Chemie
Chemie und ich. Ein langer jammervoller Weg. Ich mach gerade ne Pause
zwischen Lernen für die Klausur am Montag und einem unangenehmen Anruf
bei meiner "Nachhilfeagentur", bei der ich eine Menge Geld bezahle (19
euronen die stunde, die ich bei meinem vater im garten abarbeite) und
die nicht dem entspricht, was ich mir erhofft habe. ich hab mich
gefühlt, wie in der schule bei dem. dann konzentriert er sich nicht
richtig. von sogenannten "profis" erwarte ich mehr. didaktisches
arbeiten. persönliche förderbedürfnisse erkennen. was weiß sie
schon? was muss sie noch wissen. ziel- und handlungsorientiert.
leider hat der mann lieber selber erklärt und nicht zugehört. hat
die ganze zeit gegähnt und einmal seine überweisungsträger
ausgefüllt. da war ich total sauer. hab es aber erstmal auf mich
geschoben.
meine gedanken: du bist so dumm, dass er gähnt; du hast es doch wieder nicht richtig verstanden; keinen überblick; du wirst dir das nie merken können; was soll das, wo ist der zusammenhang; ich hab vergessen, was der begriff bedeutet, den er gerade verwendet, warum kann ich mir nie was merken; der muss mich für doof halten, so wie der gerade kuckt. usw
jetzt hab ich noch ne woche und noch 6 stunden über. ich will nicht mehr mit dem arbeiten. aber ich denke, dass wollen sie mir wahrscheinlich gleich aufschwatzen.
seit die chemie und ich uns getroffen haben hat sie mich gedehmütigt. hab ich immer gedacht. aber eigentlich hab ich immer nur probleme mit der tür gehabt. da hat nämlich immer jemand gesessen, der gesagt hat, dass ich das nicht kann, das das zu kompliziert ist. aber die chemie kann selber eigentlich nichts dafür, dass ich an meinem verstand zweifel, wenn ich ihr näher komme. ich hab mir selber irgendwann eingeredet, dass ich es nicht verstehen will. weil ich mich selber davor beschützen wollte, mir einzugestehen, dass ich es nicht kann, das hab ich nämlich an meinem selbstbild festgemacht. ich konnte es aber nicht, weil ich es nicht geübt habe und nicht zugehört habe und weil mir keiner die höheren zusammenhänge erzählt hat. das drumherum sozusagen. ich glaub es macht mir angst, mir einzugestehen, dass ich chemie eigentlich ziemlich interessant finde (mit dem drumherum), dann wäre scheitern nämlich wieder persönliches versagen.
ich sollte mich trauen. hoffentlich vergess ich die tür für die anderen dann nicht.
meine gedanken: du bist so dumm, dass er gähnt; du hast es doch wieder nicht richtig verstanden; keinen überblick; du wirst dir das nie merken können; was soll das, wo ist der zusammenhang; ich hab vergessen, was der begriff bedeutet, den er gerade verwendet, warum kann ich mir nie was merken; der muss mich für doof halten, so wie der gerade kuckt. usw
jetzt hab ich noch ne woche und noch 6 stunden über. ich will nicht mehr mit dem arbeiten. aber ich denke, dass wollen sie mir wahrscheinlich gleich aufschwatzen.
seit die chemie und ich uns getroffen haben hat sie mich gedehmütigt. hab ich immer gedacht. aber eigentlich hab ich immer nur probleme mit der tür gehabt. da hat nämlich immer jemand gesessen, der gesagt hat, dass ich das nicht kann, das das zu kompliziert ist. aber die chemie kann selber eigentlich nichts dafür, dass ich an meinem verstand zweifel, wenn ich ihr näher komme. ich hab mir selber irgendwann eingeredet, dass ich es nicht verstehen will. weil ich mich selber davor beschützen wollte, mir einzugestehen, dass ich es nicht kann, das hab ich nämlich an meinem selbstbild festgemacht. ich konnte es aber nicht, weil ich es nicht geübt habe und nicht zugehört habe und weil mir keiner die höheren zusammenhänge erzählt hat. das drumherum sozusagen. ich glaub es macht mir angst, mir einzugestehen, dass ich chemie eigentlich ziemlich interessant finde (mit dem drumherum), dann wäre scheitern nämlich wieder persönliches versagen.
ich sollte mich trauen. hoffentlich vergess ich die tür für die anderen dann nicht.

Vielleicht werde ich ja dann auch mal Mathe verstehen, auch wenn ich es geschafft habe dem Fach aus dem Weg zu gehen, seitdem ich mein Abitur gemacht habe.