Verdorrte Rosen
An einem kleinen Strauß verdorrter Rosen, der im
Fahrtwind der vorbeifahrenden Autos an der Leitplanke der
Autobahnauffahrt baumelt, fahre ich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit
vorbei. Fast automatisch bleibt mein Blick kurze Zeit daran hängen und
ruft Erinnerungen wach.
Wie immer Erinnerungen an Dich, aber in diesem speziellen Fall auch Erinnerungen an den Unfall, der hier vor einigen Monaten geschah.
Zusammen mit einem öligdunklen, verbrannten Fleck auf dem Asphalt und einigen heruntergebrannten Kerzen war mir dieser Rosenstrauß am Straßenrand lange Zeit typisch für die Trauer von Angehörigen und Freunden. Nur kurze Zeit brannten Kerzen an der Unfallstelle, selten sah ich Menschen dort. Einmal nur, kurz nach dem Unfall bei dem ein Mädchen sein junges Leben verlor, sah ich eine Gruppe junger Leute hinter der Leitplanke stehen.
Das ist jetzt fast ein Jahr her. Irgendwann werden die Reste der sichtbaren Trauer von den Straßendiensten entfernt werden und dann fährt man vorbei und nur noch die Räder verspüren die Veränderungen im Asphalt.
Man fährt vorbei, aber mit der Trauer es ist nicht vorbei.
Man muss sich nur erinnern oder erinnert werden. Dann ist es wieder da, dieses Gefühl der Leere, der Einsamkeit und der Wehmut, die weh tut und –wie ich weiß- auch Mut macht.
Auch wenn die Rosen an der Leitplanke verdorren und irgendwann verschwunden sind.
Irgendwo, auch wenn man sie nicht sieht, gibt es Menschen, die sich erinnern.
Ich weiß es, denn sie suchen. Sie suchen nach Menschen, die ihre Trauer verstehen und teilen können, wenn Freunde sie längst vergessen und verlassen haben.
Und ich weiß, dass sie sich finden, denn sie finden auch mich und ich finde sie. Wir finden uns im Gespräch, wir finden uns durch und in Bücher und wir finden uns im Internet.
Auch wenn die verdorrten Rosen längst von den Leitplanken verschwunden sind.
Pass auf Dich auf, wo immer du auch bist.
Ich Dich „liebetiger“
P.S.
Gestern lag ein Strauß frischer Wiesenblumen an der Unfallstelle, direkt unter den verdorrten Rosen.
Wie immer Erinnerungen an Dich, aber in diesem speziellen Fall auch Erinnerungen an den Unfall, der hier vor einigen Monaten geschah.
Zusammen mit einem öligdunklen, verbrannten Fleck auf dem Asphalt und einigen heruntergebrannten Kerzen war mir dieser Rosenstrauß am Straßenrand lange Zeit typisch für die Trauer von Angehörigen und Freunden. Nur kurze Zeit brannten Kerzen an der Unfallstelle, selten sah ich Menschen dort. Einmal nur, kurz nach dem Unfall bei dem ein Mädchen sein junges Leben verlor, sah ich eine Gruppe junger Leute hinter der Leitplanke stehen.
Das ist jetzt fast ein Jahr her. Irgendwann werden die Reste der sichtbaren Trauer von den Straßendiensten entfernt werden und dann fährt man vorbei und nur noch die Räder verspüren die Veränderungen im Asphalt.
Man fährt vorbei, aber mit der Trauer es ist nicht vorbei.
Man muss sich nur erinnern oder erinnert werden. Dann ist es wieder da, dieses Gefühl der Leere, der Einsamkeit und der Wehmut, die weh tut und –wie ich weiß- auch Mut macht.
Auch wenn die Rosen an der Leitplanke verdorren und irgendwann verschwunden sind.
Irgendwo, auch wenn man sie nicht sieht, gibt es Menschen, die sich erinnern.
Ich weiß es, denn sie suchen. Sie suchen nach Menschen, die ihre Trauer verstehen und teilen können, wenn Freunde sie längst vergessen und verlassen haben.
Und ich weiß, dass sie sich finden, denn sie finden auch mich und ich finde sie. Wir finden uns im Gespräch, wir finden uns durch und in Bücher und wir finden uns im Internet.
Auch wenn die verdorrten Rosen längst von den Leitplanken verschwunden sind.
Pass auf Dich auf, wo immer du auch bist.
Ich Dich „liebetiger“
P.S.
Gestern lag ein Strauß frischer Wiesenblumen an der Unfallstelle, direkt unter den verdorrten Rosen.

