***Kids rule ... das Leben mit und von 3 Zwergen***

07.05.2007 um 21:04 Uhr

Zwerg 2 goes the Brain

von: malula

Zwerg 1 zu Zwerg2: "Was willst Du später mal werden?"

Zwerg 2: "Der Chef von allen!"

Pause.

Den Zeigefinger auf Zwerg 1 gerichtet.

"AUCH VON DIR!"

The Pinky and the brain

07.05.2007 um 17:50 Uhr

Kulturelles Gezicke - II

von: malula

Hinter uns ein öko-intellektuell-angehauchtes Ehepaar mit ihrem unverkennbaren Einzelkind-Sohn, der schon im Vorfeld erklärte, dass er 6 Jahre alt ist und in die 1. Klasse geht, aber eigentlich schon in die 2. könnte, weil er in vielem wesentlich weiter ist, als andere Kinder in seinem Alter. Und dass er Geige spielt. Und der seine Eltern mit Vornamen anspricht. 

 

Die dazugehörige Mutter beweißt gleich zu Beginn des Stücks, wie sehr sie in der Welt von Pettersson und Findus zu Hause ist. Als zwei mausähnliche Fingerpuppen über die Bühne huschen, kommt von hinten ein begeistertes „Ooch guck, die Mucklas!! Ooch, sind die nicht drollig!! Guck, wie kann Pettersson die nur für Mäuse halten!! Das sind doch eindeutig Mucklas!!“ . 

 

Es ist immer wieder zu beobachten, wie fiktive Figuren und Geschichten in Familie zur halbrealistischen Fantasiewelt hochstilisiert werden, die nahezu gleichberechtigt neben der alltäglichen Realität existiert. Vorangetrieben wird diese Schöpfung der Parallelwelt meist von Seiten der latent kreativen Eltern, die dadurch die ach so ausgeprägte schöpferische Begabung ihrer Sprösslinge frühst möglich fördern wollen. Vor ihrem inneren Auge sehen sie ihren Nachwuchs schon als richtungsweisendes Mitglied der künftigen Boheme. Die Kids als Künstler in spe, die ein Leben führen werden, dass sie selber nie leben konnten. Gehemmt nicht etwa durch mangelndes Talent oder Intelligenz, sondern durch die von klein auf eingetrichterten Konventionen der Großelterngeneration. Um der Welt und sich nun zu beweisen, dass die eigene Abnablung vom Elternhaus doch noch gelungen ist, erziehen sie ihre Kinder absolut konventionsfrei. Womit der Bogen zum Theaterbesuch wieder gespannt ist, denn der eine mag es als unhöflich, der andere als unkonventionell bezeichnen, wenn man während einer Theateraufführung – und sei es ein Kindertheater – ununterbrochen laute Kommentare von sich gibt.

 

Zusammenfassend war trotz der selbsternannten Mucklar-Prilla-Expertin hinter, der autoritären Justus-Oma vor und der wachsamen Gluckenscharr um uns, der Theaterbesuch sehr kurzweilig und erfüllt seinen ursprünglichen Zweck – ein schöner Familien-Sonntag im Kulturkraftwerk.