***Kids rule ... das Leben mit und von 3 Zwergen***

13.05.2007 um 20:30 Uhr

Künstlerisches

von: malula

Zwerg 1 überlegt mit ihrer Freundin, wie sie sich die Zeit vertreiben. Zwerge 1 hat eine Idee. „Wir spielen Künstler. Wir malen Bilder und verkaufen sie dann!“

Die beiden verschwinden im Kinderzimmer.

 

10 Minuten später sind sie wieder zurück. Bepackt mit einem Stapel Blätter. Auf der einen Seite, um es mal euphemistisch zu formulieren, skizzenhafte Zeichnungen, auf der Rückseite große umrundete Zahlen 10 znt, 20 znt. Die Preise der Bilder, wie mir erklärt wird.

 

Die beiden debattieren leidenschaftlich über die Erfolgsaussichten, als Künstler seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

 

Zwerg 1: „Ich will später Künstler-Malerin werden. Dann male ich schöne Bilder und verkaufe die für viel Geld an Leute, die sie dann aufhängen.“

Zwergensfreundin (ZF) - ein liebes Mädchen mit leichtem Hang zum Altklugen: „Ja, für ein Kind malst Du schon ganz schön. Aber wenn Du als Erwachsener Bilder verkaufen willst, musst Du noch besser werden. Dafür zahlt Dir niemand viel Geld.“

Z1: „Ich hab ja noch Zeit zu üben.“

ZF: „Stimmt. Und man kann nicht früh genug anfangen, zu überlegen, was man später werden will.“

Z1: „Ja, ich verkauf’ auch schon ganz lange Bilder. Schon da wo ich vorher gewohnt habe.“

ZF (offensichtlich schwer beeindruckt von dieser Geschäftsidee): „Und wie verkaufen sich Deine Bilder so?“

Z1 (ganz der abgebrühte Verkaufshase): „Gut, sehr gut. Ich habe sogar schon mal eins für 50 Cent verkauft!“

ZF: „Aber leben kannst Du davon noch nicht!“

Z1: „Nee, aber jetzt wohne ich ja noch bei meinen Eltern, da brauch ich nicht so viel Geld. Die bezahlen ja.“

 

Ich habe die aufstrebenden Künstler gesponsert und jedem ein Bild abgekauft. Aber nur aus der Kategorie für 10 Cent. Lieber sparsam sein und etwas Geld auf die hohe Kante legen, wer weiß, wie ernst es Zwerg 1 mit ihren beruflichen Ambitionen ist.

 

 

 

 

Künstlerleben
    

13.05.2007 um 16:30 Uhr

Kindermund

von: malula

Der kleine Mann: "Können wir die Kaulwaquen Fütter futtern?!"

13.05.2007 um 12:16 Uhr

Wünschen kann man viel

von: malula

Es ist anstrengend nie zur Ruhe zu kommen. Aber noch anstrengender ist es, es zu versuchen und daran zu scheitern.

 

Heute ist Muttertag. Als Mutter von drei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter hat dieser Tag naturgegeben eine gewisse Relevanz für mich.

 

Mein in den letzten Tagen mehrfach geäußerter Wunsch war es, heute ausschlafen zu dürfen, mich nicht um das ganze Anziehprozedere der Zwerge kümmern zu müssen und mich zu einer Zeit, die mir angenehm erscheint, an den fertig gedeckten Frühstückstisch zu setzten, um ein ruhiges, gemütliches Sonntagsfrühstück mit meiner Familie zu genießen. Ein frommer Wunsch, ein Wunsch, der nicht unbedingt realistisch ist, der meinen Lieben einiges abverlangt. Aber – Verzeihung für diese abgedroschene Floskel - Wunder gibt es immer wieder.

 

Selbstkritisch muss ich zugeben, dass ich selbst die Erfüllung meines Wunsches von vorneherein torpedierte, in dem ich Zwerg1 erlaubte, einen Übernachtungsgast einzuladen.

 

Protokoll des Muttertagmorgens:

 

6:50 Uhr            Die Schlafzimmertür öffnet sich leise. Eins – zwei – drei – vier Zwergenköpfe schieben sich durch die Öffnung. Getuschel, Gekicher, Geflüster. „Mama, was sollen wir heute anziehen?“

 

7:05 Uhr            Schlafzimmertür die Zweite, schon nicht mehr sehr zurückhaltend, schließlich wissen sie ja, dass ich schon wach bin, beziehungsweise schon mal wach war. „Können wir jetzt zum Bäcker geben?“ Ich rüttle meinen Mann, der tief schläft oder sich zumindest sehr überzeugend tief schlafend stellt, wach. „Schatz, Muttertage!“ Missbilliges Gegrummel. Er steht auf, murmelt was von „...altmodische Sitten...“ .

 

Endlich etwas Ruhe, ich triefte wieder in einen leichten Schlaf.

 

7:30 Uhr            Schlafzimmertür die Dritte, diesmal schwungvolles Aufreißen. „Mama, bist Du jetzt fertig mit dem Ausschlafen? Wir können frühstücken.“ Auf einmal Zwerge überall im Bett. Zwergenbauch auf meinem Gesicht, kitzelnde Zwergenhände, Zwergenknie im Magen, Zwergenkuss auf der Nasenspitze. Zwergenhaare im Mund. Ich stehe auf.

 

7:45 Uhr            Selbstgebastelte Muttertagsgeschenke auf meinem Platz, Blumen auf dem Tisch, Zwerge auf meinem Schoß, frischer Kaffee, Croissantes, Brötchen. Das Leben kann auch viel zu früh am Sonntagmorgen einfach schön sein.

 

7:50 Uhr            Zwergenvorschlag: „Und nächsten Sonntag feiern wir Kindertag! Am Kindertag dürfen wir uns wünschen wie der Tag sein soll und ihr müsst das so machen! So wie wir heute! Da schlafen wir dann aber nicht so lang!!“