Kursbuch Lebensbalance - Texte und Weghinweise für Geist & Seele

29.08.2007 um 17:19 Uhr

Co-Abhängigkeit – eine weit verbreitete Beziehungsstörung

Co-Abhängigkeit – eine weit verbreitete Beziehungsstörung

Co-Abhängigkeit ist eine Beziehungsstörung in dem Sinne, dass Menschen sich
in schädlicher und ungesunder Weise von anderen Menschen abhängig machen.
Man/frau neigt dazu, andere Menschen (Partner, Eltern, Kinder, Verwandte, Freunde,
Bekannte, Kollegen usw.) als einzige Quelle der eigenen Identität, des eigenen Wertes
und des eigenen Wohlbefindens zu benutzen.

Der Begriff Co-Abhängigkeit ist abgeleitet von "Co-Dependency" -  

!   In erster Linie sind Personen gemeint, die ein zwanghaftes Bedürfnis nach Zuwendung,
Aufmerksamkeit und Bestätigung haben und ihr gesamtes Selbstwertgefühl von den Reaktionen
ihrer Umwelt abhängig machen.

!   Häufig wird er im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen verwendet, dort bezieht er sich
auf Menschen, die mit Abhängigen zu tun haben, als Angehöriger, Freund oder professioneller Helfer.
In Fachkreisen wird auch von "Angehörigen von Suchtkranken" gesprochen.

!   Ferner wird der Begriff häufig in Verbindung mit Beziehungssucht, Romanzensucht und Sexsucht
verwendet.

Bei allen drei Gruppen gibt es untereinander Überschneidungen.
Co-Abhängige müssen aber weder in Beziehungen leben noch müssen ihre Angehörigen Suchtproblematiken aufweisen.


Symptome von Co-Abhängigkeit

Co-Abhängige orientieren sich in ihrem Handeln an anderen.
Manche Co-Abhängige machen andere Menschen zum Mittelpunkt ihres Lebens.
Ihr eigenes Leben scheint ihnen unbedeutend und langweilig. Das Gefühl von Bedeutung
erfahren sie in den Reaktionen ihrer Umwelt.  Sie sind süchtig nach Anerkennung und
opfern alles dafür, was bis zur völligen Selbstverleugnung gehen kann.
Es wird immer die Opferrolle in Beziehungen (zu Partnern, Kollegen, Familienangehörigen und anderen)
gesucht; meist eine Helfer-Rolle in aussichtsloser Position.
So kommt es häufig vor, dass Co-Abhängige in Beziehungen zu süchtigen Menschen geraten, die sie "retten"
wollen.  Dabei sehen sie sich meist als Märtyrer.  Nicht selten ketten sie ihr eigenes Schicksal an das eines
Anderen, möglichst ein "Verlierer", mit dem sie dann mit „Wehenden Fahnen“ untergehen können.
So kommt es z. B. zur völligen Überschuldung bei dem Versuch, einem Heroin-Süchtigen zu helfen, oder
zum Burnout bei dem Versuch, die Firma durch Überstunden und völlige Verausgabung zu retten.

Da die Co-Abhängigkeit auch eine psychosomatische Erkrankung ist, können die
körperlichen Symptome sehr vielfältig sein.  Zum schon erwähnten Burnout über Adipositas
(Fettsucht), Migräne, Beziehungssucht, Magersucht und Angstneurosen gibt es vielfältige Formen. 
Häufig ist es sehr schwer, die eigentliche Problematik dahinter zu erkennen.

Hilfreiches bei CoAbhängigkeit

CoDa – eine 12 Schritte Selbsthilfegruppe für gesunde Beziehungen
- - >
http://www.coda-deutschland.de/tool-oea-de.htm

"Ich bin co.de" – ein Web-Forum zum Thema Coabhängigkeit
- - >
http://www.ich-bin-co.de/index.php?PHPSESSID=79b3ab730b352a5e672b546584c1bb5a&

Ein Selbsthilfe-Board im 12 Schritte Forum
- - >
http://forum.zwoelf-schritte.de/index.php?board=13.0

Das Selbsthilfe-Thread : Symbiotische Beziehungen – gesunde Beziehungen
- - >
http://forum.zwoelf-schritte.de/index.php?topic=892.0

06.08.2007 um 12:55 Uhr

Traumhaus – Eine Website zum Thema »Trauma« - >Hilfreiches<

   Traumhaus – Eine Website zum Thema »Trauma«

Menschen, die Traumata erlebt haben – wer traumatisiert ist – braucht oft etwas anderes noch
als herkömmliche Therapien. Unsachgemäße Therapie kann hier sogar Schaden anrichten.

Ein traumatisches Ereignis wird definiert als "ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes , die bei fast jedem eine tiefe Verstörung hervorrufen würde"
( ICD 10 ).
Solche belastenden Ereignisse geschehen nicht nur in politischen Krisengebiete - sie äußern sich vor allem in Gewalt gegen Frauen und Kinder.
Heute betrachtet man allgemein Kindesmisshandlungen, sexuelle Gewalt gegen Kinder, erhebliche emotionale und/ oder körperliche Vernachlässigung, Verlust eines oder beider Elternteile in der Kindheit, lebensbedrohliche Gewalterfahrung innerhalb der Familie oder schwere Kinderkrankheiten als Kindheitstraumata, die sich – unbehandelt – auch noch im Erwachsenenalter in Form schwerer gesundheitlicher Schäden äußern können.

Die Website »Traumhaus« des gleichnamigen Vereins kann Betroffenen und Interessierten auf vielfältige Weise Hilfe sein.

Auf der Homepage heißt es :
Wir sind zuversichtlich, mit dieser Seite all diejenigen anzusprechen, die mit der Thematik Trauma und Traumafolgen in Berührung gekommen sind und die uns unterstützen wollen, etwas dafür zu tun, dass traumatisierte Menschen eine sehr gute Behandlung erfahren.
Unser Verein ist mit dem Behandlungsschema nach dem "Bielefelder Modell" verbunden
und von ehemaligen Patientinnen der Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin
des Ev.Kankenhauses in Bielefeld gegründet worden.
Es liegt uns am Herzen, diese Therapieform in die Öffentlichkeit zu bringen, damit möglichst viele
davon profitieren können.

Weitere Gedanken zum Thema Trauma :

"Traumatisierte Menschen leiden oft ihr Leben lang unter der Last der Erinnerungen, von
denen sie immer wieder überschwemmt werden und die sie wie im Hier und Jetzt erleben.
Die Folgen sind Schlafstörungen, Ängste, Panikattacken und erhebliche Einschränkungen
im Alltag.
Die herkömmlichen Therapiemethoden haben häufig nur begrenzt Linderung geschaffen, zum Teil sogar
das Leiden eher vergrößert als erleichtert, indem der Blick hauptsächlich auf das Schwere gerichtet wurde.
Es ist aber ein Erfahrungsgesetz, dass das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, mehr Raum
und Bedeutung gewinnt als der Rest.
Und so gerieten die Ressourcen, die Fähigkeiten und Selbstheilungskräfte der Betroffenen nicht selten
aus dem Blickfeld und verkümmerten, während das Leiden ein Gewicht bekam, das ihm nicht zusteht.
Ein Mensch kann nur leben, wenn er zu einem hohen Prozentsatz gesund ist.
Das wird leider oft zu wenig gewürdigt. Menschen, die sehr Schweres, Lebensbedrohliches erleben mussten
und überlebt haben, haben immer Wege und Fähigkeiten entwickelt, wie sie mit dem Schweren umgehen
können - sonst würden sie nicht mehr leben.
Einer der Grundsätze von Dr. Luise Reddemann ist deshalb, dass sie von den Fähigkeiten
statt von den Defiziten der Betroffenen in ihrer Therapie ausgeht. …"
– Website: Traumhaus –

Buchempfehlung :  Trauma -
Ungelöste Folgen erkennen, 
  überwinden und an ihnen wachsen – von Luise Reddemann (Trias)
Der Link zur Website »Traumhaus« - - >
http://www.traumhaus-bielefeld.de/

08.06.2007 um 13:06 Uhr

Ganzheitliche Krebsberatung

Ganzheitliche Krebsberatung

Krebs - ein Wort, das nicht nur in Deutschland sehr viel Angst verbreitet.
Krebs wird immer noch als eine Krankheit angesehen, bei der man davon abhängig ist, wie gut eine ärztliche Therapie wirkt und ansonsten kann man als Patient nur sehr wenig tun.
Was viele berühmte Ärzte des letzten Jahrhunderts schon erahnten, wird immer öfters bestätigt. Menschen sind dem Schicksal Krebs nicht hilflos ausgeliefert und können selbst sehr dazu beitragen, dass sie wieder gesund werden.

Es gibt inzwischen über 50 Ganzheitliche Krebsberater in 7 Ländern –
ausgebildet von >Menschen gegen Krebs / MgK< - die für Ratsuchende da sind, sich die notwendige Zeit nehmen, um so etwas Wichtiges wie die Krebserkrankung detailliert mit dem Betroffenen zu besprechen, ihm beistehen, seinen Weg finden.
Es werden auch regelmäßig Ausbildungen zum >Ganzheitlichen Krebsberater< angeboten.
Information - - > http://www.krebsberater-mgk.de/

Die Lösung besteht darin, Krankheit als Möglichkeit zur Wandlung zu betrachten.
-  Christine Grimm, Ganzheitliche Krebsberaterin  -

23.05.2007 um 16:10 Uhr

Buddhaweisheit für schwierige Zeiten

Buddhaweisheit für schwierige Zeiten     

Eine zentrale Einsicht des Buddha war die, dass die herkömmliche ich’hafte, egozentrische
Art zu leben, wie wir sie kennen, letztlich immer wieder zu Leiden führt.

Auch in offensichtlich schwierigen Zeiten und Krisen kann buddhistische Weisheit äußerst hilfreich sein - uns helfen, immer wieder auch die Lektion und die Chance darin zu sehen.
"Nimm in schwierigen Zeiten deine Zuflucht zu Mitgefühl und Wahrheit" - so ein buddhistischer Leitgedanke
(aus : Jack Kornfield - "Buddhas kleines Weisungsbuch", Knaur)

Im Folgenden eine kleine Zusammenstellung hilfreicher >Wegbegleiter< :

Wenn alles zusammenbricht - Hilfestellung für schwierige Zeiten
- von Pema Chödrön (Fischer).

Pema Chödrön, eine der beliebtesten buddh. Lehrerinnen des Westens, war Schülerin des bekannten
tibetischen Meisters Chögyam Trungpa.

An Krisen reifen - Buddhistische Perspektiven für schwierige Zeiten
- von Regine Leisner (Theseus).
Wir können uns darin üben, das Leben als Potenzial zu sehen. Wir haben jeden Augenblick die Möglichkeit,
uns zu entscheiden und zu handeln.  Mögen die Spielräume auch klein sein - nutzen wir doch wenigstens die!

Mit Zen zur geistigen Freiheit – Spirituelle und therapeutische Techniken
zur Überwindung von Abhängigkeiten
- von Mel Ash (Knaur)

Früherer Titel: Zen der Gesundung. Mel Ash ist Zen-Meister und Mitglied der AA.
Er verbindet die grundlegenden Gesundungsgedanken der 12-Schritte-Selbsthilfegruppen
mit den Grundgedanken des Zen und des Buddhismus.

Licht im Herzen der Dunkelheit - Die Nacht der Seele und der Weg der Erleuchtung
- von John Tarrant (Goldmann).

John Tarrant ist Zen-Meister, Jung’scher Psychotherapeut und vertraut mit der Spiritualität
der australischen Aborigines.  Ein ungewöhnlicher Begleiter für die innere Reise.

Der Zen-Weg aus der Depression - Therapeutisch-spirituelle Hilfe zur Selbsthilfe
- von Philip Martin (O.W. Barth Verlag)

Geschrieben von einem Psychotherapeuten, der selbst Zen-Buddhist ist. Hilfreiche Erklärungen und vielfältige Ratschläge machen den Zen-Weg zum Ausgangspunkt inneren Wachstums und einer grundlegend veränderten Sicht des Lebens.

Heilsam in guten wie schweren Zeiten sind auch die geführten Liebende-Güte-Meditationen
von Ayya Khema.  Eine Empfehlung: "Meditationen des Herzens" (Jhana Verlag)

Noch ein Leitgedanke: "Der größte Schutz ist ein liebevolles Herz. Indem du dich selbst beschützt, beschützt du andere. Indem du andere beschützt, beschützt du dich selbst." (aus "Buddhas kleines Weisungsbuch").

16.05.2007 um 13:48 Uhr

Selbsthilfe im Internet - >Hilfreiches für schwierigere Zeiten<

  Das 12 Schritte Selbsthilfe-Forum – ein *guter Ort* im Internet  

Die 12 Schritte Selbsthilfe-Gruppen sind hier ja schon vorgestellt worden.  Es gibt sie heute weltweit
und deutschlandweit. Zu den verschiedensten Lebensproblematiken – seelischer Art, was Beziehungen betrifft – oder auch Süchte.

Inzwischen gibt es auch das vielfältige 12 Schritte Selbsthilfe-Forum im Internet –
und so die Möglichkeit auch auf diese Weise an eigenen Problemen zu arbeiten, sich auszutauschen und Gleichgesinnte zu finden.
Anders als in den Meetings "draußen" – wo jeder >für und über sich< spricht, und Feed-back in der Regel nicht üblich ist -
ist es hier üblich, sich in den verschiedenen Foren auch zu unterhalten, Fragen zu stellen, direkter in Kontakt zu sein.  Es gibt aber auch Threads, die in der üblichen Meeting-Art ablaufen.
Es geht in diesem Forum liebevoll und achtsam zu – das 12 Schritte Forum ist ein guter Ort, etwas für sich zu tun – Unterstützung, Heilung – oder auch einfach gute Bekannte und Freunde zu finden.

Die Links - - > www.zwoelf-schritte.de  und  - - > http://forum.zwoelf-schritte.de/

 
Es gibt beispielsweise das Board "Beziehungen, Co-Abhängigkeit" - - > http://forum.zwoelf-schritte.de/index.php?board=13.0
Esssucht, Ess-Störungen - - > http://forum.zwoelf-schritte.de/index.php?board=15.0
Alkoholsucht, Arbeitssucht, Nikotinsucht; Sex- Und Liebessucht .. Messies .. ..
Frühe (frühkindlich bedingte) Störungen - - >
http://forum.zwoelf-schritte.de/index.php?board=21.0
- wo es auch um schwierigere psychische Problematiken geht, etwa sog. Persönlichkeitsstörungen, Borderline; schwere Depresssion oder Psychosen.
Auch das >innere Kind< nimmt einen großen Raum ein, Buchempfehlungen, gut’tuende Texte u.v.m.
 
Ein Besuch im Forum lohnt sich bestimmt !     

22.04.2007 um 13:03 Uhr

Der Förderkreis Ganzheitsmedizin – Hilfreiches für schwierigere Zeiten

Seelische Gesundheit und Lebensfreude – 
 der Förderkreis Ganzheitsmedizin in Bad Herrenalb  

Eine weitreichende Arbeit in Richtung Bewusstheit, seelische Gesundheit und Lebensfreude unternimmt der Förderkreis für Ganzheitsmedizin in Bad Herrenalb, der von Walther Lechler ins Leben gerufen wurde.

Dr. Walther Lechler war über viele Jahre Leiter der Psychosomatischen Klinik Bad Herrenalb – und entwickelte das >Bad Herrenalber – Modell<, nach dem auch andere bekannte Kliniken arbeiten; wie die >Hochgrat-Klinik Wolfsried< oder die >Psychosomatische Klinik Bad Grönenbach<.
Er trug maßgeblich zum Bekanntwerden der 12 Schritte Selbsthilfegruppen in Deutschland bei; auch in den Kliniken ist die Selbsthilfe-Arbeit integriert.

Der Förderkreis organisiert das ganze Jahr über die vielfältigsten Veranstaltungen, Vorträge, Seminare, Reisen und auch Ausstellungen –
für Menschen, die etwas für ihre Entwicklung tun und neue Erfahrungen machen wollen.

Jährlich gibt es ein großes Pfingst-Treffen, zu dem über tausend Leute zusammenkommen; z.T. aus Selbsthilfegruppen aus ganz Deutschland und darüber hinaus.
Es gibt ebenfalls ein sehr tolles, umfangreiches Angebot an Vortragskasetten; darunter auch von Walther selbst.

Ein Leitgedanke ist : Es gibt neben den vielen ansteckenden Krankheiten auch eine ansteckende Gesundheit !

  
Buchtips:  So kann’s mit mir nicht weitergehen
/ Spirituelle Erfahrungen in der Therapie -  Walther Lechler u.a. (Kreuz)
Von mir aus nennt es Wahnsinn. Protokoll einer Heilung
- von Jacqueline C. Lair und Walther H. Lechler (Kreuz)

Der  L i n k  zum Förderkreis - - >
http://foerder-kreis.de

19.04.2007 um 13:42 Uhr

Psychische Erkrankung - >Hilfreiches für schwierigere Zeiten<

Psychische Erkrankung - was not tut!

Das Thema ernsthafter psychischer Erkrankungen ist noch ein Randthema in unserer Gesellschaft. Wer mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus liegt, zeigt allen stolz seinen Gips. Wer in einer psychiatrischen Klinik war, verschweigt es meist, weil es ihm peinlich ist.  Auch über die Erfahrungen dort wird häufig nicht gern gesprochen. Das wird hoffentlich einmal nicht mehr so sein; manches tut sich ja glücklicherweise auch schon.
In die richtige Richtung weisen die "Wittenberger Thesen" des Bundesverbandes der Psychiatrie-Erfahrenen, die ich zur weiteren Verbreitung hier wiedergeben möchte.

1. "Wer gekränkt wird, wird krank. Damit Gesundung beginnen kann, muss Kränkung aufhören.
Schluss mit weiteren Verletzungen durch die Psychiatrie."
2. "Eine weite Sprache, die nicht diagnostisch einengt, sondern offen ist, verstehend."
3. "Geborgenheit tut not. Geborgenheit anstelle des Gefühls, ausgeliefert zu sein."
4. "Die Selbstheilungskräfte stärken."
5. "Jede Diagnose stigmatisiert. Statt einer Diagnose, den Konflikt erfassen. Weg mit dem Etikett 'unheilbar' "
6. "Konfliktlösung ist nur mit allen Beteiligten möglich".
7. "Verwirrt nicht die Verwirrten! Der Therapeut sollte sich als Partner zur Verfügung stellen. In Kliniken feste Bezugspersonen: ein Bezugstherapeut, ein Bezugspfleger. Die Kontinuität der therapeutischen Beziehung sichern".
8. "So früh wie möglich ist Information zu geben über das Ziel der Behandlung."
9. "Aufklärung über die Rechte des Klienten. Aufklärung darf kein einseitiger und einmaliger Akt sein."
10. "In Krisen und Not braucht jeder eine Person seines Vertrauens."
11. "Die Möglichkeit geben, sich nichtsprachlich auszudrücken."
12. "Mitgestaltung des therapeutischen Prozesses seitens des Klienten."

"Was ich auch gelernt habe in der Psychiatrie, spiegelt sich in den Wittenberger Thesen." - Atina Haberkern (Psychotherapeutin, Meditationslehrerin)

19.04.2007 um 12:36 Uhr

Umgang mit Stress - >Hilfreiches für schwierigere Zeiten<

Umgang mit Stress

Stress wird zunehmend ein Hauptproblem für zunehmend viele Menschen –
42 Prozent aller Männer und 46 Prozent aller Frauen fühlen sich dauerhaft gestresst, berichtete die Zeitschrift Focus Anfang 2007.

Zum >Umgang mit Stress< Gedanken der buddhistischen Meditationslehrerin Sylvia Wetzel.

Alle Welt steht unter Stress, auch Menschen, die meditieren. Woran liegt das ?
Daran sind die Städte schuld und die Globalisierung – und die anderen. Äußere und innere Bedingungen für Stress reißen uns dann mit, wenn wir entsprechend "gestrickt" sind.
Vier Faktoren fördern Stress:
Mangelnde Selbsterkenntnis, fehlender Sinn, zu hohe Ansprüche und falsche Prioritäten.
Sie hängen eng zusammen. Weil wir uns selbst nicht gut kennen, wissen wir nicht, was uns wichtig ist und was der Sinn unseres Lebens ist. Dann möchten wir anders sein, als wir sind, nämlich redegewandter oder stiller, klüger oder emotionaler usw.
Wenn uns das nicht gelingt, lehnen wir uns ab und dann mögen wir noch weniger hinschauen und wissen immer weniger, was wir wollen. Wir setzen überzogene Ansprüche an die Stelle und leben das Leben von anderen.
Das führt zu Stress, und je gestresster wir sind, desto mehr fallen wir in diese Muster zurück.

Wie finden wir aus diesem Teufelskreis heraus ?  Der Buddha rät: innehalten im Alltagstrott.
Eine halbe Stunde Muße am Tag, einen halben Tag im Monat und ab und zu eine Übungswoche Zuhause oder in einem Zentrum.

Wenn wir uns für zehn, zwanzig Minuten still hinsetzen, bemerken wir, wie es uns geht.
Muße bedeutet, für diese halbe Stunde frei sein von äußeren und inneren Zwängen.
Das ist nicht leicht.  Was tun ?  Einfach anfangen.
Wie ?  Manche mögen gedankliche Übungen, und manche achten lieber auf den Atem.
Meine Anti-Stress Übung besteht immer wieder aus drei Fragen :
1. Was ist mir wichtig im Leben. Dann notiere ich mir zehn Punkte.
2. Wie viel Raum hatten diese Dinge und Themen in den letzten zwei, drei Wochen, Monaten
und Jahren.
3. Was kann ich tun oder lassen, um dem mehr Raum zu geben ?
Diese Übung hilft mir, meine Prioritäten zu klären, und wenn ich weiß, was ich will, erlebe ich weniger Stress.
Vielleicht hilft sie auch Ihnen. Oder nicht. Dann probieren Sie die Übung nächste Woche noch einmal.

03.04.2007 um 11:07 Uhr

Der innere Heiler - >Hilfreiches für schwierigere Zeiten<

Immer hilfreich in schwierigeren Zeiten ist es, sich immer wieder bewusst zu machen,
dass in jedem Menschen - in jedem von uns – »Selbstheilungskräfte« sind und wirken.
Selbstheilungskräfte, die wir blockieren können durch negatives Denken; und die wir aktivieren können – schon allein, indem wir uns ihre Existenz ins Bewusstsein rufen, unsere Aufmerksamkeit darauf lenken.
Es gibt einen Bereich in der Seele – einen Teil in uns – der oft als "innerer Heiler", manchmal auch als "innerer Therapeut" bezeichnet wird. Dieser Teil >weiss<, was uns fehlt .. was heilt .. und welcher Weg für den Betreffenden "der Richtige" ist.
Auf dem Weg, zu gesunden – von was auch immer – ist es auf jeden Fall heilsam – mit dem Seelenanteil in Fühlung zu kommen, der "Der Innere Heiler" genannt wird.

In einem »Interview«  mit dem Theologen, Arzt und Psychoanalytiker

Eckhart Frick habe ich einige recht gute Aussagen zu diesem Thema gefunden.    

Der  » i n n e r e  H e i l e r «     Blüte der Akelei
            Frage :  Hat jeder einen inneren Heiler ?    

Frick : Mit C. G. Jung gesprochen, hat jeder ihn im eigenen Unbewussten. Aber er ist nach aussen projiziert auf mächtige Ärzte oder Gurus. Wenn ich diese Projektion zurücknehme, entdecke ich in meiner Tiefe, was mich selber aufstehen lässt. Ich entdecke aber auch den kleinen inneren Saboteur, der das immer wieder unmöglich macht.

Doch ich muss nicht nach aussen gehen, um den Heiler zu entdecken, weil ich ihn auch in mir finden kann.

Frage : Wie komme ich in Kontakt mit dem inneren Heiler
?

Frick : Ich muss mehr ich selbst und damit auch beziehungsfähiger werden. Das ist eine Entwicklung, die diesen inneren Heiler wach werden lässt und die ihn mit dem äusseren Heiler, den ich vielleicht ebenfalls brauche, zusammenarbeiten lässt.

Jeder so genannte Patient hat ein ganz tiefes Wissen über Heilung – was die klassische Medizin oft gar nicht hören will.
Aber jeder Leidende hat in der Tiefe auch Ansätze für die Fähigkeit, wieder gesund zu werden. Diese Ressource gilt es zu entdecken.

17.03.2007 um 20:32 Uhr

12 Schritte Selbsthilfegruppen – Lebensschwierigkeiten aller Art

   Für Lebensschwierigkeiten aller Art

gibt es heute die verschiedensten   1 2   S c h r i t t e  S e l b s t h i l f e g r u p p e n  –
Ein weltweites Netzwerk der Genesung und Gesundung.

Angefangen hat es mit den Anonymen Alkoholikern – diese Art an sich zu arbeiten und etwas für das eigene Gesundwerden zu tun hat sich aber auch für viele andere Problematiken als hilfreich und heilsam erwiesen. Deshalb gibt es inzwischen die unterschiedlichsten Selbsthilfe–Gruppen, die – mit leichten Abwandlungen – nach dem gleichen Prinzip arbeiten.

Man/frau kommt zusammen zu so genannten MEETINGS .. in sehr vertrauter, meist warmherziger Atmosphäre kann über die eigenen Schwierigkeiten gesprochen werden .. Statt sich Rat"schläge" zu geben, spricht jeder >für sich selbst< - jeder nimmt das mit nach Hause, was ihn weiterbringt – und durch den Austausch findet Lernen von den Erfahrungen der Anderen statt.
Die Gruppen haben eine spirituelle Grundlage, aber völlig undogmatisch - jeder findet das, was für ihn "richtig ist". Grundgedanke ist, durch Vertrauen in eine >tragende Kraft im Leben< wieder zu gesunden. Wie jeder diese Kraft nennt oder versteht, ob er sie 'Gott' nennt, oder anders – ist dem Einzelnen überlassen. Viele sagen einfach "meine Höhere Macht".
In 12 Schritte Gruppen finden sich Menschen mit verschiedenster spiritueller Orientierung, ob christlich, buddhistisch, esoterisch – oder einfach nur dem eigenen Innern folgend.


Die nach den AA grösste Gruppe sind EA / Emotions Anonymous – wo es um das ganze Spektrum seelischer Lebensschwierigkeiten geht; es gibt CoDA – mit dem Thema Beziehungen, CoAbhängigkeit .. weitere Themen sind: Ess-Problematiken, Sex- und Liebessucht, Kaufsucht, SpielerBorderline, Frühe Störungen (nur München) u.v.m.
Zunehmend Viele empfinden es als Segen, diese heilsamen zwischenmenschlichen Umfelder für sich entdeckt zu haben.


Einige Links :   

Emotions Anonymous - - >
http://www.emotionsanonymous.de/
CoDependents Anonymous - - > http://www.coda-deutschland.de/
Overeaters Anonymous - - > http://www.overeatersanonymous.de/
Liste der 12 Schritte Gruppen - - > http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_12-Schritte-Gruppen

14.03.2007 um 20:57 Uhr

Die Heiligenfeld Kliniken - >Hilfreiches für schwierigere Zeiten<

HEILIGENFELD Ein Feld der Heilung    
Im Themen-Thread >Hilfreiches für schwierigere Zeiten< möchte ich als erstes die Fachklinik Heiligenfeld vorstellen – sie gehört in meinen Augen zu den besten therapeutischen Kliniken überhaupt.

Sie ist spezialisiert auf die Behandlung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen -
Schwerpunkte sind Angsterkrankungen, Depressionen, Psychosen und Borderline; Essstörungen; Psychoonkologie, Brustkrebs; es gibt spezielle Gruppen für Frauen, Menschen in helfenden, sozialen Berufen und religiöse Störungen …
d.h. auch bei sensiblen Themen - Frauen, die etwa Missbrauchserfahrungen verarbeiten wollen, religiösem Missbrauch durch Indoktrination .. oder eben schwierigeren seelischen Problematiken wie Psychoseneigung oder Borderline – ist die Fachklinik ein guter Ort.

Menschen, die dort waren, beschreiben diese Klinik immer wieder wie eine Art *Oase der Gesundung* - allein die zwischenmenschliche Atmosphäre dort wirkt auf eine tiefe Weise heilsam. Zum therapeutischen Konzept gehört auch eine spirituelle Lebenshaltung, gesund zu werden und seelisch zu wachsen durch das Vertrauen, in etwas Größerem aufgehoben zu sein. Eine Spiritualität, die selbstverständlich undogmatisch ist - die Vertrauen in den eigenen Weg vermittelt.

Die hier beschriebene >Fachklinik< gehört neben dem Gesundheitszentrum, der Parkklinik und der Klinik Waldmünchen zu den - - > Heiligenfeld Kliniken.

In eine therapeutische Klinik zu gehen, ist immer ein richtungweisender Schritt im Leben – Heiligenfeld ist so etwas wie ein *Geheimtip*.
Es gibt dort auch Kennenlern-Tage – es empfiehlt sich immer, sich eine Klinik in Ruhe anzuschauen, bevor man / frau so einen Schritt tut. 

Der Link zu den Heiligenfeld Kliniken - - > http://www.heiligenfeld.org/heiligenfeld/