Kursbuch Lebensbalance - Texte und Weghinweise für Geist & Seele

27.09.2007 um 15:09 Uhr

Ein kleiner Junge wird erwachsen - aus dem Leben von Walther Lechler (2)

Therapie und Selbsthilfe
Ein kleiner Junge wird erwachsen     
  -  aus dem Leben von  Walther L.   - 2 -


Ich bekam ein Stipendium, um in Frankreich Medizin zu studieren, um der Verantwortlichkeit
in meiner Ehe zu entfliehen. Während meines Aufentaltes in Paris ließ sich meine Frau von mir scheiden.
Später fand sie jemand, der wirklich ein reiferer Mensch war und Verantwortung für eine Ehe übernehmen konnte. Er übernahm auch die Verantwortung für meine Tochter. Ich konnte diese Verantwortung nicht übernehmen.
Da es bei uns in Deutschland zu viele Ärzte gab, hatte ich kein Einkommen. Im Jahr 1954 trat ich im Alter von 30
in München in die amerikanische Armee ein und diente dort vier Jahre als Arzt. Ich dachte, ich könnte in die Vereinigten Staaten auswandern.

Während des ersten Monats meines Dienstes, kam ein Sergeant in mein Büro und sagte :
"Sie sind unser neuer Battalions–Arzt ;  ich möchte gern mit Ihnen reden.
 Wissen Sie etwas über die Alcoholics Anonymus ?"  Ich antwortete : "Alcoholics Anonymus ?  Nein."
Ich dachte, das sein Club, wo die Leute anonym trinken, damit man ihnen keinen Vorwurf machen kann.

Nachdem ich die Zwölf Schritte gelesen hatte, meinte ich, es sei eine Sekte, eine der vielen Sekten, die in den Vereinigten Staaten existieren. Da ich aber einmal in den Vereinigten Staaten leben wollte, meinte ich, es sei
doch besser, diese Sekte kennen zu lernen. An den Namen des Sergeanten kann ich mich nicht mehr erinnern.
Aber heute glaube ich, dass Engel wirklich existieren, dass
sie in der Gestalt menschlicher Wesen erscheinen.
Der Sergeant fragte mich, wie ich Alkoholiker behandeln würde. Ich sagte : "Das ist leicht. Ich habe darüber in den medizinischen Vorlesungen gehört. Sie sind keine Freude für einen Arzt.  Sperr sie einfach ein, beobachte sie, leg
sie trocken und entlasse sie. Wenn sie einen Rückfall haben, dann sperre sie wieder ein, und wieder und wieder."
Er fragte : "Warum kommen Sie nicht zu unseren Meetings und sehen sich unseren Weg an ?"
Die Gruppe hatte sich erst seit Oktober 1953 getroffen, und es waren nur drei Deutsche in dieser amerikanischen Gruppe.  AA existierte also tatsächlich damals noch nicht in Deutschland.
Ich nahm regelmäßig an geschlossenen Meetings teil, und sie adoptierten ihren Battalions–Arzt. Sie behandelten mich sehr höflich, bis sie eines Tages bemerkten, ich sollte die Watte aus meinen Ohren nehmen und in meinen Mund stecken.
Das war eine wirklich rührende Art, mir zu sagen, dass ich lernen sollte, zuzuhören.
Es war ein guter Rat.
Am Anfang verletzte es mich ein bisschen.  Aber da sie mir gegenüber so nett waren, beschloss ich den Rat anzunehmen.  In jener Zeit wurde ich auch mit Al–Anon bekannt.  Nach dem AA – Meeting gingen wir
gewöhnlich zu einem Soldaten nach Hause und hatten dort ein AL–Anon–Meeting.

Ich bin dem Sergeant sehr dankbar, weil ich all diese Geschichten dieser Männer hören durfte.
Ich verstand, dass es meine eigenen Geschichten waren.
Ich erkannte, dass ihr Leben und mein Leben sehr ähnlich waren, mit dem Unterschied, dass ich nicht trank.
Ich fand aber viele Arten, wie man verantwortungslos leben konnte.
Ich konnte mich mit ihnen identifizieren und wollte zu ihrer Gemeinschaft gehören.  Ich fühlte mich eigentlich
elend bei dem Gedanken, dass ich tatsächlich nicht zu ihnen gehörte, da ich ja kein Alkoholiker war. Ich sagte
ihnen nicht, dass ich deswegen zu ihnen kam, weil ich einer von ihnen sein wollte, um von ihnen angenommen zu sein; dass es dies war, wonach ich suchte.
Ich fand eine Gemeinschaft, wo ich mich nicht mehr verbergen musste; wo ich nicht immer den starken Mann zu spielen hatte ; wo ich nicht alles zu wissen brauchte; wo ich meine Schwächen und mein Versagen zugeben konnte; wo ich nicht gerichtet oder verdammt, sondern angenommen und sogar geliebt wurde, wirklich geliebt.
In der Welt draußen, dachte ich, ich müsse eine Rolle spielen, viele verschiedene Rollen : Ich musste eine Rolle spielen bei meiner Freundin; eine Rolle als Battalionsarzt; eine Rolle bei den Soldaten; eine Rolle wenn ich als Deutscher in eine Stadt kam; eine Rolle als ein Arzt. In der AA konnte ich mich befreit fühlen, frei, weil hier keine Rolle erforderlich war, außer der, ein offener Mensch zu sein, aufrichtig zu sein; und das war alles.

Diese Gabe zu bekommen, angenommen zu sein, war etwas Wunderschönes. Im Rückblick fühlte ich damals keine große Wandlung in mir selbst.  Heute aber kann ich sehen, das das 12-Schritte-Programm der AA, das ich in den Meetings kennen lernte, eine starke Wirkung auf mich hatte.
Ich fühlte eine Führung von Gott, die damit begann, dass der Sergeant mir von der AA erzählt hatte. Ich fühlte mich nicht mehr allein.  Ich fühlte mich sicherer und spürte, dass es ein Ziel und einen Sinn im Leben gab.
Dann kamen viele Jahre der Verlassenheit und Finsternis. Ich machte viele Erfahrungen mit Frauen, weil ich meinte, wenn ich die richtige Frau gefunden hätte, wären all meine Probleme gelöst.
Ein Teil meiner Lebensgeschichte, der gut war, liegt darin, dass ich meine jetzige Frau kennenlernte.
Ich war Chefarzt und hatte große medizinische Verantwortung.
Ich verbarg mein wirklich Selbst hinter einem weißen Kittel, meinem Titel und meinem Gehirnwissen. Jedermann starrte mich an, jedermann glaubte an mich, jedermann glaubte, ich sei ein weißer Magier.  Aber unter diesem weißen Mantel war ein kleiner unsicherer Junge, der scheu und furchtsam war, der vor vielen Dingen Angst hatte, besonders vor Frauen.

- wird fortgesetzt -

26.09.2007 um 17:30 Uhr

Ein kleiner Junge wird erwachsen - aus dem Leben von Walther Lechler

Walther Lechler hat wesentlich dazu beigetragen, dass die 12 Schritte Selbsthilfegruppen
einen Weg hier nach Deutschland gefunden haben.
Er war viele Jahre Leiter der »Psychosomatischen Klinik Bad Herrenalb« –
und brachte dann den Förderkreis Ganzheitsmedizin Bad Herrenalb in die Welt.
Der Link zum »Förderkreis Ganzheitsmedizin« - - >
http://foerder-kreis.de/

Walther ist ein Pionier in Sachen seelische Gesundheit; wir schätzen ihn sehr.
Im folgenden erzählt er aus seinem bewegten Leben
.
Aus dem "Blauen Buch" der Selbsthilfegruppen  »EA/ Emotions Anonymous«  - - >  http://www.emotionsanonymous.de/
 
Therapie und Selbsthilfe
Ein kleiner Junge wird erwachsen    
  - aus dem Leben von  Walther L.

Als kleiner Junge war ich unzufrieden. Obwohl ich in einer Familie lebte, in der sich alle – meine Großeltern,
meine Eltern und mein jüngerer Bruder – sehr um mich kümmerten, suchte ich nach irgendetwas, ich wusste
nicht was. Mir schien, als gäbe es etwas, dass ich finden müsse. Ich fühlte mich uneins mit der Welt.

Als ich jung war, gab es in meiner Familie viele kranke Menschen, einschließlich meiner Mutter, die einmal
operiert wurde. Ich sah viele Krankenhäuser von innen und traf viele Ärzte.
Ich entschied mich, Arzt zu werden, damit ich dieses Gefühl des Un-Wohlseins überwinden könne. Aber das Medizin – Studium war nicht die Antwort, die ich suchte.  Meine Studien waren nicht die Antwort.  Meine Beziehungen zu anderen Menschen waren auch nicht die Antwort.
Meine Eltern, meine Großeltern und mein Bruder liebten mich.  Aber ich fühlte mich nicht wert genug, ihre
Liebe zu empfangen. Darum musste ich die besten Noten in der Schule erwerben. Wenn ich nicht die besten
Noten bekam, wenn ich schlechtere als die besten bekam, kam ich heim und heulte, und meine Eltern taten
alles, um mich zu beruhigen und sie sagten : "Es ist schon recht, Walther, wir wissen, dass Du arbeitest."
Viele Kinder spielten; ich nicht. Ich lernte nicht, weil ich lernen wollte, sondern weil ich meinen Eltern eine
Freude und ihre Zuneigung erwerben wollte. Alle waren stolz auf mich. Mein Bruder spielte lieber. Er hatte Freundinnen.  Zu meinem Bedauern hatte ich keine Freundinnen.  Ich lernte es, einen hohen Preis für die
Liebe meiner Eltern zu bezahlen.   Ich meinte, ich müsste für die Liebe, die sie mir unentgeltlich geben
wollten, einen hohen Preis bezahlen.

Ich tat alles, um andere Menschen zur Liebe zu mir zu bewegen.  Ich hatte Angst, den Kontakt mit den
anderen zu verlieren. Später war ich furchtsam. Ich liebte mich selber nicht. Ich war dünner als ich jetzt
bin und konnte darum nie kurze Hosen tragen.  Ich sah aus wie ein Storch!  Ich hatte auch Pickel.
Im Alter von fünfzehn hätte ich eine Brille tragen müssen; ich trug aber keine.
Wenn ich über Land wanderte, sah ich wunderbare Blumen;  aber das waren keine Blumen, es waren
weggeworfenes Papier und Zigarettenschachteln!  Während des Krieges habe ich viel gelitten. Ich konnte
nicht verstehen, warum Menschen einander töten, oder warum ich in ein fremdes Land geschickt werden
sollte, um dort Soldat zu sein und zu kämpfen. Während meines ersten Monats in der Deutschen Luftwaffe
wollte ich desertieren und in die Schweiz gehen.  Damals gab es aber ein Gesetz, nachdem die Familie
jedes Deserteurs in ein Konzentrationslager geschickt wurde. So musste ich also bleiben.
An jedem Tag in der Kaserne und bei den Märschen betete ich zu Gott.  Er solle mir helfen, da ich nicht
töten wollte.  Währen der drei Jahre meines Dienstes in der Luftwaffe habe ich persönlich niemanden
jemals getötet.  Ich war nicht im aktiven Kampf, sondern diente z.B. als Spezialist für Fallschirme oder
auf andere Art; und ich half dadurch, London und all die anderen großen Städte mit Bomben zu belegen ...
Ich war noch auf der Suche und wusste, dass das, was ich tat, nicht das war, was ich eigentlich tun wollte.
Ich dachte, die Medizin sei die Antwort auf mein Suchen ; sie war es aber nicht.

1949 habe ich geheiratet.  Meine Frau war schon Ärztin, da sie während des Krieges studiert hatte.
Sie war eine schöne Frau ;  aber ich war ein kleiner Junge und nicht fähig, Verantwortung für eine Ehe
auf mich zu nehmen. Als ich hörte, sie sei schwanger, heirateten wir, weil ich "das Richtige" tun wollte.
Ich fühlte mich aber so, als sei ich in einem Käfig oder einem Gefängnis. Ich empfand mich noch nicht
bereit zur Ehe, obwohl ich schon 26 Jahre alt war.  Ich war unreif und unfähig, auf die Situation die
richtige Antwort zu geben, unfähig zur Verantwortung ; ich war in einem Zustand von Un – Verantwortungsfähigkeit.
In dieser Zeit dachte ich an Abtreibung.  Ich schämte mich dieser Gedanken, weil ich wusste, das das
unrecht war ; aber ich dachte daran. Wenn ich heute meine Tochter sehe, die jetzt 27 Jahre alt ist, weiß
ich, dass es ein Verbrechen ist.  Aber ich war eben schwach, ein Schwächling, noch ein kleines Baby.
Wie kann ein kleines Baby ein Baby haben und verantwortlich sein ? Das ist unmöglich.
Meine Eltern und meine Schwiegereltern taten alles, um uns zu helfen.  Ich war entzückt, als das Baby
geboren war, fühlte mich aber doch wie ein Tier im Zoo, ruhelos wie sich ein Tiger im Käfig fühlt, weil er
nicht in seiner eigenen Welt lebt. Meiner Frau machte ich das Leben elend. Sie war viel reifer als ich.
Sie versuchte alles. Sie verstand, was im Leben notwendig ist, was vorrangig war. Ich aber dachte zuerst
immer an das zweitrangige.
In meinem Kopf hatte ich viele gute Ideen : Ich wollte reisen, in fernen Ländern studieren.
Aber ich wollte die Wirklichkeit nicht annehmen.

Das verursachte in mir Schwierigkeiten und führte zu einer ernsten Depression und vielen Selbstmord
–Versuchen.  Heute weiß ich, dass meine Selbstmordversuche, meine Phantasien und Ideen für mich
nur der Ausdruck, das Signal waren, dass ich meine Lebensweise ändern müsse.
Heute verstehe ich, dass Selbstmordgedanken ein Segen sein können, wenn Du ihre richtige Bedeutung
verstehst, die heisst :   Du sollst Dein Leben ändern, Deine jetzige Existenz loslassen und eine neue
Existenz finden.
Das war aber sehr schwer auszuführen.  Es ist ebenso hart, wie Selbstmord zu verüben.
In meiner Klinik halte ich Vorträge, und einer dieser Vorträge hat den Titel :  "Wie nehme ich mir
auf die richtige Art das Leben ?"
Die meisten meiner Gäste sind hier, um die beste Art und Weise zu finden, sich zu töten.
Dabei merken sie, dass ich nicht denselben Begriff von Selbstmord habe.  Die Lebensweise, mit der die
Wirklichkeit nicht gepackt werden kann, muss aufgegeben werden, damit wir eine neue Art zu leben,
eine neue Existenz finden können.  Eine Raupe muss sterben, um ein Schmetterling zu werden.
Sie könnte nie ein Schmetterling werden, wenn sie nicht bereit wäre, zu sterben.
Du weißt doch genau, dass Du, wenn Du noch eine Raupe bist, eben eine Raupe bist.  Wenn Du das
aber aufgibst, weißt Du nie, ob Du ein Schmetterling werden wirst.

- wird fortgesetzt -

24.09.2007 um 15:13 Uhr

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg - 2 -

Die Gewaltfreie Kommunikation

   nach Marshall Rosenberg   - 2 -   

Nein, Rosenberg ist kein Offizier, "Marshall" ist einfach nur sein Vorname. Sein frühes

Leben allerdings entsprach durchaus dem martialischen Klang seines Vornamens : 

Rosenberg wuchs als Jude in einem überwiegend von Schwarzen bewohnten Viertel

einer US-amerikanischen Stadt auf. Um dort zu bestehen, war körperlicher Einsatz gefragt.

Auch später, z. B. im Psychologiestudium, war er von Menschen umgeben, die überzeugt waren,

daß man sich im Leben durchboxen müsse, wenn auch mit feineren Mitteln :  indem man andere

bewertet und abwertet.

Inzwischen fühlt sich Rosenberg selbst mit positiven Bewertungen unwohl.

Wenn ich sage: "Du bist ein guter Mensch", zeige ich, daß ich mich für jemanden halte, der

genau weiß, wer der andere, der Bewertete, ist.
Und eben diese Haltung verhindere es, so Rosenberg, sich wirklich in andere Menschen einzufühlen.

Einfühlung aber steht im Zentrum der gewaltfreien Kommunikation, wie Rosenberg

sie in den vergangenen 25 Jahren entwickelt hat. Rosenberg hat mit seiner gewaltfeien

Kommunikation große Erfolge gehabt, etwa bei der Vermittlung in interkulturellen

Konflikten in Israel und bei klärenden Gesprächen mit rebellierenden Schülern und

revoltierenden Häftlingen.

Giraffe oder Wolf - Herz oder Zähne zeigen   

Seit einigen Jahren gibt Rosenberg sein Wissen auch in Deutschland in Seminaren weiter. Protagonisten dieser überaus spannenden Seminare sind zwei Handpuppen mit sehr unterschiedlichem (Sprach-) Verhalten :  Der Wolf und die Giraffe.

Die »»Giraffe«« ist das Landtier mit dem größten Herzen und dem längsten Hals, dient

daher als Metapher für Liebe und Weitsicht.
Die "Giraffe" kann eine Kommunikationssituation gut einschätzen, ist einfühlsam,

handelt und kommuniziert verantwortlich und spricht offen über ihre Gefühle und Bedürfnisse.

Der »»Wolf«« dagegen zeigt keine Gefühle, sondern kommandiert, wertet ab und klagt an;

er diagnostiziert andere Menschen.
("Du bist egoistisch! ") und lehnt Verantwortung ab ("Es gibt Dinge, die man tun muß, ob man

will oder nicht.")

»»Wolf- und Giraffensprache««

stehen qualitativ zueinander wie (anklagende) Du-Botschaften -

und (um Verständnis und Verständigung werbende) Ich-Botschaften :

Der Wolf sagt z. B.: "Immer latschst du mit deinen Dreck-Potten durch den Flur und ich darf den

ganzen Kram wieder sauber machen, dir ist es völlig egal, wie es hier aussieht, du machst mich rasend!"

Das gleiche auf "Giraffisch" :  "Oh, ich sehe gerade, dass du mit schmutzigen Schuhen in den Flur

kommen willst.  Ich ärgere mich darüber, weil ich mich nur wohl fühle, wenn die ganze Wohnung

einschliesslich Flur sauber ist und ich gerade gewischt habe. Kannst du bitte deine Schuhe ausziehen

und sie vor der Tür stehenlassen.

Die Struktur der Giraffensprache ist also:

1 ) Beobachtungen mitteilen 
(ohne Wertung, also: "Schuhe", nicht, "Dreck-Potten")

2) Gefühle offen mitteilen 
("ich ärgere mich")

3) Wünsche. Bedürfnisse. Wertvorstellungen offenbaren

("Ich fühle mich nur in einer sauberen Wohnung wohl.").

4) Bitten äußern 
("Bitte ziehe deine Schuhe aus...").

Das entspricht ungefähr der üblichen Form der Ich-Botschaft.

Rosenberg hat diese allerdings bis zur Perfektion weiterentwickelt.
Er führt z. B. ganze Kataloge von Ausdrücken auf, die originäre Gefühle beschreiben (z. B. Ärger

und Angst) und andere, die das nicht tun (z. B.: "Ich habe das Gefühl, daß du mich nicht verstehst),

bzw. die eher dazu dienen, den anderen zu bewerten oder zu diagnostizieren (z. B: "Ich fühle mich

ausgenutzt.").  In Workshops zur gewaltfreien Kommunikation wird einem bewußt,

wie schwer es ist, reine Gefühle auszudrücken.

Wichtig außerdem :  Die Entstehung unserer Gefühle hängt immer mit unseren

ganz persönlichen Bedürfnissen und Wertvorstellungen zusammen : 

Wer den Flur als Eingangsbereich betrachtet, in dem noch mit Straßenschuhen gelaufen wird, kann

durch Fußstapfen im Flur nicht verärgert werden. Indem ich aber mein besonderes Bedürfnis

danach offenbare, daß die ganze Wohnung einschließlich Flur sauber ist, übemehme

ich mit Verantwortung für meine Gefühle, die entstehen, wenn der Flur dreckig wird.
Damit sind die Weichen weg von der Anschuldigung hin zur Verständigung gestellt.

Und zuletzt die Bitten : Wer einfach nur erklärt, weshalb er sich ärgert, hinterläßt bei dem anderen

oft nur Verwirrung oder Ärger.
Daher sollte zum Schluß eine konkrete Bitte in positiver, aktionsbezogener Sprache

stehen, die der andere tatsächlich umsetzen kann - aber nicht muß.  Zum Beispiel :

Wenn ich traurig bin, weil mein Bedürfnis nach körperlicher Nähe unbefriedigt ist,

bitte ich mein Gegenüber, mich in den Arm zu nehmen. Diese Person hat nun die freie Entscheidung, ja oder nein zu sagen.

Wenn sie mich mit Giraffenohren hört, aber z. B. das Gefühl hat, daß sie mich gerade nicht trösten

kann, weil sie lieber alleine sein will, bedankt sie sich bei mir - z. B. für meine Offenheit.

Giraffen sind einfühlsam und freundlich - aber nicht nett.  Sie opfern sich nicht

für andere auf, das bedeutet, daß sie in Kontakt mit ihrem eigenen Selbst, ihren

Gefühlen und Bedürfnissen sind und Verantwortung für diese übernehmen.

Nun haben wir die Wahl,  jemand anderen zu suchen, der bzw. die meine Bitte,

in den Arm genommen zu werden, erfüllt, oder ich bleibe mit mir alleine und gebe mir selber

Einfühlung, das heißt, daß ich mit mir selbst liebevoll umgehe.

Die Giraffe ist sich bewußt über das Risiko, daß ihre Bitte mit einem Nein zurückgewiesen

werden kann.  Sie ist für sich selbst verantwortlich.
- Quelle:  Infoblatt Mediation Magazine -

23.09.2007 um 15:44 Uhr

Achte gut auf diesen Tag - >Texte zur Besinnung<

Achte gut auf diesen Tag

Achte gut auf diesen Tag,
denn er ist das Leben -
Das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf liegt alle Wirklichkeit
und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens,
die Grösse der Tat,
die Herrlichkeit der Kraft -

Denn das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch - recht gelebt -
macht jedes Gestern zu einem
Traum voller Glück
und jedes Morgen zu einer
Vision voller Hoffnung.

Darum achte gut auf diesen Tag !

- Aus dem  S a n s k r i t -
Der Text wird auch von dem Selbsthilfe - Netzwerk
EA / Emotions Anonymous als Besinnungstext verwendet.

23.09.2007 um 15:36 Uhr

Was würde Buddha tun, um glücklich zu sein ? - >Texte für Geist und Seele<

Was würde Buddha tun, um glücklich zu sein ?

"Strebe nach Gesundheit, dem größten Segen; folge der Tugend.
Höre den Menschen zu; lies gute Bücher und lerne.
Sei ehrlich; zerbrich die Kette der traurigen Bindung.
Diese sechs Pfade führen zum höchsten Gut." < Jataka 84 >


Das ist eine sehr allgemeine Frage und eine sehr allgemeine Antwort.
Das ist gut, denn hier bedeutet allgemein stark und umfassend.

Mit diesen Worten gibt Buddha vielleicht den einfachsten und doch
praktischsten Lebensrat in der gesamten buddhistischen Überlieferung.
Erstens solltest du auf deine Gesundheit achten - aus der Gesundheit
kommt die Kraft, die anderen fünf Pfade zu beschreiten.
Als nächstes solltest du der Tugend folgen - nicht der Vollkommenheit,
nicht der Konsensmoral, nicht der Nachsicht, nein, der Tugend.
Lerne - von Menschen, aus Büchern, aus dem Internet, woraus auch
immer. Sage die Wahrheit, das ist einfach.
Schliesslich solltest du die Bande sprengen, die dich an vorgefasste
Meinungen, Besitztümer, Beschwerden, sogar an deine Lieben fesseln.
Einige von diesen darfst du noch behalten, aber binde dich nicht an sie.
Wenn du diese Pfade beschreitest, gehst du ein ins Reich des Glücks :
für dich selbst wie für alle Lebewesen.

Aus : "Was würde Buddha tun ? 101 Lösungen
für die kleinen und grossen Probleme des Lebens" - Franz Metcalf.
Die "Sie"-Anrede im Buch wurde hier in "du" umgewandelt.

21.09.2007 um 15:17 Uhr

Krishnamurti - über das wahre Selbst

Krishnamurti -
über das wahre Selbst

Du musst dir selbst vertrauen.
Du sagst, du kennst dich nur zu genau ?
Wenn du so denkst, kennst du dich nicht.
Du kennst allein die schwache
äussere Hülle, die oft versagt hat.

Du aber - dein wahres Selbst -,
du bist ein Funke von Gottes eigenem Feuer.
Gott, der All-mächtige, ist in dir,
deshalb gibt es nichts, was du nicht vermagst,
wenn du es willst. Sprich zu dir selbst :

"Was Menschen je getan haben,
das können Menschen wieder tun.
Ich bin ein Mensch, und doch
auch Gott im Menschen; ich kann
dies tun und will es tun !"

Dein Wille muss unerschütterlich werden,
wenn du auf dem Pfad wandeln willst.

- Jiddu Krishnamurti, in jungen Jahren -

21.09.2007 um 15:10 Uhr

Es gibt Augenblicke ... - >Texte für Geist und Seele<

Es gibt Augenblicke im Leben,
da blitzt die Einsicht auf,
dass eine höhere Weisheit
uns leitet
und eine unendliche Liebe
um uns ist.

Was wir dann wahrnehmen,
ist unser Schutzengel,
der Engel,
der uns ganz persönlich
zugesellt ist.


- Hildegunde Wöller -

20.09.2007 um 15:44 Uhr

Die kleine Seele und die Finsternis - >Weisheitsgeschichten<

Die kleine Seele und die Finsternis

Es war einmal eine kleine Seele, die sich als
das Licht erkannte. Es war eine sehr neue Seele
und deshalb auf Erfahrung erpicht.
"Ich bin das Licht", sagte sie. "Ich bin das Licht."
Doch all dieses Wissen und Aussprechen konnte
die Erfahrung davon nicht ersetzen.
Und in dem Reich, aus dem die Seele auftauchte,
gab es nichts  a u ß e r  dem Licht.
J e d e  Seele war großartig, jede Seele war herrlich,
und jede Seele erstrahlte im Glanz
Gottes ehrfurchtgebietenden Lichts. Und so war
diese kleine Seele eine Kerzenflamme in der Sonne.
Inmitten des grandiosesten Lichts -
von dem sie ein Teil war - konnte sie sich selbst
nicht sehen und auch nicht erfahren,
wer-und-was-sie-wirklich-ist.
Nun geschah es, dass diese Seele sich danach
sehnte und verzehrte, sich selbst kennenzulernen.

Und so groß war ihr Verlangen, dass Gott
eines Tages zu ihr sagte :
"Weißt du, Kleines, was du tun musst,
um dein Verlangen zu befriedigen ?"
"Oh, was denn, Gott ? Was ?
Ich werde  a l l e s  tun !" sagte die kleine Seele.
Du musst dich vom Rest von uns trennen",
gab Gott zur Antwort, "und dann musst du
für dich die Finsternis herbeibeschwören."
"Was ist die Finsternis, oh Heiligkeit ?"
fragte die kleine Seele.
"Das, was du nicht bist", erwiderte Gott,
und die Seele verstand.

Und so entfernte sie sich von Allem und
machte sich sogar in ein anderes Reich auf.
Und in diesem Reich hatte die Seele die Macht,
sämtliche möglichen Formen von Finsternis
in ihre Erfahrung zu rufen. Und das tat sie auch.
Doch inmitten all der Finsternis rief sie aus :
"Vater, Vater, warum hast du mich verlassen ?"
So wie wir das auch in unseren dunkelsten
Zeiten getan haben.
Doch Gott hat uns alle nie verlassen, sondern
uns immer zur Seite gestanden, bereit,
uns daran zu erinnern, wer-wir-wirklich-sind;
bereit, immer bereit, uns nach Hause zu rufen.
Seien wir deshalb der Finsternis ein Licht
und verfluchen sie nicht.

Aus : "Gespräche mit Gott / Ein ungewöhnlicher Dialog"
von Neale Donald Walsch (Goldmann)

Das besondere Kino-Erlebnis: 
»Gespräche mit Gott « als Film, Oktober 2007  Fröhlich
Der Link - - > 
http://www.gmg-derfilm.de/

                                        

16.09.2007 um 14:21 Uhr

Gedanken zum Innehalten - von Kurt Tucholsky

Gedanken zum Innehalten  -  von Kurt Tucholsky

... denn das Unglück ist eine eitle Frau und will hofiert werden.
Beachtet man es nicht, dann stirbt es.
- Kurt Tucholsky

Erwarte nichts.  Heute :  das ist dein Leben.
- Kurt Tucholsky

Trudele durch die Welt.  Sie ist so schön :  gib dich ihr hin,
und sie wird sich dir geben.
- Kurt Tucholsky

Dürfen darf man alles -  man muss es nur können.
- Kurt Tucholsky

Die Basis jeder gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb!
- Kurt Tucholsky

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

- Kurt Tucholsky

Geh deinen Weg. Es gibt so viele Wege.
- Kurt Tucholsky

14.09.2007 um 15:22 Uhr

AUS PROBLEMEN HERAUSWACHSEN - >Texte zur Besinnung<

AUS PROBLEMEN
HERAUSWACHSEN

Oft habe ich gesehen,
dass einzelne Menschen
aus ihren Problemen
herauswachsen konnten,
die andere nur zerstörten.
Dieses "Herauswachsen" ...
wurde gesehen als Herausbildung
einer neuen Ebene des Bewusstseins.

Höhere und weitere Interessen erwachten
in dem geistigen Horizont dieser Menschen,
durch diese Ausweitung ihres Blicks
verloren die scheinbar unlösbaren
Probleme ihre Dringlichkeit.

Diese Lösung geschah
nicht auf logisch-vernünftige Weise ...
sondern diese Probleme
verloren ihre Kraft und lösten sich
in der Begegnung zu einem neuen
und kräftigeren Lebensstrom.

Dies geschah nicht
in Unterdrückung oder
durch Unbewusstmachung, sondern
es geriet in ein neues Licht und wurde
dadurch zu etwas Anderem.

Was auf einer niedrigeren Ebene
zu den wildesten Konflikten und
panischen Ausbrüchen der Gefühle geriet,
konnte jetzt von einer höheren Ebene
des Bewusstseins beobachtet werden,
es erschien jetzt nur noch ...
als Sturm im Tal, gesehen
von einem Berggipfel.

Das bedeutet nicht, dass das Sturmgewitter
seiner Realität beraubt wurde, sondern,
anstatt nur mittendrin zu sein,
gelang es jetzt, sich zu erheben.

-  C.G. Jung  -

12.09.2007 um 13:34 Uhr

Z u h a u s e - >Texte für Geist und Seele<

Z u h a u s e

Ich habe die ganze Welt
auf der Suche nach Gott durchwandert
und ihn nirgendwo gefunden.

Als ich wieder nach Hause kam,
sah ich ihn an der Tür
meines Herzens stehen,
und er sprach :

"Hier warte ich auf dich seit Ewigkeiten."
Da bin ich mit ihm ins Haus gegangen.


- Rumi, Sufi Mystiker -

12.09.2007 um 13:26 Uhr

SEGENSWUNSCH - >Texte für Geist und Seele<

SEGENSWUNSCH

Es sei mit dir
der Segen Gottes
wie ein Lächeln der Freundschaft
so nah wie ein Zunicken,
so spürbar wie ein Kuss.

Es sei mit dir der Segen Gottes
im Atemholen
im Träumen
im Wachen
im Schmerz
in der Freude
im Denken
im Tun
im Verweilen
im Fortgehen.

Es sei mit dir der Segen Gottes
wie eine Hand auf deiner Schulter.


- Frau Browaczik -

10.09.2007 um 16:19 Uhr

DAS HERZ KENNT DEN WEG - >Texte für Geist und Seele<

DAS HERZ KENNT DEN WEG

Das Herz ist ein unfehlbarer Kompaß
in jedem von euch.
Das Herz kennt die Seele
besser als der Verstand.
Solange euer Verstand
nicht im Dienst des Herzens steht,
ist er ein verschrobener und verdrehter Meister.

Der einzig richtige Weg für euch
ist bereits in euch angelegt.
Um ihn zu finden, müsst ihr auf euer Herz hören.
Es gibt keine andere Möglichkeit.

Während der kleine Geist in seiner Angst
starr und kontrollierend ist,
wird der tiefere Teil von euch
die Wahrheit eurer ewigen Sicherheit
und eurer Einheit mit Gott zu flüstern beginnen.
Hört also auf euer Herz.
Dort sind euer Licht
und eure Wahrheit.

- Aus : "Emanuels Buch" - Pat Rodegast, Judith Stanton
/ Zeitloser spiritueller Klassiker -

08.09.2007 um 17:30 Uhr

Aramäisches Vater-Mutter-Unser - >Texte für Geist und Seele<

Aramäisches Vater-Mutter-Unser

O Gebärer/in ! Vater-Mutter des Kosmos,
bündele Dein Licht in uns -
mache es nützlich.

Erschaffe Dein Reich der Einheit jetzt.
Dein eines Verlangen wirkt dann in unserem
wie in allem Licht, so in allen Formen.

Gewähre uns täglich,was wir
an Brot und Einsicht brauchen.

Löse die Stränge der Fehler,
die uns binden,
wie wir loslassen, was uns bindet
an die Schuld anderer.

Lass oberflächliche Dinge
uns nicht irreführen,
sondern befreie uns von dem,
was uns zurückhält.

Aus Dir kommt der allwirksame Wille,
die lebendige Kraft zu handeln,
das Lied, das alles verschönert
und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.

Wahrhaftig - Lebenskraft diesen Aussagen !
Mögen sie der Boden sein,aus dem
alle meine Handlungen erwachsen.

A m e n ...

Neuübersetzung des Vaterunser aus dem Aramäischen nach Neil Douglas-Klotz.
Aus :  "Das Vaterunser" ( Knaur )

08.09.2007 um 17:20 Uhr

MEIN INNERES KIND - Textmeditation

MEIN INNERES KIND
- Textmeditation -

Mein Inneres Kind -
Du in mir,
der ich einmal war
und der du noch immer
in mir lebendig bist,
der ich noch immer bin
- ich bin an deiner Seite.

Du lebst in mir
in allen Altersstufen -
als Fötus, Säugling
und Kleinkind,
als Junge, Jugendlicher
und Heranwachsender
- ich reiche dir die Hand.

Ich bin für dich da -
jederzeit
und in jeder Hinsicht
- was meine Eltern
einmal für dich waren
will ich dir heute sein :
Vater und Mutter.

Ich liebe dich
und akzeptiere dich,
in allem, wie du bist.
Was deine Eltern
so nicht vermochten,
will ich dir heute geben :
ein bedingungsloses JA.

Ich freue mich,
wenn du dich freust :
zeige deine Freude !
Und ich halte dich,
wenn du traurig bist,
in deinem Schmerz
und deiner Angst.

Ich bin immer bei dir -
vergiss das nie !
Du bist nie allein !
Ich will dir Freund sein
und ein Lehrer -
ich bringe dir bei,
was du wissen musst.

Und so lerne ich
auch von dir :
von deiner Ungezwungenheit
und deiner Offenheit,
von deinem Unverstelltsein
und deiner Neugierde
- deiner Fähigkeit zu staunen.

Du bist wundervoll
und du bist schön -
weil jedes Kind
voller Schönheit
und ein Wunder ist.
Nur mit dir
kann ich ich selber sein.

- Henri Hermes -

Für Frauen heißt es im zweiten Vers : " - als Mädchen, Jugendliche und Heranwachsende .."

07.09.2007 um 15:07 Uhr

Liebende Güte Kontemplation - >Texte für Geist und Seele<

Liebende Güte Kontemplation

Möge ich frei sein von Feindseligkeiten.
Möge ich kein Lebewesen verletzen.
Möge ich frei sein von körperlichen und geistigen Schwierigkeiten.
Möge ich in der Lage sein, mein Glück zu beschützen.

Mögen alle Lebewesen frei sein von Feindseligkeiten.
Mögen alle Lebewesen einander nicht verletzen.
Mögen alle Lebewesen frei sein von körperlichen und geistigen
Schwierigkeiten.
Mögen alle Lebewesen in der Lage sein, ihr Glück zu beschützen.

- wahrscheinlich aus dem Buddhismus -

07.09.2007 um 14:57 Uhr

Identitäts - Meditation - >Rund um das Thema Heilung<

Identitäts - Meditation

Ich bin ich -
ein wertvoller, unverwechselbarer Mensch.

Ich mag Symptome
und seelische Störungen haben -
doch meine Störungen und Symptome
sind nicht das, was ich bin.

Ich bin der ich bin -
mit meinen Plänen und Träumen,
Interessen und Begabungen,

mit der mir eigenen inneren Schönheit,
die jedem von uns gegeben ist.

Ich mag Symptome
und seelische Störungen haben
- doch meine Störungen und Symptome
sind nicht das, was ich bin.

Ich bin einfach, der ich bin.
Ich vertraue meiner inneren Heilkraft.
Ich werde, was ich sein kann.

________________

Die Identitäts - Meditation dient der Bewusstwerdung :
"Ich bin nicht meine Erkrankung bzw. meine Störung"
und der Besinnung auf das, was unsere Person wesentlich
ausmacht.  Für Frauen heisst es "Ich bin die ich bin ..."
 
Text : Henri Hermes

03.09.2007 um 15:18 Uhr

Gedanken zur Besinnung - von Paolo Coelho (3)

Gedanken zum Innehalten  -  von Paolo Coelho  - 3 -

Auch wenn ich all das durchgemacht habe, was ich durchgemacht habe,
so bereue ich die Schwierigkeiten nicht, in die ich mich begeben habe -
weil sie es waren, die mich dorthin brachten, wohin ich zu gelangen wünschte.

- John Bunyan (zitiert nach Paulo Coelho, Handbuch des Kriegers des Lichts)

Die zwei größten strategischen Fehler sind:
vor der Zeit handeln oder eine Gelegenheit vorübergehen lassen.

- Paulo Coelho, Handbuch des Kriegers des Lichts

Weil er an Wunder glaubt, geschehen auch Wunder.
Weil er sich sicher ist, daß seine Gedanken sein Leben verändern können,
verändert sich sein Leben. Weil er sicher ist, daß er der Liebe begegnen wird,
begegnet ihm diese Liebe auch.

- Paulo Coelho, Handbuch des Kriegers des Lichts

Man ertrinkt nicht, weil man unter Wasser taucht,
sondern weil man unter Wasser bleibt.

- Paulo Coelho, Handbuch des Kriegers des Lichts

Wenn man etwas ganz fest will, dann setzt sich das ganze Universum dafür ein,
daß man es auch erreicht.

- Paulo Coelho, Handbuch des Kriegers des Lichts

Ein Problem sieht, wenn es einmal gelöst ist, immer einfach aus.
Der große Sieg, der heute leicht errungen scheint, ist das Ergebnis
einer Reihe kleiner, unbemerkter Siege.

- Paulo Coelho, Handbuch des Kriegers des Lichts

Wer liebt, muß sich verlieren und sich wiederfinden können.
- Paulo Coelho, Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte

Nur wer glücklich ist, kann Glück verbreiten.
- Paulo Coelho, Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte

Niemand darf sich das fragen: Warum bin ich unglücklich?
Diese Frage trägt den alles zerstörenden Virus in sich, weil wir dann herausfinden
wollen, was uns glücklich macht. Wenn aber das, was uns glücklich macht, nicht
unserem gegenwärtigen Leben entspricht, dann ändern wir uns entweder umgehend,
oder wir werden noch unglücklicher.

- Paulo Coelho, Der Zahir

Alles ist miteinander verbunden, und hat einen Sinn.
Obwohl dieser Sinn meist verborgen bleibt, wissen wir, daß wir unserer wahren Mission
auf Erden nah sind, wenn unser Tun von der Energie der Begeisterung durchdrungen ist.

- Paulo Coelho, Der Zahir

02.09.2007 um 15:47 Uhr

Gedanken zur Besinnung - von Paulo Coelho (2)

Gedanken zum Innehalten  -  von Paulo Coelho  - 2 -

Niemand muss das Unbekannte fürchten, weil jeder Mensch
das erreichen kann, was er will und was er braucht.
- Paulo Coelho, Der Alchimist

Wenn du dir etwas aus tiefsten Herzen wünschst, dann bist du
der Weltenseele näher. Sie ist immer eine positive Kraft.
- Paulo Coelho, Der Alchimist

Die Dünen verändern sich mit dem Wind, aber die Wüste bleibt dieselbe.
- Paulo Coelho, Der Alchimist

Man muß die Wüste lieben, darf ihr aber nie ganz vertrauen.
Denn die Wüste bedeutet für jeden eine Prüfung:
Sie tötet den, der sich ablenken läßt und nicht jeden Schritt überlegt.
- Paulo Coelho, Der Alchimist

Man liebt, weil man liebt. Dafür gibt es keinen Grund.
- Paulo Coelho, Der Alchimist

Nur eines macht sein Traumziel unerreichbar: die Angst vor dem Versagen.
- Paulo Coelho, Der Alchimist

... daß, wenn wir edler zu sein versuchen, als wir von Natur aus sind,
auch alles um uns her edler wird.

- Paulo Coelho, Der Alchimist

Wenn man auf ein Ziel zugeht, ist es äußerst wichtig, auf den Weg zu achten.
Denn der Weg lehrt uns am besten, ans Ziel zu gelangen, und er bereichert uns,
während wir ihn zurücklegen.
- Paulo Coelho, Auf dem Jakobsweg

Von allen Dingen, auf die der Mensch gekommen ist, um sich selbst weh zu tun,
ist das schlimmste die Liebe. Wir leiden ständig, weil jemand uns nicht liebst,
weil jemand uns verlassen hat, weil jemand nicht von uns läßt.
- Paulo Coelho, Auf dem Jakobsweg

Es ist gut, etwas Langsames zu tun, bevor man
im Leben eine wichtige Entscheidung trifft.

- Paulo Coelho, Auf dem Jakobsweg