – im Kleinen, im eigenen Leben – eine friedvollere, weniger aggressiv
geprägte Form der Auseinandersetzung selbst zu lernen und zu praktizieren.
Eine friedvollere Welt, die viele Menschen sich wünschen, kann ja nur wirklich werden –
wenn wir selber – quasi »von unten» – damit anfangen.

Eine Methode – und gleichzeitig Lebensart – auf friedvollere Weise zu kommunizieren und zwischenmenschliche Probleme zu lösen, ist die Gewaltfreie Kommunikation, die Marshall Rosenberg entwickelt hat.
Sie kann ganz konkret – im eigenen Alltag angewendet werden.
Ich möchte sie im folgenden – in mehreren Beiträgen – vorstellen.
Ausführlicher im Weblog - - > 
 Gutes Leben Webzeitschrift  -
Rubrik: Zwischenmenschlich - neue Wege, andere Wege - - > http://www.blogigo.de/gutesleben

Zu Beginn einige Gedanken daraus :
Wir betrachten unsere Art zu sprechen vielleicht nicht als "gewalttätig", dennoch führen unsere Worte
oft zu Verletzung und Leid - bei uns selbst oder bei anderen.  Die Gewaltfreie Kommunikation hilft uns
bei der Umgestaltung unseres sprachlichen Ausdrucks und unserer Art zuzuhören.
Aus gewohnheitsmäßigen, automatischen Reaktionen werden bewusste Antworten.
Wir werden angeregt, uns ehrlich und klar auszudrücken und gleichzeitig anderen Menschen unsere
respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn wir die Gewaltfreie Kommunikation in unseren Interaktionen anwenden, ob mit uns selbst,
mit einem anderen Menschen oder in einer Gruppe, kommen wir an eine Tür, die auf allen Ebenen
der Kommunikation, in allen Altersklassen und in den unterschiedlichsten Situationen im Beruf,
im Privatleben und auf dem politischen Parkett erfolgreich geöffnet werden kann.

Die Gewaltfreie Kommunikation ist die verlorene Sprache
der Menschheit, die Sprache
eines Volkes, das rücksichtsvoll miteinander umgeht und die Sehnsucht hat, in Balance
mit sich selbst und anderen zu leben.

Eine Information über die GfK - - >
http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation
Gewaltfreie Kommunikation in Deutschland - - > http://www.gewaltfrei.de/gk802/0417963.php?1=14&2=0

16.08.2007 um 17:22 Uhr

Elisabeth Kübler-Ross – Interview mit der international bekannten Sterbeforscherin - 4 -

Elisabeth Kübler-Ross –
  Über Tod und Leben, Schutzengel und die *andere Seite* Engel-Herz »Serenity – Heitere Gelassenheit«


Interview mit der international bekannten Sterbeforscherin  - 4 -


Franz Alt :
Tod und Sterben sich noch immer tabuisiert. Warum ist das so? Das ist doch schon deshalb überraschend,
weil es jeden betrifft.
Elisabeth Kübler-Ross :
Da haben Sie recht. Das ist doch ein echter Blödsinn.  Man wird so blöd erzogen.  Beim Tod werden noch
die Kinder weggeschickt. Das ist einfach lächerlich. Aber es gibt Fortschritte in Richtung Ent-Tabuisierung.

Franz Alt :
Was ist denn Ihre Hoffnung, wenn Sie an die Zukunft der Menschheit denken?
Elisabeth Kübler-Ross :
Dass wir lernen, friedlich zu leben.  Schwarze und Weiße und alle Religionen.
Es ist doch ekelhaft und unchristlich, wenn sich in Irland noch immer Protestanten und Katholiken
gegenseitig hassen und umbringen.

Franz Alt :
Ihr großes Verdienst ist, Frau Kübler- Ross, dass Sie weltweit Tod und Sterben zum Thema gemacht und enttabuisiert haben.  Sind Sie zufrieden mit Ihrem Leben?
Elisabeth Kübler-Ross :
Ja, ich kann mich nicht beklagen.  Die Fortschritte kommen freilich viel zu langsam.
Wenn ich das sehe, bin ich sofort wieder ungeduldig.  Aber Sie wissen ja : Ich muss Geduld lernen,
damit ich endlich in Ruhe sterben kann.

Franz Alt :
Warum fällt Ihnen die Geduld haben so schwer.
Schweizer und Schweizerinnen sind doch von Natur aus keine ungeduldigen Draufgänger?
Elisabeth Kübler-Ross :
Ich bin wahrscheinlich vom Tessin, dort sind die Leute sehr ungeduldig.
Ich will aber jetzt endlich sterben.

Franz Alt :
Haben Sie noch einen Wunsch?
Elisabeth Kübler-Ross :
Nein: Ich habe alles erledigt. Jetzt meinen an meinem 75. Geburtstag habe ich noch mal meine Heimat
besucht, meine früheren Spielkameraden getroffen und meine Zwillingsschwestern.
Ich wurde Ehrenbürgerin meines Heimatdorfes Meilen. Aber jetzt reicht"s endgültig. Ich fliege zurück
nach Phönix und will dort in der Wüste in meinem Schweizer Haus sterben.  Ich will so schnell
wie möglich hinüber.

Franz Alt :
Sie haben überhaupt keine Angst vor dem Tod?
Elisabeth Kübler-Ross :
Nein, überhaupt nicht. Ich lernte schon als kleines Kind beim Tod eines Nachbarn, dass der Tod
die natürlichste Sache der Welt ist.  Der Mann war vom Baum gefallen.  Dieser Nachbar hatte sich
von uns allen würdig verabschiedet - ohne jedes Theater ist er friedlich gestorben.

Franz Alt :
Woher kommt die weitverbreitete Angst vor dem Sterben?
Elisabeth Kübler-Ross :
Das ist hauptsächlich die falsche Erziehung. Wenn in Amerika ein Hund gestorben ist, kaufen die Eltern
oft und ganz rasch einen ähnlich aussehenden neuen Hund.  Die Kinder sollen ja nichts merken.
Als ob diese Lüge helfen würde!

Das ist weniger Angst als vielmehr Dummheit und sie wissen ja, gegen Dummheit kämpften Götter
selbst vergebens.  Dieses deutsche Sprichwort habe ich nach 40 Jahren USA noch in Erinnerung.
Ich freue mich, Sie bald in den Po zwicken zu dürfen - (lacht sehr lange!).

Franz Alt :
Ich bin gespannt, ob das klappt und bedanke mich herzlich bei Ihnen.

Das Interview führte Franz Alt mit Elisabeth Kübler-Ross aus Anlass ihres 75. Geburtstags,
den sie mit ihren beiden Trillingsschwestern Eva und Erika feierte.
Quelle : 
http://www.sonnenseite.com/index.php?flash=true

13.08.2007 um 16:30 Uhr

Elisabeth Kübler-Ross – Über Tod und Leben, Schutzengel und die *andere Seite*

Elisabeth Kübler-Ross –
  Über Tod und Leben, Schutzengel und die *andere Seite* Engel-Herz »Serenity – Heitere Gelassenheit«

Interview mit der international bekannten Sterbeforscherin   - 3 -


Franz Alt :
Hat Jesus eine Botschaft für die heutige Welt oder nur persönliche Botschaften?
Elisabeth Kübler-Ross :
Das frage ich ihn nicht.  Ich will keine Prophezeiungen machen.  Politisches Zeug frage ich nicht.
Wichtig ist, dass wir weniger habgierig werden.  Habgier ist das Hauptproblem unserer Zeit.

Franz Alt :
Sie bezeichnen sich als Schülerin der Sterbenden. Was haben Sie von Sterbenden am meisten gelernt?
Sie haben ja Hunderte beim Sterben begleitet.
Elisabeth Kübler-Ross :
Kleine Kinder, Sterbende und Geisteskranke sind die ehrlichsten Menschen. Diese drei Gruppen sagen
immer die Wahrheit. Heuchelei und Unehrlichkeit ekeln mich an. Sterbende aber sind absolut ehrlich.
Deshalb arbeite ich mit ihnen am liebsten.

Franz Alt :
Was passiert beim Sterben?
Elisabeth Kübler-Ross:  Das ist ein wunderschönes Erlebnis.
Ich sage Ihnen, wenn es bei mir vorbei ist. Ich komme zu Ihnen, wenn ich tot bin und zwicke Sie in den Po -
(lacht schon wieder!).

Franz Alt :
Ist das ein Versprechen?
Elisabeth Kübler-Ross :
Ja, ich gebe Ihnen und all meinen Bekannten ein Zeichen.  Ich zwicke Euch.

Franz Alt :
Eine Ihrer Botschaften heißt: Lasst uns das Sterben menschlicher gestalten.  Was meinen Sie damit?
Elisabeth Kübler-Ross :
Da gab es große Fortschritte in den letzten 30 - 40 Jahren. Damals hat man mit den Sterbenden gar nicht
über das Sterben geredet. Man hat sie abgeschoben und nicht einmal ausreichend Schmerzmittel gegeben.
Das ist heute anders und besser.

Wer heute übers Sterben sprechen möchte, findet garantiert ein Hospiz.  Alles ist einfacher.
Sie bekommen in jedem Hospital ausreichend Schmerzmittel ohne dabei doof zu werden.  Sie können
in einem Hospiz oder auch zu Hause sterben.  Endlich gibt es eine freie Wahl wie ich heute sterben will.

Franz Alt :
Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung?
Elisabeth Kübler-Ross :
In den USA ja - da haben wir heute 2.500 Sterbehospize.  In Europa sind es noch zu wenig
und in der Schweiz haben wir ganz wenige; erst zwei oder drei.

Franz Alt :
Ein authentisches Leben ist die beste Voraussetzung für ein gutes Sterben, schreiben Sie.
Was ist denn authentisches Leben und was ist gutes Sterben?
Elisabeth Kübler-Ross :
Keine süße vordergründige Höflichkeit, sondern authentisch, so wie man es fühlt, leben, ehrlich leben!
Wer das tut, stirbt entsprechend.  Sie sterben so wie Sie gelebt haben.

Ein Beispiel für Authentizität: Wenn ich hier in Europa gefragt werde, was ich vom USA-Präsidenten halte,
dann sage ich offen und ehrlich : Er ist ein Arschloch.
Ein starkes Wort : Es ist aber eine authentische Aussage.

Franz Alt :
Sie haben mir gesagt, der Tod ist kein Tod, sondern ein Übergang.  Ein Übergang wohin?
Elisabeth Kübler-Ross :
So ist es. Der Tod ist ein Übergang in ein anderes Leben. Den Körper lassen Sie zurück, aber das Bewusstsein
bleibt und entwickelt sich weiter. Sie sehen alle Menschen wieder, denen Sie in diesem Leben nahestanden.
Körperlich haben Sie keine Mühsale mehr. Drüben kann ich auf Berge klettern, tanzen und im Garten arbeiten -
(lacht).

Franz Alt :
Meinen Sie?
Elisabeth Kübler-Ross:  Ich meine gar nichts. Ich weiß

Franz Alt :
Woher wissen Sie?
Elisabeth Kübler-Ross :
Weil ich oft drüben war auf der anderen Seite.
Dort ist es wunderschön.

Franz Alt :
Wen haben Sie denn getroffen - dort drüben?
Elisabeth Kübler-Ross :
Meine Eltern, meinen verstorbenen Mann, meine Bekannten, meine alten Lehrer.

Franz Alt :
Sie sind geschieden von Ihrem Mann.  Haben Sie sich drüben wieder gut verstanden?
Elisabeth Kübler-Ross :
Ja. Ich habe ihm einen Fußtritt in den Po gegeben.  Er hat "Aua" geschrieen.  So ein dummes Huhn -
(lacht noch mehr!).

-  wird fortgesetzt  -

10.08.2007 um 13:10 Uhr

Zerbrochen und doch ganz. Die heilende Kraft der Achtsamkeit

Ganz im Geist der vorigen Beiträge ein Buch eines langjährigen Wegbegleiters und Freundes von Jon Kabat-Zinn.

Zerbrochen und doch ganz. Die heilende Kraft der Achtsamkeit
von Saki Santorelli (Arbor)


Mit diesem Buch stellt Saki Santorelli, der jetzige Direktor der Stress Reduction Clinic, die Essenz der von ihnen entwickelten Kurse zur Praxis der Achtsamkeit im Gesundheitswesen vor.

Stimmen zum Buch :
Einfach ein sehr schönes Buch!  Ein vollständiger Körper-Geist-Herzkontakt zwischen dem, was innen heilt
und dem, was noch weiter drinnen jene Heilung fördert.
Ein äußerst notwendiges Buch für jeden Medizinstudenten und jede Bibliothek mit Werken über das Heilen.
– Steven Levine –

Saki Santorellis Worte haben die sanfte Stärke der Schwingen eines Vogels, die sanft schlagen, während sie uns allmählich empor tragen. Dieses schöne, mutige und beunruhigende Buch erinnert uns an die Heilung, die die konventionelle westliche Medizin nahezu vergessen hat. Ich hätte mir gewünscht, es wäre verfügbar gewesen,
als ich mich in der medizinischen Ausbildung befand.  – Mark Epstein –

Über das Buch :
Saki Santorelli zeigt auf, wie es auch bei schweren Krankheiten möglich ist, mit dem Teil in sich
in Berührung zu kommen, der unverletzbar, heil und ganz ist –
und wie es Menschen so gelingen kann, ihrem Leben eine vollkommen neue Dimension zu geben.
Anhand zahlreicher Beispiele, Übungen und geleiteter Meditationen bietet er Einsichten
und effektive Methoden an, um Achtsamkeit im täglichen Leben zu fördern.

Saki Santorelli erinnert uns an eine Art von innerer Heilung, die in der westlichen Medizin
beinahe vergessen ist.  In Prosa und Poesie sowie in ergreifenden Fallbeispielen ruft er
für uns die Gegenseitigkeit der heilenden Beziehung wach.
Zerbrochen und doch ganz ist ein klarer Spiegel, in dem wir jene Freiheit finden können, die im Herzen
jeder authentischen Heilung zu finden ist.

Anhand zahlreicher praktischer Beschreibungen bietet dieses Buch Einsichten und effektive Methoden an,
um Achtsamkeit im täglichen Leben zu fördern.
Ein wunderbares Buch über die heilende Kraft der Achtsamkeit, das
in keiner Gesundheitsbibliothek fehlen sollte.  Mit einem Vorwort von Jon Kabat-Zinn.

09.08.2007 um 15:16 Uhr

Stressbewältigung durch Achtsamkeit (2) - >Thema Heilung<

Stressbewältigung durch Achtsamkeit  (2)

Was ist Achtsamkeit und wie wirkt sie ?

Achtsamkeit ist das Wahrnehmen und Beobachten von Empfindungen,
seien es körperliche oder Gedanken und Gefühle im gegenwärtigen Augenblick.
Es ist ein stilles Wahrnehmen, ohne Bewerten von Moment zu Moment.  Achtsamkeit hilft präsent
im Hier und Jetzt zu sein, denn meist sind unsere Gedanken in der Vergangenheit oder der Zukunft.

MBSR-Lehrer - umfangreiche Adressliste aller Kontakte im deutschsprachigen Raum
- - >
http://www.arbor-verlag.de/mbsr_adressliste.html

Informationsmaterial zur heilenden Kraft der Achtsamkeit -
Interviews, Übersichtsartikel, Hintergrundmaterial und
wissenschaftliche Veröffentlichungen.
- - >
http://www.arbor-verlag.de/mbsr_wissen.html

Literatur:
Im Alltag Ruhe finden
- von John Kabat-Zinn (Herder-Verlag)
Gesund durch Meditation. Das große Buch der Selbstheilung
- von Jon Kabat-Zinn (Barth Verlag) 
Zerbrochen und doch ganz 
- von Saki Santorelli (Arbor Verlag)

Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit [Audiobook]
- von Jon Kabat-Zinn (Arbor) – mit einer Übungs - CD  !

Kurzbeschreibung
Dieses Buch mit CD enthält eine Anleitung zur Achtsamkeitsmeditation und zum Body-Scan,
wie sie von Dr. Jon Kabat- Zinn in der Stress Reduction Clinic entwickelt wurden.
Die Praxis der Achtsamkeit ist ein wertvolles Hilfsmittel, uns zu regenerieren und unser inneres
Gleichgewicht wiederzufinden. Sie befähigt uns, jeden Augenblick unseres Lebens mit größerer Wachheit,
Klarheit und Akzeptanz zu leben. Gleichzeitig hilft sie, Ruhe und Lebensfreude, auch inmitten alltäglicher
Stress-Situationen und im Angesicht körperlicher oder seelischer Schmerzen, wiederzufinden.

08.08.2007 um 15:33 Uhr

Stressbewältigung durch Achtsamkeit (1) - >Thema Heilung<

Eine zunehmend bekannter werdende Methode für einen heilsamen und Gesundheit fördernden Umgang mit sich selbst ist das »MBSR-Achtsamkeitstraining«.

Stressbewältigung durch Achtsamkeit
(engl.: »Mindfulnessbased Stress Reduction«, kurz: »MBSR«)  - 1 -

»Stressbewältigung durch Achtsamkeit / MBSR« ist ein einfaches und sehr wirksames Achtsamkeitstraining, um Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu fördern.

Es wurde von dem Verhaltensmediziner Jon Kabat-Zinn und seinen Mitarbeitern vor 25 Jahren
in der »Stress Reduction Clinic« an der Universität von Massachusetts entwickelt und wissenschaftlich erforscht.
Es findet seitdem an über 250 Kliniken und Gesundheitszentren in den USA seine erfolgreiche Anwendung.
Das Training wird vor allem bei chronisch Kranken und Schmerz-Patienten angewendet, für die es keine weitere medizinische Hilfe gab.

In Deutschland steigt der Bekanntheitsgrad von MBSR stetig an -
und wird inzwischen auch von den Krankenkassen zunehmend anerkannt.
Für kaum ein anderes Stressbewältigungsprogramm gibt es so viele wissenschaftliche Studien, vor allem auf medizinischem Gebiet, welche die hohe Effektivität, sowohl kurz- als auch langfristig, belegen.

Im Mittelpunkt des Programms steht die intensive Praxis der Achtsamkeit –
und die Befähigung, auch inmitten von Stress-Situationen, Schmerzen und Krankheit oder auch anderen Herausforderungen des täglichen Lebens aus einem wachen Bewusstsein heraus achtsam agieren zu können,
anstatt automatisch zu reagieren.
Inspiriert wurde Jon Kabat-Zinn bei der Entwicklung von MBSR durch seine intensive Beschäftigung
vor allem mit dem Buddhismus; die Methode ist aber völlig weltanschauungsfrei.

Eine kurze Beschreibung des Achtsamkeitstrainings :
Durch geleitete Übungen zur Selbstwahrnehmung und sanfte Körperübungen lernen die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer, Atmung, Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle zu beobachten.
Das Beobachten, ohne zu bewerten, ist ein Schlüssel zur Selbstakzeptanz.
Positive Wirkungen dieses Trainings auf Psyche und Immunsystem sind wissenschaftlich erforscht.
- - > Dieses Training der Akzeptanz aller Empfindungen hilft, besser mit Stress umzugehen und intensiver,
offener und bewusster zu leben.

Eine Information über Jon Kabat-Zinn - - >
http://de.wikipedia.org/wiki/Jon_Kabat-Zinn

06.08.2007 um 12:55 Uhr

Traumhaus – Eine Website zum Thema »Trauma« - >Hilfreiches<

   Traumhaus – Eine Website zum Thema »Trauma«

Menschen, die Traumata erlebt haben – wer traumatisiert ist – braucht oft etwas anderes noch
als herkömmliche Therapien. Unsachgemäße Therapie kann hier sogar Schaden anrichten.

Ein traumatisches Ereignis wird definiert als "ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes , die bei fast jedem eine tiefe Verstörung hervorrufen würde"
( ICD 10 ).
Solche belastenden Ereignisse geschehen nicht nur in politischen Krisengebiete - sie äußern sich vor allem in Gewalt gegen Frauen und Kinder.
Heute betrachtet man allgemein Kindesmisshandlungen, sexuelle Gewalt gegen Kinder, erhebliche emotionale und/ oder körperliche Vernachlässigung, Verlust eines oder beider Elternteile in der Kindheit, lebensbedrohliche Gewalterfahrung innerhalb der Familie oder schwere Kinderkrankheiten als Kindheitstraumata, die sich – unbehandelt – auch noch im Erwachsenenalter in Form schwerer gesundheitlicher Schäden äußern können.

Die Website »Traumhaus« des gleichnamigen Vereins kann Betroffenen und Interessierten auf vielfältige Weise Hilfe sein.

Auf der Homepage heißt es :
Wir sind zuversichtlich, mit dieser Seite all diejenigen anzusprechen, die mit der Thematik Trauma und Traumafolgen in Berührung gekommen sind und die uns unterstützen wollen, etwas dafür zu tun, dass traumatisierte Menschen eine sehr gute Behandlung erfahren.
Unser Verein ist mit dem Behandlungsschema nach dem "Bielefelder Modell" verbunden
und von ehemaligen Patientinnen der Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin
des Ev.Kankenhauses in Bielefeld gegründet worden.
Es liegt uns am Herzen, diese Therapieform in die Öffentlichkeit zu bringen, damit möglichst viele
davon profitieren können.

Weitere Gedanken zum Thema Trauma :

"Traumatisierte Menschen leiden oft ihr Leben lang unter der Last der Erinnerungen, von
denen sie immer wieder überschwemmt werden und die sie wie im Hier und Jetzt erleben.
Die Folgen sind Schlafstörungen, Ängste, Panikattacken und erhebliche Einschränkungen
im Alltag.
Die herkömmlichen Therapiemethoden haben häufig nur begrenzt Linderung geschaffen, zum Teil sogar
das Leiden eher vergrößert als erleichtert, indem der Blick hauptsächlich auf das Schwere gerichtet wurde.
Es ist aber ein Erfahrungsgesetz, dass das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, mehr Raum
und Bedeutung gewinnt als der Rest.
Und so gerieten die Ressourcen, die Fähigkeiten und Selbstheilungskräfte der Betroffenen nicht selten
aus dem Blickfeld und verkümmerten, während das Leiden ein Gewicht bekam, das ihm nicht zusteht.
Ein Mensch kann nur leben, wenn er zu einem hohen Prozentsatz gesund ist.
Das wird leider oft zu wenig gewürdigt. Menschen, die sehr Schweres, Lebensbedrohliches erleben mussten
und überlebt haben, haben immer Wege und Fähigkeiten entwickelt, wie sie mit dem Schweren umgehen
können - sonst würden sie nicht mehr leben.
Einer der Grundsätze von Dr. Luise Reddemann ist deshalb, dass sie von den Fähigkeiten
statt von den Defiziten der Betroffenen in ihrer Therapie ausgeht. …"
– Website: Traumhaus –

Buchempfehlung :  Trauma -
Ungelöste Folgen erkennen, 
  überwinden und an ihnen wachsen – von Luise Reddemann (Trias)
Der Link zur Website »Traumhaus« - - >
http://www.traumhaus-bielefeld.de/

03.08.2007 um 16:57 Uhr

Krankheiten als Götterboten - >Rund um das Thema Heilung<

Der folgende Text drückt aus, dass es oft not»wendig ist, sich auf tiefere und fragende Weise mit Krankheiten auseinander zu setzen  –  um einen Weg der Heilung zu finden.

Krankheiten als Götterboten

Der Buddha bezeichnete Krankheiten
als Götterboten.
Wie begegnest du einem Götterboten ?

Mit Abwehr ?
Mit Wut oder Ignoranz ?
Oder innehaltend und aufhorchend,
was er dir zu sagen hat ?

Vielleicht will dich der Götterbote
ermuntern, die Prioritäten in
deinem Leben zu überprüfen ?
Vielleicht fragt er dich
nach der Zufriedenheit
und Wärme in deinem Leben ?
Oder er gibt dir den Impuls
zu überprüfen, wer oder was
verlässlich ist,
wirklich vertrauenswürdig.

Möglicherweise will dich der Götterbote
zu tieferem Verständnis führen -
vom Wesen des Körpers
und vom Wesen des Geistes.
Gewiss will er dir sagen :
Versuche nicht unmittelbar
mit Kampf und Krampf und Widerstand
zu reagieren, sondern halte inne und
akzeptiere die gegenwärtige Situation -
wenigstens für einen Moment.

Akzeptanz ist ein
Schlüssel zum Verständnis.
Was du nicht akzeptierst,
kannst du nicht verstehen.

Mit Akzeptanz kannst du fragen :
Wen oder was will ich heilen ?
Ein Organ ? Den ganzen Körper ?
Den ganzen Körper und Geist ?

HEIL BEDEUTET "GANZ" -

Heilung bezieht sich demnach
auf den ganzen Menschen ...

-  Dr. Wilfried Reuter  -