sonntag (vorsicht: pathos)
das mit dem lesen kann ich mal schön knicken und jetzt is es schon elf. ich muss ins bett. bei der arbeit werde ich nicht zum lesen oder so kommen. die zeit geht da schnell rum. es macht mir spass, es fühlt sich gut an da zu arbeiten. heute hatte ich schon ganz gut spass mit zweien der jungs. über zwei stunden haben wir uns mit händen und füssen unterhalten und mit der hilfe der google-bilder-suche. der eine will unbedingt dicker werden, der andere dünner. beide haben echte bildungslücken, was aber auch kein wunder ist, wenn man mit 17 jahren die meiste zeit seines lebens auf der flucht war. oder auf der straße, oder was weiß ich. ich paß da irgendwie perfekt hin. ich hab schon einiges über mehrsprachigkeit gelernt, aber mit teenagern, die deutsch lernen ist das noch mal was ganz anderes. die haben eher strategien, die über schriftspache gehen. kann ich was lernen. zusätzlich kommt noch dazu, dass der eine stark stottert. mein zweiter schwerpunkt ist sprachbehindertenpädagogik. perfekt. da merk ich, wie wenig ich im studium auf die praxis vorbereitet werde. theoretisch (im wahrsten sinne der wortes!) müßte ich ihm helfen können. kann ich aber nicht, weil ich nur ein seminar übers stottern hatte. aber ich werde mich mal mit nen paar anderen kurzschliessen, die mehr ahnung haben. da muß ich mich vielleicht gerade selber leicht korrigieren. vielleicht hat mich das studium nicht praktisch vorbereitet. aber ich habe schon folgendes gelernt: ich muß und ich kann nicht alles können und wissen. ich weiß aber wo ich nachfragen muss. ich kenn die richtigen leute. das fühlt sich gerade sehr gut an.
gut, damit ich nicht vergesse, warum das hier mein Studium ist :
es ist mein leben und ich liebe es. es ist das was ich kann und das was ich wirklich will.
ich darf nach multikausalitäten suchen, nach ketten und verknüpfungen. nach entwicklung.
spachlich, emotinal und sozial. deshalb macht es spass. und es könnte anderen was nützen, deshalb
macht spass haben dann auch noch sinn. das ist gerade ganz wunderbar, wenn ich so zurück denke. wenn ich an die zeit denke, die ich hatte, seit ich aus der schule raus bin. was alles passiert ist. was ich alles erlebt habe und wen ich alles (auch neu oder erst richtig) kennen gelernt habe. das was ich gelernt habe und all das was meine meinungen gefestigt oder (mehrmals) umgeworfen hat. - es ist geradezu zum glücklichsein!!!
(so, ich schreib mal ne kleine sentimentalitäswarnung in den betreff ;-) gute nacht.
