Pflanzzeit

Jeder Hobbygärtner weiß das. Und an einem der vermutlich letzten schönen warmen Tage musste ich auch ran.
Nicht dass ich unbedingt ein Mensch mit "grünem Daumen" bin. Aber um Säcke mit Blumenerde zu schleppen und kleinere Handreichungen zu machen, bin ich schon zu gebrauchen und bemühe mich auch nach besten Kräften "den an mich gestellten Anforderungen gerecht zu werden".
Als es darum ging, den Balkon mit Zeitungspapier vor Verschmutzungen durch die Topf- und Umtopfarbeiten zu schützen, war es meine Aufgabe in den Keller zu traben, alte Zeitungen zu besorgen und damit den Balkon auszulegen.
Damit fertig behielt ich vorsichtshalber die demütig kniende Haltung vor der vor mir stehenden in dezentes Grün gekleideten Vollblutgärtnerin und Besten aller Frauen bei und heuchelte Interesse an ihren biologischen Erläuterungen.
Vollkommen zufällig (ganz ehrlich!) schweifte dabei mein Blick ab und blieb an einem Zeitungsinserat hängen, neben dem sich meine linke Hand abstützte, damit der Rest meines von der ungewohnten Arbeit geschwächten Körpers nicht umfiel.
Sarah (8) hat im Diktat eine Fünf.
Sarah’s Rechtschreibleistungen verschlechterten sich trotz intensiven Übens.
Die Eltern standen vor einem Rätsel und auch die Lehrerin war ratlos.
Inzwischen wird Sarah seit rund sechs Monaten nach unserer neuen patentierten Lehrmethode individuell gefördert. Ihre Schreibsicherheit und ihr Wortschatz haben sich bereits spürbar verbessert und sie ist wieder motiviert.
Schließlich will sie mal Lehrerin werden – und dafür, das weiß Sarah ganz genau, braucht sie gute Noten.
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Da fiel mir ein, dass ich erst vor einigen Tagen einen Bericht im Fernsehen gesehen hatte, bei dem es um Lese- und Verständnisprobleme von "heranwachsenden" Jugendlichen ging.
Sender und Titel des Berichts habe ich (Altersdemenz oder die Gnade der frühen Geburt?) leider vergessen.
Bei ersten Test sollten die Jugendlichen einen Text aus einem Roman (F. Forsyth) vorlesen in dem das Wort "Gehenkter" vorkam. Sie haben den Text nicht verstanden, weil sie nicht wussten was das ist.
Im zweiten Versuch sollte ein klassischer Text (Schiller?) gelesen werden. Wieder Fehlanzeige, denn die Jungs und Mädels konnten ihn weder richtig lesen noch die Wörter richtig aussprechen.
Deshalb noch ein dritter Versuch mit dem Text einer Sprechblase aus einem Mickey Mouse Heft: "Da können/werden wir ja stundenlang im Dschungel herumirren".
Der Schüler wusste nicht was "herumirren" heißt.
Leider sind solche Berichte und Meldung heutzutage ja normal.
Ich hätte das Gesehene und Gehörte auch abgehakt und vergessen, wenn – ja wenn da nicht noch die verantwortliche Deutschlehrerin interviewt worden wäre. Die zuckte, auf die katastrophale Leseleistung ihrer Schüler angesprochen, nur resignierend mit den Schultern und meinte dass man da wohl nichts dagegen machen könne. Und auf die Frage, was wohl aus ihren Schülern mal werden wird, wenn sie Texte nicht richtig lesen und nicht verstehen können, meinte die Pädagogin, dass die Schüler eben handwerkliche Berufe ergreifen müssten, bei denen es auf das Lesen und Verstehen nicht so sehr ankommt.
Auf die Frage welche Berufe das wohl sein könnten, wusste sie keine Antwort.
Die Frau hatte anscheinend "null" Interesse an ihrer Tätigkeit und war sich ihrer Rolle in unserer Gesellschaft nicht bewusst.
"Wo bist du denn mit deinen Gedanken"? Diese Frage riss mich zurück in die Gegenwart, in der ich noch immer in demütiger Haltung vor der vor mir stehenden Besten aller Frauen kniete und mit halbem Ohr ihrem Vortrag lauschte. "Es interessiert dich wohl nicht so sehr, was ich dir zu sagen habe. Du meinst wohl, du brauchst das nicht zu lernen?", hörte ich die sonst liebliche Stimme, diesmal vermischt mit einem vorwurfsvollen Unterton.
"Doch, doch, sehr sogar, ich habe mir nur gerade überlegt, wann denn eigentlich die richtige Pflanzzeit ist", versuchte ich mich zu verteidigen. Dabei wagte ich aus meiner demütigen Position einen verstohlenen Blick nach oben und zuckte zusammen, als es mir –ganz wie in der Schule- donnernd entgegenschlug:
"Es ist immer Pflanzzeit. Jeden Tag. Überall. Merk dir das!"

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Na wenigstens wissen wir jetzt, was unsere Arbeitskollegen so treiben, wenn wir sie mit dem Handy in den Toilettenräumen verschwinden sehen ;-)
Wenn
also nach dem Zeugungsakt und dem Geburtsakt auch dieser Amtsakt, am
besten durch gerichtliche Feststellung, erledigt ist, bleibt es für
Mutter und Kind meist nur wichtig, dass der Vater schafft. Daher auch
der Name "Vaterschaft". 
So - zum Zeitvertreib erzähle ich ihnen eine Geschichte, die ich in der Berliner Zeitung gelesen habe. Nicht dass Sie dabei denken, ich möchte Sie nur ablenken und hätte diesmal nix im Schilde :-) 

Dann wurde irgendwann die Hauptstadt an einen anderen Ort verlegt und der Name zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen an ein Unternehmen verkauft, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Leitungswasser der Städtischen Wasserwerke in Flaschen zu füllen und als Tafelwasser zu verkaufen. Es soll ein äußerst lukratives Geschäft sein – hat man mir mal erzählt, denn ich bin auf diesem Gebiet sehr unerfahren und brauche Wasser nur zum Waschen und zum Baden und zum Duschen und zum Kochen und last but not least zum Spülen. Trinken tue ich was Anderes, aber das würde jetzt den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Ich sag nur ein Wort mit "Jot" – Aljohol.

Als ich dann auch noch den Mut hatte, mich verbal frech in eine Lücke zu quetschen, die er zum Luft holen benötigte, war es um die von Superwolli Clement verkündete Bürgernähe geschehen. Das Gespräch wurde zunehmend obrigkeitslastiger und als ich verkündete, dass ich mich mit dem Gedanken tragen würde, diesen Einheitswertbescheid durch schriftlichen Einspruch fristgemäß anzufechten – da ist der Diener dieses Staates ausgerastet.
Ich habe das mehrfach pfeifende Loch entdeckt!
Da sitzt der zugereiste Schwabe in den letzten wärmenden Strahlen der diesjährigen Sonne, vor einer bayrischen Gartenwirtschaft, hat ein frischeingeschenktes (zweites) 

Von vielen in unserem Lande kaum beachtet und von der LKW-Maut in den Schatten gestellt, nimmt derzeit ein weiteres Bürgerfleisch fressendes bürokratisch-elektronisches Monster Gestalt an. 

Was ist eine Shoutbox und was bringt mir sowas auf meiner Homepage?
Wenn ich allerdings dran denke, dass bei DaimlerChrysler eine Frau im Vorstand für die Produktentwicklung verantwortlich sein könnte, dann müsste da schon mehr rüberkommen als nur beleuchtete Schminkspiegel auf der Fahrerseite der S-Klasse und extragroße Aufbewahrungsbehälter für diese weißen Steine, die Frauen bei jeder sich bietenden Gelegenheit aus Körpersekreten und Papiertaschentüchern herstellen und in Aschenbecher und Türablagen stopfen.
Stellen Sie sich mal vor, Sie hätten sich über das Internet bei der Firma Teelepathie AG einige Pakete Teebeutel online gekauft. Dass die Anschaffung zum Preis von 27 Teuronen je Beutel ein Schnäppchen war, kann man nicht gerade behaupten. Aber was soll’s haben Sie sich gedacht, man gönnt sich ja sonst nix und außerdem, wer weiß zu was man die Teebeutel irgendwann noch mal brauchen kann. Geh‘n ja nicht kaputt die Dinger oder werden schlecht. Kann man aufheben für schlechte Zeiten, wie es der große, leider im Alter von 93 Jahren viel zu früh verstorbene Teebeutelexperte Kostolany gemacht hat. Der hatte in jungen Jahren mit russischen Teebeuteln spekuliert und ein Vermögen gemacht.
