Machopan - Rauchzeichen

30.06.2005 um 05:45 Uhr

Unterwanderung

Stellen Sie sich mal vor - nur so zum Spaß – Sie wären Berufspolitiker auf dem Weg zur Macht und wollten Ihrem politischen Gegner schaden ohne viel Geld auszugeben.  Geld, das Sie ohnehin noch nicht haben, denn Sie sind ja erst auf dem Weg zu den Honigtöpfen.

Also was würden Sie machen?
Versuchen mit sachlichen Argumenten den Wähler zu überzeugen?
Mit einer Werbekampagne den Gegner übertrumpfen?

Alles falsch!
Sie müssen Ihren Gegner unterwandern!
Ja, wie die Kröten auf dem Weg zu Ihren Laichplätzen. Sie müssen die Krötentunnels benutzen.
Das sollten Sie jetzt nicht mit der „Krötenwanderung“ verwechseln, denn die Nutzung der Krötentunnels ist kostenfrei, da mit Steuermitteln erbaut und noch nicht mautpflichtig.

Unterwanderung ist das Lösungswort, denn in der Politik gibt es kein Niveau, das sich nicht noch unterbieten lassen würde.
Unterwanderung ist so eine Art „Unterlaufen“, aber in Zeitlupe, eben gaaaaanz laaaangsaaaam, damit der Unterlaufene es gar nicht merkt.

Im Spiegel war jetzt zu lesen, dass die NPD die WASG unterwandert haben will.
«"Wir haben von Anfang an Mitstreiter in die WASG geschickt", behauptete der NPD-Vorsitzende Udo Voigt. Genaue Zahlen zu eingeschleusten Mitgliedern wollte er allerdings nicht nennen. Es seien Leute unter anderem aus den so genannten freien Kameradschaften und aus dem nationalen Lager platziert worden, sagte Voigt. Das sei logisch, wenn etwas gegen die NPD gegründet werde. Diese politischen Spione sollen nach den Worten Voigts dafür sorgen, dass in der WASG rechte Positionen übernommen werden. Außerdem sei es wichtig zu erfahren, was eine Linkspartei plane, die gegründet worden sei, um den Einzug der NPD in den Bundestag zu verhindern.»

Jetzt fragt man sich (zumindest ich frage mich das) natürlich, warum der Obervoigt von der NPD die Enttarnung seiner Spione gerade jetzt vornimmt – so kurz vor der Wahl.
Vielleicht deshalb, weil das Bündnis aus PDS und WASG in der Wählergunst vor dem Bündnis aus DVU und NPD steht, das durchaus an der 5%-Hürde scheitern könnte.
Und ob der ganze Aufwand, aus der Nachfolgepartei der SED und einer Absplitterung der SPD eine neue Linkspartei mit Rechtsproblemen zu gründen, nur gemacht wurde um der NPD den Einzug in den Bundestag zu verwehren – na da hat der Herr Voigt doch wohl ziemlich weit ausgeholt.
Natürlich ist die Unterwanderung einer Partei nie gänzlich auszuschließen. Oskar Lafontaine war ja schließlich auch lange Zeit in der SPD bis rauskam, dass er eigentlich schon immer ganz andere Interessen hatte. Oder nehmen wir mal den Herrn Hohmann von der CDU, der hatte ja angeblich auch ein ganz anderes Parteibuch.

Querdenker, der ich nun mal bin, hat mir beim Lesen des Artikels im Spiegel ein ganz anderer Gedanke die Hirnrinde unterwandert:
„Wem nützt denn die rechtzeitige, rechtsseitige  Unterwanderung der Linkseitigen? Hat nicht das Bundesverfassungsgericht feststellen müssen, dass die Rechten im Auftrag der regierenden Parteien mit freien Kameraden vom Verfassungsschutz unterwandert wurden, weil man ja wissen musste, was die Rechtspartei plane um in den Bundestag einziehen zu können? Ist vielleicht gerade der Herr Voigt einer der Gründe, warum die NPD damals nicht verboten werden konnte?“

Man könnte ja mal den Herrn Schily fragen.
Der hat ja auch als linker Läufer angefangen und ist im Laufe der Zeit auf dem Weg ins juristische Abseits dann vom rechten Weg abgekommen.

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27.06.2005 um 05:45 Uhr

Rücktritt

Einem „erhöhten Erpressungspotential“, sieht sich der Bundesgerd nach eigenen Angaben in seiner eigenen Fraktion gegenüber.
Das hört sich eher nach mafiosen Seilschaften, denn nach politischen Strukturen an, auch wenn man in den letzten Jahren eine gewisse Angleichung nicht verleugnen konnte.
Ist aber kein Wunder wenn man soviel Dreck am Stecken hat.

"Die ehrlichste Lösung wäre der Rücktritt des Kanzlers“, meinten dazu vorlaut die im kleinen monetären Grenzverkehr bestens geübten Mitglieder des „Oggersheimer Bimbesvereins“, die ja selbst einige Leichen im Keller haben sollen.

Denn ein Rücktritt ist nach  § 323 des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wegen nicht oder nicht vertragsgemäß erbrachter Leistung jederzeit möglich. Wobei mir persönlich die knappe und einfache Regelung des §349 BGB besonders gut gefällt, da sie auch einem in vierter Ehe lebenden, kinderlosen Juristen mit Hund verständlich sein dürfte.

Jetzt warten wir alle gespannt auf den 1. Juli, wie die kleinen Kinder auf das Christkind. Denn dann wird der Bundesgerd versuchen, seine Kumpels von der rot-grünen Armeefraktion, die zum Staatsfeind Nr. 1  mutiert ist,  zu einem konstruktiven Misstrauensvotum zu überreden.

Wenn dieser Coup gelingt, wird der oberste Hüter des längst vergessenen Grundgesetzschatzes mit seinen Jüngern in Klausur gehen und binnen 21 Tagen zu ergründen versuchen, ob der Bundeskasper versucht ihn anzuschmieren. Nach allem was sich der Kasper da so in den letzten Jahren geleistet hat, geht der Bundesköhler wohl recht in der Annahme, dass es sich auch diesmal wieder um ein die Vortäuschung falscher Tatsachen handeln könnte.
Zum Sachverhalt kann sich der Bundeshotte dann bis zum 20. Juli äußern, oder die Klappe halten und den Weg zur Befreiung der Republik freimachen. So könnte dieser geschichtsträchtige Tag auch im Jahre 2005 wieder zu einem wichtigen Datum werden, das in den Geschichtsbüchern der folgenden Generationen lobende Erwähnung finden wird.
 
Zwischenzeitlich jettet der Bundeskasper auf Staatskosten noch mal rasch zu „Georgie Double U“. Nein, nicht um nach den Wahlen im Iran nun auch dieses Land auf amerikanische Art zu befrieden, sondern um Informationen einzuholen, wie man trotz einer Scheißpolitik vom Volk in einem Land, in dem es keine Wahlmaschinen gibt, wiedergewählt werden kann.

You can go when you will“, wird ihm der Double U mit auf den Weg geben und sich freuen, dass mit Angie „Miss“ Griff Merkel ein Nachfolger in Sicht ist, der im kriechenden Umgang mit dem größten Kriegsherrn aller Zeiten bereits geübt ist.

Doch dass der Bundesschröder freiwillig geht, wird sowohl von selbsternannten Experten als auch von politischen Laien weitgehendst ausgeschlossen. Ist ja auch irgendwie logisch, dass sich der Bundesgerd die Daten in seinem Lebenslauf nicht durch einen weiteren Abtritt innerhalb weniger Monate versauen will.

Deshalb versucht er noch, ähnlich wie der Dicke, der als „Kanzler der widerlichen Vereinigung“, in die Geschichtsbücher einging, noch einen Abgang als „„Kanzler der versiebten Reformen“ hinzubekommen. Sonst bekommt er ja auch keinen Job mehr, denn eine verpflichtende Ausbildung ist in Deutschland für Berufspolitiker nicht vorgesehen.
So jemand kann doch nur noch zum Arbeitsamt, äähhh zur Bundesagentur für arbeitsseitige Ahnungslosigkeit gehen, in der Hoffnung einen Vermittlungsschein als ukrainischer Spargelstecher zu ergattern. Denn ALG II bekommt hier in diesem unseren Lande niemand der in einer Bedarfsgemeinschaft mit Adoptivkind, Hund und pferdegesichtiger Viertfrau lebt.
Das wäre ja noch schöner.

Dennoch gibt es auch für Abtrittsexperten und Erfinder von Latrinengerüchten noch Hoffnung auf dem Arbeitsmarkt.
Zum Beispiel als Vertreter der Welttoilettenorganisation, die in der wiedervereinigten BRddr noch auf die Gründung einer bundesdeutschen Landesniederlassung harrt. Bei der Scheiße, die in unserem Lande durch Politik und Bürokratie angerichtet wird, dürfte das nur eine Frage der Zeit sein.
Der letzte Welttoilettengipfel fand übrigens in China statt, einem Land, in dem sich unser Nochkanzler während seiner Amtszeit im Gegenzug zur Abschaffung der Menschenrechte mit Abrüstungsraketen und abgewrackten Atomkraftwerken beliebt machen wollte. Da das, wie so manche andere zur Chefsache erklärte Angelegenheit, in die Hose gegangen ist,  soll ihm jetzt beim nächsten Welttoillettentag am 19. November, das Logo der WTO - eine blaue Klobrille – mit Schwertern und Brillianten verliehen werden.

Ironie der Geschichte: Im Jahre 1972 wurde am 19. November bei vorgezogenen Parlamentswahlen die SPD unter Willy Brandt erstmals zur stärkste Bundestagsfraktion gewählt. Wie sich die Zeiten ändern!

Aber jetzt warten wir erst mal bis der Mattenrichter Köhler bis zum 20. Juli ausgedacht hat. Es muss ja nicht gleich eine Bombe sein, die da im Führerbunker als sichtbares Zeichen von  Deutschen gegen das herrschende Regime hochgeht.
Ein bisschen weißer Rauch, als Zeichen der Veränderung, tut’s sicher auch

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20.06.2005 um 05:45 Uhr

Finanzchaosgipfel

Gerhard der Schredder, Prinz von Volkes Gnaden aus dem Hause „Kann und Taugt nix“ hat sich zum Finanzchaos der Europäischen Union geäußert.
Mehr zahlen wollt er gerne, damit die anderen wieder alle lieb zu einander sind und die Briten weiter Rabattmarken in ihr „Maggie-Thatcher-Rabattheft“ kleben können und  den Franzosen nicht die Agrarsubventionen streitig machen.

Ich finde das ist endlich mal eine richtig innovative Idee vom Bundeskasper, vor allem vor dem Hintergrund, dass während seiner nun siebenjährigen Regentschaft bereits zum vierten Male gegen den europäischen Stabilitätspakt verstoßen wurde und an Staatsvermögen alles verscherbelt wurde, was nicht niet- und nagelfest war oder von seinen Besitzern rechtzeitig ins Ausland geschafft werden konnte.



Es macht richtig Spaß –zumindest mir, der von Geburt an eine gehörige Portion Schadenfreude sein eigen nennen darf, zu sehen, dass dieses „Europa“ das vor Monaten noch der einzig glückseligmachende Weg zu Friede, Freude und Eierkuchen war, jetzt unter die Räder schnöder finanzieller Interessen gerät, denn beim Geld hört schließlich jede Freundschaft auf.
Ganz besonders wenn zu wenig da ist.

«Insbesondere Schröder schlug auf seiner Pressekonferenz einen ungewöhnlich scharfen Ton an. Das Scheitern sei der "völligen Uneinsichtigkeit zweier Länder geschuldet", giftete er. Und er nannte die Schuldigen beim Namen: Das Verhalten der Regierungschefs Tony Blair und Jan Peter Balkenende sei "beschämend".» schreibt der Spiegel.

Naja, es geht halt nicht jeder so sorglos mit dem Geld seiner Bürger um, wie sich das der Bundeskasper in den letzten Jahren angewöhnt hat.
Dass die „armen“ Länder der Europäischen Union Opfer bringen wollten und einen „teilweisen“ Verzicht auf die ihnen „zustehenden“ Finanzhilfen anboten beschrieb der Bundeskasper «als "berührendes" Erlebnis, das ihm Hoffnung für die europäische Zukunft mache. "Der Funke wird überspringen", zeigte er sich überzeugt. Europas Bevölkerung werde die politische Union irgendwann "erzwingen"».
Allein schon dieser Satz sollte eigentlich genügen, um ihn wegen erwiesenem Realitätsverlust in eine geschlossene Anstalt einweisen zu lassen. Scheint es doch vollkommen an unserem Kanzler vorüber gegangen zu sein, dass Europas Bevölkerung – soweit sie sich überhaupt dazu äußern durfte – bereits Zwang ausübt. Und wenn dieser Funke überspringt, dann haben einige lernresistente Eurokraten und Regionalpolitiker nichts zu Lachen.

Am Ende dieses historischen Tages, an dem auf dem Partydampfer Europa erst mal Schluss mit Lustig war, trat ein «müder und enttäuschter Beichtvater Juncker vor die Presse. Er schäme sich, sagte der luxemburgische Premier. Seine Europa-Begeisterung habe "einen tiefen Knacks" bekommen.»
Na Klasse, kann ich da nur sagen - dann sind wir ja schon zu Zweit, die einen tiefen Europaknacks haben. Allerdings schäme ich mich deswegen nicht. Wirklich nicht die Bohne!

Kennen Sie übrigens den Unterschied zwischen einem Spieler und einem Bundeskanzler?
Der Spieler bringt sein Vermögen unters Volk, hebt die Hand zum Schwur und geht in die Insolvenz.
Der Bundeskanzler hebt die Hand zum Schwur, bringt sein Volk ums Vermögen und geht in die Pension.
Spätestens im Herbst, wenn die Bürger wieder wählen dürfen.

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13.06.2005 um 05:45 Uhr

Tipp Kick Trick

Manchem Kicker deucht es eine gute Idee zu sein, seine aktive Spielzeit mit einem medienwirksamen Abschiedsspiel zu beenden.
Das war  fast schon immer so, denn in vielen Fällen ist das Abschiedsspiel das einzig konkrete Ereignis in der Karriere eines Berufsspielers, an das sich der Zuschauer später noch erinnern kann.
Bisher waren Abschiedsspiele eine Domäne der Professionellen, der Berufskicker. Doch nun drängte es auch einen Freizeitkicker nach einem Abschiedsspiel, das ihm eine Möglichkeit bietet, seine aktive Laufbahn noch rechtzeitig mit dem ihm vermeindlich zustehenden Glanz und Gloria zu beenden und ein Waterloo für seine Vita verhindern hilft.

Bomber „Gägges“ Schröder, der Deutsche Meister im rhythmischen Schienbeintreten will ein Abschiedsspiel haben.
Ein vorgezogenes Abschiedspiel der besonderen Art, über dessen Ablauf, Termin und  Regelwerke noch weitgehendst Unklarheit herrscht. Nur der Anlass ist offensichtlich: Eklatante Schwäche seines Dreamteams bei Heimspielen mit einhergehenden Punktverlusten, die auch durch mäßige Erfolge bei den Auswärtsspielen nicht mehr wettgemacht werden konnten.
Vom Abstieg bedroht, von den Zuschauern ausgebuht und ausgepfiffen, vom Gegner in der eigenen Spielhälfte eingeschnürt, holte der Spielführer vom FC Chaos Rot-Grün zum Befreiungsschlag aus. Es mag wohl an der eigenen Spielschwäche und fehlenden Spielübersicht gelegen haben, dass er mit der spontan geschlagenen Bananenflanke zwar den Ball endlich mal wieder bis vor das gegnerische Tor drosch, aber dabei eigene Mitspieler anschoss, bevor der Ball wirkungslos ins Seitenaus kullerte.
Dem unparteiischen Pfeifenmann „Hotte“ Köhler blieb ob einer solchen Kurzschlussreaktion die Spucke und die Luft zum Pfeifen weg und er winkte den Übeltäter und Spielführer von Rot-Grün zu sich.
Auf dem Rasen wälzten sich zwischenzeitlich die Spieler des rot-grünen Dreamteams. Unklar war, ob vor Schmerzen oder aus Verzweiflung darüber, dass durch eigene Dummheit die gegnerische Mannschaft in Ballbesitz kam und sich nun natürlich heftig Zeit mit dem Einwurf lässt.

Das brachte den rot-grünen Linksaussen Mike „Wusel“ Müller,  an dem das Spiel bisher weitgehendst vorbei lief, derart in Rage, dass er den überparteilichen Unparteiischen heftigst attackierte.  Selbst undeutschlich genuschelte  Ermahnungen vom Vorstopper  „Münte“ Fehring zeigten keine Wirkung. Läufer Müller spuckte weiter Gift und Galle in die Mikrofone der am Spielfeldrand nach Informationen lechzenden Medienvertreter und bezichtigte den Pfeifenmann sogar der Hoyzer-Sportwetten-Bruderschaft, die durch ihren Werbespruch: „Pfeif drauf - kauf dein Tor bei Hoyzer“ bundesweites Aufsehen erregen konnte.

Währenddessen lümmelte sich der mit einer ukrainischen Spielerlizenz spielende Außenstürmer Joschka „Friend“ Fisherman in der Nähe der Mittellinie herum und verhandelte per Handy mit den Spieleraufkäufern vom FC Eurokratije Bruxelles.

Auf der Ersatzbank lümmelt sich derweil der seit einigen Wochen als Libero agierende freie Mann Peer Steinbrück neben der ebenfalls aus dem Spiel genommenen und kielgeholten Heide Simonis. Vor ihnen tobte an der Seitenlinie der Flügelstürmer Siggi „Fluglahm“ Gabriel entlang, um im Falle einer drohenden Niederlage wieder ins Spiel zu kommen.

Was wird der Pfeifenmann "Hotte" Köhler nun machen?
Tut er so, als hätte er nichts gesehen?
Hoyzert er, natürlich unter Abwiegung diverser Interessenlagen und Vermeidung von Interessenskonflikten, noch etwas herum?
Oder bekommt er doch noch die Luft zum Pfiff aus der schwarzen Lunge?
Pfeift er Foul, Abseits, Elfer oder gibt es die rote Karte?

Bereits machen wilde Spekulationen die Runde und das Gerücht tritt an die Stelle der Information.

Also mal ganz ehrlich, so unter uns Sportfreunden - es ist doch einfach nur ein Spiel.
Zugegeben, ein Scheißspiel!
Eher Tipp-Kick als Profifußball.
Warum tun wir uns als Zuschauer sowas eigentlich an?
Wer auf dem Spielfeld den Ball immer wieder ins eigene Tor kickt, verärgert nicht nur die eigenen Fans, sondern kämpft auch noch gegen die eigene Abwehr und wird mit dieser Spielweise sicher keinen Blumentopf gewinnen. Auch wenn sich die gegnerische Mannschaft vom ehemaligen Absteiger FC „Bimbes“ Oggersheim lange Zeit nicht entscheiden konnte, wie und an welchem Körperteil denn ihr Spielführer die Kapitänsbinde tragen soll.

Selbst wenn jetzt die Vertreter vom Seeheimer Senioren Sportclub Unterstützung für Rot-Grün heucheln, scheint die Lage dieses Vereins aussichtslos und der Abstieg unvermeidbar zu sein.

Um diese Seifenoperette zügig zu beenden kann der Spielführer vom  FC Chaos Rot-Grün nur noch die gelbe Kapitänsbinde mit den drei schwarzen Punkten abgeben, sich beim zahlenden Publikum für die miserablen Spielleistungen seiner Mannschaft entschuldigen, zur weiteren Schadensbegrenzung vom Platz schleichen und sich den Hirnschweiß aus dem ungefärbten Naturhaar duschen. Aber für einen Abgang dieser Art hat der nicht die Eier! Man wird ihn wohl vom Spielfeld tragen müssen.

Denn merke: "Wer auf dem Spielfeld herum foult und außerdem noch die zahlenden Zuschauer für doof hält und beschimpft, wird nicht nur mit der roten Karte verabschiedet, sondern hat auch noch Probleme körperlich unversehrt in die Kabine zu kommen.“

Ich sag’s ja immer – Politiker kannste nur kicken.
Haben Sie denn schon einen Tipp für diesen Kick?

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10.06.2005 um 05:45 Uhr

Amtseid

„Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es in einer politischen Ausnahmesituation zu unangemessenen Reaktionen und zu ausufernden Spekulationen kommt.“, hat der Bundesgerd in einer Erklärung anlässlich des Kasperletheaters verlautbart, das er mit seiner Ankündigung zur Stellung der Vertrauensfrage nach der verlorenen Landtagswahl in NRW auf den Spielplan dieser geplagten Republik gesetzt hat.
„Ich habe einen Amtseid geschworen“, heißt es in der Erklärung weiter, „aus dieser Verpflichtung ergibt sich für mich eine besondere Verantwortung. Der von mir und meiner Regierung eingeschlagene Weg der Reformpolitik ist nach meiner festen Überzeugung der richtige Weg, unser Land zu erneuern, den Wohlstand zu bewahren sowie dauerhaft soziale Sicherheit und Teilhabe zu garantieren. Ich werde mit ganzer Kraft dafür kämpfen, diesen Weg zum Wohle der Menschen in unserem Land fortzusetzen."

Diese Worte muss sich der Bürger dieser BRddr erstmal auf der Zunge zergehen lassen: „Ich werde mit ganzer Kraft dafür kämpfen, diesen Weg zum Wohle der Menschen in unserem Lande fortzusetzen.“
Mein lieber Freund, sie brauchen jetzt nicht zu lachen – der Mann meint das wirklich ernst.
Doch was er als seine Mission sieht, wirkt auf die Menschen dieses Landes nur noch als dümmliche Drohung.
Statt mit seinem Rücktritt einfach die Konsequenz aus sieben Jahren rot-grünem politischem Bockmist zu ziehen und dem Land eine derartige Seifenoper zu ersparen, wollte sich der Bundeskasper die Hauptrolle im Kampf gegen die bösen Schwarzen auf den Leib schneidern und zum Befreiungsschlag ausholen. Doch das ist heftig in die Hose gegangen, denn irgendwann während seiner Amtszeit hat der Bundesschröder den  Bezug zur Realität gänzlich verloren und vergessen was er dem Herrn Bundestagspräsidenten „Vater Abraham“ Thierse mit der Hand auf dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland versprochen hat:
„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."

Aus dem „so wahr mir Gott helfe“ ist dann sehr rasch ein „den Teufel werde ich tun“ oder etwas ähnliches geworden.
Das zeigt, dass sich zu der Realitätsferne auch noch Lernresistenz, Altersstarrsinn und Machtgeilheit gesellten. Dabei hätte er sich nur an seinen Amtsvorgänger erinnern müssen, der ihm die folgenden Worte mit auf den Weg gab:
„Neuer Bundeskanzler, ich wünsche Ihnen für unser Vaterland eine glückliche Hand. Sie übernehmen diese Aufgabe in einer Zeit mit ganz anderen Maßstäben und vor allem mit ganz anderen Herausforderungen als ich das damals erfahren habe vor 16 Jahren. Aber ich finde es hat auch - macht wenig Sinn, unentwegt die Geschichte zu versuchen neu zu schreiben."

"Sie sind Geschichte" hat ihm damals der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder geantwortet,  „Ich muss Ihnen ein Kompliment machen. Das Kompliment nämlich, dass die Art und Weise, wie Sie Selbstverständlichkeit und Normalität deutlich gemacht haben im demokratischen Wechsel, dass dies uns allen sehr geholfen hat. Sie haben zu Recht davon geredet, dass das Deutschlands Ansehen auch in der Welt im übrigen vermehrt hat. Und lassen Sie mich das so schlicht sagen. Ich verspreche Ihnen, in der Regierungserklärung werden Sie noch einmal lobend erwähnt - dann ist aber auch Schluss."

Nun kann man von Bundesgerd & Co. ja nicht gerade behaupten, dass die uns allen sehr geholfen haben. Und vermehrt hat sich während deren Amtszeit auch nicht das Ansehen, sondern nur die Zahl der Arbeitslosen, die Zahl der Gesetze und Verordnungen und die Zahl der Armen in diesem Land. Lobend erwähnen in der Regierungserklärung des nächsten Kanzlers muss man das wohl nicht.
Irgendwann muss einfach Schluss sein, auch wenn sich durch einen Regierungswechsel nur die Richtung wechselt, in der die kleinen Leute rasiert werden.

Mal sehen wie lange sich Angie „Missgriff“ Merkel an ihren Amtseid erinnern kann.

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09.06.2005 um 05:45 Uhr

Hirntod

„Hirntod eines Steuerschätzers“ könnte nach „Tod eines Handlungsreisenden
durchaus das Zeug zu einem Bestseller und Publikumsmagnet haben.
Leider gibt es das Stück noch nicht, aber vielleicht gelingt es ja mit diesen Zeilen einen jungen, begabten Autor zum Schreiben eines solchen Stückes zu inspirieren.
Wobei die Handlung vergleichsweise banal sein könnte, aber gespickt mit Kuriositäten, die sich zu Katastrophen und gegen Ende des Stückes sogar zu Tragödien steigern.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem 1. Akt.
Ein Gespräch zwischen Hans Glans, dem Finanzmanager der fiktiven Republik Absurdistan und seinem langjährigen Berater, Karl Censor. Beide sitzen spätabends an der Hotelbar des besten Hotels in der Landeshauptstadt.
 
Hans: Ich muss noch den Finanzplan für das nächste Jahr aufstellen, kannst du mir sagen wie sich die Steuereinnahmen entwickeln werden?
Karl: Wie viel Geld brauchst du denn?
Hans: Mehr als letztes Jahr, du weißt ja - wir brauchen Wachstum.
Karl: Wie viel mehr?
Hans (lacht): Wir nehmen alles, das weißt du doch. Also was soll ich in den Plan reinschreiben?
Karl (lacht auch): Langsam, langsam, so einfach ist das doch nicht. Du musst mich schon ein bisschen nachdenken lassen. So einfach ist das nun auch wieder nicht. Was hatten wir den letztes Jahr für eine Steuerschätzung?
Hans: Das hab ich nicht im Kopf, du weißt doch – mein Zahlengedächtnis!
Karl (lacht): Und meins erst!
Hans: Es war auf jeden Fall zu wenig, daran kann ich mich noch erinnern. Die Ausgaben waren höher als die Einnahmen und dadurch mussten wir dann einen Nachtragshaushalt machen.
Karl: Aber das ist doch normal. Das hast du doch in den Jahren zuvor auch gemacht. Das hat doch mit meiner Steuerschätzung nichts zu tun.
Hans: Jetzt reagier doch nicht gleich eingeschnappt. Es sagt ja auch niemand, dass das was mit dir zu hatte. Deine Steuerschätzung war in Ordnung, sie hat ja auch Klasse zu meiner Ausgabenplanung gepasst. War ja auch alles paletti. Die Wirtschaft hat sich nur schlechter entwickelt, wie wir das geplant hatten. Können wir doch nix für.
Karl: Hast ja eigentlich recht. Bei uns war alles OK. Mit Steuerausfällen in dieser Höhe konnte wirklich niemand rechnen. Noch nicht einmal wir.
Hans (lacht): Steuerausfälle... ich lach mich tot. Ich find das Wort fast noch besser wie „Neuverschuldung“. Mit den beiden Wörtern kannst du alles erklären. Und wenn einer aufmuckt und nachhakt, dann wirft man noch „Steuerreform“ und „Nachhaltigkeitsfaktor der Sozialsysteme“ in die Diskussion. „Demographischer Stabilitätspakt“, „Subventionsabbau und Arbeitsmarkreform“ und „globalisierter Generationenkonflikt“ sind auch nicht schlecht.
Karl: Ja ich weiß. Manchmal tun mir die Jungs aus den Wirtschaftsredaktionen der Tageszeitungen und der Manager Magazine richtig leid. Du kannst ihnen richtig ansehen, ab wann sie den Faden verlieren. Die hatten ja schon mit der Umstellung von DM auf EURO ihre Probleme.
Hans: Also komm, schweif jetzt nicht ab, was soll ich jetzt in den Haushaltplan reinschreiben?
Karl: Gegenfrage – wie viel brauchst du denn?
Hans: Ich brauch Wachstum, das verlangt der Kanzler als Beweis für den Erfolg seiner Wirtschaftspolitik von mir.
Karl (lacht): Ich weiß ääähhm – aber ich äußere mich dazu jetzt lieber nicht. Wir hoch möchte den der Kanzler sein Wirtschaftswachstum haben?
Hans: So hoch, dass wir kein Defizit im Haushalt haben!
Karl: Ach du grüne Neune! Das kauft uns doch kein Mensch ab.
Hans: Hab ich ihm auch gesagt. Aber du kennst ihn ja. „Ihr macht das schon“, hat er gesagt
Karl: Der ist gut. Aber mit der Masche hat er ja bisher Erfolg gehabt. Also, Hans, machen wir Nägel mit Köpfen, bevor wir sie zum Nachdenken und Heißreden benützen müssen. Also wie viel Wachstum brauchst du?
Hans: Du legst vor, schließlich wirst du für deine Steuerschätzung ja auch fürstlich bezahlt.
Karl: Das war jetzt unnötig. Ich darf dich daran erinnern, dass du deinen Job auch nicht aus reiner Nächstenliebe machst.
Hans:  Bist du jetzt fertig mit jammern? Kann ich jetzt eine Zahl zwischen 5 und Zehn von dir hören?
Karl (ungläubig): 5 – 10% Wirtschaftswachstum?
Hans: Logo! Das sind die Erfolge unserer kontinuierlichen Wirtschaftspolitik. Der Kanzler meint, dass sich die Reformen jetzt endlich mal auszahlen sollten. Außerdem ist bald wieder Wahl.
Karl: Wiederwahl?
Hans: Nicht Wiederwahl, sondern wieder Wahl! Du musst auf den kleinen Unterscheid achten. Über Wiederwahl reden wir erst wenn es soweit ist. Andere Kanzler waren 16 Jahre an der Regierung und DIESER Kanzler will ins Guinnessbuch der Rekorde. Also kann ich jetzt deine Zahl haben.
Karl: Ich muss jetzt erst mal pinkeln geh‘n. Sei doch so nett und bestell mir noch ein Bier.

Soviel sei noch verraten, dass sich im Laufe des Abends die Lage zuspitzt und es zu heftigen kontroversen Verbalattacken kommt. Die Lage eskaliert schließlich, als am späteren Abend der Kanzler mit Gattin eintrifft und sich mit seinem geballten wirtschaftlichen Knoff Hoff unterstützt durch mindestens 90 Kilogramm Kampfgewicht in die Diskussion einmischt.
In den frühen Morgenstunden wird die „leblose Leiche“ des Beraters Karl Censor mit heruntergelassenen Hosen sitzend auf einer der Gästetoilette gefunden, deren Wand vollgekritzelt war Notizen zu Wachstum und gegenseitiger Befruchtung.
Als Todesursache soll der „plötzliche Hirntod“, eine unter Beratern sehr häufige Krankheit, verantwortlich sein. Es handelt sich dabei um eine Fehlfunktion überlebenswichtiger Organe, die sich nicht entscheiden können, über welche Körperöffnung das Ergebnis des beraterseitigen Nachdenkens ausgeschieden werden soll.
Durch diesen Konflikt kommt es zu einer Art Verklemmung lebenswichtiger Körperteile, einem (informationstechnologischen) „Deadlock“, der schließlich zum „plötzlichen Hirntod“ führt.

Ein kleiner Tipp meinerseits noch am Rande: „Gegen Ende des letzten Aktes eskaliert die Lage und es kommt zu den wüstesten Beschimpfungen und Beschuldigungen. Echte Action, ein wahrer Politthriller, unbedingt sehenswert“.
Derzeit läuft in den abendlichen Nachrichten der öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehanstalten die entschärfte, jugendfreie Version.
Einfach mal reinsehen, es ist echt zum Kringeln.

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08.06.2005 um 05:45 Uhr

Finanzminister

Ab einem bestimmten Lebensalter denkt sich mancher Bürger dieser Republik, dass er eigentlich schon alles erlebt hat und durch nichts mehr überrascht werden kann.  Besonders nach sieben Jahren rot-grüner Regierungsverantwortung, die doppelt und dreifach zählen,  ist man doch schon ziemlich abgehärtet und Schlagzeilen in den Medien wie „Abgeordnete diskutieren Biergartenöffnungszeiten“ überraschen selbst bei knapp 5 Millionen Arbeitslosen nicht mehr. Positiv wird auch aufgenommen, dass trotz eines Haushaltlochs von 12 Milliarden Euro dem Bundestag noch Zeit bleibt um sich mit den Zuverdienstmöglichkeiten eines ALGII-Beziehers zu beschäftigen, der nun 20% seines Zusatzverdienste behalten darf und nur noch 80% abgeben muss. Diese innovative Regelung zur Schaffung von Arbeitslust bedeutet für einen ALGII-Bezieher, der zum Beispiel als Vorstand einer Aktiengesellschaft 200.000 Teuronen im Jahr zuverdient, dass ihm unter dem Strich immerhin 40.000 Euro bleiben.

Und bei der Debatte um die Mehrwertsteuererhöhung wird zur Veranschaulichung der Verharmlosung sehr gerne das Beispiel mit dem Matchbox-Auto zu 1,75 Euro verwendet, das nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 20% wohl so um die 1,80 Euro kosten wird. Und was eine Kugel Eis kosten wird, kann sich wohl jeder Steuerzahler selber ausrechnen. Gleiches gilt natürlich auch für Waschmaschinen, Auto, Fernsehgeräte, Benzin und Strom. Wegen der paar Cents muss man nun wirklich nicht gleich auf hohem Ross rumjammern und sich Gedanken um die eigene wirtschaftliche Lage machen.

Gedanken machen sich jetzt die EU-Finanzminister. Nicht zum ersten Mal, nein schon zum zweiten Mal haben sie eine für Finanzminister äußerst wichtige Angelegenheit diskutiert. Wer jetzt auf die Einhaltung des Stabilitätspaktes und öffentliche Auspeitschung des deutschen Finanzministers wegen erwiesener Unfähigkeit getippt hat, - liegt leider falsch. Wobei die Versteigerungserlöse der Eintrittskarten zu einer derartigen Veranstaltung,  sicher die Finanzsituation der von den rot-grünen Heuschrecken geplagten Republik schlagartig entkrampfen würden.

Nein, die EU-Finanzminister streiten über eine Abgabe auf Flugtickets. Diese Sonderzahlung soll zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit eingesetzt werden. Nun muss ich zugeben, dass es meiner Aufmerksamkeit entgangen war, dass viele Säuglinge durch Flugzeuge sterben. Auch  war ich ja schon immer, entgegen vielen anderen Erfahrungsberichten, der Meinung, dass Sex in einer Flugzeugtoilette nicht unbedingt ein Vergnügen sein muss. Dass es dabei auch noch zu einer Schädigung des zu zeugenden Embryos kommen könnte, war mir nicht bewusst. Prinzipiell wäre also zur Prophylaxe eine entsprechende Abgabe für die Nutzung einer Flugzeugtoilette vom bevölkerungspolitischen Standpunkt nach dem Verursacherprinzip durchaus vertretbar. Das könnte man aber auch ganz einfach durch einen Münzautomaten an der Toilettentür, eventuell verbunden mit einem Münzwechsler, erreichen. Längere Nutzungszeiten, zum Beispiel auf Langstreckenflügen,  könnten sicher auch mit Kreditkarte bezahlt werden oder dem „Frequent Traveler“ würden die  „Hoppel-Meilen“ gleich vom Meilenkonto abgebucht.

Nun sollte man sich als Bürger eines Landes, dessen Bevölkerung unter massivem Geburtenrückgang leidet und (angeblich) vom Aussterben bedroht ist, eigentlich nicht über Maßnahmen zur Bekämpfung der Sterblichkeitsrate von Neugeborenen lustig machen.
Aber ich kann mich, besonders unter Berücksichtigung der Tatsache, dass diese Angelegenheit von den Finanzministern diskutiert wird, nicht des Eindrucks erwehren, dass es doch nur um einen Vorwand handelt um noch mehr Steuern und Abgaben bei den Bürgern abzuzocken.
Man sucht sich einfach nur eine gewisse Bevölkerungsgruppe (Autofahrer, Rentner, Besserverdienende usw.) und bringt diese mit der Finanzierung einer edlen Tat in Verbindung.
Dann traut sich kein Mensch daran Kritik zu üben.

Außer mir, denn ich hasse Flugzeugtoiletten – und Finanzminister.
Über deren öffentliche Auspeitschung werde ich noch ein bisschen nachdenken und die Vorteile einer solchen Maßnahme in einem Arbeitspapier zur Diskussion stellen.
Vorab bin ich für Anregungen und Vorschläge zu diesem interessanten Thema äußerst empfänglich.

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07.06.2005 um 05:45 Uhr

Gen

Ich gebe es zu!
Ja, auch ich bin nicht ohne Fehl und Tadel. Das ist vermutlich gen-etisch bedingt. In meinen Erbanlagen muss irgendwann in grauer Vorzeit ein Gen mutiert sein. Vielleicht hat sich das Gen gedacht: „ich will jetzt mal woanders hin gen und nicht nur immer mit den anderen Genen hier rum hän-gen. Ist ja voll tote Hose so“.

Ja und das hat das Gen dann offensichtlich gemacht, denn ich scheine einen Gen-Defekt zu haben. Das haben übrigens viele Menschen, manche haben zum Beispiel einen überstarken Gen-italtrieb, andere sind besonders photo-gen. Solche Abartigkeiten findet man nicht nur bei Individuen, sondern bei ganzen Gen-erationen. Nicht nur bei Erdenbürgern sondern auch bei den Heili-gen.

Gen-erell besonders schlimm dran sind ja die Scheinheili-gen.
Von dieser Sorte dem irdischen Geschehen entfremdeter Außerirdischer kennen sie doch sicher auch welche, oder?  
Na klar, denken sich doch mal nur an den chronisch blanken Hans mit der hohen Stirn, mit dem Nachnamen eines männlichen Körperteils, das ich in Anbetracht der möglicherweise sehr zahlreichen jugendlichen Leser meiner Briefe hier jetzt nicht nennen möchte.

Selber Herr hat der Presse erzählt wie er sich die Stopfung seiner Löcher im Haushalt vorstellt.
Einfach gen-ial: "Ohne mich vor der Steuerschätzung auf Zahlen festle-gen zu wollen: Wir werden weniger Steuern einnehmen, weil die Wirtschaft langsamer wächst. Hinzu kommt, dass we-gen der hohen Arbeitslosigkeit, der Zusatzkosten beim Arbeitslosengeld II und der schleppend anlaufenden Vermittlung von Arbeitslosen mehr Geld für den Arbeitsmarkt nötig sei. Außerdem solle die private Finanzierung von Fernstraßen erleichtert werden. Künftig sollten Firmen, die Straßen bauen und betreiben, die Höhe der Nutzungsgebühren für Autofahrer selbst festle-gen können. Die Tarife müssten sie nur noch von den obersten Landesstraßenbaubehörden mit Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums gen-ehmigen lassen. Durch Partnerschaften könnten Effizienzgewinne und damit Kosteneinsparun-gen zwischen 10 bis 20 Prozent erzielt werden.“

Also gen-erell oder so, könnte ich solche Dummschwätzer ja umbrin-gen doch spontan fällt mir da der Götz von Berlichin-gen ein.
Aber der Vergleich hinkt, weil dem Götz hat ja nur eine Hand gefehlt, ansonsten war der ja gesund.

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06.06.2005 um 05:45 Uhr

Neuwahlen

Streng vertraulich hat der Bundesgerd dem Bundeshotte Köhler innerhalb 20 Minuten das Versagen der Rot-Grünen Regierung in den letzten sieben Jahren verklickert.
Es gebe ihm gegenüber, so der Bundesgerd in dem persönlichen Gespräch,  „ein erhöhtes Erpressungspotential in der Fraktion und in der Koalition. Die Kritik an seinem Reformkurs nehme ständig zu und seine Regierungsmehrheit sei instabil“. So steht das im Spiegel.
Weiter erläuterte Schröder dem Bundesköhler, «dass er sich auf seine Fraktion auch bei der beabsichtigten Vertrauensfrage nicht mehr verlassen könne. Diejenigen, die ihm misstrauten, würden das nicht durch ihr Abstimmungsverhalten dokumentieren wollen. Diese Parlamentarier könnten möglicherweise seine "Absicht konterkarieren". Daher sei geplant, dass die Kabinettsmitglieder geschlossen gegen ihn stimmen würden. Falls der Präsident den Bundestag nicht auflösen werde, denke er keineswegs an Demission, teilte Schröder dem Präsidenten zum Abschluss des Gesprächs mit: "Dann bleibe ich selbstverständlich im Amt“.»

Man muss sich derart wirres Zeug schon mehr als einmal durchlesen um die „Message“ zu verstehen: „Ich habe fertig, keiner traut mir, keiner mag mich, aber egal wie – ich muss Kanzler bleiben. Und jetzt Hotte mach mal zu“.

Bundeshotte Köhler muß eigentlich schön blöde sein, wenn er diesem durchsichtigem Konstrukt sehr rasch seinen präsidialen Segen geben würde, denn dass Schröder geht oder gegangen wird, ist so klar wie Kloßbrühe. Es dreht sich nur noch um den Zeitpunkt wann.  
Im Gespräch wird als möglichen Termin für Gerhards Verabschiedung mehrheitlich der 18. September genannt. Eine Woche früher wäre ja auch zu symbolträchtig, auch wenn dem noch amtierenden Kanzler ein gewisser Hang zu Katastrophen nachgesagt wird.



Ich persönlich verstehe ja nicht ganz, was sich der Bundesgerd von vorgezogenen Neuwahlen verspricht, denn in allen möglichen Szenarien über den Ausgang dieser Wahl ist eigentlich kein Platz mehr für einen Bundeskanzler namens Gerhard Schröder. Egal welche Kombination von Parteien die nächste Wahl auch ergeben wird, ob Schwarz-Rot, Schwarz-Gelb, Schwarz-Grün-und andere. Dass Rot oder Rot-Grün oder Rot-irgendwas nochmals eine Mehrheit bekommt und den Kanzler nominieren kann, darauf werden doch nun wirklich nur noch Gehirnamputierte mit totalem Realitätsverlust spekulieren.

Und jeder Regent mit einem Rest Anstand im Leibe würde aus einer derartigen Lage die Konsequenz ziehen, sich selbst die Kugel geben oder in sein Schwert stürzen, sofern er das nicht auch schon verkauft hat.
Doch den Bundesgerd werden wir beim (oder nach dem) Sturm auf das Kanzleramt erschießen und aus dem Amte tragen müssen.
Und mit Angie „Missgriff“ Merkel und den schwarzen Bimbeskofferträgern und Amigos machen wir das auch so, wenn sie glauben so weitermachen zu können, wie die rot-grünen Genossen.

Aber jetzt muss der Bundeshotte Köhler das Spiel vom Bundesgerd erst mal mitspielen.
Bei allen verfassungsrechtlichen Bedenken wird er dabei auch daran denken, wer ihm das höchste Amt im Staate zugeschanzt hat. Erinnern wir uns doch kurz zurück. Das war nicht der Mann in Nöten, der amtierende Kanzler, sondern die Kanzlerkandidatin.
Und wenn die so klug ist, wie sie tut – dann wird die es sicher nicht so eilig haben mit der Machtübernahme, denn ein schlüssiges Programm für die Zeit nach der Wahl hat sie auch nicht und nur ein bisschen „Deutschland“ dienen wollen reicht nicht.
Doch die Zeit arbeitet für sie und gegen Rot-Grün, die eine Landtagswahl nach der anderen verlieren und keine Mehrheit mehr im Bundesrat haben.
So darf der Bundesgerd natürlich noch ein paar Monate im Amt bleiben, weiterwursteln und sogar auf europäischer Ebene dicke Backen machen.
Angie „Missgriff“ Merkel kann seelenruhig zusehen, wie er sich die Schlinge am Hals immer weiter zuzieht. Selbst wenn Schröder noch versuchen sollte, sein Kabinett durch den Rauswurf einiger Luschen (in alphabetischer Reihenfolge) Clements, Eichel, Schmidt und Stolpe aufzupeppen, so wird ihm das sicher im siebten Jahr der rot-grünen Ehe auch nichts mehr helfen.

Es wird geschieden werden, was sich als zu klein und stumpig für die Probleme dieses Landes erwiesen hat.  Aber solange darf der Zwerg mit der großen Klappe „selbstverständlich noch im Amt bleiben“.
Viel größer kann der Schaden den er angerichtet hat, ja wohl nicht mehr werden!

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03.06.2005 um 05:45 Uhr

GEZ noch?

GEZ noch, oder GEZ nimmer?
Also, wenn ich mich so unter Bekannten und Freunden umhöre und herumlese, dann mehren sich die Stimmen, die meinen, so gez nimmer weiter.
Oder halten Sie es für sinnvoll für eine Zeitung zu bezahlen, die Sie gar nicht lesen. Oder oft sogar, gar nicht lesen können.

Das macht ja keinen Sinn. Zumindest nicht für Sie! Stellen Sie sich mal vor, da würde Ihnen ein Zeitungsverlag jedes Quartal einen größeren Geldbetrag vom Konto abbuchen, ohne Ihnen jemals eine Zeitung zu liefern. Und Sie müssen nur deshalb bezahlen, weil Sie einen Briefkasten haben, in den Sie sich  - zumindest theoretisch - eine Zeitung einwerfen lassen könnten.

Das ist ungefähr das gleiche System, wie bei unseren Politikern, nur halt genau anders rum.
Die brauchen auch nichts abzuliefern und bekommen trotzdem von allen Seiten erkleckliche Sümmchen aufs Konto überwiesen. Und wenn sie gefragt werden, wo denn das Geld herkommt, dann haben sie keine Ahnung: „Waaas? Auf meinem Konto? Das kann ich mir aber gar nicht erklären! Da bin aber überrascht! Selbstverständlich werde ich das sehr sorgfältig prüfen lassen! Aber sicher wird das alles seine Richtigkeit haben!“
Die Jungs tun doch gerade so, als würden sie keine Kontoauszüge von ihrer Bank zugeschickt bekommen oder sich nie um ihr Konto kümmern, solange sie sich im Dienste der Republik aufreiben. Also ich weiß nicht, wie es bei Ihnen ist, aber ich muss schon ab und zu mal auf mein Konto gucken um zu sehen was da so abgeht, wobei naturgemäß die Zahlungseingänge erheblich übersichtlicher sind als die Zahlungsausgänge. Aber das scheint mich und vielleicht auch Sie, von Berufsstand der Politiker zu unterscheiden, denn auf deren Konten scheinen die Zahlungseingänge wesentlich unübersichtlicher zu sein. Könnte vielleicht daran liegen, dass Politiker bei den Banken Konten mit Soll und Haben besitzen und so kleine Würstchen wie Sie und ich haben halt das standardmäßige Sollgehabthaben-Konto mit automatischer Lastschriftermächtigung fürs Finanzamt..
 
Zahlen Politiker eigentlich auch GEZ Gebühren, oder profitieren sie als Verbalartisten und Berufskomiker von den zwangsweise abkassierten Lizenzgebühren?
Also auf Grund des gebotenen Unterhaltungswertes unseres Polittheaters könnte man sich durchaus mit einer gebührenden Alimentierung dieser Spezies anfreunden. Aber müssen wir das unbedingt als Pauschale machen? Wäre nicht eine Entlohnung nach Leistung das zeitgemäßere Modell?
Ein Vortrag von Superwolli Clement „Ich und der Aufschwung“ ist immer für einen bundesweiten Brüller gut und sollte entsprechend honoriert werden, auch wenn Superwolli ein Naturtalent zu sein scheint, dem solche spaßigen Einfälle in Massen zufliegen.
Mit einem solchen Verdienstmodell wäre die Gesundheitsulla mit ihren Ärztewitzen sicher unter den Spitzenverdienern. Knapp gefolgt vom Verkehrsmanni und der Serie „Stadt, Land, Stuss“.

Oder denken Sie mal an den Außenjoschka.
Wenn der sich vor die Kamera walzt, dann ist der Zuseher doch von der asketenhaften Leichtigkeit eines Marathonläufer auf dem Weg um sich selbst immer wieder begeistert. Haben Sie bemerkt, dass der Joschka immer aussieht als würde er versuchen oben über die Brille zu gucken? In Wirklichkeit versucht er aber über seine Wampe zu linsen, weil er seine Turnschuhe nicht mehr sehen kann. Man müsste ihm mal sagen, dass ihm diese Stellung ein hässliches viertes Kinn verschafft und ich persönlich finde, - das ist jetzt aber meine persönliche Meinung – er hat dann immer eine gewisse Ähnlichkeit mit Altbundeskanzler Helmut Kohl. Wenn man sich den Kopf wegdenkt, meine ich.
 
Und vergessen Sie den Münte nicht. Der wird wirklich oft verkannt.
Ja, ok, seine Art von Humor ist nicht jedermanns Sache.
Aber wenn man genau hinhört, dann ... 
Und dann noch dieses Gesicht dazu ...
Dieses süffisante Lächeln ...
Einfach Klasse!
Für den, der’s mag!

Ob sich so ein System aber für unseren Bundesgerd auszahlen würde, das wage ich dann doch zu bezweifeln, denn dessen Scherze waren auch schon mal besser, seit die Medien seinem Hund eine bessere Einschaltquote zurechnen. OK, die Idee mit dem Atomkraftwerk nach China war nicht schlecht. Aber damit sollten wir vielleicht noch warten bis die EU mit dem LKW auf dem Landweg direkt nach China liefern kann.
Allein mit den Einnahmen aus der Autobahnmaut könnte man dann den Amerikanern Alaska abkaufen und den Staatshaushalt der gesamten ostvereiterten EU sanieren. Außerdem könnte der Bundesgerd seinem Freund Chirac ein neues Volk kaufen und Holland fluten lassen.

Aber bevor ich jetzt ins Schwärmen und in Fahrt komme, zurück zur GEZ.
Wie, Sie haben von der GEZ noch gar nichts gehört und der Gebühreneinzugsvollstreckungsbeamte stand auch noch nicht vor der Wohnungstür, wie bei einer lieben Freundin?
Ja nennen Sie denn kein zum Empfang von elektromagnetischen Wellen oder digitalen Signalen geeignetes Empfangs- und Wiedergabegerät ihr eigen?
Ach Ihr Empfang ist gestört! Seit diese neuen Sender 9Plus, TRT, LKA, BKA und MAD und wie die sonst noch alle heißen, ihren Betrieb aufgenommen haben, kommt es bei Ihnen zu unerklärlichen Frequenzmodulationen und Interferenzen.
Sie hören überall Geisterstimmen und die Mikrowelle schaltet sich auch von ganz alleine ein und aus?
Das muss aber nicht unbedingt an Ihnen liegen!
Das könnte auch damit zusammenhängen, dass die Bundesregierung zur Vermeidung von Reibachverlust die Zusammenlegung von GEZ, Telekommunikation, Bundesnachrichtendienst und Energieversorgung beschlossen hat.
Das dazu neu geschaffene Bürgerregulierungsministerium (BRM)  hat jetzt festgelegt, dass private Stromverbraucher vom Versorgungsunternehmen zwangsweise automatisch eingeschaltet werden dürfen, um die Belastungsspitzen in den Leitungsnetzen besser zu verteilen und zu einem ökonomisch gleichmäßigen Stromverbrauch zu kommen. Um dieses System verbraucherfreundlich zu gestalten, hat man sich dazu entschlossen, die Energiekosten nicht mehr nach tatsächlichem Verbrauch abzurechnen, sondern über eine Kopfpauschale je Haushalt. Wenig Beachtung hat in der Bevölkerung die Tatsache gefunden, dass bei Versorgungsengpässen auch Stromverbraucher zwangsweise und ohne vorherige Ankündigung abgeschaltet werden dürfen. Dabei ist eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Reihenfolge einzuhalten: Licht, Herd, Kühlschrank, Solarium, Herz-Lungen-Maschine.
Selbstverständlich entsteht in solchen Fällen kein Recht auf Rückerstattung oder Minderung der Gebühren, wobei sich dieses Problem bei Abschaltung einer Herz-Lungen-Maschine auch sicher nicht stellen wird.

Ab 2006 soll das System flächendeckend auch für die Telekommunikation eingeführt werden. Egal ob Sie telefonieren oder nicht, Sie zahlen einfach einen festen Betrag für Festnetz und Handy. Allerdings müssen Sie dazu eine Abbuchungsgenehmigung für ihr Konto unterschreiben.

So wie bei der GEZ halt. Da wird doch auch GEZwungen, EinGEZogen, EinGEZahlt und AbGEZockt
Also GEZ doch und es murrt keiner!
Aber damit ein bisschen Freude aufkommt, könnten sich ja schon mal den obigen Sticker ausdrucken, ausschneiden und an ihre Wohnungstüre kleben. :-)

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