Gedankenventil

22.12.2011 um 19:32 Uhr

es geht weiter und weiter

von: miss

und wieder den Geburtstag dieses Blogs verpasst, dieses Mal immerhin nur um einen tag. irgendwann lass ich mir diesen ganzen blog ausdrucken und schön binden. und dann wird mein tagebuch, mein einziges tagebuch, das über jahre geführt wurde, in einer schachtel verstaut, wie meine anderen diversen tagebücher. denn lesen mag ich sie im nachhinein meist nicht mehr. aber vielleicht in vielen jahren... wer weiss...

 wir kämpfen mit den zahlen, es läuft schon gut im geschäft, aber eben nicht so gut wie es sollte. nächstes jahr müssen wir bzw. unsere kunden gas geben. 

zwischen weihnachten und neujahr werde ich arbeiten. aber ich mache mir sorgen. ein mitarbeiter, der wieder auf eine krise zusteuert, hat zwischen weihnachten und neujahr ferien. zu könig alkohol (siehe dazu das gleichnamige buch von jack london) wird dann schnell gegriffen. es ist doch einfach gemein. er ist auf nem guten weg. aber von aussen werden ihm immer wieder steine in den weg gelegt.

da fällt mir ein anderes tragisches beispiel ein: ein 25 jähriger mann, eigentlich sehr klug, litt an einer essstörung und an alkohol- und heroinsucht. seit einem jahr trinkt er keinen alkohol mehr. unterzieht sicht einer methadontherapie. bezieht leider das methadon auf rezept (besser ist es bei einer anderen person: die muss jeden morgen die dosis methadon beim arzt einnehmen), nimmt daher das methadon nicht regelmässig "jetzt geht es mir doch gut, dann spare ich diese dosis lieber..." vom heroin ist er noch nicht ganz los, hat immer wieder beikonsum.
das schreckliche: wenn er heroin konsumiert, wirkt er viel besser. er erhält komplimente "wow, du lachst endlich wieder einmal" und sogar seine mutter lobt ihn dann, dass es ihm besser gehe. nimmt er dann wieder kein heroin, wirkt er wieder als wäre er total stoned. abwesender blick - bleich - lange reaktionszeit - komische bewegungen. dann hört er von diversen personen wieder dumme sprüche. dabei wirkt er doch dann wegen dem methadon und den anderen medis so.

er arbeitet noch nicht so lange bei mir. aber ich habe ihn schon total ins herz geschlossen.

 

so, ob ich nun will oder nicht, ich muss jetzt weihnachtsgeschenke einpacken.