Neue Verkehrszeichen
Stimmung: verkehrsbereit
Musik: Brüder zur Sonne, zur Freiheit


Dass sich die SPD seit geraumer Zeit auf rapider Talfahrt in abschüssigem Gelände befindet pfeifen ja schon die Spatzen von den Dächern.
Viele Genossen wollten die Schussfahrt nicht länger mitmachen und sind zum Zeichen ihres Unwillens mit der Mannschaft im Führerhaus längst von der Ladepritsche gesprungen während sich die Partei in Richtung 18% bewegt.
Dass neben Mitgliederschwund und Verweigerung der Wählergunst dann noch erheblicher Gegenverkehr aus den eigenen Reihen dazu kam, störte die Lenker dieser volksnahen Partei nicht weiter. Immer weiter verbissen geradeaus auf der linken Fahrspur – wie die Geisterfahrer eine Gefahr für die Allgemeinheit und sich selbst!
Doch immer weniger Genossen wollen diesen Irrsinn weiter mitmachen und wehren sich vehement. Wird doch ein Busfahrer dafür bezahlt, dass er dahin fährt wo seine zahlenden Passagiere hin wollen. Da aber die Führungsmannschaft der SPD durch tumbes Beharren auf die Richtigkeit der eingeschlagenen Richtung jeglichen Kontakt zu ihren Genossen verloren zu haben scheint, beginnt jetzt die nächste Phase der Eskalationsstufe.
Wenn man den SPD Bus schon nicht bremsen oder gar zum Einlenken bringen kann, dann wechselt man eben das Fahrzeug, denn nicht alle Genossen wollen teilnahmslos zusehen, wie sich die Partei –wie bei "Lohn der Angst"- in den Abgrund stürzt oder in die Luft sprengt.
Den fliegenden Fahrzeugwechsel und das Überholen in der dritten Spur will die Parteiführung der SPD jetzt aber mit disziplinarischen Mitteln ahnden und hat zur Gegenoffensive geblasen. Auch wenn die ursprüngliche Farbe des eigenen Fahrzeugs schon heftig gelitten hat und mit seiner schwarz-grünen Mischbereifung sicher den nächsten TÜV-Termin in 2005 nicht überstehen wird.
Mit einem Parteiausschlussverfahren geht die SPD-Spitze gegen die Abweichler aus den eigenen Reihen vor, die zum Parteiaustritt oder zur Gründung einer neuen Partei aufrufen.
Der ehemalige Parteichef Gerhard Schröder begründete die Ausschlussverfahren nach einer SPD-Vorstandssitzung damit, dass es eine "selbstbewusste Partei" wie die SPD nicht akzeptieren könne, wenn die eigenen Mitglieder zum Parteiaustritt aufrufen.
Vor der Vorstandssitzung hatte es noch ein Tauziehen über die Frage gegeben, ob es einen generellen Unvereinbarkeitsbeschluss der Parteiführung gegenüber der im linken Gewerkschaftslager gebildeten Gruppierung geben solle. Damit wären automatisch alle SPD-Mitglieder ausgeschlossen gewesen, die dort mitarbeiten.
Ich denke mal, es war der SPD-Führung nach den gewaltigen Mitgliederverlusten der letzten Monate einfach zu riskant durch Parteiausschluss auf einen Schlag die Hälfte ihrer noch verbliebenen Mitglieder zu verlieren.
Jetzt dürfen "nur" die sechs Rädelführer vor der Schiedskommission beweisen, dass die Vorwürfe gegen sie "gegenstandslos" seien und sie die Gründung ihrer "wahlpolitische Alternative"
aufgeben, ohne dass die SPD substanzielle Kurskorrekturen vornimmt."Mitgegangen - mitgehangen", kann ich da nur sagen.
Und laut Straßenverkehrsordnung machen sich Beifahrer und Passagiere mitschuldig, wenn sie bei offensichtlicher Fahrunfähigkeit des Fahrers nicht unverzüglich eingreifen.
Wie lange wollen die Jungs denn noch zuwarten?

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Wörtlich meinte der neue Mattenrichter Köhler: "Wir sollten nicht zuerst fragen: Was kann der Staat für mich tun, sondern: Was kann ich selbst tun."
Gestern lese ich in der Zeitung (hab leider vergessen in welcher – Sorry!) dass Coca-Cola Leitungswasser verkauft. 


Mal ganz ehrlich – würden sie von diesem Mann ein gebrauchtes Auto kaufen?
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Also wenn man der Presse glauben darf, dann sieht der Herr Vorstand Alt aber bald alt aus, denn er soll von den Kostensteigerungen seit August 2003 gewusst, aber den Verwaltungsrat nicht "ausreichend" informiert haben. Denn bereits zu diesem Zeitpunkt sei klar gewesen, dass die Jobbörse nicht 65 Millionen Euro sondern knapp 115 Millionen Euro kosten werde.
Oder können sie sich noch an Nick Knatterton erinnern? 