Machopan - Rauchzeichen

30.11.2003 um 05:45 Uhr

Strafstoß

Haben Sie schon mal bemerkt, dass fast alle Politiker vergleichsweise gut ernährt erscheinen?
Köpfe, vor lauter Entbehrung und Aufopferung für Politik und ihre Wähler, rund und prall wie heftig aufgepustete Fußbälle!

Den Hinweis habe ich von einem Kollegen, begeistert geplagter Fußballanhänger des 1.FC Kaiserslautern.
Dieser Kollege ist der Meinung, dass Politik viel mit Fußball zu tun hat.

Viele zahlende Zuschauer gucken zu, wie hochbezahlte Kicker auf dem grünen Rasen lustlos ihre Spielchen treiben.
Voll draufhauen, daneben kicken, umhacken, nachtreten, wegdrücken, festhalten, umnieten, aufstützen und theatralisch im Strafraum zu Boden sinken oder sich gar mit der Bahre vom Platz tragen lassen – einfach alles da.
Und trifft Einer mal aus Versehen den Ball, schlägt er ihn zum Zeit schinden ins Aus.
Da wird eingeworfen, bananengeflankt, geschwalbt und strafgestosst, Räume und Männer gedeckt, Eckbälle getreten und in den Rücken gespielt.
Dazwischen drin, unter den 22 Kickern, die sich da auf dem Grün kloppen und hauen, ein Streifenhörnchen mit Trillerpfeife und am Spielfeldrand seine Kumpel mit Fähnchen, die sich zwar nicht aufs Spielfeld trauen, aber dennoch permanent einmischen.

Also, ich finde den Vergleich mit dem deutschen Volkssport etwas weit hergeholt!
Oder?

Aber in einem Punkt muss ich meinem fußballbegeisterten Kollegen aber doch recht geben, wenn ich so zwischen der Berichterstattung vom Parteitag der Grünen und dem Geschehen in den Fußballstadien hin und her zappe.

Politikerköpfe und Fußbälle haben wirklich eines gemeinsam!

Beide kannste kicken!

LOL





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28.11.2003 um 05:45 Uhr

Chip Chip


Die Spatzen pfeifen es schon lange von den Dächern, jetzt ist es offiziell.

Die Chipfabrik in Frankfurt an der Oder stürzt in den Ruin.
Es hat sich ausgechipt mit Mikrochips im Möchtegern-High-Tech Mekka auf brandenburgischem Boden.
Vielleicht könnte man die bereits im Rohbau stehenden Fabrikgebäude ja noch zu einer Kartoffelchipfabrik umbauen, damit dort die dümmsten Bauern ihre größten Kartoffeln noch einer einigermaßen sinnvollen Verwendung zuführen können.
 
War wohl nix mit Chip Chip in Lande Brandenburg.
Na ja, kann ja mal passieren, dass beim Aufbau des Landes ja auch mal was schief geht.

Aber mir ist jetzt klar geworden warum das Land Brandenburg „Brandenburg“ heißt.
Das kommt von der Burnrate, zu deutsch „Verbrennungsrate“, so eine Art finanzielle Tankanzeige, die eigentlich nur bei schiefgehenden New-Economy-Klitschen mit spätpubertierenden Abiturientenvorständen nicht die notwendige Aufmerksamkeit findet.

Man muss nicht sonderlich ausgebildet sein, um an der Burnrate ablesen zu können wie lange der Sprit noch reicht, bis zu dem Zeitpunkt, wo die Kiste einfach stehen bleibt.

In Brandenburg sind schon viele Kisten stehen geblieben. Welche?
Ja, haben Sie das etwa schon vergessen?

Denken Sie doch nur mal den Cargo Lifter! Dieser möchtegernfliegenden Hirnfurz hat bis zu seinem kläglichen Absturz nur lasche 40 Millionen Teuronen Fördermittel in die Insolvenz mitgenommen.

Und dann der Lausitzring!
Die Test- und Autorennstrecke hat sich im heimischen Boden von Südbrandenburg selbst verbuddelt, zusammen mit 123 Millionen Teuronen Fördermittel des Landes.

Und dann das Beste,  die LEG, die Landesentwicklungsgesellschaft –so ein Ding haben übrigens alle Bundesländer- , aber die LEG in Brandenburg ist schon was Besonderes.
Vom Land Brandenburg mit 60 Millionen Teuronen Eigenkapital ausgestattet und dann wegen Erfolglosigkeit mit Kosten von 200 Millionen Teuronen liquidiert.

Warum ich immer Teuronen schreibe, wenn ich eigentlich Euro meine?
Weil mir die Euros,  die hier sinnlos verbrandenburgt werden, dafür zu schade sind.
Kommen sie doch letztendlich aus Steuerzahlungen der Bürger unseres Landes. Und wenn ich daran denke, dass es sich dabei nicht -wie bei Monopoly- um Spielgeld handelt, dann kommt in mir die seltsame Lust auf, in der brandenburgischen Erde noch was anders zu begraben, als nur Teuronen.

Aber lassen Sie mich nur mal kurz nachrechnen.
Allein mit Cargo Lifter, Lausitzring und LEG hat das Land Brandenburg mehr als 800 Millionen DM in den Sand gesetzt.
Und jetzt wollte man noch eine Chipfabrik dazu legen. Gesamtkosten 1,3 MILLIARDEN EURO. Davon 370 Millionen Euro staatliche Fördermittel und Bürgschaften in Höhe von 500 Millionen Euro. So steht es jedenfalls in der Frankfurter Rundschau vom 28. November 2003.

Sicher gibt es in Brandenburgs Erde und am Himmel noch andere Leichen, die mit viel Geld begraben wurden, oder sich in Luft aufgelöst haben.
Und die Frage muss erlaubt sein, was sich Politiker nach alles erlauben können, bevor sie endlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Ich schlage vor, in Brandenburg jetzt erst mal eine neue, große bundesdeutsche Haftanstalt zu bauen. Wir werden sie sicher brauchen. Auch schafft es Arbeitsplätze für das Wachpersonal und die kasernierte Unterbringung der Geldverschwender ist sicher weitaus billiger als sie weiterhin in Freiheit herumwursteln zu lassen.
Es ist noch lang bis zur nächsten Olympiade!
Und das Mautsystem mautet ja auch noch nicht so wie es soll.
In Kölle am Rhein wird noch geklüngelt und entmüllt.
Leuna und Elf Aquitaine sind auch noch nicht in trockenen Tüchern und ich glaube die Parteispendenaffären dürfte man auch nicht ganz vergessen.

Komm mir noch einmal Einer daher und redet von Steuererhöhungen!
Zuerst wollen wir jetzt mal Erleichterungen haben.
Ballast abwerfen, Wasser lassen, Darm entleeren!
Und wenn bei diesen Erleichterungen gleich noch ein paar Minister, Staatssekretäre und berufsbeamtete Traumtänzer mit über die Reling gehen, ist es auch nicht schade drum.

Wen ich damit meine?
Also ganz spontan fallen mir da so viele Namen ein, dass es den Rahmen dieses Artikels sicher sprengen würde. Aber wir sollten diesen Aspekt nicht aus den Augen verlieren.

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen!

BG




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26.11.2003 um 05:45 Uhr

Effe "Stinkefinger"


„Fußballer Effenberg wegen Beleidigung vor Gericht

„Arschloch“ soll er während einer Verkehrskontrolle zu einem der Beamten gesagt haben.
Kann man sich bei Effe fast nicht vorstellen. Der ist doch sonst lammfromm.

Jaaaa, er hat mal, vor langer langer Zeit, als Deutschland noch an Fußballwelt- und Europameisterschaften teilnahm, den deutschen Fans den Stinkefinger gezeigt. Dafür hat ihn der damalige Bundestrainer Berti Vogts –das ist der, der es jetzt wieder nicht geschafft hat, diesmal aber mit der schottischen Nationalmannschaft-, wegen Beleidigung der deutschen Fußballnation nach Hause geschickt und aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen.
An flotte Sprüche am Rande des Erträglichen, wie „Ich spiele in erster Linie nur um Geld zu verdienen“ oder „Was zählt ist die Kohle“ erinnern wir uns alle noch gerne. Auch wenn die Leistung auf dem Rasen mit der Leistung des Mundwerks nicht immer im Einklang stand.

Einhunderttausend Teuronen soll der Effe jetzt für dieses Wort mit neun Buchstaben an die Staatskasse abdrücken – das sind mehr als 10.000 pro Buchstabe- und dagegen hat er Einspruch erhoben. Seine Freundin Claudia Strunz und zwei Polizeibeamte sind als Zeugen geladen.

Jetzt bin ich gespannt wie das ausgeht.
Vielleicht hatte Effe ja gerade Verkehr mit seiner Claudia und war am zeugen, als die Beamten ihn kontrollieren wollten.
Dafür müsste er eigentlich mildernde Umstände bekommen, denn wer hat das schon gerne, wenn er bei seiner Lieblingsbeschäftigung gestört wird.
Oder Effe hat mit dem unanständigen Wort seine Freundin Claudia gemeint, weil sie immer noch an dem Grammatikfehler in ihrem Tattoo herumradiert.

Egal, wie und was passiert war, wir werden es vermutlich nie erfahren!
Hat doch Effe den Fehler gemacht, dieses Wort mit neun Buchstaben in der Anwesenheit von zwei Herren der unfehlbaren Staatsmacht zu äußern.
Aber die Frage muss erlaubt sein: "Muss er jetzt soviel Kohle zahlen, weil er „Effe“ ist oder weil es Beamte im Dienst waren?"

Ich hatte immer gedacht, dass vor dem Gesetz alle Bürger dieses Landes gleich sind.
Einmal „Arschloch“ für Einhunderttausend ist schon etwas happig, wenn man bedenkt, dass der Vorstand der Firma INFOMATEC aus Augsburg durch illegalen Insiderhandel und Kursmanipulation 15 Millionen ergaunert und eine Gesamtschaden in Höhe von –auf ein paar Millionen kommt es jetzt gar nicht an- etwa 200 Millionen Euro angerichtet hat und mit einer Geldstrafe von VIERTAUSEND Euro und zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung bestraft wird.

Aber da geht es ja nicht um zwei Vertreter der Staatsmacht, sondern um das Geld und das Recht der privater Aktionäre.

Ach wär das schön, wenn der Vorstand wenigstens einmal zu den Aktionären, die so dumm waren Aktien der Firma INFOMATEC zu kaufen,  „Arschloch“ gesagt hätte.

Da wäre es dann aber so richtig teuer geworden!





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25.11.2003 um 05:45 Uhr

Imagekampagne

Die „Bundesanstalt für Arbeit“ bekommt ein neues Image!
Warum, versteht keiner.  Zumindest keiner, der dort in den Akten verwaltet wird.
„Bundesasservatenkammer“ wäre vielleicht ein neuer, passender Name gewesen. 
„Bundesarbeitsbedürfnisanmeldestelle“ oder „Bundesbeamtenaufbewahrungsanstalt“ würde mir persönlich auch ganz gut gefallen, sind aber sicher beide zu lang. Da müsste man für das neue Briefpapier ja „DIN A4 Quer-Format“ nehmen.
Aber nein, „Bundesagentur für Arbeit““ muss sie jetzt heißen. Das klingt dynamisch und fortschrittlich – meint der Medienberater.

Ja, Sie haben richtig gelesen.
Die Bundesarbeitsdingsda hat einen eigenen Medienberater.
Mit Beratervertrag!
Jaaaaa, Bundesarbeitsdingsda schafft Arbeitsplätze. Die tun was!
Und gut dotiert ist der Job auch noch! Eins komma zwo Millionen Teuronen soll der Herr Berater für sein Wirken bekommen.
War die Stelle eigentlich öffentlich ausgeschrieben?
Also beim Stelleninformationsdienst (SIS) der deutschen Arbeitsämter habe ich dort nichts gelesen.

Ach so, natürlich, der Job wurde unter der Hand vergeben. Das versteh ich. Stellen sie sich mal die langen Schlangen vor den Arbeitsämtern vor, wenn das vorher bekannt geworden wäre.
Für einkommazwo Millionen Teuronen muss Otto Normalverbraucher heftig lang schuften und buckeln bis er das auf dem Konto hat.
Das sind ja –lassen Sie mich mal kurz nachrechnen-, das sind ja Einhunderttausend im Monat, wenn man davon ausgeht, dass das Jahr zukünftig auch noch zwölf Monate haben wird.
Da aber überall von Mehrarbeit und Arbeitszeitverlängerung geredet wird, bin ich mir da fast sicher, dass ab 2005 im Rahmen der EU- Harmlosierung mit 13-14 Monaten per anno zu rechnen ist. Auf den ersten Blick könnte sich das auch statistisch als Vorteil bei der Berechnung der Arbeitslosenzahlen herausstellen.

Also jetzt heißt diese Bundesbesenkammer jetzt Bundesagentur. Und der neue Besen wirbelt auch gehörig Staub auf, wie es sich eben gehört für neue Besen, solange sie noch kehren dürfen. Und irgendwann, wenn die vielen Teuronen für die Imagekampagne verpufft und verflogen sind, wenn wieder Ruhe einkehrt, der alte Staub sich wieder auf die alten Akten senkt, dann stehen vor den Arbeitsämtern immer noch die gleichen Arbeitslosen und immer noch ohne Arbeit.

Also, ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass auf mich persönlich das Ganze den Eindruck macht, als wenn man versucht einen Haufen Hundekacke durch Grafitti zum Kunstwerk zu erklären.

Aber für den, der rein tritt ist es einfach nur Scheiße!


ZK





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24.11.2003 um 05:45 Uhr

Intrigantenstadel

„Intrigantenstadel“ titelt die Frankfurter Rundschau am 24.11.2003.

Und „Komödienstadel“ erlaube ich mir zu denken, als ich mir vorstelle wie der pausbäckige Erzengel Gabriel gerade versucht Gottvater Gerhards Lieblingssekretär meuchlings zu filetieren, um selbst dieses Amt mit seiner korpulenten Biomasse auszufüllen.

Generalsekretär Scholz wird sich nun doch aus den Niederungen der hanseatisch-rosafarbenen Landespolitik engelsgleich gen Berlin in höhere Gefilde aufmachen.
Und der Herr Fraktionschef Müntefering, sein Amtsvorgänger, wird ihm dort seine Unterstützung gewähren und ihm eine Einführung in die politische Strategie der SPD zuteil werden lassen.
Wird wohl zeitlich nicht allzu lange dauern, diese Einführung, denn von einer Strategie kann bei Rot/Grün schon lange keine Rede mehr sein. Und wenn da doch eine sein sollte, dann ist die so geheim, dass noch nicht einmal der Herr Kanzler sie kennt.
Ach Sie meinen „Agenda 2010“ wäre eine Strategie!
Kann sein! Aber auch Napoleon hat geglaubt, es wäre eine gute Strategie, nach Moskau zu marschieren.
Ich habe jetzt ganz bewusst nicht den kleinen „größten Feldherrn aller Zeiten“ als schlechtes Beispiel gewählt, denn als Bundesdeutscher muss man momentan ja sehr vorsichtig sein, mit was man den desolaten Zustand der Republik vergleicht und/oder begründet.

Bleiben wir also als zahlende Zuschauer dieser Seifenoper ganz ruhig sitzen und warten wie es weitergeht, denn was kann einem Amtsinhaber Schlimmeres passieren, als die Unterstützung seines Vorgängers zu erfahren.
Auch im Lager des politischen Gegners gab es vor einiger Zeit mal einen Generalsekretär, Peter Hintze war sein Name. Eine politische Witzfigur, die weder Freund noch Feind recht ernst genommen hat. Dieser Generalsekretär hat seinen Kanzler in die Niederlage begleitet.

Vielleicht besteht ja noch Hoffnung für unsere Republik, wenn sich der Herr Scholz jetzt voll auf den Kanzler Schröder konzentriert! Ich jedenfalls drücke dem Herrn Scholz für diese Aufgabe beide Daumen.

Und dem, nach der letzten Wahlniederlage, unterbeschäftigten und intrigierenden Erzengel Gabriel, der nach eigener Aussage „die Nase voll hat von dem Intrigantenstadel in Berlin“ zeige ich den rektalen Stinkefinger, während er sich weiterhin in der Nase bohren darf.

„Mobbing“ nennt man diese Art der Arbeitsplatzbeschaffung.
Auf dem Stellenmarkt für arbeitslose Genossen wird es eng. Daran wird man sich gewöhnen müssen. Und auch die neue Imagekampagne der Bundesanstalt für Arbeit wird daran nichts ändern.

Talkshows ade!
Willkommen im Club!

22.11.2003 um 05:45 Uhr

Bauanleitung

Ich habe gehört, dass man im Internet die Bauanleitung für Bomben aller Art finden kann.

Von der kleinen Bombe für den Hausgebrauch, nur um mal dem Nachbarn einen Denkzettel zu verpassen, über die Briefbombe für andersdenkende Politiker, bis zur Atombombe, um größere Konflikte zu lösen.
Nicht dass ich konkreten Bedarf an Bomben hätte.
Na, ja so ab und zu mal so ne Sexbombe im Bett wäre ja nicht schlecht, aber seit der öffentlichen Darmspiegelung von Susan Stanke ist mein Bedarf nach weiblicher Anatomie merklich zurückgegangen.
Gestern Abend habe ich mir mal, zusammen mit ein paar Fläschchen kühlem Pils, die Mühe gemacht, mich im Internet nach den diversen Bombenbauanleitungen umzugucken.
Gefunden habe ich alle Arten von Bomben, auch die, die ich schon aus der Geschichte, den Medien und meiner eigenen Zeit bei der Bundeswehr kannte.
Angefangen beim Ladykracher, über Knallfrösche, Kanonenschläge, Handgranaten, Streubomben, Rohrbomben, Briefbomben, Atombomben, Wasserstoffbomben, ja sogar chemische und bakterielle Bomben, war alles da.
Nicht immer habe ich die Bauanleitungen ganz verstanden, waren doch viele auf arabisch oder einer anderen orientalisch aussehenden Sprache geschrieben.

Eine Bauanleitung in deutscher Sprache hat es mir besonders angetan.
Ich habe sie mir extra aufgeschrieben, damit ich es nicht vergesse. Du weißt ja, dass Männer in meinem Alter ihr Geld nicht mehr auf einem Nummernkonto bei einer Liechtensteiner Bank verstecken sollten, ohne sich Notizen zu machen.
Aber ich komme vom Thema ab.

Eigentlich will ich dir ja schreiben was ich im Internet gefunden habe.
Also, ich habe eine Bauanleitung für eine Bombe gefunden, mit der man eine ganze Demokratie zerstören kann.
Das Beste daran ist, dass der Bau dieser Bombe nichts kostet, man bekommt sogar noch Geld dafür und die Zutaten kannst du überall bekommen.
Wo?
Du musst nur in den Tageszeitungen nachsehen!

Also pass auf, die Bauanleitung zur Zerstörung einer Demokratie geht so. Dazu braucht man:

1. Eine hohe Staatsverschuldung und eine gigantische Steuerverschwendung.
2. Wissentliche Verunglimpfung politisch Andersdenkender
3. Eine fortschreitende Zerstörung des Sozialstaates
4. Die Enteignung des Bürgertums und des Mittelstandes
5. Permanente Rechtsbeugung und Bestechlichkeit der politischer Parteien
6. Abschaffung der Meinungsfreiheit
7. ......

An der Stelle ist mir dann leider der Computer abgestürzt.
Ich weiß auch nicht warum. Vielleicht hat er sich einen Virus eingefangen?
Komisch ist auch, dass ich die Seite heute morgen im Internet nicht mehr gefunden habe. So als hätte sie jemand vom Netz genommen, wie die Rede von dem CDU Abgeordneten Hohmann. Die war auch am nächsten Tag verschwunden, nachdem die Frau Merkel mit ihm gesprochen hatte. Merkst du was?
 
Was? Ob ich keine Angst habe, weil dieser Brief eventuell durch die heimliche Zensur staatlicher Organe geht, wie in der guten alten DDR.
Genau! Siehst du, jetzt fällt mir wieder ein wie die Liste weiterging.

7. Aufbau eines elektronischen satelittengestützten Maut- und Überwachungssystems
8. Rundumbespitzelung der arbeitenden Bevölkerung mit inoffiziellen Informanten
9. Legalisierung von staatlicher Misswirtschaft und feudalem Subventionismus
10. Eindeutige Definition von Staatsfeinden zur Erklärung der wirtschaftlichen Probleme
11. Bau einer Mauer gegen Republikflüchtlinge
12.  ......

Wenn man selber keine Radikalen hat, dann baut man sich halt welche!

Wir sind das Volk!





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21.11.2003 um 05:45 Uhr

Dolchstoßlegende

Die Dolchstoßlegende behauptete, dass das deutsche Militär im 1. Weltkrieg im Felde  „unbesiegt" geblieben sei, aber der Krieg verloren wurde, weil reaktionäre Kräfte in der Heimat durch "einen Dolchstoß von hinten" den Sieg verhindert hätten.

„Der Vorwurf richtete sich gegen die am 3. Oktober 1918 gebildete parlamentarische Regierung und gegen Parlamentarismus und Demokratie überhaupt. Besonders verhängnisvoll war die Aussage des Feldmarschalls Hindenburg vor dem Parlament am 18. November 1919 mit der Hindenburg die Öffentlichkeit bewusst zu täuschen versuchte. Die Dolchstosslegende, mit der die antidemokratische Rechte die historische Wirklichkeit zu schönen suchte, weil sie sich mit der Niederlage nicht abfinden wollte, bildete den Hintergrund der Diskriminierung der Demokratie und ihrer Vertreter als ‚Novemberverbrecher‘. Das Schlagwort war so wirksam, weil es die herrschenden nationalistischen Emotionen breiter Bevölkerungskreise aufnahm.“
(Entnommen aus: Die Dolchstosslegende, Petzold, Joachim, Berlin 2. Auflage 1963)

Der weitere, verheerende Ablauf der Geschichte, bis zur Gründung der Bundesrepublik aus den Trümmern Deutschlands, sind hinreichend bekannt.
Es spielt daher, für unsere heutige Betrachtungsweise, keine wesentliche Rolle, wer hier wen gemeuchelt haben soll, jedoch verdient die terminliche Duplizität der Ereignisse unsere besondere Aufmerksamkeit.
Denn verblüffend ist jetzt die Tatsache, dass der Begriff „Dolchstosslegende“ im Zusammenhang mit dem Parteitag der SPD am 17.-19. November 2003 in Bochum und den dortigen Ereignissen wieder auftaucht.
Fakt ist, dass die Führungsriege der SPD von der Basis „abgewatscht“ wurde.
Auch Feudalherrscher sind, zumindest emotional, von Gunst und Stimmung des gemeinen Fußvolks abhängig und sei es auch nur um ihrem Geltungsbedürfnis mit einem hohen Stimmenanteil mathematisch Bestätigung zu verleihen.
Mit 80 % als Vorsitzender der SPD im Amte bestätigt!
War das nicht genug Herr Bundeskanzler?
Sollen es 100%, oder besser 99,8% sein, wie einst zu alten DDR Zeiten?
Oder war es die Tatsache, dass das Offizierkorps nur knapp einer Katastrophe entronnen ist.
Oder etwa gar die Erkenntnis, dass der Krieg bereits verloren ist, die Suche nach den Schuldigen beginnt und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis andere politische Interessengruppen die Geschicke der Republik bestimmen werden.

Fehlende Kritikfähigkeit, würde jeder Psychologe dem Kandidaten bei der Personalauswahl unterstellen. Nicht geeignet für Führungsaufgaben! Der Nächste bitte.

Statt dessen müssen jetzt die Verräter „fertiggemacht“ werden!
Diese Meuchelmörder mit ihren eigenen, anderen politischen Interessen!
Diese Novemberverbrecher!
Wer hier den lieben Gerhardt gedolchstoßst hat, wird es sicher noch bereuen.

Wohin das alles führt, kann man in den Geschichtsbüchern nachlesen!

Schau mer mal!





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20.11.2003 um 05:45 Uhr

Kleinvieh

Kleinvieh macht auch Mist, sagt der Volksmund!

Aber, sind wir mal ehrlich, um so einen großen Haufen Scheiße zu schaffen, wie er sich jetzt vor uns auftürmt, dazu braucht man schon große Arschlöcher!

Die eigentlich Schuldigen an diesem Haufen, werden aus reiner Selbsterhaltung nicht müde auf die Armen, Schwachen, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslosen, Alleinerziehenden, Kinderlosen, Ausländer und Rentner zu zeigen.
Ablenkung nennt man solche Manöver, wenn man selbst auf der linken Straßenseite die Leute ausraubt und sich die Taschen voll stopft, dabei auf die rechte Straßenseite zeigt und laut ruft: „Haltet den Dieb!“

Da werden Bürger, die versuchen ihr mühsam Erspartes vor dem immer unverschämter werdenden Zugriff des Staates und seiner Subventions- und Umverteilungsstrategen in Sicherheit zu bringen, als Steuerbetrüger und Steuerflüchtlinge kriminalisiert.
Da wird der unternehmerische Mittelstand und die Bürgerschicht mit progressiver Steuerlast, Vermögenssteuer, Kapitalertragssteuer und Erbschaftssteuer ausgesaugt und letztendlich vernichtet oder an den Rand des Ruins getrieben.
Da wird Menschen, die ein Leben lang gearbeitet und treu und brav ihre Steuern und Sozialabgaben gezahlt haben, erklärt dass ihre eigene Rente gerade noch reichen wird um nicht zu verhungern und sie sich eben jetzt, wo es für die meisten zu spät ist, selbst kümmern müssen.
Da wird Arbeitnehmern, die jahrzehntelang Beiträge zur Arbeitslosenversicherung geleistet haben und zu Tausenden in die Arbeitslosigkeit geschickt wurden, der Leistungszeitraum und das Arbeitslosengeld gekürzt.
Da werden Arbeitslose als arbeitsscheue Drückeberger diffamiert und in einen Topf mit asozialem und kriminellem Gesindel geworfen, das es zu einem gewissen Prozentsatz nun mal leider in jeder menschlichen Gesellschaft gibt.
Da werden die Empfänger von Sozialhilfe als Sozialschmarotzer und Staatsschädlinge tituliert, egal ob Alleinerziehender, Asylsuchender oder ehemals Arbeitsloser der nach hinten durch die Sozialsysteme gereicht wurde und jetzt ganz unten angekommen ist.

Da wird seit Jahrzehnten im großen Stil verschwendet und vergeudet,  subventioniert, geschmiert und gespendet.
Da wird ohne jeden Sachverstand und meist aus Eigennutz an den Systemen herumgedreht und geschraubt. Da wird wider jede Vernunft improvisiert, manipuliert, intrigiert, kaschiert, profitiert und diffamiert.

Da werden Menschen, die auf die Missstände hinweisen, diese und ihre Nutznießer anprangern und dazu auffordern die staatliche Geldvernichtungs- und -neuverschuldungsmaschine endlich zu stoppen, verunglimpft, als Deppen dargestellt  und mundtot gemacht.

Egal, ob Rot und Grün oder Schwarz und Blau an der Macht ist, am System der politischen und wirtschaftlichen Lügen und Katastrophen hat sich nichts geändert.

Dabei geht es schon längst nicht mehr um die Bundesrepublik Deutschland und die Menschen die hier noch ihre Heimat haben. Die Menschen, die dieses Land nach dem Krieg aufgebaut, gigantische Summen an Wiedergutmachung geleistet und Vermögen von mehreren hundert Milliarden Euro angespart haben, stehen heute als Verlierer da. Genauso wie ihre Kinder und Kindeskinder, von denen es leider viel zu wenige gibt.
Wenn es um das Schneeballfinanzierungsystem unserer Sozialsysteme geht, wird schnell auf den Generationenvertrag verwiesen, weil Politiker aller Parteien jahrelang dieses System zu Wohltaten jeder Art an Personen verwendet haben die keinen Pfennig zu seiner Finanzierung beigetragen haben.

Jetzt soll der Gürtel enger geschnallt werden.
Alle sollen jetzt dazu beitragen, dass es wieder bergauf geht.
Den Berg hochschieben sollen jetzt genau die, die bei der Vorbereitung der Talfahrt nichts zu sagen hatten.
Ist das nicht ein bisschen viel verlangt, von Menschen denen gerade bewusst geworden ist, dass sie jahrelang zum Vorteil Anderer ausgebeutet und betrogen worden sind?

Bei Otto Normalverbraucher kommt neben der ersten Enttäuschung jetzt auch Wut auf.
Wut die sich ein Ziel suchen wird oder es vielleicht schon gefunden hat!

Das Vertrauen in den Staat, in die Gerechtigkeit und Sicherheit ist nachhaltig und weit mehr erschüttert, als sich das politische Parteien und Organisationen in ihren kühnsten Träumen vorstellen wollen. 
Dieses Vertrauen kommt auch nicht zurück, nur weil man über die Planlosigkeit seines hektischen Verhaltens Agenda 2010 schreibt und eine Steuerreform vorzieht, deren angebliche Entlastung man dem Bürger bereits vorher mehrfach aus der Tasche gezogen hat.

Der herbeigeschwatzte wirtschaftliche Aufschwung wird auf sich warten lassen.
Zumindest bis sich das politische System in unserem Land nachhaltig geändert hat.
Viele haben dieses Land bereits verlassen und wer kann, wird es aus reinem Selbsterhaltungstrieb tun müssen.
Nur noch lächerlich wirkt dabei die Erklärung des Fiskus, rückkehrendes Kapital NUR mit einer Strafsteuer zu belegen!
Wer sollte denn wirklich noch so dumm sein diesem Lügenstaat zu trauen?
Wer die Bevölkerung vor der Wahl anlügt, darf sich dann nicht wundern, wenn ihm nach der Wahl nicht mehr geglaubt wird.

The Party is over!

CYA





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19.11.2003 um 05:45 Uhr

Hannoveraner

Heute ist Parteitag in Bochum.
Die SPD geht zur Quelle um neuen Mut zu schöpfen.
Na, wenn das mal gut geht, der Krug den neuen EU-Verbraucherschutzvorschriften entspricht und das Quellwasser die zulässigen Toleranzgrenzen für Mut und andere Spurenelemente einhält.

Sitzt doch bei den Delegierten die Erkenntnis tief, dass die Quelle seit den Regulierungsmaßnahmen der letzten Jahre nicht mehr so sprudelt. Weitere Umbaumaßnahmen und Regulierungen sind die letzte Hoffnung. Die letzte Chance um zu überleben.

Nein, nicht für Sie und mich.
Ach was!
Für uns ist es doch egal, ob die Quelle von Rot, Schwarz, Grün oder Blau verwaltet wird und von wem wir regiert werden.
Für uns ändert sich doch nichts.
Das wissen wir doch!
Wählen?
Wenn wollen Sie den wählen?
Das ist doch die Wahl wie zwischen Mickey Mouse und Donald Duck.
Beides sind doch Comic-Figuren, die uns als Kinder viel Spaß bereitet haben.
Aber jetzt?

Gerhard Schröder, der seit seiner Wahl zum Bundeskanzler parteiintern als Gerhard von Schröder bezeichnet wird, wird heute eine Grundsatzrede halten.
Der Adelstitel passt zwar nicht zu seiner hemdsärmeligen Verhaltensweise, aber da ist er mit dem Prinz Ernst August von Hannover in bester Gesellschaft. Diese etwas rustikale, hemdsärmelige Art scheint so eine Eigenschaft der Hannoveraner zu sein.

Der Prinz von Hannover kann ja immer noch König von England werden, sofern die etwa 440 Adeligen, die in der Rangfolge vor ihm stehen, auch vor ihm versterben.
Was aber mit Prinz Gerhard nach der nächsten Bundestagswahl geschieht, steht noch im Kaffeesatz, wenn überhaupt. Einen kleinen Vorgeschmack wird es vielleicht heute schon geben. Vielleicht gelingt es ihm ja noch einmal, die Parteigenossen zu belaabern und ihnen Hoffnung zu machen.
Aber das wird auch nichts mehr nützen, denn achtzig Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung können nicht irren.

Nach unserer Verfassung ist es ja nicht möglich, dass die Wähler auch in den laufenden Legislaturperioden ein Mitspracherecht haben. Demokratie von unten, um das Schlimmste zu verhindern, kennen wir ja nicht.
Es wäre für die Regierenden auch eine Zumutung und unnötige Einschränkung ihrer Kreativität wie sie uns am besten das Geld aus der Tasche ziehen können.

Es macht nicht den Eindruck, dass ein Hannoveraner geeignet ist die anstehenden und großteils selbstgemachten Probleme zu bewältigen.
Ist doch der Hannoveraner ein Warmblutpferd, das für Springreiten und Dressur geeignet ist. Meist mit mächtiger Hinterhand mit stark aufgesetztem Schweif, aber nicht sehr schnell und wendig.
Besser wäre sicher ein Haflinger, diese alte bodenständige Pferderasse, die in Österreich gezüchtet wird. Denn der Haflinger, mit tonnigem Körper und einem Brustumfang von 170-190 Zentimeter ist genügsam, kräftig und trittsicher. Er ist nicht nur in schwierigem Gelände ein hervorragendes Reitpferd und kann auch mal mehr Gewicht vertragen.

Was ich damit meine?
Dass ein kluger Reiter sein Pferd nach der Art des vor ihm liegenden Geländes auswählt.
Wenn er das nicht tut, dann hat er auf das falsche Pferd gesetzt!
Ist heute Hengstkörung in Bochum?

Vielleicht hilft ja noch ein Einbürgerungsantrag für Arnold Schwarzenegger, den Terminator! Den richtigen tonnenförmigen Brustumfang hätte er ja.

Ein Österreicher führt Deutschland aus der Krise!
Arnie for Chancellor!!!!!
Vielleicht ist das, wie das Wort schon sagt, die Chance für Deutschland.

Wie sagt doch der Amerikaner:
We have Arnold Schwarzenegger, Bob Hope and Johnny Cash.
Und der deutsche Michel erwidert:
We have Gerhard Schroeder, no Hope and no Cash.

Tara ruft.





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18.11.2003 um 05:45 Uhr

KISS


Kennen Sie KISS?

Nicht die amerikanische Hard Rock Formation um Gene Simmons ist gemeint.
Auch nicht die zwischen Menschen häufig ausgetauschten Zärtlichkeiten, die durch Lippenberührung soziale Zugewandtheit  in unterschiedlicher Ausprägung bedeuten.
Auch nicht Kinder mit einer kopfgelenkinduzierten Symmetriestörung, kurz als KISS Syndrom bezeichnet, sind gemeint.
Je nach Zielgruppe und Verwendungszweck bedeutet KISS jedoch „Keep It Simple & Short“ oder „Keep It Simple & Stupid“.
In beiden Fällen ist damit gemeint, dass man Sachverhalte und Funktionen an den Intelligenzquotienten der Zielgruppe anpasst, um diese nicht zu überfordern.

Beim Parteitag der SPD in Bochum hat sich Hemdsärmel-Gerhard clever an das KISS-Prinzip gehalten; ja, er hat es fast perfektioniert.
Auch hat er nicht wie üblich das Sakko ausgezogen, nicht als Genosse stand er oben am Pult, sondern als Bundeskanzler.
Unterhaltung hat er seinen Fans geboten, ganz wie die Rock Formation KISS ihren Fans.
Dann hat er Zärtlichkeiten und Streicheleinheiten verteilt, mit Schmusemund und Koseworten soziale Zugewandtheit in unterschiedlicher Ausprägung demonstriert. Stirnküsse, Wangenküsse und Zungenküsse hat Gerhard verteilt. Dem einen oder anderen hat er auch den Arsch geküsst.
Und unten im Saal saßen die SPD-Kinder mit kopfgelenkinduzierten Symmetriestörungen, schief gelegten Köpfen und einseitig verzerrt und verschobenen Gesichtszügen und lauschten seinem Vortrag, der ganz nach dem „Keep It Simple & Stupid“ Prinzip aufgebaut und vorgetragen war.

80% der Wählerstimmen hat ihm das gebracht. Gut gemacht Gerhard! Wirklich gut gemacht!
Wenn die Parteigenossen merken, dass du sie wieder mal nur zugelaabert und ihnen das Wort zum Sonntag erzählt hast, sitzt du bereits wieder im Kanzlerbungalow in Berlin und kannst weiterwursteln.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Wähler bei der nächsten Bundestagswahl auch nach dem KISS-Prinzip einlullen lassen.

Und wenn nicht, dann geht die ganze SPD in die Wüste, bzw. die, die dann noch ein SPD-Parteibuch haben.
Viele werden es dann sicher nicht mehr sein, wenn das mit den Austritten so weitergeht.
Gell Gerhard!

LOL

 

 

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17.11.2003 um 05:45 Uhr

Kennen Sie den?

Kennen Sie den ....... ?

Wie heißt er noch gleich?
Ja, Sie wissen schon, der Dings.
Ach wie heißt er denn noch?
Der von der CDU, der Angela Merkel schlaflose Nächte bereitet.
Ho... Ho .... Nein nicht Ho Tschi Min, den mein ich nicht. Der ist doch nicht in der CDU.
Na, dieser CDU Abgeordnete aus Hessen oder NRW, dieser hagere Mensch da, der aussieht als hätte er Bulämie im vorgeschrittenen Stadium.
Ja, genau, der am 3. Oktober diese Rede da gehalten hat über die sich alle so aufregen.
Haben Sie die Rede gehört?
Nein, ach Sie auch nicht!
Ja, haben Sie die Rede gelesen? Ach Sie haben es in den Nachrichten gehört, in der Tagesschau. Ja, haben die denn da die ganze Rede vorgelesen? Die Tagesschau dauert doch nur fünfzehn Minuten. Ach so, die haben nur gesagt, was der Herr ..... Na, wie heißt er denn?

Hohmann heißt er!
Jetzt fällt es mir wieder ein.
Ja genau, Hohmann heißt er.
Ich hab mir während der Mittagspause seine Rede auf der Internetseite seines CDU Ortsverbandes durchgelesen. Aber so auf die Schnelle ist mir persönlich da nicht klar geworden, warum da so ein Theater drum rum gemacht wurde.
Der Hohmann kam in der Rede von den vier Millionen Arbeitslosen über den hohen Ausländeranteil auf den Missbrauch unserer Sozialsysteme. Dann sprach er über den Glauben und den lieben Gott, die Nazis und die Bolschewiken, die den Kontakt zu Gott verloren hatten und deshalb bei Volkermord und Totschlag keinerlei Skrupel hatten. Dann hat er erklärt, dass unter den Mördern nicht nur Christen waren; sondern auch Menschen jüdischen Glaubens.
Und dann hat er gesagt, dass man durchaus auch sagen könnte, dass Juden nicht immer nur Opfer, sonder eben auch manchmal Täter waren.  So wie nicht alle Deutschen Nazis waren und dass der Vorwurf an die Deutschen schlechthin, "Tätervolk" zu sein, an der Sache vorbeigeht und unberechtigt sei.
Dann hat er noch gesagt, dass wir uns in Zukunft gemeinsam gegen diesen Vorwurf wehren sollten und unser Leitspruch sein sollte: Gerechtigkeit für Deutschland, Gerechtigkeit für Deutsche. Mit Gott in eine gute Zukunft für Europa! Mit Gott in eine gute Zukunft besonders für unser deutsches Vaterland!

Das war’s.
Also auf den ersten Blick nichts was mich jetzt auf die Idee gebracht hätte, dass da Antisemitismus im Spiel sei, oder der Herr Hohmann gar ein Nazi sei und braunes Gedankengut unter die Zuhörer bringen wollte.

Aber um ganz sicher zu gehen, wollte ich mir dann die Rede am Abend noch mal in aller Ruhe durchlesen und mir eine eigene Meinung bilden.
Tja, und das war dann wohl nix.
Am Abend war die Rede weg. Nicht mehr im Internet. Gelöscht! Fort. Kein Hinweis, gar nix.
Die bei der CDU haben wohl kein großes Interesse daran, dass sich die Wähler eine eigene Meinung bilden können.

Ich war richtig sauer! Und dann bin ich zu Google.
Sie wissen schon, diesen Internetsuchdienst den sich Bill Gates, dieser Softwarekasper aus den USA unter die Nägel reißen will. Und bei Google, da habe ich die Rede wiedergefunden, in voller Länge. Und dann bei der Frankfurter Rundschau auch. Und jetzt habe ich mir die sechsseitige Rede auf meinen Computer heruntergeladen und in aller Ruhe durchgelesen. Nicht nur einmal.

Und jetzt verstehe ich nicht, warum sich die Frau Merkel so aufregt und den Herrn Hohmann nicht mehr in der CDU haben will. Nicht dass ich ein Freund der CDU wäre, eher würde mir der Arm abfaulen, als dass ich die Partei von Helmut Kohl und Theo Waigel wählen würde.

Ja, gut Sie haben recht. Rot-Grün ist auch nicht besser und die FDP können Sie auch in der Pfeife rauchen.
Wenn Sie sich den Tabak in der Zwischenzeit noch leisten können!
Und die Frau Merkel, die so ein Theater um diese Rede macht, hat die Rede vermutlich selber gar nicht gelesen. Denn sonst hätte Sie sich nicht so verhalten, sondern hätte sich vor ihren Parteikollegen gestellt und ihm geholfen, wie es sich für einen Vorgesetzten und Personalverantwortlichen gehört.

Also eins kann ich Ihnen sagen: Die Frau, -die hat keine Eier!

Ach so, das hätte ich fast vergessen!
Wenn Sie sich eine eigene Meinung bilden wollen, dann schauen Sie sich die Rede von dem Herrn Hohmann doch selbst an.
Ich habe sie für mündige Bundesbürger im Forum bei Machopan als Word-Dokument zur Einsicht und Diskussion gestellt.


HTH





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16.11.2003 um 05:45 Uhr

Basis

„Die Basis zieht nicht mit!“

Das ist wie beim schiefen Turm von Pisa.
Eigentlich steht der Turm gar nicht schief.
Das Fundament ist nur zu weit rechts. Oder zu weit links. Es ist eigentlich nur eine Frage des Standpunkts.
Als der Turm gebaut wurde, da war die Basis, das Fundament des Turms genau im Lot mit der Turmspitze.
Im Laufe der Zeit haben sich aber Basis und Spitze des Turms voneinander entfernt. Und jetzt versucht der Turm durch seine Neigung verzweifelt Basis und Spitze weiter zu verbinden.
Dazu ist der Turm schließlich auch da, das ist ja seine Bestimmung.
Eigentlich müsste der Turm die Spitze ja nur tragen und sich selbst von der Basis tragen lassen, die wiederum selbst fest im Boden des Landes verankert ist, in dem der Turm steht.

Komisch, immer wenn ich in diesen Tagen an die Christlich-Demokratische-Union denke, sehe ich den schiefen Turm von Pisa vor mir.
Und oben an der Spitze winkt ganz hektisch eine kleine, blonde Frau und ruft verzweifelt herunter: „Weiter links, weiter links“.

Es ist nicht jedem klar, wen sie damit meint.

Die Basis, den Turm oder die Spitze!

KIT





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15.11.2003 um 05:45 Uhr

Roma

Dreihundert Mal beim Klauen ERWISCHT und immer noch auf freiem Fuß.
Der Dieb ist 15 Jahre alt und gehört zu einer Gruppe von etwa 3.000 illegal in Köln lebenden Roma.

Das glauben Sie nicht?
Sie können das in der Frankfurter Rundschau vom 30. Oktober unter dem Titel "Am Scheideweg" nachlesen.
Dort heißt es wörtlich, Zitat  "etwas mehr als 3000 illegal aus dem ehemaligen Jugoslawien eingereiste Roma leben derzeit in Köln, unter ihnen etwa 2000 Kinder. Ungefähr 100 der Jungen und Mädchen aus 20 bis 25 Familien fallen seit Jahren, so die Kölner Polizei, als Taschendiebe auf. Manche beginnen schon als Siebenjährige, sich an fremder Leute Portemonnaies zu vergreifen. Unter ihnen befinden sich geschickte Serientäter wie der etwa 15-jährige Rasmin, der inzwischen an die 300-mal dabei erwischt wurde". Zitat Ende.

Dreihundert Mal beim Klauen erwischt. Dreihundert Mal anderen Leuten den Geldbeutel geklaut und dabei ERWISCHT worden. An die Dunkelziffer mag ich gar nicht denken.
Und die Verantwortlichen in Köln sind hilf- und ratlos.
Jetzt wollen sich SPD und FDP im kommenden Kommunalwahlkampf durch hartes Durchgreifen profilieren und fordern "Warnschussarrest" auf Probe. Die Grünen werfen ihnen deshalb "Rechtspopulismus" vor.
Und Kurt Holl vom Kölner Verein Roma e.V. plädiert, die Lebensumstände der Klau-Kids genauer zu betrachten. Sicher gäbe es auch in Köln Roma-Eltern, die ihre Kinder zum Stehlen auf die Straße schicken, räumt er ein. Doch die Bedingungen, unter denen dies geschieht, hält Holl für entscheidend. Viele der Roma-Familien befinden sich seit Jahren auf der Flucht. Lange lebten sie in Italien, wurden, seit Berlusconi an der Macht ist, von ihren dortigen Camps vertrieben, erlebten brutale Übergriffe, legten jegliche Loyalität gegenüber der Mehrheitsgesellschaft ab. "Sie erleben sich permanent als ausgegrenzt", sagt Holl und verweist auf die "miesen Lebensumstände", die ihnen eine Stadt wie Köln bietet.

"Die miesen Lebensumstände" die den Roma-Familien von der Stadt Köln, in der sie sich illegal aufhalten,  geboten werden, müssen vom STEUERZAHLER dem das Lumpenpack am Kölner Bahnhof auch noch den Geldbeutel klaut, bezahlt werden.

Da wird rumgejammert, daß Staat und Kommunen pleite sind. Die Steuern müssen erhöht werden, Sozialausgaben gekürzt, Rentner Nullrunden drehen, Weihnachts- und Urlaubsgeld für Arbeitnehmer muss gestrichen werden und es muss auch länger gearbeitet werden.
Und in Köln wird dreitausend von Herrn Berlusconi des Landes vertriebenen Roma nur so miese Lebensumstände geboten, dass sie ihre Kinder nicht erziehen können und auch noch zum Klauen schicken müssen.

Als wenn ich in Köln bei der nächsten Kommunalwahl wahlberechtigt wäre, dann wüsste ich ganz genau was ich wählen würde.

Nicht Rot!
Nicht Grün!
Nicht Blau!
Nicht Schwarz!
Berlusconi würde ich wählen und den Roma höchstens noch eine Tankfüllung Sprit bezahlen, damit sie ihre Wohnwagen nicht bis zur Staatsgrenze schieben müssen.
Und den Herrn Holl vom Kölner Verein Rom e.V. würde ich ihnen auch noch gleich mitgeben, damit er ihnen den Weg in ihre neue Heimat zeigen kann.

Und auch die Frage muß erlaubt sein:
Was sind wir eigentlich für Idioten und wie lange wollen wir uns das eigentlich noch bieten und uns ausnützen lassen?
Sind wir denn total bescheuert?

Tara ruft.





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14.11.2003 um 05:45 Uhr

Hinterbänkler

Wissen Sie wo Klein-Winternheim liegt?
Nein?

Dann sind wir schon zu zweit!
Ich wusste es bis vor einigen Tagen auch nicht, ich wusste noch nicht einmal, dass Klein-Winternheim überhaupt existiert. Jetzt habe ich mich über das Internet (feine Einrichtung!) mal schlauer gemacht. Unter www.klein-winternheim.de  findet man alles Wissenswerte.
 
Warum ich mich für Klein-Winternheim interessiere?
Weil ich heute alle halbe Stunde aus den Liveschaltungen der Rundfunkanstalten höre, dass es in Klein-Winternheim zugehen muss wie einst in Chikago oder derzeit im mafiosen Italien.

Stellen Sie sich doch nur einmal vor, dass in Klein-Winternheim die Bürgermeisterin bedroht wird. Oder telefonisch bedroht wurde. Oder so.
Wussten Sie dass Klein-Winternheim eine Bürgermeisterin hat?
Nein?
Ich auch nicht.

Aber jetzt weiß es die ganze Nation. Und dass sich ausgerechnet diese Bürgermeisterin und Parteiangehörige der Christlich-Demokratischen-Union zur Verteidigung unseres Vaterlandes in die Bresche gegen rechtsradikales Gedankengut wirft, das weiß jetzt auch die ganze Nation.
Woher diese Bedrohung kommt?
Na von innen! Jeder Apfel fault doch von innen. Das kann Ihnen jeder ordentliche Obstbauer bestätigen.
Und gegen diese innerparteiliche Bedrohung müssen jetzt die Landes- und Bundespolizeibehörden die Bürgermeisterin von Klein-Winterheim beschützen.
Auf unsere Kosten! Auf Kosten des Steuerzahlers natürlich.

Sie meinen hier gilt das Verursacherprinzip?
Eigentlich haben sie Recht. Wenn jemand in Klein-Winternheim die Feuerwehr ruft, weil angeblich in seinem Keller ein Rohrbruch ist und die braune Fäkalienbrühe immer höher steigt, dann muss er diesen Einsatz auch bezahlen, sofern kein Fremdverschulden vorliegt.

Und hier ist es doch ganz klar. Die braune Brühe kommt, wenn überhaupt,  aus den Abwasserleitungen des parteieigenen Gebäudes.
Heute treffen sich die Bewohner dieses Gebäudes und beraten in Berlin was zu tun ist.
Und die Bürgermeisterin von Klein-Winternheim wird dort unter Polizeischutz vorfahren, dabei sein und mit wichtigem Gesicht in die Kameras der sensationsgeilen Reporter sprechen.

Welche einmalige Gelegenheit sich selbst als VIP vor der Presse zu produzieren.
Tja, wenn der  Bundestagsabgeordnete Hohmann am 3. Oktober 2003 seine Rede zum Nationalfeiertag nicht mit etwas russisch-jüdischer Geschichte und Statistik garniert hätte, würde heute noch kein Mensch wissen, dass Klein-Winternheim eine Bürgermeisterin hat.

Jetzt schaut die Welt auf die bedrohte Bürgermeisterin von Klein-Winternheim und ihren heroischen Kampf gegen den Radikalismus von rechts.
Oder etwa gegen den Radikalismus aus der eigenen schwarzen Mitte?
Oder einfach nur gegen die eigene, nicht parteikonforme Meinung eines Parteimitgliedes?

Tara ruft!





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13.11.2003 um 05:45 Uhr

Narri Narro

Deutschland ist haaaaaarscharf an einer Rezession vorbeigeschlittert.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verbesserte sich gegenüber dem 2.Vierteljahr 2003 real um 0,2%, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Woher die das wissen? Die schreiben alles auf, dann fragen sie die Leute (nicht alle, nur einen repräsentativen Querschnitt) und dann rechnen sie sich das aus!
Ja, ehrlich. Und das gibt dann eine Statistik. Und da können wir dann nachlesen, wo prozentual unser Geld abgeblieben sein könnte, wieviel Bier wir im Durchschnitt getrunken und wie viele Brathähnchen wir im Durchschnitt gegessen haben.
Wie? Sie trinken kein Bier und Brathähnchen haben Sie nur einmal, bei Tante Ernas Geburtstag gegessen! Und Geld haben Sie auch keines mehr!
Ja, dann sind Sie halt nicht repräsentativ! Selber schuld. Was jammern Sie dann hier rum?
Sie Statistikfälscher! Oder wollen Sie etwa behaupten, daß sich das Statistische Bundesamt verrechnet hat.
Zu wessen Gunsten? Als ob das eine Rolle spielen würde!
Nicht nur in den tollen Tagen ist die Statistik für Politiker häufig das, was die Laterne für Betrunkene ist. Sie dient nicht zur Erleuchtung, aber man klammert sich halt daran fest.
Oder wie Prof. Dr. h.c. Manfred Rommel meint:
Stört die Wahrheit - dann nütze listig die Möglichkeiten der Statistik.


Die Teuerungsrate ist im Oktober 2003 mit 1,5% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres konstant geblieben.
Diesen Satz muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, versucht er doch unterschwellig zu suggerieren, daß keine Preiserhöhungen stattgefunden haben.  Doch nur eine gefühlte, eingebildete Preissteigerung der Verbraucher?
Oder meint der Satz, daß sich in den letzten zwölf Monaten die Preise um 1,5% erhöht haben, genauso wie in den 12 Monaten davor? Das wäre ja, innerhalb von zwei Jahren eine Preissteigerung von über 3,0% (exakt 3,0225%).
Hat sich Ihr Nettogehalt auch derart erhöht???? Sicher nicht.

He, Sie da. Ja Sie. Genau Sie meine ich.
Warum kurbeln Sie denn mit ihrem Geld nicht endlich den Konsum in Deutschland an?
Was wollen Sie? Sparen!
Warum um Gottes Willen, wollen Sie den sparen?
Was? Weil Sie ihren Arbeitsplatz verloren haben und jetzt sehen müssen wie sie mit dem Arbeitslosengeld ihre vierköpfige Familie durchbringen!  Na, warten Sie mal wie das erst wird, wenn Sie kein Arbeitslosengeld mehr bekommen, sondern Sozialhilfe. Dann können Sie jammern!

Und Sie da hinten. Ja, Sie da mit dem Schnauzbart! Warum geben Sie nicht mehr Geld für den Konsum aus? Was? Weil Sie nicht wissen was die Zukunft bringt und etwas zurücklegen wollen, wenn mal Not am Mann ist. Ja, was glauben Sie jetzt was jetzt ist? Fasching?

Und Sie daneben, mit dem komischen Hut, Sie brauchen gar nicht so doof zu lachen. Was, das ist kein Hut, das soll eine Narrenkappe sein! Ja, stimmt, Sie sehen aus wie Norbi Blüm bei der Verleihung des Preises wider den tierischen Ernst.
Den kennen Sie doch, den kleinen Norbi.
Ja genau der, der gesagt hat: "die Rente ist siiiicheeer".

Ach so, das war ja kein Faschingsscherz!
Dann muss ich das falsch verstanden haben.
Narri Narro, Helau und Alaaf

Tara ruft!





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12.11.2003 um 05:45 Uhr

Gäste

Im Ausland achte ich aus Respekt und Achtung vor der Kultur des Gastlandes und der Menschen die dort wohnen immer darauf, dass ich mich wie ein Gast benehme und durch mein Verhalten und meine Kleidung niemand brüskiert, gestört oder gar beleidigt wird.

Und nach dem Ende der Reise, fahre ich wieder nach Hause, nach Deutschland.
Denn überall auf der Welt bin ich Ausländer, bin ich nur Gast. Herzlich willkommen und geduldet, solange ich mich an die Regelwerke und Gesetze des Gastlandes halte.

Aber hier in Deutschland bin ich zu Hause, hier wurde ich geboren, hier lebe ich und hier habe ich Eltern und Großeltern begraben und irgendwann werde auch ich hier meine letzte Ruhe in Form einer Feuer- oder Erdbestattung finden, sofern die Grünen bis zu meinem Ableben nicht die Kompostierung als einzig zugelassene Bestattungsart zum Gesetz gemacht haben.

Aber jetzt mache ich mir nicht nur wegen der Art meiner Bestattung Sorgen. Ich sorge mich auch um die Ausländer in meinem Heimatland. Und ich sorge mich um die Zukunft meines Heimatlandes, denn ich habe nur dieses Eine.

Jeden Morgen, wenn ich die Zeitung aufschlage und jeden Abend, wenn ich mir die Nachrichten im öffentlich-rechtlichen oder privaten Fernsehen ansehe, überkommt mich zuerst ungläubiges Staunen, das dann in Empörung und schließlich in Wut übergeht.

Warum das so ist wollen Sie wissen?

Weil es Gäste gibt, die sich nicht wie Gäste benehmen!
Weil es Gäste gibt, die gegen die Kultur und die Gesetze ihres Gastlandes verstoßen!
Weil es Gäste gibt, die nicht mehr wissen, dass sie Gäste sind und sich wie Hausherren gebärden!
Weil es Gäste gibt, die sich die Vorteile und Errungenschaften einer Demokratie schnell angeeignet haben, aber sich wie in einer Anarchie verhalten.
Weil es Gäste gibt, die darauf pochen, hier die Kultur und Regelwerke ihres Heimatlandes leben zu können.

Also, so nicht liebe Gäste aus aller Herren Länder!
Wer als Gast gegen die Regelwerke des Gastlandes verstößt wird nach den Regelwerken des Gastlandes bestraft! Und im Wiederholungsfall hat er das Gastland unverzüglich zu verlassen!
Und das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, sondern nur etwas mit dem Recht der Menschen die hier dauerhaft in Ruhe und Frieden wohnen, leben und arbeiten wollen.

Wer hier Gast sein will, der darf es gerne sein!
Die Frage muss aber auch erlaubt sein, wie lange er denn bleiben möchte und wie er seinen Aufenthalt zu finanzieren gedenkt.
Und wer für immer hier bleiben möchte, muss auch bereit sein, mit Respekt und Achtung vor der deutschen Kultur, den Menschen die hier wohnen und ihren Gesetzen, ein Teil dieser Gesellschaft zu werden.

Wer dazu nicht bereit ist, oder das nicht will, sollte besser gehen.
Bevor die Menschen, die hier ihre Heimat haben, von ihrem Hausrecht  Gebrauch machen.

Wer glaubt wir sind dumm, weil hier so vieles geduldet wird, der irrt.

2B!2B





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11.11.2003 um 05:45 Uhr

Kopftuch

Ich selber trage ja kein Kopftuch!

Obwohl ich schon seit vielen Jahren keiner Konfession (mehr) angehöre, glaube ich aber trotzdem, dass ich dennoch ein vollwertiges Mitglied der menschlichen Gemeinschaft im europäischen Kulturkreis bin.
Auch meine Frau trägt meistens kein Kopftuch.
Ja, manchmal im Urlaub, wenn wir eine Kirche besuchen und aus Achtung vor den Menschen, die dort ihren Frieden mit ihrem Gott suchen, bedeckt sie Arme und/oder den Kopf mit einem Tuch oder Stola.
Auch achten wir aus Respekt vor der Kultur unseres Gastlandes und der Menschen die dort wohnen immer darauf, dass wir uns wie Gäste benehmen und durch unsere Kleidung und unser Verhalten, niemand brüskiert, gestört oder beleidigt wird.

Mit Tirolerhut, Lendenschurz, Schottenrock, Lederhose, Baskenmütze, Sari, Kaftan, Turban, Fez, Narrenkostüm, Baströckchen oder sonstige kulturellen und religiösen Symbolen würden wir nie in eine Kirche, die Moschee, die Synagoge, den Tempel oder eine konfessionelle Schule gehen.

Religiöse Symbole haben an und in nicht konfessionellen Schuleinrichtungen nichts verloren und deshalb dort auch nichts zu suchen!
Das gilt für aus religiösen Gründen getragene Kopftücher genauso wie für Kruzifixe.

Trennung von Staat und Kirche schreibt uns das Grundgesetz vor.
Eine Trennung von ausgeübter Religion und dem öffentlichem Leben hilft uns allen und ist zum friedlichen und respektvollen Umgang miteinander unerlässlich!
Wer sein Recht auf Religionsfreiheit und das Tragen religiöser Symbole in der Öffentlichkeit durch den verbissenen Gang durch die gerichtlichen Instanzen durchzusetzen versucht, hat nicht verstanden, dass die eigene Freiheit dort endet, wo die Freiheit anderer beginnt.

Ein Taxifahrer mit Tirolerhut und Gamsbart ist, außer vielleicht ganz im Süden von Deutschland, da wo schon fast wieder Ausland ist, genauso unangebracht wie ein Taxifahrer mit Turban.
Im Supermarkt wirkt eine Verkäuferin mit Kopftuch bis über die Augen genauso fehl am Platze wie ein Bagwan-Jünger hinterm Tresen beim MacDonalds.
Das gilt auch für die Zeugen Jehovas, die ihre himmlische Nachricht in Schriftform dem hastenden Passanten entgegenstrecken, oder den Moslem der seinen Gebetsteppich im Stadtpark ausrollen möchte.

Gebetsteppiche, Rosenkränze, Kruzifixe und Weihwasser gehören nicht ins öffentliche Leben. Sie gehören nicht in den religionsfreien Raum zwischen den Religionen, denn sie stören dort die Angehörigen anderer Religionen.

Wussten Sie eigentlich, dass in der Türkei, in dem zu 99%-muslimischen Land, Kopfbedeckungen an staatlichen Bildungseinrichtungen für Lehrer und Schülern verboten sind?

Das ist so.
Echt!
Im Spiegel habe ich es gelesen.

BFN





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10.11.2003 um 05:45 Uhr

Vorhaut

Heute schreib ich mal über die Vorhaut!

Nein, das ist kein Schreibfehler.
Nein, das soll nicht Vorhut heißen.
Es ist wirklich die Vorhaut gemeint.
Dieses Körperteil, das die männliche Eichel schützt und in einigen Religionen zur Schaffung der vollkommenen Reinheit operativ entfernt wird, ist ein Körperteil, das nach dem Zurückziehen wieder vorhaut.
Daher der Name.

Mit der zurückgezogenen Vorhaut ist das wie mit der vorgezogenen Steuerreform.
Allein durch das Vorziehen oder Zurückziehen kommt noch keine Kopulation und schon gar keine Befruchtung zustande, meine Herren Politiker.
Häufiges Vor- und Zurückziehen der Vorhaut nennt man Onanie oder Selbstbefriedigung.
Den volkstümlichen Ausdruck erspare ich mir hier jetzt lieber, denn er trägt nichts zur Sache bei. Meine Oma hat immer gesagt, dass der liebe Gott das nicht sehr gerne sieht und man außerdem noch Haare zwischen die Finger bekommt. Seitdem achte ich bei Politikern immer auf die Hände.

Also meine Herren Politiker, hören Sie doch endlich auf an sich selbst rumzuzupfeln.
Ziehen Sie endlich die Vorhaut zurück und die Steuerreform vor.
Legen Sie den Eichel frei und lassen Sie der Natur zur Befruchtung dieser Nation freien Lauf!

Oder haben Sie etwa gar keine Erektion? Ist etwa die Dame BRD nicht attraktiv genug?
Oder sind Sie gar kastriert und wollen uns eigentlich nur immer von Ihrer Operation erzählen?

Ach du Scheiße!
Ja, dann!

Dann gute Nacht, Deutschland!

 

 

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09.11.2003 um 05:45 Uhr

Affären

Eigene Meinungen sind aus der Mode gekommen!

Fraktionszwang oder „bevor ich nicht höre was ich denke, kann ich nicht sagen was ich meine“ oder gleich die Klappe halten ist angesagt.
Alles, alles nur keine eigene Meinung mehr. Und wenn man schon eine hat, dann bloß nix sagen. Ist das heute die Devise?

„Auch Tätervolk seien die Juden“ sagt da einer.
„Deutschland sei ein Land, in dem der letzte Ali aus der letzten Moschee Zuflucht nehmen könne“, meint ein anderer und „Türken würde eher der Arm abfaulen, bevor sie CDU wählen“, sagt der Dritte.
Es rauscht im deutschen Blätterwald und die Zentralräte erregen sich.

Jetzt lasst doch mal die Luft ab Jungs!
Was ist denn eigentlich los!
Lasst uns doch einfach nur mal gucken, was eigentlich Sache ist.

Ob die Juden ein Tätervolk sind kann ich nicht beurteilen. Wenn ich mir aber in den Medien die Ereignisse um Sharon und Arafat so ansehe, dann habe ich nicht den Eindruck, dass sich hier nur Opfer streiten. Und ob an Ereignissen, die längst Geschichte sind, auch jüdische Übeltäter mitgemischt habe, kann man in den verschiedenen Geschichtsbüchern nachlesen.

Und wenn Ali zum Gebet in seine Moschee flüchtet, dann ist das auch den meisten Mitbürgern ziemlich egal, sofern er nicht bei Rot über eine Ampel fährt, auf dem Gehweg parkt und seine Zigarettenkippen auf den Boden wirft. Ich denke Ärger wird es hier erst geben, wenn das Minarett die bundesdeutschen Flachdachbungalows, Schrebergartenhäuschen und Plattenbauten überragt und  vom Minarett der Muezzin fünfmal am Tag per Lautsprecher zum Gebet ruft. Da haben wir mit dem mittäglichen und abendlichen Geläut von katholischen und evangelischen Kirchenglocken in den Innenstädten schon so unsere einschlägigen Erfahrungen gemacht.

Ich habe bei dem letzten Bundestagswahl die SPD gewählt.
Ja, ich gebe es ja zu, ich war das! Natürlich schäme ich mich und entschuldige mich dafür, aber damals hätte mir eher der Arm abfaulen können, als dass ich CDU gewählt hätte.
Ob ich Türke bin? Nein, ich bin kein Türke, ich bin Deutschländer. Ich war auch noch nie in der Türkei, aber ich kaufe jeden Samstag mein Gemüse und Obst bei einem Türken, denn der hat die beste und preiswerteste Ware im ganzen Städtchen. Und er verrammelt nicht permanent die Ladentüre, wenn Kunden kommen und einkaufen wollen. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Jetzt kommen wir doch mal auf das Tätervolk der Juden, Alis Moschee und die Türken mit den abgefaulten Armen zurück.
Dabei fällt auf, dass diese Sprüche immer von CDU Politikern stammen. Kein Wunder, hat doch schon vor einigen Jahren die CDU/CSU die Schaffung einer deutschen „Leitkultur“ gefordert und sich bereits damals heftig mit dem Zentralrat der deutschen Juden angelegt. Auch der FDP ist dieser nicht sehr gut gesonnen, man denke nur an Karsli und Möllemann.

Nur mit Rot/grün herrscht eitel Freud und Eierkuchen!
Liegt das vielleicht am Staatsvertrag zwischen der Bundesregierung und dem Zentralrat?
Oder eventuell nur an den DREI MILLIONEN EURO die dem Zentralrat aus bundesdeutschen Steuergeldern jährlich zufließen? Und daran, dass die in operativer Hektik beschlossenen Existenzsicherungsmaßnahmen von Rot/Grün an der Mehrheit von CDU/CSU und FDP im Bundesrat zu scheitern drohen und deshalb zur medienseitigen Schwächung eines politischen Gegners jedes Mittel erlaubt ist?

Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing? Die Frage muss erlaubt sein, Herr Spiegel!
Vielleicht sollten sie mal ab und zu einen Blick in den gleichnamigen Gegenstand werfen! 
Und das nicht nur, um den korrekten Sitz Ihrer Seidenkrawatte zu überprüfen!
Ach da fällt mir ein, dass im Grundgesetz auch ein paar Sätze zur Trennung von Staat und Kirche enthalten sind und das Bundesverfassungsgericht dem Staat als Heimstatt aller Staatsbürger ohne Ansehen der Person „weltanschauliche Neutralität“ auferlegt und die Privilegierung bestimmter religiöser Bekenntnisse untersagt.
Gell, Herr Schröder!
Oder ist das in Berlin, im neuen Funktionszentrum der Macht, nicht bekannt?
Dazu später sicher noch mehr.

Aber jetzt kümmere ich mich zuerst mal um meine eigene Körperfunktionen.

Tara ruft!





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08.11.2003 um 05:45 Uhr

Steuerreform

Leere Kassen überall!
Egal ob Bund, Land, Kommune der Gemeinde, alle sind pleite!
Nur die kleinen Leute schwimmen im Geld, das ihnen von TEuroumstellung, gestiegenen  Sozialabgaben, heimlichen Steuererhöhungen und ökobedingten Zusatzlasten geblieben ist.

Es muss endlich reformiert und gespart werden in Deutschland!

Endlose Diskussionen über die Art des Sparens!
Gegenfinanzierung der Steuerreform!
Steuerreform nicht auf Pump!

Jeder hat eine andere Vorstellung davon wie man an des Geld der Anderen kommt.
Jetzt hat sogar der Herr Merz, stellvertretenden CDU-Fraktionschef, einer neuen Variante seinen Namen gegeben.
Nicht dass er sie erfunden oder gar erdacht hätte.
Nein, das haben vor vielen, vielen Jahren andere Menschen getan.
Aber das hat den Herrn Merz damals, als die CDU noch an der Regierung war, nicht interessiert. Wen hat das damals, als die Kohle noch floss und die Kassen füllte, außer den Steuerzahlern und einige akademischen Rufern in der Wüste, überhaupt interessiert.
Mit Verlaub, kein Schwein!

Aber jetzt, weil die Sch.... bis zum Hals steht, jetzt muss schnell eine Lösung her, die die weitere Existenz der Reiter ermöglicht, die schon das alte Pferd erfolgreich zu Tode geritten haben.

Also hat sich der Herr Merz schnell umgesehen und ist auch tatsächlich beim Projekt „Die Einfachsteuer“ des  Alfred-Weber-Instituts der Universität Heidelberg fündig geworden. Die Beschreibung dazu kann man sich in Form eines 27-seitigen Dokuments aus dem Internet herunterlade, bzw auf den Internetseiten www.einfach-steuer.de nachlesen.
Soviel zu Kreativität und Sachverstand des Herrn Merz.

Wie der Herr Riester einst das Modell der „Riester Rente“ kopiert und realisiert hat, bevor er sich aufs ungeriesterte Altenteil zurückzog, hat nun der Herr Merz der „Einfachsteuer“ sein Brandzeichen aufgedrückt.
Es bleibt die Frage, warum erst jetzt?
Warum nicht schon zu Zeiten von Helmut Kohl?
Vielleicht, weil da noch genügend Geld von Leuna da war und der Herr Leisler-Kiep mit dem Bimbeskoffertransporten über die luxemburg-liechtensteinischen Grenzen kaum mehr nachkam und eigentlich nur darauf achten musste, dass er mit den Transporteuren von der FDP nicht kollidierte.
Ist ja auch egal, wer fragt da heute schon noch danach?

Viel interessanter ist doch die Frage, was mit der Einfachsteuer von Herrn Merz nach den nächsten Bundestagswahlen passiert.

Ich glaube wir wissen alle, was uns der Herr Merz von der CDU dann sagen wird!

„April, April“, wird er sagen.

BION





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