Schade, dass du nicht tot bist
Autorin: Rita Mae Brown
Original: Wish you were here (1991)
meine Bewertung:
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von 5
Crozet ist ein kleinens Dorf in Virginia. Man kennt sich untereinander und weiß größtenteils über die Marotten der Einwohner Bescheid, so stört es auch niemanden, dass die Postmeisterin Mary Minor Harristeen, kurz "Harry" genannt, ihre beiden liebsten Freundinnen mit ins Postamt bringt: die Corgi-Hündin Tee Tucker und die Katze Mrs. Murphy. Es tut sich nicht viel im Dorf, deshalb ist Harrys Scheidung von ihrem Ehemann Fair das Thema des Dorfklatsches. Doch Harrys persönliche Tragödie wird schon bald von einem grausamen Mord überschattet.
Der Bauunternehmer Kelly Craycroft wird völlig zerstückelt in einem Betonmischer aufgefunden, kurz nach ihm findet man die Leiche der Einzelunternehmerin Maude, die von einem Zug überrollt und in drei Stücke zerteilt wurde. Angst und Misstrauen senkt sich über die kleine Dorfgemeinde und Harry beginnt, private Ermittlungen aufzunehmen. Ihr ist nämlich aufgefallen, dass alle Opfer kurz vor ihrem Tod eine Postkarte mit der Aufschrift "Schade, dass du nicht hier bist" und dem Bild eines Friedhofs erhalten haben. Die Postmeisterin wird in ihren Ermittlungen tatkräftig von ihrer menschlichen Freundin Susan und ihren beiden tierischen Freunden Tucker und Mrs. Murphy unterstützt. Doch sie kommt dem Mörder zu nahe und muss nun selbst um ihr Leben bangen...
Der erste Fall für Mrs. Murphy ist wirklich gelungen. Man muss sich zwar daran gewöhnen, dass gleich zu Anfang viele Personen erwähnt und charakterisiert werden (zum Glück gibt es ein Personenregister), außerdem ist es irgendwie bemerkenswert, dass manche der Tiere "richtigere" Namen haben, als die menschlichen Protagonisten (zB Mrs. Murphy die Katze und Boom Boom die Unternehmersgattin) und Harry Harry heißt, obwohl sie eine Frau ist und Kelly Kelly heißt, obwohl er ein Mann ist.
Lässt man diese klitzekleinen Mankos außer acht, bleibt eine wundervoll charmante Geschichte voll Lokalkolorit und sympathischer Tiere, die einiges wissen und verzweifelt versuchen, den Menschen die Dinge zu zeigen, die von einiger Bedeutung sein könnten. Sehr nette Geschichte ohne allzu überraschendes Ende, dafür aber mit Spannung und Tier-Inputs (die schon mal ein wenig übertrieben sind, aber was solls).


Und BoomBoom ist ja auch nur ein Spitzname... den richtigen hab ich allerdings schon wieder vergessen. BoomBoom ist ja auch einprägsamer ;)