Machopan - Rauchzeichen

26.08.2005 um 05:45 Uhr

Schwächeanfall

Kaum zu glauben und ohne den fotografischen Beweis in den Medien nicht vorstellbar, aber der SPD-Chef Franz „Münte“ Fering hat einen Anfall der Schwäche erlitten. Mitten vor dem Mikrofon, eben als er zu den Schafen dieser Republik sprechen und ihnen das Wort ihres Herrn über das Vertrauen in Deutschland verkünden wollte, kollabierte sein Organismus aus Gründen, die ihre Ursache wohl in den verbalen Schwindelanfällen der letzten sieben Jahre haben dürfte.
Glück im Unglück und Hilfe in der Not leisteten Ärzte der Universitätsklinik Homburg, die ihre schwindenden Einkommen durch nebenberufliche Blasmusik aufzubessern versuchten.
Jetzt stellen Sie sich mal vor, die rot-grüne Bundesregierung hätte in den letzten Jahren keine grundlegende Reform des bundesdeutschen Gesundheitswesen mit erheblichen Kosteneinsparungen und Beitragsabsenkungen für die Versicherten durchgeführt. Dann wären die Ärzte alle im Klinikum gewesen und hätten sich gemäß ihrem medizinischen Eid um die kranken und siechen Beitragszahler gekümmert, während sich der Münte Fering im Zustand der Schwäche mit einem freiwilligen Sanitäter vom Roten Kreuz hätte begnügen müssen.
Wer weiß wie das ausgegangen wäre?

Man mag ja gar nicht daran denken, dass der 65-jährige Chef der roten Genossen, die gerade versuchen im Schweinsgalopp die Kurve zur nächsten Bundestagswahl zu nehmen, für längere Zeit ausgefallen wäre. Vermutlich hätte das Bundesverfassungsgericht in einem Eilverfahren darüber entscheiden müssen, ob die Wahl von vorne herein annulliert werden muss, weil der roten Partei einer ihrer wesentlicher Schwindelfaktoren ins Koma gefallen ist.
 
Münte Fering wurde nach Medienberichten in ein Krankenhaus gebracht und dort eine Nacht festgehalten, bis er wieder soweit ansprechbar war um die Praxisgebühr über 10 Euro in bar bezahlen zu können.
Derweil wurde sein Platz in der für den nächsten Tag geplanten Sendung "Wahl 2005 im ZDF - Die Berliner Runde“ mit seinem Parteikollegen „Superwolli“ Clement besetzt, einer weiteren Koryphäe nicht eingehaltener Versprechungen und Inhaber des Lehrstuhls für realitätsferne Wirtschaftsprognosen.

Die Sendung habe ich mir heute Abend angetan und den Ersatzgenossen mit seinen Prognosen genossen.
Und jetzt habe ich die Schwindelgefühle, die sich zu einem Schwächeanfall ausweiten könnten, wenn die hochdosierte Medikamentierung mit „Vertrauen in Deutschland“ nicht anschlägt.

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenMachopan schreibt am 27.08.2005 um 15:02 Uhr:Danke für den Tipp.

    Ich sehe jeden Tag in den Spiegel, genau dort habe ich ja vom Schwächeanfall des Herrn Müntefehring erfahren.

    Deinem zweiten Tipp kann ich allerdings nicht folgen. Nicht dass ich ein Problem damit hätte, aber die Queen ist mir einfach zu alt dazu. Auch ist Leichenschändung nach §168 StGB ein Straftatbestand, der mit Gefängnis bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet wird. Und das ist mir die Sache nun wirklich nicht wert.

    Daher mein Vorschlag: \"Wenn du auf so etwas stehst - dann mach\'s doch einfach selber\" :-)
  2. zitierenSchnetzi schreibt am 29.08.2005 um 07:59 Uhr:Irgendwie habe ich den leisen Verdacht Sie würden sich in Ihrem Bericht über diesen Schwächeanfall lustig machen. >:-(
  3. zitierenMachopan schreibt am 29.08.2005 um 23:14 Uhr:Ich mich lustig machen?

    Aber ich doch nicht! Ich weiß doch gar nicht wie das geht!

    Ich mach nur so meine Gedanken, ob der öffentliche Schwächeanfall eines 65-Jährigen in kausalem Zusammenhang mit seinen diversen Schwindeleianfällen stehen könnte, unter denen dieser Opa schon in der Vergangenheit (auch in der Öffentlichkeit) öfter litt.

    Unverzeihlich auch, dass man einen ältlichen Menschen, der offensichtlich den Säuberungsaktionen bundesdeutscher Arbeitgeber und HARTZ IV bisher erfolgreich entkommen konnte, nunmehr im Wahlkampf entsorgen und ihn durch sozialverträgliches Ableben um seine wohlverdiente Rente bringen möchte.

    Ich mach mir echt Sorgen um den Mann! Echt!

  4. zitierenKurz_Schluss schreibt am 03.09.2005 um 01:09 Uhr:Man kann Leute mögen oder nicht, aber den Gesundheitszustand eines Menschen zur Belustigung des eigenen Publikums auszuschlachten ist ein extrem niederträchtiger Charakterzug. Ich bin mir nicht ganz sicher ob der Autor selbst genug Potential für ein leuchtendes Beispiel mitbringt.
  5. zitierenMachopan schreibt am 03.09.2005 um 14:43 Uhr:Selbstverständlich kann man Leute mögen oder nicht, aber das heißt noch lange nicht, dass jemand nur dadurch sympathischer wird, dass er krank wird.

    Und so krank, dass mir der Müntefehring sympathisch werden würde, so krank kann der gar nicht werden.

    Jeder 65-jährige Arbeitnehmer wäre schon vor Jahrzehnten zwangsweise aus dem Wirtschaftleben entfernt worden. Nur Politiker und Manager meinen sie würden in diesem Alter noch nicht zum \"alten Eisen\" zählen. Und nur weil ihn daher bei der Arbeit der Herzkasper befällt, wird so jemand nicht automatisch zum \"Held der Arbeit\" oder muss für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen werden.
  6. zitierenKBecker schreibt am 27.03.2007 um 16:27 Uhr:Lassen wir mal den ganzen Schmonsens beiseite. Die bundesdeutschen Politiker sind doch nur deshalb so "erfolgreich", weil sie keiner in die Pflicht nehmen kann, von wegen nur dem Gewissen verpflichtet. Nichts für Münte und Konsorten aber selbst wenn man noch so viel unterschwellig anklingelt, Lebenserfahrung ist das höchste Gut, das wir überhaupt haben, selbst wenn da mal einer zwischendurch bildgerecht umfällt.

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