Machopan - Rauchzeichen

28.04.2006 um 05:45 Uhr

Fußball WM 2006

Gerade noch rechtzeitig zur „FuBaWeMe 2006“ (© Machopan) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Bezeichnung „Fußball WM 2006“ JEDER benutzen darf.

Die Sponsoren des Fußballverbandes haben für die exklusive Verwendung dieser Bezeichnung schlappe 50 Millionen Euro Lizenzgebühren an die Fifa  bezahlt, die sich über 850 Waren und Dienstleistungen mit diesem Markennamen schützen ließ um Kasse zu machen.
Und jetzt darf JEDER den Text „Fußball WM 2006“ verwenden wo immer es ihm gefällt.



So eine Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen und wirklich jeder Mann, jede Frau und jedes Kind sollte von der Möglichkeit Gebrauch machen überall „Fußball WM 2006“ draufzuschreiben.
Stellen Sie sich einmal vor, wie viel Geld man damit sparen kann, dass es jetzt nichts mehr kostet „Fußball WM 2006“ schreiben zu dürfen. Außerdem müssen auch alle Waren billiger werden, auf die die Hersteller „Fußball WM 2006“ draufschreiben wollten: „Kondome, Handtuchhalter, Duschvorhänge, Düngemittel, Fruchtpressen, Schuhcreme, Badesalz, Rasierwasser, Schreibwaren, Mülleimer, Sonnenbrillen, Strampelanzüge, Flip Flops, Taschentücher, Getränkeflaschen, Müsliriegel, Computer und Klopapier“.

Spontan ist es aber für den Privatmann und die Privatfrau aber gar nicht so einfach Dinge zu finden wo man „Fußball WM 2006“ draufschreiben kann.
Ich hab mir das hin und her überlegt und nichts gefunden, was sich sinnvollerweise mit „Fußball WM 2006“ beschriften ließe.
Mein Auto? Also so bescheuert bin ich nun doch nicht!
Die Krawatte? Die kann ich doch dann nach der „Fußball WM 2006“ wegwerfen!
Unterwäsche? Ich bin doch nicht pervers!
Bügelbrett? Da ist die beste aller Frauen dagegen!
Mülleimer? Wissen Sie was so ein Ding heute kostet?
Klopapier? Genau, das ist es! So kann ich auch meine Meinung über die „Fußball WM 2006“ am besten zum Ausdruck bringen.

Und bevor ich mich jetzt an das zeitintensive manuelle Beschriften der 4-lagigen Rollen mache, schreibe ich hier noch rasch das Blog mit „Fußball WM 2006“ voll.

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Apropos, was steht denn eigentlich auf den Eintrittskarten zur „Fußball WM 2006“ drauf?
Na, hoffentlich nicht „Fußball WM 2006“, weil das kann ja jetzt JEDER draufschreiben!

Vivat FiFa, vivat Fußball WM 2006“.

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27.04.2006 um 05:45 Uhr

Spieglein

„Spieglein, Spieglein an der Wand
wer plappert den größten Unsinn im ganzen Land?
Oh, es ist der Herr Sinn, der Seher, so glaubt es mir,
er sann es im Spiegel, wo ich es sah
und es grauste mir bis unters graue Haar“.

«Der Chef des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, sieht düstere Zeiten auf den deutschen Arbeitsmarkt zukommen. In den kommenden zehn Jahren werde die deutsche Industrie mehr als eine Million Stellen abbauen. Der Münchner Wirtschaftswissenschaftler begründet seine Prognose mit dem anhaltenden Trend der Wirtschaft, Arbeitsplätze an Niedriglohnstandorte in den neuen EU-Ländern zu verlagern. Mittelfristig rechnet Sinn mit dem Zuzug von mindestens 2,5 Millionen Menschen. "Die Ausländer werden die Einheimischen in den Sessel drängen, den der deutsche Sozialstaat für sie bereit hält »

„Mein Gott, oh Herr wirf Hirn vom Himmel“, will man da rufen, „was redet der Mensch da für einen gequirlten Schwachfug: Trotz Verlagerung von mehr als einer Million Stellen in Niedriglohnländer, sollen 2,5 Millionen Menschen nach Deutschland zuziehen.

Zuzug trotz Verlagerung?
Es muss die Frage gestattet sein – warum?
Warum sollten 2,5 Millionen Menschen in ein Land ziehen, das gleichzeitig 1 Million Arbeitsstellen verliert? Vielleicht sogar gerade in die Heimat dieser zuziehenden Menschen.
Das macht doch keinen Sinn! Oder nur für den Herrn Sinn!

Wovon bestreiten denn die Zuziehenden ihren Lebensunterhalt, wo es doch jetzt schon für Millionen nicht genug Arbeit gibt und der Anteil der Arbeitslosen unter den Zugezogenen am größten ist?
Oder bringen die Zuziehenden so viel Geld mit, dass es zum Leben und Überleben in einem Industriestaat reicht?
Hat sich der Herr Sinn eigentlich schon mal gefragt, warum an deutschen Universitäten noch Ausländer „studieren“, wenn die Zuwanderer schon über so viel Sachkompetenz und Fachwissen verfügen, dass sie damit die Einheimischen in den Sessel des deutschen Sozialstaates drängen können?
Unabhängig davon ,dass zwischenzeitlich außer dem Herrn Sinn wohl jeder einigermaßen geBILDete Leser mitbekommen hat, dass der Sessel des deutschen Sozialstaates längst zum Hocker mutiert ist, muss man sich mal fragen, was denn in diesem Land geschehen wird, wenn die Zeiten für die zunehmende Zahl arbeitsloser Menschen noch düsterer werden.

Wollen wir dann noch mehr Deutschkurse, Integrationsprogramme, Qualifizierungs- und ABM-Maßnahmen, Initiativen für Lehrstellen und Familien anbieten und an „Reformversuchen“ des Arbeitsmarktes, der Sozial- und Steuersysteme herumbasteln, die allesamt auf dem Rücken der „kleinen Leute“ ausgetragen werden?

Oder wollen wir warten, bis die „Koalitionen der Unwilligen“ singend durch auf die Straße ziehen:

Licht aus, Messer raus, haut sie dass die Fetzen fliegen,
Fenster zu, Straße frei, runter vom Balkon -
und jetzt raus aus dem Sessel und ab durch die Mitte.

Wo man singet solche Lieder, das lass dich besser nicht (im Sessel) nieder!

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26.04.2006 um 05:45 Uhr

Familienbericht

„Ham‘se nicht ein halbes Kind für mich?“.
Damit meine ich keine Halbwaisen oder gar ein „körperlich“ halbes Kind.
Ein statistisch halbes Kind würde mir vollkommen reichen, denn nach Überprüfung meines Tagesablaufes habe ich entdeckt, das ich am Tag noch 12 Minuten Zeit habe, die ich mit einem Kind verbringen könnte.

Wie ich auf einen solchen Quatsch komme, wollen Sie wissen?
Na ich habe den Familienbericht der Bundesfamilienministerin Ulla von der Leyden gelesen und dort erfahren, dass deutsche Mütter im Osten 1,6 und im Westen 1,7 Kinder für „statistisch“ ideal halten.
Männer halten dagegen 1,5 Kinder für ideal.

Außerdem kann man(n) dem Bericht entnehmen, dass europäische Frauen täglich zwei bis zweieinhalb Stunden mit "ihren" Kindern verbringen. Deutsche Frauen liegen dagegen mit zwei Stunden und 18 Minuten dabei „nur“ im Mittelfeld.

Das muss man(n) sich mal vorstellen!!!
Man(n), da tun sich ja Abgründe auf !!!
Da ist man(n) auf Arbeit und am managen und malochen und denkt dass Frau am heimischen Herde zum Wohle der deutschen Familie werkelt, schafft, macht, putzt, wäscht und sich um die artgerechte Haltung und Versorgung der auf 1,6, - 1,7 Planstellen sitzenden Milchvampire kümmert und sich dabei in aller Ruhe auf ihre geschlechtsbedingte, abendliche Rolle als ruchbarer Vamp vorbereitet.
Statt dessen geht die „Dame des Hauses“ für 12 Minuten täglich ihrem Freizeitvergnügen nach!!!

Gut, dass das im Familienbericht der Frau Bundesministerin Ulla von der Leyden endlich mal so klar und deutschlich zur Sprache kommt, denn wer hat es vor ihr jemals gewagt so offen und schonungslos den „Arbeitswillen deutscher Mütter“ zu kritisieren.

Mit dieser siebenfachen Mutter wird die Republik sicher noch viel Freude haben.

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25.04.2006 um 05:45 Uhr

Ugly SUN

„Der Mann ist Kult“ dichtelt der Spiegel,  „denn in seiner "Bild"-Kolumne schreibe der Berufsprovokateur Franz Josef Wagner täglich einen Brief ans Volk“.
Dieser Satz zaubert vermutlich nicht nur mir, ein größeres Fragezeichen ins Gesicht, denn wer ums Verrecken ist Franz Josef Wagner, von dem es in dem Artikel heißt er wäre ein „Gossen-Goethe“, ein „Unterhosen-Publizist“, ein „einsamer Wolf“ unter den Kolumnisten dieser Republik, einer der nervt, aufregt und manchmal trifft.

Nun muss ich gestehen, dass ich meine letzte BILD-Zeitung gelesen habe, als das Revolverblatt noch 10 Pfennige gekostet hat. Das muss irgendwann in den Sechzigern gewesen sein. Seit damals bin ich im Besitz der Erkenntnis, dass dieses Medienerzeugnis in etwa den gleichen Informationsgehalt besitzt  wie eine gebrauchte Rolle Toilettenpapier.
Grund genug mich durch einen Besuch bei www.bild.de in Bezug auf den nervigen „F.J. Wagner“, den einsamen Kolumnenwolf der größten deutschsprachigen Tageszeitung aufzuschlauen.
Dass ich dort ausgerechnet die Kolumne erwischt habe, in der sich der Kult-Man über den Abdruck „intimer Pool-Fotos“ unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel auskotzt, dafür kann
der F.J. Wagner nix.
Aber für den Text, den er da erbrochen hat, dafür kann er was, denn man muss ihm schon unterstellen dürfen, dass er diesen im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte verfasst hat.

Liebe ugly „Sun“, liebe häßliche „Sun“,
Ihr seid „rotten to the core“, verdorben bis ins Mark. Ihr habt meine Kanzlerin beim Wechseln ihres Badeanzugs in Eurer „rottenest“ verfaulten Zeitung gezeigt. Schande über Euch. Ich schäme mich für Euch.
Die Rückseite meiner Kanzlerin ist mir dennoch sympathischer als Eure Whisky-aufgedunsenen Arschgesichter in London. Aber vor allem ist mir der Kopf meiner Kanzlerin wichtig. Sie ist Doktor der Physik, sie kann mir Einstein erklären.
Ach, Ihr bei der „Sun“ wißt nicht, wer Einstein ist? Bleibt blöd! Die einzige Sprache, die Ihr versteht, ist die Sprache des Fußballs. Niemals würden wir Fotos Eurer Queen in Stützstrümpfen drucken, wir drucken Fußball-ergebnisse.
Wir werden Euch weghauen bei der WM. Wir werden Euch weghauen auch wegen der Fotos in der „Sun“. Rache ist süß, Ihr werdet noch weinen.
Herzlichst
Ihr F. J. Wagner

Also ehrlich gesagt, ich finde den Text so was von doof – er könnte fast von mir sein.
Was hat „Einstein“ mit den säulenartigen, relativ kräftigen Gehwerkzeugen unserer Kanzlerin zu tun?
Überhaupt ist die Person, die sich auf den „intimen Pool-Fotos“ den nassen Badeslip über die Pobacken zieht, von hinten nicht zu erkennen.
Es könnte genau so gut Hella von Sinnen sein, die sich da unter einem weißen Bademantel aus einem nassen Badeanzug quält, ohne dabei umzufallen..

Auch warum der Schreiber die (angebliche) Rückseite unserer Miss „Griff“ Merkel mit aufgedunsenen Arschgesichtern in London assoziiert, kann ich nicht nachvollziehen, denn so schlimm sieht das abgelichtete Achterdeck doch nun auch wieder nicht aus.

Und überhaupt kennt sich doch unsere Kanzlerin mit  den Medien besten aus, hat sie doch für ihre Doktorarbeit den Titel: „Der Einfluss der räumlichen Korrelation auf die Reaktionsgeschwindigkeit bei bimolekularen Elementarreaktionen in dichten Medien“ gewählt.
Und schnell reagiert haben doch die allerwertesten Elemente der Medien bei der SUN, oder?

Die Times hält das Foto gar für ein perverses Kompliment und die Bundesregierung will daher die Sache auf sich beruhen lassen.
Nur "Bild"-Kolumnist Franz Josef Wagner:zeigt späte Ansätze von Reue: "Manchmal quält mich schon, was ich da verzapft habe."

Ja, da kann man ihm nicht widersprechen, denn wenn die Krauts bei der WM die Tommys nicht „weghauen“, dann muss BILD die Queen in Stützstrümpfen drucken.
Und das wäre dann doch wirklich zum Weinen.

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24.04.2006 um 05:45 Uhr

Winterreifenpflicht

Wie man es auch macht, es ist nix.
Jetzt steht im Handelsblatt zu lesen, dass die "Winterreifenpflicht" die Fahrzeugsicherheit im Sommer gefährden könnte, denn die Experten des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. /WDK) rechnen damit, dass viele Autofahrer die Winterreifen als Ganzjahresreifen einsetzen werden.
«Es bleibe abzuwarten, ob die Polizei im Sommer "den Spieß umdrehen" und auch in den warmen Monaten eine "geeignete Bereifung" nach StVO verlangen werde. Winterreifen könnten im Sommer als ungeeignet eingestuft und ihr Einsatz per Bußgeld abgemahnt werden.»

Nun ist sicher nicht nur mir ganz klar, wo der der Gesetzgeber die "Winterreifenpflicht" definiert hat, denn im Herbst 2005 hatten die Länderverkehrsminister und die Bundesregierung zwar eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) beschlossen, aber danach ist die Ausrüstung des Kraftfahrzeugs lediglich an die "Wetterverhältnisse" anzupassen. Von den Jahreszeiten stand da allerdings nix zu lesen.
Ganz Eifrige, natürlich ganz ohne eigene Geschäftsinteressen, haben daraus rasch die umsatzsteigernde "Winterreifenpflicht" abgeleitet. Nun wird wiederum rechtzeitig zu den ersten Sonnenstrahlen die "Sommerreifenpflicht" ins Spiel gebracht. Demnächst wird des dann um die artgerechte "Frühjahrsbereifung" und "Herbstbereifung" gehen. Auch wird in den Denkfabriken der Reifenhersteller und ihrer Erfüllungsgehilfen in Politik und Wirtschaft schon an den ideologischen Vorbereitungen für den "Werktagsreifen" und den "Sonntagsausflugsreifen" gearbeitet.
Unbestätigten Meldungen zur Folge befindet sich auch die Entwicklung eines speziellen "Parkreifens" für kleine und mittlere Fahrzeuge bereits in der Pilotphase.

Derweil meldet das Kfz-Gewerbe, dass das anhaltend schlechte Wetter die Kauflust bei neuen und gebrauchten Pkw dämpfe. Fast jeder zweite Markenhändler schimpfe auf die "meteorologische" Großwetterlage. Da wäre es doch sicher sinnvoll zur Belebung des Geschäftes durch den Gesetzgeber die "Sommerwagenpflicht" in Verbindung mit der "Sommerreifenpflicht" einzuführen.
Und zwar rasch bevor die Kunden mangels Kaufkraft zum steuerbefreiten Velo mit "Allwetterbereifung" greifen und den Spieß umdrehen.

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21.04.2006 um 05:45 Uhr

Einwanderung

In den Medien kann man mal wieder viel über Migration und Integration lesen.
Auch in den Internetforen gibt es viele Beiträge zu bewundern und zu bestaunen. Die Kommentare der Politiker zur Lage sind wie immer: „wenig fachkundig, an der Sache vorbei, kaum hilfreich, überwiegend eigennützig, mediengeil, flüchtig und letztendlich ist es schade um die Zeit, die man sich genommen hat um den Worthülsen zuzuhören.“

Nun muss man wirklich kein Gelehrter sein um zu verstehen was seit Jahren in und mit unserem Land geschieht und welche Interessen ursächlich dahinter stehen.
Man muss nur die Augen aufmachen, sich die Dinge ansehen und zwei und zwei zusammenzählen. Viele haben das getan und sich Gedanken darüber gemacht. Geäußert haben diese Gedanken die wenigsten.
Über die Ereignisse und Veränderungen in der eigenen näheren Umgebung hat man hinweg gesehen und höchstens mal im Freundeskreis oder im Gespräch mit Verwandten das Thema gestreift.

Jetzt eskaliert dieses Thema und wiederum wird es zum Spielball politischer, wirtschaftlicher und persönlicher Interessen.
Dabei ist es alles so einfach. So einfach, wie in Kriminalromanen die Frage, die meist zur Entlarvung des Täters führt oder die Frage die sich Steuerermittler stellen, wenn sie auf ein undurchsichtiges Konstrukt aus Firmen, Personen und Funktionen stoßen.
Die Frage lautet: „Wem nützt das, wer zieht seine Vorteile daraus, wer hat ein Interesse daran, dass es so ist wie es ist, dass es so bleibt wie es ist oder wer hat ein Interesse daran, dass es sich ändert?“.

Mit dieser Fragestellung kann man nicht nur die letztendlich auf privaten Profit gerichteten Aktivitäten unserer politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen hinterfragen, sondern auch so abstrakte Dinge wie die Zuwanderung

Also, wem nützt die Zuwanderung?
Und welche Gründe bewegen Menschen dazu ihr angestammtes Heimatland  zu verlassen?
Bei Wikipedia kann man die wichtigsten Gründe für die Zuwanderung nachlesen:

1. Wegen besserer Arbeits- und Lebensbedingungen
2. Aus politischen Gründen
3. Aus religiösen oder sprachlich-kulturellen Gründen
4. Aus Gründen der Familienzusammenführung
5. Als Flüchtlinge wegen akuter Bedrohung durch Krieg, Bürgerkrieg, Hungersnot oder gezielter Vertreibung
6. Als angeworbene Siedler
7. Zwangsweise Zuwanderung durch Versklavung und Verschleppung
8. Aus persönlicher Neigung zu dem aufnehmenden Land

Bei den Punkten 1 bis 4 liegen die eigentlichen Beweggründe sicher in der persönlichen Situation des Zuwanderers, der sich durch die räumliche Veränderung persönliche Vorteile für sich und seine Angehörigen erhofft.
Beweggrund Nummer 5 liegt wohl ebenfalls im persönlichen Bereich des Auswanderers oder Flüchtlings. Der wesentliche Unterschied liegt aber darin, dass der Aufenthalt im Gastland nur temporär geplant ist und nach Normalisierung der Lage im Heimatland zeitnah die Rückkehr erfolgt.

Anders sieht es aus beim Punkt Nummer 6. Hier überwiegen eindeutig die Interessen des Gastlandes, wobei beim Zuwanderer sicher dabei auch Beweggrund Nummer 1 eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Punkt Nummer 7 darf man sicher, zumindest im europäischen Raum, vernachlässigen wenn man mal von den Beweggründen im Zusammenhang mit der zwangsweisen Prostitution absieht.

Auch Punkt Nummer 8 spielt, zumindest für die Zuwanderung nach Deutschland,  nur eine untergeordnete Rolle.

Und jetzt wenden wir uns mal den Gründen 1 bis 4 zu und ich denke man muss nicht lange darüber diskutieren, um die eingangs gestellte Frage „Wen nützt das, wer zieht daraus seine Vorteile?“ zu beantworten, denn wäre ein primäres Interesse des Zuwanderungslandes gegeben, würde es sich eindeutig um die gezielte Anwerbung von Siedlern zur Kultivierung wenig besiedelter Gebiete oder um die Lösung sozialer, wirtschaftlicher und/oder politischer Probleme handeln.
Da nun die Bundesrepublik Deutschland selbst nach der Wiedervereinigung im Vergleich zu ihren Nachbarländern eine sehr hohe Besiedlungsdichte aufweist, bleibt eigentlich nur die Lösung sozialer, wirtschaftlicher und/oder politischer Probleme übrig.

Da in den Industriestaaten die Prioritäten meist von der Wirtschaft bzw. dem Kapital gesetzt werden und die Politik zunehmend zum willigen Helfershelfer dieser Interessen degeneriert ist, haben soziale Probleme nur eine nachrangige Bedeutung.  
Deutlich wird dies auf einfache Art bei der Anwerbung der Gastarbeiter in den 1960er Jahren, die aus rein wirtschaftlichen Gründen ins Land geholt wurde. Ein entsprechender Beitrag bei Wikipedia ist sehr lesenswert, denn er zeigt auf sehr verständliche Weise die Entstehung der heutigen Probleme. Bis 1973 kamen auf diese Weise etwa 4 Millionen Gastarbeiter aus Italien, Spanien, Portugal, Jugoslawien, Griechenland und der Türkei nach Deutschland.
Man muss kein Gelehrter sein um zu verstehen, wer davon profitiert hat.
Bereits Anfang der 1970er Jahre zeigte sich, dass die ursprüngliche Annahme eines befristeten Aufenthaltes in Deutschland verfehlt war. So wurde aus Punkt 8 der Zuwanderungsgründe klamm und heimlich der Punkt 1, bei dem persönliche Gründe des Zuwanderers im Vordergrund stehen. Trotz Anwerbestopp wurde die Bundesrepublik in den Folgejahren durch den Zuzug von Familienangehörigen zu einem Einwanderungsland, was aber von allen bundesdeutschen Regierungen bis Ende der 90er Jahre bestritten und ignoriert wurde. Wie bereits weiter oben erwähnt, die Politik als Helfer für Wirtschaft und Kapital.

Doch nun schreiben wir das Jahr 2006.
Rot-Grünes Multi-Kulti, die Grenzöffnungen und die rasche Erweiterungen der Europäischen Union haben die Lage ebenso verschärft wie die Globalisierung, die einseitige Belastung der Arbeit mit Lohnnebenkosten, Abwanderung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer und die damit verbundene hohe Arbeitslosigkeit.
Man muss kein Gelehrter sein, um zu verstehen wer davon profitiert.

Jetzt sind wir am Ende der Kette angekommen, denn nun plötzlich verlangt die Politik, noch immer bestens gesteuert von Wirtschaft und Kapital, radikale Veränderungen der sozialen Sicherungssysteme in die Arbeitnehmer jahrzehntelang treu und brav ihre Beiträge entrichten mussten.
 
Der Gürtel muss enger geschnallt, die Systeme umgebaut, die Leistungen gekürzt werden. Man braucht mehr Kinder, hat zu viele Arbeitslose, zu wenige Lehrstellen und zu viele Ausländer.
Man muss kein Gelehrter sein um zu verstehen, wer davon profitiert.

Sie sind es nicht, ich auch nicht und die meisten der in den letzten Jahrzehnten erfolgreich aus westeuropäischen Ländern migrierten „Ausländer“ auch nicht.

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20.04.2006 um 05:45 Uhr

Ersteinstellungsvertrag

Kennen Sie den Unterschied zwischen Paris und Berlin?
Nein, ich meine jetzt nicht den abgelutschten Witz, dass es in Paris wenig Berliner gibt, aber in Berlin viele Pariser.

Nein, ich meine wie die Pariser auf die Straße gingen und ihren Unmut über die Arbeitsmarktpolitik der Regierung und den „Contrat Première Embauche“ (Ersteinstellungsvertrag) - ein 24-monatiges, grundlos kündbares Vertragverhältnis für Jugendliche, zum Ausdruck brachten.
Dabei stört es mich ehrlich gesagt auch überhaupt nicht, dass es dabei Randale und Chaos gab. Bei drei Millionen Franzosen, die sich am „schwarzen Dienstag“ gegen die Politik ihrer Regierung zur Wehr setzten, konnten zwangsläufig Kollateralschäden nun mal nicht ausbleiben.
Zumindest musste man sie billigend in Kauf nehmen.

Und mal ganz ehrlich – glauben Sie wirklich, dass es für einen arbeitlosen Jugendlichen einen großen Unterschied macht, ob er auf der Straße rumhängt, durch Beschaffungskriminalität seinen Lebensunterhalt fristet bis er irgendwann erwischt wird und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wird oder ob ihn das gleiche Schicksal bei einer gewalttätigen Demo ereilt.
Das ist für ihn doch Jacke wie Hose.

Wie in Frankreich versucht man doch auch bei uns, den Arbeitslosen weis zu machen, dass durch Änderung des Kündigungsschutzes neue Arbeitsplätze entstehen. Als ob schon mal durch entsprechende Änderung des Mietrechts neue Wohnungen gebaut worden wären.

Also ich persönlich könnte mich mit einer entsprechenden Neuregelung des Kündigungsschutzes nur anfreunden, wenn das grundsätzlich auch für alle bestehenden Verträge gelten würde. Also zum Beispiel für alle Beschäftigungsverhältnisse gegen Entgelt. Für Beamte, Freiberufler, leitende Angestellte, Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte und selbstverständlich auch für Politiker.
Alle sollten ohne Angabe von Gründen innerhalb der ersten 24 Monate ihrer Tätigkeit ohne Anspruch auf finanzielle Entschädigung entlassen werden können.
Und um Chancengleichheit herzustellen, sollte dieses Gesetz nach seiner Verabschiedung zwei Jahre lang für alle gelten, unabhängig davon wie lange das Beschäftigungsverhältnis bereits bestehen sollte.

Mit einer solchen Regelung würden wir sicher innerhalb kurzer Zeit in den neugeschaffenen Jobs ersaufen und könnten uns außerdem die wirklichen Probleme unserer Gesellschaft vom Halse schaffen um dem Lande zu Aufschwung und Wohlstand verhelfen.
Und falls nicht, dann wären wir wenigstens in der Not alle gleich. Irgendwie verlockend dieser Gedanke.

Wie wir eine solche Regelung erreichen?
Ganz einfach – erst brauchen wir mal mehr Pariser in Berlin.
Vielleicht hätte ja die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland eine ganz andere Richtung genommen, wenn John F. Kennedy am 26. Juni 1963 seine Solidarität mit der Berliner Bevölkerung mit dem Satz „Ich bin ein Pariser“ zum Ausdruck gebracht hätte.

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19.04.2006 um 05:45 Uhr

Ehrenmord

Übel kann einem zivilisierten Mitteleuropäer werden, wenn er durch Studien in den Medien versucht, sich in die Gedankenwelt der Familie Sürücü einzuarbeiten, um „Verständnis“ für die schwierige Lage von Migrantenfamilien in der ach so „ausländerfeindlichen“ Multi-Kulti –Gesellschaft unserer Nach-Holocaust-Nation zu entwickeln.

Da meuchelt in unserer Bundeshauptstadt der jüngste Bruder die eigene Schwester in aller Öffentlichkeit, um im Auftrag des Familienclans dessen „gekränkte Ehre“ wiederherzustellen und nachdem dies erfolgreich erledigt wurde, macht man sich nun daran den 5-jährigen Sohn der ermordeten Hatun Sürücü in den Schoß der Familie heimzuholen.
"Wir haben nur das Urteil abgewartet", sagte Arzu Sürücü, die Schwester der Ermordeten dem "Tagesspiegel". "Jetzt werde ich in den kommenden Wochen das Sorgerecht beantragen.

Neun Jahre und sechs Monate „Jugendhaft“ hat der zur Tatzeit 19-jährige Mörder für die mit drei gezielten Schüssen ausgeführte Hinrichtung seiner Schwester erhalten. Die anderen Tatverdächtigen dieser „ehrenwerten“ Familie gingen „aus Mangel an Beweisen“ leer aus. Die Staatsanwaltschaft hatte für die beiden älteren Brüder des Täters wegen gemeinschaftlichen Mordes lebenslange Haft gefordert und will gegen das Urteil Revision einlegen.
Beim Zustand unseres Rechtssystems ist dabei aber ein Freispruch des Täters sicher wahrscheinlicher als eine Verurteilung der Mittäter, denn im Interesse der Familie hatte der „Jüngste“ in der Familie die Tat „gestanden“ um die Folgen des Mordkomplotts für die „Familienbande“ möglichst gering zu halten. Hätte der jugendliche Täter seine Schwester zwei Jahre früher als „Minderjähriger“ hingerichtet, wäre die „Strafe“ noch geringer ausgefallen.

Nun stehen die Chancen auf Erhalt des Sorgerechts für das Kind der Ermordeten nicht schlecht. Und sollte es der in Deutschland lebenden Familie Sürücü wider Erwarten nicht gelingen, dann ist ja da immer noch der in der Türkei lebende leibliche Vater des Kindes und ehemalige Ehemann und jetzige „Witwer“, der im Alter von 16 Jahren zwangsverheirateten Mutter.

„Nur die Werte der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik seien gültig“, meinte der Richter Michael Degreif bei der Verkündung des Urteils.
Aus seiner Sicht mag der Herr Richter da wohl Recht haben.
Aber Familien wie die Sürücü sind offensichtlich nicht Teil der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland.
 
Aber das wird sich durch den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union sicher ändern, denn dort stehen Ehrenmorde auch bei Jugendlichen unter sehr hoher Strafandrohung, was dazu geführt haben soll, dass in der Türkei die Zahl der Ehrenmorde drastisch abgenommen haben soll. So jedenfalls steht das bei Wikipedia.
Natürlich könnte der Rückgang der Ehrenmorde in der Türkei auch daran liegen, dass die ewig Gestrigen in der Türkei ihre Heimat als politisch Verfolgte verlassen und im migrantenfreundlichen Deutschland Zuflucht gesucht und gefunden haben.

Zur Adoption des Sohnes der Ermordeten durch die Familie des Mörders meinte der SPD-Innenpolitiker Dieter „Das“ Wiefelspütz: „Es ist ausgeschlossen, dass dies in Betracht kommt".
Aber nun ist das Wiefelspütz natürlich nicht der Richter (Gott sein es gedankt, getrommelt und gepfiffen), der das zu entscheiden hat. Und außerdem sollte er mit solchen Sprüchen vorsichtig sein, denn in einem Land, in dem die Adoption von minderjährigen russischen Mädchen durch einen in vier Ehen kinderlos gebliebenen ältlichen deutschen naturhaarigen SPD-Politiker möglich war, wird sicher auch die Adoption eines türkischen Jungen durch türkische Familienangehörige möglich.

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18.04.2006 um 05:45 Uhr

(F)Eiertage

Trotz Schweinepest und Vogelgrippe, Wintereinbruch und Jahrhundertflut ist es mal wieder so weit:  ES IST OSTERN! – die Zeit der abgekochten Eier.

Jede Menge Christen sind wieder nach Italien zum Vati Kahn geeilt, um sich vom heiligen Vater Benny dem XVI mit über dem Kopf erhobenen Händen den Ostersegen „urbi et obi“ geben zu lassen.
„Obi ist das schön“ tönt es derweil durch Benny’s Heimat Bayern wo Opi Kahn nach dem Eiertanz vom Klinsi die Hände erst über dem Kopf und dann vor’s Gesicht schlug.
 
Nicht offen geklatscht hat man dieser Tage in Berlin, sondern rieb sich heimlich die Hände, weil dem Berlu Sconi bei der Wahl in Italien ordentlich die Eier gequetscht wurden. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass er den Italienern -besonders den Auslandsitalienern- derart auf den Sack gehen würde.

An den Sack möchte der künftige SPD-Cheffe Beck den Steuerzahlern, denn er meint, dass der Staat auf Dauer mehr Geld benötige. Mit einer Steuerquote von 20% könnten sich nur Wenige in das gemachte Nest der Bunten Republik Deutschland legen.
Sein Parteikumpel, der Bundestags-Vize-Vize-Vize-Vize-Vize-Vizepräser Wolfgang „Abraham“ Thierse, funkte auf Deutschlandradio auf gleicher Wellenlänge: „Der Staat darf nicht bis auf sein Skelett abgemagert werden, wenn er für den sozialen Ausgleich von unten nach oben sorgen soll.
Dabei hat er sicher, wie sein bis auf’s Skelett abgemagerte Parteikumpan Beck auch, den kleinen Unterschied zwischen der geringen „Steuerquote“ und der hohen „Abgabenquote“ zur Finanzierung der stattlichen staatlichen Umverteilungsmechanismen übersehen.

Gegen derartige politischen Windeier ist die jährliche Anhebung der Spritpreise durch die Mineralölkonzerne ei-gentlich schon fast eine Selbstverständlichkeit geworden. Absprachen jedweder Art werden natürlich heftig dementiert, doch scheinen die Konzerne ihre Preiserhöhungen, von denen auch unsere am Hungertuch nagenden Polit(g)eier profitieren, nach dem gleichen gregorianischen Kalender auszubrüten.

Ein Ei gelegt hat sich auch der Altbundespräsidente Romano Herzog. In einem Zeitungsinterview bemängelte er, dass  "ein mittelständischer Manager in der Industrie mehr verdient als ein Bundeskanzler. Unsere Politiker seien besser als ihr Ruf. Der schlechte Ruf stammt oft von Journalisten, die selbst gern Minister geworden wären.
Töröööööh, Törööööh, wie man sieht braucht auch ein Altbundespräsident keine neidischen Journalisten um den Ruf eines schlechten Politikers unter Beweis zu stellen. Wobei es mir (nicht nur) gelegentlich so vorkommt, dass das Beste am schlechten Ruf eines schlechten, schlechtbezahlten Politikers sicher sein Nachruf ist. Und den hat dann sicher auch noch irgendein neidischer Journalist geschrieben.

Was mir sonst noch so zu Ostern und den (F)Eiertagen einfällt?
Na, Hühnerei, Spiegelei, Rührei, Kuckucksei, Windei, Sauerei. Eigentlich egal wie es anfängt, am Ende ist es immer gleich.
Dabei spielt es auch keine Rolle, wer das Ei gelegt, ausgebrütet oder angerichtet hat.

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12.04.2006 um 05:45 Uhr

Parklücke

Frauen scheinen doch besondere Menschen zu sein.
Man(n) ist sich dessen nicht immer bewusst, aber dann schlägt die Realität mit brutalster Gnadenlosigkeit zu, reißt unserer Gesellschaft brutal die Maske vom Gesicht und zeigt den wahren Unterschied der Geschlechter.
Was war zum Einbruch der kalten Winterzeit geschehen?

Man(n) steht mit anderen Geschlechtsgenossen in einem kleinen, nach kaltem Rauch, Achselschweiß, Männerdeo Marke „Irisch Moos“ und frischem Gummi riechendem Büro einer Reifenfirma und wartet darauf, dass er seinen PKW zur Montage der Winterreifen anmelden kann.
Plötzlich öffnet sich die Türe und eine junge Dame, altersmäßig gerade im Wechsel aus dem zwoten in das dritte Lebensjahrzehnt, Modell elitäre Managerin einer nahegelegenen internationalen Softwarefirma, in Haar und Gesicht gestylt als ginge es gleich zur Endausscheidung im diesjährigen Miss World Event an einer First Class Location bleibt in der Haltung von Hermes dem Götterboten mit der Türklinke in der Hand auf der Schwelle stehen und gewährt der kalten Außenluft Zugang zu dem überheizten Raum, wohl wissenden dass sie die Aufmerksamkeit der wartenden Männer auf sich zieht.
Es vergehen einige spannungsgeladene Sekunden während das Weib ihren Auftritt genießt. Und während sie immer noch da steht, ein Bein auf der Schwelle, das andere Bein draußen auf dem Hof, die eine Hand an der Türklinke und in der anderen Hand, wie könnte es auch anders sein, ein Täschchen aus feinstem Leder das einem Laptop als Behausung zu dienen scheint.

Dann öffnet sich ihr Mund und ohne eine bestimmte Person anzusprechen, steht plötzlich ihre  Frage im Raum: „Ich habe einen Termin zum Reifenwechsel. Wo bitte kann ich mein Fahrzeug abstellen?“.

Ruckartig zucken die Männerköpfe herum, starren auf den etwas dicklichen unrasierten Angestellten der Reifenfirma, der hinter seinem schmuddeligen Schreibtisch auf einem Ledersessel thront, der wie sein Benutzer auch schon bessere Zeiten gesehen hat.
Erwartungsvolle Stille steht im Raum, bis der Angestellte sich mit behaarten Hand und schmutzigen Fingernägeln über den mit schütterem Haar bewachsenen Schädel streicht und dann sagt: „Am besten Sie verwenden dazu eine Parklücke. Wie die Herren hier auch. Parklücken finden Sie draußen auf dem Hof. Sollte keine Parklücke da sein, dürfen Sie ihr Fahrzeug auch gerne auf der Straße abstellen.“

Danach herrschte wieder Stille und die Blicke der Männer richteten sich wieder zur Türe, wo die Elitesse immer noch in unveränderter Position verharrte. Geändert hatte sich nur der Gesichtsausdruck  der Dame, dem man deutlich ansehen konnte wie hinter der Stirn angestrengt gedacht wurde, während hämisches Grinsen in die Gesichter der männlichen Beobachter zog.
„Eine Parklücke finden Sie meistens zwischen zwei anderen Fahrzeugen“, legte noch einer der anwesenden Herren nach und es wunderte mich nicht, dass aus den dämmrigen Tiefen des Raumes ein leises prustendes Lachen zu hören war, während sich die Türe langsam schloss und die Dame ohne einen Gruß verschwand.

Drinnen in der muffeligen Wärme des kleinen Büros aber blickten Männeraugen in Männeraugen und nickten sich Männerköpfe verständnisvoll zu.
„Der haben wir es aber gegeben“, wagte dann endlich einer die Gedanken all der anderen in Worte zu fassen, „die kommt garantiert nicht wieder.“

„Ich weiß nicht, ob das eine so gute Idee war“, ließ sich da ein jüngerer Mann vernehmen, der bisher unbeachtet in der Ecke auf dem einzigen Stuhl saß und einen Laptop auf seinen Knien balancierte, „das war nämlich die neue Chefin von der Fuhrparkverwaltung von der Softwarefirma da drüben. So ein paar hundert Firmenfahrzeuge haben die mindestens hier in der Gegend rumfahren“.

Fast körperlich konnte man das betroffene Schweigen im Raum hören und dem etwas dicklichen unrasierten Angestellten der Reifenfirma, der hinter seinem schmuddeligen Schreibtisch auf seinem Ledersessel thront, entfuhr ein spontanes „Ach du Scheiße!“.

Diese Woche kommen die Winterschlappen vom Nobelhobel und die Sommerslicks werden montiert.
Vielleicht sieht man(n) dann auch auch wieder die Elitesse vom letzten Jahr - auf der Suche nach einer Parklücke.

Dicke Eier, fröhliche Ostern und angenehme (F)Eiertage wünscht der

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11.04.2006 um 05:45 Uhr

Nationale Insemination

Dass man eine Nation nicht vergewaltigen muss um sie zu befruchten, das habe ich schon zu Zeiten der Rot-Grünen geschrieben. Dass der damalige rote naturhaarige Obermasturbator sich im wesentlichen damals selbst befruchtet hat und nun die Früchtchen seiner Eichelmassage ohne Scham einfährt, ist nicht nur dem Herrn Westerwelle klar geworden, auch wenn sich der Eichel nicht mehr daran erinnern kann.

Da wir nun alle wissen, dass man neben Gas und Adoptivkindern auch noch Moneten aus Russland importieren kann, obwohl man wie einst „die Birne“ unter Gedächtnisverlust im fortgeschrittenen Stadium leidet, will ich dieses Thema hiermit abschließen und mich nicht mit der Onanie einzelner Personen beschäftigen, zumal wenn sich diese, nachdem es bei ihnen nun kommt, auch noch hinstellen und fragen „na wie war ich?“.

Wenden wir uns doch lieber den wesentlichen Problemen dieser Republik zu und gönnen wir den Altkanzlern ihre Lorbeeren, die sie sich mit ihrem Würgen zum Wohle des Landes und eigenen Vorteil im Laufe der Jahre errangelt haben.
Wir haben die „Niedrigste Zahl der Neugeborenen in Deutschland seit dem 2. Weltkrieg“.
So stand es in der „Welt am Sonntag" Nr. 13 vom 26.März 2006 zu lesen. Sie sollten nun nicht daraus schließen, dass wir jetzt wieder einen Weltkrieg brauchen um diesen Zustand zu ändern, auch wenn die sich häufende Anzahl von Volkszorn erzeugenden Nachrichten den kleinen Mann auf der Straße immer öfter vom bewaffnetem Widerstand träumen lässt.
Mein Gott, was hätten wir „Äktschen“ auf den Straßen, wenn der deutsche Michel nicht so ein politisches Phlegma und vom Sturm auf die Bastille noch so weit entfernt wäre.
Außerdem ist es in dieses Jahr für die Oktoberrevolution noch zu früh und für die Märzrevolution schon zu spät, obwohl die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen denen im Jahre 1848 durchaus ähnlich sind.

Richten wir statt dessen unseren Blick lieber auf die Neugeborenen, auch wenn der größte Teil unserer kopulationsfähigen und –willigen Bevölkerung noch keines „in Natura“ gesehen hat und bis zum Eintritt des eigenen Klimakteriums wohl auch nicht sehen wird.
Woran das liegt kann man jetzt in der „Welt am Sonntag“ lesen und das ist auch schon der erste Grund warum Derartiges in der „Welt am Sonntag“ steht.
Früher hat man(n) am Sonntag etwas länger ausgeschlafen und war dann so „foxy“ um sich ausgiebig um die Schaffung von Neugeborenen zu kümmern,  um dann geschafft und erschlagen (aber befriedigt) am Frühstückstisch zu sitzen und die „Welt am Sonntag“ zu lesen.
Heute muss man(n) am Sonntag länger ausschlafen, weil er bis vier Uhr morgens durch die Discoszene getobt ist um die Partnerin für einen One-Night-Stand zu finden und dann so fix und foxy ist, dass ein Neugeborenes es schafft ihn mit der „Welt am Sonntag“ zu erschlagen.

Auch mich hat der Artikel in der „Welt am Sonntag“ erschlagen, denn bei näherem Hinsehen entpuppte sich der Artikel als Anzeige.
Nicht gegen jemand, sondern an jemand.
Konkret an eine Frau.
Eine Frau Doktor.
Eine Frau Doktor namens Merkel.
Eigentlich war es keine richtige Anzeige, sondern mehr ein Brief.
Eben ein Brief, den jedermann und auch jeder Mann lesen kann und darf.
Sofern er die „Welt am Sonntag“ hat.
Ich hatte!
Und las:

«Sehr geehrte Frau Merkel,
die Nachricht über den dramatischen Rückgang der Geburtenrate im Jahre 2005 ist uns allen bekannt und Anlass zu großer Sorge. Leider muss ich feststellen, dass sich die Voraussagen unseres Verbandes zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bestätigt haben.
Wir hatten bereits im Jahre 2004 darauf hingewiesen, dass die neufassung des §27a SGB V (Künstliche Befruchtung) im Gesundheitssystemmodernisierungsgesetz  (GMG) mit Wirkung zum 1. januar 2004 durch die Einführung eines relativ hohen finanziellen „Eigenanteils“ für die betroffenen Kinderwunschpaare einen entscheidenden Einfluss auf die zu erwartende Geburtenrate in Deutschland nehmen wird. Es ist für uns deshalb nicht überraschend, dass gerade das Jahr 2005 einen so hohen Rückgang an Geburten in Deutschland aufweist, das für das Jahr 2005 erstmalig die Auswirkungen der GMG-Neuregelung zu erwarten waren. Wie vorausgesagt ..»

Und in diesem Sinne geht es noch geraume Zeit weiter, bis der Brief mit den Worten endet:
«Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin ..... die Kinderwunschbehandlungen mit den Methoden der sog. Künstlichen Befruchtung muss für alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes in einem zumutbaren finanziellen Rahmen möglich sein. Helfen Sie den Paaren, die sich bereits bewusst für ein Leben mit Kindern entschieden haben durch eine entsprechende Änderung der Eigenanteilsregelung des §27a SGB V.»

Unterzeichnet ist dieser „offene“ Brief mit freundlichen Grüßen von Dr. med. Michael Thiele, 1. Vorsitzender, stellvertretend für den Vorstand und die Mitglieder des Bundesverbands Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e.V. (BRZ).

Aber „hallo“ muss man(n) da wohl sagen.
So eine Anzeige in einer überregionalen Tageszeitung ist ja nicht billig. Da kommen für eine halbe Seite „Welt am Sonntag“ mal rasch so um die 30.000 – 40.000 Euro zusammen. Da hat sich der Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e.V. aber heftig in die Kosten gestürzt um die Leser der „Welt am Sonntag“ aufzuklären und den Übeltäter  für den Geburtenrückgang, den Grund für das Aussterben der Deutschen, die Ursache für die katastrophale Entwicklung der Demografie in unserer Bunten Republik ganz uneigennützig aufzuzeigen.
Es ist, wer hätte das vermutet, der §27a des SGB V und der damit verbundene Rückgang der „künstlichen Befruchtung“.

Die ist durch Paragraphen so teuer geworden, dass sich das noch nicht einmal mehr kinderlose Bundeskanzlerinnen und Bundeskanzler leisten können.
Kein Wunder also, dass dies auch bis in die Familienplanung der untersten Schichten unserer Gesellschaft durchschlägt.
HARTZ IV und „künstliche Befruchtung“ – vergessen Sie’s.

Außerdem besteht Anspruch auf Kostenbeteiligung nur für Versicherte, die seit mindestens einem Jahr erfolglos versuchen schwanger zu werden (ungedingt Strichliste und Tätigkeitsnachweis führen) und das 25. Lebensjahr vollendet haben. Der Anspruch besteht nicht mehr für weibliche Versicherte, die das 40. und für männliche Versicherte, die das 50. Lebensjahr vollendet haben.
Zudem hat der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 28.7.2005 (Aktenzeichen:II-R-30/03) auch klargestellt, dass die Kosten nur bei Paaren mit Trauschein als außergewöhnliche Belastungen mit der Steuer verrechnet werden dürfen.
Kurz gesagt kann man wohl keiner Bürgerin und keinem Bürger empfehlen sich ohne fachkundige medizinische und steuerliche Beratung einem solchen mehrmonatigen „Trial and Error“-Abenteuer mit Langzeitwirkung auszusetzen, denn jede dritte Ehe wird auch noch geschieden.

Um nun aber einen Blick auf die wahre Größenordnung der „Insemination“ und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung zu werfen, genügt ein einfaches „Schau mer mal bei Wikipedia“: „In Deutschland wurden im Jahre 2003 etwa 20.000 Kinder nach Insemination, IVF oder ICSI geboren, also etwa 2 % aller geborenen Kinder insgesamt“.

Grübel, grübel und studier: „ Wenn 20.000 Kinder etwa 2% sind, wie viel Kindern sind dann 100%?“
Und davon dann die Hälfte von 2%. Das sind dann ...

Also im Schulturnen war eigentlich „prozentualer Dreisatz“ nicht so meine Stärke, ich hatte es eher mit der „Rolle rückwärts mit halber Schraube“. Unter Verwendung aller verfügbaren Joker könnte ich mich daher nach längerer Beratung mit Herrn Jauch, der sich beharrlich zwischen mich und die eine Million stellt, auf die gigantische Zahl von 10.000 Embryonen einigen, die unserer Republik zu Lösung des Rentenproblems und Erlösung unserer Rentner fehlen.

Zumindest meint das der 1. Vorsitzende des Bundesverbandes Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e.V., denn der hat das Pamphlet an unsere kinderlose Bundeskanzlerin im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ja unterzeichnet.
Einen gewissen Eigennutz wollen wir dem Herrn Vorsitzenden nicht unterstellen, denn so eine „homologe Insemination“ hat schließlich ihren Preis und muss meist mehrfach durchgeführt werden, bevor ein Resultat erzielt wird. Und das 10.000 mal.
Da kommen schnell ein paar Millionen Teuronen zusammen, die den Mitgliedern des Bundesverbandes Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e.V. an Umsatz fehlen.

Im Zusammenhang mit diesem Thema warnen Experten übrigens vor den Aus- und Nachwirkungen einer eventuell kostengünstigeren „heterologen Insemination“, stößt diese doch auf juristische Unsicherheiten und selbst die seit Urzeiten übliche und gerne praktizierte „direkte heterologe Samenspende“, im Volksmund auch „Natursprung“ genannt, schützt in Zeiten des verbotenen Vaterschaftstest nicht vor finanziellen Konsequenzen, die weder von der Kasse erstattet werden, noch von der Steuer absetzbar sind.

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10.04.2006 um 05:45 Uhr

Wahlabstinenzler

Was denken Sie ist wohl schlimmer für eine Nation: 55% Gewohnheitstrinker oder 55% Wahlabstinenzler.
Also wenn man sich die Kommentare in den Medien zum Ausgang der Landtagswahlen ansieht und das Gezeter der Parteien hört, dann ist die Antwort eindeutig: „Wahlabstinenzler sind der Wermutstropfen dieser Wahl“.

Na, das ist doch schon mal was in einer Zeit in der viele Wähler von Wasser und Brot leben bevor sie ihren Willen der Urne übergeben um ihn dort bis zur nächsten Wahl begraben zu sehen!
Man muss als Bürger schon ziemlich besoffen sein, um an das System der Macht die vom Volke ausgeht noch glauben zu können.

So richtig Speed würde doch dieses Jammern der Politiker erst aufnehmen, wenn Wahlen neben dem seit Jahren obligatorischen Stimmverlust noch mit ein paar Schikanen versehen wären. Ganz lustig wäre neben der zur Abwehr neuer Parteien eingebauten 5%-Hürde doch eine Mindestwahlbeteiligung von 50%. Denn wenn nicht mindestens die Hälfte der Wahlberechtigten ihr Stimme abgeben, dann kann man doch eigentlich von einer „demokratischen“ Wahl gar nicht mehr sprechen.

So machten sich in Sachsen-Anhalt nur noch 44 % der Wähler auf den Weg ins Wahllokal um ihre Stimme zu erheben, was dazu führte, dass Regierungschef Wolfgang Böhmer (CDU) nur von 15 Prozent der Wahlberechtigten gewählt wurde.
Das ist höchstens noch eine „respektable Minderheit“ und hat mit dem immer gerne zitierten „Wählerauftrag“ und der „Legitimierung durch die Mehrheit“ wirklich nichts mehr zu tun.

Dabei ist es ja nicht so, dass die Wähler nicht gewählt hätten. Sie haben sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, was sie von dem zur Wahl stehenden Angebot halten: NIX!
Die Mehrheit hält davon absolut NIX.

Von „Experten“ wird allerdings bestritten, dass die „Partei der Nichtwähler“ mehr verbindet als die Tatsache, dass sie nicht wählen. Daher sei der Begriff der „stärksten Partei“ schlicht unsinnig. Leider wird bei dieser Betrachtung übersehen, dass die Wähler der anderen Parteien auch nicht mehr verbindet als die Stelle wo sie auf dem Wahlzettel ihr Kreuz machen, weil sie mit den anderen Parteien ihr Kreuz haben.

Rund 175.000 mögliche SPD-Wähler wollten bei der Spitzenkandidatin der SPD, Ute Vogt kein Kreuz machen, weil es der nicht gelungen war „ihre Wähler zu mobilisieren“.
Warum sollte auch ein männlicher Wähler die Orgasmen vortäuschende Frau Ute Vogt wählen?
So was hat man(n) doch zu Hause!
Dafür schwingt man(n) seinen Adoniskörper doch nicht vom heimischen Sofa in so eine muffelige Peepshow-Wahlkabine um in aller Hektik seinem staatsbürgerlichen Bedürfnis nachzukommen während draußen schon der nächste freie Wähler mit den Füßen scharrt.
Dann schon lieber Briefwahl.

Aber selbst da kann der Wähler nicht mehr sicher sein, dass sein Wille Berücksichtigung findet.

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07.04.2006 um 05:45 Uhr

Schrumpfkur

Wofür Jules Verne noch 80 Tage benötigte, das gelang jetzt dem britisch-australische Ehepaar Helen und John Taylor zwei Tage schneller – sie umrundeten die Welt in nur 78 Tagen.
Am 17. Januar waren sie am Waterloo Place in London gestartet. Nicht in einem Heißluftballon, wie man vielleicht annehmen könnte, sondern in einem VW Golf FSI mit 1,6 Liter Hubraum.
Laut einem Bericht des Spiegel haben sie für die Umrundung der Erde nur 1303 Liter Benzin benötigt, was einem Durchschnittsverbrauch von 4,5 Liter auf 100 Kilometer entspricht.

«Um mit möglichst wenig Benzin auszukommen, beherzigten Helen und John Taylor eisern die gängigen Tipps zum Spritsparen: Sie ließen ihre serienmäßigen Golf FSI 1.6 vor Ampeln ausrollen, stellten den Motor an geschlossenen Bahnschranken ab und verzichteten möglichst auf die Klimaanlage. Die offizielle Herstellerangabe für den Spritverbrauch liegt bei sieben Litern pro 100 Kilometer.»

Also ich habe die Angaben nachgerechnet und festgestellt, dass sie -zumindest mathematisch- in Ordnung sind. Über Zeitgenossen, die ihren Nobelhobel kilometerlang vor roten Ampeln und geschlossenen Bahnübergängen „ausrollen“ lassen müssen, möchte ich mich als betroffener Vielfahrer hier lieber nicht äußern.
Nicht ohne Stolz muss ich aber dennoch erwähnen, dass mein Schwedenpfeil trotz Bleifußtaktik bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 88 Km/h über bisher 25.480 Kilometer auch nicht mehr als 7,5 Liter Diesel benötigt hat. Und da muss ich überhaupt nichts ausrollen lassen und anderen Verkehrsteilnehmern den Nerv töten.

Äußern möchte ich mich aber zu der seltsamen Schrumpfkur, die unsere liebe Mutter Erde seit den Tagen von Jule Verne genommen zu haben scheint. Sie ist nämlich extrem abgeschlankt und hat ihren Umfang um etwa ein Viertel minimiert. Kann ich mich doch aus längst vergangenen Schultagen noch dumpf daran erinnern, dass der Umfang der Erde so um die 40.000 km lag. Aber das war noch zu einer Zeit, als die Nachnamen meiner Mitschüler noch aussprechbar waren auch wenn sie meist mit den Buchstaben „ski“ endeten. Kowalski hieß der eine und Ruttkowski der andere. Von Schimanski, Ranizki und Polanski mal ganz zu schweigen.

Um ganz sicher zu gehen, habe ich daher mein Schulwissen bei Wikipedia etwas aufgeschlaut und tätsächlich die dumpfe Vermutung aus Schultagen, die noch vom Respekt gegenüber dem Lehrpersonal geprägt war, bestätigt gefunden. Nicht nur wegen der schlagenden Argumente des Lehrkörpers sind mir einige Dinge aus diesen Tagen in Erinnerung geblieben: „Der Umfang der Erde beträgt am Äquator exakt 40.075,004 km und über die Pole 39.940,638 km“.

Und jetzt frage ich mich die ganze Zeit welche Abkürzung die knallharten Benzinsparer wohl genommen haben, um schneller als Jules Verne wieder in London eintreffen zu können und ins „Guinness Buch der Rekorde“ eingetragen zu werden. Vielleicht sind sie irgendwo am Himalaya, an der letzten Ampel vor China zu lange ausgerollt und dann falsch abgebogen.

Oder wurden das Ehepaar etwa wegen dem Verbrauch von „nur“ 4,5 Liter pro 100 gefahrene Kilometer in das Buch der Rekorde eingetragen?
Ja wenn das so ist, dann werde ich mal einige Änderungen an meinem Fahrstil vornehmen müssen. Ich habe halt nur das Problem, dass es auf deutschen Autobahnen bei meinen Fahrten zur Arbeitsstätte keine Bahnschranken gibt.
Oder meinen Sie ich könnte ich das Fahrzeug auch vor den Mautbrücken langsam ausrollen lassen ohne mich dem Zorn der anderen Verkehrsteilnehmer auszusetzen?

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06.04.2006 um 05:45 Uhr

ProFridA

In der Presse hat „ProFridA“ (Prostituierte Frauen in den Arbeitsmarkt) viel Wirbel verursacht, wobei sich wohl kaum einer der Schreiberlinge konkret mit dem Projekt beschäftigt hat.

Aber es ist ja auch verständlich, dass es bei den männlichen Pressevertretern fast automatisch zu einem Hormonstoß kommt, wenn sie sich vorstellen, wie sie sich von ehemaligen Nutten, lederbekleideten Domina oder anderen bestrapsten Sexarbeiterinnen mit praktischer Erfahrung im Pimpern und sonstigen Varianten menschlicher Geilheit dann im hohen Alter pampern lassen.

Je oller – je doller, sagt doch schon der Volksmund.
Und da die Menschen in unserer Republik nicht nur immer älter werden sondern auch noch bis ins hohe Alter fit sind, sorgt das Projekt bestimmt auch für langfristig sichere Arbeitsplätze. Dass es unter den männlichen Teilnehmern zu einer erhöhten Todesrate durch plötzlichen Herzstillstand oder extremen Speichelverlust kommen könnte, darf dabei sicher vernachlässigt werden.

Die Durchführung des Projektes „ProFridA“ mit einem Gesamtfinanzierungsbedarf von mehr als einer Million Euro erfolgt von Januar 2006 bis August 2007. Finanziert wird das Projekt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.

Rita Kühn von der Diakonie Westfalen koordiniert  dieses Projekt. Für sie ist es ein naheliegender Schritt, denn Prostituierte könnten „allgemein gut mit Menschen umgehen und hätten null Berührungsängste“.
Dabei hat sie als Frau vermutlich übersehen, dass Prostituierte meist nur mit männlichen Menschen und derem naheliegenden Schritt gut umgehen können.

Die kühne Rita will dennoch zunächst mal 30 Frauen zwischen 20 und 40 Jahren knapp zwei Jahre lang in ihre neue Aufgaben „einführen“.
Da es in Nordrhein-Westfalen circa 50.000 Sexarbeiterinnen geben soll und nach Aussage der ehemaligen Domina Gisela Zohren rund die Hälfte aus dem Rotlichtmilieu aussteigen möchte, wird sich das Projekt wohl noch etwa 3.300 Jahre hinziehen.
Die meisten der ausstiegswilligen Prostituierten werden daher vor Beginn ihrer Umschulung zur Altenpflege selbst zum Insassen (oder heißt das jetzt Insassin?) und Pflegefall werden.

Für Heinz Oberlach von der Bundesagentur für Arbeit klingt das Projekt dennoch «sehr schlüssig». Derzeit seien bundesweit 6400 Stellen für Pflegekräfte in Seniorenheimen und bei sozialen Hilfsdiensten als unbesetzt gemeldet, sagte er.

Mit dem Projekt „ProFridA“ wird es möglich sein diese „offenen Stellen“ in den nächsten 400 Jahren vollständig zu besetzen.
Auch nach arbeitsrechtlichen und sozialen Gesichtspunkten macht es natürlich schon Sinn, dass die Nutten zusammen mit ihren Kunden alt werden. Sie müssen halt nur aufpassen, dass ihnen Gevatter Staat am Ende nicht die Bildung einer HartzIV-relevanten Bedarfsgemeinschaft unterstellt.

Denn dann hätten sie mit „ProFridA“ und ihrer Umschulung echt die Arschkarte gezogen.

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05.04.2006 um 05:45 Uhr

Rütli Randale

Vor rund 700 Jahren schworen auf dem „Rütli“ drei Genossen einen Eid:

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

und sollen damit den Grundstein für die vielbeschworene Vielfalt in der Einheit der Schweizer Gesellschaft gelegt haben.

Heute steht „Rütli“ für die gescheiterte Integration von Migrantenkindern und dem Anfang vom Ende des Multi-Kulti in der BRD und einem Alltag, der nicht nur in der Schule zur Hölle geworden ist.
Gewalt und Zerstörung sind an der Tagesordnung. Ein geregelter Schulunterricht findet nicht mehr statt. Totale Respektlosigkeit gegenüber den Lehrkräften und körperliche Aggression gegen Mitschüler ist zur Normalität geworden.

Was im Musical „West Side Story“ noch als Hintergrund einer Liebesgeschichte diente, ist mitten unter uns zur traurigen Realität geworden. Wer schulpflichtige Kinder hat, weiß schon seit Jahren, was von den Pädagogen und Verantwortlichen permanent herunter gespielt und ignoriert wird. Hieb-, Stich- und auch Schusswaffen tragende Kids terrorisieren Mitschüler. Raub, Erpressung, Körperverletzung und menschenverachtendes Verhalten haben die „dumme Jungen Streiche“ und die „Abi Scherze“ längst verdrängt.
Konsequente Strafe für die „Intensivtäter“ gibt es meist so gut wie keine.
„Rütli“ ist mitten unter uns. Gleich um die Ecke. Überall. Mal mehr, mal weniger. Aber es ist da. Und zwar schon lange! Zu lange!

Aber jetzt hat es die Leiterin der Berliner Rütli-Hauptschule in einem Schreiben an die Behörden zum Ausdruck gebracht und um Hilfe gebeten, denn an ihrer Schule werden Türen eingetreten, Knaller gezündet, Lehrer von Schülern attackiert oder völlig ignoriert. In manche Klassen trauen sich die Lehrer nur noch mit Handy um im Notfall Hilfe anfordern zu können.
Kinder deutscher Herkunft werden als "Schweinefleischfresser" verspottet und versuchen sich durch bewusst gebrochen gesprochenes Deutsch dem 80%-igen Ausländeranteil anzupassen.
Während unsere Bundeswehr die Prinzipien unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung am Hindukusch verteidigt oder im Kongo dafür sorgt, dass dort bei den Wahlen Ruhe und Ordnung herrscht, muss in der Bundeshauptstadt der Schulunterricht unter Polizeischutz stattfinden, wie einst in Little Rock. Integration eben mal anders herum.

Natürlich haben nun wieder alle "Experten“ und "Dumpfbacken" aller Coleur Hochsaison und wissen auch wieder sehr genau was zu tun ist.
So meinte der CDU-Fraktionschef Volker Kauder: «Die Zeiten des Wegsehens und der Blindheit auf Grund einer falsch verstandenen Multi-Kulti-Ideologie sind nun wirklich vorbei. Die wachsende Kriminalität ausländischer Jugendlicher dürfe nicht länger tabuisiert werden
Kauder erneuerte seine Forderung nach einem "nationalen Aktionsplan Integration".

Also auf gut Deutsch nur das gleiche sinnlose Gequatsche wie immer, statt die konsequente Durchführung eines „nationalen Aktionsplans zur Abschiebung nicht integrationswilliger/nicht intergrationsfähiger und/oder straffälliger Personen“.

Auch unsere Bundesgroßfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) forderte stärkere Integrationsbemühungen bereits im Kindergartenalter.: «Es sei eminent wichtig, dass Kinder aus Migrantenfamilien in Kindergärten Zugang zu Bildung hätten, um die Sprache zu erlernen. Aber wichtiger scheint nach den Untersuchungen noch zu sein, Kontakt zu inländischen Kindern zu haben und vice versa. In Kindergärten, wo es einen relativ kleinen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund gebe, gelinge die Integration sehr viel besser als in anderen Kindergärten.»

Dabei hat sie wohl wissentlich übersehen, dass es diesen „relativ kleinen Anteil“ Migranten in vielen Gegenden unserer Republik gar nicht mehr gibt. Die Rütli-Hauptschule in Berlin hat gerade mal noch einen Anteil von 20% deutscher Schüler, die sich nun wahrlich schwierig in den 80%-igen Ausländeranteil integrieren lassen. Es wird wohl die beste Lösung sein, die nicht integrationsfähigen Deutschen im Rahmen eines „nationalen Aktionsplans zur Abschiebung nicht integrationswilliger/nicht intergrationsfähiger und/oder straffälliger Personen“ des Landes zu verweisen.

Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Friedbert Pflüger vertrat die Auffassung, «in New York seien Verhältnisse wie an der Rütli-Schule längst „mit Durchgreifen" beendet worden. Jugendliche, die mehrfach wegen Straftaten aufgefallen seien, müssten notfalls abgeschoben werden
Auch Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) sagte der "Netzeitung", «wer sich nicht integrieren wolle, "tut uns einen Gefallen, wenn er wieder geht"

Wenn wir nun warten wollen, bis uns nicht integrationswillige/integrationsfähige Personen diesen Gefallen tun, dann werden wir wohl schwarz werden. Etwas „durchgreifendes Nachhelfen“ kann hier sicher den Vorgang wesentlich effizienter gestalten und beschleunigen..

Sieht man sich die Kommentare unserer Politiker in den Medien durch, dann fällt auf dass es offensichtlich krasse Unterschiede zwischen den Schwarzen und den Roten gibt.
So „warnte“ der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz (das Spiefelwüpfchen“) vor einer "hysterischen Debatte" über Konsequenzen. «Der Hilferuf der Schule dürfe nicht mit "billigen Schuldzuweisungen und Aktionismus" beantwortet werden. Es sei wenig sinnvoll, mit "pauschalen Erklärungsmustern" zu argumentieren oder das Thema "parteipolitisch auszubeuten und zu instrumentalisieren.» Die Äußerungen Schönbohms wies das Spiefelwüpfchen „scharf“ zurück.

Man kann sich nach der Lektüre dieser Äußerungen des Eindrucks nicht erwehren, dass das Spiefelwüpfchen wieder mal nicht ganz verstanden hat um was es eigentlich geht.  Der Hilferuf der Schule ist doch eindeutig. Das ist doch die Gelegenheit auf die das Wiefelspützchen so lange gewartet hat.
Es ist doch noch nicht mal ein Jahr her, als er nach dem Absturz eines Leichtflugzeuges auf den Rasen vor dem reichen Bundestag die Forderung aufstellte, dass «wegen der besonderen Belange der Hauptstadt der Luftraum verstärkt militärisch geschützt werden muss. Nötig ist eine Flugbereitschaft der Bundeswehr mit Kampfhubschraubern in Berlin».

Da könnte man doch jetzt wegen der besonderen Belange einer Hauptschule in der Hauptstadt schon mal den Luftraum über dem Pausenhof mit Kampfhubschraubern der Bundeswehr überwachen lassen. Zur Terrorabwehr aus dem Klassenzimmer würde sich auch die videotechnische Überwachung der Schulräume in Verbindung mit der Auswertung von aufgezeichneten Telekommunikationsverbindungsdaten geradezu anbieten. Und statt einer Änderung des Grundgesetzes zur Legalisierung der Überwachungsmaßnahmen, würde im vorliegenden Fall eine Änderung der Schulordnung genügen.
Auch Bewegungsprofile für sitzengebliebene, gewaltbereite, nicht integrationswilliger/nicht intergrationsfähiger und/oder straffälliger Personen wären eine Kleinigkeit.
Nur so zur Übung, für den Ernstfall.

Der Berliner Bürgermeister Klausi „Wo wer schreit und das ist gut so“ von den „Berlin Redsocks“ forderte die Schulaufsicht auf, verstärkt ihre „Beratungsfunktionen“ wahrzunehmen, denn es sei notwendig, «den einzelnen Schulen an den sozialen Brennpunkten jedwede nur mögliche Hilfestellung zu geben. Dazu gehöre mittelfristig auch, dass an diese Schulen neue Lehrer kommen, die sich gut ausgebildet und motiviert den Anforderungen stellen. Es bestehe grundsätzlicher Diskussionsbedarf, ob die kombinierte Haupt- und Realschule oder auch die Gesamtschule bessere Lösungen der Probleme anbieten könnten. Die Probleme der Schule sind Ausdruck der Probleme in der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund müssten bildungspolitische Konzepte die Anstrengungen aller Beteiligten koordinieren. Die Eltern müssten mit einbezogen werden, und wir brauchen nicht zuletzt mehr Ausbildungsplätze und bessere Zukunftsperspektiven für die Jugendlichen

Nun stehen ja den wenigen Schulabgängern mit erfolgreichem Hauptschulabschluss durch den von Franzl „Münte“ Fering mit der deutschen Wirtschaft ausgehandelten Ausbildungspakt bereits eine Vielzahl von interessanten Ausbildungsplätzen zur freien Auswahl zur Verfügung.
Man könnte sich daher seitens der Behörden auf die Bereitstellung neuer Lehrkräfte konzentrieren, die ihre pädagogische Grundausbildung im Nahkampf und Überlebenstraining hinter den feindlichen Linien mit Auszeichnung bestanden haben.

Drei von diesen „freiwilligen Helden“ brachte Berlins Bildungssenator Klaus Böger (SPD) bei seinem Frontbesuch der Hauptkampflinie in der Rütli-Schule gleich mit und stellte sie dem erstaunten Lehrerkollegium und den jugendlichen Randalierern der Rütli-Schule mit den Worten vor: «Den neuen Schulleiter könnt ihr sofort vernaschen, teeren, federn und vierteilen aber mit den beiden Sozialarbeitern müsst ihr euch Zeit lassen bis die Presse nach der großen Pause wieder verschwunden ist.»
Nach den Worten des Senators sind die Lehrer angesichts des großen Medieninteresses jetzt in Sorge, dass ihre Schule stigmatisiert wird und Eltern ihre Kinder möglicherweise abmelden.

Na das ist doch wäre doch schon mal ein Anfang, wenn die Migranteneltern ihre rabiaten Kinder in ihren Heimatländern einschulen würden.
Da könnten dann auch die Hubschrauber vom Sicherheitsexperten Wiefelspütz am Boden bleiben.
Mut macht auch die Erklärung des zuständigen Bezirksamts, dass man zukünftig mehr auf eine ausgeglichene Schülerzuweisung achten werde.
Die Frage wird nur sein, wo das Amt die dazu notwendigen schulpflichtigen Kinder deutscher Nationalität hernehmen will. 

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04.04.2006 um 05:45 Uhr

Britney, Bear & Preston

Wenn Sie dieser Tage den Mund von Pop-Moppelchen Britney Spears bewundern wollen, sollten Sie unbedingt nach New-York in die USA reisen und die Galerie Capla Kesting Fine Art besuchen.
Dort haben Sie ab dem 7. April die einmalige Gelegenheit bei einem Rundgang um eine Skulptur der hochschwangeren Popsängerin einerseits den Mund und andererseits den Muttermund betrachten zu können.

Denn diese Skulptur der „besonderen Art“ des Künstlers Daniel Edwards zeigt die hochschwangere Pop-Diva nackt auf allen Vieren kniend auf dem Fell eines Bären.
Von links Britney mit sinnlichem Mund und der Bär mit aufgerissenem Maul.
Von rechts die Dame mit gespreizten Beinen und ihr Bär mit aufgerissenem Maul.
Denn laut einem Bericht des Spiegel soll zwischen den Beinen der Gebärenden (deshalb heißt die so) bereits der Kopf ihres Sohnes Sean Preston zu sehen sein. Preston nennt man übrigens unter Fachleuten ein Geräusch, das durch Presswehen entsteht.



Nach Angaben des Künstlers handelt es sich um eine „idealisierte Abbildung“ der amerikanischen Landpomeranze, die vom Männermagazin „FHM“ unlängst zur „unsexiest Woman of the World“ gekürt worden war. Sogar noch vor Camila Parker-Bowles und Alice Schwarzer.

Nun wird man sicher lange darüber diskutieren können, ob es wohl bei der Wahl zur Miss „Ugly“ mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Unstrittig ist aber, zumindest unter männlichen Experten, dass es sich bei der Skulptur nicht um eine „idealisierte Abbildung“ sondern vielmehr um eine „Good Bye Stellung“ handelt, denn so kommt mann good by.

Die Eintrittspreise für die Galerie sind über Nacht in die Höhe geschnellt, nachdem Blogger die Bilder der Skulptur im Internet verbreitet hatten. Die Galerie wollte allerdings auf Anfrage nicht bestätigen, dass zwischenzeitlich auf dem Schwarzmarkt für Besucherplätze im hinteren Bereich der Skulptur absolute Spitzenpreise bezahlt werden.

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03.04.2006 um 05:45 Uhr

First of A...

Ein Samstag war es dieses Mal. Ein Samstag im vierten Monat des Jahres 2006. Dass es ausgerechnet auch noch der erste Samstag in diesem Monat war, war wohl reiner Zufall.
Wäre es ein normaler Wochentag gewesen, dann hätte ich es sicher gewusst. Aber so, am Ende einer ziemlich heftigen Arbeitswoche, war ich nicht darauf vorbereitet.
Oder anders ausgedrückt – ich habe es schlicht und einfach VERGESSEN und verbrachte mehrere Stunden dieses Samstages in einer geradezu kindlichen Naivität, ohne mir der drohenden Gefahr bewusst zu sein.

Erst als mich die Beste aller Frauen um die Mittagszeit mit einem verschmitzten Lächeln noch rasch zum Einkaufen in den Supermarkt  schicken wollte, um mich rasch 100 Gramm Muskatnussöl am Stück erwerben zu lassen, da habe ich Lunte gerochen.
Schließlich weiß doch jeder, dass es Muskatnussöl nur in Scheiben gibt!

 „Am 1. April kannst du einen Narren schicken, wohin du willst“, meinte ich mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen, „aber nicht deinen Göttergatten zum Muskatnussöl am Stück kaufen. Und schon gar nicht ausgerechnet in den Supermarkt, wo sich an der Kasse die Rentner immer ihre Krankengeschichten und Operationen mit allen Details erzählen.“

Es war klar, es war der 1. April und schon seit dem 16. Jahrhundert versucht man an diesem Tag seine Mitmenschen mit mehr oder weniger derben Scherzen „in den April zu schicken“.

Ab dem Zeitpunkt dieser Erkenntnis konnte mich an diesem Tag nichts mehr erschüttern, denn wer glaubt an einem solchen Tag Zeitungsmeldungen wie:

„Clement eilt Schröder zu Hilfe“
„Steinbrück gegen Mindestlohn“
„Irak-Krieg: Rice räumt tausende Fehler ein“
„Konzernchefs verzichten trotz satten Gewinnen auf Gehaltserhöhungen“
„Rot-grüne Milliardenbürgschaft für Gasprom“
„Koalition will alle Bürger in die Krankenversicherung bringen“
„Bezüge der Topmanager steigen kräftig“
„Schumacher zu langsam - Pole für Button“
„Markus Merk einziger deutscher WM-Schiedsrichter“
„Neuer Generalbundesanwalt ist eine Frau“
„300.000 Vollzeitarbeiter verdienen unter ALG-II-Niveau“
„Schröder - Ich wusste nichts von der Staatsbürgschaft"
„Höhere Mehrwertsteuer kann Jobs kosten“
„Eichel hatte keine Ahnung“

Stellen Sie sich mal vor, es würde den Brauch, dass man seine Mitmenschen durch erfundene oder verfälschte Meldungen „in den April schickt“ nicht schon seit dem 16. Jahrhundert geben.
Dann wäre doch ein Tag mit solchen Zeitungsmeldungen für Otto Normalverbraucher nicht zu ertragen. Obwohl man der letzten Meldung einen verblüffenden Realitätsbezug sicher nicht absprechen kann. Also an jedem anderen Tag hätte ich hier zustimmend mit dem Kopf genickt.

Schade war ja nur, dass die Meldung, dass Thomas Gottschalk die seit 25 Jahren laufende Fersehsendung „Wetten dass...“ zum letzten Mal moderiert hat, leider am 1. April schon vor 24 Uhr über die Newsticker kam.

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