luuping

02.07.2006 um 12:24 Uhr

verliebt und zugenäht

von: luuping

wen hat es dieses frühjahr noch nicht erwischt? bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen, wir sprechen über gefühle.

es klickt im kopf, einfach so. ich kann nicht direkt sagen, welchen auslöser es dafür braucht, es passiert einfach. ich vermute ein detail, im bis dato völlig unbekannten bild der/des liebsten ist dafür verantwortlich. dann ist man noch nicht verliebt, nur so ein bisschen hui. dieses kleine hui wird einen noch eine weile beschäftigen, man weiß das genau und setzt nach und nach mehr daran, dichter heran zu kommen, mehr zu erfahren, mehr zu sehen und vor allem mehr kleine details auszumachen, die das hui füttern und es zu einer ausgewachsenen verliebtheit gedeihen lassen. dazwischen liegen ein paar stunden, tage oder wochen, aber es kommt, ganz sicher.

warum macht der mensch so etwas?
kann er nicht einfach, wie andere tiere auch, jahreszeitbedingt seine willigkeit darstellen und sich mit der/dem erstbesten fortpflanzen oder wenigstens so tun?

der mensch ist kompliziert. und er will es so, sonst wäre er anders.

habe ich fortpflanzen gesagt? ihr wisst was ich meine, das ist das, warum es sex eigentlich gibt. das ist heute aber nicht mein thema und ich habe auch keine ver-mittelbaren moralvorstellungen.

der mensch kontrolliert seinen sex, wie er alles andere auch kontrolliert und bestens im griff hat.
deswegen haben wir auch immer ausreichend und natürlich kerngesunder kinder, beinahe nur hervorragende ehen und beziehungen, sind alle stets glücklich und zufrieden, schwimmen im überfluss, sind retter des planeten und helden des universums.

ohne mensch wäre alles, furchtbar in ordnung.

nun verlieben wir uns aber anders, als andere tiere. was davon evolution und natürliche auslese ist, mag ich in promille gar nicht mehr andenken.
jeder von euch, der bis hierhin gelesen hat, kennt doch mindestens einen aus seinem direkten umfeld, mit dem man gern bis sehr gern sex machen würde, nicht wahr? wir tun das natürlich nicht und würden das auch niemals aussprechen, dafür leiden wir viel zu gern. auch dass, die betreffenden personen auf der gleichen welle reiten, ist kein grund so verantwortungslos zu handeln und die heile welt aus den fugen zu heben.

unsere heile welt lässt uns also verliebtsein erleben, um auf das anfangsthema zurück zu kommen... das ist wunderbar, ein traumhaftes erlebnis, vielleicht das schönste gefühl überhaupt.
das gegenseitige ineinander verliebtsein macht so glücklich, dass wir die mißstände des täglichen gegeneinanders beinahe völlig und für momente auch ganz vergessen. ich glaube, dafür lieben wir es.
wir lieben das verliebtsein, weil es uns für eine weile aus dem gefängnis, des sich oft so falsch anfühlenden alltags, befreit. wir fühlen uns dann vollständig und haben seit langem mal wieder das gefühl, das ganz richtige zu tun. trotz aller zweifel, die sich natürlich aufgrund der sonst so supertollen heldenwelt zwangsläufig mit einstreuen.

ist verliebtsein echter als normale welt, lieben wir es dafür?
wäre es nicht mehr so wichtig, würden wir nur richtig leben?

24.06.2006 um 10:54 Uhr

das glück

von: luuping

schaut vielleicht mal in eine andere richtung. na und? es ist schon da. und meistens ganz dicht in der nähe...

zwei schritte nach vorn, ein blick nach hinten und es steht direkt vor einem. augen runter und in bewegung bleiben, glück lauert einem regelrecht auf, wenn man es nur an sich heran lässt. und das gerade noch erträgt.

in bewegung sein, heißt für mich auch, sich mit sich im fluss befinden.

es gibt keinen grund auf irgendetwas zu warten, selbst rücksichtsnahme ist meist heuchelei oder angst etwas wirkliches zu wagen, das einen nicht nur selbst, sondern allen beteiligten hülfe.

warum erzähle ich euch das?
wegen der zeit, von der man sagt, sie liefe einem weg, haha. das ist unsinn!! es ist nämlich genau umgekehrt, bleibt im fluss...

das leben ist kurz genug. und glück lauert überall, man muss es sehen wollen, an sich heran lassen und einsacken können.
nur eines darf man nicht, warten, dass es zu einem kommt...

23.06.2006 um 11:42 Uhr

mein leben...

von: luuping

...ist wie eine achterbahnfahrt. die luupings kommen nicht von ungefähr. emotionen schütteln mich kräftig durch und erst seit ich gelernt habe, sie nicht nur zuzulassen, sondern als das eigentliche am leben zu verstehen, anzunehmen und auszuleben, geht es mir so blendend, wie es besser nicht sein kann. zudem ist alles im fluss, was zum leben gehört. wer bremst verliert eindeutig, an wert und sinn. verbindlichkeiten gelten viel in zwischenmenschlichen beziehungen, dürfen aber niemals zu abhängigkeiten führen oder durch einen anspruch auf sie angemeldet werden. dann mache ich das einzig vernünftige und ziehe ich mich zurück. man sagt, freundlich, ich wäre ein schmetterling, über den man sich auch nur so freuen kann. halten und fangen, kann ihn nur, wer ihn ein bisschen tötet. habe ich wie eine katze sieben leben und mich bisher noch nicht oft genug fangen lassen? ich weiß so etwas nicht. der schmetterling ist auch relativ neu für mich und ich habe mich lange nicht so wohl gefühlt, wie jetzt, wo ich alles an mich heran lasse. wo mich berührt, was rührenswert ist, wo ich genau hinseh und hinfühle, mich emotionen völlig in beschlag nehmen und mein restleben ein bisschen vergessen lassen. das ist gut so. warum soll ich mir gedanken um den dreck machen, den uns die industrie als relevant verkaufen möchte? leben geht anders, meine lieben...