Ein wenig über mich...
Stimmung: depri
Heut ist wieder einer dieser Tage, wo ich mich frage, wie soll das bloß mit mir weitergehen?
Wieso bekomm ich mein Leben nicht so auf die Reihe wie ich es gern hätte?
Wieso bin ich nicht einfach in die Vorlesung gegangen?
Warum brauch ich andre Menschen so sehr?
Italienisches Recht wäre es heute gewesen.. Gut- ich interessiere mich null dafür, aber ich brauch den Schein und in französisch bin ich schon gescheitert.. Englisch brauch ich gar nicht erst zu versuchen.. Es ist grausam, wenn man sieht, dass alle andren das scheinbar 10 mal besser können als man selbst.
Ich würde so gerne einfach auch so gut sein.. ich würde auch so gerne einfach englisch perfekt schreiben und sprechen können.. klar.. ich werd es immer noch besser können, als viele andre, aber das reicht mir nunmal nicht.
Ich will perfekt sein.. ich will das nicht einfach nur machen, sondern ich will auch damit zufrieden sein können!
Es macht mich unendlich traurig mich so zu sehen, wie ich im Moment bin.. Ich bin so kaputt, so am Ende.. so unendlich traurig. Irgendwo auch ein Stück depressiv. Aber trotz allem, sehe ich in allem immer etwas positives und höre nicht selten "Du bist so positiv!".
Ja das bin ich! Wäre ich es nicht, hätte ich mir wohl schon mehrmals das Leben genommen.. Ich bin erst 23 Jahre alt, aber ich habe schon sehr vieles hinter mir in meinem Leben. Ich musste schon sehr oft, viel zu oft für mein junges Alter stark und erwachsen sein. Natürlich hinterlässt das Spuren. Ich bin auch kein Mensch, der das einfach alles auf sich beruhen lässt und es halt einfach alles so hinnimmt, sondern ich arbeite hart an mir. Hart an meiner Entwicklung, meinem Ich, allerdings fast nur auf psychischer Ebene.
Mein Freund R. sagt immer, dass ich jeden Tag über was neues nachdenke und mich so unglaublich schnell und viel weiterentwickel. Wenn er 2 Tage nicht mit mir geredet hat, hinkt er meinen Gedankengängen total nach und es fällt ihm verdammt schwer den Anschluss zu finden.
Er interpretiert das oft als "Du änderst ständig Deine Meinung", aber er versteht nicht, dass ich trotz allem immer eine sehr straighte Linie fahre.. Naja er ist Widder- für ihn gibts immer nur eine Lösung: Mit dem Kopf durch die Wand. Ich bin eher so, dass ich mir alle möglichen Wege und Alternativen anschau und dementsprechend handel. Ich wäge sehr genau ab und für mich ist jede Entscheidung die richtige Entscheidung. Weil ich sie in dem Moment so getroffen habe und es in dem Moment keine andre Alternativen gab, die besser gewesen wären.
Ich kenne sehr viele Menschen, hab viele Bekannte, aber wirklich viele gute Freunde habe ich nicht. Will ich auch nicht haben, weil ich das als sehr anstrengend empfinde. Mir fällt es schwer, wenn ich mich dauernd melden muss und ich habe so oft das Gefühl, dass ich mich rechtfertigen muss.
Früher habe ich in Frankfurt am Main gewohnt, super zentral (das wichtigste Kriterium an einer Wohnung war für mich die Verkehrsanbindung) und heute wohne ich seit nun mehr einem dreiviertel Jahr in einem Kuhdorf in der Nähe von Düsseldorf.
Seit dem SS 2005 studiere ich Jura, aber eigentlich hab ich bisher nicht wirklich Scheine gemacht außer die erforderliche Zwischenprüfung, die man als einzige Beschränlung bis zum 4. Semester gemacht haben muss, damit man "unendlich lang" weiterstudieren kann.
Im Studium hänge ich den andren im Stoff sehr viel nach, weil ich praktisch 1 1/2 Jahre pausiert habe.. also ich meine.. ich habe schon versucht die Klausuren zu schreiben, aber hab alle versemmelt und wohl auch nicht ausreichend gelernt.
Zu diesem Durchhänger kam es wohl, weil ich meine große Liebe E. verloren habe.. Wir haben es 2 Jahre lang miteinander versucht, ich habe nie jemanden so sehr geliebt wie ihn, aber irgendwie hat es einfach nicht geklappt. Wir haben auch zusammengewohnt und alles, fast die ganzen 2 Jahre lang, ich hab in der Zeit auch eine Psychotherapie gemacht und trotz allem haben wir es nicht geschafft.
Mein Abi habe ich da abgeschlossen- sehr gut sogar mit 1,3. Wie ich das geschafft hab, weiß ich nicht, denn ich hatte im letzten Halbjahr über 100 Fehlstunden, hab nichts mehr in meinem Mathe LK von dem Thema verstanden, 3 Wochen lang nur maximal 3 Stunden Schlaf jeden Tag gehabt, gefeiert ohne Ende und für alle Prüfungen maximal ne Woche vorher gelernt.
Dennoch liefen selbst die ganz gut irgendwie. Mathematik und Informatik als LK und als Beste des Abijahrgangs abgeschlossen- ja das habe ich erreicht.
Alle waren super stolz auf mich- ok bis auf meine Mutter, die reagierte wie immer "ja schön", aber könnte daran liegen, dass ich als Vorbilder in der Abizeitung nur meinen Vater nannte und nicht sie. Naja mittlerweile seh ich das auch anders, aber damals wars halt so.
Sie hat sehr geweint deswegen verständlicherweise.. Meine Großeltern waren bei meiner Abifeier, also der Vergabe der Zeugnisse dabei- nicht meine Eltern. Wegen so Sachen und einigem anderem dachte ich immer, dass sie für mich mehr wie meine meine Eltern wären. Aber wie ich nun lernen musste, gilt die Liebe von ihnen mir auch nur solange, wie ich "funktioniere". Ja das habe ich bisher- funktioniert.
Von ihnen wurde mir immer geprägt, dass meine Eltern mich nur lieben oder ich überhaupt nur einen Hauch von Chance auf Liebe von meinen Eltern habe, wenn ich das brav, artige, lieb, nette Mädchen bin, das gut in der Schule ist und auf das man stolz sein kann.
Ja das war ich auch. Ich war immer die perfekte Tochter und auch für die Eltern meiner Exfreunde war ich immer die Schwiegertochter, die sie sich immer gewünscht haben. Ein "anständiges Mädchen", wie man so schön sagt.
Welche Leiden und Qualen und vor allem, welchen Preis ich dafür zahlen musste- nein das ist uninteressant. Wer braucht schon eine Kindheit, wenn er mit 14 direkt erwachsen sein kann?
14- ja warum mit 14?
Naja eine Woche vor meinem 14. Geburtstag hatte ich mein erstes Mal. Naja ich sags mal so: Freiwllig wäre was andres gewesen. Ich konnte 3 Tage nicht mehr sitzen danach und Freunde von mir damals sagten es wäre eine Vergewaltigung gewesen. Ja und tatsächlich hab ich teilweise heute noch Probleme in der Sexualität, weil ich nicht immer NEIN sagen kann. Da hab ich nein geasgt und es wurde einfach ignoriert und weitergemacht. Mein Wille wurde einfach übergangen.
Naja außerdem hab ich etwa seit dem Alter für mich selbst kochen müssen, weil meine Mutter "keine Lust hatte 3 verschiedene Essen zu kochen", weil ich Vegetarierin bin und noch dazu meine Schwester und ich komplett andre Dinge Essen.
Dabei bin ich da eigentlich recht anspruchslos gewesen. Nudeln und Sauce haben mir schon gelangt. Oder im Restaurant die Beilagen..
Naja aber ich bin halt "anders" als andre und war auch schon immer irgendwie "anders" als meine jeweiligen Altersgenossen.
Verehrer hatte ich schon sehr, sehr viele, Freunde auch, aber ich habe nach 40 Stück aufgehört zu zählen. Geschlafen habe ich mit 13 Männern bisher.
Ich hatte eigentlich auch immer einen Mann an meiner Seite. Von 14 bis 18 war ich dann mit einem zusammen, mit dem ich mich komplett zurückgezogen hab, so dass es nur uns zwei gab und hab dadurch auch noch meine Jugend verloren..
Von 18 bis 20 war ich fast nur am Feiern und hatte dann fast jedes Wochenende nen andren Kerl als Freund, so dass es in der Schule montags jedes Mal hieß "und, wer ist es diesmal?".. Naja ich habe wohl einfach mehr Halt gesucht.. Mit 17 musste ich nämlich mehr oder weniger freiwillig zuhause ausziehen. Auch wenn es recht harmlos begann. Zuerst sollte ich nur auf die Wohnung von der Freundin meiner Mutter (ach ja, sie ist lesbisch) und deren Katze "aufpassen"- das war die offizielle Version. In Wirklichkeit war es dann so, dass das voll die Psychotante war und die auch psychatrisch betreut wurde und daher öfter stationell betreut wurde und nicht allein bleiben konnte... Daher haben wri praktisch "getauscht".. so dass sie bei meiner Mutter und bei meiner Schwester gewohnt hat und ich halt in ihrer eigentlichen Wohnung.
Naja die erste Zeit hat mein damaliger vorhin bereits erwähnter Freund dann bei mir gewohnt, bis ich halt nicht mehr wollte.. Er wohnte dennoch weiter da irgendwie, weil ich auch nicht allein sein konnte, doch das war auf Dauer in der Einzimmerwohnung etwas eng(war ja auch noch der Kater dazu). Zumal ich dann auch recht bald nen neuen Freund hatte..
Ende vom Lied war, dass sich mein dann Ex versucht hat, das Leben zu nehmen, indem er einiges an Tabletten geschluckt hatte, in den nahegelegenen Wald gerannt ist, weil mein neuer Freund und ich unten am Auto standen.. naja Polizei und Rettungswagen kamen und meine Mutter samt Freundin dann auch. Die Freundin hat dann rumgeplökt, dass sie doch nicht assozial sei und dass die Leute das nun denken würden und bla bla bla.. habe mit beiden Freunden nach der Aktion den Kontakt abgebrochen und durfte mir danach aber dann, obwohl A. aus nem total soliden, eher gehobenen Umfeld kam, trotz allem anhören, dass er meine Brüste nie vergessen wird und dass das die für ihn perfektesten Brüste überhaupt gewesen wären.
Naja manche Leute haben eben seltsame Faible, auch wenn das natürlich ein schönes Kompliment war.
Hierhergezogen bin ich, weil ich gehofft habe, hier endlich ein wenig Ruhe zu finden. Und vor allem den Halt, den ich immer gesucht habe. Ja mir tut es auch gut von den Leuten, also meiner Mutter und meinen Großeltern wegzusein, auch wenn ich sie natürlich vermisse, aber dennoch fühle ich mich sehr oft schrecklich einsam.
Und es macht mich einfach nur wahnsinnig, dass ich nicht einfach stark sein kann, sondern immer wieder einknicke und nicht so sein kann, wie ich es gern wäre.
Ja. wie wäre ich denn gerne?!
Am liebsten würde ich morgens aufstehen um 8, dann bis 9 meine beiden Sendungen schaun, dabei Frühstück machen und dann ne Stunde oder so Haushalt machen.
Danach 2 Stunden lernen, Pause, Essen machen, 2 Stunden lernen, nochmal bissl Resthaushalt, WoW. Das wäre wunderschön! Davon träume ich, dass ich das irgendwann wieder hinbekomme, so traurig und perplex das vll. auch klingen mag,
Außerdem würde ich nebenbei gerne eine Sprache lernen! Das wäre wundervoll!
