Wir alle für immer zusammen
Autor: Guus Kuijer
Original: Voor altijd samen, amen (1999)
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von 5
Polleke ist elf Jahre alt, doch sie sieht sich auf ihre jungen Jahre schon mit einigen Problemen konfrontiert. Zum einen ist da Mimun. Mimun ist Marokkaner und geht schon seit zwei Jahren mit Polleke, allerdings haben da seine Eltern ziemlich was dagegen. Er soll nämlich ein marokkanisches Mädchen heiraten. Abgesehen davon, dass Polleke Niederländerin ist und eben keine Marokkanerin, hat sie auch noch keinen Glauben und möchte später Dichterin werden. Neben diesen Problemen, die sie mit der Familie von Mimun hat, hat sie auch noch welche mit ihrer eigenen Familie.
Pollekes lebt bei ihrer Mutter, die geschieden ist. Ihre Mutter hat sich jedoch wieder neu verliebt, und das ausgerechnet in den Lehrer von Polleke, den Walter. Der ist zwar nett, aber nicht so toll wie Spiek, der wirkliche Vater von Polleke. Dieser hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen, den Drogen, weshalb er nicht viel Zeit für seine Tochter hat, doch diese liebt ihn einfach.
Etwas Trost findet die kleine Polleke bei ihren Großeltern am Land. Der Nachbarsbauer hat nämlich ein Kälbchen, das findet Polleke ganz toll. Ganz schön viele Probleme also für eine Elfjährige.
Die Geschichte ist mit ca. 90 Seiten sehr kurz, weshalb nicht unbedingt eine erzählerische Tiefe entsteht. Irgendwie spurlos geht das Büchlein an einen vorüber, ohne irgendwelche pädagogischen Spuren zu hinterlassen. Hätte man die Thematik mit Mimun etwas ausgebaut, hätte man eventuell noch einen antirassistischen Anspruch entdecken können. Für Kinder im Alter von ca. zehn bis zwölf Jahren gibt es eindeutig bessere Bücher, denn das vorliegende ist weder spannend noch sonstirgendwas. Außer halt kurz.

