Machopan - Rauchzeichen

17.09.2005 um 17:47 Uhr

After Eight

 

Hauchdünn, wie ein Schokoblättchen der Marke „After Eight*“  wird am Wahlsonntag kurz nach acht Uhr in den Hochrechnungen der Vorsprung der Sieger vor ihren Verfolgern sein.
Zu diesem Ergebnis kommen die Umfragen verschiedener Meinungsmachungsinstitute, die sich in den letzten Tagen mit der „Sonntagsfrage“ repräsentativ durch die wahlberechtigte Bevölkerung gefragt haben.
Was wäre, wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre?“ lautet die gern gestellte Frage um sich einen Eindruck über die politische Stimmung im Lande zu verschaffen. Natürlich kann man nicht alle Wahlberechtigten fragen, sondern nimmt sich einen „repräsentativen“ Querschnitt vor und rechnet sich dann das Umfrageergebnis auf alle Wählberechtigten hoch und zurecht.
„Hauchdünn“ soll demnach das Ergebnis sein, das sich am Abend des Wahlsonntags „After Eight“ aus allen Medienkanälen über die Republik ergießen wird.

Wer wird wohl als Erster die Arme hochreißen und rotzfrech in die Mikrofone behaupten, dass die Wähler sich eindeutig für die Politik seiner Partei entschieden haben, während der Andere behauptet, dass es wohl nicht gelungen sei, dem Wähler die Inhalte der Politik seiner Partei zu vermitteln.

Die Angie wird sich nicht nur wegen der Schweißflecken unter den Armen bemühen die Ellenbogen am Oberkörper zu halten, sondern auch um das apricotfarbene Jäckchen nicht über die etwas fülligen Hüften hochrutschen zu lassen.
Der Bundeskasper dagegen hatte mit dem Hochreißen der Arme noch nie Probleme, weil ja kaum jemand wusste, dass er damit nur zeigen wollte, wie groß der Schuldenstand und die Probleme der Republik unter seiner Regentschaft noch werden würden.
Beim Aussenjoschka würden hochgerissene Arme sicher aussehen, wie die Flugversuche eines Pinguins und der Herr Stoiber wird die Arme wohl bis zum amtlichen Endergebnis unten lassen, denn er hat dem „Zufrühfreuen“ schon mal schlechte Erfahrungen gemacht.

Zu früh gefreut haben sich wohl auch etwa 50.000 türkischstämmige Deutsche,  die glaubten für den Fall der Fälle nicht auf ihren türkischen Zweitpass verzichten zu können. Denn wer einen zweiten Pass hat, ist kein Deutscher und hat damit kein Recht auf einen deutschen Wahlzettel sein Kreuz zu machen. Nur in Kreuzberg wohnen reicht dazu halt nicht.

Bei rund 60 Millionen Wahlberechtigten und einer Wahlbeteiligung von etwa 80% werden wohl so um die 48 Millionen der wahlberechtigten Deutschen zur Wahl gehen, um ihr Kreuz zu machen und es dann den Urnen zu übergeben.
Die absolute Mehrheit wird also die Partei bekommen, für die sich mehr als 24 Millionen oder 40% der Wähler entscheiden.
So einfach wird aus einer demografischen Minderheit eine demokratische  Mehrheit.

Aber wir wollen jetzt so kurz vor der Wahl der Qual, nicht über konzeptionelle Mängel in unserer Staatsgebilde lamentieren, sondern uns mit den „richtigen“ Problemen beschäftigen.
Zum Beispiel mit dem Hochrechnen. Mir als Mann gefällt dieses Wort ja ganz besonders gut, denn bis auf Erektionen kann man(n) so ziemlich alles „hoch“ rechnen.
Und - sind wir doch mal ganz ehrlich:
„Mit den Wählerstimmen verhält es sich doch eigentlich wie mit den männlichen Erektionen, denn sie nützen überhaupt nichts, wenn man sie nicht zum richtigen Zeitpunkt hat. So mancher Möchtegernpornodarsteller, der glaubte von seiner Potenz gut leben zu können, hat da schon so seine Erfahrungen machen müssen.“

Und jetzt warten wir halt mal bis zum Sonntag Abend.
Eben bis „After Eight*“ und hoffen dass es ein schöner Abend wird.

Wegen der Mehrfachnennungen von "After Eight" bitte ich um Entschuldigung,  aber ich beabsichtige mit dem Hersteller dieser stimulierenden Süßigkeit, mit der ein Lord seine Lady am Abend in Stimmung zu bringen versucht, einen hochdotierten Werbevertrag abzuschließen. Daher Daumen drücken. .

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16.09.2005 um 05:45 Uhr

Am Wahlabend

Noch zweimal schlafen und dann mein Freund, haben wir die Bescherung.
Am Wahlabend werde ich mir aber die Freudentänze der Sieger, die belämmertern Gesichter der Verlierer und die beiderseitigen dümmlichen Argumentationen über das „Warum und Wieso“ verbunden mit den Hinweisen, dass man das Wahlergebnis, das Wahlverhalten und die Wählerströme erst „analysieren“ müsse, nicht antun.

Mir ging das Wahltheater in den letzten Wochen und Monaten, seit der Bundeskasper nach der verlorenen Wahl in NRW die beleidigte Leberwurst spielte, echt auf die männlichen Weichteile.
Ich habe die Diskussionsrunden, Duelle und Streitgespräche mit den ewig gleichen Pappnasen und den ewig gleichen tumben Sprüchen einfach satt. Letztendlich schien die Nation vollständig verdrängt zu haben, warum Neuwahlen als letzte Möglichkeit zum Machterhalt und Ausweg aus einem politischen und wirtschaftlichen Desaster erscheinen.
Über „verlorene Mehrheiten verursacht durch eine verfehlte Politik und verlorenes Vertrauen in der Bevölkerung“ habe ich die Regierungsparteien nie reden hören. Statt dessen immer nur die Diffamierung des politischen Gegners, der sich mit seinem rasch zusammengekratzten Kompetenzteam auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert und keine echte Alternative und Neubeginn für dieses geplagte Land darstellt.
Was man der Angela, der Jungfrau aus der Uckermarck, die zur Rettung des Vaterlandes angetreten ist, mit ein bisschen Naivität vielleicht noch abnehmen kann, sofern man den Glauben an das Gute im Menschen noch nicht ganz verloren hat, das geht schon bei dem ergrauten Provinzfürsten aus der bayrischen Amigoszene schief. Bis auf ein neues Gesicht, über das sich der politische Gegner  dann auch gleich heftig das Maul zerrissen hat, besteht die Mannschaft des schwarzen Teams überwiegend aus abgebrühten Wiederholungstätern.

Team Gelb, bei der letzten Wahl noch im Guidomobil unterwegs und zu etlichen Späßen und Streichen aufgelegt, gibt sich diesmal kämpferisch bereit zur Machtübernahme und wird doch wieder nur den Waagscheißer für die anderen Parteien spielen. Hauptsache ist doch, dass man sich im Wahlkampf durch markige Reden in Szene setzen kann um dann wieder vier Jahre lang ins politische Koma zu fallen und sich in der Bedeutungslosigkeit einzurichten.

Team Rot-Grün hat ja gleich zu Beginn des Wahltheaters betont, dass es sich an der Agenda2010 festhalten will, wie Schiffbrüchige an den letzten Wrackteilen ihrer Sklavengaleere. Allen voran „Ihre Gottheit Gerhard von Schredder, lernresistenter Meister der Selbstbeweihräucherung und der fehlenden Selbstkritik.
Sein allseits gefürchtetes Gruselkabinett umfasst außerdem (unter anderem):
  • die Gesundheitsulla, Deutsche Meisterin im Beitragsprozentrechnen
  • den Finanzhans, Dyskalkulieexperte in permanenten finanziellen Ungereimtheiten
  • den Verkehrsmanfred, vom politischen Geisterfahrer zum Mautprellerfänger umgeschult
  • Superwolle „Mario“, Meister des erahnten Aufschwungs
  • der Innenschily, außen Minister - innen chili
  • Ihre hängebackige Überheblichkeit, der Aussenjoschka auf dem Weg zu sich selbst
  • Trittin, Umweltguru und Erfinder des Dosenpfands
  • die kühne Ernährungsrenate
  • Mutter Renalda Blamage de Nation, die Blonde mit den großen Herzen
  • Buh, die edle Mahnerin für Verbildung und Verblödung
  • den Verteidigungspeter, der letzte Zinnsoldat
Was als billige Seifenoper begann hat sich zwischenzeitlich zur offenen Schlammschlacht mit unvorhersehbarem Ausgang entwickelt und am Sonntag läuft unter hoher Medienbeteiligung das finale Catch-as-Catch-can ohne wirklichen Unterhaltungswert und mir würde dabei vermutlich nur das Messer im Sack aufgehen.
Diesen Unterhaltungswert werde ich mir daher bei einem Konzert mit Bryan Adams und „Cuts like a Knife“ gönnen.
Da weiß ich, was ich für mein Geld bekomme.

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15.09.2005 um 05:45 Uhr

Blowjob

Dass es auf Frankfurter Brücken witterungsbedingt teilweise heftig zieht, ist außerhalb von Frankfurt (am Main) kaum bekannt. Dass es in Frankfurt, vor allem im Bahnhofsviertel, auch in geschlossenen Räumen bläst, das weiß zumindest ein Großteil der (männlichen) Frankfurter.  

Aber wenn auf Frankfurter Brücken einmal heftig geblasen wird, dann überschlagen sich die Medien der Republik mit ihrer Berichterstattung. Da fegt der Wind durch den Blätterwald und sorgt für steigende Verkaufzahlen.
Fast drei Jahre haben die Ermittlungen über den (erzwungenen?) oralen Verkehr auf einer Frankfurter Brücke zwischen Fahrbahnrand und Brückengeländer gedauert.
Nein, es war nicht Monica Lewinsky, die hier vor ihrem Präsidenten in die Knie gegangen war um ihrem Dienst am Vaterland nachzukommen.
Diesmal war es eine bislang unbekannte Frankfurterin, die sich in den frühen Morgenstunden eines Sommertages im Jahre 2002 auf eben dieser Brücke (erfolgreich?) um ein Frankfurter Würstchen bemühte.

An sich kein Problem, das geschieht täglich millionenfach auf der Welt. Schließlich ist es das Schicksal eines Frankfurter Würstchens sein irdisches Dasein in irgendeiner Rachenhöhle zu beenden. Dennoch hat sich bis heute noch kein Würstchen beklagt.
Beklagt hat sich die Frankfurterin!
Einige Monate nach der Begegnung mit dem Würstchen hat sie einer/einem  Bekannten am Telefon erzählt, sie wäre gezwungen worden.
Nein, nicht von Würstchen, sondern von dem Mann der hinten am dem Würstchen dran hing.
Dieser Mann, ein bekannter TV-Moderator, soll sie an besagtem Tage, auf besagter Brücke, zu besagter Uhrzeit gezwungen haben, das zu heiße Würstchen durch Blasen zu kühlen und ihm Linderung zu verschaffen.

An sich kein Problem, wenn da nicht zufälligerweise die Polizei mit in der Telefonleitung gewesen wäre und unter Wahrnehmung der ihr vom Gesetzgeber aufgegebenen Pflicht zur Aufrechterhaltung von Zucht und Ordnung beim öffentlichen Verkehr, eine Straftat vermutet hätte. War doch schon die männliche Forderung nach einem Blowjob an seine ihm angetraute Gattin, sogar in den heimischen vier Wänden, vor Jahren noch ein Scheidungsgrund.
Da spielte es auch keine Rolle, dass nach Ansicht des amerikanischen Präsidenten Clinton ein solcher Blowjob nicht zu den geschlechtlichen Verkehren gehört.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hielt jedenfalls den Tatbestand einer Straftat im öffentlichen Verkehr mit einhergehender Nötigung eines weiblichen Verkehrsteilnehmers für gegeben und nahm die Ermittlungen auf. Was sich als äußerst schwierig heraus stellte, denn sämtliche Beweise waren wie vom Winde verweht, was bei einem Blowjob -wie der Name schon sagt- ja auch nicht verwundern kann.

Während bei Bumbumboris nach spätestens neun Monaten klar war, dass der Samenklau in der Besenkammer eines Londoner Hotels tatsächlich stattgefunden und über Mundhöhle, Speiseröhre und Verdauungstrakt offensichtlich den direkten Zugang zum Uterus gefunden hatte (ein Vorgang über den sich eigentlich nur Mediziner wundern können, die den Freuden der zwischengeschlechtlichen Ekstase längst entsagt haben), war im erlauschten Falle die Beweisführung schier unmöglich.  
Da aber die Staatsanwaltschaft –wie ich vermute- vom Tuten und vom Blasen keine Ahnung hatte, begann sie drei Jahre lang nach Spuren zu suchen und erhob schließlich -vermutlich in totaler Unkenntnis derartiger Verkehrstechniken- Anklage gegen den Besitzer des zwischenzeitlich abgekühlten Würstchens.
Jetzt im September 2005 hat nun eben diese Staatsanwaltschaft die Klage fallen lassen und Freispruch für den Angeklagten beantragt. Außer Spesen eben nix gewesen, die Kosten des Verfahrens trägt wohl die Staatskasse.
War das alles nur getürckt?

Übrigens war der Staatsanwalt, der sich mit dem abgehörten Blowjob auf einer Frankfurter Brücke beschäftigte, der Gleiche, der damals auch gegen den Folterer der Nation, gegen den Herrn Daschner ermittelt hat.

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14.09.2005 um 05:45 Uhr

Wahlgelaber 05

Man kann abends ja nicht mehr durch die TV-Känale zappen, ohne früher oder später auf eine
Runde bekannter Gesichter zu stoßen, die über die Lage der Nation im Speziellen und die Lage der Parteien im Besonderen debattieren.

Mir kommt das manchmal vor wie die fünfte Wiederholung vom Wort zum Sonntag, obwohl ab und an schon mal einige Sitzfindigkeiten, Unterstellungen und sonstige Nettigkeiten den Besitzer wechseln. Doch summa summarum muss man feststellen, dass der Unterhaltungswert mehr und mehr gegen Null läuft, zunehmend Plattitüden und Abgelutschtes Verwendung finden und das Floskelrisiko neue Höchststände feiert.

Diesmal hatten sich vor den Kameras der ARD in einer Art Stuhlkreis mit Gregor Gysi, Joschka Fischer, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Edmund Stoiber und Guido Westerwelle, die Spitzenkandidaten der Parteien eingefunden.
Ob Sie es glauben oder nicht, ich musste jetzt beim Schreiben dieser Zeilen einige Zeit darüber nachdenken wie die Damen und Herren mit bürgerlichem Namen heißen, denn ich wollte dem Ernst der Lage gerecht werden und nicht die allseits bestens bekannten Künstlernamen dieser Personen verwenden.

Glaubt man dem Spiegel, dann war was ich da in der ARD gesehen habe eine „aggressive Attacke beim Wahlkampffinale“.
Auf mich machte es eher den Eindruck einer lieblos arrangierten Laberrunde, deren Ablauf samt abgedroschener Phrasen nach Drehbuch abgespult wurde.

Der Bundesschröder sagte, «er sei sehr optimistisch, dass er die Nase vorn haben werde, denn die Menschen würden letztlich sagen: "Die haben bewiesen, dass sie es können."»

Das Guido meinte richtigerweise, wenn es für Schwarz-Gelb nicht reiche: «Dann sind wir in der Opposition.»

Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, forderte, «endlich einmal über Alternativen zu diskutieren.»

Vom Aussenjoschka war zu erfahren, «dass die Dinge in Bewegung geraten sind», wobei er jedoch offen ließ in welche Richtung.

Angie warf dem Bundeskaper «unwürdige Polemik im Wahlkampf und das unnötige Schüren von Ängsten» vor.

Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, forderte, «endlich einmal über Alternativen zu diskutieren.»

Scatman Soiber sprach sich «gegen eine große Koalition und für ein Bündnis mit der FDP aus.»

Der Bundesschröder beschuldigte CDU und CSU, «während ihrer Regierungszeit in den 90er Jahren die notwendigen Reformen nicht angepackt zu haben.»

Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, forderte, «endlich einmal über Alternativen zu diskutieren.»

Falls Sie die Sendung gar nicht oder nicht vollständig gesehen haben, darf ich Ihnen mitteilen, dass Sie nichts versäumt haben.
Lediglich die Bemerkung vom Aussenjoschka, dass die CDU ihren Finanzexperten Kirchhof  «für den Rest der Woche im Heizungskeller eingesperrt hat, damit er möglichst nicht zum Vorschein Kommt» erscheint mir noch erwähnenswert.

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13.09.2005 um 05:45 Uhr

Diplomarbeit

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit häufen sich die Bewerbungsunterlagen in den Personalabteilungen zu sicherheitsbedrohlichen Bergen. Auch bei einer guten Organisation bleibt den Verantwortlichen nicht viel Zeit zur Bearbeitung der gewünschten und wilden Bewerbungen.
So wird sich ein Mitarbeiter ausschließlich darum kümmern, den Eingang der Bewerbung per Email oder Post zu bestätigen und darauf hinweisen, dass die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Da die meisten Bewerbungen zwischenzeitlich per Email eingehen, unterzieht ein weiterer  Mitarbeiter die empfangenen Unterlagen einer Vollständigkeitsüberprüfung und fordert gegebenenfalls fehlende Zeugnisse und Bescheinigungen und druckt die Bewerbung aus, um sie in die Fachbereiche weiterzureichen.

Und dort sorgen dann Bewerbungen wie diese für allgemeines Staunen und Rätselraten, denn der sich als „J2EE-Architect“ mit fünfjähriger Berufserfahrung bewerbende Kandidat hat gerade sein Studium der Religionswissenschaft an der Universität in Bremen zum Thema Kulturökologie und interkulturelle Kommunikation abgeschlossen.
Schwerpunkte des Studiums waren die historischen, ethnologischen und psychologischen Implikationen interkultureller Kommunikation sowie die interdisziplinäre Frage zu Grundstrukturen der Kommunikation und des Verhaltens von Säugetieren.

Und jetzt wundere ich mich nicht nur, was den Kandidaten seiner Meinung nach für den Job als „J2EE-Architect“ qualifiziert, sondern auch wie jemand glauben kann nach einem derartigen Studium mit dem Erlernten seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

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12.09.2005 um 05:45 Uhr

Leergutklau

Im wahrsten Sinne des Wortes verwendet wurde nach einem Bericht unseren lokalen Wochenzeitung dieser Tage Leergut.
Unbekannte klauen Leergut – Polizei sucht Zeugen“, war da zu meiner Erheiterung lesen. Und weiter: «Nachdem bis jetzt unbekannte „Langfinger“ einem Einkaufsmarkt bereits am Wochenende einen unerwünschten Besuch abgestattet und Leergut-Kisten geklaut hatten, überkletterten jetzt die Diebe in der Nacht zum Mittwoch erneut den Zaun des Leergut-Lagers  und stahlen dabei 123 Getränke-Behältnisse, deren Gesamtwert von der Polizei auf über 500 Euro beziffert wird.»

Mein Gott, was waren das noch Zeiten, als man leere „Getränkebehältnisse“  und „Leergutkisten“ noch ohne Bindestrich geschrieben und nach dem Genuss der Flüssigkeit einfach auf den Müll geworfen hat, weil diese nur „leer“, aber nicht mehr „gut“ waren.
Damals wurden die Leute gesucht und bestraft, weil sie ihren Müll ins Gelände geworfen oder einfach dem Nachbar vor die Haustür gestellt hatten.

Aber seit unser Umweltobersheriff Jürgen Trittin jede Getränkedose per Gesetz zum wertvollen Kleinod gemacht hat, muss man seine antike Getränkedosensammlung ja absichern wie Fort Knox und einen ganzen Steuerberaterstab beschäftigen, um vom Finanzamt nicht zur Vermögensteuerveranlagung hergezogen zu werden.

Dass es sich bei der Sammlung von Leergut um ein einträgliches Geschäft handeln kann erfuhr dieser Tage ein (wirklich sehr entfernter) Bekannter, der nach jahrzehntelangem Alkoholismus für das Leergut in seiner Wohnung einen Kleinwagen eines namhaften deutschen Autoherstellers angeboten bekam. Er musste leider ablehnen, denn wegen Alkohol am Steuer hat man ihm schon vor Jahren den Führerschein entzogen und außerdem passte der Kleinwagen nicht in die Wohnung im ersten Stock. Jetzt hat er um Polizeischutz gebeten und beim Sozialamt die Kosten für eine verstärkte Wohnungstüre nebst Sperrkette beantragt, weil er sich wegen seines Vermögens bedroht sieht. Das Sozialamt hat das Problem derart gelöst, dass ihm wegen eben diesem Vermögen der weitere Bezug von ALG II gestrichen wurde.

Mir drängt sich daher im Zusammenhang mit dem Leergutklau der Verdacht auf, dass sich hier ein angehender Rentner aktiv, wie von den Politikern immer gefordert, um seine Altersvorsorge gekümmert hat. Vielleicht sollte die Polizei mal in diese Richtung ermitteln

Dazu passt auch der letzte Teil der Meldung:  «Ins Visier der Ermittler ist der Fahrer eines schwarzen Rollers geraten, der in letzter Zeit mehrfach mit leeren Getränke-Kästen beobachtet wurde. Wer Hinweise auf diesen Mann geben oder sagen kann, wo in den vergangenen Tagen größere Mengen Leergut zurückgegeben wurden, soll sich mit der nächsten Polizeidienststelle in Verbindung setzen.»

Soweit ist es also in dieser unserer Republik schon gekommen, dass man noch nicht einmal mehr mit einem Kasten leerer Getränkeflaschen unterwegs sein darf, ohne den Argwohn der Behörden zu erwecken.

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09.09.2005 um 05:45 Uhr

Jedermanns Recht

„Recht haben“ und „Recht bekommen“ sind zwei paar Stiefel.
Das sagt der Volksmund mit zusammengekniffenen Lippen und wird sich ohne Rechtschutzversicherung sicher kein zweites Mal auf die optimistischen Erfolgsaussichten seines Rechtsverdrehers verlassen, der ihm mit einem leichten Schulterzucken und einem bedauernden Lächeln seine Honorarrechnung für den verlorenen Prozess mit den Worten „Wir können ja noch in Revision gehen“ in die Hand drückt.
Geht es nach Rot-Grün dann haben seit der Machtübernahme die Bürger dieser Republik viele Rechte erhalten:
  • Jedes Kind hat ein Recht auf einen Kindergartenplatz
  • Jeder, der eine lange Zeit seines Lebens gearbeitet hat ein Recht auf einen angemessenen Lebensstandard im  Alter (Neujahrsansprache 2001)
  • Junge Menschen haben ein Recht auf Ausbildung (Regierungserklärung vom 14. März 2003)
  • Jeder Arbeitslose hat das Recht in Arbeit vermittelt zu werden.
  • Beitragszahler und Rentner haben ein Recht auf soziale Sicherheit
  • Die Menschen haben ein Recht auf Wahrheit
  • Jeder Bürger hat ein Recht auf Wohlstand und Bildung (Werbespot der SPD am 4. September 2005)
Aus dem Mund von rot-grünen Politikern, allen voran der Bundeskasper, ist das aber ungefähr so viel wert wie das Recht auf einen Sitzplatz auf der Titanic.

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08.09.2005 um 05:45 Uhr

Ministerpensionen

„Da gehen sie hin“ wird es in wenigen Wochen heißen, nachdem sich das Bundesverfassungsgericht an das aktuelle Rechtsniveau dieser Republik angepasst und die Schmierenkomödie zur Herbeiführung von Neuwahlen ebenfalls abgenickt hat.
Neue Minister wird es geben, die ohne lange zu überlegen ihren Amtseid auf die Verfassung dieser Republik schwören werden. Natürlich zum Wohle des Deutschen Volkes und „so wahr ihnen der liebe Gott dabei helfe“.

Nicht dass wir jetzt den verschiedenen Altministern eine Träne nachweinen werden, denn wenn die gehen, werden an der nächsten Ecke schon die Anderen stehen.
Bei aller Freude über die neuen Pfeifen, wird aus denen letztendlich doch wieder nur die alte abgestandene Luft kommen, um das gleiche alte Lied anzustimmen, um es den Bürgern als den absoluten neuesten Hit zu verkaufen.

Wir Bürger brauchen auch uns auch keine Gedanken oder gar Sorgen um die aus dem Amte gewählten Volksvertreter machen, denn wir können sicher sein, dass es ihnen gut geht. Auf jeden Fall besser als einem Arbeitnehmer, der 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlen musste. Und viel besser als einem Durchschnittsrentner, der am Ende seiner Schaffenszeit, sofern es ihm gegönnt war bis zum 65 Lebensjahr am Wirtschaftsleben aktiv teilnehmen zu dürfen.
Während also Otto Normalverbraucher mit ca. 1.100 Euro und Frau Mustermann mit noch weniger in Rente gehen, beträgt die aus Steuermitteln bezahlte Pension für
  • den Bundeskasper     8.937 Euro
  • den Aussenjoschka    9.520 Euro
  • den Innenschily         7.592 Euro
  • den Finanzhans         11.556 Euro
  • den Superwolli            8.773 Euro
  • die Gesundheitsulla     6.259 Euro
  • die Familienrenate       7.937 Euro
  • den Verkehrsmanfred    7.881 Euro
Wer seinen Hormonspiegel unbedingt noch weiter anheben will, kann die Zahlen beim Focus nachlesen.
Summa summarum kosten die Pensionen für die Koryphäen aus dem Gruselkabinett des Dr. „Bumase“ Schröder den Steuerzahler monatlich mehr als 100.000 Euro. Schaut man sich dann noch die Vita der Damen und Herren genauer an, so fällt auf, dass die meisten von ihnen (Schröder, Fischer, Zypries, Künast, Bulmahn, Wieczorek-Zeul) mit dem Klapperstorch auf Kriegsfuss standen und es vorziehen die Pensionszahlungen lieber auf die Kinder anderer Leute abzuwälzen.
Zumindest was die Anzahl der Kinder anbelangt ist das Kompetenzteam von Angie Merkel eindeutig im Vorteil. Dort ist es nur die Frau Schavan, die offensichtlich noch Nachholbedarf hat.

Bei all den Diskussionen und Duellen, die derzeit durch die Medien gehen, sollten die Bürger und Bürgerinnen den eigentlichen Grund für die Keilereien nicht vergessen: „Fehlendes Vertrauen“..
Und sollte sich doch der eine oder andere Wähler von der Regierungserklärung des Bundesschröder vom 7. September 2005  Aufschwung, Hoffnung und Besserung erwarten, dann empfehle ich ihm sich mal die Regierungserklärung vom 10. November 1998 zu Gemüte zu führen. Dann muss man nur noch das damals Gesagte mit dem heutigen Ist-Zustand der Republik vergleichen um zu erkennen, dass die Regierungserklärungen vom Bundeskasper zu nahezu 100 % nur aus flotten Sprüchen und jeder Menge heißer Luft bestehen.
 
Wenn Sie also irgendwann später den Herrn Schröder, Herrn Eichel, den Herrn Clement oder die Frau Schmidt auf der Straße oder beim Einkaufen treffen sollten, so ganz ohne Leibwächter und echt bürgernah, dann bringen Sie doch bitte Ihre Freude über die von Rot-Grün geschaffene „soziale Gerechtigkeit“ und die Verdienste zum Wohle der Republik und ihrer Bürger lautstark zum Ausdruck.
Sie müssen ja nicht gleich „schlagende“ Argumente verwenden.
Wüste Beschimpfungen tun es für’s Erste sicher auch.

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07.09.2005 um 05:45 Uhr

Schuldenmacher

„Ist der Ruf erst ruiniert – lebt sich’s gänzlich ungeniert“ ist ein Spätfolge der Wandlung vom gemeinen Schuldner zum Kreditgenießer.

Das hat mir mal ein (ehemaliger) Bekannter erzählt, als ich ihn auf der Bank traf und erstaunt bemerken durfte, dass er von den Bankangestellten viel freundlicher behandelt wurde als andere Kunden der Bank – darunter auch ich.

Darauf angesprochen, meinte er scherzhaft, dass die wohl alle froh seien, dass er noch am Leben und bei guter Gesundheit wäre, denn dann sei sichergestellt, dass er seine Kredite auch weiter pünktlich zurückzahlen könne. Sprach‘s, lachte einmal herzhaft auf und entschwand nach draußen, wo sein neues Mercedescabriolet nebst wesentlich jüngerer Lebensabschnittsgefährtin auf ihn in der Sonne wartete.

Einige Zeit später habe ich dann gehört, dass die Freundin weg sei und mit ihr auch das Cabriolet. Doch die Schulden sind ihm wohl geblieben.

Dass es auch anders gehen kann, zeigt uns in wenigen Tagen ein Schuldenmacher ganz anderen Ausmaßes und damit meine ich jetzt nicht den Baulöwen Schneider, der zur Wiedergutmachung des von ihm angerichteten Schadens Führungen durch Leipzig anbietet und die Tantiemen der von ihm geschriebenen Bücher (Jürgen Schneider, Bekenntnisse eines Baulöwen, Ullstein Verlag, 359 Seiten) in einen Hilfsfond für Handwerker, die unter seiner Pleite gelitten haben, fließen lässt.  

Nein, ich meine einen anderen Schuldenmacher, Finanzjongleur und Verfechter der kreativen Buchführung.
Der lässt seine Schulden einfach zurück wenn er geht und muss nicht befürchten, dass er bis an sein Lebensende Bücher schreiben muss, um den von ihm angerichteten Schaden auch nur annähernd gut zu machen.
So viele Bücher über seine unbeschreiblichen Taten kann der Hans Eichel doch gar nicht schreiben. Aber sollte er sich irgendwann einmal dazu durchringen, seine Memoiren zu schreiben, dann würde ich ihm zur Einleitung einen Satz vom Baulöwen Schneider empfehlen:
"Ich schwelgte so sehr in der Fülle meiner Bedeutsamkeit, dass ich glaubte, ungestraft die Gesetze missachten zu können."

Und jetzt warten wir mal darauf, ob der Finanzhans den Mut aufbringt zur Wiedergutmachung des von ihm angerichteten Schadens Führungen durch die BRddr anzubieten.
Ich wäre sicher einer der Ersten, die diese Möglichkeit nutzen würde um ihm bei dieser Gelegenheit die Hand zu geben: „Mitten ins Gesicht“.

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06.09.2005 um 05:45 Uhr

Vertrauen

Glaubt man den aktuellen Meinungsumfragen, so sind viele Wähler noch unentschlossen für welche Plage sie sich beim nächsten Urnengang entscheiden sollen. Wählt man Miss Piggy Merkel, die an jeder Straßenkreuzung dem vom Benzinpreis gequälten Autofahrer in zartem Schweinchenrosa Mut entgegenlächelt oder den Bundesschröder, der in seinem vor sieben Jahren gegebenen Versprechen „Wir wollen nicht alles anders, aber vieles besser machen.“ wohl einige Wörter durcheinander gebracht hat.
Neben „Wir wollen nicht vieles besser, aber alles anders machen.“ lassen sich daraus auch von PISA geschädigten Mitbürgern vielfältige Variationen bauen.

Es ist für den Wähler dieses Mal wirklich nicht leicht sich zu entscheiden zwischen
  • einem verlogenem Rechtsanwalt aus Hannover,
  • einem eisernen Mädchen und kinderlosen Pastorentochter aus der Uckermark
  • einem pockennarbigen, homosexuellen Strahlemännchen
  • einem mollig und hängebackig gewordenen 68-Steinewerfer und Möchtegernstudenten
  • einem Altdemagogen und für der Sozialisten nützlichen Idioten (lt. WAMS) von der Saar
  • und einigen anderen Kandidaten, deren explizite Erwähnung hier reine Zeitverschwendung wäre
Nicht leichter wird die Angelegenheit dadurch, dass dem Wähler durchaus bewusst ist, dass die vor der Wahl gegebenen „Versprechen“ sowohl als „Absichtserklärung“, als auch als „etwas falsch oder fälschlicherweise Ausgesprochenes“ verstanden werden dürfen.
Bei Wikipedia kann man dazu nachlesen, dass „Versprechen auf einer fehlerhaften Verarbeitung bei der Ausgabe von Gedanken beruhen“.

Versprechen, die anlässlich und vor einer Wahl erfolgen nennt man „Wahlversprechen“, in ihrer verschärften Form auch als „leere Versprechen“ bekannt.
Dass Politiker diese Versprechen nach erfolgter Wahl spätestens bei der Ableistung des Amtseides „so wahr ihnen Gott helfe“ vergessen, schafft natürlich beim Wähler nicht unbedingt Vertrauen.

Denn „Vertrauen ist die subjektive Überzeugung (auch Glaube) der Richtigkeit bzw. Wahrheit von Handlungen“, wobei Vertrauen ein Phänomen ist, das meist in unsicheren Situationen auftritt, weil wer sich einer Sache sicher sein kann, der muss nicht vertrauen.

Daher verstehe ich auch nicht, dass sich die Marketingstrategen der SPD ausgerechnet den Spruch „Vertrauen in Deutschland“ ausgesucht haben um für ihre „fehlerhafte Verarbeitung bei der Ausgabe von Gedanken“ zu werben.

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05.09.2005 um 05:45 Uhr

Computerspiele

„Deutschland droht bei Computerspiele-Entwicklung den Anschluss zu verpassen“.
Mit dieser Horrormeldung sah ich mich dieser Tage im Newsticker auf den Webseiten von www.heise.de konfrontiert.
Weiter war zu lesen: „Deutschland hinke bei der Entwicklung von Computer- und Videospielen international hinterher“.
Ich schäme mich nicht einzugestehen, dass ich längere Zeit versucht habe mir dies bildlich vorzustellen. Deutschland fußlahm und siech, womöglich noch an Krücken, verzweifelt versuchenden dem technologischen Fortschritt des Auslandes hinterher zu hinken.
Wahrlich ein Bild des digitalen Grauens.

Herausgefunden haben diesen erbärmlichen Zustand der bundesdeutschen Spieleentwicklerszene die Universitäten Jena und Greifswald in einem  einjährigen Forschungsprojekt, dessen Ergebnis auf dem Thüringer Mediensymposium in Erfurt der erstaunten Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Bei mir löste der Genuss dieser Nachricht den spontane Wunsch nach Einführung von Studiengebühren in einer derartigen Heftigkeit aus, dass es selbst mich überraschte.
Zumindest an den genannten Universitäten sollte man alsbald über Maßnahmen nachdenken, die nachhaltig zu einer Anhebung der geistigen Reife Studierender über die eines gerade eingeschulten Erstklässlers führen sollten.

«Für Thüringen, das sich als Kindermedienstandort weiter entwickeln will, empfehlen die Autoren der Studie den Aufbau eines Spielekompetenzzentrums. Dieses solle bereits ansässige Firmen in ihrem Wachstum stärken und die Ansiedlung neuer Produktions- und Vertriebstöchter oder Filialen unterstützen. Notwendig seien ferner spezielle Ausbildungsgänge. Ziel eines solchen Zentrums sollte es sein, dass international konkurrenzfähige Computer- und Videospiele aus Thüringen angeboten werden können, die im Zusammenhang mit der Kindermedienlandstrategie stünden. Denkbar sei eine enge Zusammenarbeit mit dem im Erfurt ansässigen Kinderkanal von ARD und ZDF»

Dieser Text steht original so bei Heise-Online.
Trotz mehreren Versuchen ist es mir nicht gelungen, diesen, sicher satirisch gemeinten Text, zu entschärfen und seine politische Brisanz erträglich zu machen.
Stellen Sie sich mal ein Spielekompetenzzentrum für Adventure Games, 2D und Ego-Shooter, Jump’n Run oder Survival Horror made in Thüringen vor.
Da könnte man aus Investorensicht ja gleich fliegende Zigarren aufpusten, Chipfabriken in den Sand setzen oder Rennstrecken in die Lausitz fräsen lassen.
Sowas kann man sich wirklich nur in enger (finanzieller) Zusammenarbeit mit dem Kinderkanal von ARD und ZDF vorstellen.
GEZ sei Dank!

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01.09.2005 um 05:45 Uhr

Wahlparteitag

In Berlin war Wahlparteitag der SPD und die Genossen hatten ihren besten Clown, den Bundeskasper, aufgeboten um richtig Stimmung zu machen.

Am Ende brüllten sie "Jetzt geht's los" und "Gerhard für Deutschland". Der Applaus dauerte fast eine volle Viertelstunde.
Das war mir persönlich etwas viel Begeisterung für einen Genossen, dem die Partei noch vor wenigen Wochen in kollektiven Gehorsam das Vertrauen entzogen hatte, um des Kaspers Forderungen nach Neuwahlen durchsetzen zu können.
Dass es jetzt ganz so aussieht, als würde dieser Schuss nach hinten losgehen, tat der Stimmung aber keinen Abbruch.
Fast könnte man den Eindruck gewinnen, als wären die Genossen auf dem Weg aus der Opposition zur Machtübernahme und die anderen Parteien hätten seit 7 Jahren (in Worten: sieben) Zepter und Keule über die Republik geschwungen.
Der Bundeskasper, Gerhard der Schredder, schoss sich während seiner Rede auf den „Finanzexperten“ der schwarzen Konkurrenzpartei ein und vergaß dabei ganz, welchen „Rechenkünstler“ er selbst mit der Finanzverwaltung der Republik betraut hat. Von den anderen Traumtänzern seiner Regierungsmannschaft erst gar nicht zu reden.
Und nun wankt die Partei wie besoffen hinter ihrem Vortänzer her, der sich aufführt wie der Rattenfänger von Hameln. Nur statt den Flötentönen gibt es bei ihm ein „Tschaaakaaaa“.

Dabei hatte sich das Debakel bereits lange vorher abgezeichnet. Jetzt soll nur keiner von den Genossen behaupten, man hätte ihn nicht gewarnt.
Ich habe ja schon immer gesagt, dass die Partei mit dem Hannoveraner „Schröderer“ auf das falsche Pferd gesetzt hat.

Na ja, sind ja nur noch ein paar Tage bis der Abdecker kommt.
Und wenn die Rappen nicht besser sind, dann könnte die Republik es binnen überschaubaren Zeiträumen schaffen, zum Exportweltmeister in Sachen Pferdewurst zu werden.

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