
Der Herr Weise von der Bundesagentur für Arbeitslosenverwaltung
und HartzIV-Formularunwesen soll bei der Präsentation der neuen
Arbeitsmarktzahlen
ziemliche Erklärungsnöte gehabt haben:
«
Die Zahl der Arbeitslosen in
Deutschland ist im Januar um 408.000 auf 5.012.000 gestiegen. Das waren
75.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für
Arbeit (BA) heute in Nürnberg. Saisonbereinigt sei die Erwerbslosenzahl
im Vergleich zum Vormonat aber nur um 69.000 gestiegen», schreibt dazu der Spiegel.
Hatte man doch noch vor wenigen Wochen gejubelt, dass die Reformen nun
endlich nicht nur die Arbeitslosen auf den Markt drücken, sondern auch
die Zahl der offenen Stellen anzieht.
Doch dann kam Väterchen Frost und mit dem Absinken des Thermometers
stieg direkt proportional die Zahl der Personen, die nicht mehr im
Freien arbeiten konnten und nun bei Väterchen Staat die Beine unter den
Tisch strecken müssen.
Nie hätte ich gedacht, dass soooooo viele Menschen im Landschaftsbau
Ost beschäftigt sind um die blühenden Landschaften zu bauen, die der
dicke Helmut anno dunnemals versprochen hat. Na ja, Eisblumen sind auch
Blumen und bald ist auch Valentinstag, da wird bei den Gas- und
Strompreisen manch einer froh sein, wenn er sich für seinen Schatz
wenigsten die Eisblumen von der Innenscheibe kratzen kann. Also Bedarf
ist da sicher in jeder Gemeinschaft.
"
Der Trend bleibe positiv",
verbreitet der Bundesagenturweise Optimismus und die Ökonomen glauben
erklären zu können, warum die Arbeitslosenzahlen so unerwartet
schrecklich hoch sind. Es sollen allerdings schon Ökonomen wegen ihres
Glaubens ins Gefängnis gegangen sein, wobei sie durchaus auf mildernde
Umstände hoffen dürfen, denn wie sagt der Mund des Volkes so schön,
wenn das Volk schon endlich mal das Maul aufbringt: „
Dem Ökonom, dem Ökonom, dem fehlt ein wicht’ges Chromosom.“

Auf mildere Temperaturen setzt jetzt auch der Herr Weise und hofft,
dass die Konjunktur bald wieder anziehen wird. Wenn nicht, dann müssen
sich einige Damen und Herren, die sich seit Jahren mit flotten Sprüchen
und neuen Formularen erfolglos an der nationalen Katastrophe
„Arbeitslosigkeit“ versuchen, wohl warm anziehen müssen.
Ich habe ja nun nicht so einen großen Computer wie die Jungs von der
Bundesagentur für Arbeitslosenverwaltung und schon gar gar nicht einen
so großen Computer wie die Statistiker vom Bundesamt in Wiesbaden.
Aber wenn das Absinken der Temperaturen für einen Anstieg der
Arbeitslosigkeit sorgt und der Weise aus Nürnberg Recht hat, dass ein
Anstieg der Temperaturen zu einem Absinken der Arbeitslosenzahlen
führen wird ....
Ja dann ist das doch ganz einfach ...
Dann brauchen wir doch nur auszurechnen wie weit sich die Bunte
Republik Deutschland noch aufheizen muss um die Arbeitslosigkeit
wegzuheizen.
Und klar ist damit auch, wem wir den ganzen Schlamassel zu verdanken haben!
Nein, nicht den Großkonzernen, ach wo denken Sie hin.
Die doch nicht.
Die sind gar nie nicht an überhaupt irgendetwas schuld.
Es sind die Grünen mit ihren Energiesparprogrammen, ihrem Öko und den
ganzen Dämmmaterialvorschriften, Dreifachverglasung an jedem Klofenster
und dem Gefasel von der globalen Erwärmung.
Unter der Annahme, dass 1 Grad Temperaturanstieg ca. 30.000
Arbeitsplätze schafft, habe ich mir anhand der vorliegenden amtlichen
Zahlen mal mit dem Taschenrechner ausgerechnet, dass man nur die BRddr
auf rund 170 Grad Celsius aufheizen müsste um die Arbeitslosigkeit
rückstandsfrei und, was die Grünen sicher befürworten würden,
umweltverträglich weg zuschmelzen.
Wenn allerdings nur die Privathaushalte die Fenster aufreißen und
rausheizen was das Zeug hält, genügt das sicher alleine nicht, sondern
freut nur die Energiekonzerne.
Und dass die Konzerne ihre Mitarbeiter noch schneller über den Tisch
ziehen und behaupten die dabei entstehende Reibungswärme trage zur
Senkung der Arbeitslosigkeit bei, das genügt auch nicht.
Manchem Manager und Politiker wird man wohl erst Feuer unter den Sessel
machen müssen, damit sie ihren Beitrag leisten, bevor ihnen die Hütte
über dem Kopf abgefackelt wird.
Auch die Behörden und Ministerien sind gefordert und könnten zum
Beispiel ihre Formulare, Gesetze und Vorschriften zum Wohle der Nation
per Feuerbestattung entsorgen.
Auf den Autobahnen könnten Mindestgeschwindigkeiten dafür sorgen, dass
die Reifen qualmen und auch in anderen Verkehrsbereichen wäre etwas
mehr Reibungswärme wieder gefragt.
Zu überlegen ist auch, ob ein Fackellauf durch die ehemals geteilte
Stadt, zum Deutschen Bundestag genügend Energie freisetzen kann um die
Molekü(h)le im luftleeren Raum zwischen den Ohren unserer Abgeordneten
in Bewegung zu setzen.
Natürlich würde die Aufheizung der Republik durch den Zukauf von
Energie eine Menge Geld kosten, aber das könnte man durch die
Enteignung der russischen Gasmafia und Inhaftierung ihrer
bundesdeutschen Rädelsführer und Interessenvertreter rasch hinbekommen.
Die dazu notwendige Legalisierung kann man sich rasch von Wladimir
Putin aus der Yukos-Akte übersetzen lassen und dann mit der Mehrheit
der Kopulationsparteien durch den Bundestag peitschen.
Weil der Bundesagenturweise von den schlechten Zahlen auf dem
Arbeitsmarkt „kalt“ erwischt wurde und der Monat Februar -wie immer
wenn Karneval ist- sicher zu einem weiteren Anstieg der
Erwerbslosenzahlen führen wird, auch wenn es in Köln und Mainz heiß
hergeht, will er noch nicht einmal mehr eine Prognose abgegeben: „
Wir
haben Anzeichen, dass die Konjunktur durch die Erhöhung der
Mehrwertsteuer belastet wird. Was das für den Arbeitsmarkt bedeutet,
kann Ihnen heute niemand seriös vorhersagen.“
Dagegen sieht IfW-Chef Snower das ganz anders, denn er rät der Koalition „
sich mit einem frischen Blatt Papier hinzusetzen und ganz neu zu überlegen, was sie jetzt tun will".
Ich denke, dass es eigentlich egal ist, was die Koalitionäre des Grauens da zusammenschreiben würden.
Wichtig ist vielmehr, dass das Blatt Papier nicht wie bisher nur zur Reinigung des Darmausgangs verwendet werden kann.
Anzünden und mal richtig Feuer machen ist angesagt, damit es endlich
warm wird in der Republik. Weil rein mathematisch-meteorologisch ist
das die einzige Möglichkeit den Aufschwung anzuheizen und den
politischen und wirtschaftlichen Schlafwandlern saisonbedingt zu ihrer
Endlagerstätte heimzuleuchten.

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