Kursbuch Lebensbalance - Texte und Weghinweise für Geist & Seele

09.05.2007 um 17:04 Uhr

Wen liebst du noch weniger als Dich? - >Liebe, Beziehungen …<

Werner Sprenger ist bekannt durch seine Meditations-Texte – ebenso durch die >Inta Meditation<, die er besonders für westliche Menschen entwickelt hat.

Zum Thema Selbstliebe, Liebe, Beziehungen hier einige seiner Meditationen aus dem Buch "Verführung zum Leben / Meditations-Texte" – Kapitel : LIEBER ALLEIN ALLEIN – ALS ZU ZWEIEN ALLEIN.
Die Bücher Werner Sprengers sind im Nie Nie Sagen – Verlag erschienen – es lohnt sich, auf der Website herumzuschauen - - >
http://www.nie-nie-sagen-verlag.de/

Wen liebst du noch weniger?

Wen liebst du noch weniger als Dich?
Wen kennst du noch weniger als Dich?
Wen behandelst du noch schlechter als Dich?
Und wer kennt dich besser als Dich?
Und wer braucht deine Liebe mehr
Und wer braucht deine Geduld mehr,
mehr als Du?
Niemand.

03.05.2007 um 15:02 Uhr

Emotionale Unabhängigkeit - >Liebe, Beziehungen, Sexualität<

Abhängige Liebe – oder Emotionale Unabhängigkeit

Einige interessante Gedanken Michael Mary’s zum Thema kindliche Abhängigkeiten – oder Emotionale Unabhängigkeit in Beziehungen; aus seinem Buch: "Schluss mit dem Beziehungskrampf" (Knaur) Ich habe bei Michael vor einigen Jahren ein Seminar mitgemacht.

Bei der Stadt Hagen gibt es ein interessantes Museum. Dort hat man die Einrichtungs-Gegenstände eines Hauses derart vergrößert, dass erwachsene Menschen dieses Haus wie Kinder erleben können.  Die Stühle sind so groß, dass Erwachsene sie nur mit Mühe erklimmen können. Die Löffel sind so groß, dass Erwachsene nur mit Mühe Suppe essen können. Die Schränke sind so hoch, dass Erwachsene nur mit Mühe an die großen und schweren Teller gelangen können. Wenn wir dieses Museum betreten, erleben wir die Welt aus der Perspektive eines Kindes. Dann sind alle Gegenstände groß und schwer. Dann fühlen wir uns überlastet und brauchen Hilfe. In solch einem Haushalt gelangen wir zu der Überzeugung, zu klein zu sein, abhängig zu sein und alleine nicht zurechtzukommen.
Unsere Wahrnehmung des gleichen Hauses verändert sich völlig, wenn wir als große, erwachsene Menschen hineingehen, wenn also die Proportionen stimmen. Dann ist nichts bedrohlich, wir können auftauchende Probleme in die Hände nehmen und lösen.

Nicht anders geht es uns mit der Wahrnehmung der Liebe.  Wenn wir aus der emotionalen Perspektive eines Kindes in eine Beziehung gehen, aus der Perspektive emotionaler Abhängigkeit also, werden wir uns bedroht oder hilflos erleben. Wenn wir jedoch aus der emotionalen Perspektive der Unabhängigkeit in die Beziehung gehen, werden wir erwachsene Liebe erleben – Liebe im Zusammenhang mit Weite und Überfluss. Dann ist die gleiche Beziehung eine völlig veränderte Beziehung. Dann nehmen wir die gleiche Beziehung anders wahr und machen andere, befriedigende Erfahrungen mit Liebe.

Emotionale Unabhängigkeit ist der Weg zu einer neuen Liebe.  Emotionale Unabhängigkeit bedeutet nicht, dass Mann und Frau von Liebe unabhängig werden. Emotionale Unabhängigkeit bedeutet, dass Mann und Frau sich nicht so sehr brauchen und dass sie nicht bereit sind, ihre Individualität und Integrität für die Liebe, für die Partnerschaft, für einen Menschen aufzugeben.

Nachdem Mann und Frau auf wirtschaftlicher Ebene unabhängig voneinander geworden sind, ist emotionale Unabhängigkeit der nächste Schritt zur Umgestaltung unserer Beziehungen, der nächste Schritt auf dem Weg zu einer Liebe, die sich aus der Freude am Zusammen-Sein und nicht auf der Angst vor dem Alleinsein gründet.

Den Weg ... von der Angst zur Freude zu gehen, den Weg von abhängiger Liebe zu unabhängiger Liebe erfordert Aufmerksamkeit und Zeit.

02.05.2007 um 15:52 Uhr

Liebe und Freundschaft - >Bücher von Peter Schellenbaum<

Im folgenden drei sehr besondere Bücher von Peter Schellenbaum zu den Themen Liebe, Liebesbeziehung(en) und Freundschaft.

D a s  N e i n  i n  d e r  L i e b e  (dtv)

Kurzbeschreibung
Der Schweizer Psychotherapeut Peter Schellenbaum plädiert für ein offenes Nein in der Liebe: Der Wunsch nach Abgrenzung ist notwendig zur Selbstverwirklichung; nur so wird ein offenes Ja zum Partner möglich. Eine echte Hilfeleistung für diejenigen, die Konflikte in der Liebesbeziehung akzeptieren und bewußt lösen wollen.

Ein Zitat daraus : "Liebe besteht in der aktiven Hingabe an das Du, das heißt auch in der Mitteilung an das Du. Wer sich dabei von Bedürfnissen nach harmonischer Ergänzung leiten läßt, verbirgt die interessantesten und aufwühlendsten Seiten der eigenen Persönlichkeit. Zwei Liebende sollten davon ausgehen, daß sie sich in keinem Punkte ergänzen und trotzdem lieben.  Praktisch stimmt dies auch, denn die tatsächlichen Ergänzungen zweier Liebenden befinden sich in solcher Tiefe der Persönlichkeiten, daß sie nie ganz eingesehen werden können, sicher nicht in den ersten Jahren einer Beziehung.
Der Ergänzungsdruck verhindert nicht nur die gegenseitige Mitteilung, sondern auch die Selbstverwirklichung jedes einzelnen innerhalb der Beziehung."

Aggression zwischen Liebenden. Ergriffenheit und Abwehr in der erotischen Erfahrung (dtv)

Der Psychotherapeut Peter Schellenbaum schließt in diesem Buch an seinen Titel "Das Nein in der Liebe" an.  Er fordert auf ebenso einfühlsame wie herausfordernde Weise dazu auf, Aggression nicht als zerstörerisches Element einer Beziehung zwischen Liebenden zu betrachten, sondern als positive Kraft.

T a n z  d e r  F r e u n d s c h a f t  (dtv)

In dem vorliegenden Buch befaßt sich der Psychotherapeut Peter Schellenbaum mit dem Thema Freundschaft.
Er fordert die LeserInnen dazu auf, festgelegte Auffassungen in Bezug auf diese so wichtige zwischenmenschliche Beziehung neu zu überdenken.

Peter Schellenbaum, geboren 1939, arbeitet als freier Autor, Lehranalytiker, Dozent und Psychotherapeut in eigener Praxis.  Er ist Leiter des von ihm gegründeten Instituts für Psychoenergetik.

Ein Link zu seiner heutigen Arbeit - - > 
http://www.leib-psychotherapie.ch/

27.04.2007 um 13:28 Uhr

Partner für’s Leben - >Liebe, Beziehungen, Sexualität<

Glückliche Beziehungen - und die *Kunst des Liebens*

Die meisten Menschen in Deutschland sehnen sich nach einer glücklichen Beziehung,
die ein Leben lang hält.
3 von 4 Bundesbürgern (75,1 Prozent) sind davon überzeugt, dass es den Partner für’s Leben gibt.

An Liebe auf den ersten Blick glaubt mehr als die Hälfte (55,5 Prozent).
Frauen und Männer sind sich einig
- - > eine Beziehung wollen acht von zehn (79,2 Prozent) nur, wenn sie diese in jeder Hinsicht als ideal empfinden. Umfrage: Apotheken Rundschau

Ob uns wohl auch genügend bewusst ist, dass Lieben auch eine Fähigkeit ist, die mit Lernen und innerem Wachstum zu tun hat?
wie Erich Fromm das in seinem zeitlosen Klassiker "Die Kunst des Liebens" beschrieben hat.
Ein Link dazu - - >
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_Liebens

Die bekannte Sufi-Lehrerin Annette Kaiser sagt in einem Interview zum Thema
"Die Kunst als Paar zu leben" :
"C.G. Jung hat gesagt : Die Liebe hat vier Stufen.
Die erste ist : Du verliebst dich.
Die zweite Ebene ist, die Projektionen zurücknehmen.
Die dritte Ebene ist, Nähe und Distanz zu regeln, so dass die Liebe sich entwickeln kann –
und die vierte ist die bedingungslose Liebe.
Und mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen."

Darüber lohnt es sich, nachzudenken.  Das erste ist klar .. ..
das zweite  –  wie viel projizieren wir in einen Andern hinein, haben "Vorstellungen", wie er ist ..  oft "Ideal"vorstellungen, Idealbilder??  Wenn die Traumvorstellungen zerbrechen, die Verliebtheit abklingt – zerbrechen oft auch die Beziehungen. Oder wir lernen, den Anderen anzunehmen, zu lieben, wie-er-wirklich-ist.
Nähe und Distanz zu regeln – das gelingt auch oft nicht, auch daran scheitern oft Beziehungen;
man/frau klebt aneinander, traut sich vielleicht nicht, auch Distanz-Bedürfnisse mitzuteilen …
oder hat Angst vor Nähe, traut sich nicht, darüber zu sprechen .. ..
Zu der vierten Stufe kommen viele gar nicht – aber es ist möglich. Wenn wir, wie Erich Fromm es ausdrückt, die "Kunst des Liebens" lernen.