Machopan - Rauchzeichen

28.02.2006 um 05:45 Uhr

Finanzhaushalt 2006

Wenig Überraschendes gab es bei der Vorstellung des Finanzhaushalts des Bundes für das Jahr 2006 durch Finanzminister Steinbrück. "Mir wäre sehr daran gelegen, wenn Sie Ihren Lesern mitteilten, dass dieser Haushalt darauf ausgelegt ist, die Konjunktur zu unterstützen", diktierte der Minister der Journaille in die Feder und manch einer war sicher dankbar für den Tipp, denn sonst hätte kaum jemand diesen Effekt bemerkt.

Der vorgestellte Haushalt strotzte von den selben Webfehlern, wie die Haushalte vor ihm und wies im übrigen ähnliche Kennzahlen auf:
  • Nettokreditaufnahme höher als im Vorjahr
  • Wirtschaftswachstum wieder zu hoch angesetzt
  • Steuereinnahmen wieder zu optimistisch
  • weiterer Verstoß gegen den Maastrichter Stabilitätspakt
  • Hoffnung auf das Verständnis der EU für die besondere Lage der BRddr
  • Einsparung primär bei den personenbezogenen Kosten
Konsumentengetriebene Aufschwungsimpulse werde es wohl mit diesem Haushalt nicht geben meinte Steinbrück und damit dürfte er wohl leider Recht behalten:
„Die zusätzlichen Ausgaben, beispielsweise für Forschung und Entwicklung oder zur Förderung des Mittelstands, müssten durch Einsparungen an anderer Stelle kompensiert werden. Betroffen davon sind etwa die Gesetzliche Krankenversicherung, deren Zuschuss um 1,5 Milliarden Euro geringer ausfällt.“

Dieses Strick- und Häkelmuster zur Lastverteilung auf die  Beitragzahler hat der Finanzminister wohl im Schreibtisch seines Vorgängers gefunden. Auf der einen Seite eine Initiative des Bundes zur Förderung des Mittelstandes sowie Schaffung und Sicherung der Arbeitsplätze im Wirtschaftsstandort Deutschland und auf der anderen Seite Gegenfinanzierung auf Kosten der zwangsversicherten Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Da könnten die Krankenversicherungen diese Maßnahme ja gleich selbst finanzieren und der Bund könnte von den Kosteneinsparungen durch die Abschaffung des Finanzministeriums samt Minister profitieren.

Eine nicht ganz neue, aber meistens in ihren verheerenden Auswirkungen wenig beachtete Finanzierungsmaßnahme hat sich der Herr Steinbrück bei der Bundesagentur zur Arbeitslosenverwaltung ausgedacht:
„Defizite bei der Bundesagentur für Arbeit gleicht der Bund künftig nur noch per Darlehen aus.“
Über diesen Satz muss man sich erst mal richtig nachdenken und in den Zusammenhang bringen. Wenn ich mich recht erinnere zahlt doch die Bundesagentur für jeden nicht binnen 3 Monaten vermittelten Arbeitslosen schon eine Art Strafgebühr an den Bund? Natürlich aus den Beiträgen der in der Arbeitslosenversicherung zwangsweise Versicherten Arbeitnehmer.

Und last but not least:
„Massiv eingespart wird auch bei der Grundsicherung für Arbeitslose.“
Um das Verfahren zur nachhaltigen Entsorgung von 5 Millionen Arbeitslosen abzukürzen, schlage ich vor, die Grundversorgung gleich auf Null zu setzen um die Sparschweine der Nation zeitnah einer gezielten Notschlachtung zuzuführen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

27.02.2006 um 05:45 Uhr

Massakerspiel

Was wäre das Leben in den Zeiten der chronischen Arbeitslosigkeit und sozialen Armut, wenn es nicht immer wieder kleine Lichtblicke auf die wirklich wichtigen Dinge des irdischen Daseins geben würde.
Bei allem Jammern und Stöhnen über die eigene Situation und den Sorgen und Nöten zur Lage der Nation, darf man doch nie vergessen welch derbes Schicksal anderen Mitmenschen widerfahren kann.
Nehmen wir zum Beispiel mal den Herrn Gerhard Stadelmaier, der einer der bekanntesten Theaterkritiker der Republik sein soll, auch wenn er der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung völlig unbekannt sein dürfte.
Was ihm widerfahren war, ist so unglaublich, dass sogar der Spiegel in einem längeren Artikel sein Entsetzen darüber zum Ausdruck brachte.
Da beim Spiegel selbst die Links zu den dümmsten Artikeln nach kurzer Zeit nur noch gegen Entgelt erreichbar sind, erlaube ich mir hier ein kurze Zusammenfassung der Ereignisse:

«Der Theaterkritiker Stadelmaier saß in der Premierenvorstellung von Eugène Ionescos "Das große Massakerspiel oder Triumph des Todes". Das Stück war als Aktionstheater angelegt, so dass Schauspieler und Publikum nicht streng von einander getrennt saßen. "Neben mir wurde einer hochschwangeren Frau die Fruchtblase zerstochen, zwei Männer masturbierten. Dann gebar die Frau einen toten Vogel", beschreibt Stadelmaier die Szene. Einer der Schauspieler, Thomas Lawinky, habe "Gebt dem da doch das Kind!" gerufen und auf Stadelmaier gezeigt. "Schreiben Sie doch, dass es ein schönes Kind ist!"
Stadelmaier aber lehnte den toten Vogel ab. "Als Kritiker wollte ich an dem Stück nicht teilnehmen", sagte er zu SPIEGEL ONLINE. Für den Schauspieler Thomas Lawinky war dies allerdings nicht akzeptabel. Er griff Stadelmaier an und entriss ihm seinen Notizblock. "Dann ist er damit weggelaufen und wollte daraus vorlesen." Als er meine Schrift nicht entziffern konnte, hat er mir den Block mit den Worten zurückgegeben: "Schreib weiter Junge, der Abend wird noch schrecklich!"
Stadelmaier, als einer der bekanntesten Kritiker der Republik für seine Urteile unter den Theatermachern gefürchtet, war konsterniert. Seinem Sitznachbarn, dem Kulturredakteur Alfred Huber vom "Mannheimer Morgen", erklärte er kurz darauf, er müsse nun gehen. Woraufhin Schauspieler Lawinky offenbar jedes gute Benehmen verlor. "Er hat geschrien: Hau ab, du Arsch, verpiss dich!", erinnert sich Stadelmaier.»

Soweit so gut, eine große leichte witztraurige Komödie, denn ich wäre sicher schon beim Aufstechen der Fruchtblase gegangen, hätte mir den Götz von Berlichingen gedacht und bei meinem medienwirksamen Abgang lauthals die kritischen Worte „Was geht uns dieses menschen- und gesellschaftsvergessene, innerlich und inhaltlich ziemlich abgebrannte Theater noch an? ©Gerhard Stadelmaier" in den Saal gerufen.
Und dann raus aus dem „Theater“,  „aus die Maus“ und ab ins „Gemalte Haus“.

Aber jetzt wird die Geschichte erst richtig interessant und ich gebe hier den Originalwortlaut des Textes im Spiegel wieder, denn mir würde sicher niemand glauben, wer sich zu diesem „Theaterskandal“ so alles äußern musste:
«Frank Schirrmacher, Herausgeber der "FAZ", erklärte: "Das muss eine sehr demütigende Situation gewesen sein, ich hoffe sehr, dass Gerhard Stadelmaier sich nicht in seiner weiteren Arbeit dadurch beeinflussen lässt." Er habe den Eindruck gehabt, dass Stadelmaier "völlig am Ende" sei.

Nicht nur für Stadelmaier war der Angriff ein Skandal. Auch Kritikerkollege Huber, der die Schauspielerentgleisung live miterlebte, sagte: "Es war absolut peinlich und dreist, dass Stadelmaier zur Zielscheibe des Publikums wurde."

Ruth Fühner,
die für den Hessischen Rundfunk bei der Aufführung war und Stadelmaier kennt, beschreibt die Szene, als der Schauspieler dem Kritiker den Notizblock entriss, als "starke körperliche Aggression". Schon vorher habe sie das Verhalten gegenüber Stadelmaier als "bedrängende Situation" wahrgenommen."Ich glaube aber, dass es sich um eine Privataktion des betreffenden Schauspielers gehandelt hat. Der war einfach total durchgeknallt", so Fühner. Was geschehen ist, habe sie zutiefst empört. "Es sind Grenzen überschritten worden - das wird auch dem Theater schaden."

Eine abweichende Version lieferte der Regisseur des Stücks, Sebastian Hartmann. Die Situation habe sich hochgeschaukelt, Stadelmaier habe in einer Form gestikuliert, die schon zu Beginn der Aufführung deutlich gemacht habe, was er von dem Stück hält - nämlich nichts. Hartmann räumte aber ein, dass die Reaktion des Schauspielers unangemessen gewesen sei: "Das ist nicht tolerierbar."   

Nachdem Schirrmacher und Stadelmaier einen Brief an die Intendantin des Theaters, Elisabeth Schweeger, sowie an Petra Roth als Oberbürgermeisterin von Frankfurt geschrieben hatten, reagierte die Stadt heute mit einer Pressemitteilung. Es handele sich um einen "unentschuldbaren Zwischenfall, der sofortige Konsequenzen fordert", so Roth. Der Eklat sei ein Angriff auf die Pressefreiheit gewesen. Die CDU-Politikerin erwartet nun, dass die Bühne ihr Vertragsverhältnis mit Herrn Lawinky sofort beendet. Auch müsse  eine "unverzügliche, unzweifelhafte und umfassende Entschuldigung durch die Intendantin bei Herrn Stadelmaier und der FAZ" erfolgen.

Heute Nachmittag gab Intendantin Schweeger ebenfalls eine Pressemitteilung heraus: "Außerhalb des künstlerischen Konzepts hat ein Schauspieler überreagiert und die persönliche Integrität eines Zuschauers, eines Kritikers, verletzt." Das Arbeitsverhältnis zwischen Theater und Schauspieler sei einvernehmlich beendet worden. Der Schauspieler Lawinky bedauere den Vorfall sehr.

Für Regisseur Hartmann ist der Rausschmiss des Schauspielers eine "emotional höchst schwierige Angelegenheit". Lawinky habe sich schon während des Stückes entschuldigt. Ohne den Schauspieler, so Hartmann, "ist die Inszenierung kaum fortzusetzen".»

So einfach ist es also in unserer Republik geworden, seinen Job zu verlieren. Zwar darf man in aller Öffentlichkeit Fruchtblasen zerstechen und tote Vögel gebären, aber das bedeutet noch lange nicht, dass man einem „angesehenen“ Theaterkritiker kritisieren und ihm seine Notizen entreißen darf.
Und der Ruf „Hau ab, du Arsch, verpiss dich!" nach der Masturbationsszene musste doch vom Publikum zwangsläufig falsch interpretiert werden.
Zur dramaturgischen Sequenz hätte auch ich hier starke kritische Worte gefunden und das Opfer der männlichen Begierde mit etwas weniger kräftigen Worten aus dem Saal geleitet.

Die von eigener Überheblichkeit und weinerlichem Selbstmitleid geprägte Darstellung der Ereignisse aus der Feder des bis ins Mark getroffenen Theaterkritikers Stadelmaier durfte die Leserschaft des FAZ-Net dann am 18. Februar 2006 unter dem Titel „Angriff auf einen Kritiker“ erfahren. Der Artikel enthält neben vielen persönlichen Weinerlichkeiten und Befindlichkeiten, für die sich eigentlich kein Mensch interessiert, auch die vielsagenden Worte: „Wer Kritiker attackiert und beleidigt und anpöbelt, attackiert und beleidigt, bepöbelt das Publikum: die Öffentlichkeit des Theaters.“

Ja, und wer in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und in Ausübung seines Berufes die beleidigte Leberwurst spielt, hat wohl noch nicht richtig mitbekommen, dass sich in dieser Republik seit Jahren der berufliche Alltag zum „Massakerspiel“ radikalisiert hat.

Ob es sich aber bei dem schauspielgekunsteten „Massakerspiel“ um eine witztraurige Komödie oder einen traurig-komischen Witz handelt, wird wohl der Herr Weise von der Bundesagentur für Arbeitslosenverwaltung bei der nächsten Pressekonferenz zur Bekanntgabe der statistischen Daten des deutschen Arbeitsmarktes bewerten müssen.

Was für ein Affentheater!

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

24.02.2006 um 05:45 Uhr

Womanizer

Dass der Mann irgendwann Zugang zu Drogen, Alkohol und sonstigen Stimulanzien gehabt haben muss,  vermutete ich ja schon länger. Genauer, seit ich eines seiner Interviews zur Lage des Gesundheitsunwesens in der BRddr gesehen habe. Nicht nur inhaltlich, sondern auch mimisch „poor“ und im Vortrag nach schwachem Beginn stark abfallend.

Jetzt konnte ich im Spiegel unter dem Titel „LAUTERBACHS MEMOIREN“ die Bestätigung lesen. "Ich habe gesoffen und gehurt" soll Lauterbach erzählt haben und mir zuckt die Erkenntnis durch das Hirn, dass er nicht nur genau so irr und wirr aussieht, sondern mir das auch seine sprachlichen Probleme erklärt.
Warum ich da nicht schon früher drauf gekommen bin.

«“Bordellbesuche habe er in der Vergangenheit vor allem deshalb geschätzt, weil man da "mit Kumpels im Whirlpool liegt und ein paar aufgeschlossene Mädels dabei hat. Da kriegt man wahnsinnig viel zu lachen" » schreibt der Spiegel. «Mit nur einer Frau zu schlafen habe ihn allerdings zu Tode gelangweilt: „Das musste immer irgendwas Abgefahrenes sein."  
Ob Berichte über einen Blow-Job während des Telefonierens zwingend in eine Biografie gehörten, konnte Lauerbach dem Stern nicht beantworten. Er sei eben ein "rheinländischer Hallodri", für den das Fremdgehen "eher so eine Art Sidestep ist", erklärte der Womanizer dem Magazin, das die Zahl seiner Sexualpartnerinnen vierstellig veranschlagte.
Ebenso offen und ungeschönt spricht Lauterbach über seine 25-jährige Alkoholsucht. "Ich bin morgens um elf in die Kneipe gegangen und habe zwölf Stunden lang gesoffen. Das war teilweise extrem amüsant und teilweise ziemlich stumpfsinnig." Das Trinken sei schlicht und einfach eine "banale Beschäftigung", sein Motiv Langeweile gewesen.
Zudem habe der exzessive Alkoholgenuss seine Hemmschwellen gesenkt. Das Trinken half dem "von Haus aus zurückhaltenden" Lauterbach, mit Frauen in Kontakt zu kommen. Um "eine ununterbrochene Hardcore-Druckbetankung" zu vermeiden habe er sich allerdings gelegentliche Auszeiten gegönnt. Seit zwei Jahren trinke er überhaupt nicht mehr, sagte Lauterbach dem "Stern".
Lustig sei es gewesen, in Swingerclubs nackt an der Theke zu sitzen. Gruppensex allerdings sei "eine Sache, die man lernen muss."»

Aber mal ganz ehrlich, können Sie sich den Herrn Lauterbach (Spitzname „Valium“) nackt wie Gott ihn schuf an der Bar eines Swinger-Clubs vorstellen?
Also ich tue mich da unheimlich schwer.
Genau so schwer wie mit seinen Statements zur Lage des Gesundheitsunwesen in der BRddr.
Das ist wie beim Gruppensex, das funktioniert auch nur, wenn man an nix denkt.

Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Herr Lauterbach einen Doppelgänger hat.
Oder glauben Sie wirklich, dass dieser Mann mehr als eintausend Frauen vernascht hat.
Wo er doch die ganze Zeit im Berliner Swingerclub „Zur gläsernen Kuppel“ mit der Gesundheitsulla zusammensteckt!

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

23.02.2006 um 05:45 Uhr

Arbeitsvertrag

Wichtige Dinge werden in zivilisierten Kulturen meist schriftlich geregelt um jegliche Missverständnisse zwischen den Parteien auszuschließen. Ganze Heerscharen von sonst unnützen Juristen verdienen sich an dieser Eigenschaft ein goldenes, mitten im Gesicht frontseitig hervorstehendes Körperteil, ohne sich dabei ein anderes, tiefer gelegenes rückwärtiges Körperteil aufzureißen.

Sind erst einmal vertragliche Standards definiert, wird meist nur noch auf altbewährtes Gedanken- und Schriftgut zurückgegriffen und zum Preis einer einmaligen, unvergleichlichen Kreativleistung an den Mandanten und zu Papier gebracht.

Man darf daher wohl davon ausgehen, dass -sofern sie nicht schon nach HartzIV-Tarif bezahlt werden -, in Ihrem Arbeitsvertrag ein mehr oder minder ähnlich klingende Klausel verklausuliert ist: „Das Arbeitsverhältnis endet mit dem Erreichen der gesetzlichen Altergrenze.“
In diesem Fall werden Sie so lange zur Maloche gehen, wie unsere Spitzenpolitiker zur Sicherung der Rentensysteme für notwendig erachten.
Außer Sie verlieren vorher Ihren Job, dann bekommen Sie ein paar Monate lang Arbeitslosengeld I und zehren danach Ihr Angespartes auf, bevor Sie als zwischenzeitlicher Single oder als Teil einer Bedarfsgemeinschaft nach HartzIV-Tarif abgespeist werden.

Besonders in schon etwas älteren Arbeitsverträgen findet sich aber auch diese Klausel: „Das Arbeitsverhältnis endet unabhängig vom Ausspruch einer Kündigung spätestens mit Ablauf des Monats, in dem der Arbeitnehmer das 65. Lebensjahr vollendet.“
Und da kann ich jetzt nur sagen, dass ich nicht in Ihrer Haut stecken möchte, denn Sie gehören in unserer Gesellschaft zum „Club der zweifach Gekniffenen“. Das erste Mal werden Sie gekniffen, wenn mit 65 Jahren ihr Arbeitsvertrag endet und Sie bis zum Erreichen des Rentenalters mit 67 erst mal zwei Jahre lang von Ihrem Ersparnissen leben dürfen.
Haben Sie kein Erspartes, werden auch Sie als Single oder als Teil einer Bedarfsgemeinschaft nach HartzIV-Tarif abgespeist werden.

Jetzt wollen Sie sicher wissen, warum Sie zweimal gekniffen werden und es zur Sanierung der Rentensysteme notwendig ist, Sie nochmals über den Tisch zu ziehen.
Das ist ganz einfach, denn während Sie zwangsläufig HartzIV-Bezieher sind oder Ihr Angespartes auffressen und auf das Erreichen den 67 Lebensjahres warten ...

Na?
Na?
Denken Sie doch mal nach?
Genau! Sie mindern während dieser zwei Jahre durch ihr geringes bzw. fehlendes Einkommen und damit verbundene geringen bzw. fehlenden Beitragszahlungen zur Rentenkasse ganz automatisch auch Ihren lebenslangen Anspruch auf Alterrente.
So macht die Rente mit 67 Jahren schon Sinn!
Natürlich nicht aus Sicht des zwangsversicherten Beitragszahlers.
Und da dieses Schicksal ja sicher nicht nur Sie selbst ereilen wird und der Trend zu geringeren Löhnen und Gehälter anhält, müssten eigentlich auch die an die Einkommen der Werktätigen gekoppelten Renten sinken.
Jaaaaa, wenn da nicht der Herr Münte Fering wäre. Denn der will verhindern, dass es zu Rentenkürzungen kommt.
Der wird sicher wissen warum.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

22.02.2006 um 05:45 Uhr

Ritter Redenklau

Der jecke Ritter Friederich Merz von Redenklau hat mal wieder gnadenlos zugeschlagen und abgekupfert, was das Zeug hält um sich mit fremden Federn zu schmücken.
Nachdem er sich unlängst die Steuerideen des Herrn Kirchhoff zu eigen machte und die Preise für Bierdeckel in die Höhe trieb, war er nun im Internet auf Beutezug unterwegs.

Zum „Ritter wider den tierischen Ernst“ sollte er vom Aachener Karnevalsverein (AKV) gekürt werden. Das ist laut Website der Stadt Aachen «der einzige Orden, der nicht für, sondern gegen etwas vergeben wird. Alljährlich wird er an Persönlichkeiten verliehen, die Individualität, Beliebtheit und Mutterwitz in sich vereinen, vor allem aber Humor und Menschlichkeit im Amt bewiesen haben.»

Wieso der AKV dann auf die Idee kommt ausgerechnet den Friedrich Merz dafür auszuwählen, wird wohl ein Geheimnis des AKV bleiben, denn zumindest mit dem „eigenen“ Mutterwitz hat es der Erwählte nicht so heftig.
Motto der Sitzung war dann auch passenderweise: "Prinzen, Gaukler, Bänkelsänger - Ritter Merz, der Narrenfänger".
Und da hockten nun die Narren im Saal und der eiserne Ritter Merz erklomm das Podium und begann „mutterwitzig“  lustig zu sein.
Gar nicht so lustig fand allerdings Monika Rieboldt die Rede, denn bei ihr hatte der Ritter Redeklau schamlos abgeschrieben und aus dem Satiremagazin „Zyn“ kopiert, wie die Aachener Zeitung meldete.
„Ich habe meine Rede selbst geschrieben und bekomme bis heute sehr viel Zustimmung dafür." reagierte Ritter Merz auf die Vorwürfe, um kurz darauf kleinlaut einzuräumen, dass «er den Satiretext im vergangenen Jahr als E-Mail-Anhang geschickt bekommen habe. Er sei davon ausgegangen, dass der Absender auch der Verfasser des  Textes gewesen sei. Er habe sich gedacht, "das ist doch was für Aachen". Dass der Elf-Punkte-Plan schon andernorts erschienen sei, "konnte ich nicht ahnen". An den Verfasser der Mail „könne er sich nicht erinnern“.»

Wollen wir dem Ritter Merz von Redenklau abnehmen, dass er wirklich so ahnungslos und so naiv ist?
Falls ja, ist er als Politiker sicher eine Gefahr für diese Republik!
Und falls nein, ist er schamloser Lügner und als solcher nicht für ein höheres Amt geeignet.
Oder vielleicht gerade deshalb?

Ich auf jeden Fall kann auf „widerlich tierische narrenfangende weiße Ritter“ nicht nur im Karneval liebend gern verzichten.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

21.02.2006 um 05:45 Uhr

Daumenschrauben

Einem Bericht des Saar-Echo zu Folge will der Bundesarbeitsminister Münte Fering jugendlichen Arbeitslosen bis 25 Jahre die Daumenschrauben anlegen und die staatliche Stütze um 20% kürzen, sofern die untätigen Jugendlichen noch bei Mama und/oder Papa die Füße unter den Tische strecken. Voreilige Ausgründungen eines eigenen Hausstandes der Nachkömmlinge, von denen Deutschland so wenig hat, sind aber nur mit behördlicher Genehmigung bei „Vorliegen schwerwiegender sozialer Gründe“ erlaubt. Was konkret bedeuten wird, dass so mancher Familienvater zuerst dem Suff verfallen und renitent werden muss, bevor er seine volljährigen Nesthocker aus dem Haus bringt, damit sie ihm nicht die letzten Haare vom Kopf fressen.

Nun könnte man statt dem verschärften heimischen Strafvollzug den Jungs und Mädels auch die Fingernägel mit der Beißzange abreißen, bevor man sie zur Arbeit prügelt. Dann würde den zukünftigen Rentenbeitragszahlern sicher der Übergang zur Zwangsarbeit für lau nicht so schwer fallen.

Nach der Furzidee mit der Rente ab 67 ist das nun schon der zweite Hirnriss des Herrn Arbeitsministers innerhalb kurzer Zeit. Es ist wohl nicht mehr auszuschließen, dass unser Vizekanzler bei seinem medienwirksamen Schwächeanfall im August 2005 doch bleibende Hirnschäden davon getragen hat.

Statt sich als Arbeitsminister und oberster Dienstherr der Bundesagentur für Arbeitslosenverwaltung immer neue Schikanen (ich weiß, ich weiß – die im Kopulationsvertrag festgeschrieben sein sollen und von der CDU immer heftigst dementiert werden) auszudenken, könnte er sich vielleicht mal Gedanken darüber machen, wie neue Arbeitsplätze entstehen.
Er muss ja nicht gleich den größten Arbeitsplatzabbauern in den Arm fallen oder mit standrechtlicher Erschießung der Verantwortlichen drohen. Eine knallharte Durchsetzung des Ausbildungspakts würde für das Erste schon mal reichen. Notfalls kann man ja da mal die Daumenschrauben anlegen oder die Fingernägel mit der Beißzange abreißen.
Das kann der Münte mit der gleichen Beißzange machen, mit der er sich normalerweise die Hosenträger hochzieht.
Und bei der Gelegenheit kann man ihm dann, aus reiner Nächstenliebe, gleich auch noch die Nägel aus dem Brett vor dem Kopf ziehen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

20.02.2006 um 05:45 Uhr

Pandemie

Haben wir nun schon Pandemie oder ist es noch Seuchenzug?
So genau werden wir es wohl erst wissen, wenn die ersten infizierten Personen im Bankenviertel von Frankfurt oder vor dem Berliner Reichstag dieser ach so armen Republik zusammenbrechen.
Denn wir befinden uns bereits in Phase 3 von insgesamt 6, der von der WHO definierten, Pandemiephasen:
  • Phase 1: Es wurde ein neuer Virus-Subtyp in Tieren entdeckt, ohne dass eine Gefahr für den Menschen besteht.
  • Phase 2: Es wurde ein neuer Virus-Subtyp in Tieren entdeckt, der als möglicherweise gefährlich für den Menschen eingeschätzt wird.
  • Phase 3: Beginn der Alarmphase: Vereinzelt werden Menschen infiziert, es erfolgt aber keine Übertragung von Mensch zu Mensch oder nur sehr selten und dann auch nur bei engstem Kontakt der Infizierten zu einander.
  • Phase 4: Kleine, örtlich begrenzte Häufungen von Infektionen mit vereinzelten Mensch-zu-Mensch-Ansteckungen, was nahe legt, dass das Virus (noch) nicht gut an den Menschen angepasst ist.
  • Phase 5: Erhebliches Pandemie-Risiko: Große, aber noch immer vereinzelte Häufungen von Infektionen mit örtlich begrenzten Mensch-zu-Mensch-Übertragungen, was nahelegt, dass das Virus zunehmend besser an den Menschen angepasst ist, aber noch nicht vollständig von Mensch zu Mensch übertragbar ist.
  • Phase 6: Beginn der Pandemie: Wachsende und anhaltende Übertragungen von Mensch zu Mensch in der gesamten Bevölkerung.
Also passen Sie zukünftig auf, wenn neben Ihnen in der Straßenbahn jemand abhustet, denn anders als bei AIDS braucht es keinen Intimkontakt  um ... na Sie wissen schon.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Reinhard Kurth, erklärte bereits am 18. August 2005 in der FAZ: „Die Gefahr einer Pandemie ist real und das Risiko derzeit so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr." Im Januar 2006 ergänzte Kurth: „Das Virus mutiert sehr schnell." Das Institut geht Kurth zufolge in seinen Planungen für den Pandemie-Fall davon aus, dass bei mittelschwerer Pathogenität des Erregers ca. 30 Prozent der Bevölkerung an der Virusgrippe erkranken.
Das sind hier bei uns in der BRddr nur so um die 25 Mio. Menschen
Und wenn sie jetzt auch nur im Traum daran denken sollten, dass sich mit Hilfe einer solchen Pandemie die Überalterung unserer Republik lösen lassen könnte, dann muss ich leider darauf hinweisen, dass bisher überwiegend Kinder und Jugendliche an der Seuche verstorben sind.



Laut Wikipedia ist es für die erfolgreiche Bekämpfung einer Pandemie zwingend erforderlich, die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu verringern. Nur so könnte Zeit für Gegenmaßnahmen (Entwicklung geeigneter Impfstoffe) gewonnen werden.
Also was glauben Sie wohl, wie lange das Virus von der Insel Rügen bis zur Schweizer Grenze braucht?
Mal ganz ehrlich, eine Langspielplatte würde ich mir an Ihrer Stelle nicht mehr kaufen.
Warum ich dennoch so fröhlich bin, liegt alleine am Alter. Denn ab einem bestimmten Alter ist man in dieser Republik sowieso unnütz, verzichtbar, immun gegen Angriffe von allen Seiten und resistent gegen Veränderungen jeglicher Art. Die WHO fasst diese, in mehreren Phasen verlaufende Volksseuche unter dem Begriff „Altersrenitenz“ zusammen. Wir befinden uns derzeit im  Anfangsstadium zu Phase 5.
 
Auch wenn sich unser Verbraucherschutzminister Hotte Seehofer jetzt rührend gegen ein Überspringen des H5N1-Virus auf Nutztierbestände stemmt und für alles Gefiederte die Stallpflicht verordnet hat, der Kampf ist längst verloren. Denn wie der Spiegel meldet, wurde soeben eine neue Sicherheitslücke entdeckt: „Das größte Risiko geht aber derzeit von Journalisten aus, die in die Ställe gehen und mit der gleichen Kamera vorher tote Schwäne fotografiert haben.“

Mein lieber Schwan, jetzt fehlt uns nur noch, dass die Fußballweltmeisterschaft wegen journalistisch verbreiteter Seuchengefahr abgesagt werden muss. Und stellen Sie sich mal die Massenpanik vor, wenn über den Stadien –so wie jetzt über dem Hockenheimring- plötzlich die Greifvögel und die Pleitegeier kreisen.

Aber Seehofer ist sich, wie einst Norbi Blüm bei der Rente „sischer“, dass die Bundeswehr das Problem in den Griff bekommt, denn die Bundeswehr verfüge über rund 30 Spezialisten, die eigens für Hygiene und Seuchenbekämpfung eingestellt wurden.
Und da nach Artikel 35 der Verfassung ein Land vom Bund Soldaten in Fällen von Naturkatastrophen und besonders schweren Unglücksfällen anfordern kann, wäre dann auch der Innenwolle Schäuble zufrieden, denn sobald in einem Stadion nur ein einziges Virus entdeckt würde weil ein toter Spatz auf dem Spielfeld liegt – dann kann die Bundeswehr auch in die Stadien, ohne dass deswegen extra das Grundgesetz verbogen werden müsste.

Erst wenn der letzte Kanarienvogel verendet, das letzte Huhn gekeult und der letzte Storch sein angestammtes Amt niederlegt hat und verendet ist, werdet ihr erkennen, dass man Politikern grundsätzlich nichts glauben darf.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

17.02.2006 um 05:45 Uhr

Greifvögel

Im August 2005 stand auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zum Thema Vogelgrippe zu lesen: «Wir verfolgen die Entwicklung der Vogelgrippe seit langem sehr aufmerksam. Das Bundesverbraucherministerium hat alle der derzeitigen Lage angemessenen Maßnahmen ergriffen, um ein Ausbreiten der Tierseuche "Vogelgrippe" nach Deutschland zu verhindern“.»

Und im Oktober 2005 durfte ich während eines auf HR1 ausgestrahlten Interviews aus der Rachenhöhle eines Experten die Worte vernehmen: «Die Vogelgrippe kann gar nicht nach Deutschland kommen, da das Grippevirus die Vögel binnen kurzer Zeit tötet. Ein infizierter Vogel würde daher den langen Flug von Asien bis nach Deutschland gar nicht überleben.»

Jetzt im Februar 2006 lese ich im Spiegel, dass sich die mit H5N1 infizierten Vögel wohl weder an die Expertenmeinung, noch an die Weisung des Bundesverbraucherministerium gehalten haben.
«„VOGELGRIPPE AUF RÜGEN“ - Rätselraten über Herkunft des Virus»

Auch wenn die Experten mit ihren Erklärungsnöten noch vor Rätseln stehen, ist der Grund,  zumindest für mich, eindeutig: „Vögel können nicht lesen und hören auch kein Radio.“
Außerdem überfliegen Vögel jede Grenze ohne Passkontrolle und unterfliegen sogar Radarschirme ohne sich die Kloake verplomben zu lassen.
Jetzt „vermuten“ die „Experten“, dass Greifvögel auf der Suche nach Nahrung den einseitig erklärten H5N1-Nichtangriffspakt auf die BRddr ignoriert haben könnten. Dafür könnte nach Ansicht der „Experten“ auch die Geschwindigkeit sprechen, mit der sich das Vogelgrippevirus verbreitet. Wanderfalken zum Beispiel schaffen im Sturzflug ca. 350 KM/h, Geier sind etwas langsamer und warten außerdem meist bis ihr Opfer vollständig  tot ist.

Man muss nun nicht lang und breit darüber diskutieren WIE die Vogelgrippe nach Deutschland gekommen ist – Tatsache ist doch, DASS sie da ist.
Und vor diesem Hintergrund und dem Wissen über den Wahrheitsgehalt der bisherigen Verlautbarungen unserer „Volkstreter“ und der „Experten“, MUSS man sich die neuen Weisheiten sehr genau ansehen.

So meinte Elke Reinking, die Sprecherin der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten, die Bundesregierung und Landesregierungen bei der Seuchenbekämpfung berät:
  • Uns beschäftigt jetzt die Frage, wo kommt das Virus her?
  • Wir wissen nicht, wie weit die Vögel fliegen können!
  • Von den auf Rügen verendeten Tiere gehe keine Gefahr für den Menschen aus.
  • Absperrungen sind nicht notwendig.
Und Landwirtschaftsminister Seehofer wagt sogar die Behauptung:
  • Für Verbraucher bestehe keine Gefahr.
  • Fernhalten sei der beste Schutz
  • Stallpflicht wäre die wirksamste Maßnahme
  • Impfungen machen alles nur schlimmer
Im Gegensatz zur offensichtlichen Ratlosigkeit der Berater der Bundesregierung und den schwachen Beschwichtigungen des Herrn Minister, ist der bürokratisch geregelte Ablauf zur amtlichen Feststellung eines Vogelgrippefalls äußerst beruhigend:
«Generell gilt, dass in Verdachtsfällen zunächst geprüft wird, ob ein Tier ein Grippevirus des Influenza-A-Subtyps in sich trägt. Falls ja, wird zunächst das Protein Hämagglutinin untersucht. Handelt es sich um die Variante H5, muss ein zweites Protein von der Virus-Oberfläche, Neuraminidase, untersucht werden. Finden die Veterinäre tatsächlich auf diesem Weg H5N1, muss das Referenzlabor in Weybridge das Ergebnis replizieren. Dann erst wird aus einem Verdachts- ein offizieller Vogelgrippefall.»

Damit wird die amtliche Feststellung wohl länger dauern, als die Flugzeit eines chinesischen Wanderfalken bis nach Europa. Jetzt brauchen wir nur noch zu warten bis die fluglahmeren Geier eintreffen.

„Hurra und Hatschiii“, kann ich da nur sagen, „H5N1 ist da -and nobody has detected, that most of the birds are already infected!“

Und zum Suchen, Einsammeln und Beseitigen der Tierkadaver können wir ja immer noch Langzeitarbeitslose und Sozialschmarotzer in (orangefarbenen) Einwegoveralls mit Kapuze, Gummistiefel, Handschuhe, Schutzbrillen und speziellen Atemschutzmasken einsetzen.
Mein Gott, was würde diese Republik tun, wenn es die 1-Euro-Jobber nicht gäbe.
Ausgerechnet jetzt, wo auch noch die Müllabfuhr streikt.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

16.02.2006 um 05:45 Uhr

Will

Es ist echt erstaunlich, wer heutzutage so alles was will.
Nicht nur der Freund des Hauses kommt wenn er will. Nein, auch der Hausfreund will, wenn er kommt.

Jetzt will der Schäuble Wolfgang, Minister des Deutschen Inneren, Soldaten zur Fußballweltmeisterschaft einsetzen.
Damit dafür das Grundgesetz nicht geändert werden muss, will er die Soldaten der Polizei unterstellen. Dem Herrn Minister will ich dafür unterstellen, dass er nicht mehr ganz dicht ist. Vielleicht ändern wir dann bei der nächsten Ping-Pong-Meisterschaft das Bürgerliche Gesetzbuch und für die nächste Tour-de-Trance auf deutschem Boden auch noch die Straßenverkehrsordnung.

Die Firma Volkswagen (VW) in Wolfsburg will 20.000 Arbeitsplätze streichen.
In welcher Farbe, das konnte ich der Pressemeldung leider nicht entnehmen. Ich will mal vermuten, dass es wieder Schwarz aussehen wird. Volkswagen hätte 2005 ohne die schon beschlossenen Sparmaßnahmen durch Personalabbau einen Verlust in Milliardenhöhe geschrieben, weil die Kosten für Viagra, Nutten und Puffbesuche so drastisch angestiegen waren. Will sagen, dass das Management vor lauter Potenz kaum noch geradeaus denken kann.

Auch die Deutsche Telekotz will ihren Personalabbau rasch durchsetzen und will deshalb die auf 3,3 Milliarden Euro geplanten Kosten für die Reduzierung des Personalbestandes rasch unters Volk bringen um den wirtschaftlichen Aufschwung der Republik zu beschleunigen.

Der Rürup will Rentenkürzungen nicht ausschließen ...
Ver.di will die Streiks auf andere Länder ausweiten ...
Der Deutsche Gewerkschaftsbund will den Druck auf die EU erhöhen ...
Der Platzeck will den Mindestlohn rasch gesetzlich regeln ...
Die Gesundheitsulla will die Beiträge zu den kranken Kassen senken ...
Seehofer will die Stallpflicht ...
Koalition will neue Arbeitsplätze schaffen ...
Münte will mit 67 in Rente ...
Die Energiewirtschaft will längere Reaktorlaufzeiten ...

Der Esel will Schläge haben und der Pöbel will mit Gewalt regiert sein ...
Auf die Pauke hauen will jeder. Aber keiner will sie tragen ...
Man kann tun und lassen, was man will, solange man lässt, was man nicht will ...
Wer für dich denken will, der will dich auch beherrschen.
Und dich beherrschen will nur der, der’s gut nur mit sich selber meint.
Und ich will, was ich selber wollen will ...

Haltet die Welt an, ich will aussteigen ...

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

15.02.2006 um 05:45 Uhr

Gleichverteilung

Irgendwie ist es schon reichlich ungerecht, dass die einen soviel und die anderen so wenig haben. Würde man das anders machen, dann hätten viele mehr und andere weniger. Und um noch ein bisschen undeutlicher zu werden: „Die meisten hätten dann genug.“

Der Begriff Gleichverteilung stammt übrigens aus der Statistik und beschreibt „eine Wahrscheinlichkeitsverteilung, bei der für jeden möglichen Zustand mit die gleiche Wahrscheinlichkeit bzw. Wahrscheinlichkeitsdichte des Zutreffens besteht.“
Weniger bekannt und von der Bevölkerung anfangs meist ignoriert oder als gottgegeben hingenommen ist die Ungleichverteilung, in honorigen Kreisen auch diskrete bzw. stetige Umverteilung genannt.

Wo nun in Politik und Wirtschaft seit Jahren ganze Heerscharen von Verteilungsbeauftragten durch die Lande ziehen, Reden halten, Gesetze und Ränke schmieden, Verordnungen und Formulare zur Antragsberechtigung auf Ablehnung zur Teilnahme am „Umverteilungsverfahren zur Vermeidung wirtschaftlich gewollter Ungleichverteilung für unter das Gleichbehandlungsgesetz fallende Personen deutscher Nation“  entwerfen, da hat jetzt eine höhere Macht bewiesen, dass dieses ganze Gequatsche von der Gleichverteilung nur irdisches Blendwerk ist.
Denn Frau Holle hat sich, unter völliger Ignoranz der Gleichverteilung, dafür entschieden den einen mehr zu geben als den anderen.
Jetzt haben die einen so viel Schnee, dass sie noch nicht einmal mehr zu den Van Anderen nach Holland fahren können um sich welchen zu holen.

Und so ganz nebenbei, zumindest beobachte ich das, haben sich viele Mitbürger die Denkkapriolen von unserem Arbeitsminister Münte Fering und seinem Parteilkomplizen Ministerpräsident Kurt Beck zu Herzen genommen und sich spontan für einen Job auf dem Dach entschieden. Dennoch ist seitdem die Zahl deren, die mit 67 Jahren von selbigem gefallen nicht sprunghaft angestiegen. Na ja, viele von den Jungs sind ja auch noch nicht lange genug auf dem Dach oder mit 67 noch so rüstig, dass sie den anderen aufs Dach steigen können.

Und wenn es jetzt dann wärmer wird in unserer Republik, die Schneeschmelze einsetzt und die Zahl der offenen und saisonal bereinigten Stellen steigt, dann dürften dort oben auf den Dächern sicher nicht die unsichersten Plätzchen sein. Das gilt sicher nicht nur in Bayern und Schwaben, sondern auch noch ganz anderswo in der Republik durch die großen deutschen Flüsse fluten und zu Strömen strömen.
Aber dazu habe ich mich ja schon mal vor langer Zeit geäußert.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

14.02.2006 um 05:45 Uhr

Fertilitätsraten

Fertilitätsraten ist kein neues, lustiges Ratespiel bei SAT1, sondern ein Faktor um ein altes, und immer lästiger werdendes Problem unserer Gesellschaft mathematisch besser begreifen zu können.
 
«Die Fertilitätsrate ist eine in der Demografie verwendete Einheit und wird in der Statistik durch die Gesamtfruchtbarkeitsrate gleichbedeutend mit zusammengefasster Geburtenziffer gemessen.» heißt es dazu bei Wikipedia, «dabei muss die Fertilitätsrate von der Kohortenfertilitätsrate unterschieden werden, welche die kumulierte Geburtenziffer bzw. endgültige Kinderzahl einer Kohorte.»

Wem jetzt die Lust auf mehr vergangen ist, liegt damit voll im Trend, denn den meisten Menschen ist zwischenzeitlich die Lust zur ausgiebigen Nutzung der Gesamtfruchtbarkeitsrate drastisch vergangen. Damit einhergehend ist diagonal proportional ein stetiges Absinken der Fertilitätsraten verbunden, bei gleichzeitigem überproportionalen Anstieg der Populationsrate.
Nicht sexuell-erotisch, sonder rein mathematisch-demokrafisch betrachtet natürlich

In modernen Gesellschaften (zumindest in den westlichen) mit geringer Kindersterblichkeit kann man davon ausgehen, dass rein rechnerisch pro Frau 2,1 Kinder geboren werden müssten, um die Bevölkerung ohne Migrationssaldo (Zu- und Abwanderung) auf konstantem Niveau zu halten.

Seit Jahrzehnten liegt in den Ländern Europas diese Rate unter diesem für den Fortbestand der Nation so wichtigen Wert. Dabei liegt Frankreich, das Land der Liebe, mit einer Fertilitätsrate von 1,98 an der Spitze, gefolgt von Irland mit 1,89 und Belgien mit 1,66. Den Idealwert von 2,1
erreicht nur Island. Aber dort sind auch die Nächte länger und kälter, also besteht naturbedingt ein erhöhtes Kuschelbedürfnis, was sich wiederum positiv auf die Populationhäufigkeit auswirkt.
Hinter Großbritannien mit einer Fertilitätsrate von 1,6 landet Deutschland (West) mit 1,38 auf einem einigermaßen akzeptablen Mittelplatz. Schlusslicht in Europa ist Deutschland (Ost) mit einer Fertilitätsrate von nur 1,1.
Bevor wir jetzt eine Diskussion darüber beginnen, warum den Ossis der Kuschelfaktor abhanden gekommen und darunter nun die Fertilitätsrate leidet, sollten wir erst mal ins benachbarte Ausland schauen. Denn Soziologen der Universität Graz (Stadt in Österreich/Zentraleuropa) haben nun herausgefunden woran das liegen könnte:

„Jugendarbeitslosigkeit wirkt sich negativ auf die Geburtenrate eines Landes aus“ ist das Ergebnis einer Studie der österreichischen Soziologen Max Haller und Regina Ressler.
Weiter heißt es in der Studie: «Einen "signifikanten Beitrag zum Geburtenrückgang bzw. einer Stabilisierung der Fertilität auf niedrigem Niveau" hätten all jene Maßnahmen geleistet, "die zu einem kontinuierlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich in den letzten Jahren beigetragen haben".»

Bei Wikipedia war zu dem Thema „Fertilitätsrate“ zu lesen: «Versuche neue Anreize zur Erhöhung der Fertilitätsrate zu schaffen, etwa eine Kinderrente oder Besteuerung von Verhütungsmitteln konnten sich in Deutschland bislang nicht durchsetzen.»

Das hätte uns wirklich noch zu unserem Glück gefehlt, eine Vergnügungssteuer auf Präservative.
Oder haben unsere bundesrepublikanischen Befruchtungsverhüter das Dingens deshalb einfach "Solidaritätszuschlag" genannt?

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

13.02.2006 um 05:45 Uhr

AEG

Mann, oh Mann, waren das noch Zeiten als Haushaltsgeräte noch „Aus Erfahrung Gut“ waren und dem Hersteller gleichen Namens satte Gewinne bescherten.
Im Jahre 1962 hatte der AEG-Konzern in der BRD noch 127.000 Beschäftigte und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 3,1 Milliarden DM.
Aber in den letzten Jahren ging es dann Schlag auf Schlag:
  • 1996 Aufspaltung in selbständige Unternehmen. Die AEG hört auf zu existieren, aber ihre Marken und Namen finden durch neue Lizenznehmer weiter Verwendung.
  • 2002 Schließung des AEG-Hausgeräte-Werkes in Kassel, Verlagerung der Produktion von Kühl- und Gefriergeräte nach Italien und Ungarn
  • Juni 2004 Erwerb der globalen Markenrechte an der Marke AEG für alle Produktgruppen durch die Electrolux-Gruppe. Voreigentümer war die EHG Elektroholding GmbH, eine Tochtergesellschaft der DaimlerChrysler-Gruppe.
  • 2005 Bekanntgabe der Schließung des Nürnberger AEG-Werkes und Verlagerung der Produktion nach Polen.
Und nun habe ich im Spiegel gelesen, dass das Management von Elektrolux jetzt endlich weiß, wer an diesem Niedergang schuld ist.
Nach den Worten von Elektrolux-Ched Hans Sträberg liegt die Ursache der Misere, die nun zur Schließung des Werkes geführt haben, allein bei der IG-Metall, denn die habe sich gegen längere Arbeitszeiten der Arbeitnehmer ausgesprochen. Nun verliere Elektrolux bei jeder in Deutschland verkauften Geschirrspülmaschine 45 Euro, bei jeder Waschmaschine sogar 60 Euro.
Daher sei die Entscheidung, das Nürnberger Werk zu schließen, das seit dem 20. Januar bestreikt wird, "unwiderruflich" und das von seinem Konzern vorgelegte Angebot für den Sozialplan „fair“, bekräftigte Stråberg. Jeder Arbeitnehmer werde im Schnitt rund 60.000 Euro erhalten.

Sicher nicht nur ich bin in der Lage zu erkennen, dass die Höhe der „fairen“ durchschnittlichen Abfindung exakt dem Verlust aus dem Verkauf von 1.000 Waschmaschinen oder ca. 1.333 Geschirrspülmaschinen entspricht. Dennoch scheint sich die ganze Sache für Elekrolux zu rechnen, denn sonst würden doch profitorientierte Manager so ein Geschäft erst gar nicht anzetteln. Dass sich Arbeitnehmer ebenso profitorientiert verhalten können und längere Arbeitszeit bei gleichem Lohn nicht akzeptieren, ist aber doch nicht verwunderlich. Ein Geschäft ist es schließlich immer nur dann, wenn es für beide Seiten ein Geschäft ist.
So macht es für Elektrolux keinen Sinn, teuer in Deutschland hergestellte Haushaltsgeräte billig in Deutschland zu verkaufen. Viel mehr Sinn macht es, billig im Ausland hergestellte Haushaltsgeräte teuer in Deutschland zu verkaufen. Zumindest macht das Sinn für den Unternehmer.
Aus Sicht des Arbeitnehmers macht das überhaupt keinen Sinn. Denn warum sollte er ausgerechnet Produkte kaufen, die ihn seinen Job gekostet haben.
Den Namen Elektrolux wird man sich als Konsument in diesem Lande merken müssen.

Merken sollte man sich aber auch den Namen der „Daimler-Benz AG“, denn die hatte 1985 die damalige „AEG-Telefunken“ übernommen um in den Folgejahren die AEG zu filetieren, auszuschlachten und letztlich über Tochtergesellschaften der „DaimlerChrysler Gruppe“ die Reststücke zu verramschen.

Dazu kann man bei Wikipedia nachlesen:
«Ab Mitte der 1980er Jahre expandierte das Unternehmen unter seinem Vorstandsvorsitzenden Edzard Reuter in andere Bereiche: Der Konzern erwarb die Dornier GmbH, die MTU Motoren- und Turbinen-Union, Fokker sowie die AEG. 1989 beschäftigt die Daimler-Benz AG (mit AEG) 368.200 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 76,392 Milliarden DM. 1990 erhöht sich der Umsatz auf 85,500 Milliarden DM. Nach der Übernahme des CEO-Postens durch Jürgen Schrempp 1995 erfolgte eine stetige Abkehr von Reuters Traum des "integrierten Technologiekonzerns". Verlustbringer wie Fokker, AEG, Adtranz und Dornier wurden (teilweise unter enormen Kosten) abgestoßen.»
Überraschend verließ dann Schrempp im Juli 2005 den DaimlerChrysler-Konzern und während die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz dies mit den Worten „er habe während seiner Amtszeit Milliardenwerte vernichtet“ kommentiert, macht die Deutsche Bank unter der Leitung von Josef Ackermann mit der Insiderinformation über den bevorstehenden Abgang noch rasch einige hundert Millionen Euro Spekulationsgewinne an der Börse.
Der neue DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche setzte im Januar 2006 dann Schrempp’s; „erfolgreiche“ Shareholder-Value-Politik durch weiteren Abbau von Arbeitsplätzen fort.
So sollen im Zuge der Konzernsanierung ca. 14.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.
Auch den Namen dieses Unternehmens wird man sich als Konsument gut merken müssen.

Oder meinen Sie, dass an diesen Entlassungen auch wieder die IG Metall schuld ist?
Vielleicht könnte aber auch jemand auf den Gedanken kommen, es wäre alles AEG – Alles Ein Gesockse.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

10.02.2006 um 05:45 Uhr

Uran

Gestatten Sie mir eine Frage.
Kennen Sie den Unterschied zwischen:

a. Uran und Urin
b. Uran und Iran
c. Uran und Urne

Richtige Antwort:

a. Urin in der Hose wird allgemein schneller bemerkt
b. Uran enthält garantiert kein Iran
c. Urne hat die geringere Halbwertzeit, aber beides ist todsicher

P.S.
Zu Uran und Ural ist mir nix Gescheites mehr eingefallen.
Ich habe sicher zu lange über die Unterschiede zu Uran - Oral  und Oral  - Anal nachgedacht.
Dabei sind mir wohl die Gedanken irgendwo abgelenkt worden, hängen geblieben und (typisch Mann) zum unschreiberlichen Tohuwabohu geraten

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

09.02.2006 um 05:45 Uhr

Steine und Fahnen

Beim Anblick der Szenen mit steinewerfenden Muslimen, die sich über die Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed in europäischen Zeitungen erregten, kam mir eine Szene aus Monty Python’s Kultfilm „Das Leben des Brian“ in den Sinn.

Mit dem Ruf „Steine, frische Steine“, und einem Bauchladen voll derartiger, kostenpflichtiger  Wurfgeschosse verdiente dort ein Händler bei der Steinigung von Menschen, die beschuldigtv wurden den Namen Gottes (Jehova) geschmäht zu haben, seinen Lebensunterhalt. Mit zum Warenangebot des Händler gehörten auch Bärte zum Ankleben, denn der Besuch von Steinigungen war für Frauen offiziell verboten. Zum Film selbst und seiner Handlung heißt es bei Wikipedia: "Für konservative Christen könnten einzelne Albernheiten und Darstellungen hart an der Schmerzgrenze erscheinen."

Diese Schmerzgrenze ist für einige Muslime dieser Erde offensichtlich überschritten und dient als Anlass und Vorwand für heftige Randale. Steine werfend und Flaggen verbrennend ziehen empörte Gläubige durch die Straßen, stürmen mit Rufen wie „Allahu Akbar“ und „Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet“ die Botschaften europäischer Länder und führen diese einem warmen Abriss zu. Dass dabei auch noch medienwirksam Fahnen verbrannt werden, versteht sich fast von selbst. Woher sollte der westliche Zuschauer sonst auch wissen, welches Botschaftsgebäude da im Hintergrund nach der Plünderung gerade eingeäschert wird.
 
Als Mitglied einer westlichen, kapitalistischen Gesellschaft frage ich mich bei solchen Bildern immer wieder: „Wo haben die Jungs denn die Steine und die Fahnen her?“.
Denn mal ganz ehrlich, hätten Sie so rein zufällig eine iranische oder syrische Fahne für eine Spontandemo vor der Botschaft bei sich zu Hause herumliegen?
Also ich täte mich da sehr schwer und müsste vermutlich mit einem Bettbezug improvisieren. Außerdem müsste ich mal erst im Lexikon nachsehen, wie eine iranische Fahne überhaupt aussieht.
Aufgefallen sind mir auch die vielen schön gedruckten Plakate, mit denen da theatralisch vor die Kameras herumgefuchtelt wird. Wenn ich mich da an die Montagsdemos hier in Frankfurt, mit den stümperhaft auf Pappkarton gepinselten Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit erinnere, dann sind das schon erhebliche kulturelle Unterschiede. Da müssen wir wirklich noch viel dazu lernen.

Doch zurück zu meiner Frage „Wo haben die Jungs denn die Steine und die Fahnen her?“
Zeigt sich hier eine Möglichkeit zur Geschäftsanbahnung mit muslimischen Staaten und Organisationen?
Ist eventuell durch ein Anhalten der Proteste gar eine langfristige Absatzmöglichkeit größerer Mengen europäischer Fahnen in überwiegend von Muslimen bewohnte Staaten gegeben?
Besteht auch Bedarf nach wurfgerechten Steinen? Das Standardmodell flach, in verschiedenen Größen und Sondermodelle mit Spitzen für besonders feindliche Nationen und Kulturen.
Frauen habe ich übrigens bei den Demos bisher noch keine gesehen. Also könnte, ähnlich wie bei Monty Python, auch noch Bedarf an falschen Bärten bestehen.

Ich muss mal bei der iranischen Botschaft anrufen, ob wir da ins Geschäft kommen können.
Oder, noch besser, ich geh da gleich mal persönlich hin und bringe gleich das ganze Warensortiment mit.
Ich könnte mir einen falschen Bart ankleben, ein Sortiment der besten Wurfsteine vor mir auf der Straße aufbauen und durch das Verbrennen der iranischen Fahne die Aufmerksamkeit des Botschaftpersonals auf mich lenken.
Wäre das nicht eine gute Idee?
Because I „Always Look On The Bright Side of Life“

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

08.02.2006 um 05:45 Uhr

Dachdecker

Nachdem unser 66-jähriger Arbeitsminister Münte Fering die Rente mit 67 propagierte und danach alle Hände voll zu tun hatte, die Gerüchte zu dementieren, die Hoffnung aufkommen ließen, unser schwächelnder Arbeitsminister würde sich mitsamt dem schwächelnden Arbeitsmarkt nächstes Jahr in die Rente verabschieden.
So war das von ihm ja wohl nicht gemeint, lies er verlautbaren, da hätte man ihn wohl verstanden miss. Gemeint habe er (natürlich nur) die Arbeitnehmer.

Doch nun kommt Widerstand gegen diese Pläne zur Rentensanierung, die dem zwangsversicherten Arbeitnehmer unter dem Strich eine Rentenkürzung von ca. 18% bringen würden. Widerstand ausgerechnet auch noch aus den eigenen Reihen.
"Ich kann einen Dachdecker mit 67 nicht mehr auf dem Dach arbeiten lassen", sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) laut "Bild am Sonntag". "Wir müssen differenzieren, wir müssen das wirkliche Leben sehen."

Das „wírkliche Leben sehen“ ist doch schon mal ein extrem guter Denkansatz!
Auch wenn der Wahrheitsgehalt von „Bild“ungsmeldungen sonst eher gering ist, keimt dabei doch Hoffnung auf einen lichten Moment in der Vorstellungswelt eines Politikers auf.  
„Auch für Krankenschwestern und andere Schichtarbeiter müsse es differenzierte Lösungen geben, " fuhr Beck fort, „und das sind nur Beispiele."

Bevor sich nun unsere Jugend auf Ausbildungsberufe mit Frühverrentungsmöglichkeit stürzt und für Arbeitnehmer Fortbildungsmaßnahmen zur Lebensarbeitszeitminimierung angeboten werden, sollte man noch mal genau zuhören was der Ministerpräsident Beck konkret gesagt hat.
Denn das hört sich verdächtig nach so einer Art staatlich kontrolliertes „Heiteres Beruferaten“ an, verbunden mit extrem komplizierten neuen, mehrseitigen Formularen.
Denn wer will denn festlegen welche (erlernten und/oder ausgeübten) Berufe zu einer Frühverrentung berechtigen und welche nicht.
Oder wird es etwa genügen rechtzeitig auf einen entsprechend privilegierten Beruf umzusteigen?
Muss der Beruf erlernt, angelernt und/oder auch tatsächlich ausgeübt sein?
Wird nach dem Schweregrad der Dachformen unterschieden oder gelten für Flachdächer, Giebeldächer und Walmdächer die gleichen Schweregradanrechnungskriterien?
Oder sind etwa für Kirchtürme und Hochhäuser besondere Verrentungskriterien geplant?
Ist auch sichergestellt, dass arbeitslose Dachdecker, die die Frühverrentungskriterien erfüllen, mit Berufskollegen gleichgestellt werden, die noch in Lohn und Brot stehen?

Ohne Expertenrat kann doch heute ein Arbeitnehmer in dieser Republik noch nicht einmal mehr einen Antrag auf Hundesteuerermäßigung ausfüllen, ohne mit einem Bein im Gefängnis zu stehen. Brauchen wir jetzt auch noch neue Formulare für verschiedene Berufsgruppen um Arbeitnehmer auf das Altenteil zu entlassen?

Vermutlich darum meinte der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD): "Es wäre zuerst besser, dafür zu sorgen, dass das Rentenalter von 65 tatsächlich erreicht wird."

Wer nun meint, damit wäre die Sache vom Tisch, über den der zwangsversicherte Arbeitnehmer wieder mal gezogen werden soll, der irrt sich gewaltig.
Misstrauisch wurde ich durch einen Bericht im Spiegel, in dem unter dem Titel „Rente ab 67“ Weiterbildungsmaßnahmen für 97-jährige am Computer gefordert wurden.
Könnte es sich bei „Rente mit 67“ im wahrsten Sinn des Wortes um einen Zahlendreher handeln und nur die 6 ist aus marketingtechnischen Gründen um 180 Grad gedreht worden?

Na, „Rente mit 97“ wäre doch endlich mal ein klares Statement!
Das ist dann wie bei den Galeerensklaven.
Die wurden auch erst von ihren Ketten befreit, nachdem sie ihr Herr und Schöpfer zu sich gerufen hatte.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

07.02.2006 um 05:45 Uhr

Arbeitstemperatur

Der Herr Weise von der Bundesagentur für Arbeitslosenverwaltung und  HartzIV-Formularunwesen soll bei der Präsentation der neuen Arbeitsmarktzahlen ziemliche Erklärungsnöte gehabt haben:
«Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar um 408.000 auf 5.012.000 gestiegen. Das waren 75.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg. Saisonbereinigt sei die Erwerbslosenzahl im Vergleich zum Vormonat aber nur um 69.000 gestiegen», schreibt dazu der Spiegel.

Hatte man doch noch vor wenigen Wochen gejubelt, dass die Reformen nun endlich nicht nur die Arbeitslosen auf den Markt drücken, sondern auch die Zahl der offenen Stellen anzieht.
Doch dann kam Väterchen Frost und mit dem Absinken des Thermometers stieg direkt proportional die Zahl der Personen, die nicht mehr im Freien arbeiten konnten und nun bei Väterchen Staat die Beine unter den Tisch strecken müssen.

Nie hätte ich gedacht, dass soooooo viele Menschen im Landschaftsbau Ost beschäftigt sind um die blühenden Landschaften zu bauen, die der dicke Helmut anno dunnemals versprochen hat. Na ja, Eisblumen sind auch Blumen und bald ist auch Valentinstag, da wird bei den Gas- und Strompreisen manch einer froh sein, wenn er sich für seinen Schatz wenigsten die Eisblumen von der Innenscheibe kratzen kann. Also Bedarf ist da sicher in jeder Gemeinschaft.

"Der Trend bleibe positiv", verbreitet der Bundesagenturweise Optimismus und die Ökonomen glauben erklären zu können, warum die Arbeitslosenzahlen so unerwartet schrecklich hoch sind. Es sollen allerdings schon Ökonomen wegen ihres Glaubens ins Gefängnis gegangen sein, wobei sie durchaus auf mildernde Umstände hoffen dürfen, denn wie sagt der Mund des Volkes so schön, wenn das Volk schon endlich mal das Maul aufbringt: „Dem Ökonom, dem Ökonom, dem fehlt ein wicht’ges Chromosom.“

Auf mildere Temperaturen setzt jetzt auch der Herr Weise und hofft, dass die Konjunktur bald wieder anziehen wird. Wenn nicht, dann müssen sich einige Damen und Herren, die sich seit Jahren mit flotten Sprüchen und neuen Formularen erfolglos an der nationalen Katastrophe „Arbeitslosigkeit“ versuchen, wohl warm anziehen müssen.

Ich habe ja nun nicht so einen großen Computer wie die Jungs von der Bundesagentur für Arbeitslosenverwaltung und schon gar gar nicht einen so großen Computer wie die Statistiker vom Bundesamt in Wiesbaden.
Aber wenn das Absinken der Temperaturen für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit sorgt und der Weise aus Nürnberg Recht hat, dass ein Anstieg der Temperaturen zu einem Absinken der Arbeitslosenzahlen führen wird ....
Ja dann ist das doch ganz einfach ...
Dann brauchen wir doch nur auszurechnen wie weit sich die Bunte Republik Deutschland noch aufheizen muss um die Arbeitslosigkeit wegzuheizen.

Und klar ist damit auch, wem wir den ganzen Schlamassel zu verdanken haben!
Nein, nicht den Großkonzernen, ach wo denken Sie hin.
Die doch nicht.
Die sind gar nie nicht an überhaupt irgendetwas schuld.
Es sind die Grünen mit ihren Energiesparprogrammen, ihrem Öko und den ganzen Dämmmaterialvorschriften, Dreifachverglasung an jedem Klofenster und dem Gefasel von der globalen Erwärmung.
Unter der Annahme, dass 1 Grad Temperaturanstieg ca. 30.000 Arbeitsplätze schafft, habe ich mir anhand der vorliegenden amtlichen Zahlen mal mit dem Taschenrechner ausgerechnet, dass man nur die BRddr auf rund 170 Grad Celsius aufheizen müsste um die Arbeitslosigkeit rückstandsfrei und, was die Grünen sicher befürworten würden, umweltverträglich weg zuschmelzen.

Wenn allerdings nur die Privathaushalte die Fenster aufreißen und rausheizen was das Zeug hält, genügt das sicher alleine nicht, sondern freut nur die Energiekonzerne.
Und dass die Konzerne ihre Mitarbeiter noch schneller über den Tisch ziehen und behaupten die dabei entstehende Reibungswärme trage zur Senkung der Arbeitslosigkeit bei, das genügt auch nicht.
Manchem Manager und Politiker wird man wohl erst Feuer unter den Sessel machen müssen, damit sie ihren Beitrag leisten, bevor ihnen die Hütte über dem Kopf abgefackelt wird.
Auch die Behörden und Ministerien sind gefordert und könnten zum Beispiel ihre Formulare, Gesetze und Vorschriften zum Wohle der Nation per Feuerbestattung entsorgen.
Auf den Autobahnen könnten Mindestgeschwindigkeiten dafür sorgen, dass die Reifen qualmen und auch in anderen Verkehrsbereichen wäre etwas mehr Reibungswärme wieder gefragt.
Zu überlegen ist auch, ob ein Fackellauf durch die ehemals geteilte Stadt, zum Deutschen Bundestag genügend Energie freisetzen kann um die Molekü(h)le im luftleeren Raum zwischen den Ohren unserer Abgeordneten in Bewegung zu setzen.

Natürlich würde die Aufheizung der Republik durch den Zukauf von Energie eine Menge Geld kosten, aber das könnte man durch die Enteignung der russischen Gasmafia und Inhaftierung ihrer bundesdeutschen Rädelsführer und Interessenvertreter rasch hinbekommen.
Die dazu notwendige Legalisierung kann man sich rasch von Wladimir Putin aus der Yukos-Akte übersetzen lassen und dann mit der Mehrheit der Kopulationsparteien durch den Bundestag peitschen.

Weil der Bundesagenturweise von den schlechten Zahlen auf dem Arbeitsmarkt „kalt“ erwischt wurde und der Monat Februar -wie immer wenn Karneval ist- sicher zu einem weiteren Anstieg der Erwerbslosenzahlen führen wird, auch wenn es in Köln und Mainz heiß hergeht, will er noch nicht einmal mehr eine Prognose abgegeben: „Wir haben Anzeichen, dass die Konjunktur durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer belastet wird. Was das für den Arbeitsmarkt bedeutet, kann Ihnen heute niemand seriös vorhersagen.“

Dagegen sieht IfW-Chef Snower das ganz anders, denn er rät der Koalition „sich mit einem frischen Blatt Papier hinzusetzen und ganz neu zu überlegen, was sie jetzt tun will".

Ich denke, dass es eigentlich egal ist, was die Koalitionäre des Grauens da zusammenschreiben würden.
Wichtig ist vielmehr, dass das Blatt Papier nicht wie bisher nur zur Reinigung des Darmausgangs verwendet werden kann.
Anzünden und mal richtig Feuer machen ist angesagt, damit es endlich warm wird in der Republik. Weil rein mathematisch-meteorologisch ist das die einzige Möglichkeit den Aufschwung anzuheizen und den politischen und wirtschaftlichen Schlafwandlern saisonbedingt zu ihrer Endlagerstätte heimzuleuchten.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

06.02.2006 um 05:45 Uhr

Islamophobie

Dieser Tage wird man von den Medien regelrecht zugeballert mit Informationen über die religiöse Befindlichkeit von 1.500.000.000 Muslimen, die sich als Leser der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ über die Veröffentlichung einiger Karikaturen über alle Maßen erregen.

Kommen Sie jetzt um Allahs oder Gottes Willen nicht auf die Idee zu fragen was wichtiger ist, die Religions- oder die Meinungsfreiheit. Das spielt im vorliegenden Fall überhaupt keine Rolle (mehr).
Denn die in der „Jyllands-Posten“ abgebildeten Karikaturen sind dermaßen erschreckend, dass sie selbst mein religiöses Ehrgefühl als überzeugter Atheist aus den Grundfesten meiner kleinkarierten Weltordnung reißen.
Doch urteilen Sie selbst, welches erschreckendes Ausmaß die Dekadenz und Respektlosigkeit des Abendlandes vor den Kulturen und Religionen des Morgenlandes zwischenzeitlich erreicht hat.
Ist das nicht erschreckend?
Mal ganz ehrlich, hätten Sie auf diesem Bild erkannt, dass es sich bei der etwas dümmlich grinsenden Person mit leichtem Überbiss, die mit ihrer Nickelbrille eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Amerikaner aus Seattle zu haben scheint, um Allah, Mohammed oder einen anderen Propheten handeln könnte?
Mein Gott, würde diese Frage bei Jauch gestellt werden, würde sicher nicht nur ich mit 50 Euro nach Hause gehen.

Aber dieses Gekritzel, das aus der Feder eines mäßig begabten, spätpubertären Schülers stammen könnte, hat nun zu Massenprotesten in der islamischen Welt geführt und dort die Botschaften einiger westeuropäischer Staaten abgefackelt.

Stellen Sie sich mal vor, was erst geschehen würde wenn ein Italiener, der noch immer von der Macht Roms überzeugt ist, ein Heft von Asterix dem Gallier in die Hände fallen würde.
Denn dass die Römer spinnen, das wissen wir ja.
Aber sagen Sie das mal von einem Islamisten und sie werfen unweigerlich die Fackel des „Dschihad“ unter die Völker dieser Erde.

Der Präsident des französischen Muslimrates, Dalil Boubakeur, nannte in Paris die Karikaturen abscheulich und "eine wahre Provokation der Millionen Muslime in Frankreich".
Der Sprecher der in London ansässigen Organisation al-Ghurabaa drohte sogar mit Mord. Der Koran ordne für jemanden, der den Propheten beleidige, die Todesstrafe an, sagte er im Interview.
Und der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen warnte in Kopenhagen vor einer globalen Ausweitung des Konfliktes.
Dem allgemeinen Gezeter möchte ich mich in Frankfurt (BRddr) anschließen und darauf hinweisen, dass ich mir nie hätte träumen lassen, dass der dritte Weltkrieg durch den Funkenflug einer Karikatur ausgelöst würde, auch wenn mir bekannt ist, dass schon der zweite Weltkrieg durch eine Witzfigur deutscher Nationalität vom Zaun gebrochen wurde.

Und ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie erinnert mich das Geschehen um die „Provokativen Karikaturen“ der Jyllands-Posten an die „Satanischen Verse“ von Salman Rushdie.

Und da ich jetzt auch zu den Provokateuren der Muslime gehöre, muss ich mir schon überlegen, was ich beim nächsten Mal trage wenn ich mein sicheres Heim verlasse: „Kugelsichere Weste oder Maschinenpistole.“
Vermutlich ist beides notwendig, um sich gegen die zunehmende Islamophobie wehren zu können.
Sicher sollte man damit nicht warten, bis es bei ALDI Waffenscheine im Sonderangebot gibt.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

03.02.2006 um 05:45 Uhr

Wildbret

Um zu wissen, wie der Hase läuft und wo der Hase im Pfeffer liegt, muss man nicht unbedingt zu den Waidmännern gehören, die täuschen und tarnen und stundenlang auf dem Hochsitz hocken, nur um das Wild bei der Äsung, Losung oder gar Brunft zu belauern.

Und in Zeiten moderner Technologie müssen die Liebhaber von Wildbret auch nicht mehr zur Büchse greifen und nächtens durch den Wald stolpern, um was zum Beißen auf den Teller zu bekommen. Ein Gang zum Metzger oder zur tief gekühlten Truhe tut es auch.
Doch dieser Tage musste ich den Medien entnehmen, dass viele Redewendungen der deutschen Sprache eine ernst zunehmende Ursache im realen Leben haben.
Oder würden Sie sich bei den folgenden Sätzen sofort was Böses denken:
Bei Nacht sind alle Katzen grau.
Da brat mir doch einer einen Storch.
Den mach ich zur Sau.
Das interessiert doch kein Schwein.
Da kräht auch kein Hahn nach.

Doch jetzt hat krähen es die Hähne von den Dächern und viele Schweine interessieren sich dafür, was da zur Sau gemacht wurde.
"Soll ich wirklich aus Fasanen Wildenten machen?" soll in einem Email ein Mitarbeiter der Firma Berger seinen Vorgesetzten gefragt haben. Diskutiert wurde auch wie man das Fleisch so verpackt, dass es nicht auffällt.
«Das bayerische Verbraucherschutzministerium habe immer noch keinen Überblick über Manipulationen beim Passauer Wildfleischproduzenten Berger, wo man Fleisch umetikettiert, Mindesthaltbarkeitsdaten verlängert und Tiefkühlware als Frischfleisch verkauft hat. Betroffen sind tiefgefrorene Produkte wie Hasenkeulen, Fasane oder Hirschrücken. Bei Kontrollen der drei Berger-Fabriken in Ruderting und Ortenburg sowie in Passau hatten Lebensmittelprüfer nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums "Ekel erregende hygienische Zustände" vorgefunden. Die Fleischproben hätten ranzig, stickig, muffig oder sauer gerochen, zum Teil hatten sie auch schon zu faulen begonnen.» melden die OÖNachrichten.

Um sich den fehlenden Überblick über die Betrügereien zu verschaffen würde ich den Jungs vom Verbraucherschutzministerium mal empfehlen nächtens einen Hochsitz zu erklimmen. Mit etwas Jägerglück könnte man von dort aus mehrere Dinge auf einen Schlag, oder noch besser mit einem gezielten Schuss erledigen, wie die folgende Geschichte beweist:
Sitzen zwei Jäger auf einem Hochsitz.
Der eine schaut durchs Fernglas und fragt den Kollegen:
"Sag mal, was würdest Du tun, wenn dich deine Frau betrügen würde?"
"Na", meint der erste, "ich würde' erst dem Typ sein Dingens wegschießen und dann meiner Frau den Kopf!"
Darauf schaut der erste wieder angestrengt durch sein Fernglas und meint: "Na, wenn Du dich jetzt beeilst, dann schaffst du beides mit einem Schuss."

Den kühnen Jagern vom bajuwarischen Verbraucherschutzministerium wünsche ich mit einem dreifach knallenden „Waidmanns Heil“ viel Erfolg mit dem geschossenen Bock und dem Kadaver in der Tiefkühltruhe.
Oder war das ein Keiler? Oder doch ein Fasan? Oder war das Dingens eine Ente?

Ach hol’s doch der Geier.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

02.02.2006 um 05:45 Uhr

Hamas

„Früher hama nix ghabt, aber jetzt hamas“.
So oder ähnlich könnte man nun die Lage im ach so nahen Osten beschreiben. Dabei hatte doch vor der Wahl in Palästina alles so zuversichtlich geklungen. Ein Neuanfang sollte es werden, demokratische Wahlen für ein Volk ohne Staat, in einem Land, das sich seit Jahren in einer Art Kriegszustand befindet.
Dazu beherrscht von einer Clique, die sich die vom Ausland zur Verfügung gestellten Geldspritzen lieber zum Doping in die eigenen korrupten Venen jagt, während der Rest des Volkes am Tropf hängt und das Dach über dem Kopf weggesprengt bekommt oder seit Jahren in Flüchtlingslagern im Schatten einer acht Meter hohen Mauer leben muss.
 
Und nun sollte erstmals seit 10 Jahren ein neues Parlament gewählt werden. Die Wahl galt als Meilenstein, weil die militanten Islamisten der Hamas zum ersten Mal in den politischen Prozess eingebunden werden, denn 1996 hatte die radikale Hamas aus Protest gegen die damals laufenden Nahost-Verhandlungen den Urnengang noch boykottiert.

Am 25. Januar sah die Welt im nahen Osten für die Welt im Westen noch ganz OK aus und der Spiegel titelte „Hamas erhält laut Prognose nur 30 Prozent“ und Israel erklärte, dass ein Sieg der Hamas das Ende des Friedensprozesses bedeuten könne.
Nur wenige Stunden später meldete der Spiegel dann ein „Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Fatah und Hamas“ und der Stern gestand am 27. Januar mit „Wahlsieg der Hamas schockiert Israel“, die Wahrheit ein, denn die Hamas hatte bei den palästinensischen Parlamentswahlen nach Angaben der Wahlkommission die absolute Mehrheit gewonnen. Die bisher regierende Fatah erlitt eine verheerende Niederlage und der palästinensische Regierungschef Ahmed Kureia von der Fatah-Organisation erklärte seinen Rücktritt.

So weit. so gut, der Souverän des palästinensischen Volkes hatte gesprochen. Doch schon gibt es dicke Backen allerorten.
Genau die gleichen Politiker, die jahrelang Milliarden von Teuronen nach Palästina gepumpt haben, ohne irgendeine erkennbare Wirkung beim „Friedensprozess“ zu erzielen oder sich darum zu scheren, dass das Geld vor allem dem Herrn Arafat und seiner Clique zugute kam, genau diese Politiker blähen sich nun und erheben jetzt plötzlich die Stimme und fordern Konsequenzen.
Und das nur, weil die in Palästina aus demokratischen Wahlen mit Mehrheit hervorgegangene Partei nicht westlichen Vorstellungen entspricht und nicht auf Gewalt verzichten will. Da entsprach die bisher regierende, korrupte Fatah wohl schon eher den Vorstellungen westlicher Politiker.

So ist das aber nun mal mit Wahlen in Demokratien – erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
Und jetzt hamas – den Salat.
Mich würde nur interessieren wie denn unser Außenjoschka, der größte aller Minister des Äußeren, so kurz nach seinem Abgang die Ergebnisse seiner erfolgreichen Außenpolitik  kommentieren würde.
Und, das gehört ja nicht unbedingt zum Thema, aber haben Sie sich schon einmal überlegt, warum sein Nachfolger der Frankensteinmeier seit der Amtsübernahme wie ein Staffelläufer mit seinem Krisenstab von einer Sitzung zu anderen hechelt?
Das hängt mit den siebenjährigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Außenbereich vom Joschka zusammen.
Der Mann hätte unter Rot-Grün nicht Außen- sondern Arbeitsminister sein sollen.
Dann hätten wir jetzt die Vollbeschäftigung.

File Krise.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

01.02.2006 um 05:45 Uhr

Fußfessel

Schon immer war die Menschheit erfinderisch, wenn es darum ging gewisse (unerwünschte) geistige oder körperliche Möglichkeiten diverser Zeitgenossen und Zeitgenossinnen durch mechanische oder elektronische Vorrichtungen zu behindern und/oder zu bestrafen.

Da wurde eifrigst eingesperrt, angekettet, geleint, gefesselt, hand- und daumengeschellt, halsgegeigt, zwangsgejackt, prangergestellt, gemarterpfahlt und sogar (hab ich selber schon mal gesehen) keuschheitsgegürtelt, wobei der Tragekomfort der Vorrichtungen leider meist sehr zu wünschen übrig ließ.

Jetzt habe findige Erfinder etwas erfunden, von dem findige Politiker meinen es zur Problemlösung unbedingt an Mann oder Frau anbringen zu müssen: „Die Fußfessel“.
Natürlich nicht mehr in der mechanischen Form, sondern „state of the art“ elektronisch im Designerlook.
Zum Einsatz soll das Gerät kommen bei notorischen Schulschwänzern, gewaltbereiten Islamisten,  gefährliche Ausländern, Asylbewerbern, Langzeitarbeitslosen, Obdachlosen, Sozialschmarotzern, Kleinkriminellen und therapierten Suchtkranken.
 
Das Gerät wird vom Fachmann, oder einem technisch versierten Laien,  einfach am Bein oberhalb des Knöchels angebracht und gegen Entfernen gesichert – und fertig ist die Fesselung. Schick, umweltfreundlich, wasserdicht, atmungsaktiv, gefühlsecht, medizinisch getestet und vom Apotheker empfohlen.
Dennoch bin ich mir sicher, dass sich dieses Gerät in der BDSM-Szene nicht durchsetzen wird.

Da das Gerät aber nicht nur unter Kaftan, Jeans, Trainingshose und Arbeitskittel getragen werden kann, sondern bequem auch zu Designeranzug und Seidenkrawatte passt, lässt sich die Anwendung dieses Gerätes auf einen weit größeren Personenkreis ausweiten:
  • Politiker, die angeblich vor Ort bei ihrem alten Arbeitgeber malochen, aber stattdessen im Bundestag oder im Landtag dessen Interessen vertreten
  • Europaparlamentarier, die in Brüssel Sitzungsgelder kassieren, aber längst zu Hause oder im Wahlkreis abhängen
  • Mediziner, die im Operationssaal Patienten narkotisieren, aber zeitgleich im warmen Monaco an einer „beruflichen“ Fortbildung teilnehmen.
  • Stadtwerksdirektoren, die nebst Gattin auf Teneriffa die Energieversorgung der Insel inspizieren, während zu Hause der mit 25 Jahre laufendem Versorgungsvertrag abgesicherte Energielieferant die Preise diktiert.
  • Aufsichtsräte deutscher Automobilfirmen und Vorstände deutscher Banken, die sich Insiderinformationen zuraunen, um mit dem Abgang eines Kollegen an der Börse Millionen zu machen.
Die Liste ließe sich sicher beliebig verlängern.

Für einen aber kommt die Fußfessel zu spät, denn Muhlis A., besser bekannt unter dem Decknamen Mehmet, der mehr als 60 Straftaten begangen hat, darunter Raub und Körperverletzung und nun wegen räuberischer Erpressung zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde – dieser Muhlis A. hat sich dem Zugriff der Staatsanwaltschaft München entzogen. Obwohl er versprochen hatte, den Behörden mitzuteilen wann er sich stellen wollte.
Auf Anfrage bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München, dass „man nicht wisse wo sich Mehmet aufhalte“.
Mit Fußfessel wäre das sicher nicht passiert, aber die hätte man dem kleinen Mehmet schon bei der Geburt anlegen müssen.

Durch die Tatsache dass eine gebietsbezogene Überwachung einen erheblichen technischen Aufwand bedingt, werden sich Politiker eines Landes, das ein satellitengestütztes Mautverfahren einsetzt sicher nicht abschrecken lassen, denn die einjährige Überwachung von etwa zwanzig Personen kostet nach britischen Erfahrungen „nur“ zwischen 140.000 und 250.000 Euro.
Aber stellen Sie sich mal vor, was die Amerikaner und auch die Deutschen an Geld gespart hätte, wenn sie Osama Bin Laden und Saddam Hussein rechtzeitig eine elektronische Fußfessel verpasst hätten.
Den Amis hätte eine einzige GPS-gesteuerte Rakete genügt und die deutschen BND-Beamten hätten auch nicht extra in den Irak fliegen müssen.
 
Es lebe der technische Fortschritt.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten