Ich spar mir das jetzt

30.10.2008 um 10:59 Uhr

A bird in the hand is better than one overhead Teil II

von: Hermine

Das Thema ist da und es ist groß, so groß. Jetzt ist leider nichts mehr zu ändern.

Eingrenzen ist angesagt.

Gliedern. Schauen, was ich in der Hand hab. Das Wichtigste an der ganzen Arbeit.

Mehrere Erkenntnisse bahnen sich ihren Weg:

1. Es gibt verdammt seltsame, nahezu gruselige Ideen für die Freizeitgestaltung, die sich in einer solchen Situation aufdrängen. Darüber später mehr.

2 . Sei nicht unsicher. Keiner kann dir helfen mit dem globalen Grundgedanken. Andere Leute zeigen dann nie da gewesene Verwirrung oder werden wütend, wenn du sie um Hilfe fragst und du selber merkst: Keiner hilft dir mehr auf den Pott. Und du denkst: Ich muss erwachsenen werden und mir selber trauen. Wenn ich das tu, dann will ich die Hilfe der anderen auch nur noch gezielt. Die Decke über den Kopf ziehen, oder sich unter Mamas Rock verstecken is nicht mehr.

3. Vermeidung ist produktiv. Es gibt ein paar wichtige Hinweise zur Vermeidung, die werde ich ebenfalls später näher erläutern. Die helfen, mir jedenfalls.

4. Du kannst dich mit keinem vergleichen. Deine Arbeit ist deine Arbeit und deshalb alleine schon einzigartig. Beachte die Anforderungen, die man an die Arbeit stellt und die Rahmenbedingungen. Du schreibst kein Lexikon und auch keine Doktorarbeit. Es hat noch nicht mal die Länge eines Taschenbuchs!

5. Du kannst immer noch mehr tun. Lass es. Mach erstmal das Nötigste und verschwende deine Energie nicht mit Nebenthemen. Panisches Büchershoppen zu Themen, die nur am Rand erläutert werden müssen ruinieren dich außerdem finanziell.

6. Kein Neuschnee. Irgendjemand hat immer schon mal deinen Gedanken formuliert. Freu dich drüber, dann hast du ne Quelle. Und beachte 4. Keiner nimmt es dir übel, wenn du nicht versuchst das Rad neu zu erfinden.

7. Nehme Auszeiten und geh auf Distanz. Dein Gehirn mag es nicht, wenn du Stress hast und Angst bekommst. Dann wird das nix.

8. Das Leben geht weiter. Du mußt das hier nicht machen. Aber du willst!

9. Alles ist Prozess. Letzte Woche sah deine Arbeit noch aus wie die Katzenfrau bei dem Simpsons, spitze Zähne, wirre Haare, ne Menge flohverseuchte Freunde und unverständliches gebrabbel. Sie fiel dich überall an. Heute ist die Arbeit eher ne wilde, aber freundliche Schafsherde, die eingefärcht werden muss. Also Pflöcke setzen und dann den Zaun ziehen.

10. Vertrau dem Wissen, dass sich intuitiv anfühlt und von dem du nicht mehr weißt, woher du es hast. Es ist das, was du am besten gelernt hast.

11. Fang an.


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