Ich spar mir das jetzt

23.11.2007 um 11:25 Uhr

Erkenntnisse einer Langzeitstudentin Teil 1 - Jaaa, ich bin so eine von denen

von: Hermine

Langzeit ist doch eigentlich nen seltsames Wort, erinnert mich an Langeweile.

Dazu fällt mir ne Menge ein, hauptsächlich.... Rechtfertigungen. Aber dann müßte es ja Bekenntnisse einer Langzeitstudentin heißen.

Und ich wehre mich inzwischen dagegen. Vorallem wehre ich mich aber gegen meine eigenen Vorwürfe. Mir muss das keiner sagen, damit ich das weiß. ich werfe es mir den ganzen Tag selber vor.  Es geistert in meinem Kopf, es läßt mir keine Ruhe. Ständig diskutieren zwei Stimmen.

Man könnte meinen, mein ICH diskutiert mit meinem ÜBERICH, oder mein Erwachsenen/Kinder-ICH mit dem Eltern-ICH. Manchmal brüllen sich Idealvorstellungen und Realität an. Je nachdem welche Ebene man betrachtet, da ist so einiges los.

Ich habe das Gefühl, ich werde nie fertig, als wenn ich nicht vorwärts komme, wie wenn Gummibänder mich festhalten würden. 

Ich nehme mir unheimlich viel vor und gebe dann vorher auf.

Das ist unheimlich anstrengend.

Welche Erwartungen habe ich eigentlich an mich? und was erwarten die anderen von mir? Die Profs, das Prüfungsamt, oder meine eltern? was soll ich sagen, wenn mir jemand vorwirft, dass ich faul bin und so und keine steuern verschwenden soll?

was ist davon eigentlich wichtig? wen interessiert es eigentlich wirklich was ich leiste und wie ich es leiste?

wo sind meine grenzen?

ok, es geht also um grenzen und stoppzeichen und vorwärtskommen und gummibänder.

wenn ich vorwärts mache, dann ist mein bisheriges Leben vorbei. davor habe ich angst.

wenn ich mich nicht vorwärtsbewege, dann wird der druck immer größer und ich geh kaputt. davor habe ich auch angst. 

na, dann ist das wenigstens geklärt.

die vorwürfe müßen aufhören. Da muss Frieden rein, kein druck. 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensternenschein schreibt am 27.11.2007 um 03:13 Uhr:Da muss wohl wirklich Frieden rein, und vor allem etwas Spass an der Sache.
    So blockierst Du Dich ja teilweise selbst.
    Und die Angst muss weg. Zumal wenn sie für beide Zustände gilt. Und wenn Su sagst, Dein Kind Ich und Dein Erwachsenen Eltern Ich, sie streiten sich, aber dieses Kind Ich wird doch sicher Traeume in der Zukunft haben, Dinge wo es hin will. Dinge, wo es sich vorstellen kann sich endlich wohlzufühlen.
    Weisst Du, nichts laehmt mehr und schadet mehr als sich streitende Meinungen in einem.
    Dieses ich kann nicht, und dieses ich muss dennoch. Es macht Dich muede. Es zieht Kräfte ab.
    Und dabei weisst Du, wieviel Kraft Du besitzt wenn Du etwas willst, wirklich willst. Diese Kraft solltest Du versuchen zu nutzen.
    Liebe Gruesse
  2. zitierenHermine schreibt am 03.12.2007 um 09:09 Uhr:danke für diese worte, du hast völlig recht. es ist nur unheimlich schwierig, ich hab zwar träume, aber die sind manchmal zu groß und dann versteck ich mich, ist zwar schon besser geworden, aber so richtig gebündelt ist meine kraft noch nicht.

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