Machopan - Rauchzeichen

04.07.2004 um 05:45 Uhr

Currywurststeuer


Eigentlich wusste ich bis vor wenigen Minuten nicht so genau über was ich mich heute auskotzen soll. Es gibt eigentlich nicht viel Neues. Nein, nicht dass sich jetzt plötzlich alles zum Guten gewendet hätte und unsere Entscheider zur Vernunft gekommen wären. Nein, das nicht!
Aber darüber habe ich mich schon so oft ausgelassen, dass es einem wirklich zum Halse heraushängt.

Doch seit dem mir heute sehr früh der Morgen graute, lese ich mich zusammen mit einer großen Tasse schwarzem Kaffee durch die Gazetten im Internet.
Und da stößt mir die neue Forderung der Grünen sauer auf, die ich bei "Spiegel Online" lesen muss:

«Currywurst soll höher besteuert werden

Mit der Ökosteuer wollten die Grünen die Autofahrer bremsen - jetzt schlägt eine ihrer Politikerinnen vor, den Deutschen per Steuer das ungesunde Essen zu verleiden. Betroffen wären Pommes, Würste und Limonade. Die Grünen-Politikerin Ulrike Höfken sprach sich in der "Bild"-Zeitung dafür aus, den Kampf gegen Übergewicht gerade bei Kindern zu verschärfen. Deshalb solle für Lebensmittel, die besonders viel Salz, Fett oder Zucker enthielten, künftig nicht mehr der halbe Mehrwertsteuersatz (7 Prozent) gelten - sondern der übliche von 16 Prozent. Höfken findet: Der Staat sollte diese Lebensmittel nicht zusätzlich durch ermäßigte Steuern subventionieren - auch wenn es durchaus legitim sei, hin und wieder mal eine Limonade zu trinken. Die Politikerin ist stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung. Mit der Initiative will sie auch die Ausbreitung von Karies hemmen. Verbraucherschutzministerin Künast hatte bereits angeregt, die Steuern auf ungesunde Nahrungsmittel anzuheben. Höfken macht nun einen der ersten konkreten Vorschläge. Noch eine Idee: Der Vorsitzende des Bundeselternrates, Wilfried Steinert, schlug in der Zeitung vor, mit den zusätzlichen Einnahmen aus der Currywurst-Steuer Gratisessen in Kindergärten zu finanzieren. Gesundes Gratisessen natürlich. »

Da bin ich mir aber fast sicher, dass das dem Bundesgerd und Familie nicht gefallen wird.

Spontan fällt mir deshalb ein Gegenvorschlag ein, der die selbe Wirkung hätte:
Die Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel wird auf 0 % (Null) gesenkt.

Warum zahlen wir überhaupt Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, Frau Höfken?
Und das auch noch aus unserem bereits versteuertem Nettoeinkommen?
Denken sie doch mal in diesen Richtung, Frau Höfken.
Vielleicht würden ihnen dann nicht nur ihre Parteikollegen sondern auch die Bürger dieser Republik folgen!

Eine Verbesserung unserer Politik können wir vermutlich nur erreichen, wenn wir dafür Sorge tragen, dass bei der nächsten Wahl nur Kandidaten auf dem Wahlzettel stehen dürfen, die einen Idiotentest bestanden haben.

Ach was schreibe ich denn jetzt hier wieder, das ist doch sicher heute schon so, oder?





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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenMachopan schreibt am 05.07.2004 um 12:01 Uhr:Ist schon wieder vom Tisch!Der Finanzhans hat keine Lust die Lebensmittel in Gut und Böse einzuteilen!



    D.h. wir können davon ausgehen, dass im Rahmen der europäischen Mehrwertsteuerharmonisierung (schönes Wort!) die Steuer für alle Lebensmittel erhöht wird.

    Warum sich also soviel Arbeit machen, wenn es einfacher auch geht.


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