Kursbuch Lebensbalance - Texte und Weghinweise für Geist & Seele

09.07.2007 um 20:31 Uhr

Das Leben findet immer JETZT statt - >Leitgedanken & Meditationen zur seelischen Heilung<

Das Leben findet immer JETZT statt.
JETZT ist die Chance, aufzuwachen –
die Chance, einen neuen Weg zu beginnen.


Wie findest du Frieden ?
Indem du Frieden mit dem gegenwärtigen Augenblick schließt.
-  Eckhart Tolle  -

Das Leben findet tatsächlich immer nur im JETZT statt.
Die Vergangenheit ist vorüber, und was geschehen ist, liegt hinter uns.
Die Zukunft ist nur eine Vorstellung – wenn sie da ist – wird es im JETZT sein.

Der Mensch ist zweifachen Ursprungs, er ist himmlischen und irdischen, natürlichen und übernatürlichen Ursprungs  –  das ist die Sichtweise all derer, die tiefe spirituelle Erfahrungen gemacht haben.
In unserem durch persönliche Erfahrungen geprägten »Welt-Ich« erleben wir uns häufig
mehr oder weniger gefangen –
in mehr oder minder leidvoll geprägten Gewohnheitsbahnen zu denken und zu empfinden.

Wenn wir uns bewusst machen, dass wir mehr sind, als dieses »Kleine Ich« -
dass unser »Welt-Ich« Teil und Ausdruck unseres »Wesens«, unseres »größeren Selbst’s« ist –
dann finden wir Vertrauen, dass jedes Gefangensein in Gewohnheitsmustern nicht auf immer sein muss.
Dass – in Verbindung mit unserer Seele, unserem spirituellen Kern – Veränderung, Wandlung und Heilung
von jeder Art Leiden für uns möglich ist.

Es genügt aber nicht, uns das nur vom Kopf her bewusst zu machen.
Es ist notwendig, in unserem Alltag, jeden Tag – eine »Zeit der Besinnung« für uns zu finden.
Indem wir meditieren, etwas Spirituelles lesen – oder einfach anhalten, inne halten.
Eine Zeit, in der wir uns bewusst spüren – den gegenwärtigen Augenblick spüren … in der wir entspannen
im Hier und Jetzt.

Dadurch verbinden wir uns mit unserem »Wesen« - und Kraft, Einsichten und auch Führung
kann uns so aus unserer Seele zukommen.
Vielleicht wissen wir nicht, wie es mit uns in verschiedener Hinsicht weitergehen soll.
Indem wir lernen, mehr im JETZT zu leben – können wir mehr in Fühlung mit der »leisen inneren Stimme«
in uns kommen; mit der Lebenskraft aus unserem Wesen, die wir durch Grübeln und negatives Denken oft blockieren.

Es wird möglich, aufzuwachen aus gewohnheitsmäßig falschen Vorstellungen –
über uns, das Leben, Gott und die Welt.
Ganz und gar aus allen fixen Ideen zu erwachen, nennen die spirituellen Traditionen Erleuchtung.
Ein achtsam gelebtes Heute ist die beste Voraussetzung für ein besseres Morgen.

"Lebe jeden Augenblick voll und ganz – und die Zukunft erledigt sich von selbst."
-  Paramahansa Yogananda  -

Leseempfehlung zum Thema :
JETZT! Die Kraft der Gegenwart.  Ein Leitfaden zum spirituellen Erwachen
von Eckhart Tolle (Kamphausen)

06.04.2007 um 15:41 Uhr

Es gibt keine unheilbaren Krankheiten – >LeitGedanken & Meditationen zur seelischen Heilung<

Es gibt keine unheilbaren Krankheiten –
nur Menschen, die Heilung nicht zulassen.


Unheilbar – ein Schreckenswort; und ein Wort, das das Denken in der Vergangenheit mitgeprägt hat. Und das heute noch wirkt.

Es gibt keine unheilbaren Krankheiten – nur Menschen, die Heilung nicht zulassen. Dieser erste Meditations-Gedanke ist inspiriert durch Walther Lechler, einen großen Seelenarzt und Therapeuten.

Der Mensch ist ein schöpferisches Wesen und wir tragen alle Selbstheilungskräfte in uns – die neuzeitliche Therapie nennt das den "inneren Heiler". Ein Schlüssel zur Heilung ist immer, ob wir zu dieser Kraft in uns einen Zugang bekommen, einen Zugang zu ihr finden – oder ob wir sie blockieren; etwa durch tief eingefleischtes negatives Denken.

Auch bei schwersten Krankheiten im körperlich, psycho-somatischen Bereich hören wir immer mal wieder von Heilungen, die niemand für möglich gehalten hätte. Wir sprechen dann oft von einem *Wunder*. Aber ein Wunder ist ja eben ein Geschehen, das sich nicht an menschliche Vorstellungen und Erwartungen hält – und wenn es bei einem Menschen auftritt, zeigt das doch, dass es potenziell bei jedem möglich ist.

Hier geht es im Besonderen um seelische, um psychische Leiden und Erkrankungen.
Bei schwierigeren und schweren Störungen im Bereich Geist und Seele herrschte lange das Dogma von Nichtheilbarkeit.
Aber die neuere Recovery(Genesungs-)-Forschung belegt, dass psychisch kranke Menschen immer wieder – unter Bedingungen, die die Genesung fördern – gesunden.  Auch Menschen mit Psychoseneigung und an Schizophrenie erkrankte – die ganz besonders mit dem Stigma der Unheilbarkeit "gestempelt" waren.

Psychoseerkrankungen, schwere Depressionen und bipolare Störungen – aber auch Persönlichkeitsproblematiken wie Borderline, die narzisstische Störung und andere – waren bisher generell mit negativen Heilungsaussichten verknüpft. Allein diese vorherrschenden Negativ-Prognosen konnten bei den Betroffenen schon Resignation erzeugen, ein hoffnungsarmes Lebensgefühl – ein Sich-abfinden mit dem scheinbar Unabänderlichen.

Aber Erfahrungen aus Therapie und Selbsthilfe aus den letzten Jahrzehnten zeigen, dass all diese Vorstellungen von Unheilbarkeit einfach nicht auf Wahrheit beruhen.
In Erkrankungen sind Botschaften verborgen – durch Symptome will die Seele uns etwas vermitteln – und durch die Auseinandersetzung mit Krankheit kann der eigene Lebensweg auf eine tiefere Weise gefunden werden. Wir entdecken, welche Erfahrungen der Vergangenheit wir nicht verarbeitet haben, wo wir verdrängen, wo wir uns notwendigen Entwicklungsschritten verweigern.

Jede Krankheit hat die Möglichkeit eines Gesundungs-Weges in sich – eine "Störung" zeigt nur, dass wir in unserer Lebensentwicklung auf schwerwiegendere Weise gestört wurden.
Einen Gesundungs-Weg zu finden, ist allerdings nicht selbstverständlich. Es bedarf einiger Voraussetzungen und Bedingungen:

- - > Innere Bereitschaft ein Mensch muss einen Weg der Gesundung finden w o l l e n ; sich dafür entscheiden. Und er muss bereit sein, sich zu verändern. Gewohntes hinter sich zu lassen – zu gehen, wohin dieser Weg ihn führt.

- - > Lebensrichtige Einstellung – Wir müssen uns klar werden, dass sehr viele der vorherrschenden Sichtweisen über die betreffenden Erkrankungen wahrscheinlich nicht stimmen – dass unsere Störung nicht "unser Feind" ist – dass sie uns "etwas lehren" kann.
Dass sogar "Geschenke" in ihr verborgen sind – wenn wir die Herausforderung, uns mit ihr auseinanderzusetzen, annehmen. Und dass in unserer Seele ein Teil ist, der - - > den Weg kennt. Unser "innerer Heiler".

- - > Unterstützung – Menschen brauchen Menschen. Um aus den bisherigen „Fallen“ heraus zu kommen, wirst du wahrscheinlich Therapie brauchen, Selbsthilfegruppen, vielleicht eine Klinik.
Menschen, die ähnliche Schwierigkeiten kennen, können meist ja viel mehr Weggefährten sein, als andere. Auch mehr "seelenverwandte" Menschen werden so häufig gefunden.

- - > Spiritualität. Dieser Punkt kann hier natürlich nur vorgeschlagen werden. Jede echte Spiritualität kommt von innen – sie darf niemals von aussen aufgedrängt werden.
Viele Menschen entwickeln im Verlauf ihrer Gesundung eine spirituelle Lebensorientierung, die sie zunehmend als Kraftquelle empfinden. Als Quelle, immer neu Hoffnung zu schöpfen. Aber Spiritualität wirkt nur heilsam, wenn es unsere *ureigene* ist – wenn sie uns innerlich freier macht. Jede dogmatische Religion, die Gefühle von Unfreiheit erzeugt, hindert eher die Genesung.

Noch ein letzter Gedanke :
Je schwerwiegender eine seelische Erkrankung ist, je tiefer sie wurzelt, je früher sie in der Kindheit entstanden ist … und natürlich auch, je mehr sie mit Traumas verbunden ist –
- desto länger kann natürlich möglicherweise auch die Genesung dauern. Die Heilung ist dann oft ein Langzeitprozess.
Und wir müssen vielleicht auch einen Lebensstil finden – der weniger den Vorstellungen des "Ego’s" entspricht – sondern mehr dem, was die Seele in uns will.

Wenn wir bereit sind, die Bedingungen des eigenen Schicksals anzunehmen – dann ist immer die Möglichkeit für einen Gesundungs-Weg gegeben; welche Schwierigkeiten auch immer uns mitgegeben sind.
"Schicksal " ist keine festgelegte Grösse. Das Schicksal annehmen eröffnet einen Weg, dass es  s i c h  w a n d e l n  kann.

24.03.2007 um 18:04 Uhr

Meditative Sätze und Leit-Gedanken zur seelischen Heilung

Kurze meditative Sätze und Leit-Gedanken können für die innere Entwicklung und auch Genesung hilfreich und heilsam sein.
In Selbsthilfegruppen wird damit gearbeitet; ebenso in spirituellen Umfeldern.

Über zweihundert davon habe ich geschrieben; die meisten aus meinen Erfahrungen heraus – einige wenige aus Therapie- und Selbsthilfe .. andere sind daraus inspiriert. (Letzteres habe ich dann dazu vermerkt.)

Als ich beschlossen habe, sie auf einer Seite hier vorzustellen – wurde mir bewusst, dass sie vielleicht nur diejenigen näher verstehen, die mit dem Bereich "Therapie und Selbsthilfe" bereits vertraut sind.
Darum werde ich für jeden der hilfreichen Gedanken noch einen Kommentar schreiben.
Das Ganze begreife ich als einen Prozess, der sich entwickelt – so wie ja unser Leben selbst ein fortlaufender
Prozess ist.
Die Meditationen sind in erster Linie für die unter den Besuchern hier, die an seelisch bedingten Lebensschwierigkeiten leiden – ob in leichterer oder auch tiefgreifenderer Weise.
Wenn sie dem Einen und Anderen eine Anregung oder einen Impuls zur Gesundung geben – oder auch nur einen gedanklichen Anstoss – wäre ich sehr froh und sie würden ihren Zweck erfüllen.

Ich staune immer wieder, wie das Leben selbst in besonderen Situationen einen Wink zu geben scheint.
Als ich über den ersten dieser Leit-Gedanken nachdachte : "Es gibt keine unheilbaren Krankheiten …"
– kam mir eine Zeitschrift mit einer Besprechung zu einem neuen Buch ins Haus; mit dem Untertitel:
"Das Ende der Unheilbarkeit".
Es geht da um die "Recovery (Genesungs-) Forschung" – eine Vielzahl neuerer Erfahrungen werden zusammen getragen, die mit dem alten Irrglauben von der "Nichtheilbarkeit" schwererer psychischer Erkrankungen aufräumen. Ein Buch, das Mut macht – auch bei langanhaltenden seelischen Leiden.

Viele der Texte haben eine spirituelle Orientierung, auch der Begriff Gott fällt häufiger.
Ich verstehe Gott allerdings nicht in einem engen, auf eine einzelne Religion bezogenen Sinn – mein eigenes Verständnis ist trans-religiös.
Es geht einfach um das Vertrauen in eine - - > tragende Kraft im Leben – so wie jeder Einzelne sie von innen heraus versteht.
Dieses Vertrauen kann ein wesentlicher Bestandteil von Heilung sein. Dabei sollte niemand sich etwas "von Außen aufdrängen" lassen – sondern auf die Weisheit seiner eigenen Seele hören lernen.

Dazu ein kleiner Text des bekannten buddhistischen Autors und Meditations-Lehrers Jack Kornfield – der sehr schön ausdrückt, was gemeint ist.
Mögen alle Wesen glücklich sein ( buddh. Segenswunsch )  Henri Hermes

V e r b u n d e n  S e i n

Wir müssen lernen,
mit etwas verbunden zu sein,
das größer ist als wir selbst,
ob wir es Tao, Gott, Dharma oder
das Gesetz der Natur nennen.
Es gibt eine tiefe Strömung der Wahrheit,
die wir hören können.
Wenn wir darauf horchen
und in Übereinstimmung mit
dieser Wahrheit handeln,
wird das, was wir tun, das Richtige sein.

- Jack Kornfield -