Machopan - Rauchzeichen

19.01.2005 um 05:45 Uhr

Familienplanung

Auch wenn der Anlass dazu manchmal(!) in einer kurzen gefühlsbedingten „Gedankenlosigkeit und Unachtsamkeit“ begründet sein kann, ist Familienplanung meist eine langfristige Angelegenheit.
Einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten sollte man schon in den Betrachtungshorizont einbeziehen. Denn von der Geburt des Kükens bis zum Flug des Adlers vergehen schon mal  leicht zwanzig und mehr Jahre.
Es ist also keine leichte Aufgabe, die sich da die heterosexuellen Eltern -dieser Seitenhieb auf gleichgeschlechtliche Paare war mir jetzt ein inneres Bedürfnis- da aufgeladen haben.
Wie wichtig diese Aufgabe auch für unserer Gesellschaft ist, kann man leicht daran erkennen, dass es sogar ein eigenes Ministerium dafür gibt. Das war es dann aber auch schon, denn in der Hackordnung der Ministerien steht dieses Ministerium hinter dem Finanzministerium, dem Verteidigungsministerium, dem Ministerium für innere Sicherheit, dem Gesundheitsministerium dem Umweltministerium und all den anderen Ministerien ganz weit unten.
Normalerweise hört und sieht man nichts von diesem Ministerium.
Man hört nichts, wenn durch Steuererhöhungen und Preissteigerungen die finanzielle Existenz von Familien gefährdet wird.
Man hört nichts, wenn die Ernährer der Familien in die Arbeitslosigkeit geschickt werden, weil unsere Wirtschaft meint, auf ihre Arbeitskraft verzichten zu können.
Man hört nichts, wenn unser Bildungssystem einen schiefen Turm nach dem anderen produziert.
Man hört nichts, wenn der Nachwuchs keine Lehrstelle bekommt und statt etwas zu lernen, weiterhin bei seinen Erzeugern die Beine unter den Tisch strecken muss, um zu überleben.
Man hört nichts, wenn Kuckucksväter wissen wollen, ob sie für die Lendenfreuden anderer Geschlechtsgenossen zur Kasse gebeten werden.
Man hört nichts, wenn es um den angeblichen „Generationenkonflikt“  und die Sicherung unserer Rentensysteme geht.
Man hört auch nichts, wenn die Kosten der Gesundheitsvorsorge unserer Kinder nur von den Zwangsmitgliedern in den gesetzlichen Krankenkassen aufgebracht werden müssen.
Ja selbst wenn für jedes Familienmitglied eine Praxisgebühr zu entrichten ist oder eine Pro-Kopf-Versicherungsprämie in Planung ist, hört man aus dem Familienministerium dazu NICHTS.

Bei mir erhebt sich die Frage, was man mit einem Ministerium machen soll, das eigentlich NICHTS macht. NICHTS wäre mir persönlich zu wenig!

Aber jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen!
Fast zeitgleich ist die Familie, sind Mutter und Kind plötzlich in aller Munde und bei all diesen Schreiern wird plötzlich die Forderung nach besseren Rahmenbedingungen für Familien erhoben.
Und ich frage mich jetzt – warum jetzt?
Sollten vielleicht doch einige Politiker zu Besinnung und Vernunft gekommen sein oder die 1979 veröffentlichte Studie „Leistungen für die nachwachsende Generation“ endlich Leser gefunden haben. Die Grundaussage dieser Studie lautet: «"Leistungen für die nachwachsende Generation haben eine gesellschaftserhaltende Funktion“. Erfasst wurden auch die Geldausgaben, die die Familien direkt oder indirekt für ihre Kinder tätigten, sowie der Zeitaufwand, der für Leistungen zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen in den Familien aufgebracht wurde. Im Referenzjahr der Studie (1974) trugen in dieser Sicht die Familien rund 74% aller gesellschaftlichen Aufwendungen für die nachwachsende Generation. Die "Kinderlast" der Gesellschaft erwies sich dezidiert als "Privatlast" in Gestalt einer investiven Vorleistung von Familien für die Realisierung des Wohlstandsniveaus der Gesellschaft.»

Bevor Sie sich jetzt aber unbegründeten Hoffnung hingeben, dass die Politiker dieser Republik zwischen all ihren Nebenjobs und Machtkeilereien endlich das Wohl der Bürger und Familien entdeckt hätten, darf ich Sie daran erinnern, dass in gut 12 Monaten Bundestagswahlen ins Haus stehen. Eine Familie sind mindestens ZWEI Wählerstimmen, eventuell ergänzt durch ein oder gar zwei Jungwähler die mangels Masse noch nicht flügge werden konnten. Und weil Familienplanung etwas Langfristiges ist, beginnt man jetzt schon mit dem Rühren der Werbetrommel für die Wahlversprechungen.

Dabei ist das Problem und die Verursacher der gesellschaftsgefährdenden Geburtenknappheit schon lange bekannt.
Unzählige Male wurde darüber berichtet und darüber diskutiert.
Geändert hat sich – NICHTS.
Seit einigen Jahren kommt zu den alten Problemen noch die zunehmende Arbeitslosigkeit dazu, an der sich trotz großmauliger Wahlversprechen nichts geändert hat. Ganz im Gegenteil.
Und das rächt sich jetzt!
Man kann Menschen nicht ihrer Existenzgrundlage berauben und erwarten, dass sie sich vermehren!
Man kann nicht einer Familie den oder auch die Ernährer wegnehmen und erwarten dass Kinder gezeugt werden.
Man kann nicht Millionen von Menschen in Armut und Arbeitslosigkeit leben lassen und erwarten dass sie ihrer gesellschaftspolitischen Aufgabe nachkommen.
Ein Arbeitloser bereitet mindestens vier weiteren Menschen Existenzangst“ habe ich mal irgendwo gelesen. Das erscheint logisch, denn wie wir aus der Behandlung der „Bedarfsgemeinschaften“ beim ALG II wissen, sind durch Arbeitslosigkeit eines Einzelnen immer mehrere Menschen betroffen. Darunter auch die Kinder, die eventuell sogar mit ihrem „Vermögen“ für die langzeitfaulenzenden Eltern bezahlen müssen.
Bei offiziell 4,5 Millionen Arbeitslosen sind das etwa 22 Millionen Menschen in unserem Land, die Angst vor der Zukunft haben. Das ist ein Viertel unserer Bevölkerung, was sich leicht mit den mathematischen Möglichkeiten der Multiplikation, einer Rechenart, die selbst Berufspolitiker beherrschen könnten, berechnen lässt.
An die inoffiziell mehr als 8 Millionen Arbeitslosen mag ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst denken!

Glauben Sie wirklich, dass die sich plötzlich vermehren, nur weil unsere Bundesmutter und Familienministerin Renate Schmidt (SPD) sich jetzt in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" beklagt die «Kinderlosigkeit in Deutschland sei "einmalig auf der Welt". Deutschland sei zwar nicht kinderfeindlich, aber von Kindern entwöhnt. Der Staat müsse dafür sorgen, dass Menschen sich ihre Kinderwünsche auch erfüllen könnten. In ihren Plänen, die Betreuung zu verbessern, werde sie tatkräftig von Bundeskanzler Gerhard Schröder unterstützt. "Die Mannsbilder haben begriffen, dass Familienpolitik nicht ein weiches Weiberthema ist, sondern ein hartes Zukunftsthema", sagte Schmidt.»
 
Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich bekomme Brechreiz wenn ich so was höre.
Wer ist denn für diese kinder- und familienfeindliche Politik verantwortlich?  
Wer nimmt denn den Bürgern und Familien die Grundlage für eine sichere Existenz?
Wer ignoriert denn, dass Frauen im Beruf weniger verdienen als Männer?
Wer hat denn zugelassen, dass Millionen von Menschen im arbeitsfähigen Alter an den Rand der Gesellschaft und in die Arbeitslosigkeit gedrängt wurden?
Wer hat denn dafür gesorgt, dass immer mehr Kinder in Armut aufwachsen?
Doch genau die gleichen Leute, die jetzt begriffen haben sollen „dass Familienpolitik kein weiches Weiberthema ist, sondern ein hartes Zukunftsthema“!

Glauben Sie wirklich, dass ein viermal verheirateter Bundeskanzler ohne eigenen Nachwuchs oder irgendein schwuler Bundespolitiker weiß, wie viel Pflege und Aufmerksamkeit Kinder brauchen bis sie in etwa 20 Jahren (hoffentlich) anfangen sich selbst zu vermehren?
Es ist wirklich einmalig auf der Welt, wie in Deutschland Bevölkerungspolitik gemacht wird und warum Politik, Wirtschaft, Arbeitgeber und Gewerkschaften immer nur sporadisch ein Licht aufzugehen scheint, wenn es um die „Familie als Grundlage unserer Gesellschaft“ geht.

Man muss in diesem Zusammenhang jetzt also nicht nur fragen, wer denn in den letzten 6 Jahren für die Familienpolitik zuständig war, sondern wer die gesellschaftspolitische Verantwortung in den letzten zwanzig Jahren dafür hatte.
Wie schizophren und heuchlerisch sich Verantwortliche verhalten und wie sie ihr Mäntelchen man so und mal so in den Wind halten, lässt sich an Dieter Hundt (mit DeTe), dem Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände aufzeigen, den ich mir jetzt einfach mal mit einem Zitat aus der „2DF Heute Sendung“ vom 16.1.2005 herausgreife:
«Hundt würdigte die Anstrengungen der Arbeitgeber für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Arbeit. Durch die Einführung flexibler Arbeitszeiten und den Aufbau von Betriebskindergärten hätten sie bereits Enormes geleistet. Eine familienfreundliche Personalpolitik sollte in den Unternehmen auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen.  "Ich fordere die Unternehmen auf, bei ihren Anstrengungen nicht nachzulassen, Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu erleichtern", sagte Hundt

Das ist der gleiche Hundt, der nach längerer Arbeitszeit schreit und den weiteren Abbau von Arbeitsplätzen androht, wenn den Forderungen der Wirtschaft nicht nachgekommen wird.
Es ist der gleiche Hundt, der weitere Kürzungen im Rentensystem und dessen Umbau zu Lasten der Arbeitnehmer für unerlässlich hält.
Das ist der gleiche Hundt, der für weitere Abstriche am sozialen System votiert und eine radikale Verminderung der unternehmensseitigen „Lohnnebenkosten“ fordert.
Das ist der gleiche Hundt, der sich für die Absenkung der Ausbildungsvergütung stark macht und eine Ausbildungsabgabe für ausbildungsunwillige Unternehmen strikt ablehnt.
Das ist der gleiche Hundt, der es erst zur Profitmaximierung der Unternehmen und Wahrung der internationalen Konkurrenzfähigkeit deutscher Firmen für richtig hält den Ernährer der Familie auf die Straße zu setzen und dann engelszüngig die „familienfreundliche Personalpolitik“ der Unternehmen lobt.
So ein Hund – dieser Hundt.
 
Und jetzt sollen wir glauben, dass die gleichen Jungs und Mädels die schon seit zwanzig Jahren NICHTS gemacht haben, jetzt was anderes als NICHTS machen?
Da müssten wir schon wirklich blöd sein!
Wer bis heute nicht begriffen hat wie eine Gesellschaft funktioniert und dass Kinder das Ergebnis von Vertrauen, Sicherheit und Zukunft sind, der hat auch nicht begriffen, wem er selbst seine Existenz verdankt.
„Reiner Zufall“ war es in den wenigsten Fällen, aber selbst diesem Herrn würde heute als „Vater“ ja der Nachweis des „Genitors“ erschwert, solange er sich nur brav um die Aufzucht kümmert.
Die gleichen Politiker, die jetzt nach der Einführung von DNA-Tests zur Ermittlung von Straftätern rufen, verweigern dies einem beschuldigten Vater zum Nachweis seiner Unschuld.
Die gleichen Politiker, die jetzt für die Verbesserung der familiären Rahmenbedingungen vors Mikrofon treten, sind eifrig mit dabei, wenn diese Bedingungen im staatlichen Interesse und zum Wohle der Wirtschaft zusammengestrichen und eliminiert werden.

Um die Zusammenhänge zu erkennen, muss man sich nur die Gründe für den Geburtenrückgang in den neuen Bundesländern seit der Wende ansehen.
Und um eine Ahnung davon zu bekommen, wie man es machen könnte, braucht man nur über den Rhein nach Frankreich zu blicken. Denn auch im Land der Liebe müssen zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts eng zusammenarbeiten um aus einer Partnerschaft eine Familie zu machen. Und das nicht nur für den Zeitpunkt der Zeugung, sondern über einen langen, sehr sehr langen Zeitraum hinweg.

Langfristig halt!
Denn wenn man im Alter Opa und Oma sein möchte und von der Arbeit der Enkel leben muss, weil Andere das erwirtschaftete Vermögen verprasst haben, dann kann man mit der Schaffung der Voraussetzungen nicht erst bei Eintritt ins Rentenalter damit anfangen.
Und da nützt es jetzt auch nichts mehr, wenn Oma Renate der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ das Wort zum Sonntag erzählt.

Selbst wenn die Bürger dieser Republik sich sofort und emsig an die Umsetzung der Anweisungen unserer Familienministerin machen würden – das Ergebnis geht erst in achtzehn Jahren wählen, Geld verdienen und Steuern zahlen. Bis dahin kostet der Nachwuchs nicht nur unzählige schlaflose Nächte, Einschränkungen und Sorgen, sondern auch noch ein kleines Vermögen für Pflege, Essen, Wohnen, Gesundheit, Bildung und Freizeit.  
Und den vermehrungsfähigen Männlein und Weiblein dieser Republik ist das bekannt. Es ist ihnen aber auch bekannt, dass es immer die kleinen Leute sind, die am Ende im Regen stehen bleiben und die Arschkarte gezogen haben.
Also erzählt uns nicht die Geschichte vom Storch!

Denn hier geht es um ein gesellschaftspolitisches Verteilungsproblem, welches weder durch kurzzeitigen Wahlaktionismus, noch durch sozialdemagogische Kampfansagen zwischen Eltern und Kinderlosen zu lösen ist.
Zur nachhaltigen Lösung dieses „Generationenproblems“ gehört nicht nur die Aufwertung traditioneller Familienformen und Geschlechterverhältnisse, sondern auch die Bereitstellung arbeitsmarktpolitischer Rahmenbedingungen zur Schaffung und nachhaltigen Sicherung von Arbeitsplätzen, ergänzt durch Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur.
Das ist sicher kein Wahlkampfthema sondern eine Jahrhundertaufgabe.
Aber das wusste man schon 1979.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenralfatblogigo schreibt am 19.01.2005 um 09:48 Uhr:Du hast mir - und sicher vielen, vielen anderen Betroffenen - aus der Seele gesprochen (geschrieben;-)! Leider gab es in der Vergangenheit unzählige solcher Perversionen, die letztlich immer wieder zum Crash führten und viel Leid und Elend nach sich zogen. Wenn es möglich würde, solch Chaos abzuwenden (\"stille Revolution\" á la 1989), wer würde danach (wieder mal) zuerst Oberwasser gewinnen? Lasst uns doch mal drüber nachdenken, wie man die (geschundene) Basis endlich auf einen gemeinsamen Nenner bringen kann.
  2. zitierenmitdenker schreibt am 19.01.2005 um 10:42 Uhr:Volle Zustimmung zu dem Gesagten.

    Eine kleine Ergänzung möchte ich noch zum \"Überdenken\" anbringen. Da gab es eine Rede. Von diesem neuen Bundespräsidenten. Nichts Weltbewegendes. Nicht einmal buntes(deutsch)bewegendes. War irgendwo alles schon einmal gesagt. Auch der Satz von der notwendigen Flexibilität der Menschen in diesem Ländle.

    Ich meine, hier gibt es einen Zusammenhang. Welchen? Na, schau\'n wir mal:

    Ist der Mensch ein soziales Wesen? Ich nehme es an. Gehört zu dieser sozialen Bindung nicht auch das Umfeld wie z.B. Eltern, Familie, Freunde, Verwandte? Bestimmt auch. Gehört dazu nicht auch das (meist im Anfangsstadium einer geplanten Beziehung) Kennenlernen von Menschen, der Wunsch, mit diesem Menschen längere Zeit, ja manchmal sogar für \"immer\" zusammen zu sein? Na klar doch.

    Und wie soll das funktionieren, wenn ich M E I N E Lebensplanung nicht mehr überblicken kann, wenn morgen schon das berufliche Aus drohen kann? Wie denn nun? Umziehen? Der evtl. neuen Arbeitsstelle hunderte von Kilometern hinterherreisen? So ist es gewünscht. Aber was wird mit der evtl. gerade neu gegründeten Familie? Frau hat trotz Kind einen tollen Job. Dort keine Aussicht. Wochenendehe? Na toll. Wieviele Ehen halten das aus? Ah, und so nebenbei, wieviele Kuckuskinder entstehen aus solchen Situationen?

    Oder der andere Fall. Tollen Partner kennengelernt. Gleiche Situation wie oben.

    Jetzt die Entscheidung. Partner oder Job. Wie entscheiden sich ca. 90% ???

    Es lassen sich so viele Fälle \"konstruieren\". Welchen Anreiz bieten diese Situationen für Menschen, zu heiraten, Familien zu gründen.

    Hat irgendein Soziologe (soll es ja zuhauf geben) einmal eine Untersuchung unter diesen Aspekten gemacht? Bestimmt. Interessiert nur keinen. Jedenfalls keinen, der für diese Situationen eine Mitverantwortung trägt wie benannter Hundt oder auch Namen wie Schrempp, Ackermann, Bräuer und hunderter weiterer. Der Mensch bestimmt. Einige stellen sich über die Menschheit und bestimmen eben mehr. Und dann noch die, die bestimmen, wer bestimmt.

    Und wenn jetzt jemand kommt und sagt, das war schon immer so, dann frage ich wieder:

    Immer? Seit wann?

    Sind wir schon so eingelullt, dass wir nicht mehr begreifen, dass es der Mensch ist, der bestimmt, ob er der \"Arbeit\" hinterherhechelt oder ob die \"Arbeit\" zu ihm kommt. (Das nennt man dann Strukturprogramme). Oder leben wir noch im Zeitalter der Jäger und Sammler. Wo man wirklich dem Wild hinterherziehen musste, den Vegetationszyklen. Also geistig befinden sich offenbar viele der Zeitgenossen in dieser Ära.

    Auch jetzt sind es schliesslich Menschen, die sagen, wo sie produzieren lassen. Schlicht und einfach: Menschen! Nur eben das sie sich über andere erheben. Und es sind Menschen, die sie dabei unterstützen. die nennt man dann Politiker.

    Ach wäre das schön, wenn diese Menschen tatsächlich zwischen dem 10 bis 2000-fachen klüger wären, eben so, wie sie \"bezahlt\" werden. Das ist aber nie möglich, weder physisch noch psychisch. Hat sich schon einmal jemand die IQ-Tabelle angeschaut?

    Das \"verdienen\" ist jedoch euer heiliger Gral. Verhaftet dem, was euch Jahrzehnte, Jahrhunderte, ja Jahrtausende eingebleut wurde. Aber in weiter, weiter Ferne wird es vielleicht einmal ein, zwei Mitdenker mehr geben.





  3. zitierenbigbang schreibt am 19.01.2005 um 12:15 Uhr:dass aus berufenem politikermund des öfteren nix als gequirlte scheisse zu hören ist, wird dank bundesfamilienministerin schmidt mal wieder eindrucksvoll bestätigt. im rahmen eines wortverdrehungsprogramms wird nun das wort KINDERFEINDLICH in KINDERENTWÖHNT umgewandelt - nach der rechtschreibreform noch eine wortbedeutungsreform? oder gleich NEUSPRECH? vielleicht kann madame schmidt endlich mal ihren verdammten job machen und an der beschriebenen misere versuchen etwas zu ändern - anstatt derartiges gelaber zu verbreiten...
  4. zitierenwaldkauz schreibt am 19.01.2005 um 23:43 Uhr:Es steht nicht zu mir, Noten zu erteilen !

    Doch wo Verstand und Mut regiert, da will ich gern verweilen!

  5. zitierensteffenh schreibt am 20.01.2005 um 00:32 Uhr:Keine Frage, all diese Probleme müssen geklärt werden. Aber ich bin mir nicht sicher, ob damit unser \"Bevölkerungsproblem\" gelöst wird. Bekanntlich gibt es die höchsten Geburtenraten in armen Ländern, in denen Kinder wenig kosten, dafür aber für die Familie Einkommen erzielen und für die Altersversorgung der Eltern mangels sozialer Sicherungssysteme verantwortlich sind. Auch Nachkriegs-Deutschland hatte seine höchsten Geburtenraten in Zeiten, in denen das Realeinkommen der Haushalte erheblich unter dem heutigen lag. Soweit ich weiß, werden auch heute die meisten Kinder in Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen geboren. Wenn es uns nur darum geht wieder mehr Menschen in diesem Land zu haben, warum öffnen wir nicht einfach unsere Grenzen für Menschen die hier Arbeiten wollen, Steuern zahlen und damit unsere überlasteten Sozialsysteme mitfinanzieren?
  6. zitierenTST schreibt am 20.01.2005 um 11:20 Uhr:Wie schon das Team schrieb wird mit deinen angeprangerten angeblichen Ungerechtigkeiten keineswegs die Geburtenzahlen in Deutschland erklärt. Selbst wenn alles so geändert würde, wie du es wünschst, würden nicht mehr Kinder geboren, mal ganz abgesehen davon, ob dies wirklich ein Ziel sein sollte.

    Die Gründe dafür das keine Kinder geboren werden liegt 1. daran das die Leute keinen passenden Partner haben, 2. die Frauen heute eben auch Karriere machen wollen. Karriere und Kinder sind eben nicht kombinierbar, weil Karriere überdurchschnittlichen Einsatz für die Firma bedeutet und da bleibt dann keine Zeit für Kinder selbst wenn die Alltagsarbeit und Betreuung von Dritten übernommen würde. Wer seine Kinder nur kurz anschaut wenn sie schon schlafen, der braucht auch keine. Dafür sind sie in der Tat zu teuer. Wer aber seine Kinder geniesen will, der hat keine Zeit für Karriere. So ist es auch verständlich das Frauen, welche irgendetwas aus ihrem Leben machen wollen, sich nicht auf die biologische Funktion der Gebärmaschine reduzieren lassen wollen.

    Vor 2 Wochen kam auf ARTE ein Bericht über Romänien, wo der Diktator alle Verhütungsmittel verboten hat, Abtreibung unter schwerste Strafe etc. und jede Frau sollte mindestens 4 Kinder haben sonst gabs ganz mächtig Druck. Als Zuckerbrot gabs jede Menge Vergünstigungen. Ergebnis war, dass zwar in den ersten Jahren die Geburten explodierten, aber schon nach kurzem die Geburtenraten sich auf einem normalen Niveau wieder einpendelten, weil die Frauen sich schlicht weigert soviele Kinder zu produzieren. Ergebnis war immer stärkerer Druck, aber keine höheren Geburtenraten, nur jede Menge Elend und der Kollaps der Wirtschaft u.a. auch durch die hohen Transfers als Zuckerbrot. War ein hervorragender Bericht und wenn eine Wiederholung kommt schaut ihn euch an.



    Es ist einfach ein Naturgesetz, dass die Menschen sich im Durchschnitt nur soviel Kinder anschaffen, wie ihnen selber nützt, sprich ein Optimum ist. In unterentwickelten Ländern, werden Kinder als billige Arbeitskraft benötigt. Ergebnis viele Kinder gering Qualifiziert geringe Produktivität. In entwickelten Ländern haben die Kinder lediglich einen emotionalen Wert. Sie erwirtschaften nichts, sie kosten nur, also werden relativ wenige geboren dafür aber enorme Summen in sie investiert. Ergebnis hochqualifizierte Fachkräfte mit hoher Produktivität. Ein deutscher Arbeiter erwirtschaftet so viel wie 1000 Afrikaner.



    Ein weitere Aspekt ist, dass die Anzahl von Geburten in Deutschland bis auf wenige Ausreißer eigentlich konstant ist über alle Epochen konstant war. In den letzten 30 Jahren seit der Einführung der Pille bei ziehmlich genau 800 000 Kinder pro Jahr. Im letzten Jahrhundert gabe es lediglich 2 Ausreißer nach oben. Als Hitler seine Mutterkreuzpolitik machte und dann in den Wirtschaftswunderjahren der 60er bis zur Einführung der Pille als die Sexualmoral langsam aufbrach, die Leute es mehr trieben, auch außerhalb der Ehe und es noch keine sicheren Verhütungsmittel gab. Die niedrige Geburtenrate ergibt sich statistisch also lediglich daraus, dass ein Teil der Babyboomer weniger Kinder hat, da bei mehr Menschen als normal in einer Kohorte sind, trotzdem normal viele Kinder geboren werden. Also absolut nichts tragisches. Das gleiche Phänomen ist in allen entwickelten Ländern zu beobachten, unabhängig von der konkreten Familienpolitik.
  7. zitierenMachopan schreibt am 20.01.2005 um 15:21 Uhr:@das_team

    Die meisten Lebewesen auf der Welt produzieren so viele Nachkommen, dass die Erhaltung ihrer Art sichergestellt wird. Sind die Rahmenbedingungen (Nahrung etc) schlecht, überlebt der geringste Teil des Nachwuchses. Sind die Rahmenbedingungen gut, überleben viele und die Rahmenbedingungen verschlechtern sich dadurch wieder.

    Probleme gibt es dann, wenn unwissende Dritte oder Naturereignisse in dieses Regelwerk eingreifen. Zum Beispiel der Mensch durch Tötung (Krieg/Abschuss) oder verbesserte Gesundheitsvorsorge/Reservatsbildung.

    Daher ist der Anstieg der Geburtenraten in der ersten und zweiten Generation nach dem zweiten Weltkrieg vollkommen natürlich. Damit wurden die durch den Krieg entstandenen Lücken gefüllt. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass die Familie seit Urzeiten eine schutzbietende Zweckgemeinschaft darstellt(e) und das Überleben des Einzelnen sicherte. Das gilt auch für andere Formen von Gruppierungen und Verbünden.

    Es lag im Interesse der Gruppen stets ausreichenden und über die Generationen hinweg arterhaltenden Nachwuchs zum Überleben und zum Schutz gegen Feinde zu haben.

    Das ist, neben der mangelnden Empfängnisverhütung, auch einer der Gründe warum in armen (schwachen) Familien viele Kinder geboren und als „Reichtum“ betrachtet werden.

    Früher (ja ich weiß, das war ganz früher), da wurden Frauen sogar geraubt und im Kriegsfall durch den Sieger geschändet um die Arterhaltung des Feindes zu zerstören.

    Wir haben das heute vergessen, verdrängt oder tun so als wäre das nicht mehr wichtig.



    Dem ist aber nicht so.

    Daher geht es nicht darum unsere Grenzen zu öffnen und fremde Menschen hier für uns arbeiten und unsere Sozialsysteme finanzieren zu lassen.

    Warum sollten die das tun? Was hätten diese Menschen davon parasitäre Deutsche zu ernähren?

    Also sollten wir uns mal fragen, was andere Menschen in einer (noch) von uns zur Verfügung gestellten Infrastruktur können, was wir nicht selber können.

    Und wenn wir wirklich etwas nicht können, dann müssen wir es (wieder) lernen.

    Oder irgendwann von der Landkarte verschwinden.

    Wir wären nicht das erste Volk mit dem das geschieht.

    Aber wir wären sicher das erste, dem das durch eigene Dummheit passiert.

  8. zitierenTST schreibt am 20.01.2005 um 17:12 Uhr:Nun, wie ich schon schrieb: im Reservat Deutschland werden unabhängig von der größe der Kohorten etwa 800 000 Kinder geboren, also sterben die Deutschen schon nicht aus. Im übrigen wird jede ökologisch/ökonomische Nische auch besetzt, wenn nicht von dem einem dann von dem anderen, weshalb auch die Bevölkerungszahl in etwa stabil bleiben wird.



    Also kein Grund zur Panik!
  9. zitierenMachopan schreibt am 20.01.2005 um 17:23 Uhr:@TST

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Grafik siehe oben im Posting) gebar eine Frau 1952 im Jahresdurchschnitt etwa 2,0 Kinder. Im Jahr 2000 lag der Wert unter 1,5.

    Fakt ist, dass heute pro Frau (und das ist ja wohl der für die Fortpflanzung wichtigere Teil der Bevölkerung) weniger „Kind“ geboren wird als vor knapp 50 Jahren. Das wäre nicht unbedingt eine Entwicklung die Grund zur Sorge geben würde, wenn gleichzeitig die Anzahl der weiblichen Bevölkerung im fortpflanzungsfähigen Alter gestiegen wäre.

    Laut <a rel="nofollow" href=\"http://www.destatis.de/basis/d/bevoe/bevoegra2.php\" target=\"_blank\"> Statistischem Bundesamt</a> gibt es zwar einen Frauenüberschuss von ca. 2,0 Millionen, aber bevor sich einer der männlichen Leser im fortpflanzungsfähigen Alter zu früh freut, möchte ich darauf hinweisen, das dieser Überschuss durch die zahlenmäßige Überlegenheit bei den Damen über 70 Jahre auftritt, deren männlichen Gegenstücke durch Krieg und frühzeitigeres Ableben ausgedünnt wurde.



    Dass es zuwenig Frauen gibt, ist sicher keine Erklärung für eine rückläufige Geburtenrate und schon gar keine Erklärung für die gesunkene Rate „Kind je Frau“. Denn diese Rate bedeutet doch nichts anderes, als dass eine Frau heute im Durchschnitt weniger Kinder bekommt als noch 1952. Die Idealfamilie ist von der Zwei-Kind-Familie (Junge/Mädchen) zur Ein-bis-Zwei-Kind-Familie geworden



    Auch das ist noch nicht tragisch, wenn die Gesellschaft auf diese demografische Veränderung rechtzeitig reagiert. Das hat sie aber nicht getan.

    Und jetzt werden Erklärungen unterschiedlichster Art (teils an den Haaren herbeigezogen) gesucht und gefunden, war das so ist:

    1. Das Märchen vom fehlenden Partner.

    Früher wurde der Partner aus einer kleinen Gemeinschaft ausgewählt, was teils sogar zur Inzucht führte. Und heute im 21 Jahrhundert und all seinen Möglichkeiten soll man keinen Partner mehr finden? Der wahre Grund ist sicher ein ganz anderer: Es gibt die überlebenswichtige Notwendigkeit der Partnerschaft nicht mehr. Auch ein Single überlebt, gut und ohne größere (wirtschaftliche und sogar sexuelle) Probleme. Man muss sich nicht paaren, sondern kann warten bis die Traumfrau, der Traummann kommt. Bis man merkt dass der/die nicht kommt oder sich jemand anders nimmt, ist es zu spät und das gebärfähige Alter neigt sich seinem Ende zu oder die Fruchtbarkeit hat vor lauter Empfängnisverhütung ihre Funktion eingestellt.

    2. Beruflicher Erfolg wird in unserer Gesellschaft weit höher bewertet als familiärer Erfolg. Kinder erziehende Mütter und Väter stehen in der Hackordnung ganz unten und sind die Deppen der Nation. Wer einmal aus dem Beruf aussteigt und sich dem Nachwuchs widmet, kommt nur mit größten Mühen wieder zurück. Und wenn, dann nicht mehr auf die gleiche Stelle und nicht mehr zum gleichen Gehalt. Wäre für viele Menschen auch kein Problem, wenn der hauptamtlichen Berufmutter/Berufsvater entsprechende gesellschaftliche Bedeutung und finanzielle Ausstattung zukommen würde. Tut es aber nicht!

    3. Für die Betreuung der Kinder stehen in unserem Land nicht genügend und zudem noch die falsche Infrastruktur zur Verfügung. Das fängt bei den Öffnungszeiten von Kindergärten an und geht über die Schulstunden weiter. Jeder noch so ausgeklügelte Zeitplan einer berufstätigen Mutter/Vater wird durch Bedürfnisse oder gar Krankheit des Kindes von einer Sekunde zur anderen über den Haufen geworfen. Wer dann noch versuchen muss, seine Urlaubstage nach betrieblichen Gesichtpunkten und Bedürfnis von kinderlosen Arbeitskollegen mit dem Ferienplan seiner Kinder (vielleicht noch in unterschiedlichen Bundesländern) zu koordinieren, kann ein Lied davon singen. Es versteht sich von selbst, dass der Urlaub mit (schulpflichtigen) Kindern dann natürlich zur bundeslandspezifischen Hochpreiszeit gebucht werden darf.



    Was mich aber wirklich ärgert in diesen „fruchtlosen“ Diskussionen ist das Wort „Gebärmaschine“.

    Denn zu einer solchen Taktfrequenz ist schon biologisch keine Frau in der Lage. Eher könnte wohl ein potenter Mann als „Zeugungsmaschine“ bezeichnet werden, wie praktische Bespiele aus der Tierzucht mit künstlicher Besamung zeigen.



    Damit komme ich zu den „Zucht- und/oder Populationsregulierungsprogrammen“ diverser Diktatoren. Egal ob Adolf Hitler in Deutschland zur Zucht der arischen Rasse oder Ceaucescu in Rumänien zur zahlenmäßigen Vermehrung der Bevölkerung. Sowas geht immer schief, denn Kinder zeugen ist kein Problem, da findet man je nach Wirtschaftslage oder politischer Gesinnung an jeder Straßenecke jemand der das übernimmt. Aber Kinder großziehen und zu vollwertigen Mitgliedern einer Gesellschaft zu machen ist eine Lebensaufgabe für die man viel Engagement und Liebe braucht um im Ergebnis geliebte Menschen einer Familie und wertvolle Mitglieder einer Gemeinschaft bekommen.



    Daher sind wirtschaftliche Investitionen durch die Politik und die Wirtschaft eines Landes in Kinder und Eltern immer auch Investitionen in zukünftige Bürger, Wähler, Arbeiter und Kunden und damit die Zukunft des Landes.



    Und last but not least möchte ich noch die folgenden Sätze kommentieren:

    «In entwickelten Ländern haben die Kinder lediglich einen emotionalen Wert. Sie erwirtschaften nichts, sie kosten nur, also werden relativ wenige geboren dafür aber enorme Summen in sie investiert. Ergebnis hochqualifizierte Fachkräfte mit hoher Produktivität. Ein deutscher Arbeiter erwirtschaftet so viel wie 1000 Afrikaner.», wobei ich davon ausgehe, dass Deutschland zu den „entwickelten“ Ländern gehört

    Wenn das so ist, wie hier beschrieben, dann muss man wegen so ein bisschen „emotionalem“ Wert schon ziemlich dämlich sein um sich privat einen solchen Balg und Kostenfaktor unter Gefährdung der eigenen sozialen Sicherheit ans Bein zu binden, wenn es für die gelegentlichen Emotionen ein Hund sicher auch tun würde.

    Und wenn ein deutscher Arbeiter tatsächlich soviel erwirtschaftet wie 1000 Afrikaner, dann frage ich mich warum ein deutscher Arbeiter dann nicht genug erwirtschaften kann um sich und seine alten Eltern zu ernähren.

    So viele Afrikaner können wir ja gar nicht zuwandern lassen, dass die unsere Rentner über die Runden bringen.



    Ach ein Tipp noch:

    Wer Kinder hat (vielleicht sogar mehr als den statistischen Durchschnitt) und dazu noch Alleinverdiener und/oder Alleinerziehender ist, der kennt die von mir geschilderten „angeblichen“ Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft aus eigener Erfahrung.

    Vielleicht solltest du dich mal mit geringverdienenden und/oder alleinerziehenden Eltern unterhalten und genau zuhören was die dir erzählen.
  10. zitierenTST schreibt am 20.01.2005 um 18:04 Uhr:Wie ich nun mehrmals ausführte stimmt die gesunkene Geburtenrate, aber trotzdem werden konstant 800000 Kinder im Jahr geboren, mal von statistischen kleineren Schwankungen abgesehen. Offensichtlich ist diese Zahl die für das Ökosystem Deutschland optimale Zahl. Also kein Problem mit aussterben.



    \"Wenn das so ist, wie hier beschrieben, dann muss man wegen so ein bisschen „emotionalem“ Wert schon ziemlich dämlich sein um sich privat einen solchen Balg und Kostenfaktor unter Gefährdung der eigenen sozialen Sicherheit ans Bein zu binden, wenn es für die gelegentlichen Emotionen ein Hund sicher auch tun würde.\"



    Genau deshalb schaffen sich viele keine Kinder mehr an, sondern einen Hund. Offensichtlich empfinden insbesondere die intelligenten Menschen diesen Preis zu hoch, denn vorallem Akademikerinnen bekommen keine Kinder mehr, wo hingegen die Unterschicht sich fleißig auf grund exorbitanter Transfers munter weiter vermehrt.



    zu 1:

    Das Problem bei der Partnersuche ist doch nicht, dass es keine geben würde. Wer sowas behauptet will ablenken.

    Es geht darum, dass heute die Jugendphase inzwischen bis Anfang 30 dauert und in der \"findet\" natürlich keiner einen Partner mit dem er sich für ein Kind ewig binden will. Einen solchen Partner finden Akademikerinnen i.d.R. erst so Mitte 30, teilweise wegen inzwischen eingetretener Bindungsunfähigkeit auch nie mehr. D.h. es kommt noch 1 Kind und für mehr ist es dann zu spät.



    zu 2.

    Klar, wer sich einmal aus dem Beruf herauskatapultiert kommt schwer wieder rein. Übrigens egal aus welchem Grund. Aber wie soll es auch anders sein? Mehr als die Arbeitsplatzgarantie kann der Gesetzgeber da kaum machen oder soll er Unternehmen zwingen jedes ökonomische Denken abzustellen? Schon heute sind Frauen die Kinder bekommen für jedes Unternehmen der reine Horror und kosten Unsummen. Willst du die deutsche Wirtschaft endgültig am Boden zerstören?

    Ein anderer Aspekt ist, dass Frauen gerade wegen dieser exorbitanten Schutzregeln für Mütter außerordentlich ungern genommen werden und weniger Karriere machen. Gibt es einen auch nur halbwegs gleich qualifizierten Mann wäre jedes Unternehmen blöd eine Frau zu nehmen, mal abgesehen von leicht austauschbaren Positionen. Das Gegenteil von gut gemacht ist eben gut gemeint!



    zu 3.

    Da gebe ich dir Recht, aber dies ist aus den meisten Untersuchungen ersichtlich nicht der wirkliche Grund für \"zu wenig\" Kinder. Verbesserungen hier sind eigentlich mehr aus einem anderen Grund erforderlich. Ohne eine Änderung des Bildungssystems haben wir zwar jede Menge ungebildete Nachkommen der \"Bildungsfernen Schichten\" aber keine Leistungsträger mehr, welche den Wohlstand erwirtschaften können. DAS ist die wahre demografische Katastrophe!



    Du machst es dir zu einfach mit deinen Analysen! Vielleicht Interessengeleitet um mehr Transfers zu bekommen?
  11. zitierenMachopan schreibt am 20.01.2005 um 18:30 Uhr:Ob es wirklich intelligenter ist sich einen Hund anzuschaffen, als ein Kind zu bekommen, wird sich sicher weisen,



    Ich selbs hab noch nie Transfers bekommen, weil immer bekennender \"Besserverdiener\" *schäm*

    Und wenn mich heute eine Frau zum Vater erklären würde, muss ich noch nicht einmal einen Gentest machen lassen um die späte Ehre von mir zu weisen. :-)



    Mit dem Rest deiner Ausführungen kann ich gut leben.

    Obwohl mir da im Detail schon noch einige Erwiderungen auf der Zunge liegen.

    Auch deine Feststellung, dass die Kindphase heute bis 30 dauert würde ich gerne in der Diskussion vertiefen, habe ich doch in meinem Geschäftsleben mit eben dieser managenden Altersklasse zu tun.

Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.