Künstlerisches
Zwerg 1 überlegt mit ihrer Freundin, wie sie sich die Zeit vertreiben. Zwerge 1 hat eine Idee. „Wir spielen Künstler. Wir malen Bilder und verkaufen sie dann!“
Die beiden verschwinden im Kinderzimmer.
10 Minuten später sind sie wieder zurück. Bepackt mit einem Stapel Blätter. Auf der einen Seite, um es mal euphemistisch zu formulieren, skizzenhafte Zeichnungen, auf der Rückseite große umrundete Zahlen 10 znt, 20 znt. Die Preise der Bilder, wie mir erklärt wird.
Die beiden debattieren leidenschaftlich über die Erfolgsaussichten, als Künstler seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Zwerg 1: „Ich will später Künstler-Malerin werden. Dann male ich schöne Bilder und verkaufe die für viel Geld an Leute, die sie dann aufhängen.“
Zwergensfreundin (ZF) - ein liebes Mädchen mit leichtem Hang zum Altklugen: „Ja, für ein Kind malst Du schon ganz schön. Aber wenn Du als Erwachsener Bilder verkaufen willst, musst Du noch besser werden. Dafür zahlt Dir niemand viel Geld.“
Z1: „Ich hab ja noch Zeit zu üben.“
ZF: „Stimmt. Und man kann nicht früh genug anfangen, zu überlegen, was man später werden will.“
Z1: „Ja, ich verkauf’ auch schon ganz lange Bilder. Schon da wo ich vorher gewohnt habe.“
ZF (offensichtlich schwer beeindruckt von dieser Geschäftsidee): „Und wie verkaufen sich Deine Bilder so?“
Z1 (ganz der abgebrühte Verkaufshase): „Gut, sehr gut. Ich habe sogar schon mal eins für 50 Cent verkauft!“
ZF: „Aber leben kannst Du davon noch nicht!“
Z1: „Nee, aber jetzt wohne ich ja noch bei meinen Eltern, da brauch ich nicht so viel Geld. Die bezahlen ja.“
Ich habe die aufstrebenden Künstler gesponsert und jedem ein Bild abgekauft. Aber nur aus der Kategorie für 10 Cent. Lieber sparsam sein und etwas Geld auf die hohe Kante legen, wer weiß, wie ernst es Zwerg 1 mit ihren beruflichen Ambitionen ist.
