Mops- Rock n Roll Boulevard

24.10.2006 um 21:25 Uhr

Peter Pan

von: Mops

Stimmung: Entspannt aber ganz allein
Musik: Sinatra -Strangers in the night

Peter Pan. Dieser Eintrag ist nur mal schnel reingehackt. Also sorry wegen der holprigen Schreibe :-) Endlich Nacht, kein Stern zu sehen. Rein ins Auto rauf auf die Autobahn, meine Lieblings Songs lullen mich ein. Dieses mal habe ich die „Herzschmerz“ Mischung gewählt. Der Motor brüllt und die Anlage hat Mühe gegen den Lärm des Motors gegen an zubrüllen. Heute Morgen bekam ich eine Nachricht von unserem Label. Ein einflussreiches Magazin versucht uns in ihrem Heft so richtig mies zu machen. Unser Album währe nicht so wie unsere früheren Platten. Wir hätten viel zu viele verschiedene Einflüsse verwurstet. Diese Idioten, die Reaktionen der Fans und des Internets sprechen nämlich eine ganz andere Sprache. Trotzdem nervt mich das „Gackern der Hühner wenn andere ein Ei legen“ :-) Egal sage ich mir und lass die Pferdchen galoppieren. Lichter huschen vorbei und mein Fuß drückt das Gaspedal im Takt der Musik. In der Post war heute eine Webcam. Meine Familie hatte Sehnsucht nach mir. Also das Ding angeschlossen und mit einer Tasse Kaffee vor den Compi gehockt und zuhause angerufen. Das war schon toll. Die lüdde saß auf Macielas Schoß und erzählte aufgekratzt in einem Gemisch aus Deutsch und Spanisch, dass sie mit dem Fahrrad hingefallen ist und sich die Hände und die Knie aufgeschlagen hat, weswegen sie nun ganz krank ist und sich von allen Gesund pflegen lassen muss. Stolz hielt sie ihre bepflasterten Hände in die Kamera. Hinter ihr verdrehte Maciela kopfschüttelnd die Augen. Ich hörte meiner Kleinen mit gespieltem Entsetzen zu und versäumte es nicht ihr zu erzählen wie tapfer sie doch sei. Als ich sie genug bedauert hatte schickte meine Frau die „schwer Kranke“ aus dem Zimmer. Dann sah sie ernst in die Kamera und ich hatte das Gefühl, dass sie meinen Blick suchte. >Mops, ich habe mit Aiman telefoniert, Eure Termine sind zum größten Teil abgearbeitet und am Wochenende feiern wir hier ein Fest.< Sie lächelte sanft und verführerisch. >Und wenn Du mich dort alleine feiern lässt, werde ich mir wohl einen anderen Begleiter suchen müssen.< Ich war ganz erstaunt. Wusste ich doch nix von einem Fest. >Was feiern wir denn?< Sie lächelte geheimnisvoll. >Eine Überraschung, mein kleiner Macho.< Macho sagte sie immer wenn sie mich ärgern wollte. Sie wusste genau, dass ich die Spanischen Männer ausnahmslos für Machos hielt. Ich grinste, das war wieder meine Maciela, die immer so schön überlegen und mysteriös sein konnte. >Ich hasse Überraschungen,< mauelte ich. Sie lachte. >Der Don hat einen neuen Stier gekauft und das will er gebührend feiern.< Nun wusste ich, dass es auf dem Land meines Schwiegervaters einige freilebende Stiere gab, allerdings wurde darum nie ein großes „Brimborium“ gemacht. > Er hat genug Stiere warum so ein Theater?< Sie lächelte wieder geheimnisvoll. >Das ist ein ganz besonderer Stier, er wurde in der Arena 24 x mit dem Schwert verwundet, überlebte und wurde begnadigt...< Ich runzelte angewidert die Stirn. >Ihr Spanier habt für mich alle einen Nagel im Kopf. Was für eine grausame Scheiße.< Ihre Augen blitzten spöttisch. > Du hast überhaupt keine Ahnung. Der Don selbst hat noch nie einen seiner Stiere in die Arena geschickt, das weist Du.< Ich nickte, also das Gnadenbrot für eine Kreatur die unendliches erleiden musste. Wenn das kein Grund zum Feiern war. Ich nickte ergeben, Maciela hatte Recht es wurde Zeit zurück zu meiner Familie zu gehen. >Ich werde so abfliegen, dass ich Freitag wieder bei Dir bin.< Sie lächelte und ich sah, dass sie sich wirklich freute. Zum Abschied sah sie noch mal sehr ernst in die Kamera. >Mops, ich liebe Dich also tue mir den Gefallen lass die Finger von meiner Schwester....< Ich blickte unschuldig grinsend zurück. >Dann gewöhne Du Dir Deine einsamen Entscheidungen ab.< Aiman hatte also nicht die Klappe gehalten.... Das wir noch was geben... Sie seufzte. >Schau mal, Honey, Du hast keine Ahnung von Kindern, von Erziehung und von dem was man ein geregeltes Leben nennt. Du bist es gewöhnt, dass sich alles immer um Dich dreht...< Ich wollte protestierend unterbrechen doch sie hob abwehrend die Hand. >Du bis wie Du bist und ich lieb das alles an Dir. Ich will Dich nicht ändern oder Dir in Dein Leben hereinreden. Aber, erlaube mir auch dafür zu sorgen, dass sich das Alles auch mit der wirklichen Welt in Einklang bringen lässt.... Maria braucht Eltern die wissen was das beste für sie ist..... Und Du mein Herz bist da eher wie Peter Pan.< Nun wollte ich sauer werden aber sie warf mir mit der Hand einen Kuss zu. >Du sollst auch immer so bleiben... Höre nie auf zu fliegen und wenn die Zeit reif ist zeigst Du Maria wie das fliegen ist und hin und wieder nimmst Du uns beide mit nach Nimmerland. Aber bis dahin, lass mich die böse Mama Tante sein, die dafür sorgt, dass unser Baby nicht irgendwann hart auf der Nase landet.< Sie hielt lächelnd das Buch Peter Pan in die Linse. >Es ist ihr Lieblingsbuch und ich muss ihr jeden Abend daraus vorlesen....< Wir lachten beide und irgendwie war unser Ärger nun nicht mehr so wichtig. Und keine Sorge ich habe Lisa nach diesem Tanz nicht mehr angerührt. Trotzdem tut da irgend etwas weh. Ich werde mich auf jeden Fall aus Spanien melden. Ehrlich. Bin jetzt wieder immer da. Und My space is mir einfach zu hektisch. Nur Bilder kaum Worte. *Blog Fast Food*. Nich mein Geschmack ;-) *Wink*

21.10.2006 um 22:37 Uhr

When the rainstorm comes over me.

von: Mops

Stimmung: Traurig
Musik: Seal Loves Divine

When the rainstorm comes over me.

 

Deutschland kann ja so kalt sein.

Da Maria nun langsam in das Alter kommt, wo man sich über Schule etc Gedanken machen muss, hat meine Frau zusammen mit ihrer Familie die glorreiche Entscheidung getroffen, dass es das Beste für meinen kleinen Fratz sei, wenn sie in Spanien ihre Ausbildung erhält. Das heißt eine Kombination aus Schule und Kindergarten. Ich würde ja sagen Internat mit Schlafplatz zu hause. Wobei zuhause dann auch in Spanien bei „Oma und Opa“ bedeutet.

Eine Konstellation die mir überhaupt nicht schmeckt und zu einigen Verstimmung in meiner heilen Welt geführt hat.

Tatsächlich hat es ganz schön geknallt, weil ich irgendwie (weis auch  nicht warum) gedacht hatte, dass wir die Kleine durch einen Privatlehrer unterrichten lassen und ich meine kleine Familie immer schön in meiner Nähe habe. ....ODER warum nicht in Deutschland oder in der Karibik zur Schule schicken? Warum ausgerechnet Spanien und warum unbedingt beim Don? Ich kann es nicht genau erklären aber es schmeckt mir einfach vom Gefühl her nicht ....und so hatten wir einigen „Knatsch“ deswegen. Maciela versuchte zunächst mich mit Engelszungen und tollen Argumenten von ihrem Vorhaben zu überzeugen, später dann als ich immer entschlossen gegen eine Verlegung unseres Wohnsitzes Stellung bezog knallte es dann immer heftiger.

Das Ende vom Lied: Mir und wohl auch ihr platze der Kragen. Als es dann ernst wurde und Maciela ( trotz meines Wiederstandes) den Umzug nach  Spanien einleitete, suchte ich nach einer Möglichkeit diesem ganzen Scheiß, der mir absolut nicht passte zu entgehen.  Hinter ihrem Rücken verständigte mich mit der Plattenfirma darauf die Veröffentlichung des neuen Album (welche erst zu Weihnachten geplant war) vorzuziehen. So hatte ich einen guten Vorwand mich für einige Zeit wieder nach Deutschland abzusetzen. Es gab/gibt ja so viel zu tun.....grmmml.

Wütend schnappte ich mir einige Klamotten und zog wieder in den alten Kasten. Ich ließ meinen ganzen Ärger und auch meine Lieben in Spanien. Maciela ist ziemlich verunsichert und weis im Moment nicht wie sie mit mir umgehen soll. In der Tat habe ich mich Ihr gegenüber sehr kalt und abweisend gezeigt. Sorry aber ich kann zur Zeit nicht anders. Ich bin sauer und mag es einfach nicht wenn mich andere in eine Lebenssituation zwingen, die mir nicht passt. Tief im Herzen fürchte ich wohl aber, dass Don und Donna zu viel Einfluss auf mein Leben und auf Maria bekommen. Faktisch kann ich gar nix dagegen sagen, dass mein kleiner Strahlearsch in Spanien zur Schule gehen soll und auch der die Familie meiner Frau gibt mir keinen Grund so gegen sie Stellung zu beziehen. Schließlich haben sie mich ja doch ohne weiteren Wiederstand angenommen, so wie ich bin. Und es ist objektiv betrachtet sicher viel besser Maria in Spanien aufwachsen zu lassen als in diesem Deutschland. Wir haben ungläubig und erschrocken im Fernsehen gesehen wie es zum Teil in den Klassenzimmern dieses „tollen Landes“ zugeht. Und nicht zu vergessen meine kleine ist hier ja „Ausländerin“ und ich möchte sie wirklich nicht irgendwelchen „Feindseiligkeiten“ aussetzen.... Wenn ich nur genau sagen könnte was mich so wütend macht?! Zur Zeit verstehe ich mich selber nicht.

Vielleicht ist es ja nur der Umstand, dass ich zu dieser Entscheidung nicht richtig gefragt wurde und man mich mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt hat. Immerhin bin ich doch so etwas wie der Vater und da sollte es doch möglich sein mich zu fragen was ich für das Beste halte oder?!

 

Na ja nun herrscht jedenfalls erst mal Eiszeit im Paradies.

Schmoll-Mops kurvt jetzt wieder mit seinem Flitzer über nächtliche Autobahnen, isst Essen aus dem Kühlschrank und geht verstärkt auf die Piste. Die Telefonate und E-Mails mit „Zuhause“ bringen irgendwie auch nix. Es ist zwischen Maciela und mir als wären wir durch eine unsichtbare Wand von einander getrennt. Wir haben Sehnsucht nacheinander, können es aber  irgendwie nicht sagen oder zeigen. Wir telefonieren über Belanglosigkeiten und umschiffen dabei immer fein säuberlich die Themen die wir eigentlich besprechen sollten...

Es ist zum Wahnsinnig werden. 

Da tröstet es wenig, dass die Band die ich produziert habe wie „hulle“ abpfeift. Aber wenigstens bin ich dadurch so einiger Maßen abgelenkt und viel unterwegs. Zu mindest bis ich abends in meinem Bett liege und vor finsteren Gedanken keine Ruhe finde....

Thema Wechsel: 

Zwischen Banger und Lisa scheint sich etwas anzubahnen Jedenfalls wenn es nach banger gehen würde.

Banger baggert meine „Schwägerin“ immer offensiver an. Kein Treffen ohne ihn bei dem Lisa nicht auch anwesend ist. Wann immer wir uns treffen hat er die junge Lady im Schlepptau. Nicht, dass die Beiden vor meinen Augen rumturteln würden aber sie sind halt oft gemeinsam auf den selben Partys und Veranstaltungen wie ich  unterwegs. ... Das ist dann immer sehr merkwürdig... Lisa ist dann (meiner Wahrnehmung nach) eigentlich immer mehr in meine Richtung freundlich und bezaubernd. Und sie kann bezaubernd sein!!

Banger scheint in solchen Momenten eher wie das 5te Rad am Wagen. Er bemüht sich zwar immer so zu tun also ob Lisa seine Begeleitung wäre aber unter dem Strich wirkt er eher „lächerlich und deplaziert“. Lisa scheint nicht selten ziemlich angenervt von seinem „Balzverhalten“. (Sorry Banger!).

Neulich waren wir auf einer Feier wo eine ziemlich „lustige“ Preisverleihung gefeiert wurde. Und da die von mir produzierte Band zu den Gästen des Abends zählte waren außer mir und meine Band auch wieder Manni, Banger und Lisa mit von der Partie. Eigentlich war es mal wieder ganz schön die „Gang“ um mich zu haben. Trotzdem war ich eher muffelig drauf. Es war ein komisches Gefühl wieder mit Lisa unterwegs zu sein. Zumal ich mich immer wieder an den Abend erinnerte an dem Lisa mit „Nice Guy“ abgehauen ist. Irgendwie kam dieser ganze Müll immer wieder „hoch“. Ich zog unwillkürlich Vergleiche zwischen Maciela und Lisa. Meine Schwägerin war ein lebendiger, strahlender Wirbelwind, der ungeniert mit seinen Reizen spielte. Sie liebte es den Männern den Kopf zu verdrehen und sie verrückt zu machen. Meine Frau dagegen, hatte eine viel düstere und auch gefährlichere Ausstrahlung. Nicht weniger Erotisch aber bei ihr war immer eine „kalte“ Beherrschtheit vorhanden, die manchmal schon erschreckend sein konnte. Bangers Vergleich mit einer Katzengöttin kommt der Sache schon sehr nahe. Zuletzt trat diese kalte Beherrschtheit bei unserem Streit immer mehr in den Vordergrund. Wenn Maciela von der Richtigkeit einer Entscheidung überzeugt ist, dann verfolgt sie „kompromisslos“ ihre Ziele. Sie maßt sich dabei an, das „Für und Wieder“ auch für andere abzuwägen. So als wüsste sie am Besten was gut für einen ist.  

Ich ertappte mich immer wieder dabei wie ich Lisa, die wie immer mit blendender Laune unterwegs war, versonnen beobachtete. Die Männer aus unserer „Gang“ stritten schon förmlich darum wer den nächsten Tanz mit ihr haben würde. Und sie hatte sichtlich ihren Spaß. Nachdem Manni ganz verzaubert mit einem schwulen Schauspieler flirtete und Banger mit Lisa auf die Tanzfläche verschwunden war saß ich nur noch ganz alleine an unserem Tisch. Meine Jungs waren überall verstreut und baggerten was das Zeug hielt. Ich beschloss, dass es Zeit für einen Drink wurde. Ich stellte mich an die Bar zündete mir eine Zigarette an (was mir gleich missbilligende Blicke der Umstehenden einbrachte) und bestellte einen doppelten vierfach. Die Lady hinter dem Tresen, stellte mir zwinkernd einen Aschenbecher und den bestellten Drink vor die Nase. > Rauchen ist hier eigentlich verboten. Aber Sie sehen so aus als ob sie nicht darüber diskutieren wollen. Also denke ich wir ignorieren gemeinsam diese Spießer< Ich nickt nur grinsend und schob mir die Fluppe noch genüsslicher in den Hals. Ich wusste genau, dass sich keiner trauen würde mich deswegen zu nerven. Nach dem dritten Drink, den die nette Lady unaufgefordert gebracht hatte, stand mein Basser (ich nenne ihn mal Aiman) neben mir. Er hatte vor Jahren mit dem Trinken aufgehört, nachdem er  im Vollrausch seine Frau ins Krankenhaus geprügelt hatte. Wohl unnötig, zu erwähnen, dass sie ihn mitsamt dem kleinen Sohn verlassen hatte. Seit diesem Tag hatte er keinen Tropfen mehr angerührt und war ein durch und durch anderer Mensch geworden. Und ob ihr es glaubt oder nicht er hatte seit diesem Tag keine Frau mehr. Irgendwie war es als versuchte er mit seinem selbstauferlegtem Zölibat für seine Sünden zu büßen. Na jedenfalls war Aiman so etwas wie die Mutter der Kompanie. Er achtete immer auf uns und hatte für alle unsere Sorgen ein offenes Ohr und vor allem ein offenes Auge. Er legte mir seine schwere Hand auf die Schulter schob meinen Drink beiseite und orderte bei der Keeperin zwei schwarze Kaffee.

>Glaub mit Mops, Deine Probleme löst Du nicht damit.< Er hielt der erstaunten Lady mein Glas hin und bat sie es zu entfernen.

Eigentlich wollte ich ihm irgend eine Gemeinheit um die Ohren hauen ließ es dann aber bleiben. Wir tranken schweigend unseren Kaffee. Wir kannten uns so lange da war es nicht nötig viel zu quatschen. Als er ausgetrunken hatte stellte er seine Tasse auf den Tresen sah mich kurz sehr ernst an. >Bring Dein Leben auf die Reihe und qualm nicht so viel.< Er deutete auf die Schachtel Zigaretten. >Das Zeug bringt Dich irgend wann um.<

>Das hoffe ich,< rief ich ihm über die Schulter nach, als er wieder in Richtung Tanzfläche verschwand.

>Was hoffst Du?,< hörte ich plötzlich Lisas Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah meine vom vielen Tanzen verschwitzte Schwägerin erstaunt an. Sie sah bezaubernd aus. Die Wuschelmähne war zerzaust und eine vorwitzige Strähne hing ihr ins Gesicht. Sie trug ein rotes mit Pallietten besetztes Kleid, dass einen atemberaubenden Blick auf ihre Schultern und den Ansatz ihre Brust erlaubte. Ihr Anblick versetzte mir einen unerwarteten Stich in die Magengegend. Sie trat dicht an mich heran, nahm mir die noch nicht angezündete Zigarette aus dem Mund, zog die Augenbrauen fragend hoch und sagte nur fragend: >Mhm?<.

>Was willst Du den?< knurrte ich schroffer als ich eigentlich wollte. Ich roch ihr Parfüm, und der Duft den ich so gut kannte löste mit einem Schlag so viele Gefühle und Erinnerungen aus.

Sie legte ihre Hände auf meine Brust und sah mit einem ernsten und dabei unglaublich unschuldigen Blick in meine Augen. >Tanzen, will ich...und zwar mit dem einzigen richtigen Kerl hier.< Sie lächelte verführerisch und sah mich herausfordernd an. Mir lagen so viele bitter Worte auf der Zunge, doch irgendwie nickte ich nur. Sie nahm sanft meine Hand und zog mich rückwärts gehend mit ihrem verführerischsten Lächeln und wiegenden Hüften auf die Tanzfläche. Ausgerechnet in dem Moment wo wir die Tanzfläche erreichen legt der DJ „Inch Allah“ von Adamo auf. Das war mal „unser“ Lied. Mir wurde schlagartig klar, dass Lisa das genau so eingefädelt hatte. Aber irgendwie war ich nicht mehr in der Stimmung mir darüber noch großartig Gedanken zu machen. Sie schmiegte sich zärtlich (so wie früher, wenn wir nach diesem Song getanzt hatten) in meinen Arm, legte ihren Kopf an mein Brust und wog sich rhythmisch im langsamen Takt der Musik. Ich schloss die Augen und genoss ihre Gegenwart. Gott war das schön. Mich packte eine unglaubliche Traurigkeit. Als danach noch Seal mit „Loves Divine“ kam war ich völlig überwältigt wie in Trance, völlig verzaubert spürte ich nur noch ihre Gegenwart, ihren Körper und ihre Wärme. Ich hätte los heulen können. Und sie? Irgendwann suchte ihr Blick den meinen. Ich konnte sehen, dass sie genau so fühlte und als „Seal“ sang „Plaese vorgive me now I see that I ve been blind.“ Sagte sie nur.  „Vergib mir.“

Scheisse das tat weh........

Plötzlich spürte ich wieder Aimans schwere Hand auf meiner Schulter. >Wir müssen gehen, der Wagen ist da und wir haben morgen einen vollen Terminplan.<

Mein erster Impuls war ihm eine zu knallen, doch dann sah ich mich um und sah die komplette Gang mit ernstem Blick auf uns schauen. Schweigend nickte ich und sah Lisa noch einmal traurig an. „Ist längst geschehen.“ 

Auf der Fahrt ins Hotel schwiegen wir alle und strengten uns an und nicht anzusehen. Banger schwieg grimmig vor sich hin und Lisa sah unentwegt auf das vorbeiziehende Lichtermeer der Großstadt. Hin und wieder trafen sich unsere Blicke und ich bin sicher ich hatte den gleichen Schmerz in den Augen wie sie. 

Was ist nur mit uns geschehen? Wo haben wir den Faden verloren?

 

 

       

 

 

 

 

   

 

 

03.08.2006 um 22:26 Uhr

Maria Maria Maria......

von: Mops

Maria Maria Maria....

Oh man ist das schön zu sehen, dass doch noch welche von Euch hier sind. Und natürlich auch die Besten.... Super freu MOPS :-)
Das mit dem Schreiben ist gar nicht so einfach. Als Familien-Vater (grins und hüstel gekünstelt) hat man ja immer irgendwie Äkschn.
Dabei war das am Anfang gar nicht so einfach. Klang ja alles nach super tollem Happy End und so... Aber Maria hatte ihr kurzes Leben lang im Heim gelebt und da ist es nicht einfach gewesen aus dem Nichts heraus eine Beziehung zu der Lüdden aufzubauen. Ich hatte als alter Knacker absolut keine Ahnung von Kindern und eine Gebrauchsanweisung haben die mir für meine kleine Zuckerschnute auch nicht mitgeliefert. 

Hinzu kam noch, dass der kleine Fratz kein Wort Deutsch oder Englisch verstand und mein Spanisch eher dazu angetan war das richtige Essen oder Trinken im Restaurant zu bestellen.

Ganz anders Maciela, sie hatte von Anfang an alles im Griff; Konnte mit Maria umgehen als hätte sie ihr ganzes Leben mit der Kleinen verbracht. Ich war da anfänglich immer etwas außen vor. Was mich auch nicht sonderlich störte. Maciela war glücklich und das reichte mir. Auch wenn ich nun nicht mehr alleiniger Nutznießer ihre Zuwendungen war/bin.

Na ja und es gab so viel zu organisieren. Kinderzimmer, Bett, Kleidung, Spielzeug. Also die Kredokarte erlebte in den ersten Wochen einen Blutsturz nach dem anderen... Frauen können ja so schön einkaufen :-). Und ich wusste gar nicht was so ein kleiner Racker alles brauchte. Aber wenigstens wurde nun bei uns auf geregelte Malzeiten und einen gepflegten Tagesablauf geachtet. Kein Rauchen in der Wohnung, keine Tiefkühlpizza und kein Fluchen und unanständige Wörter....

Mmachen konnte man(n) auch nicht mehr was er wollte... Schnell lernte ich (oder bekam die eine oder andere Gardinenpredigt), dass wir nun nicht mehr allein waren und, dass spontane Partys und Happenings nicht so der Renner sind, wenn Prinzessin in ihrem Bettchen schlafen soll :-))

Und Sportwagen ist wohl auch nicht die richtige Kiste weil Schnuckelchen nicht immer auf dem Dach mitfahren wollte.... Also Familienkutsche gekauft und den Flitzer in die Garage verbannt (schnief). Anfangs schlich ich mich dann nachts aus dem Haus nur um mal wieder ganz entspannt über die Piste zu brettern.

Ja und dann die Band... Zum Glück haben alle meine Kollegen auch das Eine oder andere Kind (wenn auch von verschiedenen Frauen) so, dass wir das ganz gut regeln konnten.

Ich habe mir natürlich auch Mühe gegeben, irgend einen Zugang zu Maria zu bekommen. Trotzdem war ich anfänglich natürlich nur der Onkel, der mit der lieben Mama-Tante im selben Haus lebte. Verständlich wenn man sich klar macht wie gravierender die Veränderungen für Maria waren. Plötzlich war sie nicht eine von vielen sondern die „Eine“ um die sich alles drehte. Zu meiner großen Freude ist sie aber überhaupt kein Quengel Göre sondern so überlegen, verständig  und auch Dankbar, für alles was sie an Zuwendung bekommt, dass es schwer fällt sie nicht einfach zum fressen lieb zu haben.

Neidisch beobachtete ich immer wieder wie vertraut Maciela und Maria miteinander umgingen. Wobei es irgendwie kein Verhältnis zwischen Mutter und Kind sondern eines zwischen zwei „Freundinnen“ (klingt vielleicht doof) ist.

Na ja und dann das Rock n Roll Leben. Tour, Hotel, Studio und der ganze Quatsch. Aber das gefällt meiner Kleinen. Wo auch immer wir mit ihr auftauchen dreht sich alles nur noch um sie.

Selbst die hartgesottenen Roadies werden weich wenn der kleine Strahlearsch irgendwo auftaucht.

Maciela passt immer auf wie eine Katze auf ihr Junges. So dass unserer Kleinen nur nirgendwo etwas passieren kann.

Und auch für Abwechslung sorgt Maciela. Sie schaut schon immer im Voraus, dass sie mit Maria in jeder Stadt in der wir spielen etwas sinnvolles unternehmen kann. Und was sie nicht alles mit dem kleinen Hasen unternimmt... ohne Worte. Beachtlich ist auch wie sehr sie darauf achtet, dass Maria eine anständige Erziehung genießt. So ist das gemeinsame (nicht lachen) Abend Gebet zwischen den Beiden ein festes Ritual vor dem einschlafen. Ich wusste bis dahin nicht einmal, wie wichtig meiner Frau der Glaube ist.

Sie erklärt das so, dass im Waisenhaus auch immer vor dem Einschlafen und Essen gebetet wurde und, dass so etwas Maria ein Stück Vertrautheit und Sicherheit gibt. Das sehe ich inzwischen übrigens genauso. Neulich musste ich meinen Hasen mal ins Bett bringen weil Maciela nicht da war. Sie lag in ihrem Bettchen und wartetet erwartungsvoll darauf, dass ich mit ihr das „Gute Nach Gebet“ spreche. Dabei habe ich mich wohl so dumm angestellt, dass sie nur mürrisch mit dem Kopf schüttelte sich im Bett aufhockte ihre kleinen Hände um mein legte, mich aufforderte die Augen zu schließen, und dann das Gebet für uns beide sprach. Gott war das süß... Ich hätte sie sofort auffressen können.... Sie ist immer sooooo niedlich. Herrje ich kann mir nicht mehr vorstellen, dass sie nicht da wäre. Ich habe ja schon ein schlechtes Gewissen wenn ich irgendwann mal zu spät nach Hause komme.

 

Und dann das erste Mal als sie mit mir gekuschelt hat:

Wir waren mit dem Nightliner unterwegs, es war schon spät und wir drei hatten uns in die obere Longe von dem Buss verkrochen, wo Maria in ihrem süßen weißen Sommer Kleidchen dich an Maciela gekuschelt schlief, während wir von oben auf die nächtliche Autobahn schauten und uns leise unterhielten. Bis dahin hatte sie nie mit mir geschmust oder rumgetobt! Irgendwann in der Nacht wachte sie auf und murmelte unter ihrer Lockenpracht mit dem süßen Schmollmund „Tengo ambre“. Worauf Maciela sie sanft auf die Stirn küsste und sagte, dass sie ihr von unten aus der Küche etwas holen würde. Maria rollte sich zunächst wieder auf dem Sitz zusammen, zog die Knie an den Körper. Sie war Barfuss und trug zwei weisse Muschelketten um die Fußgelenke. Gott hat sie kleine Füße.....

Ich saß nur schweigend da und beobachtete die Kleine Nachdenklich. Plötzlich setzt sie sich auf schielt mich unter ihren wilden Locken abschätzend und schmollend an. Und dann kommt sie auf den Knien über den Sitz gekrochen und schmiegt sich in meinen Arm, legt ihren Kopf auf meine Brust und schläft sofort wieder ein. Als Maciela mit dem Essen und Trinken zurück kommt zieht sie anerkennend und auch verwundert die Augenbrauen nach oben. „Na dann bin ich für heute wohl abgemeldet.“ Wir schauen uns lange an und lächeln uns zufrieden an. Maciela breitet eine leichte Decke über die Kleine und kuschelt sich von der anderen Seite an.  Nun schlafen sie beide...Nur ich nicht...Mir schlafen nur die Arme ein, aber um nix in der Welt wollte ich mich bewegen oder diesen Moment aufgeben.... Tja und nun bin ich der Kerl fürs Kuscheln! Ab diesem Tag war das Eis zwischen uns endgültig gebrochen und wir wurden eine richtige „normale“ (hi hi) Familie.....  

Ach ja für die Detektive unter Euch oder für die die mich mal persönlich kennen lernen wollen: Wir spielen an diesem Wochenende auch noch ein wichtiges Konzert, für das wir erst einmal geprobt haben...Na ja wer übt kann nix ..oder?

 

Kleiner Tipp: wir spielen nicht in Wacken. Und wir spielen auch nicht in Deutschland.

 

Ich habe Euch vermisst.

 

 

 

 

 

28.07.2006 um 22:36 Uhr

Promise you would never see me cry.

von: Mops

Stimmung: nachdenklich
Musik: Tito and Tarantula- After Dark

Habe gerade mal meine “alte” Favoriten Liste durchgeschaut und musste feststellen, dass viele nicht mehr hier sind….. Das finde ich soooo traurig. Wo sind sie den alle hin? Abgehauen nach Twoday?

Aber eine Hand voll ist ja noch da.....

Na ja...

Also werde ich mal kurz erzählen was ich so getrieben habe. Die Band steht gerade wieder in den Startlöchern, einige Konzerte im Herbst/Winter und dann ein neues Album an dem wir gerade arbeiten zu Weihnachten.

 

Maria spricht schon perfekt Deutsch und ich nur stümperhaft Spanisch :-). Meine kleine Familie lebt nun abwechselnd in Deutschland, in der Karibik und in Spanien (aber nur wenn es sein muss) ;-)

Manni ist wohl in den Wechseljahren – wechselt seine Lover, die nebenbei gesagt immer jünger werden. Banger arbeitet nun fast nur noch für Politiker und Didi habe ich seit Monaten nicht mehr zu Gesicht oder ans Telefon bekommen.

Jacky wird immer ruhiger. Aber immerhin liebt Maria ihn so sehr, dass die Beiden nur noch zusammen in ihrem Bett schlafen, was ich den Beiden auch vom Herzen gönne. Allerdings verträgt der Gute das warme Klima nicht so gut-was dazu führte, dass Maciela ihm einen eigenen kleinen See in unserem Garten angelegt hat. Dort liegt er in der größten Hitze im seichten Wasser und stellt den Zierfischen nach :-)

Tja Ihr seht es ist nix aufregendes passiert und aus meiner Sicht heraus ist das auch gut so....

Ach ja: Wir haben uns in der Karibik ein Schiff gekauft. Ich bin jetzt sozusagen ein Pirat der Karibik :-)

Außerdem habe ich mich mal als Produzent versucht.. Die Kapelle räumte in diesem Jahr echt gut ab, was wiederum dazu führte, dass ich mir das Schiff kaufen konnte. Also nicht, dass bei mir der Mammon Einzug gehalten hätte.... 

Das ich Maciela geheiratet habe hat mein Leben schon grundlegend verändert. Irgendwie bin ich ruhiger geworden, habe meine Mitte gefunden. Doch zuweilen vermisse ich meine so liebgewonnene Schwermut, die Einsamkeit und die Trauer. Mein neues Lebensgefühl wirkte sich zunächst auch sehr negativ auf unser neues Album aus. Alle Texte waren zu positiv und entbehrten der für uns (Band) so wichtigen Tiefe und Düsternis. Aber das Problem haben wir in den Griff bekommen. Es war ganz einfach: Ich zog für die Zeit der Produktion wieder in mein altes Haus und ließ meine Familie in der Karibik zurück. Und Bumms schon wurden die Texte und Melodie wieder so Düster wie wir es als Band brauchten. Es war schon komisch wieder allein in dem Alten Kasten zu hocken und sich wieder von Rita Essen bringen zu lassen.

So viele Erinnerungen kamen auf einmal hoch....Auch an Euch- Wo immer ihr nun sein mögt. Und vielleicht lest Ihr ja diese Zeilen und erinnert Euch ebenso wehmütig wie ich an die tolle Zeit, die wir hier bei Bloggio hatten.

Ich jedenfalls habe eben in alten Beiträgen und Kommentaren gestöbert und muss sagen mir wurde manches mal das Herz schwer....    

 

 

 

24.11.2005 um 13:59 Uhr

Nicht gekommen um zu bleiben

von: Mops

Hallo Ihr Lieben.

Ich bin sehr bewegt wegen Eurer Kommentare und E-Mails. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll?! Es ist so viel passiert und ich habe Euch ganz sich nicht vergessen oder ohne „Grund“ ohne ein Lebenszeichen gelassen. Und auch jetzt wo ich das schreibe weiß ich nicht wie oder wo ich anfangen soll.....und wie es enden soll.

Tief Luft holen und anfangen.....Telegrammstil.

Wie Banger schon erzählte ging es mir nach der letzten Tour nicht sehr gut. Eine überwunden geglaubte Krankheit schien mich wieder einzuholen und ich übte mich im „verdängen“ und Ignorieren. Also startete ich mit Maciela zu unserer „Weltreise“. Wir waren in Afrika und noch einigen anderen tollen Orten. Mein Freund Amir (Arabischer Diplomat) lud uns auf seine Yacht ein und wir schipperten (fast) ganz rum um Afrika (übertrieben). Gingen auf einige Trips mit Quads und Geländewagen und erlebten manche „brenzlige“ Situation.

Irgendwann an Bord, wir lagen in einem Arabischen Hafen, ging es mir von einem Tag auf den anderen sehr schlecht. Ich bekam Fieber, Krämpfe und insgesamt sah es nicht sehr gut aus. Lange Rede kurzer Sinn (will ja nicht auf die „Tränendrüse“ drücken). Ich erwachte nach 5 Tagen in einem Hospital in Dubai und war mehr tot als lebendig. Mein Freund Amir hatte mich auf seine Rechnung, mit einem speziellen Flugzeug ausfliegen lassen und dafür  gesorgt, dass ich hervorragend versorgt wurde. Trotzdem wurde ich insgesamt 4x operiert und „runderneuert“. Wohl unnötig zu erwähnen, dass so etwas „an die Substanz“ geht. Ich glaube ich habe mehr fremdes Blut und Gewebe im Körper als mein eigenes. Tatsächlich hatte ich mit dieser Vorstellung einige Probleme- was dazu führte, dass ich Emotional in ein tiefes Loch fiel (aber dazu später mehr).  Erholen durfte ich mich im Haus meines Freundes, wo er vorher schon sehr „fürstlich“ Maciela und später auch Banger, Manni und natürlich Jacky bewirtet hatte.  Jacky wurde als Diplomaten-Gepäck eingeflogen und schlief sogar 2Tage im Krankenhaus- übrigens sehr zum  „missfallen“ der Ärzte. Aber irgendwie hatten die nicht den Mumm sich gegen Amir durchzusetzen, dieser meinte nämlich, dass Hundi gut für mich sei (und er hatte Recht).

Meine besten Freunde und auch Maciela waren die ganze Zeit bei mir und vernachlässigten dabei sträflich ihre Jobs und Geschäfte.

Ich hatte und habe 18 Kilo abgenommen (bin jetzt gar kein Mops mehr) und langsam ging es mir gesundheitlich wieder besser. Trotzdem kam ich einfach nicht raus aus meinem „Loch“. Ich rauchte wieder und obwohl streng verboten schaffte ich es immer wieder mir auch mal die eine oder andere Flasche zu besorgen. Das tat mir natürlich gar nicht gut, was Maciela und Manni (Banger kannte so etwas ja schon von mir) krank machte vor Sorge. Ich kann gar nicht sagen wie viele Tage ich irgendwo stumpfsinnig vor mich hinbrütend am Pool oder im Salon saß und die Menschen, die mich liebten völlig ignorierte. Irgendwann platzte Maciela der Kragen. Mann kann die sauer werden.... Wollte ich sie nicht verlieren, musste ich dem Alkohol abschwören. Rauchen darf ich aber noch. Sie buchte zwei Flüge nach Spanien und forderte mich „ultimativ“ auf mit zu kommen. Mir war klar, dass es für sie nach Hause also zum Don ging. Es schien ihr sehr wichtig zu sein und wer bin ich, dass ich mich dieser Wildkatze in den Weg stelle. Also flog ich mit, schließlich war sie mir sehr wichtig. Banger, Manni und Jacky flogen dann wieder zurück nach Görmany. Übrigens habe ich in einigen Kommentaren gelesen, dass einige denken Banger wäre ein „Schmarotzer“. Ich kann Euch versichern, dass er sehr erfolgreich und auch vermögend ist. Wenn er sich also für meinen Wagen begeistert hat, dann nur, weil er selbst ein sehr seriöses Auto fährt. Das macht sich in seinem Beruf besser. Also glaubt mir mal, dass Banger ein „Guter“ ist. Auch wenn mich seine Einträge hier etwas verwundert haben.

Unsere Ankunft in Spanien war schon sehr aufregend. Ich wusste nicht genau was mich erwartete. Der Don ließ es sich nicht nehmen und holte uns persönlich am Flughafen ab. Mir war dieses Treffen eigentlich sehr unangenehm weil ich immer noch zu gut unsere letzte Begegnung im Kopf hatte. Auch war ich ja nun mit Tochter Nr.2 zusammen, was die Sache wohl nicht unbedingt leichter machte. Der Don war aber erstaunlich sanft und freundlich zu mir. Schlimmer noch: Er war aufrichtig besorgt wegen meiner Gesundheit. Dann auf seinem Anwesen hatte er und seine Frau wirklich alles vorbereitet, was nötig war um mir (auch wegen dem Klima) den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Maciela und ich wohnten in einem schicken kleinen Häuschen auf den Anwesen.

Obwohl ich immer noch ziemlich „schlapp“ war bemühte ich mich einen einigermaßen geordneten Tagesablauf hinzubekommen. Maciela wirkte immer noch etwas „grimmig“ aber ich habe den Verdacht, dass sie sich eher über sich ärgerte als böse auf mich zu sein. Sie wusste ganz genau, und die Ärzte hatten es uns ja auch immer wieder erklärt, dass solche Depressionen nach entsprechenden Operationen nichts ungewöhnliches sind. Und ich denke, dass sie sich darüber ärgerte, mir nicht anders helfen zu können als mit „Druck“. Auch wenn dieser Druck aus Sorge geboren wurde....

Maciela war immer mal für Stunden unterwegs. Sie schien wichtige Dinge regeln zu müssen- wollte mir jedoch nicht verarten um was es ging.

Dann eines Nachts hatten wir ein sehr ernstes Gespräch bei dem es um unsere Zukunft ging. Ich glaube, dass Gespräch war zu unser beider Zufriedenheit und brachte wohl auch die gewünschten Ergebnisse. 3 Tage später setzten wir uns ins Auto und fuhren in die Stadt.

Spanier sind sehr Kinderlieb und folglich war das Kinderheim sehr schön (wenn man das von einem Heim überhaupt sagen kann) und gepflegt die Kinder dort wurden offenbar mit viel liebe und den Umständen entsprechend hervorragend betreut. Es gab ein großes „Hallo“ als wir dort auftauchten. Die Betreuerinnen begrüßten Maciela mit herzlichen Umarmungen und plapperten aufgeregt durcheinander. Überall umringten uns die „Zwerge“ und machten ein „Tohowabohoo“ als wenn der Papst zu Besuch käme. Die Frauen brachten aber dann sehr schnell „Ordnung“ in das Geschehen. Ich wurde in den Innenhof gebeten, (ein wunderschöner Garten mit schattigen Plätzen rund um einen kleinen Brunnen.) Maciela verschwand mit der ganzen Horde hinein ins Haus. Da saß ich also...und wartete und war gespannt. Tja und was dann passierte hat mein Leben total verändert....

Maciela tauchte plötzlich in einem kleinen Durchgang zum Hof auf. Gott ich kann diesen Ausdruck in ihrem Gesicht gar nicht beschreiben. Sie wirkte so unglaublich glücklich, unsicher, ängstlich und erlöst zugleich.... Und schön war sie... Ihr langes Haar umrahmte ihr Gesicht wie schwarze Seide und ihre Augen strahlten überirdisch, wie polierte, feuchte Steine. Sie stand einen Moment nur da und mustert mich schweigend. Dann trat sie zur Seite und hinter ihr stand ein kleiner schwarzhaariger Engel. Jedenfalls schien es mir so..... Herrje wie soll ich das nur beschreiben.
Sie heißt Maria ist fünf ½ Jahre jung und das schönste und süßeste Wesen dem ich je begegnet bin. Sie hat schwarze lange wilde „Currly Sue“ Locken, die selben dunklen Augen wie Maciela und den schnuckeligsten kleinen „Schmollmund“ den man sich nur vorstellen kann. An diesem Tag trug sie ein weißes Kleid und war von den Frauen extra schick gemacht worden.

Maciela nimmt die kleine vorsichtig bei der Hand, spricht auf Spanisch mit ihr und kommt dann langsam zu mir. Sie strahlt und zeigt ihr schönstes Lächeln als sie sagt: „Mops ich  möchte Dir jemanden vorstellen. Sie hockt sich  neben die Kleine legt den Arm um die kleinen Schultern und sagt: „Das ist Maria.“

Ich wechsle stumm, abwechselnd Blicke mit Maciela und diesem kleinen Wesen. Gott ist sie bezaubernd. Sie schaut nur Stumm zu mir hoch und mustert mich sehr streng. Sie kneift die Augen abschätzend zusammen und sagt dann etwas zu Maciela was ich nicht verstehe. Maciela lacht und sieht mich spöttisch an. „Deine langen Haare irritieren sie. Sie fragt ob Du ein Pirat bist?“

Ich gehe in die Hocke , beuge mich zu ihr herunter und schaue ihr tief in die Augen. „Hast Du denn Angst vor Piraten?“ Maciela übersetzt es ihr und die Kleine blitzt mich mit ihren dunklen Augen an. Sie antwortet schnell und entschlossen. Maciela übersetzt erneut mit ihren sanften Stimme. „Maria hat vor gar nichts Angst!“

„Das ist gut“, sage ich und wechsle einen langen Blick mit Maciela.  Ich wusste, dass es sinnlos war noch ein einzige Wort über das „Warum“ zu verlieren. Geschweige denn mit Ihr zu diskutieren. Ich schaue Maria wieder an. „Denn ein Mädchen das Angst hat kann ich doch nicht mit auf mein Schiff nehmen.“

Maciela schenkt mir den wärmsten und liebvollsten Blick seit Wochen und übersetzt es dem kleinen Engel. Und dann lacht Maria schelmisch und fragt ob mein Schiff auch Kanonen hat...

„Die brauchen wir nicht. Antworte ich. Heut zu Tage haben wir andere Methoden.“

Tja und nun habe ich gleich zwei feurige Wildkatzen, die mir ganz schön zusetzen. Wie Maciela mir in jener Nacht unseres Gespräches erzählte hatte sie Maria schon als Baby kennen gelernt und das Waisenhaus über Jahre immer wieder besucht. Auch ist sie wann immer möglich dort hin geflogen und hat sich darum bemüht die Kleine zu adoptieren. Doch wegen der Behördlichen Auflagen und auch wegen ihrer Jugend hat es immer wieder Verzögerungen gegeben, so dass sie erst jetzt (mit Hilfe des Dons) alle Hindernisse aus den Weg räumen konnte. Das heißt eine kleine Hürde mussten wir noch nehmen....Aber das war eher ein Vergnügen als eine Hürde.

Wir heirateten in einer wunderschönen alten Kirche, feierten ein tolles Fest mit allen Freunden, warteten noch einige Tage auf die Papiere und konnten dann als Familie Mops das Land verlassen. Auch Lisa war bei unserer Hochzeit anwesend. Wir hatten ein langes Gespräch und letztlich wünschte sie uns von Herzen Glück.

Ich fragte Maciela warum sie ausgerechnet Maria adoptieren wollte. Schließlich hätten wir ja auch eigene Kinder haben können. Sie erklärte mir, dass sie als sie Maria das erste Mal sah gespürt hatte, dass dieses Kind „Ihr“ Kind war. Nicht körperlich aber irgendwie „seelisch“. Und dass Maria zu ihr gehörte. Sie konnte es mir nicht anders erklären aber für Maciela stand fest, dass sie alles tun würde um Maria aus dem Heim zu holen. Und als es mir so schlecht ging, wusste sie plötzlich, dass nun die Zeit gekommen war eine neue Seite in ihrem Leben aufzuschlagen. Sie spürte tief in sich drin die Gewissheit, dass nun alles „gut“ werden würde.

Und es wurde alles gut. Maria und Maciela sind ein Herz und eine Seele. Meine Frau ist eine tolle Mutter und ich liebe es meine beiden Ladys zu beobachten, was auch immer die Beiden so treiben und das ist so einiges.

Und ich? Ich glaube ich bin dort angekommen wo ich hinwollte. Und genau aus diesem Grund ist dieses mein letzter Eintrag in diesem Blogg.

Als ich anfing hier zu schreiben war ich innerlich zerrissen und das Schreiben und Eure Gegenwart die einzige Medizin die mir half alles das zu verarbeiten, was mir so auf der Seele lag. Wir teilten hier traurige, schöne und aufregende Dinge und wie Ihr wohl bestätigen werdet, bildeten sich auch über dieses Blogg viele schöne Blogg-Freundschaften. Wir haben zusammen gelacht, gestritten und gelitten und dafür gebührt Euch auf ewig ein ganz besonderer Platz in meinem Herzen. Ich werde ganz sicher weiterhin in Eure Bloggs schauen. Nur schreiben werde ich hier nicht mehr.

Nun gibt es in meinem Leben zwei Menschen, denen ich alles geben will und auch geben muss. Und wenn wir mal ehrlich sind: Ihr braucht mich doch gar nicht mehr. Schaut doch mal wie viele Freunde ihr hier gefunden habt. Schaut nur, wie viele sich hier gefunden haben und wundervoll mit einander umgehen, sich helfen, stützen, ermutigen und in welcher Form auch immer miteinander umgehen.

Ich will Euch zum Abschied noch einen ganz kleinen (letzten) Blick in mein Leben geben. Ich schaue gerade ins Badezimmer wo meine beiden Ladys in einem riesigen Schaumbad miteinander herumtollen. Mein kleiner Engel quietscht vor vergnügen. Beide tragen Schaumkronen und drücken sich dicke Schwämme ins Gesicht.
Ich schließe gleich das Laptop gehe in den Garten, stecke mir eine Zigarette an und werde jedem von Euch einen Stern widmen. Im Flur stehen gepackte Koffer denn die Band geht wieder auf die Piste. Studioaufnahmen stehen an, ein weiteres Video und einige andere Dinge. Die Welt dreht sich eben weiter und ich bin gespannt was das Leben noch so zu bieten hat.               

Euch allen erfüllte Wünsche........ und Gesundheit.

PS: Sollte mich nicht wundern, wenn Banger seine Drohung war macht und sich auch ein Blogg zulegt. Angedeutet hat er so etwas....

13.09.2005 um 14:16 Uhr

So sehe ich das....

von: Mops

Von BANGERANG

Ich habe gerade bei Mops im Blog gestöbert und bin auf einige Sachverhalte gestoßen, die ich nicht so sehen kann. Also will ich mal meinen Senf dazu geben.

Als erstes habe ich die Diskussion mit Marleene durchgearbeitet. Und ganz ehrlich: Was habe ich mich über die Geduld gewundert, die Ihr und auch Mops dieser Tante entgegengebracht habt. Ich erkenne meinen Freund mit seiner geduldigen Argumentation gar nicht wieder. Also ich wäre irgendwann ausgeflippt und hätte die Tante zum Teufel gewünscht. Muss schon sagen Respekt.

Und dann ist da die Geschichte mit Lisa und Maciela. Ich muss dazu einfach mal Stellung nehmen was ich auch schon persönlich bei Mopsi getan habe. Ganz ehrlich ist es so, dass Lisa für mich eine der tollsten und atemberaubendsten Frauen auf diesem Planeten ist. Und ich könnte Mops noch heute dafür ohrfeigen, dass er dieses Prachtweib einfach hat laufen gelassen. Bei allem Mitgefühl, dass Ihr ihm hier entgegengebracht habt bleibt es für mich dabei, dass er die Geschichte amtlich versaut hat. Ich will das auch gern erklären.

Lisa hat den Kerl ehrlich geliebt und er sie auch. Aber anstatt die Geschichte langsam anzugehen musste er ja gleich wieder in allem übertreiben. Er hebt diese junge Frau auf einen Sockel und trägt sie auf Händen; Überhäuft sie mit viel zu teueren Geschenken und Aufmerksamkeit. Man, die Kleine wusste ja irgendwann überhaupt nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Nehmen wir mal den Sattel zum Geburtstag: Hätte es nicht auch ein Blumenstrauß oder eine andere nette Kleinigkeit getan? Musste es ein Geschenk sein, dass so teuer und besonders war? Stellt Euch doch mal vor Ihr habt so einen Freund. Was wollt ihr dem dann noch zu seinem Geburtstag schenken? Und so war es in allem was er tat.... Alles war immer eine Nummer „too much“. Und dann das Ding mit der Liebe. Die Beiden hatten sich in einen Situation hinein manövriert wo sie nur noch heiraten und Kinder bekommen konnten. Und welche Frau mit 25-26 ist dafür denn schon nach so kurzer Zeit bereit? Ganz zu schweigen davon, dass er ihr aufgrund seiner Erfahrung weit überlegen war. Wieso hat er sich und ihr nicht erst mal 2-3 Jährchen Zeit gegeben bevor das Ding so intensiv wurde. Mein Gott Lisa ist doch nun echt ein Mädchen mit dem man locker einige Jährchen verbringen kann ohne, dass es langweilig wird. Und dann das Treffen mit ihren Eltern... Musste er in einem so spleenigen Anzug dort aufkreuzen? Dafür könnt ich Manni Ohrfeigen. Mops ist doch keiner von seinen schwulen Kumpanen. Lange Rede kurzer Sinn: Es war alle eine Nummer too much und für die Beiden auch too fast. Hinzu kommt, dass er aus seinem Herzen immer eine „Mördergrube“ macht und nie wirklich zeigt wie es in ihm ausschaut. Ich wünschte er hätte mal so deutlich wie in diesem Online Tagebuch gezeigt was er fühlt und denkt. Hat er aber nicht. Lisa war immer auf der Suche nach dem wahren Mops und seinem wahren Innenleben- vergeblich. Und so kam es dazu, dass sich die Kleine nicht anders zu helfen wusste als sein Herz heraus zu reißen und es zu zertrümmern. Oder glaubt irgendjemand von Euch, dass das nicht eine Handlung aus Verzweiflung gewesen ist? Mit Nice Guy- das ist übrigens ein echt blöder Typ. Ich würde dem gern mal eine rein hauen nur um mich dann besser zu fühlen- ist sie jedenfalls nicht mehr zusammen. Die Null konnte nämlich nicht mal annähernd an den Mops heran reichen. Ich habe ja ein ganz gutes Verhältnis zu Lisa und habe oft mächtig viel Spaß mit ihr gehabt. So telefonieren wir noch manchmal oder treffen uns auf einen Kaffee. Die Kleine weint sich wegen dieser Geschichte noch heute die Augen aus dem Kopf. Und dennoch war es das einzige was sie in der Situation damals machen konnte. Sie biss um sich nur um sich in der Beziehung zum Mops nicht gänzlich zu verlieren. Und dass er nun mit Maciela zusammen ist... Was glaubt Ihr wohl wie Lisa sich dabei fühlt? Ich bin mir sicher, dass wenn er damals zu Nice Guy gefahren wäre, dem Typen eine reingesemmelt hätte und sein Mädchen dort raus geholt hätte wären sie heute noch zusammen. Denn das war es was sie sehen wollte. Mops hat seine ruhige und beherrschte Art nämlich so sehr kultiviert, dass er völlig vergessen hat wann es mal an der Zeit ist ganz menschliche Gefühle zu zeigen. Natürlich ist er auch nur so, weil er weis was passiert wenn er sauer ist. Und irgendwie hatte er wohl Angst davor, dass Lisa hinter der Maske des netten, überlegenen und sanften Mannes einen Kerl erblicken könnte der auch ganz anders sein konnte. Dabei war es genau das was die beiden gebrauch hätten. Etwas Feuer im Zuckerguss. Und er kann wirklich fürchterlich böse werden.

Ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass sich die Beiden irgendwann wieder finden. Ich habe da so ein Gefühl....

Selbstverständlich habe ich oft auch etwas neidisch daneben gestanden wenn Mops die tollsten Frauen eroberte - die natürlich keinen Blick für mich hatten. Dabei musste er sich nie wirklich Mühe geben. Irgendwie fliegen die klasse Frauen immer ganz von selbst auf ihn. Nie musste er sich anstrengen oder um ihre Gunst werben. Sie schauten ihn an und waren verloren. Er weis gar nicht wie das ist wenn man ewig um eine Frau werben muss. Vielleicht kämpft er darum nicht um sie? Seine tote Verlobte zum Beispiel .... Man was habe ich diese Frau geliebt. Wer hat sie bekommen? Mops. Warum ist sie denn damals mit dem Mustang über die Landstraße gejagt? Weil sie in einem ähnlichen Dilemma steckte wie Lisa und weil sie ähnlich temperamentvoll gewesen ist. Sie verzehrte sich nach ihm und er ließ sie nie wirklich ganz an sich heran. War immer verschlossen, beherrscht, charmant und ach so vernünftig. Ich will ihm nicht die Schuld geben, dafür kennen wir uns zu lange aber richtige Gefühle hat er erst in seiner Trauer gezeigt. Warum denn nicht früher?

Und dann Maciela....

Ja diese Frau ist mir unheimlich und macht mir regelmäßig Angst. Wenn Lisa eine Wildkatze ist, dann ist Maciela das Ebenbild einer Ägyptischen Katzengöttin. Sie hat eine fast überirdische Aura und ein zeitloses Wesen. Sie ist gerade Anfang 20 und scheint schon eine so alte Seele zu haben. Alt nicht im Sinne von langweilig sondern im Sinne von Weise und überlegen. Maciela ist geheimnisvoll, unergründlich, gefährlich. In gewisser Weise passt sie gut zu ihm auch wenn ich glaube, dass er sie nicht wirklich liebt. Jedenfalls nicht so wie er Lisa geliebt hat oder noch liebt? Manchmal erinnert mich Maciela an eine der Vampir Frauen aus einem dieser Hollywood Schinken. Schön ist sie, faszinierend grazil, elegant und bedrohlich....

Ich will mal einige Beispiele geben.

Ich nasche gern wenn beim Mops gekocht wird. Rita kennt das schon und lässt mich Schüsseln und Schalen schon vor dem Essen auslecken oder eben mal ein Bratenstück kosten. Auch mit Lisa lief das toll. Man was hatten wir für einen Spaß. Bei Maciela habe ich das auch probiert. Ich schlich  in die Küche und steckte meine Finger in allerlei Töpfe und Schüsseln. Und sie kann wirklich toll Kochen- keine Frage. Maciela schaute sich das eine Weile aus den Augenwinkeln heraus an und werkelte, mich völlig ignorierend weiter. Und dann als ich an den Braten wollte bewegte sie sich schnell und fast lautlos an mich heran. Mein Gott!.... Ich spürte plötzlich das große Fleischmesser an meinem Schritt. Ich erstarrte und sah erschrocken in ihr Gesicht. Sie brachte ihr Gesicht ganz dicht an meines. Ich konnte ihren süßen Duft fast körperlich spüren. Dennoch fröstelte mich. Der Grund dafür waren ihre Augen. Ich schwöre ihre Augen waren ohne jede Emotion. Sie musterte mich wie ein Raubtier seine Beute. Absolut ungerührt drückte sie mir die Klinge an die Hose und sagte ganz sanft: „Wenn Du nicht möchtest, dass wir gleich noch etwas mehr Fleisch im Essen haben verschwindest Du ganz schnell aus meiner Küche.“ Das habe ich dann auch gemacht. Später beim Essen hat sie mich immer so ganz seltsam angesehen. So unergründlich mit einer bösen Spur von Spott.

Ich beschloss ihr das heimzuzahlen. Einige Zeit später hatte sie Geburtstag und Mops schmiss eine Party. Ich kaufte ihr ein Geschenk und kam aber auf dem Weg zur Feier auf die Idee ihr einen Streich zu spielen. Ich pflückte Brennnesseln und band diese zu einem Strauß zusammen. Diesen überreichte ich ihr als Geschenk mit dem Worten: „Lasst Blumen sprechen.“ Nun sollte man meinen, dass sie in irgendeiner Weise betroffen gewesen wäre. Pustekuchen. Mit den Worten: Das ist ganz reizend von Dir“, bedankte sie sich und stellte die Brennnesseln in eine schöne Vase auf dem Geburtstagstisch. Von Mops bekam ich für diese Aktion mit ruhigen aber strengen Worten einiges zu hören- aber egal er kennt mich ja und weis ich kann nicht anders. Trotzdem hatte ich ein schlechtes Gewissen. Spät am Abend wollte ich mich dann entschuldigen und ihr mein richtiges Geschenk geben. Ich fand sie im Esszimmer, sie stand mit dem Rücken zu mir und betrachtete unbeweglich wie eine Statue den Brennnesselstrauß. Ich sprach sie nun mit einem schlechten Gewissen an. „Hat Dich der Strauß verletzt? Es ist schließlich Dein Geburtstag!“

Sie schwieg und bewegte sich nicht. Dann hörte ich sie ganz leise und sanft sagen: „Du kannst mich nicht verletzen. Das können nur Menschen die sich auf Augenhöhe bewegen!“ Bumm das hatte gesessen.

Wiederum ein anderes Mal, kam ich dazu wie die Beiden gerade beim Frühstück saßen. Mops wurde durch das Telefon gestört. Auf seinem Teller lag ein Nutella Brötchen. Frech wie ich bin griff ich nach dem Brötchen. Maciela griff nach dem Teller und zog das Brötchen aus meiner Reichweite. „Das gehört Mops.“

Ich wurde pampig und sagte: „Du kannst ihm ja ein neues schmieren!“

Sie lächelte sanft und sagte leise: „Ich werde Dir eines schmieren.“

Das tat sie auch und reichte es mir. Um sie noch etwas zu provozieren fragte ich sie mit vollem Mund was denn am meinem Brötchen so anders wäre? Sie lächelte abermals freundlich deutete auf Mops sein Brötchen und sagte: „Das dort ist mit Liebe geschmiert.“

Also Leute, wem wäre denn das Mädchen nicht unheimlich? 

Als die Band dann vor kurzem auf Tournee war vertrieb sich Maciela oft die Zeit damit, dass sie ihre Staffelei heraus holte und sich irgendwo in die Landschaft stellte und –wirklich beeidruckende- Bilder malte. Sie malt wirklich außergewöhnliche Bilder. 

Ich gesellte mich mal zu ihr und schaute ihr schweigend zu. Sie sprach kein Wort mit mir. Irgendwann wurde es mir zu dumm und ich sagte: „Du könntest doch mal ein Bild von mir malen. Ich habe das Bild gesehen das Du von Mops gemacht hast. Das ist toll!“

„Es ist auch ein tolles Motiv, Banger.“ Sagte sie freundlich und ließ sich nicht weiter stören. Einige Tage später kam ich in mein Hotelzimmer und auf dem Bett lag in braunes Packpapier eingewickelt ein Bild. Maciela hatte es gemalt und es sah wirklich meisterlich aus..... Eine schöne Winterlandschaft in der ein Zwerg mit roter Mütze und roter Nase stand. Der Zwerg hatte mein Gesicht. Natürlich habe ich mich für das schöne Bild bedankt. Aber es ärgert mich, dass ein so junges Mädchen sich derart überlegen gibt. Ich bin sicher sie sieht mich wirklich als kleinen lästigen Zwerg.

Dabei kann sie auch ganz betörend und sinnlich sein. Ich hoffe Mops entschuldig, dass ich das hier so schreibe. Aber ich muss das mal erzählen. An einem schönen Abend hatten wir alle- also Mops, Maciela, Rita, Didi, Manni und Konsorten- einen schönen Grillabend zusammen verbracht. Wir hatten alle gut gegessen und getrunken. Wie bei Mops üblich übernachteten wir in seinem Haus.

Weil ich natürlich wieder viel zu viel gegessen hatte, konnte ich nicht schlafen. Ich wanderte durchs Haus griff mir ein Glas und eine Flasche und wollte mich in den Garten an den Pool setzen und mich müde trinken. Daraus wurde aber nichts weil dort nämlich Maciela und Mops gerade ziemlich „miteinander beschäftigt waren“. Das war mir natürlich unangenehm und ich wollte mich schnell wieder lautlos entfernen als mein Blick auf Macielas Gesicht fiel. Mein Gott, dass war der sinnlichste und erotischste Anblick meines Lebens. Sie war in diesem Moment so schön- wohw. Ich sah sie einen Moment zu lange an und plötzlich traf ihr Blick den meinen. Nun sollte man meinen, dass sie nun irgendwie reagierte....Aber nicht diese Frau. Sie sah mich kurz an und wendete sich dann wieder, so als wäre ich nicht anwesend dem Mops zu. Man war das gemein. Mehr konnte man einen Menschen doch gar nicht ignorieren. Lisa hätte gelacht und es wäre ihr wahrscheinlich peinlich gewesen. In jedem Fall wäre eine ganz normale menschliche Reaktion dabei raus gekommen. Aber so etwas...

So das wollte ich mal los werden, liebe Leser und lieber Mops. Aber das meiste habe ich Dir ja auch schon persönlich erzählt. 

        Viele Grüße
BANGERANG

  

    

  

 

 

08.09.2005 um 19:04 Uhr

So war das damals....

von: Mops

Stimmung: Muss ich das eigentlich immer ausfüllen?
Musik: AC/DC mit Bon Scott nicht der blöde andere Sänger

Von Bangerang

Also von so vielen Kommentaren bin ich nun wirklich überrascht. Weil ich aber sicher bin, dass Ihr nur daran interessiert seid, was ich noch über den Mops verraten werde und weil er ja gesagt hat ich soll einen Schwank aus unserer Jugend erzählen, werde ich das auch tun.

Mops und ich wuchsen also im gleichen Viertel auf. Das war keine tolle Gegend. Wir lebten in tristen Hochhausblocks wie sie nach dem Krieg hundertfach aus den Boden gestampft wurden. Mops zog wenige Wochen vor der Einschulung in einen dieser Blocks. Da kannten wir uns noch nicht. Kennen gelernt habe ich ihn dann in der ersten Klasse. Mops war damals ein kleine spindeldürres Kind mit längeren Haaren und riesigen Augen. Er war gerade 6 Jahre alt geworden während ich schon 7 Jahre alt war und für mein Alter schon ganz schön groß und kräftig. Was ich damals noch nicht wusste war, dass er an seinem früheren Wohnort von einem „geistesgestörten“ Jungen fast zu Tode gewürgt worden ist und in der Folge einige Wochen im Krankenhaus gelegen hatte. Das ist eine unschöne Geschichte und ich will nicht weiter darauf eingehen. Dieser Vorfall ist aber in so fern wichtig, weil er einige Spuren bei Mops hinterlassen hatte. So hatte er als Kind panische Angst davor von anderen Menschen berührt oder angefasst zu werden. Auch machten ihm größere Menschenansammlungen oder kleine Räume wie z.B. Fahrstühle schwer zu schaffen. Wegen dieser Macke ließ er sich auch nicht die Haare schneiden. Der einzige Mensch von dem er sich anfassen ließ war seine Oma bei der er im Haushalt lebte. Aber auch sie durfte nicht an seinen Kopf oder seine Haare kommen.

Selbstverständlich wusste ich das alles damals in der Schule noch nicht. Aufmerksam wurde ich erst als er im Turnunterricht den Sportlehrer in die Hand biss, als dieser ihn beim Turnen Hilfestellung geben wollte. Er biss mit aller Kraft in die Hand des Lehrers so, dass dieser sogar genäht werden musste. Ich fand das damals richtig lustig und freundete mich mit ihm an. Na ja eigentlich freundete ich mich mit ihm an weil er immer die neuesten Comichefte hatte. Seine Oma hatte einen kleinen Zeitschriftenladen und so saß er natürlich immer an der Quelle. Wir saßen oft stundenlang auf der Mauer bei den Mülleimern und lasen in den Heften. Anfangs schauten wir nur die Bilder an und später dann lasen wir jedes Heft immer wieder so lange bis wir jeden Dialog auswendig konnten. Wir waren eben Kinder. Außerdem gab es damals kaum Fernsehen.

Mops kam noch einige male in blödes Situationen, weil er wenn er sich in die Enge gedrängt fühlte sofort aggressiv wurde und um sich schlug und biss. Beißen konnte er damals sehr gut. Er war fast wie ein Tier das nicht berührt werden wollte. Wir lachen noch heute über den einen oder anderen Beißunfall. Zum Glück fing er dann irgendwann zu wachsen an. Er wurde sehr schnell sehr lang und auch stark. Auch das Beißen ließ dann irgendwann nach. Dafür hat er dann zudringlichen Menschen einfach eine rein gehauen. Oft musste ich ihn dann unterstützen. Wir waren also sehr schnell als Schläger verschrien. Das fanden wir nicht schlimm, galt doch in unserer Gegend nur der als Mann der sich auch durchsetzen konnte. Natürlich waren wir noch gar keine Männer aber was solls?

Später trieben wir uns dann viel in den Kneipen rum wo es – Ihr könnt Euch das sicher denken- immer wieder zu Schlägereien kam. Nun muss ich aber zu unserer Ehrenrettung sagen, dass wir fast immer völlig unschuldig an den Ereignissen waren. Es knallte halt immer genau dann wenn irgend ein betrunkener Vollidiot dem Mops auf die Pelle rückte. Sie hätten ihn ja auch in Ruhe lassen können. Irgendwann war dann auch der Punkt erreicht wo er es selber hasste diesen Deppen eine reinzuhauen. Er bemühte sich um mehr selbst Kontrolle und versuchte sehr nicht immer gleich sauer zu werden. Später hat er die Typen dann nur noch verkloppt wenn sie einfach nicht locker ließen und auf besänftigende Worte hin einfach keine Ruhe gaben. So zu sagen ....Notwehr.

Als er dann mit der Musik anfing besserte sich sein Verhalten zusehends und als er zur Bundeswehr musste- damals war das noch eine richtige Armee- schöpfte er auch immer mehr Selbstvertrauen.

Ich erinnere mich noch an den ersten Auftritt der Band. Die Jungs wollten von Anfang an nur eigene Songs spielen. Nur leider hatten sie damals nur vier Stücke fertig, als sie die Gelegenheit bekamen in einem kleinen Club aufzutreten. Also spielten sie ihre vier Stücke und das Publikum flippte völlig aus. Sie spielten die vier Stücke noch mal und das Publikum flippte wieder total aus. Insgesamt haben sie die vier Stücke vier mal gespielt. Von diesem Moment hatte die Bande Blut geleckt. Die Band probte 3x die Woche und am Wochenende. Raus kamen sie nur aus dem Proberaum wenn es irgendwo einen Gig zu spielen gab.

Tja und der Rest ist Geschichte zumindest für mich denn ich war dabei.
Ich hoffe ich habe nun ordentlich aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich weis genau, dass er mich dafür hassen wird. Aber wozu hat man schließlich Freunde?

Außerdem liebt er mich trotzdem. Gell Mops?

Viele Grüße

BANGERANG der Hausmeister         

07.09.2005 um 19:33 Uhr

Hallo erst mal...

von: Mops

Stimmung: Unsicher
Musik: Mops seine Plattensammlung

Von Bangerang

Nein, ich bin nicht der Mops! Jubelsprünge kann ich damit wohl kaum erwarten? Mein Name ist Bangerang. Nicht mein richtiger Name aber hier will ich mich mal so nennen. Ich bin hier im Moment so etwas wie der Hausmeister. Mops ist in der Tat auf Reisen und so wie ich die Sache einschätze ist das eine Reise mit „open end“. Weil Ihr Euch vielleicht verwundert die Augen reibt, versuche ich es mal zu erklären.

Als Mops von der letzten Tournee nach Haus zurückkehrte war er völlig ausgebrannt und klagte zu allem Übel noch über „Schluckbeschwerden“. Seine Stimme war auch arg angegriffen. Ich will hier nicht seine Krankengeschichte veröffentlichen also beschränke ich mich darauf, dass er eine Auszeit dringend nötigt hatte und hat. Im Moment schippern er und seine Gespielin gerade auf einer riesigen Jacht eines Freundes im Mittelmeer. Davor waren die Beiden in Kenia und haben einen Trip durch die Masai Mara unternommen wo Mops es nicht lassen konnte einigen Schlangen nachzusteigen.

Weil Rita in Dänemark weilt passe ich also hier auf das Haus und die Tiere auf. Mops konnte Jacky ja leider nicht mit nehmen. Die restriktiven Gesetze machen es nicht leicht einen „Kampfhund“ mit auf die Reise zu nehmen. Das ist dem Mops sehr schwer gefallen, hängt er doch wie doof an dem Hund. Nun Jacky und ich kommen gut miteinander aus- schließlich darf er bei mir im Bett schlafen. Und es muss sich ja jemand um die Schlangen und Mäuse kümmern. Also hier bin ich........

Ich hatte eigentlich schon viel früher vor hier zu schreiben aber als ich mich in Mops sein Blog eingelesen hatte und auch die von seinen Favoriten (seinen Mates) studiert hatte habe ich mich nicht getraut in diesen „illustren Zirkel“ einzudringen. Dabei hatte mich Mops ausdrücklich gebeten, während seiner Abwesenheit hier die Vertretung zu übernehmen. Aber wenn man so etwas noch nicht gemacht hat ist man schnell etwas eingeschüchtert.

Um zu verdeutlichen warum er mir überhaupt sein Blog anvertraut hat muss ich wohl erst mal erzählen wer ich bin und warum ich hier schreibe.

Als Mops anfing hier im Internet zu schreiben, fragte er mich um Erlaubnis ob er auch über mich schreiben dürfte. Mir war nicht wohl bei der Sache und ich bat Ihn mich aus diesem DING raus zu halten. Was er auch wirklich tat. Ich riet ihm ausdrücklich von dieser Aktion ab. Ich sehe einfach das Risiko für Ihn und seine Karriere. Aber wer Mops kennt weis, dass er sich von nichts abbringen lässt.

Wobei ich mich beim Lesen seiner Postings echt in den Geschichten vermisst habe. Bei vielen Begebenheiten war ich ja dabei. Irgendwie ist das so als wäre man „gelöscht“ oder einfach nicht existent. Dabei sind wir dicke Freunde und ich bin so nahe an ihm dran wie vielleicht im Moment nur noch Maciela. Selbst Manni steht ihm nicht so nahe wie ich. Ich schreibe mit Ihm an seinen Songtexten, bin Co-Autor seiner Romane und betreue ihn und seine Band in PR und Marketingfragen. Womit wir auch schon bei meinem Beruf sind. Ich bin von Beruf Marketing Manager und PR Berater. Wir sind im selben Viertel aufgewachsen, waren auf der selben Schule und hatten wohl ein ähnlich schlechtes Elternhaus. Als Mops anfing in seiner Band zu singen spielte ich Schlagzeug in einer anderen Band. Irgendwann ermutigte er mich auch dazu es mit dem Singen zu probieren was ich auch tat- nur leider nicht mit dem selben Erfolg wie er. Als seine Karriere so richtig in Fahrt kam, nahm er mich mit auf die Tourneen wo ich sehr schnell lernte mich nützlich zu machen. Ich fing eine Ausbildung in der Musikbranche an und betreute meinen Freund sehr bald in Promotion und Marketingfragen. Wir sind wohl das was man ein unzertrennliches Team nennt. Er ist Wyatt Erp  und ich Doc. Holliday. Und ungefähr so ist es auch zwischen uns. Während Mops immer sehr positiv an alles herangeht bin ich eher der böse Zyniker. In dieser Hinsicht ergänzen wir uns wirklich vortrefflich. Wir halten uns gegenseitig in der Balance. Ich bremse ihn wenn er zu naiv an etwas herangeht und umgekehrt holt er mich aus meinen meistens eher negativen Gedanken und Ansichten. Ich bin wohl der „Misepeter-Schlumpf“ in diesem Gespann.

 

Als es nun darum ging wer auf Haus, Hund und Schlangen aufpassen sollte war ich wohl „erste Wahl“. Und da ich mit dem Aston Martin fahren darf bin ich auch gerne bereit hier den Hausmeister zu geben.

Weil Mops nicht wollte, dass dieses Tagebuch hier so lange „brach“ liegt hat er mich bequatscht hier doch einige Schwanks aus unserer Jugend oder auch andere Dinge zum Besten zu geben. Nach langem Hin und Her habe ich dann eingewilligt mich um dieses Blog zu kümmern. Nun muss ich aber feststellen, dass so etwas leichter gesagt als getan ist. Ihr kennt mich ja nicht und ich kann ganz bestimmt nicht so toll erzählen wie der „Sheriff“. Aber ich will es versuchen und wenn Ihr mich nicht gleich „steinigt“ werde ich tatsächlich versuchen  hier das eine oder andere „kleine“ Geschichtchen zu posten. Wer mir einer Mail schreiben will kann das unter folgender Adresse tun:  bengerang@web.de

So das war mein erster vorsichtiger Eintrag. Mops hat mich gebeten Euch alle zu grüßen und ihn zu entschuldigen. Er denkt an Euch und lässt sich die Sonne auf den Pelz brennen.

Aber das konnten wir ja auch alle in den letzten Tagen.

Also bis auf weiteres schreibt hier der Hausmeister.

 Viele Grüße

BANGERANG

 

 

   

 

 

18.08.2005 um 17:50 Uhr

Mops rockt

von: Mops

Endlich, heute ist mein erster freier Tag - seit Wochen. Eben hatte ich noch ein „Phoner“ das ist ein Telefon Interview mit einem Magazin und nun liege ich im Schatten auf der Liege und komme dazu, mal was zu schreiben. Tja ich hätte viel zu tun wenn ich alles erzählen wollte was so passiert ist und was ich so erlebt habe. Besonders toll waren die vielen Auftritte- besonders die Open Airs. So fern das Wetter mit gespielt hat. Ein Festival war dabei -da hat das Wetter ganz schön dazwischen gehauen.

 Aber in der Masse hatten wir echt Glück. Es ist ein besonderes Gefühl wenn man als Musiker einen Auftritt vor vielen Menschen hat. Noch toller ist es wenn die Menge tobt und mit der Band eine gute Zeit hat.

Trotz meiner Jahre auf der Bühne habe ich immer noch mit dem Lampenfieber zu kämpfen. Es ist echt zum aus der Haut fahren. Auf der Bühne wirken wir immer so souverän und abgeklärt und tief in uns drinnen „rumort“ es. 

In der Regel bin ich schon kurz nach dem Aufstehen (im Hotel oder Tour-Bus) nicht mehr ansprechbar. Ständig habe ich das Gefühl ich könnte die Texte nicht oder ich würde meinen Einsatz bei bestimmten Stücken „verpennen“. Dabei geht normalerweise alles glatt. Wir haben eine gute Mannschaft, die dafür sorgt, dass alles auf der Bühne passt. Selbst beim Soundcheck  übernehmen unsere Roadies das „einmessen“, aufbauen etc. Wir müssen eigentlich nur auf die Bühne und unseren Job machen.  Man sollte meinen, dass würde leicht von der Hand gehen?! Und natürlich tut es das auch. Wenn wir erst auf der Bühne stehen und alle „sauber“ in den ersten Song gekommen sind macht das Ganze einen Riesen Spaß und geht wie von selbst.

Ich erzähl mal wie so ein „typischer“ Auftritt abläuft.

Gewöhnlich treten wir bei größeren Konzerten oder Open Airs zur „Prime Time“ auf. Das heißt wir sind unter den „Headlinern“ oder zumindest ab 20 Uhr dran ( je nach dem wie viele Bands und Künstler im Billing sind).

22Uhr ist für uns meistens die Regel. 20 Minuten bevor wir auf die Bühne müssen trifft sich die Band hinter der Bühne, um mit der Staff (unser Mannschaft und die Leute des Veranstalters) letzte Details zu besprechen. Die Gitarristen legen schon ihre Sender an und obendrein bekommen wir die Empfänger für das „In-ear-Monitoring System“ angesteckt. Somit können wir über kleine Ohrhörer -ähnlich wie bei einem Walkman- unseren Bühnensound hören. Das erleichtert es ungemein auf großen Bühnen die Kontrolle über die Musik zu behalten. Ich checke dann  ob alles funktioniert. Auch die Akkus meines Sendermikrophons werden überprüft. Allerdings ist das schon fast überflüssige Routine, da ich mich 100% darauf verlassen kann, dass unsere „Jungs“ alles penibelst geprüft haben.

Über Funk kommt die Info, dass Sound und Lichtmann grünes Licht geben. Nun wird auf der Bühen noch alles ein letztes Mal überprüft. Alle Amps haben „Saft“ und sind richtig eingestellt, alle Bühnenmikrophone und DI-Boxen funktionieren ohne „Brummen oder Aussetzer“

Grünes Licht für die Bühne!

Die Gitarristen haben ihre Gitarren umgehängt. Wir schauen alle noch mal in  den Spiegel, Maciela küsst mich und wünscht uns viel Erfolg.

Auf der Bühne wird es dunkel, und die Nebelmaschinen „räuchern“ was das Zeug hält. An dieser Stelle möchte ich mal erwähnen was für eine „scheiß Erfindung“ Kunstnebel ist. Das Zeug kratzt immer so im Hals. Persönlich mag ich ja Trockeneis –Foggies. Aber egal, ich warte einfach Backstage, während die Band sich hinter der Nebelwand in Stellung bringt.

Das Publikum quittiert inzwischen jede Veränderung auf der Bühne mit lautem Gejohle oder „Jetzt geht’s los“ Rufen.
Dann donnert unser Intro über den Platz und schlagartig brandet tosender Aplaus und begeisterte Rufe aus der Menge auf. Meine Jungs und ich kriegen nun das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Kein Zweifel: Die Menge hat „Bock“ und will unterhalten werden. In genau diesem Moment bekomme ich immer eine „Gänsehaut“ die mich frösteln lässt.

Das Intro verklingt die Bühne ist voll erleuchtet. Kaskaden aus bunten Lichter flammen auf und Mein Gitarrist Steve steht ganz vorne am Bühnenrand und hämmert die ersten Akkorde in die Menge. Meistens gibt es 1-3 Video-Großbildleinwände und ein Kamerateam, dass jede Bewegung der Band einfängt uns auf die Projektionswände zaubert. Nach wenigen Sekunden setzen die anderen Instrumente ein. Die Gitarristen rennen wie wild von einer Bühnenseite auf die andere, sie heizen an „bis die Kuh im Kreis fliegt“.  Zu diesem Zeitpunkt stehe ich als Einziger noch hinter der Bühne. Dann kommt mein Einsatz. Ich fange an zu singen, ohne die Bühne zu entern. Trotzdem tobt das Publikum. Unsere Single läuft zu diesem Zeitpunkt sehr gut und wir haben den Song bewusst als „Opener“ gewählt. Ich warte bis zum Ende der ersten Strophe bevor ich langsam die Bühne betrete. Auch ich werde begeistert empfangen und wieder jagt mir eine Gänsehaut über den Körper. Showtime! Beim Refrain singt dann wirklich der Letzte mit. Maciela steht seitlich an der Bühne und beobachte ruhig und entspannt wie eine Katze alles was wir machen. Sie lacht nicht, tanzt nicht, steht einfach da wie eine Statue. Unergründlich hat sie ihre faszinierenden Augen auf das Geschehen auf und vor der Bühne gerichtet. Hinterher wird sie mir wieder ganz genau berichten, wie gut oder wie schlecht wir gewesen sind. Ich haue jetzt mal auf den Putz und behaupte mal: Meistens hat sie uns gute Noten gegeben (hi hi). Einige Mädchen sitzen auf den Schultern ihrer Freunde und recken uns ihre Arme entgegen. Und immer wieder hebt mal eine von ihnen ihr T-Shirt hoch und zeigt uns den blanken Busen. Im Fachjargon heißt das „Titten-Show“. Als mir das erste Mal so etwas passierte (vor ca 15 Jahren) habe ich glatt meine Einsatz verpasse (hi hi). Wer soll sich den da noch konzentrieren? (hüstel).  

-Youre love is teaching me

I can feel….

Play Rock an Roll

Gut ich erspare mir nun mal die „Selbstbeweihräucherung“. Nach 1 ½ Stunden und vier Zugaben ist der Gig gelaufen und wir sind klatsch nass. Nun heißt es runter von der Bühne rein in den Bus und Luft holen. Dann duschen und am Merch-Stand (dort wo CDs, und Shirts verkauft werden) Autogramme geben. Das kurbelt den Umsatz an und freut das Management. Die Fans kaufen dann Merch-Artikel und lassen sich diese von uns signieren. Das klingt „Geldgierig“ aber so ist das Geschäft und wir haben ja auch eine ganz schöne Mannschaft zu ernähren. Natürlich genieße ich den Kontakt zu den Fans- auch wenn mir fast jeder das selbe erzählt- und ich alles schon einmal  gehört habe. Niedlich sind immer wieder die Mädels, die einem schöne Augen machen und ganz ungeniert rumflirten. Ich fragen mich gelegentlich ob die wirklich ernsthaft annehmen, dass sie so ihren „Traumprinzen“ abkriegen? Mein Blick geht suchend rüber zu Maciela, die sich bewusst etwas abseits hält. Schließlich will kein weiblicher Fan mitbekommen, dass der „Angeschmachtete“ in festen Händen ist. „Schlecht fürs Geschäft“ , sagt das Management. Enttäuscht Fans kaufen keine Platten!  Manchmal geben wir zu diesem Zeitpunkt auch noch Interviews im Pressezelt- In der Regel für die kleineren Fanzines oder für Stadmagazine.....

Gegen 2 Uhr fahren wir dann ins Hotel, wo noch mächtig gefeiert wird. Entsprechend sehen wir am nächsten Morgen aus. Ich bin übrigens der Einzige aus der Band, der eine Frau mit genommen hat. Meine Jungs lassen ihre Ladys lieber zuhause und vergnügen sich anderweitig. Nun ja, jeder so wie er’s mag! Ich genieße es Maciela dabei zu haben. So bekomme ich alter Langweiler wenigstens etwas Schlaf.

Gegen Mittag trifft sich die Truppe dann beim Frühstück/ Mittagessen. Nun werden die Erlebnisse der letzte Nacht „zum Besten“ gegeben. Einige Leute aus dem „Tross“ sind noch ganz schön angeheitert oder eben entsprechend „verkatert“. Starker Kaffe ist nun das Getränk der Stunde. Und natürlich gibt es wieder tränenreiche Abschiede von den „Schönen der Nacht“. Es gehört übrigens schon zur Standard Frühstücksbekleidung, dass fast alle mit dunklen Sonnenbrillen am Tisch sitzen (hi hi) Mein Bassist Andy, der überhaupt nicht trinkt, trägt eigentlich immer eine Sonnenbrille. Auch wenn’s draußen schon dunkel ist. Ich glaube der schläft sogar mit dem Ding?! Maciela schweigt morgens immer vor sich hin. Sie hört sich die Geschichten der Anderen an und schmiert mir ganz beiläufig Brötchen mit Nutella und Marmelade. Oder sie schiebt mir schweigend eine Happen zwischen die Zähne. Sie weiß eben ganz genau, dass ich sonst kaum etwas essen würde. In der Regel nehme ich an jeden Tourtag mindestens ein Kilo ab. Leider habe ich wieder mit dem Rauchen angefangen, was ja gar nicht gesund sein soll. Entsprechend wenig Appetit habe ich.

Tja und dann geht die ganz Chose von vorne los. Mit dem Bus oder dem Flieger in die nächste Stadt. Dort geben wir bei den Radistationen noch Interviews und machen mächtig Werbung für das entsprechende Konzert oder eben für die CD. Und abends stehen wir wieder auf der Bühne, haben wieder Lampenfieber und lassen und am nächsten Morgen wieder „Nutella Brötchen“ schmieren.

Und ja: Ihr lieben ich habe Euch auch vermisst!       

 

 

               

07.08.2005 um 10:09 Uhr

Lebenszeichen

von: Mops

Stimmung: Müde
Musik: Brandos- Gunfire

Hallo Ihr lieben, seit heute Nacht 3 Uhr sind wir wieder daheim. Mein Mailpostfach läuft über, auf dem Schreibtisch stapelt sich die Post und hier in den Blogs hätte ich  so  ca 200 Postings zu lesen. 

Leider kann ich ja nicht so ins Detail  gehen aber die letzten Wochen waren hart. Ich merke übrigens, dass mich das Musikerleben von Jahr zu Jahr mehr schlaucht.  Früher da war ich zum Teil 6 Monate und länger auf Tour und es machte mir nix aus. Heute machen mich 4 bis 6 Wochen völlig fertig. Na ja der Zahn der Zeit nimmt wohl auch auf Rocker keine Rücksicht. Dafür läuft im Moment Karrieremäßig alles recht gut. Will sagen, dass wir einiges an Erfolgen einfahren konnten. Von der Seite her also alles tuttí. In der kommenden Woche habe ich noch einige Termine mit Presse und Medienvertretern und dann sollte der alte Mops wieder etwas mehr Zeit in und auf Euren Blogs verbringen.

Vielen Dank auch für die vielen lieben und besorgten Mails. Ich kann alle beruhigen ich bin noch da.... Und ich hoffe Ihr auch! 

So Ihr lieben ich werde mich bemühen in den nächsten Tagen mehr zu Posten, aber nun muss der alte Mops erst einmal das komplette Wellness- Programm absolvieren. Man(n) gönnt sich ja sonst nix.

Bussi aufs Bauchi und erfüllte Träume      

11.07.2005 um 11:50 Uhr

Kein Kapaun aber ein Idiot!

von: Mops

Wieso müssen sich eigentlich immer wieder kranke, degenerierte, versoffene, Psychopathen in die Bloggs verirren? Menschen (meistens männlichen Geschlechts), die Bloggs mit Sex-Kontaktbörsen verwechseln und hier bloggende Frauen und Mädchen als Freiwild für ihre kranken Phantasien missbrauchen.

Wenn man sich dann anschaut, was diese „Dinger“ so von sich geben, Frauen als Nutten bezeichnen, dann kommt mir echt das Mittagessen hoch. Das sind die selben Typen, die ihr Hirn versoffen haben und auf Festen und Feiern durch ihre miese „Bierlaune“ auffallen. Meistens bekommen dies „Dinger“ dann (unter allgemeinen Beifall) ordentlich eine rein „gesemmelt“, wobei immer etwas Blut fließen muss. Traurig, traurig, wie nahe manche „Menschen“ wieder dem Affen kommen. T’schuldigung ich wollte die Affen nicht beleidigen. 

Sorry aber das musste mal raus und ich halte mich schon zurück.

09.07.2005 um 12:50 Uhr

Frauen und andere schlechte Liebhaber

von: Mops

Da ich weiß, dass einige von Euch schon fast Sherlok mäßig analysieren, was ich schreibe oder abbilde, muss ich mal etwas klar stellen: Natürlich tue ich alles um zu verschleiern wer ich bin oder wo ich gerade mit meiner Band unterwegs bin. Auch streue ich immer wieder ganz gezielt einige Informationen ein, die Euch in die Irre führen sollen. So kann es also theoretisch sein, dass ich in Wirklichkeit, keine Rocker bin sondern ein „schmuse Sänger“ (hihi). Oder wenn ich schreib, dass mein Rücken Tätowiert ist, kann es sein, dass nur Arme, Beine, Stirn ein Bildchen tragen. Oder vielleicht habe ich auch kurze „blonde“ Haare oder bin gar kein Deutscher sondern ein Ösi oder Engländer- was ja meine schlechte Rechtschreibung erklären würde....

Das nur mal zur allgemeinen „Verunsicherung“.

Folglich, kann ich nicht immer über alles schreiben was gerade so aktuell passiert. Also Chartplatzierungen nennen oder Live-Termine rausposaunen, von Videoeinspielungen bei Viva oder MTV ganz zu schweigen. Aber immerhin wissen wir ja, dass der Mops schon mindestens eine „goldene Schallplatte hat“ Gell Krümelchen ;)

Auch weiß der liebe unschuldige Mops, dass Ihr alles kleine Ferkel seid, die nach „schlüpfrigen Detail“ nur so gieren. Also schreibe ich Euch heute mal was aus meinem Intim Leben (hi hi). Ihr Ferkel ;-)

Nun vor kurzem haben wir wieder ein fettes Konzert gespielt. Und wie es an solchen Tagen ist besteht die meiste Zeit aus warten, warten und warten. Natürlich wird von Seiten der Veranstalter alles mögliche unternommen, dass man sich als Künstler wohl fühlt. Dennoch nervt die Zeit, in der man „abhängt“. Also wird dann über alles mögliche geplaudert und irgendwann landen alle beim Thema Sex. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich diese Gespräche mittlerweile anöden. Besonders, wenn man sich wie ich einen ganz nüchternen Blick auf die Menschen angewöhnt hat...So wie ich....
 

In der Zeit in der ich quasi nicht wirklich Liiert war, hatte ich sehr oft wechselnde „Gespielin“. Soll heißen, dass Mops wann immer es sich ergab, den einen oder anderen Onightstand hatte oder eben mal ein „Tüt a Tüt“. Das erzähle ich nun freilich nicht um hier mal kräftig auf die Trommel zu hauen, sondern weil ich dabei so einiges gelernt habe und in der Folge Frauen mit ganz anderen Augen sehe.

So gab es Damen, die wenn sie es denn erst mal in den Backstage Bereich geschafft hatten, alles daran setzten bei einem Musiker zu landen und diesen in die Kiste zu bekommen. Dabei überschätzten sich nicht wenige und mehr als einmal hatten meine Bandkollegen oder ich ein heulendes oder „kneifendes“ Mädchen im Hotelzimmer. Die Lady wollte nur cool sein, ihre Freunde beeindrucken oder nur mal mit „jemanden berühmtes“ schlafen. Dabei wurden die Dame nicht selten vom eigenen Anspruch überfordert.

Selbstverständlich ist es nicht gerade schmeichelhaft, wenn eine Frau/Mädchen in Tränen ausbricht, wenn’s ernst wird. Auch hat sie einen ja vorher entsprechend „angeheizt“ so dass man schon mal frustriert sein konnte, wenn aus der heißen Nacht, doch nur ein „lauer“ Morgen wurde. Aber man konnte die Nacht ja noch immer an der Hotelbar oder vor dem Videogerät im Bus ausklingen lassen. Gleichwohl haben wir uns angewöhnt, in solch einem Fall nicht zum „Arschloch“ zu mutieren, sondern die Damen, freundlich ziehen lassen. Sollte Selbstverständlich sein, ist es aber keineswegs. Es gibt Truppen im Musikgeschäft, die sind da weniger zimperlich. Ich kenne mehr als nur eine Geschichte von „Frauen“; die von der gesamten Band in einer einzigen Nacht „beglückt“ wurden. Und ob das immer sooo freiwillig passierte lasse ich mal dahingestellt. Nicht selten sind dann noch Alkohol und Drogen im Spiel.

Naja zu den Truppen gehört meine Band selbstredend nicht! 

Die Frauen, die in Sachen „Nahkampf“ etwas weiter gingen, überwogen natürlich, was trotzdem nicht immer in einer heißen Nacht endete sondern nicht selten in einem öden Erlebnis oder wegen der einen oder anderen „Ungeschicklichkeit“ mit Schmerzenden Körperteilen. Wobei mir echt schleierhaft ist, wie Frau annehmen kann, dass ein blutiger Rücken das Lustgefühl steigert?! Von den zu festen Griff einiger Ladys will ich erst gar nicht sprechen....

Warum ich das hier schreibe? Ganz einfach: Ich schnappte im Backstage Bereich ein Gespräch zwischen zwei Frauen auf, die sich über einen „schlechten Liebhaber“ ausließen. Und ganz ehrlich ich kann so ein Gelaber nicht mehr  ertragen. Dieses ganze „Tussi Getue“. 

Wenn ich solche Mädels quatschen höre, werde ich immer an die vielen schlechten „Liebhaberin“ erinnert, die mir im Laufe meines Lebens über den Weg gelaufen sind. Wie oft habe ich gedacht: Na das hättest Du Dir sparen können?! Und wie oft war ich froh, wenn die Dame endlich wieder aus meinem Leben verschwand?!.

Es scheint wohl so, dass einige Frauen tatsächlich denken, es reicht schon wenn sie die Kerle überhaupt rann lassen. Von Mühe geben, kann bei solchen Exemplaren dann kaum noch die Rede sein. Oft sind dies nach meiner Beobachtung Damen mit sehr ansprechenden Äußerem. Leider erwiesen sich diese Girls öfter als andere, als echte Langweiler im Bett. Nun will ich hier keine pauschale Frauenschelte abhalten, aber einige Vertreterin, des „zarten“ Geschlechtes find ich einfach nur „öde“. Sie tun so, als wären sie wer weiß was erfahren und abgebrüht. Nur um dann im Bett zum „unbeholfenen gehemmten Mädchen“ oder zur „ich lasse mich bedienen Diva“ zu mutieren. Schlimmer noch sind jene welche, die „danach“ schon gleich davon ausgehen, dass man nun fest zusammen ist. Himmel, wie schwer war es gelegentlich diese „Kletten“ wieder los zu werden. Ich erinnere mich an ein Mädchen, dass unseren Gitarristen bis nach Hause verfolgte und durch Anrufe terrorisierte. Dass seine Frau darüber nicht erfreut war versteht sich wohl von selbst. Na ja wie heißt es bei uns so schön: Nichts was man nicht mit einem Diamantring oder etwas ähnlichem wieder reparieren könnte...Im Laufe der Zeit, wird man dann auch was die Handy Nr angeht etwas vorsichtiger...

Zum Glück bin ich ja heute ein viel ruhigerer Typ. Ich falle einfach nicht mehr auf jeden hübschen Hintern rein. Und fremde Frauen nehme ich schon lange nicht mehr einfach so mit nach Hause. Ich denke so bleibt mir einiges erspart und meine Nutella habe ich so auch immer ganz für mich :-).

Außerdem bin ich ja im Moment in ganz guten Händen. Auch wenn ich alles vermeide, was nach fester Beziehung aussehen könnte. Obwohl wir tatsächlich, kaum noch getrennt unterwegs sind....

Es geht zwischen uns sehr harmonisch zu und es scheint, dass Maciela sich in meiner Gegenwart, völlig gelöst geben kann. 

Es ist einfach toll mit ihr, auch wenn Maciela in manchen Momenten einfach zu perfekt ist. So weiß ich ja, dass sie auch schon mal mit einer Frau zusammen war und absolut nicht dabei findet, mit einem anderen Mädchen ins Bett zu gehen. Das mag den einen oder anderen Leser/Leserin schockieren. Für mich ist das nur logisch und auch konsequent. Maciela, betreibt alles was sie tut mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, wie könnte es also sein, dass sie es nicht auch bei ihrem Liebesleben so hält? Mich stört das überhaupt nicht, weil ich weiß, dass sie in ihrer ganzen emotionalen Tiefe, gar nicht anders sein könnte. Nun, habe ich freilich noch nicht mitbekommen, dass Maciela mit einer anderen Frau im Bett war, aber ich habe mich oft gefragt ob ich eifersüchtig wäre? Und ich kam immer zu dem Schluss, dass es mich überhaupt nicht juckt.

Neulich erst, suchte Didi an Mannis Laptop sitzend bei Poppen.de nach einem Date fürs Wochenende. Für alle die gerade nicht mitkommen. Auf solchen Seiten kann man sich kostenlose Sexkontakte suchen. Und irgendwie hat Didi den Bogen raus und sucht sich nun Wochenende für Wochenende etwas aus dem Internet.

Was macht Maciela? Sie setzt sich daneben und surft auf den Anzeigen für Frauen rum. Dabei hatten sie und Didi eine Menge Spaß, weil sie zumeist über die eingestellten Fotos lästerten. Es dauerte nicht lange und Manni und Franki saßen daneben und lästerten mit. Ich hing am Handy und telefonierte mit Simon, um einige Dinge wegen der Firma zu regeln. Als das Gespräch beendet war bekam ich mit, wie Maciela und Didi über eine Frau diskutierten, die sie sich wohl gerade im Netz ansahen. Beiden schien die Lady zu gefallen und Maciela sagte laut: „Die ist süß, die könnte mir auch gefallen!“ Ich schenkte ihr einen strengen Blick. Weil ich diese Internet Sexkontakte nicht besonders toll finde. Mahl ehrlich was gibt es abturnenderes also so ein Fleischbeschau? Außerdem stellt sich mir immer die Frage, was für Psychopaten sich hinter den Anzeigen verstecken. Maciela missdeutete meinen strengen Blick in der Gestallt, dass sie annahm, ich würde wegen ihrer Lust auf Frauen so böse schauen. Sie kam zu mir schmiegte sich in meinen Arm uns flüsterte:“ Komm schon, Du darfst auch mitmachen!“ Sie lächelte mich herausfordernd an und mir wurde klar, dass die Süße gerade einen „Rückfall“ hatte und mich provozieren wollte. Wir erinnern uns, dass Maciela ja schon des öfteren mal den armen kleinen Mops in „kitzelige“ Situationen gebracht hat. Ich blieb ganz locker. „Du alleine bist schon anstrengend genug!“

Sie lachte und sah mir verrucht in die Augen. „Jeder Mann, träumt von Sex mit zwei Frauen.“

 

„Nicht jeder“, schaltete sich Manni ein, der unser Gespräch belauscht hatte. „Ich hätte gerne 2 oder mehr Männer im Bett.“ Eine Bemerkung, die ihm einen schmollenden Blick von Franki einbrachte.

Ich grinste Manni abwehrend an. „Ich will mir das gar nicht vorstellen!“ Nun lachte er schallend. „Du bist homophob! Mensch, ich war schon mit vier Männern im Bett !“ Nun sagten Franki, Didi, und ich fast Zeitgleich „MANNI!“ Worauf mein Kumpel unschuldig mit den Schultern zuckte.

Didi sah Maciela und mich wissend grinsend an. „Maciela ich könnte Dir Geschichten über den Mops erzählen..“

„Was Du bitte unterlässt“, knurrte ich gereizt.

Er griente: „Aber sie hat recht: Fast jeder „nicht schwule“ Mann will Sex mit zwei Frauen. Sei doch froh, dass sie so aufgeschlossen ist. Wäre meine Frau so gewesen, wären wir heute noch zusammen.“

Maciela schenkte mir ein Triumphierendes Lächeln. „Siehst Du?“

„Männer um die 20 wünschen sich das vielleicht?! Männer in meinem Alter sind froh wenn sie eine Frau schaffen ohne im Sauerstoffzelt zu landen“, erwiderte ich in aller Bescheidenheit.

„Mann stelle sich das mal vor“, Schwärmte Didi.

„Nein, das stellst DU DIR bitte nicht vor“, fährt Maciela, meinen völlig überraschten Freund an. Und böse lächelnd fügt sie hinzu: „Ich will nicht in Deinen völlig versauten Phantasien mitspielen. Alleine der Gedanke treibt mir eine Gänsehaut über den Rücken!“ Sie schmiegt sich fröstelnd in meinen Arm.

„Bin ich den so abstoßend?“ jammert Didi in die Runde. „JA“ sagen Maciela und ich gleichzeitig. Manni wiegt überlegend den Kopf. „Ja, Didi! Du bist definitiv, abstoßend. Völlig Triebgesteuert!“

„Und das von einem Schwulen „Darkroom Besucher“.“ Schmollt Didi in die Runde.

 

In diesem Augenblick fragte ich mich ernsthaft, ob ich meinen Freundeskreis nicht mal ernsthaft auf die eine oder andere Psychische Erkrankung untersuchen sollte. Irgendwie erschienen sie mir nicht ganz „normal“ zu sein.

 

Später am Abend, lagen Maciela und ich im Bett und lauschten dem prasseln des Regen, auf den Dachfenstern. Die Lady schnurrte in meinem Arm und ließ sich bereits seit einer Stunde den Rücken und den Nackens kraulen. Unvermittelt brachte sie das Thema noch mal auf die Geschichte mit den zwei Frauen. „Findest Du so etwas wirklich nicht reizvoll?“

Herrje, denke ich. Sie versucht wirklich jeden Wunsch oder jede Phantasie zu erfüllen. Dabei scheint sie bestrebt zu sein, auch verborgene oder geheime Wünsche zu erfüllen. Ich frage mich, warum sie sich so viel Mühe gibt. Ich finde sie ist toll und hat es gar nicht nötig zu solchen Spielarten zu greifen. Ich kann meine Finger sowieso nicht von ihr lassen. Also was soll das?

Mir kam der Gedanke, dass es vielleicht etwas ist, das IHR Freude machen würde, und das sie versuchte mich darin einzubinden. Vielleicht fürchtete sie, dass ich eifersüchtig sein könnte. Oder vielleicht hatte sie wie alle meine Freunde einfach nur eine Macke :)?

Egal, ich machte Ihr klar, dass sie mir völlig genügte, und dass ich alles tun würde um sie glücklich zu machen. Wenn das bedeutete, dass ich sie mit einer Frau teilen muss dann tue ich auch das. Aber eines stimmt definitiv nicht: Nicht jeder Mann träumt von so etwas. Die meisten wären mit einer einfühlsamen, und zärtlichen Frau schon rundum zufrieden. Ganz egal was Didi so sagt!    

                    

06.07.2005 um 09:36 Uhr

Gemeine Gemeinde oder Sex in der Südsee

von: Mops

Stimmung: Habe ich heute nicht
Musik: Lordi: Would you love a Monsterman

Manni hat einen neuen Lover, Franki. Franki ist ein netter süßer Kerl, der wirklich viel von Johny Depp hat. In der „Szene“, werden die Beiden schon als das neue Traumpaar gehandelt. Es gibt kaum eine Party oder Event wo Manni und Franki nicht eingeladen sind. Folglich lässt es mein schwuler Kumpel mal wieder richtig „krachen“. Nun es sei ihm gegönnt. Was mich etwas stört ist, dass Franki gerade 20 Jahre alt ist. Ich finde Manni sollte sich mal etwas älteres suchen..... Gerade als ich diesen Gedanken zu Ende gedacht habe fällt mir ein: Maciela ist auch nur unwesentlich älter. Typischer Fall von „Eigentor“.

Didi ist auch wieder solo. Gerade hat er eine schicke 4 Zimmer Wohnung in einem drei Parteien Haus bezogen. Und als hätte er nix gelernt, bebaggert er die 17 Jährige Tochter seiner Nachbarn. Zugegeben, sie ist ein „heißer Feger“. Aber irgendwo hört es doch wohl auf (bin gerade voll der Spießer) :) Na ja auch ihm sei es gegönnt. Aber, dass Rita in ihrem Alter plötzlich auch noch einen Freund anschleppt, kann ich  nicht so richtig akzeptieren. Rita ist schließlich meine „Ersatz Mama“ und die wird nicht geteilt! Habe mir vorgenommen den Kerl demnächst mal zu „checken“. Nicht, dass das so ein „Abzocker“ ist, der meine Rita ausnimmt! Grmlll.

Neulich bekam ich mal wieder Post von der Gemeinde. Nachdem die Deppen schon zwei Verfahren verloren haben, haben sie nun einen Schlichter eingeschaltet. Und dieser Schlichter wollte unbedingt eine Ortsbesichtigung vornehmen. Ich hatte viel zu viel zu tun, als mich um diesen Müll zu kümmern und war ziemlich überrascht als die ganze „Machalla“ von Schlichter, Gemeinderat, Vertreter der Bank und einige „Bauherren“ plötzlich und unerwartet  an einem brennend heißen Tag vor meinem Tor standen und mich um das Planschen im Pool brachten.

Ich erkläre Euch mal den Hintergrund der Geschichte:

Als ich seinerzeit das Haus kaufte, habe ich noch zwei als Bauland ausgewiesene Grundstücke dazugekauft. Eines auf der Westseite und eine auf der Nordseite. Auf das Grundstück im Westen habe ich Pool und Sommerterrasse so wie ein kleines Gästehaus, das aber nur zum umkleiden am Pool genutzt wird. Das Grundstück im Norden ist so eine Art Obstgarten. Ziemlich verwildert, aber schön.

Gekauft hatte ich diese Grundstücke, damit mir die Nachbarn nicht zu nahe auf die Pelle rücken. So könnte ich also herrlich und in Freuden leben, wäre da nicht die  xxx Bank und die blöde Gemeinde, die nämlich auf das schmale Brett gekommen sind, Hinter meinem Haus (also im Norden) ein neues Wohngebiet zu erschließen, wo günstiges Bauland für Familien mit Kindern angeboten wurde. Eigentlich  ja sehr löblich, währe da nicht ein Schönheitsfehler. Die Zufahrt zu diesem Neubaugebiet ist zu schmal (eng) es passt dort mit viel Mühe ein Wagen/LKW zur Zeit durch. Von einem Fußweg ganz zu schweigen. Was natürlich nicht besonders toll ist, will man doch dort eine Wohnstraße mit Gehweg (für den Schulweg der kleinen) errichten. Was haben sich diese Volldeppen im Planungsbüro also ausgedacht: Wir schneiden dem Herrn Mops einfach 1/3 seines Grundstückes ab und lassen dort die Straße mit samt „Bürgersteig“ entlang laufen. Also wurde fleißig drauflos geplant, Grundstücke verkauft und mit der Erschließung begonnen, und schicke Häuschen gebaut. Bis man darauf kam, dass man ja auch mit mir reden müsste. Es war wohl so, dass die Gemeinde davon ausging, dass das Planungsbüro oder die Bank mit mir reden würden und umgekehrt. Jedenfalls waren plötzlich alle Grundstücke verkauft und mit mir hatte noch niemand verhandelt. Tja und als man das dann endlich nachholte, stellte man fest, dass der liebe Herr Mops doch sehr an seinen Pool hing und die Vorstellung einer angrenzenden Straße nicht so prickelnd fand. Außerdem hätte ich als „Anlieger“ dann noch Anteilig die Kosten für Straße und Fußweg tragen müssen. Von den quakenden Kindern, die dann immer direkt am Haus vorbei zogen mal zu schweigen. Wen wundert es, dass ich bei diesem Spiel nicht mitspielte. Was taten die Vollidioten also als ich ihr Geld nicht wollte? Sie wollten enteignen. Denn: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ und es war ja Bauland, das ich völlig „unbebaut“ bzw., zweckentfremdet nutzte. Nun, das sahen die Gerichte aber  ganz anders :)

Als SIE also vor Gericht nicht weiterkamen wurde adersweitig Druck ausgeübt. Plötzlich war ich der Böse Mops schuld, wenn die Kinder auf dem Weg zur Schule verunglückten. Es kamen sogar Leute von der Lokalzeitung um  böse Artikel über den bösen bösen Mops zu schreiben, dem die Belange von „armen“ Familien kalt ließen. Und selbst wenn die Gemeinde Fehler gemacht hätte, „so wäre es doch in meiner sozialen Verantwortung, die Menschen in dem Neubaugebiet nicht dafür büßen zu lassen“.

Nun mich ließ das alles kalt. Auch als vor Kurzem eine Versammlung im Pfarrhaus abgehalten wurde, wo alle Betroffenen noch mal über eine Lösung verhandeln wollten blieb ich unnachgiebig. Zwar wurde mir angeboten, den 3fachen Wert des Grundstückes zu zahlen und mich von den Kosten der Straße zu entbinden, aber irgendwie kann ich nicht einsehen, dass mein Pool und alles auf der Westseite, verschwinden soll und im Gegenzug läuft dort dann eine Straße. Mal ehrlich würdet Ihr Euch auf so einen Müll einlassen?

Na ja es war aber trotzdem ziemlich hart. Stellt Euch mal vor ihr seid der einzige „Buhmann“ bei einer solchen Versammlung. Über 40 Leute anwesend, die einem alle die Pest an den Hals wünschen. Einige hatten ihre Kinder dabei.... Zeitweilig hatte ich Sorge man könnte mich Lynchen oder Steinigen. Ich staunte nicht schlecht, wie geschlossen Menschen ein Unrecht vertreten können, wenn es um ihre eigenen Interessen geht. Schließlich ist es doch eine Tatsache, dass nicht ich die Grundstücke verkauft und zur Bebauung frei gegeben habe. Ich hatte von der gesamten Sache doch nichts. Also warum werde ich zum Buhmann gemacht? Die sollten sich was schämen. Und nicht noch die Fäuste schwingen.

Na ja und dann stehen diese Leute auch noch  vor meinem Tor und wollen sich Vorort ein Bild machen. Eigentlich hätte ich sie  gar nicht reinlassen sollen. Schließlich hatte ich vor  Gericht ja Recht bekommen. Aber ich wollte ja nicht schon wieder der Arsch  sein, also sperrte ich Jacky im Schlafzimmer ein und ließ die Leute aufs Grundstück. Passender Weise lagen Manni, Franki, Maciela zwei meiner Bandkollegen samt weiblicher Begleitung und Rita  am Pool, badeten oder unterhielten sich lachend. Das sah dann natürlich richtig dekadent, Lustgartenmüßig aus. Besonders Mannis Leopardenstring stach schön ins Auge. Maciela hingegen war auf Zack. Sie wickelte sich ein Tuch um die Hüften und servierte nach kurzer Zeit Limonade an die Menschen, die sich in kleinen Gruppen, über meinen Rasen bewegten. Dabei sah sie toll aus. Ein weißes Bikinioberteil, das nasse lange schwarze Haar (schmelz).... Das schien einige der anwesenden Herren allerdings nur noch mehr gegen mich aufzubringen. Wie ich einigen Wortfetzen entnehmen konnte.

Der Schlichter machte mit einer Digicam-Bilder und notierte sich einige Dinge auf seinem Klemmbrett. Dann suchte er das Gespräch mit mir. Der Mann war nett und ein schlauer Redner. Dennoch, biss er bei mir auf Granit. Allerdings räumte er ein, dass er verstehen könnte, dass ich nicht verkaufen wollte. Dann schlug der Bürgermeister noch vor, dass die Gemeinde bereit währe das gesamte „Anwesen“ zu einem guten Kurs zu kaufen. Und mir noch ein Ersatzgrundstück in toller Lage anbieten könnten. Auch die Umzugskosten würde man notfalls übernehmen.....Nun war das alles sehr schlau eingefädelt. Mein Anwalt hatte so etwas schon befürchtet. Irgendwann würde ein Gericht zu der Erkenntnis gelangen, dass die Gemeinde zwar Fehler gemacht hat, und mir massiver Schaden zugefügt wurde/würde aber eine großzügige Entschädigung und ein „höherwertiges“ Ersatzgrundstück ausreichen würden um mir mein Land und Haus weg zu nehmen. Denn schließlich seien durch den Verkauf und die Bebauung des Neubaugebietes Tatsachen geschaffen worden, die nicht dauerhaft ignoriert werden dürften. Weiterhin galt es auch die Gesundheit und Lebensqualität der dort lebenden Familien zu garantieren. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis ich die Bude hier verliere. Und ich könnte explodieren bei dem Gedanken. Vor allem habe ich keine Lust umzuziehen, ein Haus zu bauen oder auch nur einen Meter vom Rita und dieser Straße hier weg zu ziehen. Mann was für ein Stress kommt da wieder auf mich zu? Ich will das einfach nicht......

Oder was denkt Ihr? Bin ich moralisch verpflichtet nachzugeben?        

30.06.2005 um 19:48 Uhr

Ich sach heut ma nix!

von: Mops

Stimmung: Verschwiegen



23.06.2005 um 22:15 Uhr

Frauen Fan, nicht Frauenversteher

von: Mops

Stimmung: Brav
Musik: City-Am Fenster

Eure Kommentare haben mich partiell etwas überrascht. Ist denn nicht deutlich geworden, dass ich ein großer Fan der Damenwelt bin? Ich finde Frauen toll, ich bewundere sie...nein das trifft es nicht ganz: Ich bete sie an, diese Wunderbaren Wesen :-) Diese Lichtgestallten der Menschheit :-).

Spaß beiseite!
Zu der Frage ob ich den Hals nicht voll bekomme oder ob es bei allen Männern so schnell geht? Welche ja implizieren ich wäre etwas „sprunghaft“ (hi hi). Muss ich mal etwas „gerade rücken“.

Natürlich haben Frauen/Mädchen immer schon zu meinem Leben gehört. Das bringt der Beruf und die Szene einfach mit sich. Musiker und wilde Mädchen, das gehört einfach zusammen wie Nitro und Glyzerin, wie Smith und Weson oder Kung und Fu, Eddi und Murphy usw.

Nun bin ich ein Mann und ohne, dass ich wieder einer Männlein/Weiblein Diskussion lostreten möchte, behaupte ich mal, dass es typisch Mann ist, bei entsprechender „Auswahl“ auch mal „ganz schwach“ zu werden ;-).

Trotzdem, unterscheide ich sehr wohl zwischen Beziehung und „Gespielin“. Lisa war nach langer Zeit die erste Beziehung, die ich einging und auf die ich mich (trotz aller Erfahrung) voll und ganz einließ. Das Ergebnis ist wohl bekannt. Ein Mops landete voll auf der Schnauze! Keine Frage Lisa tat weh! Und ging tief unter die Haut.

Ich hatte danach die Wahl: Mich wieder zu verkriechen und vor Liebeskummer und Selbstmitleid zu zergehen oder aber alles erst mal (unverarbeitet) in eine dunkle Ecke meines Seelenleben verbannen und mich mit angenehmen und erbaulichen Erlebnissen zu beschäftigen. Ich wollte mich nicht wieder in meine einsame Burg verkriechen und schmollen. Also kaufte ich einen schicken Wagen, trieb mich rum und vertrieb mir die Zeit mit allerlei „Kurzweil“ und Dummheiten („je oller desto doller“ sagt man bei uns).

Wer will mir das übel nehmen? Ich tat ja nichts „Böses“. Und den Damen mit denen ich in dieser Zeit „um die Häuser zog“, habe ich ja auch nichts vorgemacht. Wir hatten Spaß und niemand dachte auch nur an Liebe oder Beziehungen.

Selbst, Maciela, wusste sehr genau, dass es für „Liebe“ oder  eine feste Beziehung viel zu früh war. Sie hat es genau richtig angestellt: Sie ist für mich da ohne Ansprüche oder Forderungen! Das Selbe gilt umgekehrt. Sollte daraus mal etwas mehr werden, wird es ganz sicher daran liegen, dass die Lady so verdammt schlau und einfühlsam ist. Im Moment, tut sie mir jedenfalls sehr gut. Was nun die Dame aus der Ferne betrifft, das ist eine Geschichte die sitzt tiefer. Das ist auch ganz logisch, weil sie nämlich unter einer ganz anderen „Überschrift“ statt gefunden hatte. Bei Ihr war es Liebe auf dem ersten Blick. Es war etwas ganz einmalig, besonderes und damit meine ich nicht Sex, sondern einfach das Gefühl, das ich bei jedem Wort von ihr hatte. Wie gesagt es ist ein Schatz in einer kleinen „Kammer“ voller Schätze. Als es damals zu Ende ging, ging ja das Leben ganz normal weiter. Irgendwann verliebte man sich wieder neu und die Zeit verging.

Jetzt erzählt mir nicht, dass Euch so etwas noch nie passiert ist. (na zumindest den älteren Lesern und Leserin). Ich habe ja auch meine tote Verlobte über alles geliebt und trauere noch heute regelmäßig in sehr intensive Schüben. Es gibt doch bestimmt auch bei Euch, Menschen, die ihr mal geliebt habt, wo es letztlich aber nicht funktioniert hat mit dem „Heiraten und Kinderkriegen! Und trotzdem fragt Ihr Euch heute manchmal: „Was wäre gewesen?“ oder hegt sogar eine heimliche Sehnsucht (Kruemel :-) ich erinnere mich da an ein entsprechendes Posting!?). Es ist doch nicht so, dass jedes Gefühl stirbt, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Es bleibt doch immer etwas zurück. Zumindest, wenn man nicht nur „oberflächlich“ geliebt hat. 

Nun, die Lady aus der Ferne ist eben DIE Frau, gewesen. Mir war das immer bewusst, aber soll ich deshalb nie wieder lieben?

Auch fällt es mir viel leichter als manchem Anderen, mich einfach mal mit einer Frau, die mir gefällt einzulassen. Ich muss ja nicht bei „Jeder“ überlegen ob sie die Frau fürs Leben ist. Ich komme ja ganz gut alleine zurecht, und kann die Damen dadurch ohne jede Erwartung oder jeden „emotionalen“ Ballast, ganz unvoreingenommen, so nehmen wie sie wirklich sind. Ich muss ja nicht gleich Jeder die Ehe versprechen. Ich halte es so: Schauen was das Leben anbietet und dann sehen was passiert.

Dabei kann man mir nicht einmal vorwerfen, ich wäre „leichtfertig“. Ich finde nun mal Frauen toll! Na und? Es gibt wohl schlimmeres...oder?

Ganz bescheiden behaupte ich mal, die meisten Frauen in meinem Leben, wollten einfach auch nur ihren Spaß haben. Es lebe die Emanzipation! Frauen dürfen sich mit Männern rumtreiben ohne dafür  verachtet oder unterdrückt zu werden.

Die Ladys meiner „finsteren“ Vergangenheit waren jedenfalls keine Opfer! Es waren tolle, selbstbewusste Frauen/Mädchen, die von mir immer auf Händen getragen wurden und auch heute keinen einzigen „bösen“ oder schlechten Gedanken für mich hegen (glaube ich).

Ohne nun zu sehr auf den Bush zu hauen, (aber es ist gut fürs Ego). Ich war vor kurzem auf einer Party, wo mir eine Frau aus meiner Vergangenheit begegnete. Sie ist heute verheiratet (und zwar sehr gut), hat zwei süße Kinder und liebt ihren Mann. Sie erzählte mir, dass ich der Mann bin, für den sie immer noch die wärmsten Erinnerungen hegt. Und, dass ich einer der wenigen war, der sie mit Respekt behandelt hat. Aber genug auf den Busch gehauen.
Ich denke jeder hat mal Phasen, da wechseln die Partner mal schneller und mal weniger schnell. Oder man lebt glücklich mit nur einem Menschen zusammen. Tatsache ist aber auch: Ich habe keine Verpflichtungen, keine Kinder und kaum Menschen auf die ich Rücksichten nehmen muss. Und währe Lisa nicht mit Nice Guy durchgebrannt, ich wäre immer noch bei ihr. Sie aber hat es vorgezogen mein Herz durch den Fleischwolf zu jagen und anschließend durchs Klo zu spülen.

Nun könnte man meinen, dass ich gerechtfertiger Weise Beziehungsängste habe, welche (danke elvetritsche) durch Verlustängste noch verstärkt werden. Meine große Liebe wird plötzlich und abrupt beendet, dann als ich mich endlich  wieder neu verliebe, stirbt diese Frau durch den Leichtsinn einiger Jugendlicher. Was mich jahrelang gequält und fertig gemacht hat. Die erste Frau für die ich danach wieder Liebe empfand war Lisa und die Geschichte kennen wir ja......

Also wer will es mir verdenken, dass ich es mit Maciela langsam angehen lasse und mich eine „alte“ Liebe wieder so durcheinander wirbelt?

Und um es klar zu sagen: Ruhig Blut! Ich  habe ja gar nicht vor etwas am herrschenden Zustand zu ändern. Im Gegenteil ich habe Maciela davon erzählt, und sie beichtete mir, dass sie auch so einen Menschen in ihre Vergangenheit hat. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte, die ich vermutlich nie erzählen werde........

So ihr lieben, es gibt doch bestimmt noch etwas zu erleben....oder zu erlieben!?

Carpe Noctem oder so.....