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Mit scharfen Worten hat Bundeskanzler Gerhard Schröder prominente Deutsche angegriffen, die wegen niedrigerer Steuern ins Ausland ziehen. «Wir können die Freizügigkeit nicht einschränken, aber wir sollten dieses Verhalten gesellschaftlich ächten», sagte Schröder in einem Interview mit «Bild am Sonntag». Solche Leute verhielten sich unpatriotisch. Sie nähmen alle Annehmlichkeiten des Landes wie Polizei, Schulen, Universitäten und Straßen in Anspruch, wollten aber nicht mit ihren Steuergeldern dafür zahlen.
In Anspielung auf den bayerischen Milchkonzern «Müller Milch», dessen Besitzer in die Schweiz umsiedeln will, um der Erbschaftsteuer zu entkommen, sagte Schröder: «Solche Fälle können mir den Joghurt verleiden». Die Steuerflucht prominenter Sportler gehöre in die selbe Kategorie. Steuerzahlen «darf nicht nur eine Sache der kleinen Leute sein», mahnte der SPD-Vorsitzende.
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Die Jagd ist eröffnet!
Rechtzeitig zu Weihnachten wird zur Hatz geblasen!
Steuersünder im Visier der Politik! Unpatriotische Promis geächtet von Staat und Gesellschaft?
Die Gebrüder Schumacher und Steffi Graf entziehen sich durch Republikflucht dem Zugriff des deutschen Fiskus?
Also, dem Gerhardt Schröder müssen im Großhirn mindestens zwei Joghurtbecher kollidiert und ausgelaufen sein. Oder denken Sie, dass solche Gedanken auch einem gesunden Hirn entspringen können?
Warum sollte eigentlich Steffi Graf in Deutschland Steuern zahlen?
Sagen Sie mir mal einen einzigen Grund. Also, ich komm da nicht drauf, da muss mir schon einer auf die Sprünge helfen.
Dass Steffi in Deutschland als Tochter deutscher Eltern geboren wurde, kann alleine ja noch kein Grund sein. Ihre Tennisstunden hat der Herr Papa aus seinem versteuerten Nettoeinkommen bezahlt und die Vereinsbeiträge sicher auch. Und als Steffi anfing mit sportlichen Erfolgen Geld zu verdienen, dann war das doch im Ausland, oder können Sie mir sagen wie viele Grand-Slam-Turniere Steffi auf deutschem Boden gewonnen hat?
Um die finanziellen Angelegenheiten von Steffi Graf hat sich ja ihr Papa, zusammen mit seinen Beratern gekümmert. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ihm das nicht gut bekommen ist und er für seine Fehler und die seiner Berater teuer bezahlen musste.
Die Steffi hat sich ja dann zwecks Familiengründung mit einem Ausländer zusammengetan und es vorgezogen außerhalb Deutschlands ihre Familie zu gründen und Kinder großzuziehen.
Ich kann das verstehen, denn mal ganz ehrlich, würden Sie gerne in einem Land wohnen, dessen Behörden so mit ihrem Vater umgesprungen sind?
Also, ich nicht!
Oder schauen wir uns mal die Brüder Schumacher an.
Wir sollten sie mal fragen, was die Bundesrepublik Deutschland zu ihrem Erfolg beigetragen hat. Ich denke mal, dass hier auch der Herr Papa die Kosten für Cart, Benzin und Reifen ohne die Unterstützung einer deutschen Behörde aufgebracht hat. Steuertechnisch war die Ausbildung des sechsmaligen Weltmeisters Michael Schumacher ein Hobby, eine reine Privatangelegenheit.
Warum sollte der Michael jetzt ein schlechtes Gewissen haben, dass er sich die Schweiz zum Wohnsitz auserkoren hat.
Und zu dem armen, armen Bum Bum Boris Becker braucht man auch nichts mehr zu sagen, hat ihn doch das deutsche Finanzamt in aller Öffentlichkeit in Schauprozessen vorgeführt und gerupft wie eine Weihnachtsgans. Es wäre sicher besser für ihn gewesen keinen Wohnsitz mehr in München gehabt zu haben und gleich mit Kind und Kegel ins Ausland zu gehen.
So wie seine Ex jetzt mit den Kindern und den Unterhaltszahlungen.
Oder so wie die Brüder Schumacher und die Steffi Graf.
Und um auch mal auf den Herrn Müller zu sprechen zu kommen.
Warum sollte sich der nicht noch zu Lebzeiten zwecks Vermeidung der deutschen Erbschaftssteuer in der Schweiz niederlassen?
Also, für mich ist das einfach nur logisch! Denn Steuern auf den Ertrag eines Vermögens verstehe ich, wie die meisten Steuerzahler, ja noch. Aber für Steuern auf die Substanz, lieber Gerhard Schröder, dafür hat der Steuerzahler überhaupt kein Verständnis.
Warum der Tod eines Menschen und die Übertragung seines Vermögens auf seine Nachkommen eine nicht unerhebliche Steuerpflicht auslöst, muss mir mal einer erklären der selbst Vermögen hat.
Denn ich versteh das nicht. Und der Herr Müller vielleicht auch nicht.
Da fällt mir gerade ein Witz ein, der während meiner Studentenzeit die Runde machte.
Ich versuche mal, ob ich ihn nach so langer Zeit noch zusammenbekomme, denn ich bin nicht so gut im Witze erzählen.
Also, da unterhalten sich zwei obdachlose Landstreicher über den Sozialismus.
„Kannst du mir mal erklären was Sozialismus ist“, fragt der Eine.
„Ach das ist ganz einfach“, meint der Andere, „Sozialismus ist wenn Einer, der was hat, dem Anderen der nichts hat, die Hälfte abgibt.“
„Ach, so ist das“, meint der Erste, „wenn du also zum Beispiel zwei Ferrari in der Garage hättest, dann würdest du mir einen davon abgeben?“
„Ja genau“, erwidert der Zweite, „dann würde ich dir einen abgeben. Du hast das Prinzip verstanden.“
„Also, wenn du zwei Anzüge hättest, dann würdest du mir einen davon geben“, fragt der Erste noch mal.
„Ja“, sagte der Erste, „wenn ich zwei Anzüge hätte, dann würde ich dir einen davon abgeben. Das ist Sozialismus.“
„Und wenn du zwei Hemden hättest, dann würdest du mir davon eines abgeben“, meint der Erste.
„Nein!“, sagt der Zweite, „das würde ich nicht tun. Das kommt überhaupt nicht in Frage.“
„Das versteh ich aber nicht“, meint der Erste, „du würdest mir einen von deinen Ferraris geben, du würdest mir auch einen von deinen zwei Anzügen geben. Aber eines deiner zwei Hemden willst du mir nicht geben. Das versteh ich nicht. Warum nicht?“
„Ich habe zwei Hemden“, erwidert der Zweite, „darum!“
Alles Müller oder was?
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