Machopan - Rauchzeichen

07.09.2004 um 05:45 Uhr

Gürtellänge


Tragen Sie schon Hosenträger oder noch Gürtel?
Oder gehen Sie etwa ganz ohne, nur so mit Gummizug?
Oh, wie uncool!

Also ich bin ja seit der Zeit, als ich zum ersten Mal einen Western-Film gesehen habe, überzeugter Gürtelträger. Zusammen mit ledernen Chaps erschien es mir damals das geeignete Outfit um die Bedeutung meiner gerade erwachten jugendlichen Männlichkeit zu betonen. Aber das ist lange her und eine ganz andere Geschichte.

Also ich wollte mir jetzt einen(!) neuen Gürtel bestellen. Nicht nur um endlich die lahmende Wirtschaft wieder anzuschubsen, sondern auch, um trotz bescheidener politischer Lage der Nation, meinen schon fast krankhaften Optimismus zum Ausdruck zu bringen.
Lange genug habe ich mir jetzt angehört, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen. Ja und da habe ich mal meine Gürtel alle durchgecheckt und mit Entsetzen feststellen müssen, dass das bei mir nicht mehr geht. Ich kann meine Gürtel gar nicht mehr enger schnallen.
Nein, nicht weil ich zugenommen habe und der Gürtel jetzt zu kurz ist, wie bei Joschka Fischer.
Also der Außenjoschka ist ja echt auch ne arme Sau. Haben Sie sich mal überlegt wie oft der in den letzten Jahren seine gesamte Garderobe wechseln musste? Erst dünn – dann dick – dann dünn –dann wieder dick. "Mein langer Lauf zu mir selbst" hat er das genannt. Haben Sie das Buch gelesen? Der Joschka wog bei seinem Einzug in den Bundestag gerade mal 75 Kilo und hat sich dort dann weitere 35 Kilo angeeignet. Eine Rezension in der FAZ vom 27.3.2000 behauptet, dass er damals in Wirklichkeit gar kein Dicker war, sondern ein "mit Fett behangener Dünner".

Das Buch müsste man vielleicht mal unserer Bundesministerin Renate Künast schicken, bevor sie mit ihrer "Anti-Curry-Wurst-Kampagne" ernst macht. Eigentlich war ich ja der Meinung, dass dieses Buch bei den Grünen so was ist, wie die Mao-Bibel bei den Chinesen.

Also der Aussenjoschka hat das gleiche Problem wie ich, nur halt genau andersrum.
Denn während er keinen Gürtel mehr für die Löcher hat, habe ich keine Löcher mehr im Gürtel.
Ich möchte Ihnen daher die komplexe Problemstellung bei der Beschaffung eines zeitgerechten Gürtels anhand einer Abbildung und eines Beispiels demonstrieren.

Dazu habe ich folgende professionelle Anleitung nebst Bild der Internetseite www.guertelschnallen.com entnommen:

Unbekannter Adonis vermutlich schwäbischer Herkunft

Messen Sie zuerst Ihren Bauchumfang! auf der Höhe, an der Ihr Gürtel später sitzen soll.
Dieses Maß müssen Sie bei der Gürtelbestellung angeben. Ihr neuer Gürtel bekommt 5 Löcher. Das mittlere Loch entspricht dem von Ihnen gemessenen Bauchumfang. Links und rechts haben Sie noch je 2 Löcher für die guten und die schlechten Tage.

Also es ist ganz wichtig, dass man sich zuerst entscheidet WO der Gürtel denn um den Leib spannen soll. Bei einem Schwaben wie mir ist das eine verhältnismäßig einfache Übung, besteht doch der männlich-schwäbische Körper im Wesentlichen aus drei Teilen. Zuerst, ganz oben der Kopf, volkstümlich auch Dickschädel genannt. Dann in der Mitte, also unterhalb des Kopfes, mündet der Kopf mehr oder minder übergangslos in den Ranzen. Dieser ist das wichtigste Körperteil eines Schwaben. Man könnte fast sagen, dass alle anderen Körperteile irgendwie um den Ranzen herum angeordnet sind. Unterhalb des Ranzens beginnen die Füße, quasi als Abstandshalter zum Boden.

Dass man Gürtel um den Ranzen trägt, dürfte allgemein bekannt sein und wir können uns deshalb gleich mit der Form dieses Ranzens beschäftigen, der zur Aufnahme der menschlichen Lunge, des Herzens und andere Nebensächlichkeiten dient.
In jungen Jahren, zumindest zu meiner Zeit war das so, hatte der Ranzen eine V-Form, die dann später schleichend und fast unmerklich in eine O-Form überging. Daneben gibt es noch die A-Form und die H-Form.
Bei der H-Form ist das Anmessen eines Gürtel zwar einfach und kann auch vom bekleidungstechnischen Laien oder im Selbstversuch vorgenommen werden. Aber mit dem Halt der Beinkleider ist es so ein Problem.

Rainer Calmund, Manager von Bayer Läberkuzen. Man beachte den Sitz des Gürtels und die vorschriftsmäßige Länge der Krawatte

Diese Problem lässt sich bei der O-Form durch Anbringen des Gürtels oberhalb des Äquators lösen. Bestes Beispiel für diese Trageform ist Rainer Calmund, der ehemalige Manager des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, dessen Gürtel sich aber auf dem Foto bereits in der südlichen Hemisphäre zwischen Bauchnabel und Schambein befindet.

Ideal für das Tragen und Befestigen einer Hose am männlichen Körper und zudem bei Frauen auch sehr beliebt – ist die V-Form. In Verbindung mit Waschbrettbauch und Knackarsch ist sie ein Garant für den Erfolg beim anderen Geschlecht. Typische Vertreter der V-Form sind zum Beispiel Arnold Schwarzenegger und .... ich. Aber jetzt komme ich etwas vom Thema ab.

Helmut Kohl, letzter Kanzler der Bonndesrepublik. Man beachte die ausgeprägte Doppelform des Kinns und die Überlänge der KrawatteBei der A-Form streiten sich die Gelehrten, ob es sich dabei um eine noch im Aufbau befindliche O-Form oder schon um eine schwerkraftbedingte Abart der H-Form handelt.

Wie man jedoch sieht scheinen sich Vertreter dieser Spezies aus verständlichen Gründen eher für Hosenträger als für Gürtel zu entscheiden.

Bei dem Gerücht, dass diese Personengruppe ein instinktives Gefühl für schlechte Zeiten hat und deswegen zum Hosenträger greift, um später den Gürtel nicht enger schnallen zu müssen, handelt es sich um eine bisher unbewiesene Tatsachenbehauptung. (Hab ich das jetzt schön ausgedrückt?)

Welchen Gürtel ich mir jetzt bestellt habe?
Das werde ich hier nicht verraten, das überlasse ich Ihrer, wie auch immer gearteten Fantasie, denn die Gürtel gibt es von der Kindergröße bis zum XXL-Format mit 150 cm Länge, bis zum mittleren Loch versteht sich.

Wie sieht es denn mit Ihren Gürteln aus?
Oder können Sie schon keine Gürtel mehr tragen und nehmen lieber Hosenträger?
Oder gehen Sie etwa ganz ohne, nur so mit Gummizug?
Oh, wie uncool!





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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenTim schreibt am 23.07.2007 um 21:40 Uhr:also ich selber bin nicht Dick aber ich finde es ist echt nicht okay hier so Bilder zu schau zu stellen und dann ab zu lesstern es gibt auch krankheiten an denen man Dick wirt !!!!!
  2. zitierenFette Sau schreibt am 22.10.2007 um 23:23 Uhr:Es gibt fette Menschen. Soweit so gut. Aber Rainer und Helmut sind nicht fett!!! Die sind MEGA-FETT !!! Beim Helmut sind sogar die Stimmbänder fett, so wie der rumsabbert!!!!! Wat die beide so wegfressen... damit könnte man locker den Welthunger stillen!
  3. zitierennando schreibt am 30.10.2007 um 14:50 Uhr:Hallo,

    welche Gürtel denn ??????
    Die Jungs predigen doch was von "Gürtel enger schnallen".
    Dann lieber ohne Gürtel, oder ?


    Gruß

    Nando
    ___________
    www.0bv.com
  4. zitierenjojo schreibt am 17.11.2007 um 14:59 Uhr:ich find das eigenartig
  5. zitierenChristopher Wilden schreibt am 26.01.2008 um 19:55 Uhr:Boah da hab ich ja noch en besseren bauch alta
  6. zitierenIch schreibt am 12.02.2008 um 11:00 Uhr:Man is der dickmann also des is wirklich eine fette sau sprich Kohl :=)
  7. zitierenbidmopsy schreibt am 04.04.2008 um 10:53 Uhr:sag mal in welchem monat is der aufm ersten bild??
    Der hat doch bestimmt 10linge in sich!! gggggggggg
  8. zitierencooki schreibt am 18.02.2010 um 19:04 Uhr:ziehmlich Dicker Bauch würd i sage.
    Da hab i ja a Bäuchli gege dennen zwoi. und i hab 37kg übergewicht. i mus schon zugebe i ess gern aber so a dicker Bauch hab i nit. Leide die zwoi under fettleibigkeit??
  9. zitierenpsycho schreibt am 08.02.2011 um 17:34 Uhr:Ich habe 20kg Übergewicht und find das alles nicht lustig, ich esse wenig und nehme trotzdem zu wegen medikamenten, die den stoffwechsel verändern.ausserdem: auch adipositas(fettleibigkeit) ist eine krankheit- und wer bitte ist gesund, der es nötig hat sich über Kranke zu amüsieren??
  10. zitierenManfred schreibt am 17.06.2011 um 16:08 Uhr:Von 2/3 dieser leute weiss man, dass sie nicht stoffwechselkrank sind. Der Andere ist selber schuld, wenn er Bilder von sich ins Internet stellt. Und jemand der sich freiwillig ins öffentliche Interesse stellt, muss damit rechnen, kritisiert zu werden. Ob man das moralisch verkraften kann muss jeder selbst entscheiden und wenn er sich entschieden hat, gibt es keinen Grund das in Frage zu stellen.
    Davon ab gilt für etwa 90% der "übergewichtigen Bevölkerung", dass sie entweder mit sich zufrieden sind, oder was an sich ändern sollten. Und wenn sie weder zufrieden sind, noch etwas ändern wollen, sind sie ebenfalls nicht dazu berechtigt, sich zu beschweren, wenn man Witze über sie macht.
    Danke für ihre Aufmerksamkeit.

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