Flugverbot

Da fällt zum ersten Mal ein Kleinflugzeug in der Nähe des Reichstags, dem Sitz der Regierung dieses armen Landes, vom Himmel und schon gibt es ein Flugverbot über dem Regierungsviertel.
«Darauf haben sich am Freitag die
Bundesminister Otto Schily (Inneres), Manfred Stolpe (Verkehr) und
Peter Struck (Verteidigung) geeinigt. Gelten soll das Verbot für den
von oben gut sichtbaren inneren S-Bahn-Ring. Hobbyfliegerei über dem
Regierungsviertel werde nicht mehr möglich sein.» meldet der Rundfunk Berlin-Brandenburg.Nach dem Demonstrationsverbot am Boden also nun das Flugverbot in der Luft, damit ja nichts mehr die Regierenden in ihrem Anschaffen und Würgen stören und gefährden kann.
Und das ausgerechnet jetzt, wo ich meine Ausbildung zum Kamikaze-Flieger fast beendet habe und bereit gewesen wäre mein Leben zum Wohle des Vaterlandes zu opfern.

Aber mit einem Flugverbot über Berlin konnte ja nun wohl wirklich niemand rechnen.
Wobei - da fällt mir was ein .. natürlich ....
Brüssel - wo eigentlich ist Brüssel?

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Das ist wie mit den Verbots- und Gebotsschildchen auf den Strassen - niemand hält sich \'dran. Jedenfalls dann nicht, wenn eine Absicht (gut oder böse liegt immer im Auge des Betrachters) hinter der Absicht steckt. Wer bitte will etwas verhindern, wenn es vom S-Bahnring (sehr gut sichtbar) bis ins Zentrum (politischer) Macht nicht einmal eine Flugminute sind. Ausserdem liegt Tempelhof aber auch so etwas von Verkehrsgünstig für jeden Kamikazeflieger. Also - die Politiker wiegen sich in Sicherheit - lassen wir sie doch einmal, wenigstens diesmal in diesem Glauben...
die nächsten vierzig Tage jedenfalls.
PS: Das mit dem Ballon ist so eine Sache. Man wäre als Kamikaze-Ballonfahrer viel zu sehr von der Richtung abhängig, aus der gerade der jeweilige Wind kommt - und das nicht nur vom Reichstag / Bundeskanzleramt. Liebe Ballonfahrer, lasst es...
Politiker blasen viel zu viel heisse Luft. Ihr würdet dort nie zur Erde kommen.