Schein Reform

Es ist noch gar nicht so lange her, da war diese silberne Münze mit der
knienden Frau ein gültiges Zahlungsmittel. Es handelt sich -nur als
Information für die Leser, die sich nicht mehr daran erinnern können-
um ein 50-Pfennig Stück deutscher Nation. Genauer gesagt um die
Rückseite eines 50-Pfennig Stücks. Nostalgikern kann ich die
Internetseite der Deutschen Bank zum Bargeld wärmstens empfehlen. Dort erfahren Sie auch, was Sie machen sollten, wenn man Ihnen falsche Euro untergejubelt hat. Ich kann mich zwar noch dran erinnern, dass eines der wesentlichen Argumente zur Einführung des Euro die Fälschungssicherheit des neuen Papiergeldes war, aber anscheinend haben die Fälscher diesen Hinweis nicht für bare Münze genommen und fälschen trotzdem.
Nein - nicht die Münzen, die kann man doch nicht fotokopieren!
Das Papiergeld wird gekupfert, dass die Kopierer qualmen. Aber natürlich sollte man diese Information nicht so einfach unters Volk bringen. Wegen dem Vertrauen der Bevölkerung in die neue Währung und so halt.
Besonders ans Herz legen darf ich Ihnen die Hinweise der Deutschen Bank zum Falschgeld, ganz besonders den letzten Absatz mit dem Titel „Was tun, wenn Sie Geld als falsch erkannt haben?“
Wer nach der Lektüre dieses Artikels noch Falschgeld erkennt, der ... also jetzt sag ich mal so ... also das sollte man sicher im Einzelfall unter Berücksichtigung aller wirtschaftlichen Konsequenzen und unter Berücksichtigung der eigenen angespannten finanziellen Situation ...
und überhaupt ... wir sind doch nicht blöd. Oder doch?
Aber jetzt hurtig zurück zum fälschungssicheren Münzgeld!
Diese Münze mit dem gelben Rand kennen Sie sicher. Dennoch sollten Sie sich diese Münze sehr, sehr genau ansehen.
Sie wird an fünf verschiedenen Münzstätten in der BRddr geprägt und mit den Kennbuchstaben der Prägeanstalt - Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und Hamburg (J) – versehen. Irgendwie habe ich das Prinzip der Kennzeichnung noch nicht ganz verstanden, ich hätte BMSKH genommen, aber vielleicht dienen diese seltsame Kennungen nur dazu die Geldfälscher zu verunsichern.
Diese Münze wird jetzt knapp, denn wenn es nach dem Willen von Superwolli Clement geht, dann werden damit bald Hunderttausende -ach was sag ich- Millionen von Langzeitarbeitlosen ihren Stundenlohn ausbezahlt bekommen. Ich hab mir das mal ausgerechnet und eine 1-Euro-Münze gewogen. Sie wiegt nach meiner Briefwaage exakt 8 Gramm und würde beim postalischen Versand Portokosten in Höhe von 0,55 Euro, also 55% des Wertes verursachen. Sie brauchen also einen Euro nur zweimal mit der Post zu schicken und schon sind sie pleite. So schnell kann das heutzutage gehen.
Und genau da liegt jetzt das Problem.
Denn es geht darum, wie ein Langzeitarbeitsloser, der einem Monat lang (160 Stunden) malocht hat, sein Geld nach Hause bekommt. Weil ein Bankkonto hat er als ALG II-Bezieher ja nicht mehr. Da haben die Banken schon vorgesorgt.
Und wie ich gerade an obigem betriebswirtschaftlichen Beispiel und durch repräsentative Datenerhebung bei Post und Bank, sowie durch eigene Recherchen im Internet nachgewiesen habe ist der Postversand unrentabel und würde einen Großteil des Kapitals aufzehren.
Also, was bleibt dem Langzeitarbeitslosen?
Barauszahlung, wie früher mit der Lohntüte und Selbstabholung mit allen damit verbundenen Risiken, wie Falschgeld, Verlust und –auch das muss man einkalkulieren – Beraubung.
Also was tun, wenn jeder potentielle Taschenräuber genau weiß, dass am Monatsende tonnenweise Münzgeld über die Straßen transportiert wird, wenn die Langzeitarbeitslosen ihre Millionen nach Hause schleppen. Jeder der nur ein bisschen schief geht oder eine offensichtlich schwere Tasche schleppt ist doch in erheblichem Maße raubgefährdet.
Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
- man verzehrt und versäuft den Monatslohn gleich am Ort der Auszahlung, beginnt dann zu randalieren und lässt sich von der Polizei nach Hause fahren.
- mehrere Personen rotten sich aus Sicherheitsgründen zu Transportkonvois zusammen
- man packt das ausgezahlte Münzgeld in einen alten gestrickten
Männersocken und haut das Ding jedem über den Schädel, der in den
Sicherheitsbereich von einer Armeslänge ungefragt eindringt, wobei
sicher die Devise gelten muss „lieber einmal zuviel zuschlagen,
als einmal zu wenig“
Wissen Sie eigentlich warum die Frau auf dem alten 50-Pfennig Stück kniet?
Aus dem gleichen Grund, warum sich auch heute noch keine Frau für 1 Euro hinlegt

Wegen der Kaufkraft! Oder war das der Ertragswinkel?
Außer die Frau müsste! Bleibt abzuwarten, ob der Begriff „jede zumutbare Tätigkeit“ nach Hartz IV nicht doch etwas zu eng gefasst ist.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und wenn das erst mit der EU-Osterweiterung richtig klappt, dann wird auch keine Frau mehr auf die Frage „Willste mal’n Euro“ mit „Nein“ antworten können, außer sie wäre der deutschen Sprache mächtig.
Ach, Sie halten meine wissenschaftlich fundierten Ausführungen für an den Haaren herbeigezogenen, totalen Blödsinn? Dann haben Sie aber den Spiegel
vom 18. November 2004 nicht gelesen.
Zumindest die südeuropäischen Länder hatten das Problem der 1-Euro-Münze bereits erkannt und vorgeschlagen 1-Euro-Scheine einzuführen.
Noch hat sich die Europäische Zentralbank gegen die Schein-Reform entschieden: «Geldscheine zu ein und zwei Euro wären mit zu großen Nachteilen verbunden, erklärte die Zentralbank heute in Frankfurt am Main.»
Na ja, geben wir den Jungs noch ein bisschen Zeit, bis sie die Vorteile des 1-Euro-Scheins erkennen. Das wird spätestens dann der Fall sein, wenn die EZB ihr neues Gebäude im Frankfurter Osten gebaut und bezogen hat und die Überfälle auf die 1-Euro-Jobber zunehmen.
Wenn der erste EZB-Banker mit einem mit Euros gefüllten Männersocken erschlagen wird, dann wird das Geschrei groß sein.
Aber dann soll keiner sagen, ich hätte davor nicht rechtzeitig gewarnt, denn mit Papiergeld ist noch niemand erschlagen worden.
Und jetzt geh ich zur Post, um im öffentlichen Interesse für einen Euro pro Stunde den Kunden die Briefmarken anzulecken. Mir schmecken die Marken zu 1,44 Euro am besten, aber fast 90 Minuten Arbeit, damit man sich so ein kleines Stückchen Papier kaufen kann, ist schon etwas heftig, oder?
Wir werden es sicher noch erleben, dass Briefmarken gefälscht und Briefmarkenautomaten ausgeraubt werden.

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Von Kritikern der rot-grünen Arbeitsmarktpolitik hat es ja schon seit
Jahren immer wieder Horrormeldungen mit 6 bis 7 Millionen Arbeitslosen
gegeben, die aber in schöner Regelmäßigkeit von den "staatlichen“
Stellen dementiert wurden.
Freude und Lachen ist selten geworden, seit aus der
Bundesmonopolyzentrale in Berlin eine Ereigniskarte nach der anderen
für Verwirrung und Empörung im Lande sorgt. „Gehe über das Gefängnis
zurück nach der Badstraße und rück 4000 Euro raus“, gehört seit der
Umstellung der Spielregeln durch Rot-Grün noch zu den geringfügigsten
Adaptierungen und Strafmassnahmen.
Besonders der letzte Punkt des Forderungskataloges wird den ehemaligen
Chef der Bundesagentur für Arbeit freuen, denn der hatte im März 2003
schon für eine
Und die Lage der Nation wird nicht erst brenzlig, sie ist es schon.
Sie tauchen teilweise schon in den frühen Morgenstunden des 6.Dezember
in den Städten und Dörfern unseres Landes auf, wagen sich sogar in
Geschäfte und Kaufhäuser, behaupten Gutes zu tun und verweisen in
diesem Zusammenhang auf den mysteriösen Inhalt eines Sackes, vermutlich
aus biologisch nicht einwandfreiem Material, den sie mit sich führen.
Biometrie ist vielmehr eine Mischform aus Biologie und Geometrie.
Auch ich habe so meine Reizthemen, bei denen ich keinen Ton über die
Lippen bringe, auch wenn ich dazu die Zähne zusammen beißen und
mehrfach tief durchatmen muss.
sei mir bitte nicht bös,
Und jetzt muss ich in der Medien erfahren, dass es die Energieversorger
auch nicht wissen, denn der Bund der Energieverbraucher berichtet,
dass gemäß einer Überprüfung der Eichämter der Länder im Jahre 2003
festgestellt wurde, dass bei 42,7% der untersuchten Unternehmen
Abweichungen von der Norm gegeben hat.
Frohes Fest trotz leerer Kassen?