Kursbuch Lebensbalance - Texte und Weghinweise für Geist & Seele

23.09.2007 um 15:36 Uhr

Was würde Buddha tun, um glücklich zu sein ? - >Texte für Geist und Seele<

Was würde Buddha tun, um glücklich zu sein ?

"Strebe nach Gesundheit, dem größten Segen; folge der Tugend.
Höre den Menschen zu; lies gute Bücher und lerne.
Sei ehrlich; zerbrich die Kette der traurigen Bindung.
Diese sechs Pfade führen zum höchsten Gut." < Jataka 84 >


Das ist eine sehr allgemeine Frage und eine sehr allgemeine Antwort.
Das ist gut, denn hier bedeutet allgemein stark und umfassend.

Mit diesen Worten gibt Buddha vielleicht den einfachsten und doch
praktischsten Lebensrat in der gesamten buddhistischen Überlieferung.
Erstens solltest du auf deine Gesundheit achten - aus der Gesundheit
kommt die Kraft, die anderen fünf Pfade zu beschreiten.
Als nächstes solltest du der Tugend folgen - nicht der Vollkommenheit,
nicht der Konsensmoral, nicht der Nachsicht, nein, der Tugend.
Lerne - von Menschen, aus Büchern, aus dem Internet, woraus auch
immer. Sage die Wahrheit, das ist einfach.
Schliesslich solltest du die Bande sprengen, die dich an vorgefasste
Meinungen, Besitztümer, Beschwerden, sogar an deine Lieben fesseln.
Einige von diesen darfst du noch behalten, aber binde dich nicht an sie.
Wenn du diese Pfade beschreitest, gehst du ein ins Reich des Glücks :
für dich selbst wie für alle Lebewesen.

Aus : "Was würde Buddha tun ? 101 Lösungen
für die kleinen und grossen Probleme des Lebens" - Franz Metcalf.
Die "Sie"-Anrede im Buch wurde hier in "du" umgewandelt.

21.09.2007 um 15:17 Uhr

Krishnamurti - über das wahre Selbst

Krishnamurti -
über das wahre Selbst

Du musst dir selbst vertrauen.
Du sagst, du kennst dich nur zu genau ?
Wenn du so denkst, kennst du dich nicht.
Du kennst allein die schwache
äussere Hülle, die oft versagt hat.

Du aber - dein wahres Selbst -,
du bist ein Funke von Gottes eigenem Feuer.
Gott, der All-mächtige, ist in dir,
deshalb gibt es nichts, was du nicht vermagst,
wenn du es willst. Sprich zu dir selbst :

"Was Menschen je getan haben,
das können Menschen wieder tun.
Ich bin ein Mensch, und doch
auch Gott im Menschen; ich kann
dies tun und will es tun !"

Dein Wille muss unerschütterlich werden,
wenn du auf dem Pfad wandeln willst.

- Jiddu Krishnamurti, in jungen Jahren -

21.09.2007 um 15:10 Uhr

Es gibt Augenblicke ... - >Texte für Geist und Seele<

Es gibt Augenblicke im Leben,
da blitzt die Einsicht auf,
dass eine höhere Weisheit
uns leitet
und eine unendliche Liebe
um uns ist.

Was wir dann wahrnehmen,
ist unser Schutzengel,
der Engel,
der uns ganz persönlich
zugesellt ist.


- Hildegunde Wöller -

12.09.2007 um 13:34 Uhr

Z u h a u s e - >Texte für Geist und Seele<

Z u h a u s e

Ich habe die ganze Welt
auf der Suche nach Gott durchwandert
und ihn nirgendwo gefunden.

Als ich wieder nach Hause kam,
sah ich ihn an der Tür
meines Herzens stehen,
und er sprach :

"Hier warte ich auf dich seit Ewigkeiten."
Da bin ich mit ihm ins Haus gegangen.


- Rumi, Sufi Mystiker -

12.09.2007 um 13:26 Uhr

SEGENSWUNSCH - >Texte für Geist und Seele<

SEGENSWUNSCH

Es sei mit dir
der Segen Gottes
wie ein Lächeln der Freundschaft
so nah wie ein Zunicken,
so spürbar wie ein Kuss.

Es sei mit dir der Segen Gottes
im Atemholen
im Träumen
im Wachen
im Schmerz
in der Freude
im Denken
im Tun
im Verweilen
im Fortgehen.

Es sei mit dir der Segen Gottes
wie eine Hand auf deiner Schulter.


- Frau Browaczik -

10.09.2007 um 16:19 Uhr

DAS HERZ KENNT DEN WEG - >Texte für Geist und Seele<

DAS HERZ KENNT DEN WEG

Das Herz ist ein unfehlbarer Kompaß
in jedem von euch.
Das Herz kennt die Seele
besser als der Verstand.
Solange euer Verstand
nicht im Dienst des Herzens steht,
ist er ein verschrobener und verdrehter Meister.

Der einzig richtige Weg für euch
ist bereits in euch angelegt.
Um ihn zu finden, müsst ihr auf euer Herz hören.
Es gibt keine andere Möglichkeit.

Während der kleine Geist in seiner Angst
starr und kontrollierend ist,
wird der tiefere Teil von euch
die Wahrheit eurer ewigen Sicherheit
und eurer Einheit mit Gott zu flüstern beginnen.
Hört also auf euer Herz.
Dort sind euer Licht
und eure Wahrheit.

- Aus : "Emanuels Buch" - Pat Rodegast, Judith Stanton
/ Zeitloser spiritueller Klassiker -

08.09.2007 um 17:30 Uhr

Aramäisches Vater-Mutter-Unser - >Texte für Geist und Seele<

Aramäisches Vater-Mutter-Unser

O Gebärer/in ! Vater-Mutter des Kosmos,
bündele Dein Licht in uns -
mache es nützlich.

Erschaffe Dein Reich der Einheit jetzt.
Dein eines Verlangen wirkt dann in unserem
wie in allem Licht, so in allen Formen.

Gewähre uns täglich,was wir
an Brot und Einsicht brauchen.

Löse die Stränge der Fehler,
die uns binden,
wie wir loslassen, was uns bindet
an die Schuld anderer.

Lass oberflächliche Dinge
uns nicht irreführen,
sondern befreie uns von dem,
was uns zurückhält.

Aus Dir kommt der allwirksame Wille,
die lebendige Kraft zu handeln,
das Lied, das alles verschönert
und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.

Wahrhaftig - Lebenskraft diesen Aussagen !
Mögen sie der Boden sein,aus dem
alle meine Handlungen erwachsen.

A m e n ...

Neuübersetzung des Vaterunser aus dem Aramäischen nach Neil Douglas-Klotz.
Aus :  "Das Vaterunser" ( Knaur )

07.09.2007 um 15:07 Uhr

Liebende Güte Kontemplation - >Texte für Geist und Seele<

Liebende Güte Kontemplation

Möge ich frei sein von Feindseligkeiten.
Möge ich kein Lebewesen verletzen.
Möge ich frei sein von körperlichen und geistigen Schwierigkeiten.
Möge ich in der Lage sein, mein Glück zu beschützen.

Mögen alle Lebewesen frei sein von Feindseligkeiten.
Mögen alle Lebewesen einander nicht verletzen.
Mögen alle Lebewesen frei sein von körperlichen und geistigen
Schwierigkeiten.
Mögen alle Lebewesen in der Lage sein, ihr Glück zu beschützen.

- wahrscheinlich aus dem Buddhismus -

10.04.2007 um 12:38 Uhr

Über die Seele - >Texte für Geist und Seele<

Rilke - ü b e r  d i e  S e e l e

Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt
in euch ? Was, wie der Klang der Narrenschellen,
um Beifall bettelt und um Würde wirbt,
und endlich arm ein armes Sterben stirbt
im Weihrauchabend gotischer Kapellen, -
Nennt ihr das Seele ?

Schau ich die blaue Nacht, vom Mai verschneit,
in der die Welten weite Wege reisen,
mir ist : ich trage ein Stück Ewigkeit
in meiner Brust. Das rüttelt und das schreit
und will hinauf und will mit ihnen kreisen ...
Und das ist Seele.


- Rainer Maria Rilke -

09.04.2007 um 14:43 Uhr

Über mitgegebene Probleme - >Texte für Geist und Seele<

Das Monument: Gott

Bevor Gott seine Kinder zur Erde schickte,
gab er jedem Kinde
ein sorgfältig ausgewähltes Päckchen mit Problemen.

"Diese", versprach er und lächelte dabei,
"gehören nur dir alleine.
Niemand außer dir kann diesen Segen besitzen,
den diese Probleme dir bringen.
Und nur du hast die speziellen Talente und Fähigkeiten,
die du brauchst,
um diese Probleme zu deinen Dienern zu machen.

Nun geh zurück zu deiner Geburt
Und zu deiner Vergessenheit.
Wisse, dass ich dich über alle Massen liebe.
Diese Probleme,
die ich dir auferlege,
sind ein Symbol für diese Liebe.

Dies Monument,
das du aus deinem Leben machst –
mit Hilfe deiner Probleme –
wird ein Symbol deiner Liebe zu mir werden."

-  B. M. Jörgensen  -

08.04.2007 um 14:21 Uhr

Über Schwierigkeiten und Hemmnisse - >Texte für Geist und Seele<

Das I Ging über Schwierigkeiten und Hemmnisse

Ein Hemmnis, das nur eine Zeitlang dauert, ist von Wert für die Bildung der eigenen Persönlichkeit. Das ist der Wert der Not. …

Schwierigkeiten und Hemmnisse werfen den Menschen auf sich selbst zurück.

Während aber ein unbewusster Mensch die Schuld draußen bei Anderen sucht und das Schicksal anklagt, sucht der spirituelle Mensch den Fehler in sich selbst –
und durch dieses Insichgehen wird die äußere Hemmung für ihn ein Anlass innerer Bereicherung und Bildung.

So wendet sich der spirituelle Mensch seiner eigenen Person zu und bildet seinen Charakter.

- aus dem Buch der Wandlungen -

02.04.2007 um 13:08 Uhr

Über Glauben und Wahrheit - >Texte für Geist und Seele<

Über Glauben und Wahrheit

Glaube nichts auf blosses Hörensagen hin;
glaube nicht an Überlieferungen,
weil sie alt und durch viele Generationen
bis auf uns gekommen sind;
glaube nichts aufgrund von Gerüchten,
oder weil die Leute viel davon reden;
glaube nicht, bloss weil man dir das geschriebene
Zeugnis irgendeines alten Weisen vorlegt.

Glaube nie etwas, weil Mutmassungen dafür
sprechen oder weil langjährige Gewohnheit
dich verleitet, es für wahr zu halten;
glaube nichts auf die blosse Autorität
deiner Lehrer und Geistlichen hin.

Was nach eigener Erfahrung und
Untersuchung mit deiner Vernunft übereinstimmt
und zu deinem eigenen Wohle und Heile
wie zu dem aller anderen Wesen dient,
das nimm als Wahrheit an und lebe danach.

- Gautama Buddha -

01.04.2007 um 10:40 Uhr

Über die Liebe - >Texte für Geist und Seele<

Ü b e r  d i e  L i e b e

Pflicht ohne Liebe macht verdriesslich
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Ordnung ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht grausam
Ehre ohne Liebe macht hochmütig
Besitz ohne Liebe macht geizig
Glaube ohne Liebe macht fanatisch

- aus dem T a o T e K i n g -

14.03.2007 um 13:47 Uhr

Unsere tiefste Angst - >Texte für Geist und Seele<

Unsere tiefste Angst ist nicht,
ungenügend zu sein.

Unsere tiefste Angst ist,
dass wir über alle Maßen kraftvoll sind.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
was wir am meisten fürchten,

Wir fragen uns, wer bin ich denn,
um von mir zu glauben, dass ich brillant,
großartig, begabt und einzigartig bin?

Aber genau darum geht es,
warum solltest Du es nicht sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Dich klein zu machen nützt der Welt nicht.

Es zeugt nicht von Erleuchtung, sich zurückzunehmen,
nur damit sich andere Menschen um dich herum
nicht verunsichert fühlen.

Wir alle sind aufgefordert, wie die Kinder zu strahlen.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes,
die in uns liegt, auf die Welt zu bringen.

Sie ist nicht in einigen von uns,
sie ist in jedem.

Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen,
geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis,
das Gleiche zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
befreit unser Dasein automatisch die anderen.

- Marianne Williamson, der Text wurde
bekannt durch eine Rede Nelson Mandelas
-