little_world_of_sadness

08.11.2007 um 13:14 Uhr

Wieso einfach wenn es auch kompliziert geht oder ne Ratte dreht durch

von: labrat

Stimmung: erleichtert

Wieso einfach wenn es auch kompliziert geht?? Das war wohl der Gedanke der Todie durch den Kopf ging als er mir am Dienstag morgen ne ganz kryptische SMS schickte. Nein, so gemein will ich dann doch nicht zu ihm sein, aber nen Arschtritt hätte er für die Aktion schon verdient (und das nicht nur von mir). Samstagabend, während ich noch auf dem Turnier war, rief mein Schatz mich an, das sie wieder im Hafen sind und das er am Sonntag Mittag in I-Cafe wollte um mit mir über MSN zu quatschen. Gesagt getan, mit ihm am Sonntag schön geredet, war alles wunderbar. Am Abend sagte er mir dann noch das er am Montag arbeiten muss und nicht ins I-Cafe kann, weil er abends noch was mit seine Kameraden machen wollte. Auch kein Ding. Montag also noch schön miteinander telefoniert. Dienstagmittag rief er dann ganz überraschend bei mir auf arbeit an. Wir in ruhe miteinander telefoniert (das ist das gute wenn man im ö.D. ist^^). Er hat mir versprochen heile nach Hause zu kommen und keine Dummheiten zu machen. Er versprch mir dann auch noch, das er mich Nachmittag noch mal anrufen wolle er aber keine Ahnung hat wann, da sie ein Fußballturnier hätten. Keine Stunde später bekomme ich folgende SMS: ...hab dir heute Mittag was versprochen, das ich leider nicht halten kann. Mach dir bitte keine Sorgen. Mir geht es gut. Meine Mutter wird dich heute Abend anrufen. Melde mich sobald ich kann...

 

Mein erster Gedanke war: Was ist passiert, was hat er jetzt wieder angestellt?

Er wollte Fußballspiele gehen. Ist da etwas passiert? Und warum sollte mich seine Mutter anrufe wenn nichts ist?

Kurz darauf rief auch schon seine Mutter an, um mir auszurichten das er mich nicht anrufen kann und ich mir keine Sorgen machen soll, denn es ginge ihm gut und er hoffe das er sich bis Sonntag melden könnte. Sie wusste aber auch nicht los sei, denn er dürfte nichts sagen.

Also gingen die Spekulationen weiter. Ist was mit ihm? Ist was mit dem Schiff? Gibt es ne neue Bedrohungslage die er uns nicht sagen darf und so weiter.

Sie war nachher so nervös das sie mir sagte, das sie das Familienbetreuungszentrum (FBZ) anrufen wolle um zu wissen was los ist.

So stand ich da. Keine Nachricht von Todie, keine Nachricht von seiner Mutter und ich tigerte wie verrückt im Labor auf und ab.

Kurz vor Feierabend rief er mich dann doch noch mal kurz an. Ich solle mir keine Sorgen machen es ginge ihm gut und er meldet sich sobald er wieder kann und darf, das könnte aber etwas dauern.

Keine Erklärung, gar nicht.

 

Ich verstehe ja, das es Situationen bei einem Auslandseinsatz gibt, wo man seine Angehörigen nichts sagen kann und darf. Aber dann hätte er es auch so schreiben bzw. so sagen können.

Wenn mir jemand mehrfach sagt, es geht im gut und ich mir keine Sorgen machen muss, ist doch klar das ich noch nervöser werde. Wieso sagt einer so was wenn da nicht im Busch ist??

 

Ich seine Mutter angerufen, das er sich bei mir gemeldet hat. Seine Mutter erzählte mir das sie vom FBZ erfahren hat das sie eine Kommunikationssperre hätten, weil sie aus dem Hafen auslaufen und er mit an Bord ist.

Todie mit an Bord – also ist ihm nichts passiert, aber Kommunikationssperre weil sie auslaufen?? Warum Sperre und warum laufen sie einen Tag früher aus als geplant?

Alles sehr konfus.

Und schon gab es die nächsten bedenken. Ist was mit dem Schiff? Gibt es im Hafen Probleme? usw.

Ich habe dann mit seiner Mutter vereinbart mich direkt zu melden wenn ich was von ihm höre.

 

Aber es kam nicht. Keine Mail am Dienstagabend, keine gestern. Bin dann gestern nach der Arbeit zu meiner Mutter gefahren damit ich nicht alle 5 min an den Rechner gehe um zu gucken ob ne Mail von ihm da ist.

 

Heute Mittag habe ich dann die erlösende Mail bekommen. Zwar ohne Erklärung aber er kann sich wieder melden also kann es nicht mehr so schlimm sei.

Ich wieder bei seiner Mutter angerufen. Auch sie hatte eine Mail von ihm bekommen, auch ohne Erklärung.

 

Ich bin echt froh, wenn ich ihn im Januar sehe und weiß das wirklich nichts war.

 

  

       

04.11.2007 um 11:39 Uhr

2500 km für ein Brettspiel^^

von: labrat   Kategorie: meinereiner

Stimmung: müde und glücklich

Es ist doch immer wieder erstaunlich was für verrückte Sachen man anstellt, wenn man keinen Freund in der Nähe hat.

 

Wie letzte Woche: Reiner, mein Cousin, hat mich gefragt ob ich mit ihm, Yessin und Rudi (zwei seiner Freunde die ich auch schon ne ganze weile kenne) auf ein Siedler von Catan - Turnier mitfahren möchte. Natürlich sagte ich ja. Also ging am Mittwoch morgen die Odyssee los. Um 5 Uhr aufstehen zur Arbeit, 12 Uhr Feierabend und dann direkt los zu Reiner. Bin 15 Uhr angekommen (ich liebe das Kölner Kreuz) . Um 17 Uhr weiter Yessin und Rudi abholen und ab nach Wesel. Dort fand das Catan – Halloween – Ranglistenturnier statt. Lustiger Abend mit vielen netten Leuten und leckerem Schnitzelessen. Bin leider nur 18. geworden. Reiner wurde 10. Yessin 4. und Rudi so wie ich unter ferner liefen.

Haben dann noch am Abend beschlossen am nächsten morgen nach Bexbach (Saarland) zu fahren um dort an einem Ranglistenturnier teilzunehmen. Yessin und Rudi wollten nicht mit, stattdessen wollte Ralf (ein bekannter den wir öfters auf Turnieren treffen) mitfahren.

Also um ca. 2 Uhr nachts von Wesel los zu meinem Cousin. Sind, nachdem wir Yessin und Rudi  abgesetzt haben, um 4 Uhr angekommen. Bis dato hatte ich fast 250 km hinter mir.

 

Donnerstagmorgen nach ca. 2 Std. schlaf wieder los, mussten um 8 Uhr Ralf abholen. Von dort weiter nach Bexbach. Das Turnier in Bexbach ging bis ca. 17 Uhr. Nette Räume aber komische Leute. Hat mir überhaupt nicht gefallen. Bin bei dem Turnier nur 19. geworden. 

Also nach Turnierende wieder zurück zu Rainer. Auf dem Weg noch Ralf abgesetzt. Im Auto erzählte Reiner mir das er und Yessin am Samstag noch nach Dresden fahren wollten. Dort fände ein Qualifikationsturnier für die deutsche Meisterschaft statt. Klar das ich mitfahren würde, hatte an dem Wochenende ja nichts weiter geplant. Da ich aber am Anfang gedacht hatte nur bis Freitag bei ihm zu bleiben, brauchte ich also noch Klamotten. Ich also, nachdem wir um 19 Uhr bei ihm angekommen waren, wieder in mein Auto und nach Hause. Von Mittwoch bis Donnerstagabend 950 km in 40 Stunden mit nur 2 Stunden schlaf dazwischen. Dementsprechend komatös bin ich auch ins Bett gefallen.

 

Freitagabend bin ich dann auch schon wieder zu Reiner zurück gefahren. Wir haben beschlossen Freitagnacht loszufahren, damit wir am Samstag noch genügen Zeit hätten um uns Dresden anzuschauen. Haben also bis 2 Uhr nachts gespielt (Siedler natürlich^^) und sind dann los gefahren. Hatte diesmal das Glück das ich hinten im Auto pennen konnte. Gegen  8 Uhr waren wir dann in Dresden. Dresden ist, finde ich, eine sehr schöne Stadt. Semperoper, Frauenkirche, Museum u.s.w. alles sehr sehenswert. Leider konnten wir nicht in die Frauenkirche rein, da sich schon eine lange Schlange gebildet hatte und wir auf jeden Fall pünktlich bei der Veranstaltung sein wollten wo das Turnier stattfand. Um 15 Uhr fing es an. Das Turnier fand im Rahmen der Veranstaltung „Dresden spielt“ statt. 1 Wochenende lang konnte man in der Aula eine Schule hunderter von Gesellschaftsspiele ausprobieren. Eine sehr schöne Veranstaltung. Das Turnier selber war aber sehr bescheiden geplant. Das reinste Chaos. Auch meine Rundenspiel grenzend schon an eine Katastrophe so das ich nur mit viel Glück und mit reichlich Hilfe von Reiner ins Finale kam. Leider hatten wir dort das Pech das  Yessin, Reiner und ich am selben Tisch kamen.

 

Aber ich kann mit Stolz verkünden das ich das spiel gewonnen habe und jetzt für die deutsche Meisterschaft qualifiziert bin.

 

Also haben sich die 2500 km in den 5 Tagen zu mindestens für mich sehr gelohnt.

 

 

    

05.10.2007 um 18:33 Uhr

Willkommen in der kleinen Welt des Chaos

von: labrat   Kategorie: meinereiner

Willkommen in meiner kleinen Welt des Chaos.

 

In den Hauptfiguren: Mein Freund der jetzt mein Ex ist, ein Kumpel der jetzt mein Freund ist und eine Laborratte die sich grade so vorkommt, als währe sie grade das Versuchsobjekt eines durchgeknallten höheren Wesens.

 

Akt 1: Die Trennung

 

Kurz und knapp, mir ist wegen seiner Eifersüchtelei irgendwann der Kragen geplatzt. Ich konnte einfach nicht mehr so weiter machen. Die ständigen Kontrollen haben mich zum Wahnsinn getrieben. Aber, (und hier kommt das große Problem) ich liebe ihn immer noch irgendwie. Ich kann ihm aber keine zweite Chance geben, auch wenn ich inzwischen weiß, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat und seine Eifersucht in Grenzen halten kann. Trotzdem kann ich es nicht. Irgendwas in meinem inneren hält mich davor zurück. Leider weiß ich nicht was. Sie finden das verwirrend und komisch? Mir geht es nicht besser.

 

Akt 2: Neue Beziehung

 

Nicht das die Trennung nicht schon kompliziert und nervenaufreibend genug währe, habe ich mich jetzt auch noch in einen anderen verliebt.

Um die ganze Sache aber jetzt noch komplizierter zu machen führe ich jetzt wieder eine Fernbeziehung. Diesmal sind es aber nicht 750 km Entfernung sondern knappe 4000 km

Und ich sehe meinen Freund jetzt nicht mehr alle 2 Wochen am Wochenende sondern frühestens im Januar zu unseren gemeinsamen Urlaub und dann erst wieder im März.

 

Akt 3: Eine Ratte im Labyrinth genannt Leben

 

Man sagt Ratten nach, das sie intelligente Wesen sind, die wenn sie einmal einen Weg durch ein Labyrinth gefunden haben ihn immer wieder finden. Leider scheine ich grade in eine Sackgasse gelaufen zu sein während ein verrückter Wissenschaftler die Wege verändert.

Angeblich soll ich ein Mensch sein, der weiß was er will und zielstrebig ist. Momentan komme ich mir aber eher wie ein Schwimmer vor, der ohne Land in Sicht vor der Entscheidung steht ob er lieber erfieren oder ertrinken möchte. Ich weiß einfach nicht was ich möchte oder was ich tun soll. Und das k*** mich an.

Anscheinend bin ich nicht in der Lage mein Leben alleine in den Griff zu bekommen.

 

Fortsetzung folgt…(wenn ich weiß was ich tun soll)

28.08.2007 um 15:57 Uhr

Telefon

von: labrat   Kategorie: everyday

Stimmung: ganz gut

Ist es ein verbrechen, wenn man einen festen Freund hat mit anderen Männern zu telefonieren??

Denn langsam aber sicher drehe ich bei meinem Kuschel durch.

Gestern hat mich ein alter WOW – Freund angerufen, den ich seit fast einem Jahr nicht mehr gesprochen habe. Wir haben richtig schön über Gott und die Welt gequatscht, wie früher.
Wir trennten uns mit dem Versprechen nicht mehr so lange mit dem nächsten Anruf zu warten. Als ich dann gestern Abend Kuschel von dem Telefonat erzählt habe, drehte er durch als hätte ich ihn durchs Telefon betrogen.

Ich weiß das Kuschel ein Vertrauensproblem wegen seiner Ex-Frau hat, aber er muss ja nicht immer von ihr auf mich schließen. Ich werfe ihm ja auch nicht Untreue vor, nur weil mein Ex Fremdgegangen ist.

Langsam glaube ich das Todie mit seiner Beschreibung der Beziehung völlig recht hat. Wir beide sind wirklich wie Feuer und Wasser. Bin nur mal gespannt wer zuerst ertrinkt oder sich die Finger verbrennt.

Was Todie angeht… er ist wieder mit Miss Hannover „zusammen“. Bin nur mal gespannt wie lange es diesmal hält. Miss Oldenburg hat ja grade mal 2 Telefonate gehalten.

Carmen hatte diese Woche auch angerufen. Sie ist wieder in Mainz, ärgert sich über ihre Cheffes und verflucht mich wegen der 3 „kleinen“ Bücherkisten die auf sie hier warten.
Thomas hatte sie im übrigen angerufen. Es ist jetzt auch auf nem Schiff gelandet. Keine Ahnung welches, ist aber auch egal, nachdem was er rumerzählt hat sollte er am besten ersaufen.

09.08.2007 um 14:52 Uhr

meinereiner

von: labrat   Kategorie: meinereiner

Kurz und knapp: Ich habe Panik!!

 

Das ich von Natur aus ein Angsthase bin ist allgemein bekannt. Doch jetzt glaube ich das ich alles Recht habe Angst zu haben.

 

Vor knapp 2 ½ Jahren wurden bei mir Zysten in der Gebärmutter festgestellt, sogenannte Adnextumore. Natürlich kam bei mir da erst mal Panik auf, da für mich Tumore = Krebs bedeuteten.  Nach mehren langen Gesprächen glaubte ich dann endlich meiner Frauenärztin, das es kein Krebs ist, sonder nur der Fachausdruck für Zysten an den Eierstöcken.

Die Empfehlung meiner Ärztin zu dem Thema war nur: Abwarten, die verschwinden meist von ganz alleine.

 

Gesagt, getan und siehe da, die Zysten an den Eierstöcken verschwanden.

 

Doch damit begann der Horror erst. Ca. ein halbes Jahr nach dem die Zysten wieder verschwunden waren stellte die Ärztin erneut Geschwülste fest, diesmal in der Gebärmutter.

Mynome lautete die Diagnose diesmal. „Auch nicht schlimm“, lautete die Aussage meiner Frauenärztin. „Wenn sie keine Probleme bereiten besteht kein Grund sich Sorgen zu machen.“ Diesmal glaubte ich ihr. Doch die Probleme kamen und es stellte sich raus das die Dinger größer wurden. Ich hatte zwar keine Schmerzen, aber die Mynome lagen so ungünstig das die eine Schwangerschaft verhindern würden.

Da ich kein Interesse hatte mit knapp 23 Jahren Schwanger zu werden, beschloss ich die Quälgeister erst mal zu ignorieren.

Doch vor einem halben Jahr meldeten sie sich noch mal, diesmal Schmerzhaft.

Wieder zur Ärztin und diesmal sah die Sache schon anders aus. Die Mynome sind wieder größer geworden und es sind noch welche dazu gekommen.

Die klassische Lösung währe die Entfernung der Gebärmutter gewesen. Aber das kam für mich ganz und gar nicht in frage. Nicht mit knapp 25 und noch ohne Kinder. Also, was tun??

Als Alternative (für mich was es zu dem Zeitpunkt die einzigste Option) war eine Hormonbehandlung und hoffen das sie kleiner werden. Und ab da hieß es für mich: Willkommen in den Wechseljahren! Der reinste Alptraum: zu heiß, zu kalt und schlecht gelaunt waren meine Dauerempfindungen. Ich kann echt froh sein, das Kuschel so starke nerven hat, denn ich bin mir in der Zeit selber auf die Nerven gegangen, ich möchte nicht wisse wie schlimm es dann für die anderen war.

Auf jeden Fall hat es geholfen und die Dinger wurden kleiner. Aber da die Gefahr besteht das sie wieder wachsen, müssen sie raus. Diesmal können sie einzeln entfernt werden.  

Und hier setzt meine Panik ein! Das böse Wort heißt Operation. Morgen früh, Ambulant und ganz alleine. Ich will nicht!!!

Es ist „nur“ eine „Schlüsselloch“-OP, aber wenn ich mir vorstelle was sie da mit mir anstellen wird mir ganz anders.

 

Bin froh wenn es endlich vorbei ist.