***Kids rule ... das Leben mit und von 3 Zwergen***

18.05.2007 um 22:03 Uhr

Ist Celebrity das bessere Elternmagazin?

von: malula

Ich bekenne, ich lese leidenschaftlich Glamourmagazine wie „Celebrity“, „Gala“ oder „Instyle“. Das war vor den Zwergen so, das ist immer noch so. Ich bin mir bewusst, dass diese Zeitschriften nicht der Inbegriff von  Intellektualität sind und darin ein Weltbild vermittelt wird, das wenig mit der Realität zu tun hat. Mir ist auch klar, dass man sich mit dem Kauf dieser  Illustrierten in moralisch gefährliches Fahrwasser begibt, da man eine Industrie unterstützt, die krankhafte Auswüchse wie Paparazzi, magersüchtige Jungstars und Schönheitsoperationen am Fließband mit sich bringt.

 

Aber es unterhält mich, es entspannt mich und, auch wenn es auf den ersten Blick abwegig erscheint, diese Magazine enthalten durchaus wertvolle Tipps und Ratschläge für jede Mutter.

 

Man nehme die aktuelle Ausgabe der „Celebrity“.

 

Da ist zum einen der Artikel „Hollywoods verkaufte Jugend – Das Los der einstigen Kinderstars“. Darin ist zu lesen, wie Mama Spears ihr Tochter schon in frühster Kindheit von einem Casting zum nächsten schleppte und versuchte, die Kleine an die Werbung, das Fernsehen, die Unterhaltungsindustrie zu verkaufen, was letztendlich dazu führte, dass das Mädel zwar weltberühmt und eine Cash-Cow für die Spearsche Familienkasse wurde, es aber in jüngster Zeit zu etlichen ungeplanten Eskapaden des einstigen Kinderstars kam, die in der wohl prominentesten Glatzenrasur aller Zeiten gipfelten. Neben Spears werden Lohan, Culkin und (der wohl tragischste Fall) Michael Jackson als Beispiel für von ihren Eltern zum Erfolg - im wahrsten Sinne des Wortes - geprügelten Jungstars aufgeführt, die aufgrund ihrer verlorenen Jugend mit massiven Problemen wie Magersucht, Drogensucht oder Depressionen zu kämpfen haben. In dem Artikel ging es im Grunde einzig und allein um Kindererziehung. Er war eine eindringliche Warnung an alle überehrgeizigen Elteren. Und ob sie nun eine Hollywoodkarriere oder ein Oxfordstudium für ihre Kinder anstreben, es finden sich einige Parallelitäten.

 

Neben derartigen erziehungsnahen Essays liebe ich besonders die Rubrik „Stars & Styles“, die einen über Neuigkeiten vom internationalen Catwalk und die Trends der Stars auf dem Laufenden hält. Nicht dass ich selber diese Klamotten tragen könnte. Davon trennen mich sowohl drei Kinder und ein bis zwei Kleidergrößen, als auch ein paar Nullen auf dem Konto. Nein, für mich kommt das meiste leider nicht in Frage. Die Looks inspirieren mich aber beim Nähen von winzigen Glamourfetzen für die Barbiepuppen von Zwerg 1. Und so trage ich zwar H&M Jeans aus der Kollektion 2005, dafür hat Zwergens Puppe nun eine mondäne Robe frei nach einer aktuellen Prêt-à-porter-Kreation von John Galliano für Dior.

 

Und zu guter letzt, wieso der Shopping-Guide „50 Luxus-Sonnenbrillen – Von retor bis cool – für jedes Budget“, für mich von besonderer Relevanz ist, war ja bereits Thema in "Mamas schöne Brille"