Machopan - Rauchzeichen

10.05.2004 um 05:45 Uhr

Meisterschaft

Stimmung: Haut man Bayern auf den Po, bin ich sakrisch schadenfroh
Musik: Radenkovic, Petar - Bestes Torwart von Welt: Bin i' Radi - bin i' Koenig


Gestern hat mich ein alter Kumpel angerufen und mir erzählt, dass das Fußballspiel zwischen "Werde Bremer Meister" und "Baynfrei-Zahnlos München" nach Ansicht des "Baynfrei"-Managers Uli Verhönes annulliert werden muss.
Nach seiner Ansicht ist es eine (wörtlich) «wahnsinnige Sauerei, dass sich eine Mannschaft in einem so wichtigen Spiel so abschlachten lässt. Außerdem konnte niemand damit rechnen, dass der Gegner so hochmotiviert und selbstbewusst auf fremden Platz auftreten würde. Das rieche verdammt nach Täuschung, Manipulation und Doping. Außerdem soll durch Auswertung der Videoaufnahmen nachgewiesen werden, dass Torhüter Kahn beim ersten Tor durch den Anblick des Balles irritiert wurde, da ihm nicht klar war, wer ihm diesen Ball zugespielt hat.»

Präsident Rumgekigge hielt «das forsche Auftreten von "Werde Bremer Meister" für absolut inakzeptabel, das sei alles andere als Fairplay gewesen. Es sei eine Frechheit einen anderen Club so niederzumachen. Er sei extrem verärgert. Das ist eine Riesen-Sauerei gewesen.»
Weiter wollte sich Rumgekigge ohne Anwalt vor laufender Kamera nicht zum Spielgeschehen äußern.

«Nach dem Spiel ist vor dem Vorspiel", meinte Torverhüter Dschingis Kahn nach dem Spiel auf dem Weg zur Sabine, "viel wichtiger sei doch, was man dort mit seinem Meister schafft."





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09.05.2004 um 05:45 Uhr

Carpe diem


Anders als bei den Tieren sind menschliche Mütter niemals frei von den Ansprüchen und Forderungen ihres Nachwuchses, egal wie alt dieser Nachwuchs auch ist.

Ist der Muttertag dieser eine Tag im Jahr, an dem die 364 anderen Tage voller Ignoranz und Gleichgültigkeit wieder wettgemacht werden sollen?

Dieser eine Tag, an dem sich die Familie um Mutter kümmert und sie um 6:22 Uhr vom Göttergatten flüsternd darüber informiert wird, dass er die Filtertüten von Aldi im Schrank nicht finden kann und dass es gleich Kaffee und aufgebackene Brötchen aus der Tiefkühltruhe geben wird – wie jedes Jahr.

Der Tag an dem Mutter, wie tausend andere Mütter auch, in ein überfülltes Restaurant ohne vorherige Tischreservierung geschleppt wird, damit sie nicht auch noch an diesem Tag die ganze Zeit in der Küche stehen muss.
Der Tag an dem die Gärtner Unsummen mit künstlich erzeugten Tulpen und Freesien verdienen.
Der Tag mit dem Parfümerien, Konditoreien und Kaufhäuser gute Umsätze machen.
Der Tag an dem man mit Mama zu Oma fährt um beiden das Gefühl zu geben, dass die Familie noch intakt ist.
Der Tag an dem jeder froh ist, wenn er bald wieder vorbei ist.
Aber wenn Heintje an diesem Tag sein "Mama" wieder tausendfach hinausjault, als hätte ihm jemand den Kindshoden gequetscht, da wird auf bundesdeutschen Sofas kein Auge trocken bleiben.

Denn die biologische Fähigkeit der Frau, die sie irgendwann -früher oder später, absichtlich oder unabsichtlich- zur Mutter macht, verändert ihr Leben.

Neue Wesen -genannt Kinder- dominieren fortan ihren Tages- und Nachtablauf. Und diese kleinen egomanischen Monster werden größer und größer und haben keine Ahnung davon wer ihre Mutter überhaupt ist.
Es interessiert sie auch nicht wirklich, denn Mama ist einfach Mama.
Mama war schon immer Mama, solange die Kids denken können.
Mama war schon immer erwachsen und war schon immer für alle da.
Mama stand schon immer am Herd, hat geputzt, gewaschen und jedem Familienmitglied den Dreck aufgeräumt.
Mama war schon immer dieses geschlechtslose Etwas ohne eigenes Profil.
Mama war schon immer die Frau von Papa.
Unvorstellbar, dass sie nicht durch unbefleckte Empfängnis zur Mutter wurde. Allein der Gedanke! Oh Gott, Mama und Männer! Wenn schon, dann höchstens Papa!
Und dann nur einmal schief angeguckt oder geküsst und peng – schwanger!
Heirat, Geburt und seitdem Windstille im Schlafzimmer!

Nun liebe Kinder, so hättet ihr es doch gerne?
Ihr wisst mit zwölf Jahren alles über Sex!
Mit vierzehn eine feste Beziehung – natürlich schlafen wir miteinander, wir lieben uns doch!
Liebeskummer, häufig wechselnde Beziehungen mit anders- oder gleichgeschlechtlichen Pubertierenden.
Zuhause bei meinen Alten? Tote Hose! Sex? Bei uns? Ach, vergiss es. Die Grufties haben doch keine Ahnung. Wenn ich mal alt bin, dann mach ich das alles anders! Ich will mein Leben genießen! Kinder? In unserer unsicheren Zeit? Ach, vergiss es!

Und dann? Irgendwann nicht aufgepasst, irgendwann leichtsinnig gewesen, irgendwann die Nachricht: Bingo – einer kam durch!
Ein neues Wesen -genannt Kind- dominiert fortan den Tages-  und Nachtablauf. Und dieses kleine egomanischen Monster (DU) wird  größer und größer und hat, wie alle anderen, keine Ahnung davon wer seine Mutter überhaupt ist.

Es interessiert sie auch nicht wirklich, denn Mama ist einfach Mama.
Mama war schon immer Mama, solange die Kids denken können.
Mama war schon immer erwachsen und war schon immer für alle da.
Mama stand schon immer am Herd, hat geputzt, gewaschen und jedem Familienmitglied den Dreck aufgeräumt.
Mama war schon immer dieses geschlechtslose Etwas ohne eigenes Profil.
Mama war schon immer die Frau von Papa.
Unvorstellbar, dass sie nicht durch unbefleckte Empfängnis zur Mutter wurde. Allein der Gedanke! Oh Gott, Mama und Männer! Wenn schon, dann höchstens Papa!
Und dann nur einmal schief angeguckt oder geküsst und peng – schwanger!
Heirat, Geburt und seitdem Windstille im Schlafzimmer!

Muttertag! Scheiße, schon wieder, war doch erst!
Was schenken? Keine Ahnung?
Ein selbstgemaltes Bild mit Strichmännchen oder Blumensträußchen, so wie früher?
Stützstrümpfe – wie letzte Jahr?
Parfüm von Douglas – Sonderangebot natürlich?
Blumen – arschig teuer und nach 2 Tage im Müll!
Faltencreme von Uschi Glas Runzel?
Ein knackiger Student zum Nacktputzen – bei Mama doch nicht!
Einkaufgutschein bei Kaufhof – was soll sie sich denn für 10 Euro kaufen?
Theaterkarten – ach Mama und Kultur, die hat doch sowieso nichts Passendes zum anziehen!
Wellness-Wochenende – puuhhh viel zu teuer!
Eine Flasche Wein von Aldi – da soll sie sich mit Papa mal einen schönen Abend machen, am Samstag bei "Wetten dass".

Mach doch mal was ganz anderes.
Setz dich einfach mal hin und schau dir deine Mutter genau an.
Und stell dir vor wie sie war, als sie so alt war wie du.
Träume ihre Träume.
Lass ihr Leben vor deinen Augen ablaufen, bis zu dem Zeitpunkt als du kamst und alles verändert hast.
Stell sie dir vor als Kind im Kindergarten und in der Schule. Wie sie malt, schreibt, singt, lacht, rumalbert und spielt.
Stell sie dir vor als junges Mädchen in ihrer Clique, kichernd und tuschelnd, neugierig, aufgeregt, verliebt bis über beide Ohren und enttäuscht vom ersten Liebeskummer.
Stell sie dir vor als junge Frau, mit all ihren Träumen und Sehnsüchten. Mit ihren Vorstellungen vom Leben auf eigenen Beinen, von beruflichem Erfolg, von Familie mit Kind und Mann. Anders als ihre Eltern will sie das alles machen. Intensiver, bewusster und freier.

Sie war einst wie du.
Bis du kamst!
Jetzt bist du sie.
Und du wirst sein, wie sie ist.

Auch wenn sie ins Altenheim abgeschoben, weggeschlossen und verwahrt wird und dort in Altersdemenz bis zum biologischen Ableben vor sich hindämmert.
Es ist der Weg, den auch du gehen wirst, mein Kind.
Es ist nur eine Frage der Zeit.

Das Leben hat kein Happy-End.
Carpe diem - nutze den Tag.





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08.05.2004 um 05:45 Uhr

Longhorn

Stimmung: "sasser protected" und longgehörnt bullenmäßig stark
Musik: Auf und nieder immer wieder, so ham mers gestern g' macht, so mach mers heut


Longhorn heißt die Alpha-Version des Nachfolgers von Microsoft Windows XP.
Windows XP ist eine Weiterentwicklung von Windows 2000 welches eine Weiterentwicklung Windows NT ist.
Daneben gibt es dann noch die DOS-basierten Windows-Betriebssystem Windows ME welches aus Windows 98 weiterentwickelt wurde und welches selbst eine Weiterentwicklung von Windows 95 ist.
Windows 95 selbst ist eine Weiterentwicklung von MS-DOS der Firma Microsoft mit aufgesetzter graphischer Benutzeroberfläche.
Daneben gibt es auch noch andere DOS-Versionen wie FreeDOS, PC-DOS und DR-DOS. Dieses wurde in Version 7 von Novell unter dem Namen Novell-DOS weitervertrieben, ging dann an Caldera, die es unter dem Namen OpenDOS weiterentwickelt und veröffentlicht. Danach wurde DR-DOS von Lineo aufgekauft, die es inzwischen jedoch an DeviceLogics verkauften, die im März 2004 Version 8 von DR-DOS veröffentlichten, das für den Einsatz in Embedded Systemen optimiert ist.

Alles klar Greenhorn? Oder gar DAU?

Auf der WinHEC 2004, ein laut Microsoft «"must-attend" event for hardware engineers, driver developers, and PC product decision makers and best opportunity to learn the technical and business information you need to create products and services that deliver rich, high-quality experiences to consumer and business users. » hat die Firma Microsoft erzählt wie die Success Story weitergeht.

Alles klar Greenhorn? Oder gar DAU?

Ach sie hatten keine Zeit an der Veranstaltung teilzunehmen?
Dann haben sie aber was versäumt!
Dann kennen sie die aktuelle Roadmap für Windows-Produkte für die nächsten zwei Jahren noch gar nicht und wissen auch nicht, «dass das bereits auf der PDC im letzten Herbst angekündigte Service Pack 2 für Windows XP mit verbesserten Sicherheitsfunktionen erst im Spätsommer erscheinen wird. Auf dem SP2 werden drei neue Client-Releases aufbauen: Windows XP Tablet PC Edition 2005, die XP Media Center Edition 2005 und eine offizielle XP 64-Bit Edition. Weiterhin soll in diesem Jahr noch Windows CE 5 erscheinen, was auch neue Pocket-PC- und Smartphone-Releases mit sich ziehen wird. Jenseits der Betriebssysteme soll 2004 auch ein neuer Windows Media Player erscheinen, der das neue DRM-Mietsystem "Janus" einführt. Bis zum Jahresende soll auch das erste Service Pack für Windows Server 2003 erscheinen, gefolgt von einem SP für den Small Business Server 2003. Ein Windows Server 2003 Update soll zum Anfang des kommenden Jahres erscheinen.»

Alles klar Greenhorn? Oder gar DAU?

Wie Heise-Online berichtet «blieb es bemerkenswert still um die Sicherheitsinitiative NGSCB (Next-Generation Secure Computing Base), der Microsoft im vergangenen Jahr sechzehn Veranstaltungen gewidmet hatte. Das einst als Palladium vorgestellte NGSCB wurde mit keiner Silbe erwähnt»

Das wird doch nicht etwa an "Sasser" liegen?

Was "Sasser" ist???

Hi, hi hi, das werden die DAU’s und Greenhörner schon noch merken!!!!
Ich sag nur Windows 2000, Windows XP und Windows 2003 Server.





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07.05.2004 um 05:45 Uhr

Häfele in Häfen

Stimmung: wurlat am drahn und flaniern
Musik: Simon an Furunkel - I have no Bock

Wegen Insiderhandel und Kursbetrug muss das ehemalige Vorstandsmitglied der Infomatec AG Alexander Häfele für zwei Jahre und neun Monate in den Häfen, wie die Österreicher zu sagen pflegen.

Häfele wird im Häfen eignat.

Die Verteidigung hatte für den Angeklagten, der nach Auffassung des Gerichts den Aktienkurs des Neue-Markt-Unternehmens Infomatec erst mit falschen Ad-hoc-Meldungen in die Höhe getrieben und dann durch den Verkauf eigener Aktienpakete rund 15 Millionen Euro Gewinn gemacht hatte, Freispruch gefordert.

Sein Vorstandskollege Gerhard Harlos war im November 2003 nach einem Teilgeständnis wegen Insiderhandels zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und zu einer Geldstrafe in Höhe von 9000 Euro verurteilt worden.
Der Schaden für die Anleger wird auf rund 250 Millionen Euro geschätzt.

Ergänzende Info für den der sich dafür interessiert:
15 Millionen Teuronen verteilt auf zwei Jahre und neun Monate sind, kaufmännisch gerundet, etwa 15.000 Teuronen pro Tag. Netto! Bei freier Kost und Logis.

Ach ja und hier noch ein kleiner Sprachkurs aus einer (deutschsprachigen?) europäischen Metropole innerhalb der Europäischen Union.
Man wird sich wohl daran gewöhnen werden müssen:

«Des Hundsvich wird jetzat von an Kieberer mit an Ochter in Häfen gfiert und dann wird odraht.»

Was das wohl heißen mag?





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06.05.2004 um 05:45 Uhr

Ping Pong


Frau Müller ist 57 Jahre alt, wohnt in A-Weiler und arbeitet knapp 40 Kilometer entfernt in B-Hausen.
Sie hat im Rahmen einer mehrmonatigen ärztlichen Behandlung (die Art der Krankheit spielt bei den weiteren Betrachtungen keine Rolle) einen Termin bei einem Facharzt in F-Stadt, welcher verkehrsgünstig nahe nur 10 Kilometer von ihrer Arbeitstelle entfernt ist.

Zum vereinbarten Termin beim Facharzt in F-Stadt am Montag der nächsten Woche um 9:20 Uhr benötigt Frau Müller eine Überweisung ihres Hausarztes aus H-Heim um die Praxisgebühr nicht doppelt bezahlen zu müssen.

  1. Berechnen Sie unter Berücksichtigung der Arbeitszeit von Frau Müller und den Praxisöffnungszeiten der Ärzte die betriebswirtschaftlich günstigste Variante der Beschaffung dieser Überweisung unter Berücksichtigung der seit 1. Januar 2004 laut Gesundheitsreform geltenden gesetzlichen Vorschriften und Regelungen.
  2. Zeigen sie beispielhaft auf, welche Maßnahmen und Entscheidungen Frau Müller treffen sollte um Gesundheitsvorsorge, Arztbesuche sowie ihr Kosten- und Zeitmanagement effizient und kostenbewusst zu organisieren.

Und denken sie dran ..... Frau Müller braucht die Überweisung am nächsten Montag.

Die Zeit läuft ab jetzt.
Ping Pong Ping Pong Ping Pong .......

Weiterführende Informationen zur Lösung der Aufgabe.

Arbeitgeber:
Frau Müller arbeitet in einer Inkassogesellschaft mit festen Bürozeiten als Grosskundenbetreuerin 40 Stunden in der Woche, jeweils von 8-12 und von 13-17 Uhr. Sie verdient 3.100 Euro brutto pro Monat. Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld wird von ihrem Arbeitgeber nicht gezahlt. Am Monatsende werden ihr nach Berücksichtigung aller Abzüge 2.120 Euro auf ihr Konto überwiesen. Der arbeitnehmerseitige Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 230 Euro; zusammen mit dem arbeitgeberseitigen Anteil bezahlt Frau Müller jeden Monat 460 Euro an ihre Krankenkasse.

Hausarzt:
Bei ihrem Hausarzt ist Frau Müller seit ihrer Kindheit in Behandlung. Daran hat auch ihre Heirat vor 20 Jahren (die Ehe ist leider kinderlos geblieben) und der damit verbundene Ortswechsel nach A-Weiler nichts geändert, denn A-Weiler ist nur etwa 8 Kilometer von H-Heim entfernt, wo

der Hausarzt seine Praxis seit Menschengedenken in einer ruhigen Seitenstraße in der Nähe seines Wohnhauses hat. Durch verkehrspolitische Maßnahmen des grünen Gemeinderates wurde die Straße nahe der Ortsmitte vor einigen Jahren zur Einbahnstraße in einer verkehrsberuhigten Zone erklärt und die Parkmöglichkeiten durch umherstehende Blumenkübel weitgehendst eingeschränkt.
Die Sprechstunden hat der schon etwas ältere Allgemeinmediziner wie folgt geregelt:
Mo-Do 9.00 – 12:00, Mo, Di, Do von 14:30 – 17:00 Uhr, Fr 9:00 – 14:00 Uhr.

Facharzt:
Die einfache Entfernung vom Wohnort der Frau Müller in A-
Weiler bis zum Facharzt nach F-Stadt beträgt 50 Kilometer.
Der Facharzt hat seine Praxisräume in einem Ärztehaus mit Tiefgarage (die meist belegt ist). Die Parkgebühr beträgt 3,-- Euro für die erste Stunde, für jede weitere Stunde 2,-- Euro. Parkmöglichkeiten in der näheren Umgebung sind so gut wie nicht vorhanden, beziehungsweise stark abschleppgefährdet.
Die Sprechstunden sind wie folgt festgelegt: Mo-Fr. 8:00-18:00, Fr 8:00-14:00 Uhr oder nach Vereinbarung. Trotz Terminvereinbarung sind aber Wartezeiten bis zu einer Stunde nicht auszuschließen.

Verkehrsmittel:
Für ihren Weg zur Arbeit verwendet Frau Müller einen eigenen PKW der Marke BMW 320i. Laut ADAC kostet der gefahrene Kilometer mit diesem Fahrzeug bei einer jährlichen Gesamtkilometerleistung von 15.000 Km ca. 0,50 Euro. Morgens ist Frau Müller mit diesem PKW zwischen 30 bis 60 Minuten unterwegs. Abends jedoch dauert die Rückfahrt meist eine Stunde und mehr.

Öffentliche Verkehrsverbindungen sind vorhanden, allerdings sind diese sternförmig angelegt und bedienen primär Berufspendler in die etwa 30 Kilometer entfernte, weiter südlich gelegene Landeshauptstadt von der A-Weiler mit der S-Bahn im Stundentakt jeweils zur vollen Stunde angefahren wird.
Zwischen der Landeshauptstadt und B-Hausen verkehrt die S-Bahn in der Zeit von 5:30 bis 21:00 im 20 Minuten Rhythmus in beiden Richtungen.
F-Stadt verfügt, wie die Landeshauptstadt, über einen Bahnhof der Deutschen Bundesbahn. Allerdings halten nicht alle Bundesbahnzüge in F-Stadt. Auf der gleichen Strecke verkehrt jedoch auch die S-Bahn im 10-Minuten Takt, so dass die bahnüblichen Verspätungen von Nahverkehrsreisenden und Berufspendlern weitgehendst vernachlässigt werden können.
Zwischen F-Stadt und B-Hausen verkehrt eine Straßenbahn, deren Fahrtzeiten jedoch (noch) nicht mit der S-Bahn abgestimmt ist. Hier muss derzeit noch mit Wartezeiten bis zu 15 Minuten gerechnet werden. Die reine Fahrzeit zwischen F-Stadt und B-Hausen beträgt 35 Minuten. Allerdings muss hier wegen Gleisbauarbeiten mit teilweise erheblichen Verzögerungen gerechnet werden.
Zwischen A-Weiler und H-Heim verkehrt ein Bus täglich um 6:30 Uhr, 7:20 Uhr, 8:05 Uhr, 11:45 Uhr, 13:10 Uhr, 14:30 Uhr, 16:05 Uhr, 16:55 Uhr, 17:20 Uhr, 17:45 Uhr, 18:30 Uhr und 19:45 Uhr. In umgekehrter Richtung je nach Tageszeit jeweils 15 – 25 Minuten später.

Abschließende und ergänzende Frage:
Steht der von Frau Müller zu betreibende Aufwand für die Beschaffung einer Überweisung vom Hausarzt zum Facharzt überhaupt noch in irgendeinem wirtschaftliche sinnvollen Verhältnis zur doppelten Praxisgebühr?





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05.05.2004 um 05:45 Uhr

Ausbildungsplatzabgabe

Stimmung: unbeschreiblich - dass ich so etwas in meinem Alter noch erleben darf
Musik: Pop Pop Pop Pop Musíc


«Rot-Grün bittet Bordelle zur Kasse!

Wird das Gesetz zur Ausbildungsplatzabgabe wie geplant verabschiedet, sollen demnächst auch Bordellbetreiber zahlen, wenn sie in ihren Freudenhäusern nicht genügend Lehrstellen anbieten. Auf diese Regelung haben sich die Koalitionsfraktionen verständigt.»

Echt - das steht im Spiegel und der muss es ja wissen.

Einige grüne Abgeordnete hatten –vermutlich aus Angst vor steigenden Preisen- Ausnahmen für das Rotlichtmilieu gefordert. Die vom Bildungsministerium durchgeführte Überprüfung ergab aber, dass die Befreiung solcher Arbeitgeber "auf große Schwierigkeiten" stoße. Es bestehe, so der Vermerk, "ein Abgrenzungsproblem zu Anbahnungsgaststätten" - wie etwa einschlägige Nachtclubs.

"Danke" Rot-Grün.

Jetzt ist endlich der Weg frei für die staatlich geförderte Ausbildung und Umschulung zum Call Boy, Call Girl oder gar zum "staatlich anerkannten Bordellier".  Schnupperkurse für Ausbildungsinteressenten, Hausfrauen, Rentner, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger sind in Vorbereitung.

Es wird weiter erwartet, dass im gesamten Umfeld des Entsamungsmilieus neue Ausbildungsmöglichkeiten entstehen werden. 
Bei der Gewerkschaft "Rauf, Rein, Runter" arbeiten bereits Projektgruppen an den Ausbildungsinhalten für "Fachkraft für Sexualhygiene", "Stundenhotelkauffrau" und "Erektionsanimateuse". Weitere Berufsbilder befinden sich in Planung.

In einer groß angelegten und durch namhafte Sponsoren aus der Latexbranche unterstützten Werbekampagne soll unter dem Motto "Deutschland poppt sich aus der Krise" für die neuen Ausbildungsmöglichkeiten geworben werden.
Anfragen und sachdienliche Hinweise nimmt jedes Call-Center oder der nächstgelegene Bordellbetrieb entgegen.





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04.05.2004 um 05:45 Uhr

Konsumklimakterikum

Stimmung: Warten auf Godo "Aufschwung"
Musik: Abba - Money Money, is abba my Money und nix abba

«Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hellt sich das Konsumklima-kterikum der deutschen Bundesbürger sowie ihrer in- und ausländischen Konsumkomplizen etwas auf.
Das belegt jedenfalls der von der GfK veröffentlichte "Konsumklima-kterikum-Indikator" für Mai 2004. Legte der doch von 5,0 Punkten im April auf sagenhafte 5,2 Punkte zu.
Dennoch wird der private Konsum kaum zum wirtschaftlichen Wachstum in der Bundesrepublik beitragen können, denn nach Einschätzung der sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute verhindere die scheue Zurückhaltung der Verbraucher ein stärkeres Wachstum.»
Das Konsumklimakterium ist wie der Kaufrausch ein natürlicher Abschnitt im Leben eines Verbrauchers und wird häufig durch steuerliche und wirtschaftliche unsoziale Belastungen verursacht.
Es ist von führenden Wirtschaftsexperten statistisch nachgewiesen worden, dass meist gravierende politische Veränderungen damit einhergehen bzw. dadurch verursacht werden.
Die häufigsten Beschwerden des Verbrauchers im Konsumklimakterium treten meist beim Anblick von Preisauszeichnungen und Kassenzetteln auf. Zu den typischen Symptomen gehören Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Trockenheit der Mundhöhle, schmerzhaftes Stöhnen beim Geld ausgeben und chronisch entzündliche Krallenhände. Auch können vermehrt Schwindelgefühle, Schlafstörungen, Müdigkeit, Verstopfung, Durchfall, Brechreiz, Unlust –auch im zwischenmenschlichen Bereich- auftreten.

«Selbst die Terroranschläge von Madrid haben die Konsumstimmung der Verbraucher nicht nachhaltig beeinträchtigen können", meint die GfK. Die Stimmung sei inzwischen zumindest so stabil, dass solche Ereignisse ohne tief greifende Wirkung blieben.»
Was auf gut Deutsch heißt, dass die Stimmung so scheiße ist, dass selbst terroristische Bombenanschläge mit ein paar hundert Toten daran nichts mehr ändern können.

«Trotz abnehmendem Pessimismus bleiben die Deutschen der GfK zufolge weiter sparsam. Die Bereitschaft der Verbraucher zum Kauf langlebiger Produkte wie Möbel oder Tiefkühltruhen ging im April sogar wieder leicht zurück.»
Na klar, wer nicht weiß ob er nächsten Monat noch seine Miete bezahlen kann, investiert sicher nicht in neue Möbel und Haushaltgeräte. Und warum eine neue Tiefkühltruhe, wenn schon der Kühlschrank gähnende Leere aufweist und sein Besitzer von der Hand in den Mund lebt.

«Ausstehende positive Signale vom Arbeitsmarkt sowie weitere mögliche finanzielle Belastungen im Rahmen von Reformen verhindern offenbar, dass die Konsumenten ihre Kaufzurückhaltung aufgeben", so die GfK weiter. Branchen wie der Einzelhandel leiden seit Jahren unter der Sparsamkeit der Verbraucher, hoffen aber auf eine Wende zum Besseren in diesem Jahr.»
Chronische finanzielle Schwindsucht am Geldbeutel, wirtschaftspolitische Jammermärchen im Gehörgang und jede Menge parteipolitischer Dumpfbackensprüche bewirken keinen Kaufrausch.

Heute die letzte Knete ausgeben um morgen selbst Kunde bei der Bundesagentur für Arbeit oder einer ihrer Unterabteilungen zu sein? Kein Konsument ist so bescheuert!

Wenn es um die EIGENE Existenz und Zukunft geht ist sich –naturgemäß- jeder selbst der Nächste.

Aber lassen wir den Einzelhandel ruhig hoffen - Hoffnung kostet ja nix.





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03.05.2004 um 05:45 Uhr

Zentralräte

Stimmung: himmelherrgottsgreizdeifisaglzementhalleluja
Musik: Noch wohltuende Stille


Zentralräte sind in!
Nicht nur für gut dotierte Arbeitsplätze für Vorsitzende, sondern auch für Sendezeit und Schlagzeilen in den Medien.
Was Zentralräte so machen? Na, mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend laufen, ein wichtiges Gesicht machen und alte Sprüche und Plattitüden klopfen.
Was? Welchen Nährwert das hat? Na, ordentlich Geld verdienen, was denn sonst?

Wo das Geld herkommt?

Das Geld kommt ganz einfach per Staatsvertrag von der Deutschen Bundesregierung!

Natürlich aus Steuermitteln!

Und nicht zu knapp!

Drei Millionen Teuronen – jedes Jahr!

Man muss nur einen Kumpel in der Bundesregierung haben, der einen Staatsvertrag unterschreiben darf!

Und den Medien erzählt man dann, dass es darum geht irgendeine Altschuld "wieder gut zu machen" und dass sich das einfach aus Anstand so gehört!

Wäre eigentlich alles paletti.
Sollte man meinen!
Aber beim Geld hört halt auch die Nächstenliebe auf.

Denn unser Bundesgerd gerät jetzt wegen eines innerjüdischen Finanzstreits immer mehr unter Druck. Wie man den "Medien" jetzt entnehmen kann bereitet sich die «Union progressiver Juden in Deutschland» (UPJ) derzeit mit der Unterstützung hochrangiger Rabbiner aus Amerika darauf vor, ihren Anspruch auf staatliche Förderung in Deutschland gerichtlich durchzusetzen. Die UPJ will an den Zuschüssen, die dem "Zentralrat der Juden in Deutschland" jedes Jahr von der Bundesrepublik Deutschland (BRD) gezahlt werden, beteiligt werden. Dabei geht es um öffentliche Mittel in Höhe von drei Millionen Euro jährlich, die in einem im Januar 2003 unterzeichneten Staatsvertrag festgeschrieben sind. Der "Zentralrat der Juden in Deutschland" lehnt ein Teilhabe bislang aber ab und verweist auf seinen Alleinvertretungsanspruch für alle in Deutschland lebenden Juden.

Alleinvertretungsanspruch!
Whow! Wie sich das anhört!
Den habe ich auch! Den Anspruch meine ich!
Aber die Vertretungsvollmacht habe ich leider (noch) nicht.

Wie am Rande der Antisemitismus-Konferenz in Berlin zu erfahren war, soll zur Vorbereitung eines möglichen Gerichtsverfahrens eine «Road Map for Legal Action» erstellt werden. Außerdem wurde mit der Unterstützung amerikanischer Juden die Bildung einer «Task Force Germany» gegründet. Die Kosten eines Rechtsstreits werden ebenfalls von amerikanischer Seite übernommen. Als Grundlage für eine mögliche Klage gegen die Bundesregierung habe die «Union Progressiver Juden in Deutschland» ein Rechtsgutachten vom Staatskirchenrechtler Axel von Campenhausen anfertigen lassen. Campenhausen stellt darin fest, dass die Neutralitätspflicht und der Gleichheitsgrundsatz es erforderten, dass der Staat einen gleichen Zugang aller jüdischen Religionsbekenntnisse zu öffentlichen Mitteln sicherstelle. Ansonsten sei das Grundgesetz verletzt.

Und was ist mit den anderen Religionen und Organisationen?
Haben die keinen Anspruch auf gleichen Zugang zu öffentlichen Mitteln?
Ist hier das Grundgesetz etwa nicht verletzt?

Also, ich tue hiermit kund, dass ich als Zentralrat Anspruch erhebe auf das Alleinvertretungsrecht der "Notorischen Selbstdenker in Deutschland" und mit der Bundesrepublik Deutschland einen Staatsvertrag mit einem noch festzulegenden Förderungsbetrag in Millionenhöhe abzuschließen gedenke.

Zur Abstimmung einer koordinierten Vorgehensweise und Vorbereitung einer Sammelklage gegen die Bundesrepublik Deutschland werde ich in den nächsten Tagen entsprechende Schreiben schicken an den:

Zentralrat der Deutschen Steuerzahler
Zentralrat der Arbeitswilligen Deutschen Arbeitslosen
Zentralrat der Abgezockten Autofahrer Deutschlands
Zentralrat der Katholiken in Deutschland
Zentralrat der Protestanten in Deutschland
Zentralrat der Muslime in Deutschland
Zentralrat der Belogenen Wähler Deutschlands
Zentralrat der Ausländer in Deutschland
Zentralrat der Ostdeutschen in Deutschland
Zentralrat der Westdeutschen in Deutschland
Zentralrat der Norddeutschen in Deutschland
Zentralrat der Süddeutschen in Deutschland
Zentralrat der Vertriebenen aus ehemaligen Deutschen Ostgebieten
Zentralrat der Bundesdeutscher Republikflüchtlinge
Zentralrat der Deutschen Auslandsrentner
Zentralrat der Deutschen Proletarier und Mittelständler
Zentralrat der Sonstigen Bürger in Deutschland

Die Aufzählung erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Reihenfolge ist rein willkürlich und stellt keinerlei bewertendes Urteil über die Organisation und/oder ihre Repräsentanten dar.

Sollte ich irgendwelche subventionswilligen Repräsentanten subventionswilliger Zentralratsorganisationen vergessen haben – bitte melden!





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02.05.2004 um 05:45 Uhr

Krähenehre

Stimmung: attestiert anästhesiert
Musik: Julio Iglesias - Wenn ein Schnitt danebengeht


Sicher kennen sie die Situation auch.
Kaum ist der Arbeitskollege oder die Arbeitskollegin aus dem Zimmer gegangen, da klingelt auch schon das Telefon und jemand möchte ihn/sie sprechen.

"Ja, er ist da – aber nicht da!" hört der Anrufer dann häufig, was soviel heißen soll, wie der gewünschte Gesprächspartner ist zwar physisch da, aber momentan durch Gründe über die man am Telefon nicht spricht, nicht in der Lage das Gespräch entgegen zu nehmen.
Je nach Kundenorientierung des Unternehmens oder Bekanntheitsgrad bzw. Rangordnung des Anrufers muss dieser später nochmals anrufen, oder wird baldmöglichst zurückgerufen.

Vor einigen Tagen habe ich einen Bericht des Magazins "deFacto" im HR gesehen.

Danach hat ein Anästhesist des Uniklinikums Gießen die Fernanästhesie erfunden.

Denn obwohl er laut Operationsbericht im OP stand und dafür sorgte, dass der Patient die Operation in narkotisiertem Zustand übersteht, hat er zeitgleich in Nizza an einem Ärztekongress teilgenommen.

Jetzt wäre ja gegen solche Flexibilität eines (Chef?)Arztes beim derzeitigen bedauerlichen Zustand unseres Gesundheitswesen nichts einzuwenden. Bedauerlicherweise – es kann sich dabei nur um einen dieser äußerst seltenen Abrechnungsfehler handeln – wurde seine Leistung der Krankenkasse in Rechnung gestellt.

Da es sich aber offensichtlich doch nicht um einen Einzelfall gehandelt hat, wurde von einem Arzt(kollegen?) Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet.
Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Gießen rund 100 Aktenordner im Uni-Klinikum beschlagnahmt, weil ein Anfangsverdacht auf Abrechnungsbetrug vorliegt. Es geht um mehrer Millionen Euro, um die private Krankenkassen mit möglicherweise gefälschten Abrechnungen betrogen worden sind.

Das Klinikum und die Ärzteschaft haben die Vorwürfe dementiert und irgendein Schlingel hat den Arzt angezeigt, der den Arzt angezeigt hat

Krähenehre – da hackt doch die eine der anderen kein Auge aus. Nicht ohne Anästhesie!

Ja, liebe Leute, wo ist denn das Problem?
Der Mann war doch da – aber halt mal nicht da!





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01.05.2004 um 05:45 Uhr

Malocher’s MayDay

Stimmung: EUphorisch erweitert
Musik: Brüder zur Sonne zur Freiheit


Anfang 1886 begann die nordamerikanische Arbeiterbewegung ihren Kampf um den Acht-Stundentag.

Zur Durchsetzung ihrer Forderung wurde am 1. Mai 1886 zum Generalstreik aufgerufen. In den Industrieregionen kam es daraufhin zu Massenstreiks. In Chicago endete eine Auseinandersetzung zwischen Polizei und Streikposten, zwei Tage später, mit einer Schiesserei, bei der vier Arbeiter ums Leben kamen.
Bei Tags darauf stattfinden Protestkundgebung wurde eine Bombe in die Reihen der Polizei geworfen. Acht Polizisten starben, 67 wurden verletzt. Bei dem anschließenden Aufruhr wurde eine nie veröffentlichte Zahl von Demonstranten getötet und über 200 verletzt.

Von den acht Angeklagten, denen eine direkte Beteiligung nicht nachgewiesen werden konnte, wurden wegen Verschwörung vier hingerichtet, einer beging Selbstmord. Die übrigen drei wurden sechs Jahre später begnadigt und freigelassen. Der tatsächliche Bombenwerfer wurde jedoch nie gefunden. Indizien sprechen dafür, dass der Anschlag auf das Konto eines Polizeispitzels ging. Heute nennt man solche Personen ‚verdeckte Ermittler‘.

Die damals herrschende Klasse nahm die Ereignisse in Chicago zum Anlass gegen die organisierte Arbeiterbewegung vorzugehen, worauf der 1. Mai von der 2. sozialistischen Internationalen 1889 zum Tag der Arbeiter und Arbeiterinnen erklärt wurde.

Seitdem wurde an diesem Tag nicht nur den Ereignissen in Chicago gedacht, sondern auch überall auf der Welt gegen die Unterdrücker und für eine ausbeutungsfreie Gesellschaft demonstriert. Zum ersten mal wurde der 1.Mai im Jahr 1890 begangen.

Dies änderte sich in Deutschland im Jahr 1933.
Die Nazis instrumentalisierten den Kampftag und machten ihn zum gesetzlichen Feiertag, den "Tag der Arbeit".

Heute, am 1. Mai 2004 wird die Europäische Union um 10 Staaten erweitert, der Druck auf die noch vorhandenen Arbeitsplätze in Deutschland wird dadurch nicht geringer.
Die heute herrschende Klasse und ganz oberschlaue Politiker und Kapitalisten wollen die Gunst der Stunde nun sogar nutzen, um das Rad der Geschichte wieder auf den 1. Mai 1886 zurückdrehen zu können.
Bis wieder die ersten Bomben fliegen, oder so ein Spinner  auf die Idee kommt den Reichstag in Berlin anzuzünden.
Wie war das nochmal mit dem spitzelnden V-Mann oder IM?

Aber jetzt mal ganz unter uns Proletariern.
Was müsste denn nach ihrer Meinung getan werden, damit der Tag der Arbeit auch der Tag der Arbeit bleibt?
Wie kann Deutschland Arbeitsplätze erhalten und die Flucht deutscher Unternehmen ins Ausland verhindern?
Sind Lohnkürzungen und Mehrarbeit die einzige Alternative?
Wie ist es um Arbeit und Arbeitsplätze in den Ländern bestellt, in denen Sie leben?
Wie steht es um ihren Job? Haben sie noch einen Job? Sie wollen wissen wie lange noch?
Sie wollen wissen, wie sie mit den gekürzten Löhnen die gestiegenen Kosten abdecken sollen?

Fragen über die man an keinem Tag besser diskutieren könnte, als am Tag der Arbeit – am 1. Mai.
Und genau das können sie heute tun.
Sie haben ja sonst eh nix zu tun.

Überzeugen sie sich von der geballten Sachkompetenz der
Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.
Diskutieren sie ihre persönlichen Probleme und Erfahrungen mit dem Anrufbeantworter der Bundesagentur unter der Telefonnummer

0911 / 179-0

oder

01805 / 345 321

RUFEN SIE AN – JETZT!

 





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