Farm der Tiere
Autor: George Orwell
Original: Animal Farm (1945)
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von 5
Die Tiere auf der Herren-Farm, die dem Ehepaar Jones gehört, leben eigentlich das ganz normale, relativ ruhige Leben, das Farmtiere nun mal leben. Sie stellen ihre Existenz eigentlich nicht in Frage – zumindest so lange, bis Old Major, ein kluges Schwein, seine Visionen von einer Farm der Tiere unter den Tieren verbreitet. Old Major stirbt, seine Ideen leben aber weiter. Die Tiere bringen sich selbst das Lesen und das Rechnen bei, eines Tages kommt dann auch die Gelegenheit, bei der sie die Farmer vertreiben können.
Anfangs leben die Tiere noch gleichberechtigt nebeneinander, die Arbeit wird geteilt, alles was sie produzieren ebenfalls. Leider geht das nicht lange gut. Die Schweine erheben sich über die anderen Tiere. Nun sind zwar alle gleich – aber einige sind eben gleicher.
Orwells Roman, 1945 erschienen, ist wohl zu jeder Zeit von großer politischer Brisanz. Damals zwar als Fabel auf den Kommunismus gemeint, trifft die Geschichte auch heute noch den Nerv der Zeit. Mit den besten Absichten kann noch so großes Unheil angerichtet werden. Und dass es ausgerechnet die Schweine sind, die sich über die anderen Tiere erheben, kommt auch nicht von ungefähr, wie Orwell in seinem interessanten Nachwort klar macht. Genauso lesenswert wie „1984“, genauso wichtig, genauso aktuell.


leo14