Lesen oder Lassen?

17.12.2007 um 23:13 Uhr

Rätsel um die alte Villa

von: chil   Kategorie: Kinder

Autor: Stefan Wolf

Original: Rätsel um die alte Villa, TKKG 07

meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrückt von 5

Die Eltern von Karl Vierstein, einem der Mitglieder der berühmten TKKG-Bande, haben eine kleine Erbschaft gemacht und sich mit dem Geld eine Villa gekauft. Just an dem Tag, an dem sich die restlichen Mitglieder der Bande, nämlich der sportliche Peter, auch Tarzan genannt, der verfressene und dickliche Willi Sauerlich, auch Klößchen genannt, und die hübsche Gaby die Neuerwerbung der Viersteins ansehen wollen, bemerken sie etwas Seltsames. Scheinbar befindet sich außer ihnen noch jemand in der Villa. Gerade als die wackeren Jugendlichen nachsehen wollen, fliehen die Einbrecher. Teile der Villa sind verwüstet, die Tapete ist an manchen Stellen abgepellt worden und auch sonst scheinen die Einbrecher irgendetwas in der Wand gesucht zu haben.

Natürlich macht die Bandenmitglieder das neugierig und sie beschließen, dem Rätsel der alten Villa auf die Spur zu kommen. Interessant wird die Sache, als auch noch ein Geisterfahrerpärchen ins Spiel kommt und die Jugendlichen erfahren, dass in der Villa der Viersteins früher einmal ein bekannter Einbrecher-König gewohnt hat. Zum Glück geht am Ende wieder alles gut aus, vor allem für Tarzan.

Die Bücher von Stefan Wolf zeichnen sich vor allem durch eines aus: unmissverständliche Diskriminierung von Mädchen, die zwischenzeitlich schon mal als „Weiber“ bezeichnet werden und sowieso immer daheim bleiben müssen, wenns spannend wird und durch schlüpfrige Formulierungen (wie an anderer Stelle schon näher erläutert). Auch wenn man keine Kampfemanze ist, stört es einen schon, dass Gaby bei den richtig tollen Sachen nicht mitmachen darf, weil es draußen schon dunkel ist/es zu gefährlich ist etc. pp.

Dennoch sind die Fälle der Jungdetektive spannend (für die Zielgruppe halt) und ganz nett zu lesen. Als Erwachsenen stößt man sich vielleicht am etwas zu hoch erhobenen moralischen Zeigefinger des Autors, der fast auf jeder Seite irgendwo zutage tritt, aber was solls. Großteils harmlos und ganz nett.

  • Broschiert: 185 Seiten
  • Verlag: Omnibus Tb Bei Bertelsmann (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570215776
  • 16.12.2007 um 11:37 Uhr

    Berts romantische Katastrophen

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: Jacobsson, Anders/Olsson, Sören

    Original: Berts vidare betraktelsen (1990)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrücktVerrücktVerrückt von 5

    Dieser Band spielt zwischen der sechsten und siebten Klasse, der Hauptdarsteller ist Bert Ljung. Mittlerweile ist Bert 13 Jahre alt und wie in allen Bert-Bänden hat er nur eines im Kopf: Mädchen, die von ihm fachkundig und liebevoll einfach als „Weiber“ bezeichnet werden. Er kann sich nicht so richtig entscheiden, ob er nun Anki, Paulina oder doch Nadja toll findet, deshalb findet er einfach alle drei super. Seine feuchten Träume handeln davon, eine der drei oder alle zusammen ordentlich zu küssen und vielleicht mehr. Mit einem unvergleichlichen Humor und einer großen Portion Situationskomik schildert Bert also seinem Tagebuch seien Erlebnisse. Politisch herrlich unkorrekt, einfach lustig und dennoch ziemlich harmlos – das sind die Bertbücher so wie man sie kennt und einfach lieben muss. Natürlich für Erwachsene ein toller Lesespaß, für Kinder wahrscheinlich eher nicht geeignet, aber genau das, was ein Teenager Tag für Tag erlebt, daher auch für diese Zielgruppe zu empfehlen. Nicht unerwähnt sollten auch die witzigen Illustrationen von Sonja Härdin bleiben.
  • Gebundene Ausgabe: 153 Seiten
  • Verlag: Oetinger Verlag; Auflage: 10., Aufl. (August 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789139041
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    16.12.2007 um 11:01 Uhr

    Das fliegende Klassenzimmer

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: Erich Kästner

    Original: Das fliegende Klassenzimmer (1933)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrücktVerrücktVerrückt von 5

    Im Prinzip werden in diesem Weihnachtsroman drei Geschichten in der Geschichte erzählt. Zuerst einmal tritt der Autor Kästner im Vorwort und im Nachwort des Buches in Erscheinung. Im Vorwort erzählt er von der Entstehungsgeschichte des Buches, die im Sommer spielt. Von seiner Unterkunft, der Kuh, die ihn jeden Abend von der Weide abholt, auf der er mit einem grünen Bleistift seine Geschichte aufschreibt.

    Die Geschichte, die er aufschreibt, handelt von fünf Jungen in einem Internat. Die Charaktere könnten unterschiedlicher gar nicht sein. Zum einen ist da Martin Thaler, der Klassenprimus. Er ist fair und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Die diesjährigen Weihnachtsferien muss er im Internat verbringen, weil seine Eltern arm sind und nicht genug Geld für die Fahrkarte haben. Jonathan Trotz ist Waise und sehr verschwiegen. Auch er verbringt Weihnachten im Internat. Matthias Selbmann möchte einmal Boxer werden. Er ist stark und liebenswertig, setzt sich auch für Schwächere ein, beispielsweise für den kleinen Ulrich von Simmern. Dieser ist alles andere als mutig. Der letzte in der Runde ist Sebastian Frank, der Weihnachten gegenüber sehr skeptisch ist.

    Die Geschichte teilt sich in verschiedene Handlungsstränge auf, es gibt keinen Hauptstrang.Traditionellerweise sind die Internatsschüler mit den Realschülern der Stadt verkracht, warum, das weiß eigentlich niemand mehr so genau. Sicher ist jedenfalls, dass der Streit schon lange währt und es eigentlich schon immer so gewesen ist. Eines Tages klauen die Realschüler die Diktathefte der Internatsschüler. Diese wissen nicht, was sie nun tun sollen, also gehen sie zum Nichtraucher. Der Nichtraucher ist ein Erwachsener, der in einem alten Eisenbahnabteil in der Nähe der Schule wohnt und ein guter Freund der Internatsschüler ist. Der Nichtraucher rät ihnen zu einer Schneeballschlacht, die natürlich auch prompt angezettelt und von den Internatsschülern gewonnen wird. Dies ist wohl die bekannteste Szene aus dem Buch, nämlich weil man sich an sie durch die diversen Filme so gut erinnern kann.

    Weiter Handlungsstränge erzählen von der Wiederzusammenführung von ihrem geschätzten Klassenlehrer Dr. Bökh mit dessen Studienfreund, dem Nichtraucher, von der Probe und der Aufführung des Theaterstücks „Das fliegende Klassenzimmer“ und wie Martin Thaler doch noch über die Weihnachtsfeiertage nach Hause fahren kann und davon, wie sich der kleine Ulrich von Simmern doch noch Respekt verschafft.
     Liest man „Das fliegende Klassenzimmer“ als Kinderbuch, so ist es vor allem eines: lustig und spannend erzählt, eine Jungensgeschichte aus vergangenen Zeiten. Liest man es jedoch als Erwachsener, der ein wenig um die Geschichte Erich Kästners Bescheid weiß, wird einem erst klar, wieso das Buch im Nationalsozialismus indiziert wurde. Kästner äußert mehr als nur subtile Regimekritik mit diesem Werk. Zum einen ist da diese Feindschaft, die in einem Krieg gipfelt, von der niemand mehr weiß, wie sie zustande gekommen ist, weil es halt „schon immer so“ war. Außerdem müssen die Internatsschüler den Satz „an jedem Unfug, der passiert, sind nicht nur die Schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern“ schreiben. Deutlicher geht’s kaum. Neben Mut, Zivilcourage und Familie werden Werte wie Freundschaft und Ehrlichkeit groß geschrieben.

    „Das fliegende Klassenzimmer“ ist eine großartige Geschichte für Kinder und mittlerweile auch zum Klassiker avanciert. Für Erwachsene ist es sehr interessant, sie auf eben genannte Aspekte zu lesen. Uneingeschränkt empfehlenswert.

  • Gebundene Ausgabe: 173 Seiten
  • Verlag: Dressler Verlag; Auflage: 162., Aufl. (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3791530151
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    04.12.2007 um 20:01 Uhr

    Angst in der 9a

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: Stefan Wolf

    Original: Angst in der 9a (1980)

    meine Bewertung: VerrücktVerrückt von 5

    Irgendetwas stimmt nicht mit der 9a, der Nachbarklasse von Tarzan, Karl, Klößchen und Gaby. Sie sind extrem gehässig gegenüber der Professorin Müller-Borello, der nettesten und fairsten Lehrerin der ganzen Schule. Anfangs vermuten die Mitglieder der TKKG-Bande nur, wer dahinter stecken könnte, und prompt liegen sie richtig. Die beiden Schulrüpel, natürlich beide schon mindestens einmal sitzen geblieben, sind die Rädelsführer des Lehrer-Mobbings. Der Rest der Klasse beteiligt sich aus Angst. Hinter die Gründe kommen Tarzan, Karl, Klößchen und Gaby nur zufällig, da Klößchen bei der Müller-Borello Nachhilfe in Englisch nimmt.

    Die Geschichten rund um die Bande sind immer wieder gleich aufgebaut, was aber dem Lesespaß für Kinder keinen Abbruch tut. Als Erwachsener stolpert man oft über viele, viele Klischees und (wie schon mehrmals an dieser Stelle erwähnt) den allzu hoch erhobenen Zeigefinger. Die moralischen Botschaften hinter den Geschichten wirken schon fast lächerlich, wie zielführend sie sind, bleibt auch fraglich. Sicher ist nur: TKKG ist die Bande, bei der man immer mitmachen wollte und ab und an nette Unterhaltung für Zwischendurch.
  • Broschiert: 185 Seiten
  • Verlag: Omnibus Tb Bei Bertelsmann (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570215768
  • ISBN-13: 978-3570215760
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    07.10.2007 um 21:58 Uhr

    Taubenjagd

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: Jerry Spinelli

    Original: Wringer (1997)

    meine Bewertung: Verrückt von 5

    Jedes Jahr im August findet in der kleinen amerikanischen Stadt ein Volksfest statt. Es beginnt an einem Montag und endet an einem Sonntag und hat alles, was man auch von jedem anderen Volksfest kennt: Riesenräder, Achterbahnen, Süßigkeiten und Brathähnchen. Am Ende dieser Feierlichkeiten steht aber ein grausames Spektakel: Der Taubentag. Fünftausend Tauben werden dafür zuvor eingefangen und dann am Spielplatz wieder ausgelassen. Alle Männer, die zuvor ein Startgeld bezahlt haben, dürfen dann mitmachen und die Tauben mit Gewehren abschießen.

    Am Spielplatz warten schon die Halsumdreher. Das sind jene Jungen, die schon 10 Jahre alt sind und jenen Tauben den Hals umdrehen, die nur verletzt vom Himmel gefallen sind. Palmer ist neun Jahre alt. Aber seit er das erste Mal mit vier Jahren beim Halsumdrehen am Taubentag zugesehen hat, packt ihn jedes Jahr kurz vor dem Ereignis das kalte Grauen. An seinem neunten Geburtstag findet der sanfte Junge, der zuvor immer nur mit Dorothy, der Nachbarstochter gespielt hatte, drei Freunde und wird in die Bande dieser Rüpel aufgenommen. Er beachtet Dorothy nicht mehr und piesakt sie gemeinsam mit den anderen Jungs. Richtig stark fühlt er sich. Dann, eines Tages im Januar vor seinem zehnten Geburtstag, wird er von einem Klopfen am Fenster seines Zimmers geweckt.

    Eine Taube blickt zu ihm ins Zimmer. Ausgerechnet eine Taube! Palmer gefällt das Tier, er füttert sie regelmäßig und nennt sie Picker. Picker wird fester Bestandteil seines Lebens, sein treues Haustier. Und das ausgerechnet in einer Stadt, in der jährlich fünftausend seiner Artgenossen vom Himmel geholt werden. Palmer weiß nicht, was er tun soll, er wendet sich schließlich an Dorothy. Von seinen Rüpel-Freunden, die alle schon ganz heiß darauf sind, endlich Halsumdreher zu werden, beginnt er sich zunehmend zu fürchten. Und das Ereignis rückt unaufhaltsam auch dieses Jahr näher…

    Meiner Meinung nach kann man sich das Buch gerne sparen. Für ein Kinderbuch finde ich es irgendwie sinnlos grausam und die Moral, die Spinelli vielleicht rüberbringen möchte, kommt irgendwie nicht so ganz durch. Freundschaft ist wichtig, ok. Aber um das rüber zu bringen, gibt es „schönere“ Geschichten. Dieses Urteil beruht auf rein ästhetischen Empfindungen meinerseits. Das Buch ist spannend, die Handlung stringent. Dennoch würde ich meinen Kindern das Buch nicht vorlesen. Sinnloser Gewalt an Tieren kann ich nunmal nichts abgewinnen.


  • Gebundene Ausgabe: 179 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (Juni 2006)
  • ISBN-10: 386615142X
  • ISBN-13: 978-3866151420
  • 16.09.2007 um 22:39 Uhr

    So einen wie mich...

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: Bjarne Reuter

    Original: Busters verden (1979)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrückt von 5

    Eigentlich ist Buster ja arm dran. Er hat eine Schwester, die ständig gehänselt wird, weil sie einen Klumpfuß hat. Er hat einen Vater, der nicht arbeiten geht, dafür aber umso mehr Alkohol trinkt und die ganze Familie schlägt und tyrannisiert. Und seine Mutter hat wenig Zeit für ihre Kinder, weil sie als Putzfrau arbeitet, um die Familie durchzubringen. Buster hat aber etwas, was ihn von vielen anderen Kindern unterscheidet: Er hat Humor und ein Talent zum Zaubern. Wo es nur geht, verwendet er es, um sich aus dem Schlamassel zu ziehen und jeder noch so traurigen Situation etwas Lustiges abzuringen.

    Buster nimmt eines Tages einen Job als Fahrradkurier nach der Schule an. Die Arbeit ist zwar anstrengend, überhaupt, wenn man von den Schulschlägern ständig verfolgt wird, weil man ihnen Zucker in den Tanks ihrer Motorräder geschüttet hat, nachdem sie die Schwester mal wieder gehänselt haben, aber der Job hat auch seine guten Seiten. So lernt er nämlich auch das hübsche Mädchen mit dem langen blonden Haar kennen, das so gut Klavier spielen kann. Er verliebt sich sogar in sie und hat so wieder ein Problem mehr… 

    Die Geschichte rund um Busters Familie wäre sehr tragisch, wäre Buster nicht so ein Optimist und Lebenskünstler. Zwar ist sie nicht besonders spannend oder besonders einprägsam, man hat sie aber schnell weggelesen und irgendwie bleibt eine positive Erinnerung – an Buster, der anders ist, als die anderen, aber deshalb nicht schlechter. Nicht ohne Grund wurde Bjarne Reuter 2002 für die Hans-Christian-Andersen-Medaille nominiert, das Buch war außerdem auf der Auswahlliste für den Deutschen Literaturpreis 1987. Nicht umwerfend, aber sehr nett.


  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (Februar 2006)
  • ISBN-10: 3866151241
  • ISBN-13: 978-3866151246
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    09.09.2007 um 21:53 Uhr

    Phantom auf dem Feuerstuhl; das

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: Stefan Wolf

    Original: Phantom auf dem Feuerstuhl; das (1979)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrückt von 5

     

     

    An einem warmen Mai-Abend fahren Tarzan, der eigentlich Peter Carsten heißt, aber wegen seiner sportlichen Figur so genannt wird, und sein Sportlehrer Dr. Bienert von einem Volleyballmatch nach Hause. Die beiden fachsimpeln über das verlorene Spiel und merken so zu spät, dass da jemand in Motorradkluft auf der Brücke über ihnen steht. Und ehe der Sportlehrer bremsen kann, fliegt auch schon ein kopfgroßer Stein von der Brücke. Die Scheibe des Wagens zersplittert, Dr. Bienert verreißt den Wagen, er überschlägt sich einmal und kommt schließlich zum Stillstand. Tarzan ist nichts passiert, der Lehrer ist allerdings bewusstlos. Verantwortungsbewusst und vernünftig, wie der Junge nunmal ist, sichert er die Unfallstelle, birgt seinen Lehrer aus dem verbeulten Wagen und bringt ihn in die stabile Seitenlage. Beachtliche Leistung, denn Tarzan ist erst 13 Jahre alt.

    Das erste Auto, das der Junge anhalten möchte, fährt einfach weiter. Tarzan ist entsetzt ob solch nichtvorhandener Zivilcourage und kann sich gerade noch einen Teil des Nummernschildes merken. Der nächste Wagen hält an, es ist ein Transporter. Der Fahrer stellt sich als Ströter, Holzschnitzer in der Stadt, vor. Er schenkt Tarzan einen verkrüppelten Esel aus Holz, bevor er sich auf in die Stadt macht, um die Rettung zu rufen. Dr. Bienert wird ins Krankenhaus gebracht. Zum Glück hat er nur eine Gehirnerschütterung davon getragen.

    Tarzan und seinen Detektiv-Freunden Gaby, Karl und Klößchen, die zusammen TKKG ergeben, machen sich natürlich auf die Suche nach dem Steinewerfer. Er hat schon des Öfteren mit solchen Aktionen Schlagzeilen gemacht und ist von der Polizei gesucht. Bisher konnte ihm allerdings niemand auf die Schliche kommen. Doch wenn TKKG sich der Sache annehmen, kann ja nur was Gutes dabei herauskommen…

    Wieder hat Stefan Wolf eine spannende Geschichte für Kinder von ca. 8 bis 10 Jahren geschaffen. Als Kind hat man wahrscheinlich seinen Spaß daran, da die Handlung in einem eindeutigen Spannungsbogen verläuft und sich gegen Ende hin wieder einmal alles auf ein Happy End zuspitzt. Als Erwachsener empfindet man den erhobenen moralischen Zeigefinger von Stefan Wolf als sehr oberlehrerhaft (S. 11: „Beide hatten natürlich die Sicherheitsgurte angelegt.“ – S. 67: „Kopfsprünge in unbekannte Gewässer sind gefährlich.“). Wenn das auch bei Kindern so auffällig rüber kommt, wage ich zu bezweifeln, ob die erwünschte Wirkung eintritt. Und dass Tarzan, der 13-jährige Superheld, alleine ein Auto verschiebt, wird ihm ein Kind wohl auch nicht glauben. Als etwas seltsam anmutend mag man wohl auch die Erklärung „schwieriger“ Wörter empfinden, die etwas wahllos erfolgt. Zwar wird einem erklärt, dass ein Meteor ein Gesteinsbrocken aus dem Weltall ist, das Wort „ironisch“ kommt aber ohne Erklärung auf jeder zweiten Seite vor.

    Fazit also: Für Kinder harmlos, es wird versucht, Werte wie Freundschaft, Ehrlichkeit und Ehrgefühl zu vermitteln, die Geschichte kommt ohne größere Gewalt, dafür aber mit viel Edelmut und Spannung daher. Kann man Kinder der Zielgruppe ohne weiteres empfehlen.


  • Broschiert: 186 Seiten
  • Verlag: Bertelsmann, München (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357021575X
  • ISBN-13: 978-3570215753
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    20.05.2007 um 21:45 Uhr

    Das Paket mit dem Totenkopf

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: Stefan Wolf

    Original: Das Paket mit dem Totenkopf

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrückt von 5

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    Zufällig rettet im Stadtwald Peter einen älteren Herren vor zwei maskierten Räubern, die gerade drauf und dran sind, dem Mann seine Geldbörse zu klauen. Peter ist zwar erst 13, allerdings hat er den blauen Gürtel in Judo und so nehmen die Maskierten die Beine in die Hand. Der Gerettete ist dankbar und gibt Peter, der von seinen Freunden aufgrund seiner braunen Haut, den schwarzen Locken und seiner Sportlichkeit „Tarzan“ genannt wird, 100 Mark. Als Tarzan in der Nähe des Tatortes ein Etui mit Spritze und anderem Fixerbesteck findet, ahnt er bereits, dass ein neuer Fall für TKKG ansteht.


     

    Gemeinsam mit seinen Freunden Karl, Klößchen und Gaby, die die restlichen Mitglieder von TKKG bilden, stellt er Nachforschungen an. Recht viel lässt sich am selben Tag nicht mehr machen, weil Tarzans Mutter zu Besuch kommt – ein Umstand, der recht selten geschieht, weil die Bahnfahrt von Tarzans Heimatstadt bis zum Internat lange dauert und das Fahrgeld teuer ist. Die Kinder treffen sich mit Tarzans Mutter am Bahnhof und verbringen dann den restlichen Tag mit ihr. Sie ist dienstlich auf dem Weg nach Salzburg, wo sie einen Koffer mit wichtigen Dokumenten abgeben soll. Als sie nach dem Abendessen mit ihrem Sohn und seinen Freunden wieder auf ihr Hotelzimmer kommt, ist der Koffer weg.


     

    Tarzan, der einige ungewöhnliche Beobachtungen gemacht hat, kombiniert messerscharf und weiß sofort, wo er die Diebe suchen muss. Er begibt sich dadurch aber in große Gefahr, denn an der Sache ist mehr dran, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Bei der finalen Aufklärung des Falles wird er tatkräftig von Karl, Klößchen und Gaby unterstützt.

     

    Der mittlerweile vierte Fall der Bande führt die Kinder ins Rauschgiftmilieu. Als Erwachsener hört man den erhobenen Zeigefinger von Stefan Wolf aus jeder Zeile überdeutlich heraus; auf die Zielgruppe hat das hoffentlich den erwünschten Abschreckungseffekt. Wie in den drei Vorgängerbänden auch, fällt auch die allzu typische Rollenverteilung wieder auf. Gaby, als einziges Mädchen der Bande, muss daheim bleiben, wenn es „zu gefährlich für Mädchen“ wird. Schade, dass sie sich dieser Forderung auch noch fügt. Wieder kommt das Abenteuer allerdings ohne übermäßige Gewalt aus und ist auch recht spannend.


  • Broschiert: 188 Seiten
  • Verlag: Bertelsmann, München (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570215741
  • 06.05.2007 um 20:28 Uhr

    Das leere Grab im Moor

    von: chil   Kategorie: Kinder

     

    Autor: Stefan Wolf

    Original: Das leere Grab im Moor (1976)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrückt von 5

    Mal sehen...

    Es ist kurz vor den Sommerferien. Die Mitglieder von TKKG haben ein paar Tage frei, weshalb Tarzan und Klößchen diese Tage bei den Sauerlichs, also Klößchens Eltern, verbringen. Doch das hält sie nicht davon ab, mit Karl und Gaby, ihren Freunden, viel Zeit zu verbringen. Eines Nachts beobachtet Tarzan, der eigentlich Peter Carsten heißt und nur wegen seiner schwarzen Locken und der braungebrannten Haut so genannt wird, wie am schwarzen Himmel etwas explodiert. Anfangs glaubt der Junge noch, eine Sternschnuppe gesehen zu haben.

    Am nächsten Tag erfährt er von Karl, dass er wohl das Flugzeug des Scheichs Abu Yassir Khalun war, das in der Nacht über dem Moor explodiert und abgestürzt ist. Die Maschine war auf dem Weg nach Paris und außer dem Piloten, der an Bord war, ist auch ein Schatzkästchen verschwunden, das der Pilot transportieren sollte. Natürlich ist die ganze Stadt am nächsten Tag auf den Beinen, um nach dem verschwundenen Schatz zu suchen. Auch die Kinder begeben sich ins Moor, aber auch sie finden nichts. Zumindest vorerst. Denn Tarzan macht eine grausame Entdeckung: Jemand hat im Wald gewildert und ein Reh in einem Baum versteckt.

    Die Bande setzt sich in den Kopf, den Wilddieb ausfindig zu machen, um diese himmelschreiende Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen. Sie machen in ihren Ermittlungen auch ansehnliche Fortschritte, doch sie kommen der Lösung des wahren Problems immer näher. Einige Personen fühlen sich auf den Schlips getreten, weshalb der treue Cockerspaniel Oskar, der Gaby gehört, entführt wird. Kommen die Bandenmitglieder den Tätern noch rechtzeitig auf die Schliche?

    Auch dieses Werk von Stefan Wolf bietet Kindern ideale Unterhaltung. Es werden moralische Werte vermittelt, beispielsweise Umweltschutz, Ehrlichkeit und Loyalität, allerdings tritt hier besonders eklatant in Erscheinung, was schon öfters an Wolfs Büchern kritisiert wurde. Es herrscht eine ziemlich chauvinistische Haltung der Jungs gegenüber Gaby, die das einzige Mädchen der Bande ist. Zwar respektieren und schätzen (und lieben, wie in Tarzans Fall) die Jungs Gaby zwar, allerdings sagen sie schon mal Dinge wie: „Um diese Zeit gehören Mädchen ins Bett.“ Oft muss Gaby daheim bleiben, weil die Unternehmungen für sie angeblich zu gefährlich werden. Außerdem kommt in diesem Band noch hinzu, dass ein Obdachloser vorkommt und von der Bande sehr herablassend behandelt wird. Auch in diesem Bereich lässt Wolf kein Klischee offen. Ansonsten harmlos und spannend.


  • Broschiert: 187 Seiten
  • Verlag: Bertelsmann, München (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570215733
  • 29.04.2007 um 21:43 Uhr

    Wilbur und Charlotte

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: E. B. White

    Original: Charlotte's Web (1952)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrücktVerrücktVerrückt von 5

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    Eines Tages hört die kleine Fern, wie ihr Vater ein Schweinchen töten will, weil es das kleinste aus dem Wurf ist. Fern redet auf ihren Vater ein und rettet so das kleine Schweinchen, dass sie fortan Wilbur nennt. Wilbur führt das perfekte Schweineleben. Fern füttert ihn und pflegt ihn, sie fährt mit ihm im Puppenwagen herum und geht nirgendwo ohne Wilbur hin. Als das Schweinchen allerdings immer größer wird, ist es Zeit, ein neues Heim für Wilbur zu finden. Was bietet sich da besser an, als der gemütliche Stall von Ferns Onkel, der gleich auf der anderen Seite der Straße liegt?

    Wilbur liebt sein neues Zuhause. Fern kommt immer noch jeden Tag, um ihn zu besuchen. Das kleine Schweinchen findet im Stall viele neue Bekannte, doch nur eine wird zu einer wahren Freundin. Es ist die Spinne Charlotte. Sie ist klug und einfallsreich und kann Wilbur viel über das Leben erzählen. Die Zeiten ändern sich, es wird kühler und Fern kommt nicht mehr so oft zu Besuch. Wilbur fühlt sich trotzdem nicht allein, denn er hat ja Charlotte. Doch je kühler es wird, umso öfter kommen Wilbur schreckliche Dinge zu Ohren. Er hört, dass er um Weihnachten geschlachtet werden soll, wenn er ordentlich dick geworden ist, und so einen guten Weihnachtsschinken abgeben soll. Natürlich hat das Schwein Angst um sein Leben, doch da ist ja noch seine Freundin Charlotte.

    Charlotte entwickelt einen klugen Plan, der am Ende Wilbur sogar das Leben rettet. Das Buch zeigt, dass man, egal wie klein und unbedeutend man sich vorkommen mag, für irgendjemanden auf der Welt ganz groß ist und dass auch die Kleinen einiges bewegen können, wenn sie nur wollen. Die Geschichte ist sehr liebenswert, genauso wie ihre Charaktere. Garth Williams hat bezaubernde Zeichnungen geliefert, um die Geschichte zu illustrieren. Leider hat die Geschichte ein Ende, das zwar als gut, aber keineswegs als happy bezeichnet werden kann, weshalb ich es meinen Kindern nicht allzu früh vorlesen bzw. zum Lesen geben würde. Sogar ich habe einige Tränen vergossen, so dermaßen lieb gewinnt man die Tiere in der Geschichte. Bezaubernd, aber auch traurig, jedoch mit Moral versehen und doch irgendwie voll Hoffnung. Ein Meisterwerk!


  • Broschiert: 213 Seiten
  • Verlag: Diogenes (November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257235240
  • 22.04.2007 um 18:40 Uhr

    Berts intime Katastrophen

    von: chil   Kategorie: Kinder

     

    Autor: Olsson, Sören / Jacobsson, Anders

    Original: Berts första betraktelser (1992)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrücktVerrücktVerrückt von 5

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    Bert ist in diesem zweiten Band der Bert-Serie 12-13 Jahre alt. Mädchen werden immer wichtiger für ihn und er ist mächtig stolz, endlich eine "Alte" zu haben. Seine "Alte" darf man ein Mädchen dann nennen, wenn man mindestens einen Monat mit ihr fest gegangen ist. Bert und seine Freundin Nadja sind schon vier Monate ein Paar, doch dann lernt Bert Paulina kennen. Paulina ist für ihn, ganz objektiv betrachtet natürlich, die schönste Frau der Welt. Er findet sie so toll, dass er sich sogar in der Ballettschule seiner Tante einschreibt, nur um seiner neuen Flamme näher zu sein.

    Auch sonst passiert im Leben des Teenagers so einiges, was er seinem Tagebuch anvertraut. Bert tut das in seiner eigentümlich witzigen Weise und mit einer gehörigen Portion Ironie. In diesem Band verabschiedet er sich von seinem Alter Ego "Treb Walker" und legt sich auch gleich ein Neues zu: "Milton". Milton ist ein Höhlenmensch, den Bert für alles verantwortlich macht, was er so anstellt.

    Die Bert-Reihe ist auf jeden Fall sehr lesenswert für Jungs im Alter von Bert, der im Verlauf der Serie immer älter wird. Seine tagebuchschreibende Odyssee durch das Leben eines Teenagers beginnt recht harmlos im Alter von 11 Jahren ("Berts gesammelte Katastrophen") und endet mit Band 11, in dem Bert bereits 16 Jahre alt ist ("Berts allerletzte Katastrophen"). Es ist nicht unbedingt notwendig, die Lesereihenfolge einzuhalten, allerdings ist es doch interessanter, da man so an der Entwicklung Berts teilhat und es in einigen der späteren Bände sehr eindeutig fast durchgehen um Sex dreht - also nicht unbedingt empfehlenswert für Elfjährige. Nicht nur für Heranwachsende, auch für Erwachsene durchaus ein Lesespaß.


  • Gebundene Ausgabe: 157 Seiten
  • Verlag: Oetinger Verlag; Auflage: 13., Aufl. (Februar 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789139025
  • 20.04.2007 um 23:00 Uhr

    Die Tonne mit dem Totenkopf

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: Thomas Brezina

    Original: Die Tonne mit dem Totenkopf (1990)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrückt von 5

    Zeig mal!

    Axel verbringt einige Tage in seinen Sommerferien bei seiner Tante Fee. Er genießt das schöne Wetter und bricht eines Tages zu einem Waldlauf auf. Dieser Waldlauf hat es in sich, denn plötzlich wird Axel von einer wilden Bestie verfolgt. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die wilde Bestie allerdings als zornige Kuh, die Axel mit geblähten Nüstern verfolgt und schreckliche Laute ausstößt. Nur ein Sprung in den kalten Waldsee kann Axel vor dem Monster retten.

    Als er wieder bei seiner Tante ankommt, ist für ihn eines klar: Seine Freunde und somit die restlichen Mitglieder der Knickerbockerbande müssen her, denn nur gemeinsam können sie herausfinden, was die Kuh dazu gebracht hat, so durchzudrehen. Lilo kommt aus Salzburg nach Linz, Poppi aus Graz und Domink aus Wien. Es dauert nicht lange, bis die vier eine heiße Spur verfolgen können und herausfinden, was der Nachbarbauer mit der ganzen Sache zu tun hat und weshalb im Wald gefährlich aussehende Tonnen gebunkert werden.

    Gerade noch können die vier Juniordetektive einen schrecklichen Plan verhindern und begeben sich dabei aber in allerhand Gefahr. Doch wie heißt es so schön im Motto der Knickerbockerbande? "Vier Knickerbocker lassen niemals locker!"

    Thomas Brezina ist in den letzten Jahren zu einer wahren Größe auf dem Kinderbuchsektor gelangt, er gehört zu den Vielschreibern in diesem Genre. Diese Geschichte ist der siebte Band aus der Reihe der Knickerbockerbande und gehört leider nicht zu den stärksten der Bücher. Es gibt besonders unter den späteren Abenteuern spannendere, allerdings werden sie meist auch immer unrealistischer und unwahrscheinlicher.

    Es ist nett zu lesen, dass Brezina seinen Wurzeln treu geblieben ist und in diesem Band (ich las eine Erstausgabe) einige Austriazismen zu finden sind, beispielsweise der "Plafond" und die "Stellage". Allerdings muss man anmerken, dass in Österreich die Mehrzahl von "Block" immer noch "Blöcke" heißt und nicht "Blocks" und man "Haken" schlägt und keine "Hacken". Trotzdem kann man das Buch (und auch alle anderen Bände der Reihe) getrost seinen Kindern überlassen. Sie kommen meist ohne Gewalt aus und sind spannend. Kann man also lesen, muss man aber nicht.


  • Taschenbuch: 140 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3473562114
  • 27.03.2007 um 19:48 Uhr

    Heiße Ware

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autorin: Ursel Scheffler

    Original: Heiße Ware (1996)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrückt von 5

    Her damit!

    Es sind Sommerferien und die beiden Zwillinge Bill und Tom haben Ferien. Man sollte eigentlich meinen, die Ferien seien die schönste Zeit im Jahr, doch dieses Mal beginnen sie mit einem unheilvollen Omen: Bis auf Kitty Aplebee und Buddy Butterfinger sind alle ihre Freunde in Urlaub gefahren und dann werden auch noch die Fahrräder der beiden Jungs geklaut. Sie ärgern sich maßlos und erstatten gleich Anzeige bei der Polizei. Da erfahren sie, dass sie nicht die einzigen sind, deren Räder verschwunden sind. Eine ganze Bande scheint das verschlafene Dorf unsicher zu machen.

    Doch nicht nur die Diebstähle geben Anlass zur Sorge. Die Polizei hat den Verdacht, dass in letzer Zeit Drogen Binocle Village gerade zu überschwemmen. Alle Razzien in der verrufenen Disco "Tarantel" waren bis jetzt erfolglos. Klarerweise ist Inspektor Higgins schon ziemlich verzweifelt, weshalb er Sara Robins aufsucht. Die alte Dame hat schon mehrere Fälle für die Polizei gelöst, doch dieses Mal sind es vor allem die Kinder, die Licht in die dunkle Angelegenheit bringen können.

    Am Geburtstag der Zwillinge dürfen Kitty, Billy, Tom, Pam und Buddy am Fluss zelten. Vom Flussufer aus beobachten sie aber merkwürdige Vorgänge am anderen Ufer. Natürlich erwacht der Spürsinn der Kinder und so begeben sie sich auf die andere Seite und in Gefahr...

    Nachdem ich ja den ersten Band der "Sara R." Reihe (Schatten in Rockfort Castle) vor allem (und auch) deshalb kritisiert hatte, weil keine der Frauen, die vorkamen, als eigenständige Personen geführt wurden (zB "die Bäckersfrau", "die Fleischersfrau" etc.), gibt dieser Band Anlass zur Hoffnung. Sara R. vertritt die Ansicht, "selbst ist die Frau"! Schade nur, dass es am Ende doch der Vater von Billy und Tom ist, der ihr ihr neues Türschild montiert. Ansonsten aber ein recht nettes Buch für Kinder unter 10 Jahren, da gewaltfrei und doch spannend.


  • Gebundene Ausgabe: 122 Seiten
  • Verlag: Egmont Franz Schneider Verlag (1996)
  • ISBN-10: 3505104345
  • 27.02.2007 um 21:26 Uhr

    Schatten in Rockfortcastle

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autorin: Ursel Scheffler

    Titel: Schatten in Rockfort Castle (1996)

    meine Bewertung: VerrücktVerrückt von 5

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    Lady Curzon lebt in Rockfort Castle im kleinen Ort Binocle nahe von London. Erst vor kurzem ist ein entfernter Verwandter aus Amerika zu ihr gekommen, der angeblich ihr Neffe ist. Das beschauliche Leben von Lady Curzon wird jedoch von einem Diebstahl überschattet: Jemand hat das Porträt ihres Vorfahren Casimir Curzon gestohlen. Ein herber Verlust, da das Gemälde von einem alten Meister gemalt wurde und sehr wertvoll war. Doch die Versicherungssumme kann sie ein wenig über diesen herben Verlust hinwegtrösten.

    Die alte Dame Sara Robinson hegt einen Verdacht und macht sich daran, das Rätsel um das verschwundene Bild aufzuklären, da Inspektor Higgins, der Polizeibeamte des Ortes, gerade mit einem wichtigen Kunstfälscher-Fall befasst ist und sich auch sonst nicht besonders klug anstellt. Sara zur Seite stehen die beiden kleinen Zwillingsbrüder Tom und Billy (aber nicht Kaulitz!), sowie die kleine Kitty. Gemeinsam schaffen es die alte Dame und die Nachbarskinder, Licht in in diese verworrene Angelegenheit zu bringen.

    Dieses Kinderbuch ist sogar als solches nicht besonders anspruchsvoll. Leider sind die Charaktere nicht besonders ausgeprägt ausgefallen, so dass man auf den rund 120 Seiten kaum Sympathien aufbauen kann. Die Handlung ist selbst für die zehnjährigen Leser, für die das Buch vorgesehen ist, vorhersehbar. Schade finde ich vor allem, dass in dem 1996 erschienenen Buch - abgesehen von der Protagonistin - Frauen sehr antiquiert dargestellt werden. Es gibt die Krämersfrau, die Bäckersfrau und die Lehrersfrau. Diese sind nicht etwa Krämerinnen, Bäckerinnen und Lehrerinnen, sondern die Frauen von Krämern, Bäckern und Lehrern. Für Kinder gibt es definitiv spannendere und passendere Geschichten, beispielsweise Thomas Brezinas Knickerbockerbande.


  • Gebundene Ausgabe: 122 Seiten
  • Verlag: Egmont Franz Schneider Verlag (1996)
  • ISBN-10: 3505103217
  • 14.02.2007 um 10:39 Uhr

    Wie eine Hecke voll Himbeeren

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autorin: Gunnel Linde

    Original: 1977

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrückt von 5

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    Sylvia und Pelle sind ein Paar, schon seit sie dreizehn Jahre alt sind. Jetzt sind sie vierzehn und plötzlich beginnt das Leben, problematisch zu sein. Pelle soll von seinen Eltern aus eine Klasse überspringen, dafür muss er viel lernen und kann Sylvia nicht mehr so oft sehen. Sylvia ist darüber ganz unglücklich und weiß nicht, was sie tun soll. Sie hat eine Freundin, Maggan, aber die ist ihr keine große Hilfe. Die weint viel und darf sich von ihrer Mutter aus nicht mit Sylvia treffen, sie versteht das Leben von Sylvia einfach nicht. Die einzige wahre Stütze sind dem Mädchen ihre drei Geschwister, ihre Mutter und ihr Vater, die ihr noch einiges über das Leben und das Lieben beibringen können.

    Pelle schafft es in die höhere Klasse, er hat neue Freunde und sieht Sylvia nur noch selten. Außerdem ist da noch Anja, die jetzt auch in seine Klasse geht. Nicht nur, dass sich Pelle und Sylvia nur noch selten sehen, sondern auch, dass Pelle umziehen soll, machen Sylvia große Sorgen, die das Leben plötzlich überhaupt nicht mehr lebenswert findet...

    Die Geschichte ist aus der Sicht von Sylvia erzählt, die für ihr Alter (14 Jahre) etwas frühreif zu sein scheint. Sie besorgt sich in der Mädchenberatung ein Rezept für die Pille, denkt daran, mit Pelle zu schlafen und ist doch noch ganz Mädchen. Sie durchlebt alle Höhen und Tiefen einer Teenie-Liebe, die am Ende doch nicht gut geht, allerdings kommt sie am Ende zur wertvollen Erkenntnis, dass das Leben trotz allem lebenswert ist. Das Buch ist nett zu lesen und humorvoll, allerdings finde ich es seltsam, dass schon 13-, 14-Jährige sich ernsthaft mit dem Gedanken tragen, sich umzubringen oder miteinander zu schlafen, weiters findet man einen Querverweis auf Anna Karenina. Kennt man die mit 14 schon?


  • Gebundene Ausgabe: 173 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (Juni 2006)
  • ISBN-10: 3866151411
  • 11.02.2007 um 10:43 Uhr

    Fünf Freunde auf geheimnisvollen Spuren

    von: chil   Kategorie: Kinder

     

    Autorin: Enid Blyton

    Original: Five run away together (1944)

    meine Bewertung: VerrücktVerrückt von 5

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    Die Geschwister Anne, Richard und Julius dürfen die Sommerferien wieder bei ihrer Cousine Georgina, Tante Fanny und Onkel Quentin im Felsenhaus am Meer verbringen. Sie haben dort immer viel Spaß und erleben eine Menge Abenteuer. Georgina möchte gerne ein Junge sein und benimmt sich auch so, deshalb besteht sie darauf, Georg genannt zu werden. Der Hund Tim darf natürlich auch nicht fehlen.

    In dieser Geschichte der berühmten Fünf Freunde muss Tante Fanny ins Krankenhaus, Onkel Quentin begleitet sie dabei. Weil ihre langjährige Köchin Johanna ihre Schwester besucht, wird Frau Stock als neue Köchin eingestellt. Sie bringt ihren Hund "Tinker" mit, der von den Freunden nur "Stinker" genannt wird, sowie ihren seltsamen Mann und ihren Sohn Edgar - auch "Dreckspatz" genannt, freilich nur von den Fünf Freunden. Die Kinder und die Stocks mögen sich überhaupt nicht, genauso wenig wie sich die Hunde mögen.

    Um doch noch eine schöne Zeit zu verbringen, beschließen die Kinder, weg zu laufen. Sie packen Lebensmittel und alles, was sie sonst noch brauchen ein und fahren hinaus auf Georgs Insel, auf der sogar ein verfallenes Schloss steht. Die Kinder richten sich ihr Lager in einer Höhle ein und haben viel Spaß. Doch dann entdecken sie etwas Seltsames: Beim alten Schiffswrack scheinen sich regelmäßig Menschen herumzutreiben. Die Kinder denken zuerst an Schmuggler, werden dann aber dadurch überrascht, dass es die Stock sind, die auf die Insel kommen. Was geht hier vor? Natürlich wollen die Kinder das Geheimnis aufdecken und beginnen mit ihren Ermittlungen...

    Diese Geschichte der Fünf Freunde habe ich in der Originalfassung gelesen und ich muss sagen, ich war ein wenig enttäuscht vom Stil des Buches. Ich bin mir nicht sicher, ob mir das als Kind gefallen hätte - freilich, die Geschichte ist spannend, die Charaktere sympathisch und es gibt ein Happy End. Allerdings kommen viele veraltete Ausdrücke vor, die zwar einerseits den Charme des Buches ausmachen, andererseits für "moderne" Kinder irritierend sein kann. Vielleicht ist die Neuauflage für die heutige Zeit für Kinder empfehlenswerter.


  • Gebundene Ausgabe: 188 Seiten
  • Verlag: Cbj (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570033139
  • 01.02.2007 um 23:24 Uhr

    Das Strandhaus

    von: chil   Kategorie: Kinder

    Autor: R. L. Stine

    Orginial: Beach House (1992)

    meine Bewertung: Verrückt von 5

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    Die Geschichte beginnt im Sommer 1956. Die Freunde Amy, Maria, Ronnie und Stuart verbringen im malerischen Dunehampton ihre Sommerferien. Die Teenager haben viel Spaß und schon bald ergeben sich die Pärchen Amy-Ronnie und Maria-Stuart. Doch dann lernen sie Buddy kennen. Er ist von der stilleren, ernsthafteren Sorte und Maria beginnt, sich für ihn zu interessieren. Die Jungs erlauben sich einen Streich mit Buddy: Sie nehmen ihm die Badehose weg und lassen den Jungen einfach im Meer zurück. Buddy nimmt den Jugendlichen diesen Streich krumm und rächt sich an ihnen.

    Im Sommer 1995 wiederholt sich die Geschichte. Diesesmal sind es Ashley und ihr eifersüchtiger Freund Ross, sowie Kip und Lucy, die ihre Ferien in Dunehampton verbringen. Und sie lernen den stillen, ernsthaften Brian kennen. Die Geschichte wiederholt sich also, wieder müssen einige Teenager ihr Leben lassen. Doch Ashley und die seltsame Haushälterin von Brian, Mary, gelingt es, das Geheimnis um Brian und das verlassene Strandhaus zu lüften und Brian unschädlich zu machen. Gleichzeitig kommen sie auch hinter das Geheimnis, wie Buddy 1956 seiner gerechten Strafe entfliehen konnte und was er mit Brian zu tun hat.

    Die Geschichte ist nicht besonders originell, sondern eher stine-mäßig vorhersehbar und sehr flach. Was macht außerdem der Charakter Denny in der Geschichte? Irgendwie kommt es einen vor, als hätte Stine im Laufe der Geschichte einfach darauf vergessen, dass es ja Denny  auch noch gibt. Leider nicht empfehlenswert, lieber die Finger davon lassen.


  • Broschiert
  • Verlag: Heyne (2002)
  • ISBN-10: 3453199030
  • 01.02.2007 um 15:00 Uhr

    Die dunkle Allee

    von: chil   Kategorie: Kinder

     

    Autor: Lemony Snicket

    Original: The Ersatz Elevator (2001)

    meine Bewertung: VerrücktVerrücktVerrückt von 5

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    Im Band 6 der "Reihe betrüblicher Ereignisse" verschlägt es die drei Baudelaire-Waisen, deren Eltern bei einem Brand ums Leben gekommen sind, in die dunkle Allee. Die drei Kinder Sunny, Klaus und Violet sollen im 66. Stockwerk eines Hochhauses bei Jerome und Esmé Elend wohnen. Die Wohnung ist einfach riesengroß, jedes der Kinder hat sein eigenes Zimmer und Jerome ist wirklich nett. Esmé hingegen ist die sechstwichtigste Finanzberaterin der Stadt und als solche interessiert es sie nur, was gerade in ist und was nicht.

    Als Esmé eines Tages eine In-Auktion veranstalten will und deshalb einige Tage zuvor der Auktionator im Penthaus vorbei schaut, ist es vorbei mit dem halbwegs ruhigen Leben der Baudelaires. Denn Autkionator Gunther ist niemand anderer als Graf Olaf, ein Betrüger, der es auf das Vermögen der Baudelaires abgesehen hat. In seiner Verkleidung erkennt ihn natürlich niemand der Erwachsenen, egal wieviel Lärm die Baudelaires schlagen. Und dann entdecken sie auch noch das Geheimnis der zweiten Aufzugstür in ihrem Stockwerk...

    Ich gebe zu, es fällt mir zuenhmend schwer, mir ein Urteil oder eine halbwegs aussagekräftige Meinung über die "Reihe betrüblicher Ereignisse" zu bilden. Denn einerseits erklärt der Autor seinen Lesern ständig so schwierige Wörter und Dinge wie den Unterschied zwischen "aufgeregt" und "nervös" - und das gleich seitenweise - und andererseits ist das Buch voller intelligenter und nicht-kindgerechter Anspielungen. So lässt Snicket eine Dame beispielsweise sagen: "Dann sollen sie halt Kuchen essen!", eine Anspielung auf das berühmte Zitat, das fälschlicherweise Marie Antoinette zugeschrieben wird. Dann verwendet das Kleinkind das vermeintliche Fantasiewort "Akrophil" - ein Wort, das es so zwar nicht gibt, aber dessen Gegenteil: Akrophobie - Höhenangst. In dieser Situation durchaus passend. Weiters wird der - real existierende - Schriftsteller Junichiro Tanizaki ("Lob des Schattens") erwähnt. Irgendwie zwar interessant, aber auch widersprüchlich. Man ist geneigt, sich verarscht vorzukommen...


  • Gebundene Ausgabe: 228 Seiten
  • Verlag: Manhattan; Auflage: 1 (Februar 2005)
  • ISBN-10: 3442545897
  • 26.12.2006 um 22:48 Uhr

    Wir alle für immer zusammen

    von: chil   Kategorie: Kinder

     

    Autor: Guus Kuijer

    Original: Voor altijd samen, amen (1999)

    meine Bewertung: VerrücktVerrückt von 5

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    Polleke ist elf Jahre alt, doch sie sieht sich auf ihre jungen Jahre schon mit einigen Problemen konfrontiert. Zum einen ist da Mimun. Mimun ist Marokkaner und geht schon seit zwei Jahren mit Polleke, allerdings haben da seine Eltern ziemlich was dagegen. Er soll nämlich ein marokkanisches Mädchen heiraten. Abgesehen davon, dass Polleke Niederländerin ist und eben keine Marokkanerin, hat sie auch noch keinen Glauben und möchte später Dichterin werden. Neben diesen Problemen, die sie mit der Familie von Mimun hat, hat sie auch noch welche mit ihrer eigenen Familie.

    Pollekes lebt bei ihrer Mutter, die geschieden ist. Ihre Mutter hat sich jedoch wieder neu verliebt, und das ausgerechnet in den Lehrer von Polleke, den Walter. Der ist zwar nett,  aber nicht so toll wie Spiek, der wirkliche Vater von Polleke. Dieser hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen, den Drogen, weshalb er nicht viel Zeit für seine Tochter hat, doch diese liebt ihn einfach.

    Etwas Trost findet die kleine Polleke bei ihren Großeltern am Land. Der Nachbarsbauer hat nämlich ein Kälbchen, das findet Polleke ganz toll. Ganz schön viele Probleme also für eine Elfjährige.

    Die Geschichte ist mit ca. 90 Seiten sehr kurz, weshalb nicht unbedingt eine erzählerische Tiefe entsteht. Irgendwie spurlos geht das Büchlein an einen vorüber, ohne irgendwelche pädagogischen Spuren zu hinterlassen. Hätte man die Thematik mit Mimun etwas ausgebaut, hätte man eventuell noch einen antirassistischen Anspruch entdecken können. Für Kinder im Alter von ca. zehn bis zwölf Jahren gibt es eindeutig bessere Bücher, denn das vorliegende ist weder spannend noch sonstirgendwas. Außer halt kurz.


  • Gebundene Ausgabe: 89 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (Juni 2006)
  • ISBN-10: 3866151438
  • ISBN-13: 978-3866151437
  • 17.12.2006 um 21:58 Uhr

    Schere, Stein, Papier

    von: chil   Kategorie: Kinder

     

    Autorin: Patricia MacLachlan

    Original: Baby (1993)

    meine Bewertung: VerrücktVerrückt VerrücktVerrücktVerrückt von

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    Als die elfjährige Larkin eines Tages mit ihren Eltern von einem Spaziergang nach Hause kommt, liegt auf ihrer Türschwelle ein seltsames Bündel. Beim Näherkommen stellt sich heraus, dass es sich um ein Baby handelt, das vor ihrer Tür abgestellt wurde. Das kleine Ding hat einen Zettel bei sich, auf dem steht, sie heiße Sophie und werde von ihrer Mutter wieder abgeholt, sobald sich ihre Situation bessert. Die Mutter habe die Familie ein Jahr lang beobachtet und sei der Meinung, sie würde gut für ihre kleine Tochter sorgen.

    Die Familie beschließt, die kleine Sophie aufzunehmen und schon bald wird sie zu sowas wie eine Schwester von Larkin und ein weiteres Kind der Familie. Allerdings gibt es etwas, über das die Eltern nicht sprechen wollen, obwohl es die ganze Familie schwer belastet. Eigentlich hätte Larkin noch einen kleinen Bruder. Der ist aber schon wenige Tage nach seiner Geburt gestorben, weshalb er keinen Namen erhalten hat und Larkin ihn auch nie zu Gesicht bekommen hat. Auf dem Grabstein steht einfach nur "Baby". Gerne würde Larkin mit ihren Eltern darüber sprechen und dem Baby einen Namen geben, die sind allerdings nicht bereit dazu, und vermeiden alle Gespräche in diese Richtung. Außerdem sind sie gerade so glücklich mit der kleinen Sophie.

    Doch ein Jahr vergeht schneller, als man denkt und schon steht die Mutter von Sophie leibhaftig vor der Tür und will das Baby abholen...

    Das Buch ist sehr berührend, die Geschichte geht einem direkt zu Herzen. Man erfährt nur nach und nach, welche Sorgen die Familie bedrücken, das hält die Spannung aufrecht. Gleichzeitig ist man dabei, wie sich die kleine Sophie in die Herzen aller vortastet. Sie wird von der Familie erzogen wie ihr eigenes Kind, obwohl alle wissen, dass das Glück nicht von Dauer sein wird. Ein wirklich sehr schönes Buch!
  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (Oktober 2005)
  • ISBN-10: 3866151071
  • ISBN-13: 978-3866151079